DE60219083T2 - Verfahren und vorrichtung zum füllen von mehrfach-zigarettenfiltern mit hoher geschwindigkeit - Google Patents

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verwendung bei der Herstellung von Zigarettenfiltern. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einfüllen von teilchenförmigen Stoffen mit hoher Geschwindigkeit in einzelne Hohlräume, die im Verlaufe der Zusammenstellung der Filter durch benachbarte, einzelne Filterkörper gebildet werden.
  • Bei Verbundfiltern, in denen Hohlräume vorhanden sind, die mit teilchenförmigen Stoffen gefüllt sind, ist der Prozentanteil der Füllung der Hohlräume äussert wichtig. Dies beruht darauf, dass die Zigarette, wenn sie in den Mund gesteckt wird, in einer etwa horizontalen Ebene liegt. Dabei zieht die Schwerkraft die teilchenförmigen Stoffe vom oberen Bereich der Höhlung nach unten. Dadurch entsteht oberhalb der teilchenförmigen Stoffe eine ungeschützte, unfiltrierte Umleitung, welche die Durchströmung des Rauches nicht behindert. Die Auswirkung, die diese Umleitung auf die Filterwirkung eines Filters ausübt, wurde noch nicht genau untersucht, kann aber möglicherweise unverhältnismässig gross sein, verglichen mit dem linearen Anteil der Grösse der Umleitung in Bezug auf die Grösse des Filterelements. In der Tat bestimmen die Grundlagen einer Fluidströmung, dass ein Fluid stets die Strömung des geringsten Widerstandes wählt, so dass die Filterwirkung der teilchenförmigen Stoffe durch die Anwesenheit einer solchen Umleitung stark vermindert wird.
  • In der US-Patentschrift Nr. 3'312'152 (Williamson) ist eine Vorrichtung beschrieben, mit welcher versucht wird, die Höhlungen des Filters zu füllen. Bei der Vorrichtung nach Williamson wird das teilchenförmige Material in einzelne Räume zwischen Filterelementen überführt. Die Arbeitsgeschwindigkeit der Vorrichtung ist jedoch begrenzt, weil lediglich die Schwerkraft dazu benutzt wird, die schnell vorgeschobenen Hohlräume zu füllen.
  • Bekannte Maschinen des Standes der Technik, beispielsweise diejenigen, die in den US-Patentschriften Nr. 4'063'494 und 5'908'030 beschrieben sind, enthalten Magazine, die die Form von Rädern aufweisen und mittels Schwerkraft gefüllt werden, und in diese Magazine werden Filtersegmente eingeführt, die nahe aneinander, jedoch im Abstand voneinander liegen und sich auf einem Trägerstreifen aus Papier befinden. Der beladene Streifen wird dann zur Führung und zum Zusammenbau in eine Mulde eingeleitet und einer Füllstation zugeführt, in der das Papier auf Räder geleitet und dort zu einem Aufnahmetrog geformt wird. Wie in der US-Patentschrift Nr. 4'015'514 (Nichols) beschrieben ist, wird quer über benachbarte Filtersegmente ein Vakuum angelegt, um das Befüllen des Hohlraumes zu begünstigen. Weil jedoch sowohl der Abstand der Filtersegmente als auch die Dichte der Celluloseacetat-Fasern veränderlich sind, ist es unmöglich, die Hohlräume gleichmässig zu befüllen. Dies bedeutet, dass das Verfahren zur Aufrechterhaltung eines minimalen Prozentsatzes der Füllung so geleitet werden muss, dass die Hohlräume bis über das gewünschte Niveau hinaus gefüllt, d.h. überfüllt werden müssen. Die Industrie ist bestrebt, diesen Nachteil auszugleichen, indem kein hoher prozentualer Füllungsgrad verlangt wird. Auf diese Weise kann bei dem Verfahren eine hohe Streuung toleriert werden, unter der Voraussetzung, dass ein ausreichend hoher Prozentsatz der Füllung erreicht werden kann.
  • Trotz der Tatsache, dass der von der Industrie verlangte prozentuale Füllungsgrad niedrig ist, ist es trotzdem sehr erwünscht, den Hohlraum vollständig mit Körnchen zu füllen. Wie oben schon ausgeführt wurde, kann der Rauch, wenn der Hohlraum nicht ausreichend gefüllt ist, die jeweilige Füllung umgehen, so dass es den Teilchen der Füllung unmöglich ist, unerwünschte Bestandteile aus dem Rauch auszufiltern.
  • Weiterhin kann ein Überfüllen der Höhlung oder ein Austreten der Teilchen aus den Höhlungen dazu führen, dass Teilchen an äusseren Teilen der Vorrichtung oder am Trägerstreifen aus Papier anhaften und danach nahe der Oberfläche des Endproduktes eingebettet werden, wodurch ein unschöner Fleck oder eine unästhetische Markierung gebildet werden.
  • Es besteht daher ein Bedarf nach einem Verfahren zum vollständigen Befüllen von Filterhohlräumen auf industriell ausführbare Weise. Insbesondere werden ein Verfahren und eine Vorrichtung benötigt, die ein schnelles Befüllen von Filterhohlräumen mit Aktivkohle mit einer Geschwindigkeit über 200 m/min ermöglichen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Ein Verfahren zur Herstellung eines Verbundfiltermaterials wird zur Verfügung gestellt, welches mehrere Schritte aufweist, und das Verfahren ist im Patentanspruch 1 definiert.
  • Demnach wird in einem ersten Schritt ein Trägerstreifen aus Papier auf einem Förderband vorwärts bewegt. Ein Längsrand des Papiers des Trägerstreifens wird der Länge nach umgefaltet. Dann werden faserhaltige Filtersegmente im Abstand voneinander auf dem Trägerstreifen abgelegt. Durch den Abstand der Filtersegmente entstehen zwischen diesen Segmenten Hohlräume. Nun wird der Trägerstreifen mit den darauf abgelegten Filtersegmenten in eine langgestreckte Kammer eingeführt, die zur Führung und zur Unterstützung des Papierstreifens dient und den Umfang der mit Papier umgebenen Segmente fast vollständig umschliesst und dabei eine enge Füllöffnung gegenüber einer Einfüllöffnung für Teilchen, die sich in Vorschubrichtung des Trägerstreifens erstreckt, freilässt. Nahe an der engen Einfüllöffnung wird gleichzeitig ein Vakuum oder ein Absaugdruck angelegt, wobei dieser Unterdruck das nach unten gerichtete Moment eines mittels Schwerkraft zugeführten Stromes von teilchenförmigen Substanzen unterstützt und gleichzeitig lose Teilchen abzieht. Die Hohlräume werden gleichzeitig über eine Länge, die einem vorbestimmten Vorschubweg des Trägerstreifens entspricht, mit den teilchenförmigen Substanzen gefüllt. Sodann wird der längs umgefaltete Rand des Papierstreifens wieder zurückgefaltet und angeklebt, um die Einfüllöffnung zu verschliessen. Andererseits ist es auch möglich, die Öffnung durch einen Verschlussstreifen zu verschliessen, und die Filtersegmente sowie die teilchenförmige Substanz werden eingekapselt. Dann wird der Filterstrang abgelängt, und die Schnittstellen werden dabei registerhaltig gewählt, wodurch einzelne Verbundfiltersegmente erzeugt werden.
  • Es ergibt sich als Merkmal, dass Filterhohlräume schnell und vollständig mit teilchenförmigen Stoffen wie Aktivkohle gefüllt werden können.
  • Ein weiteres Merkmal ist, dass die Dichte der Aktivkohle durch Zusatz eines inaktiven Filtermaterials geregelt werden kann.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines teilweise zusammengesetzten Filtersegmentes der vorliegenden Erfindung.
  • 2 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Ausführung der Erfindung.
  • 3a zeigt in perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Befüllen mit teilchenförmiger Substanz.
  • 3b zeigt eine perspektivische, versetzt geschnittene Ansicht der Füllvorrichtung für teilchenförmige Substanzen, wobei die Schnittebene in der Ebene A in 3a liegt.
  • 3c ist eine Vorderansicht des Querschnittes aus 3b.
  • 3d ist eine Vorderansicht eines Querschnitts der Füllvorrichtung, für teilchenförmiges Material, geschnitten in der Ebene B, gemäss 3a.
  • 3e ist eine perspektivische Querschnittsansicht der Vorrichtung aus 3a, im Schnitt entlang der Ebene C in 3d.
  • 4 ist ein Fliessdiagramm des erfindungsgemässen Verfahrens.
  • Einzelbeschreibung des bevorzugten Ausführungsform
  • Es werden eine Vorrichtung 10 und ein Verfahren 12 zur Herstellung eines Verbundfiltermaterials 14 mit Hohlräumen 16 (siehe insbesondere 2), die mit einem teilchenförmigen Material 20 gefüllt sind, beschrieben. Wie aus 1 hervorgeht, ist der Hohlraum 20 durch den Zwischenraum zwischen zwei Filterelementen 22 definiert, welche üblicherweise in Form von Celluloseacetat-Filtern vorliegen. Der teilchenförmige Stoff 20 ist bevorzugt Aktivkohle 24, kann aber auch eine beliebige andere aktive oder inaktive Komponente einschliesslich Sepiolith, Kieselgel und nichtaktivem Kohlenstoff sein. Diese teilchenförmigen Stoffe 20 können auch Aromateilchen enthalten.
  • Die Vorrichtung 10, mit deren Hilfe das Verfahren 12 ausgeführt werden kann, entspricht im wesentlichen derjenigen, die in der US-Patentschrift Nr. 4'223'597 beschrieben ist und bei der das Verfahren zum Füllen, die Füllvorrichtung 12 der Patentschrift '597 und die Aufnahmeeinrichtung verbessert wurden.
  • Es wird nun Bezug auf 2 genommen, in der die Vorrichtung 10 in Einzelheiten dargestellt ist. Die Vorrichtung 10 enthält einen Grundkörper 26, einen Streifenförderer 30, einen Trichter 32, ein Förderband 34, einen Bunker 36 mit einer festen Substanz 20, eine Trennkammer 40 sowie eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Unterdruckes 42, und die einzelnen Bestandteile der Vorrichtung sind über Vakuumleitungen (beispielsweise 44, 46) oder andere Leitungen miteinander verbunden.
  • Beim Betrieb erzeugt die Vorrichtung zur Bildung eines Vakuums 42 einen Unterdruck in der Trennkammer 40, indem Luft durch die Abgasleitung 92 nach aussen gefördert wird. Der Zyklon mit Filter 56 filtert Staub aus der Luft, in der teilchenförmiges Material 20 suspendiert ist, welches durch die Vakuumleitungen 44 aus der Füllvorrichtung 64 abgezogen wird. Der Unterdruck evakuiert teilchenförmiges Material, das sich lose in der Füllvorrichtung 64 befindet, über die Abzugsschlitze 60, die sich beiderseits der Öffnung 62 gegenüber den Hohlräumen 16 befindet. Teilchenförmiges Material 20 in der Luft fällt in der Trennkammer 40 nach unten und wird über das abgedichtete Zellenrad 52, das als Luftschleuse dient, in den Bunker 36 gefördert. Das Zellenrad 52 ermöglicht, dass in der Trennkammer 40 und im Bunker 36 unterschiedliche Drücke herrschen, wobei der Druck im Bunker im wesentlichen dem Atmosphärendruck entspricht. Eine Zufuhrleitung 54 dient dazu, in den Bunker festes Material 20 einzufüllen, wenn ein Bedarf besteht. Der Bunker 36 legt auf dem Förderband 34 teilchenförmiges Material 20 ab. Das Förderband 34 fördert das feste Material 20 aus dem Bunker 36 an eine Stelle oberhalb des Trichters 32 und anschliessend in diesen Trichter 32. Der trichterförmige Einlass 33 des Trichters 32 besitzt eine weite Öffnung, die sich in Richtung der Feststoffströmung verengt, wodurch die teilchenförmige Substanz 20 beschleunigt wird.
  • Der Grundkörper 26 und die Fördervorrichtung 30 für den Papierstreifen führen und positionieren den Streifen 50 (der in 3a gezeigt ist) in der Füllvorrichtung 64. Der Trichter 32 leitet festes Material 20 in die Hohlräume 16. Das feste Material 20 gelangt durch die Schwerkraft und in begrenztem Masse unterstützt durch einen Unterdruck (angelegt über die Abzugsschlitze 60) vom Förderband 34 in die Füllvorrichtung.
  • Es wird nun auf die 3a bis 3e, in denen die eigentliche Füllvorrichtung 64 der Vorrichtung 10 dargestellt ist, Bezug genommen. Zum Zwecke der Übersichtlichkeit wurden die Schnitte A und B quer zur Vorschubrichtung und der Schnitt C entlang der Bewegungsrichtung des Filtermaterials 14 ausgeführt.
  • Die Füllvorrichtung 64 umfasst einen unteren Grundkörper 66 und einen Aufsatz mit einem linken Teil 70 und einem rechten Teil 72. Der untere Grundkörper 66 wird von einem Verteiler 74 überdeckt, auf dem der Trichter 32 montiert ist, welcher zwei endständige Kappen 76 und 80 aufweist. Der Verteiler 74 definiert Durchgänge für ein Vakuum, nämlich die Abzugsschlitze 60, die Kanäle 82 und 84 und die Ausgänge 86 und 90. Die Ausgänge 86 und 90 sind mit den Vakuumleitungen 44 verbunden. Das Vakuum erleichtert den Einzug der Teilchen 20 in jeden Hohlraum 16, und gleichzeitig werden Teilchen abgesaugt, die seitlich von der Öffnung 62 auf die offenen Bereiche des Filtersegments 22 fallen.
  • Wie nun aus 4 hervorgeht, enthält das Verfahren 12 mehrere Schritte. In einem ersten Schritt 100 bewegt sich ein Papierband, d.h. der Trägerstreifen 50, auf dem Bandförderer 30. Ein Längsrand 102 des Trägerstreifens 50 aus Papier wird nach hinten zurückgefaltet, wodurch eine Falte 104 entsteht. In einem zweiten Schritt 106 werden aus Fasern erzeugte Filtersegmente 22 im Abstand voneinander auf den Trägerstreifen 50 aufgelegt. Der Abstand zwischen zwei benachbarten Filtersegmenten 22 definiert Hohlräume 16. In einem dritten Schritt 108 wird der Trägerstreifen, zusammen mit den aufgebrachten Filtersegmenten,, 22 entlang eines Übertragungsweges 110 in den Grundkörper 26 eingeführt, der den Umfang der Segmente 22 praktisch vollständig umgibt und nur eine enge Füllöffnung 62 frei lässt, die im allgemeinen eine Breite zwischen 2 und 3 mm aufweist und gegenüber einer Einfüllöffnung 112 für teil chenförmiges Material liegt. Die Einfüllöffnung 112 ist in Richtung der Bewegung 110 des Trägerstreifens 50 langgestreckt, was durch den Pfeil Y in 3e angedeutet ist.
  • In einem vierten Schritt 114 wird gleichzeitig ein Unterdruck oder ein Vakuum an die Abzugsschlitze 60 an einander gegenüberliegenden Seiten in der Nähe der engen Öffnung 62 angelegt, wobei der Unterdruck ein nach unten gerichtetes Schwerkraftmoment verstärkt, wodurch der Strom der teilchenförmigen Substanz 20 durch das Vakuum begünstigt wird, und lose Teilchen der Substanz 20 (auch als Überfüllung bezeichnet) absaugt. Dadurch wird auch vermieden, dass Teilchen 20 zwischen einem Überlappungsbereich 116 (auf den dann die Faltung 104 des Streifens aufgeklebt wird) und der Faltung eingeschlossen werden, wenn der umgefaltete Bereich 104 über die enge Öffnung 62 zurückgefaltet wird, um die Öffnung zu verschliessen. Solche eingeschlossenen Teilchen 20 werden als Fehlerstellen im Produkt angesehen und können dazu führen, dass eine Produktionscharge zurückgewiesen wird. In einem fünften, gegebenenfalls ausgeführten Schritt 118 werden dann die durch das Vakuum abgesaugten Teilchen einer Wiederverwendung zugeführt und wieder unter Druck gesetzt, wenn sie durch die Luftschleuse 52 hindurchtreten, und sie werden dann im Bunker 36 wieder abgelagert. Auf diese Weise werden Fehlerstellen im Erzeugnis vermieden.
  • In einem sechsten Schritt 120 werden die Hohlräume 16 gleichzeitig mit der teilchenförmigen Substanz 20 über eine vorbestimmte Länge L (siehe 3e) gefüllt, die dem Vorschubweg 110 des Trägerstreifens 50 entspricht. In einem siebten Schritt 122 wird der umgefaltete Rand 104 wieder zurückgefaltet und aufgeklebt, um die Füllöffnung 62 zu verschliessen. Auf alternative Weise wird ein Verschlussstreifen, wie er in der US-Patentschrift Nr. 4'225'59 be schrieben ist, auf die Öffnung 62 aufgebracht, um diese zu verschliessen, und auf diese Weise werden die Filtersegmente 22 und die teilchenförmige Substanz 20 eingekapselt, wodurch ein Filtermaterial in Strangform entsteht, das aus dem Grundkörper 26 austritt. In einem achten Schritt 124 wird dann dieses Filtermaterial in einzelne Filter zerschnitten, wobei der Schnitt mit Passgenauigkeit ausgeführt wird, derart, dass mitten durch die Filtersegmente 22 aufgetrennt wird, und man erhält einzelne Verbundfiltersegmente, die zusammen mit Papier und Tabak zu einer Zigarette weiterverarbeitet werden.
  • Experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass bei der Anwendung des Verfahrens 12, und unter Benutzung der Vorrichtung 10 der Erfindung,, der Prozentsatz der Füllung bis zu einem Füllgrad von 95% direkt proportional der Strömungsgeschwindigkeit der teilchenförmigen Substanz ist. Daher ermöglicht das Verfahren 12 die leichte und genaue Einstellung des Prozentgrades der Füllung auf die Vorgaben eines Kunden.
  • Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung besteht die teilchenförmige Substanz 20 aus einer Aktivsubstanz (Aktivkohle 24) und einer inaktiven Substanz (beispielsweise einem inerten Füllstoff 25). Die Form der Körnchen ist sehr wichtig, sowohl für eine aktive als auch für eine inaktive teilchenförmige Substanz, da diese Eigenschaft die Geschwindigkeit beeinflusst, mit der die Substanz gegen die enge Öffnung des Hohlraumes beschleunigt werden kann. Auf diese Weise kann die Menge an Aktivkohle 24 im Filter auf der Grundlage von Versuchen angepasst und optimiert werden. Weiterhin kann die Auswirkung der aktiven Substanz 24 auf den Geschmack und die Filtereigenschaften der Zigarette ebenfalls eingestellt werden. Eine Einstellung der Menge an Aktivkohle 24 ist auf diese Weise (durch Zugabe eines Füllstoffes) notwendig, weil es nicht möglich ist, die Grösse der Höhlung 16 zu vermindern, da die Länge der Öffnung 62 zwischen den Filterelementen 22 veränderlich ist (d.h. die Geschwindigkeit des Betriebes der Gesamtvorrichtung ist derart, dass die Filterelemente 22 auf dem Trägerstreifen 50 nicht sehr genau angeordnet werden können und ihr Abstand gegenüber einer idealen relativen Position um bis zu 0,5 mm in jeder Richtung schwanken kann). Weiterhin ist Aktivkohle 24, das am meisten verwendete und am besten zugängliche aktive Filtermaterial, nur in einem einzigen Zustand lieferbar. Es ist nicht möglich, die Aktivkohle 24 zu einem wirtschaftlichen Preis in einem Zustand zu erhalten, der beispielsweise nur 50% aktiv ist. Ausserdem kann der Prozentanteil von aktiver im Vergleich zu inaktiver Substanz dadurch genau eingestellt werden, dass man die aktive und die inaktive Substanz schon vor dem Einleiten des Gemisches in den jeweiligen Bunker 40 der Anlage 10 vermischt.
  • Gemäss einem Vorteil der Erfindung ist es möglich, das Abfüllen mit einer Geschwindigkeit von 250 m/min auszuführen, d.h. fünfmal schneller als mit anderen vergleichbaren Verfahren, die den Filterhohlraum vollständig füllen.
  • Gemäss einem weiteren Vorteil der Erfindung ist es nun möglich, die Filterhohlräume als Funktion der Zufuhrgeschwindigkeit und der Länge der gestreckten Füllöffnung vollständig zu füllen (eine Füllung bis zu 100 kann erhalten werden).
  • Zahlreiche Änderungen und Anpassungen sind bei den hier beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung möglich. Es wurden bestimmte Ausführungsformen der Erfindung als Veranschaulichung gezeigt und beschrieben, und in der oben stehenden Beschreibung wird eine ganze Anzahl von Änderun gen, Abweichungen und Ersatzhandlungen in Betracht gezogen. In manchen Fällen können einige Merkmale der vorliegenden Erfindung benutzt werden, ohne dass eine entsprechende Verwendung anderer Merkmale vorgenommen wird. Demgemäss soll die oben stehende Beschreibung in ihrem weitesten Sinne verstanden werden, und zwar lediglich zum Zwecke einer Veranschaulichung und als Beispiel. Der Geltungsbereich der Erfindung ist lediglich durch die anliegenden Patentansprüche eingeschränkt.

Claims (8)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Verbundfiltermaterials mit den folgenden Verfahrensschritten: a) Ablage von faserigen Filtersegmenten im Abstand voneinander auf einem Trägerstreifen, wodurch zwischen benachbarten Filtersegmenten Hohlräume gebildet werden; b) Einführen des Trägerstreifens mit den darauf befindlichen Filtersegmenten längs eines Verschiebungswegs in eine langgestreckte Trägerkammer, die den Umfang des die Filtersegmente unterstützenden Trägerstreifens im wesentlichen umschliesst, und die eine enge Füllöffnung gegenüber einer Einfüllöffnung einer Befüllungsanordnung für teilchenförmiges Material freilässt, Anlegen eines Vakuums oder eines Saugdrucks, Befüllen der Hohlräume und Anlegen eines Verschlussbereiches, welcher die Filtersegmente mit dem teilchenförmigen Material verschliesst, dadurch gekennzeichnet, c) dass sich die enge Füllöffnung, welche gleichzeitig mehreren Hohlräumen gegenüberliegt, entlang der Bewegungsrichtung des Trägerstreifens in Längsrichtung über eine Länge erstreckt, welche einem vorbestimmten Vorschubweg des Trägerstreifens entspricht; d) dass das Vakuum bzw. der Saugdruck gleichzeitig benachbart zur engen Füllöffnung angelegt wird, wobei die Saugwirkung die nach unten gerichtete Bewegungskraft eines von der Schwerkraft bewirkten Zufuhrstroms des teilchenförmigen Materials verstärkt sowie loses teilchenförmiges Material abgesaugt wird; e) dass die Hohlräume mit teilchenförmigem Material gleichzeitig über einer Länge, die einem vorbestimmten Vorschubweg des Trägerstreifens entspricht, befüllt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Absaugen über zwei Saugzuführungen erfolgt, von denen sich je eine an gegenüberliegenden Rändern der engen Füllöffnung befindet.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das teilchenförmige Material ein Gemisch aus aktiven und inaktiven Komponenten darstellt.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das teilchenförmige Material aromatische Teilchen enthält.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das abgesaugte teilchenförmige Material wiederverwendet wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Filtermaterial durch die Filtersegmente abgelängt wird, um einzelne Verbundfiltersegmente zu erzeugen.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Befüllungsanordnung eine trichterförmige Öffnung enthält, welche sich in Richtung des ankommenden Stromes der Teilchen öffnet und dadurch die Führung und die Geschwindigkeit beim Einleiten des teilchenförmigen Materials in die Hohlräume unterstützt.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die enge Füllöffnung eine Öffnungsweite zwischen 2 und 3 mm aufweist.
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