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Hintergrund der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung bezieht sich auf durch Strahlung härtbare Zusammensetzungen, Kerzen,
die derartige Zusammensetzungen als Beschichtungen umfassen, und
Verfahren für
ihre Herstellung.
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Beschreibung
der verwandten Technik
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Das
Herstellen von Kerzen ist eine alte Technik, die kontinuierlich
verbessert wird, größtenteils
angetrieben durch den grundlegenden ästhetischen Anreiz von Kerzen
für die
allgemeine Öffentlichkeit.
Ein sehr allgemeiner Typ von Kerze besteht aus einem Docht, der
in einem Block aus Paraffinwachs eingebettet ist, wobei das Wachs
den Brennstoff für
das Abbrennen der Kerze bereitstellt. Paraffin ist ein kostengünstiges
Rohmaterial, was es zu einem wirtschaftlich attraktiven Inhaltsstoff
für eine
Kerze macht. Paraffin ist ein günstiges Material,
um es in verschiedene Formen zu gießen, und akzeptiert eine Färbung, so
dass eine breite Vielfalt von bunten und verschieden geformten Kerzen
aus Paraffin erzeugt werden kann. Eine grundlegende Eigenschaft
von Paraffin ist seine Undurchsichtigkeit. Undurchsichtigkeit ist
nachteilig insofern, dass visuell interessante Objekte, die innerhalb
einer Paraffinkerze angeordnet sind, im wesentlichen unsichtbar
sind, außer
wenn jene Objekte sehr nahe an der Oberfläche der Kerze angeordnet sind.
Auch kann, während
Paraffin im allgemeinen als angenehm zu berühren angesehen wird, es unerwünschterweise
auf die Haut abreiben.
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Eine
moderne Variation beim Kerzenherstellen ist die Verwendung von geliertem
Brennstoff anstelle von Paraffin. Einige gelierte Brennstoffe besitzen
den Vorteil, dass sie klar oder transparent derart sind, dass dekorative
Gegenstände,
die innerhalb einer transparenten Kerze angeordnet sind, für den Verbraucher
sichtbar sind. Diese Transparenz fügt eine zusätzliche Dimension dem Kerzenherstellen
und dem Kerzendesign insofern hinzu, dass es die Erzeugung von vielen
interessanten und kommerziell erwünschten Kerzen ermöglicht.
Typischerweise wird ein gelierter Brennstoff hergestellt durch Kombinieren
eines Geliermittels und eines Lösungsmittels,
wobei das Lösungsmittel
durch das Geliermittel geliert wird. In einigen Fällen wird
der gelierte Brennstoff eine unerwünschte Synärese zeigen, was sich auf eine
physikalische Trennung des Geliermittels vom Brennstoff bezieht.
Synärese
verursacht, dass sich ein gelierter Brennstoff sehr ölig anfühlt, was
typischerweise unerwünscht
ist. Sogar bei Nichtvorhandensein einer Synärese neigt ein gelierter Brennstoff
dazu, in einem größeren Ausmaß als eine
Paraffinkerze, Fingerabdrücke
aufzunehmen und so eine transparente Oberfläche nicht beizubehalten.
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Beschichtungen,
einschließlich
UV-härtbare
Beschichtungen wurden als nützlicherweise
auf einer Kerze aus geliertem Brennstoff angeordnet offenbart, um
bestimmten Ziele, die oben angegeben sind, zu verfolgen. Siehe,
z. B. die Veröffentlichung
der internationalen PCT-Anmeldungen Nr. WO98/17243 und WO00/40216.
Bekannte UV-härtbare
Zusammensetzungen sind nicht einheitlich in dieser Anwendung wirksam,
jedoch, vielleicht aufgrund des Kohlenwasserstoffs, d. h. des extrem
hydrophoben Charakters, auf der Oberfläche der Kerze aus geliertem
Brennstoff. Daher gibt es eine Notwendigkeit in der Technik für eine überlegene
UV-härtbare Beschichtungszusammensetzung,
insbesondere für
Kerzen aus geliertem Brennstoff. Außerdem gibt es eine Notwendigkeit
in der Technik für
transparente Kerzen, die sich beim Berühren nicht ölig anfühlen, keine Fingerabdrücke erzeugen,
wenn sie gehandhabt werden, und, falls eine Synärese auftritt, sich die Synärese nicht
auf das Anfühlen
der Kerze auswirkt. Wie hier offenbart ist die vorliegende Erfindung
darauf gerichtet, diese und andere Notwendigkeiten zu erfüllen.
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Eine
Offenbarung von UV-härtbaren
Zusammensetzungen kann gefunden werden in, z. B., US-Patent Nr.
6,169,126; 6,037,014; 5,945,462; 5,800,844; 5,741,872; 5,663,211;
5,492,733; 4,613,652; 4,552,815 und 4,420,506. Eine Unterklasse
von UV-härtbaren
Zusammensetzungen sind jene, die eine Michaeladditionsreaktion zwischen
einem Acrylat und einem Nukleophil, z. B. einem Amin, verursachen,
wie dargelegt in z. B., US-Patent Nr. 6,172,129; 5,728,750; 5,527,368;
5,482,649; 4,330,640; 4,256,560; 4,284,776; 4,116,787; 4,045,416
und 3,844,916. Während
diese Dokumente UV-härtbare
Zusammensetzungen offenbaren, offenbaren sie nicht, dass derartige
Zusammensetzungen geeigneterweise auf einer öligen Oberfläche, wie
sie auf einer Kerze aus geliertem Brennstoff vorhanden ist, aufgebracht
werden können.
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Kurze Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine härtbare Zusammensetzung bereit,
die auf einer Kerze angeordnet ist, und dann wird die Zusammensetzung
Härtungsbedingungen,
wie ultraviolettem Licht, ausgesetzt, um dadurch die Beschichtungszusammensetzung
zu härten
und eine Kerze mit einer gehärteten
Beschichtung bereitzustellen. Die härtbare Zusammensetzung kann
das Reaktionsprodukt von TMPTA (Trimethylolpropantriacrylat, selbst
das Reaktionsprodukt von Trimethylolpropan und Acrylsäure) und
Oleylamin (ein ungesättigtes primäres Amin
mit 18 Kohlenstoffen) sein. Die Kerze kann hergestellt werden aus
Wachs oder einem gelierten Lösungsmittel,
d. h. eine Mischung aus Geliermittel und Lösungsmittel, insbesondere einem
Kohlenwasserstoff oder einem anderen Lösungsmittel niedriger Polarität. Die unverdünnte Beschichtung
kann durch Sprühen
auf die ölige
Oberfläche
der Kerze aufgebracht werden. Ultraviolettes Härten der Beschichtung erfolgt
in 1–2
Sekunden.
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So
stellt in einem Aspekt die Erfindung eine Kerze bereit, bei der
die Kerze einen Docht, einen Brennstoff und eine gehärtete Beschichtung
umfasst. Der Brennstoff kann sein oder umfassen ein Geliermittel,
wie ETPA- oder ATPA-Geliermittel, zusätzlich zu einem Lösungsmittel,
das durch das Geliermittel geliert wird, wie Mineralöl oder Fettsäuretriglycerid.
Der Brennstoff kann auch Wachs sein oder umfassen. Die Kerze kann mehr
als eine sichtbare Phase enthalten, zum Beispiel kann die Kerze
ein oder mehrere Symbole umfassen, die innerhalb des Brennstoffs
gesetzt sind.
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Die
Beschichtung kann eine UV-gehärtete
Beschichtung sein. Eine bevorzugte UV-gehärtete
Beschichtung umfasst ein Reaktionsprodukt eines Tri(meth)acrylats,
d. h. ein Triacrylat oder ein Trimethylacrylat oder eine Mischung
von dreien von Acrylat und Methacrylat, und ein primäres Amin.
Das Tri(meth)acrylat kann ein Veresterungsprodukt eines Triols und
einer Acrylsäure
sein, und das primäre
Amin kann ein primäres C14-C22-Fettsäureamin
sein. Ein beispielhaftes Veresterungsprodukt eines Triols und einer
Acrylsäure
ist Trimethylolpropantriacrylat, und ein beispielhaftes C14-C22-Fettsäureamin
ist Oleylamin. Die Beschichtung beinhaltet auch bevorzugt ein Egalisiermittel,
das, wenn es vorhanden ist, eine glattere Beschichtung mit einer
besseren Adhäsion
an der Kerze bereitstellt. Die Beschichtung muss auch einen Photoinitiator
enthalten, wenn die Beschichtung durch UV-Strahlung gehärtet werden
soll. Die Kerze oder die Beschichtung können, müssen aber nicht ein oder mehrere
Additive umfassen, die ausgewählt
sind aus einem Färbemittel,
einem Duftstoff, einem Flammverzögerungsmittel
und einem Insektenabwehrmittel.
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So
stellt die vorliegende Erfindung eine Kerze bereit, die einen Docht,
einen Brennstoff und eine gehärtete
Beschichtung umfasst, wobei die gehärtete Beschichtung das Reaktionsprodukt
einer UV-Härtung
einer Beschichtungszusammensetzung ist. Die Beschichtungszusammensetzung
umfasst ein Reaktionsprodukt eines primären C14-C22-Fettsäureamins
mit einem Poly(meth)acrylat, einem Egalisiermittel und einem Photoinitiator.
In bevorzugten Ausführungsformen
ist das primäre
Amin Oleylamin und das Poly(meth)acrylat ist Trimethylolpropantriacrylat.
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In
einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum Beschichten einer Kerze unter Verwenden einer härtbaren
Zusammensetzung bereit. Das Verfahren umfasst (a) Umsetzen eines
primären
Amins mit einem Triacrylat, um ein Produkt zu bilden; (b) Aufbringen
des Produktes auf einer Oberfläche einer
Kerze, um eine härtbare
Beschichtung auf der Kerze bereitzustellen; und (c) Härten der
härtbaren
Beschichtung mit Strahlung, um eine gehärtete Beschichtung auf der
Kerze bereitzustellen. Das Produkt kann aufgebracht werden zum Beispiel
durch Sprühen,
Bürsten,
Eintauchen oder Verschwammen, wobei Sprühen ein bevorzugtes Verfahren
ist. Die Beschichtungszusammensetzung kann mehr als einmal aufgebracht
werden, um eine mehrfach beschichtete Kerze bereitzustellen. Die
mehrfachen Beschichtungen können
gleich oder unterschiedlich aussehen. Wenn die härtbare Beschichtung durch UV-Strahlung
gehärtet
wird, sollte das Produkt weiter einen Photosensibilisator oder einen
Photoinitiator umfassen. Zusätzlich,
um beim Benetzen der Oberfläche
der hydrophoben Oberfläche,
die in der Kerze vorhanden ist, zu unterstützen, kann das Produkt weiter
ein Egalisiermittel oder einen Flussmodifizierer umfassen. Ein geeigneter
Flussmodifizierer ist ein Copolymer von Ethylacrylat und 2-Ethylhexylacrylat,
wobei das Copolymer eine Viskosität bei 25°C von 5000 bis 12000 Centipoise
besitzt. Das primäre
Amin ist bevorzugt ein primäres
C14-C22-Amin, wobei
die Fettsäurenatur dieses
Typs von primärem
Amin die Fähigkeit
der härtbaren
Zusammensetzung verbessert, an der hydrophoben Oberfläche der
Kerze anzuhaften. Oleylamin ist ein geeignetes primäres Fettsäureamin.
Trimethylolpropantriacrylat (TMPTA) ist ein geeignetes Triacrylat.
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So
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Beschichten einer
Kerze unter Verwenden einer härtbaren
Zusammensetzung bereit, wobei das Verfahren umfasst (a) Umsetzen
eines primären
C14-C22-Fettsäureamins
mit einem Triacrylat, um ein Produkt zu bilden, wobei das Produkt
weiter einen Photoinitiator und ein Egalisiermittel umfasst; (b)
Aufbringen des Produktes auf einer Oberfläche einer Kerze, um eine UV-härtbare Beschichtung
auf der Kerze bereitzustellen; und (c) Härten der härtbaren Zusammensetzung mit UV-Strahlung,
um eine gehärtete
Beschichtung auf der Kerze bereitzustellen. In einem Aspekt der
Erfindung ist das Egalisiermittel ein Copolymer von Ethylacrylat
und 2-Ethylhexylacrylat, wobei das Copolymer eine Viskosität bei 25°C von 5000
bis 12000 Centipoise besitzt.
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In
einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine durch
Strahlung härtbare
Zusammensetzung bereit, die ein Reaktionsprodukt eines primären C14-C22-Fettsäureamins
mit einem Poly(meth)acrylat umfasst. In bevorzugten Ausführungsformen
ist das Amin Oleylamin und/oder das Poly(meth)acrylat ist Trimethylolpropantriacrylat.
In einer Ausführungsform
umfasst die Zusammensetzung auch ein Egalisiermittel, wie ein Copolymer
von Ethylacrylat und 2-Ethylhexylacrylat, wobei das Copolymer eine
Viskosität
bei 25°C
von 5000 bis 12000 Centipoise besitzt, und in einem Aspekt eine
Viskosität
von 20–5000
cps bei 25°C
besitzt. Die Zusammensetzung kann auch ein Verdünnungsmittel umfassen, und
sollte, bevor sie mit einer UV-Strahlung belichtet wird, auch einen
Photoinitiator in einer Menge umfassen, die wirksam ist, um die
UV-Härtung
zu initiieren.
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So
stellt die vorliegende Erfindung eine UV-härtbare Zusammensetzung bereit,
die ein Reaktionsprodukt eines primären C14-C22-Fettsäureamins
mit einem Poly(meth)acrylat umfasst, wobei das primäre Amin Oleylamin
ist, das Poly(meth)acrylat Trimethylolpropantriacrylat ist, und
wobei die Zusammensetzung weiter ein Egalisiermittel und einen Photoinitiator
umfasst. Das Egalisiermittel kann ein Copolymer von Ethylacrylat und
2-Ethylhexylacrylat sein, wobei das Copolymer eine Viskosität bei 25°C von 5000
bis 12000 Centipoise besitzt, und die Zusammensetzung eine Viskosität von 20
bis 5000 cps bei 25°C
besitzt.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Kerze bereit, die einen Docht,
einen Brennstoff und eine gehärtete
Beschichtung umfasst. Die gehärtete
Beschichtung stattet die Kerze mit vielen erwünschten Eigenschaften aus.
Wie oben erwähnt
werden einige Kerzenbrennstoffe, und insbesondere Kerzen, die aus
einem gelierten Brennstoff erzeugt sind, dazu neigen, Fingerabdrücke aufzunehmen,
wenn sie gehandhabt werden. Die vorliegende Erfindung löst dieses
Problem durch Bereitstellen einer gehärteten Beschichtung, die auf
der Außenseite
der Kerze angeordnet ist. Die gehärtete Beschichtung besitzt
typischerweise ein nicht-öliges
Anfühlen,
und tatsächlich
fühlt sie
sich trocken beim Anfassen an, ohne leicht Fingerabdrücke aufzunehmen.
So sorgt die Erfindung für
eine Kerze, die wiederholt durch einen Verbraucher gehandhabt werden
kann, ohne verräterische
Fingerabdrücke
zu hinterlassen, solang wie der Kerzenbrennstoff eine Beschichtung
enthält.
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Die
Vorpolymerbeschichtungszusammensetzung ist besonders geeignet zum
Aufbringen auf hydrophobe oder ölige
Oberflächen,
wie jene Oberflächen,
die auf Wachs- und Gelkerzen gefunden werden. Da die Beschichtung
ein transparentes Erscheinungsbild haben kann, ist sie besonders
für transparente
Kerzen erwünscht.
Außerdem
verleiht die Beschichtung dem Gegenstand typischerweise etwas mechanische
Stärke, die
in ihrer Abwesenheit nicht vorhanden sein würde. Einige Kerzenbrennstoffe
sind etwas weich, und Kerzen, die aus diesen weichen Brennstoffen
erzeugt sind, können
von der vergrößerten mechanischen
Stärke,
die durch die gehärtete
Beschichtung bereitgestellt wird, profitieren, zum Beispiel während des
Versendens und der Lagerung des Gegenstandes.
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Die
Beschichtung kann auch die Klarheit der Kerze verbessern durch dem
Kerzenkörper
Vermitteln einer starren, aber sehr glatten Oberfläche. Die
Beschichtung kann erzeugt werden, um extrem glatt zu sein und ein
hochpoliertes Erscheinungsbild zu besitzen. Sogar wenn der darunterliegende
Kerzenbrennstoff selbst transparent ist, kann die Oberfläche des
Kerzenbrennstoffes nicht vollständig
glatt sein, teilweise aufgrund eines Grads von Weichheit, der typischerweise
in gelierten Kerzenbrennstoffen vorhanden ist. Jedoch, wenn eine
harte transparente Beschichtung auf der Oberfläche eines Kerzenbrennstoffes
angeordnet ist, dann kann eine sehr glatte und makellose äußere Oberfläche erreicht
werden. Diese glatte Oberfläche
verleiht dem Kerzenbrennstoff ein Erscheinungsbild einer größeren Klarheit.
Die transparente Beschichtung kann auch den Brechungsindex des Äußeren des
Kerzenbrennstoffes verbessern.
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Die
Beschichtung der vorliegenden Erfindung, wenn sie auf einer Kerze
angeordnet ist, ist bevorzugt klar und farblos oder im Wesentlichen
farblos. Zusätzlich
ist die Beschichtung fest, bevorzugt nicht spröde und dennoch nicht so weich,
dass sie leicht nach dem Aufbringen auf dem Kerzenbrennstoff deformiert
wird. Die Beschichtung kann optionale Inhaltsstoffe enthalten, wie
ein Färbemittel,
einen Duftstoff, ein Flammverzögerungsmittel,
ein Insektenabwehrmittel und dergleichen.
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In
einem Aspekt stellt die Erfindung eine durch Strahlung härtbare Zusammensetzung
bereit, die eine durch Strahlung gehärtete Beschichtung bereitstellt.
In einer bevorzugten Ausführungsform
wird die durch Strahlung härtbare
Zusammensetzung beim Belichten mit ultraviolettem Licht gehärtet, d.
h. sie ist eine UV-härtbare
Beschichtung. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wurde erkannt, dass eine besonders wirksame Zusammensetzung
zum Herstellen einer UV-gehärteten
Beschichtung das Reaktionsprodukt eines Triacrylats und eines primären Amins
ist. Dieser allgemeine Typ von Reaktion, bei dem ein Amin mit einer α-β-ungesättigten
Carbonyleinheit umgesetzt wird, wird allgemein in der Technik als
eine Michaeladdition oder eine Michaelreaktion bezeichnet. In einem
Aspekt der Erfindung beinhaltet die Michaeladdition ein primäres Amin,
das mit einem stöchiometrischen Überschuss
eines ethylenischen Materials, wie ein Polyacrylat, ein Addukt bildet, das
nicht umgesetzte Acrylatgruppen und mindestens eine tertiäre β- Aminogruppe enthält. Das
Michaeladditions-Reaktionsprodukt wird hier als ein Vorpolymer bezeichnet.
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Viele
zwischen Aminen und Polyacrylaten gebildete Vorpolymere sind in
der Technik bekannt, und können
zum Bilden einer Beschichtung auf einer Kerze gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden. Während
der Stand der Technik erkannt hat, dass bestimmte Michaelreaktionsprodukte
durch Belichten mit UV-Strahlung gehärtet werden können, wurde
zuvor nicht erkannt, dass diese Vorpolymere besonders gut sind beim
Vorsehen einer Beschichtung auf einer hydrophoben oder öligen Oberfläche, wie
sie in einer Kerze gefunden wird.
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In
einem Aspekt wird die Vorpolymerzusammensetzung der Erfindung durch
Umsetzen eines primären C14-C22-Fettsäureamins
mit einem Polyacrylat oder Polymethacrylat gebildet. Das Polyacrylat
wird einfach durch Reaktion zwischen einem Polyol, das auch als
eine Polyhydroxy-Verbindung bekannt ist, die eine organische Chemikalie
mit einer Mehrzahl von Hydroxyl-Gruppen ist, und Acryl- oder Methacrylsäure oder
einem Ester davon gebildet. Die Hydroxylgruppen reagieren mit den
Säure/Estergruppen
der Acryl-/Methacryl- oder Acrylat/Methacrylat-Verbindung, um ein
Ester zu bilden, das reaktive olefinische Gruppen zurücklässt. Diese olefinischen
Gruppen sind zum Umsetzen mit primären oder anderen Aminen verfügbar, um
ein Michaeladditionsprodukt zu bilden.
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Das
primäre
Amin ist bevorzugt eine Kohlenwasserstoffgruppe, die mit einer Aminogruppe
substituiert ist, d. h. eine Verbindung der Formel R1-NH2, wobei R1 eine
Kohlenwasserstoffgruppe ist. Die Kohlenwasserstoffgruppe ist bevorzugt „fettsäureartig" insofern, dass sie
mindestens ungefähr
14 Kohlenstoffatome enthält, und
bis ungefähr
22 Kohlenstoffatome. Wenn die Kohlenwasserstoffgruppe fettsäureartig
ist, besitzt sie eine gute Kompatibilität mit der öligen oder wachsartigen Oberfläche einer
Kerze, und diese Kompatibilität
ist vorteilhaft beim Bilden einer Beschichtung auf einer Kerze,
die aus einem gelierten Brennstoff oder Wachs erzeugt ist.
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Ein
bevorzugtes primäres
C14-C22-Fettsäureamin
ist Oleylamin. Oleylamin kann mit einem Polyacrylat oder Polymethacrylat
umgesetzt werden, um eine Vorpolymerzusammensetzung zu bilden, die
für hydrophobe oder ölige Oberflächen geeignet
ist. In einem noch anderen Aspekt der Erfindung ist ein bevorzugtes
Polyacrylat Trimethylolpropantriacrylat (auch bekannt als TMPTA).
Trimethylolpropantriacrylat kann umgesetzt werden mit einem primären Amin,
um eine Vorpolymerzusammensetzung zu bilden, die für hydrophobe
oder ölige Oberflächen geeignet
ist.
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Die
Vorpolymerzusammensetzung kann ein Egalisiermittel umfassen. Egalisiermittel
sind in der Technik gut bekannt und werden am häufigsten verwendet, um die
Konsistenz von Vorpolymertexturen zu verbessern. Egalisiermittel
werden auch allgemein in der Technik als Flussmodifizierer bezeichnet.
Egalisiermittel/Flussmodifizierer reduzieren oder eliminieren das
Perlen und die Schlierenbildung von Beschichtungszusammensetzungen,
sowohl vor als auch während
des Härtungsprozesses.
In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Vorpolymerzusammensetzung ein Egalisiermittel.
Egalisiermittel sind aus verschiedenen Quellen erhältlich:
MODAFLOW® 2100-Harz
(Solutia Inc., St. Louis, MO), LANCOTM FLOW
U (www.lubrizol.com) und PERENOL® F-60
(www.fitzchem.com) sind nur ein paar. Das als MODAFLOW® 2100-Harz
bekannte Egalisiermittel ist eine klare, farblose bis blassgelbe
Flüssigkeit,
mit der chemischen Zusammensetzung eines Ethylacrylats, 2-Ethylhexylacrylatcopolymers,
dem die Chemical Abstracts Register-Nr. 26376-86-3 zugeordnet ist,
eine AHPA-Farbe von 0–80,
bevorzugt ungefähr
30, und eine Viskosität
(Brookfield, 25C) von 5000 bis 12000 cps, bevorzugt ungefähr 6800,
besitzt. Fluorchemische oberflächenaktive
Mittel können
auch als der Flussmodifizierer verwendet werden. Auf Silizium basierende
Flussmodifizierer sind nicht bevorzugt, da sie mit dem Vorpolymer
inkompatibel sind.
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Die
Vorpolymerzusammensetzung zeigt bevorzugt eine Viskosität, die für eine Aufbringung
durch einen Beschichtungsprozess geeignet ist. Die Viskosität eines
Materials ist eine Eigenschaft, die sich auf die Widerstandsfähigkeit
eines Fluids gegenüber
Scherkräften
bezieht. Je geringer die Viskosität eines Materials, desto frei-fließender ist
das Material. Die Viskosität
kann sinken, wenn die Temperatur steigt. Geeignete Zusammensetzungen
für Beschichtungen
können
eine geringere Viskosität
erfordern, abhängig
von der besonderen Aufbringungstechnik. Zum Beispiel ist es für eine Zusammensetzung
erwünscht,
eine geringe Viskosität zu
haben, wenn ein Material durch Sprühen aufgebracht wird. Jene,
die in der Technik bewandert sind, werden anerkennen, dass, wenn
ein Material durch Bürsten
aufgebracht wird, die Viskosität
nicht so gering sein muss wie die Viskosität eines Materials, das durch
Sprühen
aufgebracht wird.
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Eine
Viskosität
von ungefähr
20–5000,
bevorzugt 100–4000
Centipoise (cps) bei 25°C
ist für
eine Vorpolymerzusammensetzung der vorliegenden Erfindung erwünscht. Bei
dieser Viskosität
wird die Vorpolymerzusammensetzung einfach auf die Oberfläche einer
Kerze aufgebracht durch zum Beispiel Sprühen oder Eintauchen. Viskosität wird allgemein
mit vielen verschiedenen Verfahren gemessen, einschließlich die
Verwendung eines Model LVTD Digital Viscometer von Brookfield Engineering
Laboratories, Inc.
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Die
Vorpolymerzusammensetzung kann auch ein Lösungsmittel umfassen. Lösungsmittel
sind in der Technik von UV-härtbaren
Beschichtungen gut bekannt, und dienen zum Verringern der Konzentration
des Vorpolymers, auch bezeichnet als „Verdünnen" des Fluids. Einige Verdünnungsmittel,
die nützlich
bei UV-härtbaren
Zusammensetzungen sind, sind im US-Patent Nr. 4,207,155 aufgelistet.
Das Lösungsmittel
kann reaktiv insofern sein, dass es nicht nur die Viskosität der Vorpolymerzusammensetzung
verringert, sondern sie wird auch unter Härtungsbedingungen reagieren,
um so ein permanenter Teil der Beschichtung zu werden. Beispiele
von reaktiven Verdünnungsmitteln
sind enthalten in US-Patent Nr. 6,169,126. Beispiele nicht-reaktiver
Verdünnungsmittel
umfassen Dioctylphthalat, Dibutylphthalat, Dioctyladipat, Erdöl-Lösungsmittel,
etc. Lösungsmittel,
die mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden, können inert,
nicht-reaktiv, flüchtig
sein oder können
während
des Härtens
copolymerisieren und/oder in den Kerzenbrennstoff diffundieren.
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Die
Kerzen der vorliegenden Erfindung umfassen einen Docht. Ein Docht
ist ein Material, das Flüssigkeit
durch Kapillarwirkung überträgt. Ein üblicher
Typ eines Dochts, der in der vorliegenden Erfindung verwendet werden
kann, ist eine Kordel oder ein Strang von lose gewebten, verdrillten
oder umflochtenen Baumwollfasern, die dazu dienen, Brennstoff zur
Flamme durch Kapillarwirkung heraufzuziehen. Kerzen können einen Docht
oder eine Mehrzahl von Dochten besitzen. Die Kerze enthält bevorzugt
einen einzelnen Docht, wobei der Docht bevorzugt im Zentrum der
Kerze angeordnet ist.
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Ein
bevorzugter Docht ist aus einem einförmigen, reißfesten Baumwollgarn erzeugt,
hergestellt aus mittel- und langstapliger Baumwolle, die gereift
ist und keinen Feuchtigkeitsschaden besitzt. Ein typischer Docht
besitzt 15–42
Stränge
(Strähnen).
Ein größerer Docht
(mehrere Stränge)
ist für
eine größere Kerze
bevorzugt. Ein transparenter Docht kann verwendet werden, so dass
eine gesamte Kerze (Docht plus Brennstoff und Beschichtung) transparent
sein kann. Dochte können
aus einer Vielfalt kommerzieller Quellen erhalten werden, einschließlich CRAFTEXPRESSTM (Memphis, TN, www.candlefactoryco.com),
Atkins & Pearce,
Inc. (Covington, KY; www.braid.com) und www.candleandbathsupplies.com
(Clarion, IA).
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Der
Docht kann in Wachs oder einem anderen Additiv eingebettet sein,
das erwünschte
Brenneigenschaften vereinfacht oder bereitstellt. Zum Beispiel kann
der Docht unter Verwenden eines wasser- oder alkohollöslichen
Farbstoffs gefärbt
sein. Beispiele von wasser- und alkohollöslichen Farbstoffen, die zum
Färben des
Dochts verwendet werden können,
umfassen, ohne Beschränkung,
F,D&C Blue #1,
D&C Orange #4,
Ext D&C Violet
#2, F,D&C Red
#4, D&C Red #33,
F,D&C Red #40,
D&C Green #8,
D&C Yellow #10,
F,D&C Yellow #5
und D&C Green
#5.
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Zusätzlich zum
Docht enthält
die Kerze einen Brennstoff. In einer typischen Kerze stellt der
Brennstoff die primäre
Komponente der Kerze dar. Eine Vielfalt von Kerzenbrennstoffen ist
in der Technik bekannt und kann in der vorliegenden Erfindung verwendet
werden. Zwei übliche
Beispiele sind Gele und Wachse. Eine präzise Definition von „Gel" ist nicht leicht
zu geben, obwohl die meisten, falls nicht alle Forscher ein „Gel" erkennen. Im allgemeinen
ist ein Gel viskoser als eine Flüssigkeit
oder Paste und behält
seine Form, wenn es ungestört
belassen wird, d. h. es ist selbst-tragend. Jedoch ist ein Gel typischerweise
nicht so hart oder fest wie ein Wachs. Gele können einfacher als ein wachsartiger
Feststoff durchdrungen werden, wobei „harte" Gele relativ widerstandsfähiger gegenüber Durchdringung
sind als „weiche" Gele. Ein starres
Gel, wie hier definiert, widersteht einer Deformation beim Anwenden
einer Kraft.
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Almdale
et al. (Polymer Gels and Networks, Band 1, Nr. 5 (1993)) listen
zwei Kriterien zum Definieren eines Systems als ein Gel auf: (1)
ein Gel besteht aus zwei oder mehr Komponenten, von denen eine eine Flüssigkeit
ist, die in wesentlichen Mengen vorhanden ist; und (2) ein Gel ist
ein weiches Material, das fest oder feststoff-artig ist. Die hier
beschriebenen Lösungsmittel
umfassen die Flüssigkeit
von Almdale. Ob Almdales „weiches
Material" ein Gel
ist, kann genauer durch eine rheologische Messung beschrieben werden.
Typischerweise besitzen Gels ein Speichermodul G' (w), das ein ausgeprägtes Plateau
bei höheren
Frequenzen (in der Größenordnung
von 1–100
Radians/Sekunde) zeigt, und ein Verlustmodul G'' (w),
das beträchtlich
kleiner ist als das Speichermodul im Plateaubereich. In einem engen
Sinn betrifft der Begriff „Gel" Systeme mit einem
Wert G' (w), der
höher ist
als sein Wert von G'' (w) bei geringen
Frequenzen. Ziele der Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung
sind Gele durch eine oder beide der oben genannten Definitionen. Ein
Gel ist frei-stehend oder selbst-tragend insofern, dass seine untere
Fließgrenze
größer ist
als die Scherspannung, die durch Schwerkraft auferlegt wird.
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In
einem Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine Beschichtung
bereit, und insbesondere eine gehärtete Beschichtung für eine Kerze,
in der geliertes Lösungsmittel
und Geliermittel den hauptsächlichen Brennstoff
bilden. Geeignete Geliermittel sind in der Technik bekannt, und
repräsentative
Beispiele sind unten beschrieben.
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Ein
Gel kann durch Kombinieren eines Polyamidharzes (ein Geliermittel)
mit einem Öl
(ein Lösungsmittel)
wie beschrieben in US-Patent 3,645,705 für Miller et al. hergestellt
werden. Wie in Miller dargelegt ist, kann das Polyamidharz ein langkettiges
lineares Amidharz sein, das aus der Reaktion dimerisierter Linolsäure mit
Di- oder Polyaminen abgeleitet werden kann. Das Polyamidharz besitzt
typischerweise ein Molekulargewicht (Zahl oder Gewichtsdurchschnitt)
im Bereich von 6000 bis 9000 und einen Erweichungspunkt im Bereich von
48°C bis
185°C, und
ist fähig,
eine Gelstruktur in Öl
zu erzeugen, wenn die Löslichkeit
des Polyamids in dem Öl überschritten
wird. Das Polyamidharz bildet typischerweise ungefähr 7–50 des
Gesamtgewichtes des Gels. Das Öl
kann ein natürliches Öl sein,
wie Castoröl,
Erdnussöl,
Safloröl,
Sonnenblumenöl,
Maisöl
oder Lebertran, mit einem Iod-Wert im Bereich von 40 bis 135. Das Öl kann ein
leichtes, klares Mineralöl
sein. Der Gegenstand wird leicht durch Kombinieren der verschiedenen
Bestandteile bei erhöhten
Temperaturen, bis eine homogene Masse gebildet ist, und dann Kühlen der
Masse, um einen gelierten Körper
bereitzustellen, gebildet.
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Bis
ungefähr
15 Gewichtsprozent eines Methylesters, wie Methylricinoleat oder
Methyloleat, können zur
Zusammensetzung gegeben werden, um die Steifigkeit und Härte des
Gegenstandes zu verbessern. Ein 8-, 10- oder 12-kohlenstoffhaltiger primärer Alkohol
kann innerhalb der Zusammensetzung, die das Gel bildet, enthalten
sein, wobei der Alkohol zum Überwinden
einer schmierigen oder öligen
Oberflächencharakteristik dienen
kann, die das Gel andernfalls haben würde. Der Prozentsatz von Alkohol
pro Gewicht sollte nicht mehr als ungefähr 30 % des gesamten Materials
betragen, wobei der bevorzugte Bereich 10–20 % beträgt. Da ein Gegenstand gemäß dieses
Aspektes der vorliegenden Erfindung eine Beschichtung auf mindestens
einem Abschnitt der Oberfläche
des gelierten Körpers
besitzt, und diese Beschichtung teilweise dazu dient, dem Gel eine
gefällige,
nicht-schmierige Oberfläche
bereitzustellen, ist der Einbau eines primären Alkohols in der Formulierung
nicht notwendig.
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Alternativ
kann das Gel gemäß Gunderman
et al., wie dargelegt in US-Patent 3,819,342, gebildet werden. So
können
ein thermoplastisches Polyamidharz und ein Lösungsmittel zum Bilden eines
Gels kombiniert werden. Das Polyamidharz wird bevorzugt durch die
Reaktion einer aliphatischen Polycarbonsäure mit einem Dioder Polyamin
gebildet. Am meisten bevorzugt sind die Reaktionsprodukte dimerisierter
Linolsäure
mit Di- oder Polyaminen. Diese Harze besitzen ein durchschnittliches
Molekulargewicht von zwischen 2000 und 10000 und werden detaillierter
in den US-Patenten 2,379,413 und 2,450,940 beschrieben.
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Das
Lösungsmittel
von Gunderman et al. ist fähig,
das thermoplastische Polyamidharz bei einer Temperatur unterhalb
ungefähr
100°C löslich zu
machen, und ist ausgewählt
aus der Gruppe, die besteht aus ungesättigten Fettsäuren, ungesättigten
Fettalkoholen, gesättigten
Fettalkoholen, Estern von Fettsäuren
mit Polyhydroxy-Alkohohlen, wie Glycerin, und Mischungen davon.
Speziell geeignete Lösungsmittel
umfassen Oleylalkohol, Linolenylalkohol, Palmitoleylalkohol, Linoleylalkohol,
Mischungen davon und dergleichen. C6-C14-Alkohole, wie Decanol, Dodecanol, Hexanol,
Heptanol, Octanol, Nonanol und Tetradecylalkohol und/oder C10-C22-Fettsäuren, wie
Ricinol-, Linol-, Öl-,
Linolen-, Eruca-, Decen-, Dodecyl- und Palmitoleinsäuren können als
das Lösungsmittel
eingesetzt werden. Ein Ester, wie Castoröl, Kokusnussöl-Derivate,
Propylenglykolmonolaurat, Propylenglykolstearat, Propylenglykolmyristat
und dergleichen können
auch verwendet werden.
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Das
Polyamid und das Lösungsmittel
von Gunderman et al. werden in einem derartigen Verhältnis kombiniert,
dass ein Gel resultiert. Für
eine optimale Leistungsfähigkeit
sollte der Gegenstand ungefähr
5 bis 35 Gewichtsteile des thermoplastischen Polyamidharzes enthalten.
Eine bevorzugte Zusammensetzung ist eine, die einen derartigen Bereich
des Harzes mit einer äquivalenten
Menge von Oleylalkohol nutzt. Der Gegenstand wird einfach gebildet
durch Mischen der Inhaltsstoffe bei erhöhten Temperaturen, um eine
homogene Zusammensetzung zu bilden, und Ermöglichen der Zusammensetzung,
bis zu einem Gelzustand abzukühlen.
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Alternativ
kann das Gel gemäß US-Patent
3,615,289 für
Robert Felton hergestellt werden. So kann ein Gel durch Kombinieren
eines festen Polyamidharzes, eines Alkanolamins oder Alkanolamids
und einem oder mehreren Stearinsäureestern
oder einer Mischung von Stearinsäureestern
und Stearinsäure
gebildet werden. Die Zusammensetzung umfasst ungefähr 15 bis
35 Gewichtsprozent Polyamidharz, ungefähr 20 bis 55 Gewichtsprozent
Alkanolamin oder Alkanolamid und ungefähr 1 bis 50 Gewichtsprozent
Stearinsäure
und Ester davon. Die Gele von Felton werden einfach durch Erwärmen der
Komponenten unter Rühren
bei einer Temperatur von ungefähr
100 bis 115°C,
bis die Mischung klar ist, und dann Ermöglichen der Mischung, auf einen gelierten
Zustand abzukühlen,
gebildet.
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Das
feste Polyamidharz von Felton ist das lösliche Kondensationsprodukt
einer aliphatischen Dicarbonsäure
und eines Diamins, wobei die Carboxyl- und Aminogruppen angrenzender
Monomereinheiten zu einer Amidverknüpfung im Harz kondensiert sind.
Das Harz kann auch auf Carbonsäure-
und Aminverbindungen basieren, die mehr als Carboxyl- bzw. Aminogruppen
besitzen. Das Harz besteht hauptsächlich aus Polyamiden eines
Molekulargewichts innerhalb des Bereichs von ungefähr 2000
bis ungefähr
10000 und sind von dem Typ, der allgemein in US-Patent 2,450,940 dargelegt ist. Das
Alkanolamid kann durch die Reaktion eines Fettsäureesters und eines Amins hergestellt
werden, wobei das Ester und das Amin im Wesentlichen in gleichen Verhältnissen
vorliegen. Unter derartigen Verbindungen sind die 1:1- und 2:1-(Kritchevsky-Typ)
Diethanolamide von Fettsäuren,
wobei das 1:1-Verhältnis
bevorzugt ist. Die bevorzugte Kettenlänge für die Fettsäure beträgt ungefähr 14 bis 24 Kohlenstoffatome.
Geeignete Ester von Stearinsäure
umfassen Isopropylisostearat, Butylstearat, Hexadecylstearat, etc.
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Die
gelierten Gegenstände
(Kerzen) von Felton können
ein Polyamidharz mit mindestens einigen freien Carbonsäuregruppen
derart enthalten, dass das Polyamidharz einen reaktiven Charakter
besitzt. Diese Komponente kann in einem Verhältnis von ungefähr 5 bis
10 Gewichtsprozent der Zusammensetzung vorliegen und dient zum Verhindern
des „Schwitzens" durch Inhibieren
der Migration der Ölkomponenten.
Sie vermittelt dem gelierten Körper
auch einen glatteren, glänzenderen
Oberflächenzustand.
Dieses reaktive Polyamid kann, muss aber nicht in den Gegenständen der
vorliegenden Erfindung vorhanden sein, weil die Beschichtung auf
Gegenständen
der vorliegenden Erfindung das erwünschte Oberflächenerscheinungsbild
und Anfühlen
des Gegenstandes erreicht, ohne Abhängigkeit von der Reaktivität des Polyamids.
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Als
eine weitere Alternative kann das Gel durch die Prozeduren und Reaktanten
hergestellt werden, die in US-Patent 5,578,089 für Mohamed Elsamaloty dargelegt
sind. Gemäß Elsamaloty
kann ein Gel aus einem Kohlenwasserstoff-Öl (ein „Lösungsmittel" der vorliegenden Erfindung) und einer
Mischung von Diblock- und Triblock-Copolymeren basierend auf synthetischem
thermoplastischen Kautschuken hergestellt werden. Das Kohlenwasserstoff-Öl kann ein
Kohlenwasserstofföl
(natürlich
oder synthetisch) eines kosmetischen Reinheitsgrades sein und ist
bevorzugt ein weißes Öl. Das Öl kann ein
Paraffinöl,
ein naphtenartiges Öl,
ein natürliches
Mineralöl
oder dergleichen sein. Die Kautschukmischung wird hergestellt aus
mindestens einem Diblock- und mindestens einem Triblock-Copolymer,
zusätzlich
zu einem oder mehreren radikalischen Copolymeren und Multiblock-Copolymeren. Kraton®-Kautschuke
von Shell Chemical Company, die Styrol-Butadien-Styrol-Copolymere und Styrol-Isopren-Styrol-Copolymere
umfassen, sind bevorzugt. Das Gel wird gebildet durch Mischen der
Polymere und des Öls
und dann Erwärmen
der Mischung auf zwischen ungefähr
50–90°C, um die
Polymere im Öl
aufzulösen.
Das Mischen kann in einer beliebigen herkömmlichen Weise ausgeführt werden.
Beim Kühlen
bildet sich ein Gel.
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In
einer Ausführungsform
besteht das Gel bevorzugt aus ungefähr 80–99 Gewichtsprozent Kohlenwasserstofföl und ungefähr 1–20 Gewichtsprozent
eines Gemisches von Kautschuken, wobei die Kautschuke eine Mischung
von mindestens 2 verschiedenen Polymer-Elementen sind, die ausgewählt sind
aus der Gruppe, die besteht aus Diblock-Copolymeren, Triblock-Copolymeren,
Radialblock-Copolymeren und Multiblock-Copolymeren, wobei das Gel
mindestens ein Diblock-Copolymer und mindestens ein Triblock-Copolymer
enthält,
wobei das Diblock- und Triblock-Polymer Segmente von Styrol-Monomereinheiten
und Kautschuk-Monomereinheiten umfasst. In einer anderen Ausführungsform
umfasst das Gel ungefähr
70 bis ungefähr
98 Gewichtsprozent eines Kohlenwasserstofföls, ungefähr 2 bis ungefähr 30 Gewichtsprozent
eines Copolymers, ausgewählt
aus der Gruppe, die besteht aus einem Triblock-, Radialblock- und
Multiblock-Copolymer, und von 0 bis ungefähr 10 Gewichtsprozent eines
Diblock-Copolymers, wie beschrieben zum Beispiel in der Internationalen
Veröffentlichung
Nr. WO 97/08282.
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In
einem bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst der
gelierte Kerzenbrennstoff Ester-terminiertes Polyamid(ETPA)-Geliermittel,
wie offenbart in US-Patent Nr. 6,111,055 für Vivian Berger et al. ETPA-Gels,
die in jenem Patent offenbart sind, werden hergestellt aus einem
oder mehreren Lösungsmitteln, die
mit Ester-terminierten Polyamidharzen gemischt sind. In einem Aspekt
besitzt EPTA-Harz
die Formel (1):
worin
n eine Anzahl von Wiederholungseinheiten derart bezeichnet, dass
Estergruppen 10 % bis 50 % des Gesamten der Ester- und Amidgruppen
bilden; R
1 bei jedem Auftreten unabhängig ausgewählt ist
aus einer Alkyl- oder Alkenylgruppe, die mindestens 4 Kohlenstoffatome
enthält;
R
2 bei jedem Auftreten unabhängig ausgewählt ist
aus einer C
4-42-Kohlenwasserstoffgruppe,
unter der Maßgabe,
dass mindestens 50 % der R
2-Gruppen 30-42
Kohlenstoffatome besitzen; R
3 bei jedem
Auftreten unabhängig
ausgewählt
ist aus einer organischen Gruppe, die mindestens zwei Kohlenstoffatome
zusätzlich
zu Wasserstoffatomen enthält,
und gegebenenfalls eines oder mehrere Sauerstoff- und Stickstoffatome
enthält;
und R
3a bei jedem Auftreten unabhängig ausgewählt ist
aus Wasserstoff, C
1-10-Alkyl und einer direkten
Bindung an R
3 oder einem anderen R
3a derart, dass das N-Atom, an das R
3 und R
3a beide gebunden
sind, Teil einer heterocyclischen Struktur ist, die teilweise durch
R
3a-N-R
3 definiert ist, derart, dass mindestens
50 % der R
3a-Gruppen Wasserstoff sind.
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In
einem anderen Aspekt kann das ETPA-Harz beschrieben werden, als
hergestellt durch Umsetzen von x Äquivalenten Carbonsäure aus
einer Disäure
oder einem reaktiven Äquivalent
davon, y Äquivalente
eines Amins von Diamin und z Äquivalente
von Hydroxyl von Monoalkohol oder einem reaktiven Äquivalent
davon, wobei mindestens ungefähr
50 % der Carbonsäureäquivalente
von polymerisierter Fettsäure
stammen, Monoalkohol im Wesentlichen der einzige monofunktionelle
Reaktant ist, der zum Bilden des Harzes verwendet wird, wobei der
Monoalkohol mindestens 4 Kohlenstoffatome besitzt, 0,9 ≤ {x/(y + z)} ≤ 1,1, und
0,1 ≤ {z/(y +
z)} ≤ 0,7.
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Geeignete
ETPA-Harze sind kommerziell erhältlich
von Arizona Chemical als ihre UNICLEARTM-Harze.
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In
einem anderen bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst
der gelierte Kerzenbrennstoff Amid-terminierte Polyamid (ATPA)-Gele,
wie offenbart von Richard MacQueen et al. in der internationalen Patentanmeldung
Nr. PCT/US00/00132, und auch offenbart in US-Patent-Anmeldung Nr.
09/25,889, eingereicht am 4. Januar 1999, wobei diese Anmeldung
hier durch Bezugnahme enthalten ist. Die ATPA-Gele, die von MacQueen
et al. offenbart sind, werden durch Mischen eines Lösungsmittels
mit einem ATPA-Harz gebildet. Das ATPA-Harz kann durch die Formel
(1) repräsentiert
sein:
wobei
n eine Anzahl von Wiederholungseinheiten derart bezeichnet, dass
terminale Amidgruppen 10 % bis 50 % der gesamten Amidgruppen bilden;
R
1 bei jedem Auftreten unabhängig ausgewählt ist
aus einer C
1-22-Kohlenwasserstoffgruppe;
R
2 bei jedem Auftreten unabhängig ausgewählt ist
aus einer C
2-42-Kohlenwasserstoffgruppe; R
3 bei
jedem Auftreten unabhängig
ausgewählt
ist aus einer organischen Gruppe, die mindestens zwei Kohlenstoffatome
zusätzlich
zu Wasserstoffatomen enthält,
und gegebenenfalls eines oder mehrere Sauerstoff- und Stickstoff-Atome
enthält;
und R
3a bei jedem Auftreten unabhängig ausgewählt ist
aus Wasserstoff, einem C
1-10-Alkyl und einer
direkten Bindung an R
3 oder ein anderes
R
3a derart, dass das N-Atom, an das R
3 und R
3a beide gebunden
sind, Teil einer heterocyclischen Struktur ist, die teilweise durch
R
3a-N-R
3 definiert
ist.
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Das
ATPA-Harz kann auch beschrieben werden als das Reaktionsprodukt,
das erhalten wird durch Umsetzen von x Äquivalenten Carbonsäure aus
einer Disäure oder
einem reaktiven Äquivalent
davon, y Äquivalenten
Amin von Diamin und z Äquivalenten
eines Monoamins, das ein sekundäres
Amin enthält
und keine reaktiven funktionellen Gruppen besitzt, mit Ausnahme
des sekundären
Amins oder eines reaktiven Äquivalentes
davon, wobei das Monoamin im Wesentlichen der einzige monofunktionelle
Reaktant ist, der zum Bilden des Harzes verwendet wird, wobei x,
y und z jeweils größer als
0 ist. In einer bevorzugten Ausführungsform sind
mindestens ungefähr
50 % der Carbonsäure-Äquivalente
von einer polymerisierten Fettsäure,
0,9 ≤ {x/(y +
z)} ≤ 1,1,
und 0,1 ≤ {z/(y
+ z)} ≤ 0,7,
während
in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform alle Äquivalente der
Carbonsäure
von einer polymerisierten Fettsäure
kommen.
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Der
Kerzenbrennstoff, der gemäß der vorliegenden
Erfindung beschichtet ist, kann ein Wachs enthalten. Geeignete Wachse,
aus denen eine Kerze hergestellt werden soll, umfassen voll raffiniertes
Paraffinwachs oder ein teilweise raffiniertes (z. B. Schuppen- oder
Gatsch-) Paraffinwachs. Das Wachs kann Erdölwachs sein, einschließlich einem
oder mehreren von Paraffin-, Kerosin-, Ozokerit-, und mikrokristallinem
Wachs. Das Wachs kann ein natürliches
Wachs sein, wie Candelillawachs, Bienenwachs oder Carnaubawachs.
Das Wachs kann ein synthetisches Wachs sein, wie ein Produkt des
Fischer-Tropsch-Prozesses oder ein Polyethylenwachs. In einer bevorzugten
Ausführungsform
ist die erste Phase ein transparentes Gel und die zweite Phase ist
ein Wachs, wobei das Wachs einen Schmelzpunkt besitzt, der größer als
oder annähernd
gleich dem Schmerzpunkt des Gels ist.
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Wachse,
die einen Bereich von Schmelzpunkten umspannen, sind kommerziell
erhältlich.
Zum Beispiel verkauft Moore & Munger,
Inc. (Shelton, CT; www.mooremunger.com) Paraffinwachse mit Schmelzpunkten
(wie gemessen durch ASTM D87, °F)
von 126, 131, 136, 141, 142, 151, 156, 157 und 159. Das Wachs kann
ein mikrokristallines Wachs sein, wobei Moore & Munger, Inc. mikrokristalline Wachse
verkaufen mit Schmelzpunkten (ASMT D87, °F) von 130, 156, 161, 165, 170,
175, 176, 178, 179, 181, 186, 188, 195 und 196. Das Wachs kann ein
synthetisches Wachs sein, dass durch den Fischer-Tropsch-Prozess
erzeugt ist. Moore & Munger,
Inc., verkauft synthetische Wachse mit Erweichungspunkten (Ring & Ball, °F), die von 203–212 reichen.
Andere Verkäufer
von geeigneten Wachsen umfassen zum Beispiel Hase Petroleum Wax Company
(Arlington Heights, IL; www.HPWAX.com) und die International Group,
Inc. (Wayne, PA; www.igwax.com).
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Eine
Kerze, die einen Docht, einen Brennstoff und eine gehärtete Beschichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung enthält,
kann gegebenenfalls mehrfache Phasen des Materials enthalten. Zum
Beispiel ist in einer Ausführungsform
der Kerzenbrennstoff aus zwei verschiedenen Gelphasen zusammengesetzt.
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Verschiedene
dekorative Elemente, auch bezeichnet als Symbole, können innerhalb
des Kerzenbrennstoffes angeordnet werden. Symbole umfassen sogenannte
Botanika, die Hersteller gegenwärtig
gerade unterhalb der Oberfläche
einer Kerze anordnen, damit der Schatten eines Blattes oder eines
auf andere Weise natürlichgeformten
Gegenstandes auf der Oberfläche
der Kerze gesehen werden kann. Da die Kerzen der vorliegenden Erfindung
transparent sein können,
können
derartige Botanika irgendwo innerhalb der Kerze angeordnet werden,
um ein gefälliges
Erscheinungsbild bereitzustellen. Als ein anderes Beispiel können gefärbte Paraffinkügelchen
oder auf andere Weise geformte Elemente zu der geschmolzenen Mischung
zu einem geeigneten Zeitpunkt während
seines Abkühlens
zugegeben werden, sodass die dekorativen Elemente im Gel suspendiert
sind. Als ein noch anderes Beispiel kann ein Färbemittel sanft in die andernfalls
klare, abkühlende geschmolzene
Mischung gerührt
werden, so dass eine Färbung
in einem wirbelnden Muster im schließlichen Gel gesehen werden
kann.
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In
einem Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine lösungsmittellose,
sprühbare
Beschichtung für Standkerzen
bereit, die schnell zu einem glänzenden,
harten, klebefreien Film härtet.
Ein bevorzugtes Verfahren zum Härten
der Beschichtungszusammensetzung auf einer Kerzenoberfläche beinhaltet
die Bestrahlung mit ultraviolettem (UV) Licht bei Vorhandensein
eines Photoinitiators/Sensibilisators. Photoinitiatoren und Sensibilisatoren
sind in der Technik gut bekannt und umfassen ohne Beschränkung Acetophenone,
Propiophenon, Benzophenon, Xanthon, Fluorenon, Benzaldehyd, Fluor,
Anthrachinon, Triphenylamin und Carbazol. Eine Anzahl von Photosensibilisatoren
und -Initiatoren sind aufgelistet in US-Patent Nr. 6,172,129. Ein
bevorzugter Photosensibilisator ist IRGACURE® 500
(Ciba, Tarrytown, NY). Diese Härtungstechnik
ist vorteilhaft, weil die Beschichtung in ein bis zwei Sekunden
härtet,
wenn „H"-Lampen verwendet
werden, die von Fusion UV Systems, Inc. (Gaithersburg, MD) geliefert
sind, wodurch so Verpackungsverzögerungen
eliminiert werden. Dieses Verfahren des Beschichtens der Kerze führt auch
zu weniger Arbeit, weil die Beschichtung durch Sprühen aufgebracht
werden kann.
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Wie
oben erklärt
kann in einem Aspekt der Erfindung die Vorpolymerzusammensetzung
durch Umsetzen eines Triacrylats mit einem primären Amin erzeugt werden. Die
resultierende Vorpolymerzusammensetzung kann gehärtet werden durch UV-Licht,
wenn sie auf einer Kerze angeordnet wird, die aus einem Docht und
einem Brennstoff erzeugt ist. In einem noch anderen Aspekt der Erfindung
kann das Triacrylat der Vorpolymerzusammensetzung das Veresterungsprodukt
eines Triols und einer Acrylsäure
sein, und das primäre Amin
der Vorpolymerzusammensetzung kann ein primäres C14-C22-Kohlenwasserstoffamin sein. Diese Vorpolymerzusammensetzung
kann verwendet werden, um eine Kerze zu bilden, die aus einem Docht,
einem Brennstoff und einer gehärteten
Beschichtung erzeugt ist.
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In
einem zusätzlichen
Aspekt der Erfindung kann das Veresterungsprodukt eines Triols und
einer Acrylsäure
Trimethylolpropantriacrylat sein. Das primäre C14-C22-Kohlenwasserstoffamin
dieses Aspektes kann Oleylamin sein. Daher kann Trimethylolpropantriacrylat
umgesetzt werden mit Oleylamin, um das Vorpolymer härtbar auszubilden,
wenn es auf einer Kerze, die aus einem Docht und einem Brennstoff
erzeugt ist, aufgebracht wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist eine Kerze aus einem Docht, einem Brennstoff und einer gehärteten Beschichtung
erzeugt. Die gehärtete
Beschichtung kann erzeugt sein aus einem Vorpolymer und einem Egalisiermittel
oder Flussmodifizierer. Ein bevorzugtes Egalisiermittel ist MODAFLOW® 2100-Harz
(Solutia Inc., St. Louis, MO). Der Flussmodifizierer kann mit der
Vorpolymerzusammensetzung vor dem Aufbringen des Vorpolymers auf
die Kerzenbrennstoffoberfläche
gemischt werden.
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Die
Kerze der vorliegenden Erfindung kann aus einem Docht, einem Brennstoff
und einer gehärteten Beschichtung
erzeugt sein, wobei die Beschichtung auch eine oder mehrere Additive
umfasst. Das Additiv in der Beschichtungszusammensetzung kann beispielsweise
umfassen ein Färbemittel,
einen Duftstoff, ein Flammverzögerungsmittel
und ein Insektenabwehrmittel.
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Das
Färbemittel
kann zum Beispiel ein Pigment oder ein Farbstoff sein, jedoch ist
ein Farbstoff zum Bereitstellen von transparenten Gegenständen bevorzugt.
Farbstoffe, die öllöslich sind,
sind besonders gut geeignet. Öllösliche Farbstoffe
sind in der Technik gut bekannt und können erhalten werden, zum Beispiel
von Pylam Products, Tempe Arizona. Pylam Products verkauft die folgenden öllöslichen
Farbstoffe: D&C
violet#2, D&C
yellow#11, D&C
green#6, D&C
red#17, PylakromeTM Red, PylakromeTM brilliant blue, Pyla-WaxTM brilliant blue,
Pyla-WaxTM canary yellow, Pyla-WaxTM violet
A und Pyla-WaxTM brilliant red, unter anderem.
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Die
Menge des Farbstoffs, der in der Beschichtung vorhanden sein sollte,
wird von der Intensität
des Farbstoffs und von der erwünschten
Stärke
der Färbung
der Kerze abhängen.
Diese Menge kann auf einfache Weise durch den Fachmann bestimmt
werden, mit wenigen oder ohne Untersuchungen. Typischerweise ist eine Färbemittelmenge
von weniger als 1 Gewichtsprozent (basierend auf dem Gesamtgewicht
des Vorpolymers) zufriedenstellend, und oft ist eine Menge von weniger
als 0,5 Gewichtsprozent oder weniger als 0,25 Gewichtsprozent zufriedenstellend.
Das Färbemittel
kann zusammen mit der Beschichtung zu einer beliebigen Zeit vor
dem Härten
des Vorpolymers zusammengemischt werden.
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Ein
anderer optionaler Inhaltsstoff ist ein Duftstoff. Es ist beabsichtigt,
den Begriff „Duftstoff" auf eine Chemikalie
oder eine Mischung von Chemikalien zu beziehen, die zusammen einen
erwünschten
Geruch besitzen. Duftstoffe bestehen deshalb typischerweise aus
einer Mischung von Chemikalien, Duftstoffchemikalien oder Duftstoffmaterialien.
Eine große
Anzahl von Duftstoffmaterialien ist bekannt und wird in verschiedenen Produkten
verwendet, wie Parfums, Kosmetika, Seifen, Detergenzien, etc. Beliebige
der Duftstoffmaterialien, die in diesen Produkten verwendet werden,
können
zum Vorpolymer der vorliegenden Erfindung gegeben werden. Bush Boake
Allen of Montvale, New Jersey (nun eine Geschäftseinheit von International
Flavors & Fragrance,
New York, NY) verkauft eine große
Anzahl von Duftstoff-Rohmaterialien. Viele dieser Duftstoffmaterialien
sind im US-Patent Nr. 6,111,055 offenbart und in der Technik gut
bekannt. Diese Duftstoff-Rohmaterialien können auf verschiedene Weisen
kombiniert werden, um gefällige
Duftstoffe für
Kerzen und andere Zusammensetzungen, die hier offenbart sind, zu
erzeugen.
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Die
Menge von Duftstoff, die in der Kerze vorhanden sein sollte, wird
von der Intensität
des Duftstoffes und dem Grad abhängen,
bis zu dem es erwünscht
ist, dass die Beschichtung den Duftstoff emittiert. Diese Menge
kann auf einfache Weise bestimmt werden durch den Fachmann mit wenigen
oder ohne Untersuchungen. Eine Menge von Duftstoff, die mindestens
ungefähr
0,1 Gewichtsprozent entspricht, basierend auf dem Gesamtgewichts
des Vorpolymers, ist typischerweise nötig, um mindestens etwas des
Duftstoff-emittierenden Charakters für die Zusammensetzung zu erreichen.
Typischerweise ist eine Duftstoffmenge von weniger als 50 Gewichtsprozent
(basierend auf dem Gesamtgewicht des Vorpolymers) zufriedenstellend,
und oft ist eine Menge von weniger als 20 Gewichtsprozent oder sogar
weniger als 15 Gewichtsprozent zufriedenstellend. In einer typischen
Kerze mit einem Duftstoff bildet der Duftstoff 1–5 Gewichtsprozent des Gesamtgewichts
der Kerze. Die Menge des Duftstoffes in einer Kerze kann von dem
Vorhandensein anderer optionaler Inhaltsstoffe abhängen. Zum
Beispiel, wenn ein Insektenabwehrmittel in der Kerze vorhanden ist,
beträgt
die Duftstoffkonzentration typischerweise weniger als 30 Gewichtsprozent
des Gesamtgewichts der Kerze und bevorzugt beträgt sie 1–5 Gewichtsprozent.
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Der
Duftstoff kann mit dem Vorpolymer zusammengemischt werden, nachdem
das Polyacrylat und das primäre
Amin reagiert haben, aber bevor das Vorpolymer gehärtet worden
ist. Es ist bevorzugt, den Duftstoff zu dem Vorpolymer vor dem Sprühen zu geben.
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Ein
anderer optionaler Inhaltsstoff ist ein Insektenabwehrmittel. Geeignete
Insektenabwehrmittel umfassen ohne Beschränkung Citronella, DEET, Terpineol
und Benzalaceton. In einer typischen Kerze bildet der Insektenabwehrstoff
ungefähr
0,1–20
Gewichtsprozent, bevorzugt 5–10
Gewichtsprozent des Gesamtgewichts der Kerze.
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Ein
noch anderer Inhaltsstoff kann ein Flammverzögerungsmittel sein. Ein Flammverzögerungsmittel in
einer Beschichtung kann als ein Sicherheitsmerkmal für eine Kerze
verwendet werden. Mehrere Flammverzögerungsmittel, die in der Technik
bekannt sind, können
in der Kerze enthalten sein. Geeignete Flammverzögerungsmittel umfassen ohne
Beschränkung
POLYLITE® 33441-00
(Reichhold, Newark, NJ, USA), DyneonTM THV
(Dyneon LLC, Oakdale, MN, USA), und BAYBLEND® (Bayer
Corporation, Pittsburgh, PA, USA).
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Ein
anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum
Beschichten einer Kerze unter Verwenden einer härtbaren Zusammensetzung. Das
Verfahren umfasst das Umsetzen eines primären Amins mit einem Acrylat,
das aus der Gruppe Diacrylat, Triacrylat und Tetraacrylat, bevorzugt
Triacrylat, ausgewählt ist,
um so ein Produkt zu bilden. Das Produkt, wenn es für UV-Härten beabsichtigt
ist, wird einen Photoinitiator umfassen. Das Produkt wird dann auf
einer Oberfläche
der Kerze aufgebracht, um eine härtbare
Beschichtung auf der Kerze bereitzustellen. Die Beschichtung wird
mit Strahlung, bevorzugt UV-Strahlung gehärtet, um eine gehärtete Beschichtung
auf der Kerze bereitzustellen. Die Härtungsbedingungen sollten nicht
zu heftig sein, andernfalls könnte
die Kerze beschädigt
werden. Aus diesem Grund ist ein Elektronenstrahl keine bevorzugte Energiequelle
zum Härten
der Beschichtung. Sogar zu starke UV-Strahlung kann die Kerze beschädigen, insbesondere
wenn die Kerze aus einem Gel gebildet ist.
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Das
Verfahren zum Aufbringen der Beschichtung kann in einer Vielfalt
von Weisen ausgeführt
werden. Die Aufbringungstechniken umfassen Sprühen, Bürsten, Eintauchen und Verschwammen.
In einer bevorzugten Technik wird die Kerze durch Sprühen des
Vorpolymers auf die Kerzenoberfläche
gefolgt von Härten
durch Belichten mit Strahlung beschichtet, insbesondere UV-Strahlung.
Wenn die Vorpolymerzusammensetzungsviskosität bei Raumtemperatur ziemlich
hoch ist, kann die Beschichtungszusammensetzung erwärmt werden, bevor
sie auf einer Kerzenoberfläche
aufgebracht wird. In der Alternative würden jene Fachleute geeignete Verdünnungsmittel
anerkennen, die zu der Zusammensetzung gegeben werden können, um
die Viskosität
des Vorpolymers zu beeinflussen.
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Die
Beschichtung steht daher bevorzugt direkt in Kontakt mit der äußeren Oberfläche der
darunter liegenden Kerze und umfasst mindestens teilweise jene Kerze.
Wenn die Kerze eine Spitze, einen Boden und eine oder mehrere Seiten
besitzt, bedeckt die Beschichtung bevorzugt alle Seiten der Kerze,
und gegebenenfalls die Spitze und den Boden. Die Beschichtung bedeckt
bevorzugt alle Seiten der Kerze, weil dies die Fläche der
Kerze ist, die bevorzugt vom Verbraucher gesehen wird. In einer
alternativen Ausführungsform
kann die Beschichtung auch die Seiten und den Boden der Kerze bedecken,
um ein Auslaufen des Kerzenbrennstoffs zu inhibieren oder zu verhindern,
wenn der Kerzenbrennstoff nahezu verbraucht ist.
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Die
Beschichtung sollte mit der äußeren Oberfläche der
Kerze konform sein, insofern, dass die Beschichtung in direktem
Kontakt mit der gesamten Oberfläche
ist, die von der Beschichtung bedeckt ist. Falls die Kerze eine
bemusterte äußere Oberfläche besitzt,
z. B. Reliefbilder oder eine gerippte Textur, wird die Beschichtung
entweder den genauen Konturen des Musters folgen, sodass die äußere Oberfläche der
Beschichtung auf ähnliche
Weise jenes Muster (oder vielleicht ein unterschiedliches) enthält, oder
dass der Teil der Beschichtung, die direkt mit der Kerze in Kontakt
steht, konform ist beim genauen Verfolgen der Konturen der Oberfläche der
Kerze, aber die äußere Oberfläche der
Beschichtung glatt und ohne Muster ist. Wenn die äußere Oberfläche der
Beschichtung glatt ist, aber die äußere Oberfläche der Kerze ein Reliefbild
besitzt, sollte die Beschichtung transparent sein, sodass das unterliegende
Reliefbild durch die Beschichtung betrachtet werden kann.
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In
einem anderen Aspekt der Erfindung kann die Vorpolymerbeschichtung
auf eine Kerzenoberfläche aufgebracht
werden, die bereits eine Beschichtung enthält. So kann ein Verfahren zum
Aufbringen einer Beschichtung auf eine Kerze das Umsetzen eines
primären
Amins mit einem Acrylat umfassen, das aus der Gruppe Diacrylat,
Triacrylat und Tetraacrylat ausgewählt ist, um ein Produkt zu
bilden. Jenes Produkt kann auf einer Oberfläche einer Kerze aufgebracht
werden, um eine härtbare
Beschichtung auf einer Kerze bereitzustellen. Das Härten der
Beschichtung mit Strahlung stellt die erste beschichtete Oberfläche der
Kerze bereit. Eine zusätzliche
Beschichtung kann aufgebracht werden durch Wiederholen dieser Schritte.
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Das
Verfahren zum Beschichten einer Kerze kann modifiziert werden, um
zusätzliche
Inhaltsstoffe in der härtbaren
Zusammensetzung einzuschließen.
In einem Aspekt der Erfindung wird ein primäres Amin mit einem Acrylat
umgesetzt, das aus der Gruppe Diacrylat, Triacrylat und Tetraacrylat
ausgewählt
ist, um ein Produkt zu bilden. Ein Photosensibilisator oder Initiator
wird zu diesem Produkt gegeben. Das Produkt wird dann auf einer
Oberfläche
der Kerze aufgebracht, um eine Beschichtung auf der Kerze bereitzustellen.
Die Beschichtung wird mit Strahlung gehärtet, um eine gehärtete Beschichtung
bereitzustellen. In einem anderen Aspekt der Erfindung kann ein
Egalisiermittel in der härtbaren
Zusammensetzung eingeschlossen werden. In einem noch anderen Aspekt
der Erfindung kann ein Additiv ausgewählt aus einem Färbemittel,
Duftstoff, Flammverzögerungsmittel
und Insektenabwehrmittel in der härtbaren Zusammensetzung eingeschlossen
werden.
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In
einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein weiteres Verfahren zum
Beschichten einer Kerze bereitgestellt. In diesem Verfahren werden
ein primäres
Amin, bevorzugt ein primäres
C14-C22-Amin und
ein Triacrylat, bevorzugt TMPTA, umgesetzt, um ein Produkt zu ergeben.
Das Produkt wird auf einer Oberfläche einer Kerze aufgebracht,
um eine härtbare
Beschichtung auf der Kerze bereitzustellen. Die Beschichtung wird
mit Strahlung gehärtet,
bevorzugt UV-Strahlung.
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Die
folgenden Beispiele werden als ein Mittel zum Darstellen der vorliegenden
Erfindung dargelegt und dienen nicht als eine Beschränkung dafür. In den
folgenden Beispielen wurde ein 250ml-3-Halskolben mit einem Rührer, Stickstoffeinlass,
Thermometer mit Wärmeüberwachung,
Gleichgewichtszugabe-Trichter und einem Heizmantel ausgerüstet. Ein
Minolta Chrom Meter 310 wurde verwendet, um die äquivalente Gardner-Farbe zu
erhalten. Cross Hatch Adhesion wurde auf einer Skala von 0–5 (wobei
5 die beste ist) gemäß ASTM D-3359
bestimmt. Pencil Hardness wurde bestimmt auf einer Skala von 6B-9H
(wobei 9H die härteste ist)
gemäß ASTM D-3363.
Impact Resistance (ein Maß der
Flexibilität)
wurde in in-lbs mit einem Model #172 Universal Impact Tester gemäß ASTM D-2794
bestimmt.
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BEISPIELE
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Beispiel 1
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Ein
250 ml-Reaktionskolben wurde beladen mit 100,0 g AGEFLEX® TMPTA
(Trimethylolpropantriacrylat, Ciba Specialty Chemicals) und bei
Raumtemperatur mit einer Stickstoff-Spülung versehen. Diesem folgte
die tropfenweise Zugabe von 33,83 g Kemamine® 989D
(Oleylamin, Witco). Man ließ die
Reaktionsmischung exotherm sein. Die Reaktionsmischung wurde dann
auf 60°C
erwärmt
und bei jener Temperatur 4,5 Stunden lang gehalten. Rühren und
Stickstoff-Spülung
wurden unterbrochen, gefolgt von der Zugabe von 0,067 g HQMME (Hydrochinonmonomethylether,
Eastman). Nachdem beobachtet wurde, dass das HQMME schmolz, wurde
die Reaktionsmischung 30 Minuten lang gerührt. Das Produkt wurde gekühlt, aus
dem Kolben entladen und wie folgt charakterisiert: Gardner-Farbe – 1,2; Brookfield
Viskosität – 630 centipoise
(cps) bei 25°C
und 99 cps bei 55°C.
Nach 7 Tagen bei Raumtemperatur wurde gefunden, dass die Viskosität stabil
war (890 cps bei 25°C
und 126 cps bei 55°C).
Ein freier TMPTA-Gehalt
von 25,4 % wurde durch GPC (Gel Permeation Chromatography) des stabilen
Produktes bestimmt.
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Um
die Eigenschaften des gehärteten
Filmes des Endproduktes zu bestimmen (mit einer Viskosität von 630
cps bei 25°C),
wurden 10,0 g des Produktes mit 0,3 g IRGACURE® 500
Photoinitiator (Ciba) und 0,1 g MODAFLOWTM 2100-Harz
gemischt. Ein Film einer nassen Dicke von 1,5 Mil (1,5 Tausendstel
eines Inch) wurde heruntergezogen auf eine kalte Walzstahltafel
unter Verwenden eines 8-Pass-Nassfilm-Applikators. Das
beschichtete Substrat wurde in einem Rayonet-UV-Reaktor (16 × 3000Å „A"-Typ-Lampen) 4 Minuten lang aufgehängt. Die
resultierende gehärtete
Beschichtung besaß eine
glatte glänzende
Oberfläche
mit den folgenden Eigenschaften: Cross Hatch Adhesion – 5; Pencil
Hardness – 8H;
und Impact Resistance von Pass 100 Forward und Pass 40 Reverse.
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Beispiel 2
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Ein
2 I-Reaktionskolben wurde mit 613,4 g AGEFLEX® TMPTA
beladen und bei Raumtemperatur gerührt und mit einer leichten
Stickstoff-Spülung
versehen. KENAMINE®989D (276,7 g, Witco Chemicals)
wurde tropfenweise zugegeben. Man ließ die Reaktionsmischung exotherm
sein, dann wurde sie auf 60°C
erwärmt und
bei jener Temperatur 4,5 Stunden lang gehalten. Der Rührer und
der Stickstoff-Fluss wurden abgestellt, gefolgt von Zugabe von 0,45
g HQMME. Nachdem beobachtet wurde, dass das HQMME schmolz, wurde
die Reaktionsmischung 30 Minuten lang gerührt. Das Produkt wurde gekühlt, aus
dem Kolben entladen und wie folgt charakterisiert. Äquivalente
Gardner-Farbe, wie gemessen mit dem Minolta Chromameter 310, betrug – 0,6; Brookfield
Viskosität
betrug 930 centipoise (cps) bei 25°C und 185 cps bei 55°C. Nach 7
Tagen bei Raumtemperatur wurde gefunden, dass die Viskosität des Produktes
stabil war (1770 cps bei 25°C
und 241 cps bei 55°C).
Ein freier TMPTA-Gehalt von 16,0 % wurde durch GPC des stabilen
Produktes bestimmt.
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Um
die Eigenschaften des gehärteten
Filmes des Endproduktes zu bestimmen, wurden 10,0 g des Produktes
mit 0,3 g IRGACURE® 500 Photoinitiator und
0,1 g MODAFLOWTM 2100-Harz gemischt. Ein
Film einer nassen Dicke von 1,5 Mil wurde auf eine kalte Rollstahltafel
unter Verwenden eines 8-Pass-Nassfilm-Applikators heruntergezogen.
Das beschichtete Substrat wurde in einem Rayonet-UV-Reaktor (16 × 3000Å „A"-Typ-Lampen) 4 Minuten
lang aufgehängt.
Die resultierende gehärtete
Beschichtung besaß eine
glatte glänzende
Oberfläche
mit den folgenden Eigenschaften: Cross Hatch Adhesion – 5; Pencil
Hardness – 7H;
und Impact Resistance von Pass 90 Forward und Pass Reverse 40.
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Beispiel 3
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Ein
500 ml-Reaktionskolben wurde mit 200,0 g AGEFLEX® TMPTA
beladen und bei Raumtemperatur gerührt und mit einer leichten
Stickstoff-Spülung
versehen.
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KENAMINE® 989D-Amin
(67,7 g) wurde tropfenweise zugegeben. Man ließ die Reaktionsmischung exotherm
sein, gefolgt von Erwärmen
auf 60°C
und hielt sie bei jener Temperatur 4,5 Stunden lang. Rühren und
die Stickstoff-Spülung
wurden unterbrochen, gefolgt von Zugabe von 0,134 g HQMME. Nachdem
beobachtet wurde, dass das HQMME schmolz, wurde die Reaktionsmischung
mit einer leichten Stickstoff-Spülung gerührt und
auf 60°C
erwärmt
und bei jener Temperatur 11,5 Stunden lang gehalten. Das Produkt
wurde gekühlt,
entladen und wie folgt charakterisiert: Brookfield Viskosität – 121 centipoise
(cps) bei 55°C.
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Beispiel 4
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Anfängliche
Versuche beim Bedecken eines öligen
Substrats (Kerze) mit dem Vorpolymer des Beispiels 2 umfasste das
Aufbringen der Beschichtung mit einer Schwammbürste. Jedoch wurden Fließprobleme beobachtet
aufgrund einer Inkompatibilität
zwischen der Beschichtung und der öligen Oberfläche der
Kerze. Dies verursachte, dass die Beschichtung perlte und Streifen
bildete. Eine Probe von MODAFLOW® 2100-Harz, das
ein Flussmodifizierer von Solutia ist, wurde zu der Beschichtungsmischung
mit einem 1,0 Gewichtsprozentgehalt gegeben, basierend auf dem Gesamtgewicht
der Beschichtung. Die Zugabe des Flussmodifizierers führte zu
einer gleichmäßigen Bedeckung
auf der öligen
Oberfläche,
ohne Perlen oder Streifenbildung.
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Da
das Sprühen
der Beschichtung das bevorzugte Verfahren in einem kommerziellen
Aufbau sein würde,
wurden ein automatischer Touch-up-Sprayer (Ansaugtyp), ein Luftkompressor
und verwandte Ausrüstungsgegenstände besorgt.
Es wurde bestimmt, basierend auf der Brookfield-Viskosität, dass
ein Material, wie Beispiel 1, effektiv bei 50–55°C gesprüht werden könnte und ein Material, wie
das Beispiel 2, effektiv bei 55–60°C gesprüht werden
könnte.
Die Sprühtemperatur
wurde beibehalten unter Verwenden eines kleinen elektrischen Heizmantels,
ausgerüstet
mit einem Spannungsregulierer. Der freie Abschnitt des Sprühers wurde
erwärmt, wie
erforderlich, mit einer Heizkanone, um freien Fluss durch die Düse zu ermöglichen.
Es wurde gefunden, dass der optimale Druck weniger als oder gleich
10 psi betrug. Dieser Druck lieferte eine geeignete Menge von Spray
ohne Lufteinschluss in der Form von Bläschen.
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Es
wurde gefunden, dass die Beschichtungsdicke sehr wichtig ist. Eine
Beschichtung, die zu dünn
war, würde
durch Öl
verdünnt
werden, das von der Oberfläche
der Kerze absorbiert wird, und würde
nicht korrekt aushärten.
Eine Beschichtung, die zu dick aufgebracht ist, würde zu einer
unregelmäßigen Oberfläche aufgrund
von Überfließen des Überschusses
führen.
Die optimale Dicke wurde erhalten durch Erfahrung und subjektive
Beobachtung, aber erfordert keine übermäßigen Untersuchungen, da das
Ausprobieren von nur ein paar unterschiedlichen Dicken im Bereich
von 1 bis 10 Mils einen guten Eindruck einer geeigneten Dicke ergab.
Basierend auf dem gemessenen Gewicht aufgebrachter Beschichtungen
und der bekannten Oberfläche der
Kerze wurde berechnet, dass eine geeignete Beschichtung 7–8 Mils
dick war.
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Eine
bevorzugte Beschichtungsformulierung beträgt 100 Teile des Vorpolymers
des Beispiels 2, 3 Teile IRGACURE® 500-Photoinitiator
und ein Teil MODAFLOW® 2100-Harz. Die Kerze
wurde an ihrem Docht an einem elektrischen Rührmotor aufgehängt und
gedreht während
der Sprühaufbringung.
Wenn eine ausreichende Menge der Beschichtungsformulierung aufgebracht
war, wurde die Kerze an ihrem Docht in einem Rayonet UV Reaktor
(16 × 3000Å „A"-Typ-Lampen) 3 bis
4 Minuten lang aufgehängt.
Die resultierende gehärtete
Beschichtung war klar, glänzend,
hart und glatt beim Berühren.
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Bezug
wird genommen auf US-Patent Nr. 6,111,055.