DE60212007T2 - Gezahnte Schaufel - Google Patents

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ganz allgemein Gasturbinentriebwerke und insbesondere die Schalldämpfung von darin enthaltenen Bläsern.
  • In einem zum Antrieb eines Flugzeuges in der Luft konstruierten Zweikreisturbinentriebwerk wird Luft in einem Rotorgebläse unter Druck gesetzt und ausgestoßen, um einen Vortriebsschub zu erzeugen. Ein Teil der Rotorluft wird in ein Kerntriebwerk kanalisiert, das einen mehrstufigen Axialverdichter aufweist, der die Luft weiter komprimiert, die anschließend mit Brennstoff gemischt und in einer Brennkammer gezündet wird, aus der wiederum heiße Verbrennungsgase stromabwärts gegen Hoch- und Niederdruckturbinen ausgestoßen werden. Die Hochdruckturbine treibt den Verdichter an, und die Niederdruckturbine treibt den Rotor an.
  • Die Bläserrotorschaufeln weisen einen wesentlich größeren Außendurchmesser auf als die Verdichterlaufradschaufeln, um ein großes Luftvolumen für die Erzeugung des Vortriebsschubs zu bewegen. Die Reihe von Rotorschaufeln ist von einer Rotorgondel umgeben, die gewöhnlich durch eine Reihe von radialen Stützstreben an dem Kerntriebwerk abgestützt ist. Weiter ist abstromseitig der Rotorschaufeln eine Reihe von Statorschaufeln in der Rotorgondel angeordnet, die dazu dienen, die Rotorluft zu entwirbeln, bevor sie durch die Rotordüse oder den Auslass ausgestoßen wird. In einer abgewandelten Konstruktion können die Rotorleitschaufeln und -streben in gemeinsamen Leitschaufelstrebenelementen integriert sein.
  • Eine Hauptquelle des Rotorlärms von Flugzeugmotoren ist die Wechselwirkung zwischen den turbulenten Nachströmungen, die von den Rotorschaufeln abgegeben werden, mit den stromabwärts zu diesen angeordneten Rotorleitschaufeln. Die Reihe von Rotorschaufeln dreht sich relativ zu den stationären Rotorleitschaufeln mit einer Schaufelvorbeilauffrequenz, wobei jede der turbulenten Schaufelnachströmungen eine entsprechende Uneinheitlichkeit der Geschwindigkeit an der Reihe von Rotorleitschaufeln bewirkt. Die Wechselwirkung des Rotors zwischen Nachströmung und Leitschaufel ruft eine unstetige Belastung an den Statorschaufeln hervor, die wiederum Druckwellen erzeugt, die sich stromaufwärts und stromabwärts als Schall ausbreiten, der mit der Schaufelvorbeilauffrequenz und den zugehörigen Oberschwingungen abgestrahlt wird.
  • Außerdem tritt die Turbulenz in den Rotornachströmungen auch mit den stromabwärts angeordneten Statorschaufeln in Wechselwirkung, wobei eine unstetige Belastung und entsprechende Schallwellen mit einem breiten Spektrum an Frequenzen entstehen, die mit dem Energiespektrum der turbulenten Nachströmung selbst in Beziehung stehen.
  • Dementsprechend erzeugt die aerodynamische Wechselwirkung zwischen den Rotorschaufeln und Leitschaufeln im Betrieb einen erheblichen Rotorlärm, den es zu beschränken gilt, um vielfältigen gesetzlichen Lärmvorschriften zu genügen. Der Rotorlärm kann gewöhnlich durch eine Vergrößerung des Rotordurchmessers und eine Verringerung der Geschwindigkeit der Rotorspitzen und des Druckverhältnisses reduziert werden. Außerdem lässt sich der Rotorlärm durch eine Steigerung der axialen Beabstandung zwischen den Rotorschaufeln und den Leitschaufeln vermindern. Weiter kann der Rotorlärm auch reduziert werden, indem das Verhältnis der Anzahl von Schaufeln und Leitschaufeln in jeder Zeile vorzugsweise so ausgewählt wird, dass die Töne der Schaufelvorbeilauffrequenz beschnitten werden. Die Rotorgondel enthält gewöhnlich zur zusätzlichen Schalldämpfung auch schallabsorbierende akustische Auskleidungen.
  • Allerdings mindern diese Schalldämpfungstechniken die Leistung des Triebwerks, wirken sich nachteilig auf dessen Abmessungen und Gewicht aus und sind unterschiedlich wirkungsvoll.
  • Die FR-A-1 536 511 beschreibt Schaufeln, die für in Gasturbinentriebwerken enthaltene Axialströmungsverdichter konstruiert sind.
  • Das Dokument US 5 603 607 beschreibt einen Propellerrotor mit einer sägezahnförmigen Schaufelabströmkante, bei der die Strömungen auf der Unterdruckseite und der Druckseite einer Schaufel sich allmählich vereinigen, so dass der Geschwindigkeitsverlust in der Nähe der Abströmkante verringert wird.
  • Es besteht daher ein Bedarf nach einem verbesserten Zweikreistriebwerk zur Schalldämpfung.
  • Erfindungsgemäß enthält ein Zweikreistriebwerk eine Reihe von Rotorschaufeln, die stromaufwärts einer Reihe von Statorschaufeln angeordnet sind, und wird durch ein Kerntriebwerk angetrieben. Die Rotorschaufeln sind gezahnt, um davon ausgehende turbulente Nachströmungen zu Vermischen, so dass der Rotorlärm gedämpft wird.
  • Die Erfindung wird anhand von bevorzugten und beispielhaften Ausführungsformen zusammen mit weiteren Aufgaben und Vorteilen der Erfindung in der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Figuren näher beschrieben:
  • 1 zeigt in einer zum Teil geschnittenen axialen Ansicht ein an einem Flugzeugflügel befestigtes Zweikreisturbinentriebwerk, das einen verbesserten Rotor enthält, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • 2 zeigt eine ebene Ansicht eines Abschnitts des in 1 veranschaulichten Rotors längs der Schnittlinie 2-2.
  • 3 zeigt in einer isometrischen Ansicht isoliert eine der in 1 und 2 veranschaulichten Rotorschaufeln gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • 4 zeigt die in 3 veranschaulichte Schaufel in einer radialen Querschnittsansicht längs der Schnittlinie 4-4.
  • 5 zeigt in einer radialen Querschnittsansicht ähnlich wie 4 eine Rotorschaufel gemäß noch einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • 6 zeigt in einer Draufsicht von der Seite eine Rotorschaufel gemäß noch einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • 7 zeigt in einer Draufsicht von der Seite eine Rotorschaufel gemäß noch einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • 1 veranschaulicht ein Zweikreisturbinentriebwerk 10, das mittels eines Außenlastträgers geeignet an dem Flügel eines Flugzeugs angebracht ist, um das Flugzeug während des Fluges anzutreiben. Das Triebwerk ist um eine longitudinale oder mittige axiale Achse 12 achsensymmetrisch und enthält eine Reihe von Rotorschaufeln 14, die innerhalb einer umgebenden Rotorgondel 16 montiert sind. Unmittelbar stromabwärts der Rotorschaufeln ist eine Reihe von Bläser-Statorschaufeln 18 angeordnet, auf die wiederum eine Reihe von Stützstreben 20 folgt, über die die Rotorgondel an einem Kerntriebwerk 22 befestigt ist.
  • Das Kerntriebwerk ist von herkömmlicher Bauart und enthält einen mehrstufigen Axialverdichter, der nach dem Rotor/BLäser angeordnet ist, der einen Teil der Rotorluft 24 aufnimmt, die im Innern des Rotors komprimiert wird und in einer Brennkammer mit Brennstoff gemischt wird, um heiße Verbrennungsgase zu erzeugen, die stromabwärts durch Hoch- und Niederdruckturbinen strömen, die daraus Energie entziehen. Die Hochdruckturbine treibt den Verdichter an und die Niederdruckturbine treibt den Rotor an, der sich während des Betriebs dreht, um Vorwärtsschub zu erzeugen, so dass das Flugzeug während des Fluges angetrieben wird.
  • Wie in 1 und 2 gezeigt, wird die Rotorluft 24 durch die Reihe von Rotorschaufeln 14 hindurch und stromabwärts durch die Reihe von Statorschaufeln 18 hindurch kanalisiert, um aus der hinter den Stützstreben 20 angeordneten Rotordüse ausgestoßen zu werden. Während die Luft über die einzelnen Rotorschaufeln stromabwärts strömt, wird sie aufgrund der Drehung derselben komprimiert, und es werden turbulente Nachströmungen von den Schaufeln abgegeben, die stromabwärts durch die Entwirbelungsschaufeln 18 strömen.
  • Die von den Rotorschaufeln stammenden turbulenten Nachströmungen interagieren mit den Statorschaufeln, die unstetige Belastungen darauf und entsprechende Druckwellen entstehen lassen, die sich stromaufwärts und stromabwärts mit der Schaufelvorbeilauffrequenz und den zugehörigen Oberschwingungen ausbreiten. Außerdem tritt die Turbulenz in den Schaufelnachströmungen ebenfalls mit den stromabwärts gelegenen Statorschaufeln in Wechselwirkung, wobei diese unstetig belastet werden und entsprechende Schallwellen entstehen, die ein breites Spektrum von Frequenzen aufweisen, die mit dem Energiespektrum der Turbulenz der Nachströmung selbst in Beziehung stehen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die in 1 und 2 veranschaulichten Rotorschaufeln 14 gezahnt, um ein Mischen der davon abgegebenen turbulenten Nachströmungen stromaufwärts der Reihe von Statorschaufeln zu fördern, so dass der Rotorlärm entsprechend reduziert wird. Erfindungsgemäß werden die Rotorschaufeln selbst genutzt, um ein kräftiges Mischen der von diesen ausgehenden turbulente Rotornachströmungen zu bewirken, um die Amplitude jener turbulenten Nachströmungen entsprechend zu verringern, bevor sie die stromabwärts gelegenen Statorschaufeln erreichen. Durch das Steigern der Mischungsrate der von den Rotorschaufeln abgegebenen turbulenten Rotornachströmungen werden die sich ergebenden Pegel der Amplitude der Nachströmung und der Turbulenz an den Statorschaufeln entsprechend reduziert, was wiederum die unstetige Belastung der Stator schaufel und den davon ausgehenden entsprechenden Lärm reduziert.
  • Wie in 2 und 3 zu sehen, weist jede der Rotorschaufeln 14 ein Schaufelblatt 26 mit einer im Wesentlichen konkaven Druckseite 28 und einer entgegengesetzten im Wesentlichen konvexen Saugseite 30 auf, die sich von einem radial innenliegenden Fußpunkt 36 an bis zu einer radial außen angeordneten Spitze 38 axial zwischen einer Anströmkante und einer Abströmkante 32, 34 erstrecken. Jede Schaufel ist gewöhnlich einstückig mit einem in 3 gezeigten Schwalbenschwanz 40 ausgebildet, der dazu dient, die einzelnen Schaufeln jeweils in einer Schwalbenschwanznut zu befestigen, die in dem Umfang einer tragenden Bläser-Rotorscheibe ausgebildet ist. Weiter weist jede Schaufel gewöhnlich eine an dem Schaufelfußpunkt angeordnete Plattform 42 auf, um die innere Begrenzung der Rotorluft zu definieren, wobei die Plattform entweder einstückig mit der Schaufel ausgebildet ist oder eine gesonderte Komponente ist, die zwischen benachbarten Schaufeln in dem Rotor angebracht ist.
  • Die Anströmkante und Abströmkante einer typischen Rotorschaufel sind in radialer Richtung längs der Spannweite des Schaufelblatts geradlinig oder gekrümmt ausgebildet und begrenzen die axialen Enden der Druck- und Saugseiten der Schaufel. Im Gegensatz dazu weisen die in 3 veranschaulichten Rotorschaufeln eine gezahnte Abströmkante auf, die im Wesentlichen serpentinenartig längs der radialen Spanne der Schaufel verläuft, um ein Mischen der Nachströmungsturbulenz zu fördern, während diese abstromseitig von den einzelnen Schaufeln abgeben wird, so dass die unstetige Belastung der stromabwärts gelegenen Statorschaufeln reduziert wird, um den Rotorlärm entsprechend zu verringern.
  • Wie in 3 und 4 gezeigt, weist die gezahnte Abströmkante 34 eine Reihe von Kerbzähnen oder Aussparungen 44 auf, die dazwischen einzelne Zähne oder Zickzackkerben 46 definieren. Die Aussparungen erzeugen auf diese Weise eine serpentinenartige Abströmkante, wobei sich die Zickzackkerben 46 nach hinten hin in der stromabwärts verlaufenden Richtung erstrecken, und die Aussparungen die radiale Kontinuität der Druck- und Saugseiten der Schaufel längs der Abströmkante örtlich unterbrechen.
  • Wie in 4 gezeigt, können die Druck- und Saugseiten 28, 30 des Schaufelblatts eine beliebige herkömmliche Konstruktion aufweisen, die geeignet ist, die Rotorluft während des Betriebs zu komprimieren. Die Druckseite 28 ist im Wesentlichen konkav, wohingegen die Saugseite 30 weitgehend konvex zwischen der Anströmkante und der Abströmkante der Schaufel ausgebildet ist, um über die beiden Seiten der Schaufel hinweg unterschiedliche Geschwindigkeitsverteilungen zu erzeugen.
  • Durch das örtliche Einführen von Aussparungen 44 längs des Abströmkantenabschnitts der Schaufel lassen sich die beiden getrennten Grenzschichten der längs der Druck- bzw. Saugseite strömenden Luft durch die Aussparungen in strömungsmäßiger Verbindung vereinigen und durch die Drehbewegung der Zickzackkerben während des Betriebs kräftig mischen. Während die Schaufeln im Betrieb rotieren, wird die Rotorluft axial zwischen benachbarten Schaufeln und in entsprechenden Grenzschichten längs der gegenüberliegenden Druck- und Saugseite jedes Schaufelblatts nach hinten kana lisiert. Die gezahnte Abströmkante vergrößert die wirksame Oberfläche, entlang der die beiden Grenzschichten zusammentreffen und gemischt werden.
  • Wie in 3 gezeigt, divergieren die Abströmkantenaussparungen 44 vorzugsweise nach hinten hin, während die miteinander verbundenen Zickzackkerben 46 nach hinten hin entsprechend konvergieren. Die Aussparungen und Zickzackkerben sind vorzugsweise dreieckig ausgebildet, um die Entwicklung von Wirbeln zu fördern, während die Luftgrenzschichten von den Schaufelabströmkanten abgegeben werden, wobei diese Wirbel das Mischen der turbulenten Nachströmungen der Schaufel verstärken, bevor diese die stromabwärts angeordneten Statorschaufeln erreichen.
  • Die spezielle Konstruktion der gezahnten Abströmkante der Rotorschaufeln kann für jede Konstruktionsanwendung abhängig von der speziellen Konstruktion der Rotorschaufel selbst maßgeschneidert angepasst werden. Wie in 3 gezeigt, weist das Schaufelblatt eine Sehne auf, die durch ihre an jeder radialen Spannweite zwischen der Anströmkante und der Abströmkante der Schaufel gemessenen Länge C definiert ist. Wie in 4 gezeigt, weist das Schaufelblatt zwischen seiner Anströmkante und Abströmkante eine Wölbung oder Krümmung auf, wobei die Druckseite im Wesentlichen konkav und die Saugseite im Wesentlichen konvex ist. Die Dicke T der Schaufel kann zwischen der Anströmkante und der Abströmkante in einer typischen Weise variieren.
  • Die in 3 veranschaulichten Zickzackkerben 46 sind mit einer axialen Länge A und einem radialen Teilungsabstand B bemessen. Die Länge A und die Teilung B kann bezüglich der Schaufelsehnenlänge C für jede Konstruktionsanwen dung optimiert werden, um die aerodynamische Leistung der Schaufel selbst gegenüber einer Schaufel, die ohne die gezahnte Abströmkante ausgebildet ist, zu maximieren und gleichzeitig den Rotorlärm wirkungsvoll zu dämpfen.
  • In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die gezahnte Abströmkante hinsichtlich der Konstruktion der Schaufel eine örtliche Veränderung, die auf den Bereich der Schaufel beschränkt ist, der sich in unmittelbarer Nähe der Abströmkante innerhalb etwa 10 % der Sehnenlänge derselben befindet. Weiter können die Anzahl und Abmessungen der einzelnen Zickzackkerben und Aussparungen längs der Abströmkante von einer hohen zu einer geringen Dichte gewählt sein, um die Schalldämpfung zu maximieren, ohne die aerodynamische Leistung wesentlich zu verringern.
  • In dem in 3 und 4 veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Zickzackkerben 46 axial gemeinsam mit dem Schaufelblatt in einem gemeinsamen aerodynamischen Profil mit diesem, wobei sich die Zickzackkerben in ähnlicher Weise mit dem verbliebenen Teil der Schaufel verjüngen und in ihrer Dicke nach hinten hin abnehmen, um an der Abströmkante zu enden. Auf diese Weise kann das Schaufelblatt mit oder ohne die gezahnte Abströmkante im Wesentlichen denselben radialen Umriss aufweisen, wobei die gezahnte Abströmkante durch die sich längs der Wölbungslinien der Schaufel erstreckenden Aussparungen eingeführt ist. In diesem Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Druckseite jede Zickzackkerbe 46 ohne Diskontinuität gemeinsam mit dem übrigen Abschnitt der Druckseite der Schaufel weiter, und die Saugseite jede Zickzackkerbe 46 erstreckt sich in ähnlicher Weise ohne Diskontinuität in dem in 4 veranschaulichten radialen Profil gemeinsam mit dem übrigen Abschnitt der Schaufelsaugseite weiter.
  • In dem in 3 veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispiel reihen sich die einzelne Zickzackkerben 46 an deren entsprechenden Basen aneinander, die die Scheitelpunkte der dazwischenliegenden dreieckigen Aussparungen 44 definieren. Weiter erstrecken sich die radial aneinandergereihten Zickzackkerben in einer im Wesentlichen kontinuierlichen Reihe längs der gesamten Spannweite der Abströmkante der Schaufel von dem Fußpunkt 26 der Schaufel zu deren Spitze 38.
  • 5 veranschaulicht ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der in dem Schaufelblatt ausgebildeten Zickzackkerben 46, bei dem die Zickzackkerben, anstelle gemeinsam mit der in gestrichelter Linie veranschaulichten Wölbungslinie der Schaufel zu verlaufen, gegenüber dem übrigen Abschnitt der Schaufel schräg angeordnet sind. Eine oder mehrere Zickzackkerben 46 können gegenüber der Druckseite 28 der Schaufel mit einem stumpfen dazwischen eingeschlossenen Winkel schräg ausgebildet sein. Eine oder mehrere Zickzackkerben 46 können gegenüber der Saugseite 30 der Schaufel mit einem dazwischen eingeschlossenen stumpfen Winkel schräg verlaufen. Außerdem können in einem weiteren Ausführungsbeispiel die Zickzackkerben 46 an der Abströmkante von beiden Seiten der Schaufel abwechselnd schräg abstehen.
  • Abhängig von der Größe und der aerodynamischen Leistung der Rotorschaufel kann die spezielle Orientierung der einzelnen Zickzackkerben für jede Konstruktionsanwendung optimiert werden. 2 veranschaulicht beispielsweise, dass jede Rotorschaufel 14 gewöhnlich von ihrem Fußpunkt 36 her zu ihrer Spitze 38 mit einer Verdrehung ausgebildet ist und einer Druckbelastung unterworfen ist, die sich von dem Fuß zur Spitze hin entsprechend ändert. Die einzelnen Schaufelblätter weisen einen sich ändernden Angriffswinkel gegenüber der ankommenden Rotorluft 24 auf und geben die turbulenten Nachströmungen der Rotorluft unter entsprechenden Winkeln bezüglich der axialen Mittelachse des Triebwerks ab. Dementsprechend können die spezielle Größe, die Konfiguration und die Winkelausrichtung der Zickzackkerben variiert werden, um die Schalldämpfung zu maximieren, ohne die aerodynamische Leistung der Rotorschaufeln zu schmälern.
  • Wie in 6 zu sehen, weist jede der Schaufeln einen von dem Fußpunkt 36 bis in die Nähe der Mitte der Spannweite der Schaufel verlaufenden innenliegenden Abschnitt und einen von dort aus radial nach außen bis zu der Spitze 38 sich erstreckenden außenliegenden Abschnitt auf. Die Zickzackkerben 46 brauchen nicht entlang der gesamte Abströmkante der Schaufel ausgebildet zu sein, sondern sind in dem in 6 veranschaulichten Ausführungsbeispiel in erster Linie lediglich längs dem innenliegenden Schaufelblattabschnitt angeordnet, wobei der außenliegende Abschnitt der Abströmkante benachbart der Spitze 38 ohne die Zickzackkerben ausgebildet ist.
  • Auf diese Weise ist die Abströmkante von der Mitte der Spannweite bis zu der Spitze in einer herkömmlichen Weise im Wesentlichen entweder geradlinig oder gekrümmt, ohne durch die Aussparungen örtlich unterbrochen zu sein. Dieses Ausführungsbeispiel der innenliegend gezahnten Abströmkante ist besonders nützlich in Fällen, wo die Druckbelastung der speziellen Rotorschaufeln über die innenliegende Spannweite hinweg überwiegt, für die die gesteigert Mischungseffizienz der gezahnten Abströmkante gewünscht ist.
  • Da das Schaufelblatt, wie in 2 veranschaulicht, eine verdrehte Gestalt aufweist, sind die aerodynamischen Stromlinien zwischen den Rotorschaufeln und den Statorschaufeln in der Nähe der Schaufelspitzen außerdem länger als in der Nähe der Schaufelfußpunkte. Die innenliegend ausgebildete gezahnte Abströmkante kann dann genutzt werden, um die Effizienz der Mischung längs der kürzeren Stromlinien der innenliegenden Schaufelabschnitte zur steigern, anstatt längs der außenliegenden Schaufelblattabschnitte, für die, wenn überhaupt, nur geringe zusätzliche Mischungseffizienz erforderlich ist.
  • 7 veranschaulicht ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Rotorschaufeln, bei dem die mit 46B bezeichneten Zickzackkerben längs dem außen angeordneten Abschnitt der Schaufel angeordnet sind, wobei der innenliegende Abschnitt der Schaufel in der Nähe des Schaufelfußpunkts 36 ohne die Zickzackkerben ausgebildet ist. Dieses Ausführungsbeispiel ist besonders für Rotorschaufeln geeignet, bei denen die Druckbelastung in dem außenliegenden Abschnitt überwiegt, und die Zickzackkerben längs dem innenliegenden Abschnitt von der mittleren Spannweite bis zu dem Fußpunkt im Übrigen nicht erforderlich sind. In den beiden in 6 bzw. 7 veranschaulichten Ausführungsbeispielen ist die radiale Abmessung der gezahnten Abströmkante beschränkt, um die mit der Zähnung verbundenen Druckverluste zu begrenzen, während die Zähnung der Abströmkante gezielt eingesetzt ist, um die Schalldämpfung zu verbessern.
  • Wie oben erwähnt, sind die Zickzackkerben vorzugsweise dreieckig konstruiert, können jedoch eine beliebige sonstige Gestalt aufweisen, die die Dämpfung des Schalls ohne unerwünschte Druckverluste fördert. Beispielsweise sind die in 7 mit 46B bezeichneten Zickzackkerben und die sie definierenden Aussparungen im Gegensatz zu den in 3 veranschaulichten dreieckigen Zickzackkerben und eckigen Aussparungen im Wesentlichen sinusförmig mit bogenförmigen Scheitelpunkten ausgebildet.
  • Ein besonderer Vorteil des in 2 veranschaulichten kräftigen Mischens der Rotornachströmungen mit der zwischen den Schaufeln kanalisierten Primärrotorluft ist, dass es möglich wird, den Abstand zwischen den Rotorschaufeln und den Statorschaufeln 18 entsprechend zu verringern. Da die Zickzackkerben das Mischen zwischen den Rotorschaufeln und den Leitschaufeln fördern, kann der dazwischen vorhandene axiale Abstand mit Blick auf einen vorgegebenen Pegel eines angemessenen Rotorlärms entsprechend reduziert werden. Der reduzierte Abstand zwischen den Stator- und den Rotorschaufeln erlaubt es, das gesamte Triebwerk entsprechend kürzer zu konstruieren, was wiederum dessen Gesamtgewicht senkt. Auf diese Weise wird der Gesamtwirkungsgrad des Triebwerks aufgrund der verbesserten Mischungseffizienz der gezahnten Abströmkanten der Rotorschaufeln entsprechend erhöht.
  • Aus Gründen der Vollständigkeit werden vielfältige Aspekte der Erfindung in den folgenden nummerierten Klauseln aufgeführt:
    • 1. Gezahnte Zweikreisrotorschaufel (14).
    • 2. Schaufel entsprechend Klausel 1, die ein Schaufelblatt (26) mit Anström- und Abströmkanten (32, 34) aufweist, wobei die Abströmkante gezahnt ist.
    • 3. Schaufel entsprechend Klausel 2, bei der die Abströmkante (34) eine Reihe von Aussparungen (44) aufweist, die dazwischen Zickzackkerben (46) definieren.
    • 4. Schaufel entsprechend Klausel 3, wobei die Aussparungen (44) nach hinten hin divergieren, und die Zickzackkerben nach hinten hin konvergieren.
    • 5. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei der die Zickzackkerben (46) dreieckig sind.
    • 6. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei der die Dicke der Zickzackkerben (46) nach hinten hin abnimmt.
    • 7. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei der die Zickzackkerben (46) miteinander in einer Reihe verbunden sind.
    • 8. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei der die Zickzackkerben (46) sich zusammen mit dem Schaufelblatt (26) in einem gemeinsamen aerodynamischen Profil mit diesem erstrecken.
    • 9. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei der die Zickzackkerben (46) bezüglich des Schaufelblatts (26) schräg angeordnet sind.
    • 10. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei dem die Schaufel (26) einander gegenüberliegende Druck- und Saug seiten (28, 30) aufweist, und die Zickzackkerben (46) gegenüber der Druckseite (28) schräg ausgebildet sind.
    • 11. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei der die Schaufel (26) einander gegenüberliegende Druckseiten und Saugseiten (28, 30) aufweist, und die Zickzackkerben (46) gegenüber der Saugseite (30) schräg verlaufen.
    • 12. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei der die Schaufel (26) in Spannweitenrichtung von dem Fußpunkt (36) zur Spitze (38) verlaufende innenliegende und außenliegende Abschnitte aufweist, und bei der die Zickzackkerben (46) längs dem innenliegenden Abschnitt angeordnet sind, wobei der außenliegende Abschnitt benachbart zu der Spitze ohne die Zickzackkerben ausgebildet ist.
    • 13. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei der die Schaufel (26) in Spannweitenrichtung von dem Fußpunkt (36) zur Spitze (38) verlaufende innenliegende und außenliegende Abschnitte aufweist, und bei der die Zickzackkerben (46) längs dem außenliegenden Abschnitt angeordnet sind, wobei der innenliegende Abschnitt benachbart zu dem Fußpunkt (36) ohne die Zickzackkerben ausgebildet ist.
    • 14. Schaufel entsprechend Klausel 3, bei der die Zickzackkerben (46) von dem Fußpunkt (36) bis zur Spitze (38) des Schaufelblatts aneinandergereiht sind.
    • 15. Zweikreistriebwerk 10 mit einer Reihe gezahnter Rotorschaufeln (14), die stromaufwärts einer Reihe von Statorschaufeln (18) angeordnet sind.
    • 16. Zweikreistriebwerk entsprechend Klausel 15, bei dem jede der Rotorschaufeln (14) eine Strömungsfläche (26) mit Anström- und Abströmkanten (32, 34) aufweist, und bei der die Abströmkante gezahnt ist.
    • 17. Zweikreistriebwerk entsprechend Klausel 16, bei dem die Abströmkante (34) eine Reihe von Aussparungen (44) aufweist, die dazwischen Zickzackkerben (46) definieren.
    • 18. Zweikreistriebwerk entsprechend Klausel 17, bei dem die Aussparungen (44) nach hinten hin divergieren, und die Zickzackkerben nach hinten hin konvergieren.
    • 19. Zweikreistriebwerk entsprechend Klausel 18, bei dem die Zickzackkerben dreieckig sind und in ihrer Dicke nach hinten hin abnehmen.
    • 20. Zweikreistriebwerk entsprechend Klausel 19, wobei das Schaufelblatt (26) eine Druckseite und eine ihr entgegengesetzte Saugseite (28, 30) aufweist, und die Zickzackkerben (46) sich sowohl mit der Druckseite als auch mit der Saugseite gemeinsam erstrecken.
    • 21. Zweikreistriebwerk entsprechend Klausel 20, bei dem die Zickzackkerben (46) in einer Reihe miteinander verbunden sind.
    • 22. Zweikreistriebwerk entsprechend Klausel 21, bei der jedes der Schaufelblätter in Spannweitenrichtung von dem Fußpunkt (36) zur Spitze (38) verlaufende innenliegende und außenliegende Abschnitte aufweist, und bei der die Zickzackkerben (46) längs dem innenliegenden Abschnitt an geordnet sind, wobei der außenliegende Abschnitt benachbart zu der Spitze ohne die Zickzackkerben ausgebildet ist.
    • 23. Zweikreistriebwerk entsprechend Klausel 21, bei der jedes der Schaufelblätter in Spannweitenrichtung von dem Fußpunkt (36) zur Spitze (38) verlaufende innenliegende und außenliegende Abschnitte aufweist, und bei der die Zickzackkerben (46) längs dem außenliegenden Abschnitt angeordnet sind, wobei der innenliegende Abschnitt benachbart zu dem Fußpunkt (36) ohne die Zickzackkerben ausgebildet ist.
    • 24. Zweikreistriebwerk entsprechend Klausel 21, bei dem die Zickzackkerben (46) sich von dem Fußpunkt (36) zur Spitze (38) jedes der Schaufelblätter aneinanderreihen.

Claims (7)

  1. Zweikreistriebwerkrotorschaufel, mit: einem Schaufelblatt mit einer Druckseite und einer ihr entgegengesetzten Saugseite, die sich in axialer Richtung zwischen einer Anströmkante (32) und einer Abströmkante (34) und radial zwischen einem innenliegenden Fußpunkt und einer außenliegenden Spitze erstrecken; einem einstückigen Schwalbenschwanz, der bei einer an dem Strömungsflächenfußpunkt angeordneten Plattform mit der Strömungsfläche verbunden ist; wobei die Druck- und Saugseite strömungsmäßig über eine Reihe von Aussparungen (44) verbunden sind, die sich dazwischen erstrecken, um deren radiale Kontinuität längs der Abströmkante (34) zu unterbrechen; und dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen nach hinten hin divergieren, um zwischen sich Zickzackkerben (46) zu definieren, die nach hinten hin in einer axialen Serpentinenkonfiguration der Abströmkante (34) konvergieren, wobei die Zickzackkerben (46) und Aussparungen (44) im Profil im Wesentlichen identisch sind, um die wirksame Oberfläche längs der Abströmkante (34) zur vergrößern.
  2. Schaufelblatt nach Anspruch 1, bei dem die Zickzackkerben (46) dreieckig sind.
  3. Schaufelblatt nach Anspruch 1, bei dem die Dicke der Zickzackkerben (46) nach hinten hin abnimmt.
  4. Schaufelblatt nach Anspruch 1, bei dem die Zickzackkerben (46) miteinander in einer Reihe verbunden sind.
  5. Schaufelblatt nach Anspruch 1, bei dem die Zickzackkerben (46) mit der Strömungsfläche (26) in einem gemeinsamen aerodynamischen Profil erstrecken.
  6. Schaufelblatt nach Anspruch 1, bei dem die Zickzackkerben (46) bezüglich der Strömungsfläche (26) schräg angeordnet sind.
  7. Zweikreistriebwerk (10) mit einer Reihe gezahnter Rotorschaufeln (14), die stromaufwärts einer Reihe von Statorschaufeln (18) angeordnet sind, wobei jede der Rotorschaufeln (14) einem beliebigen der Ansprüche 1 bis 6 entspricht.
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