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Die
vorliegende Erfindung betrifft Luftreifen und insbesondere die Anordnung
von Verstärkungen
zur Festigung der Karkasse sowie ihre Verankerung in den Wülsten.
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Die
Druckschrift
WO 98/54 006 hat
kürzlich
eine neuartige Karkassenarmierung eines Luftreifens und ihre Verankerung
in dessen Wülsten
vorgeschlagen. Diesen Anmeldungen entsprechend umfasst ein Luftreifen
eine Oberseite, zwei Flanken und zwei Wülste, eine Karkassenarmierung
mit ersten Verstärkungen,
die nebeneinander liegend angeordnet, umfangsmäßig in mindestens einer Umfangsaufstellung
von einer Wulst zu einer Flanke aufgestellt sind, und die in der
Wulst verankert ist, und eine Oberseitenarmierung, wobei jede der
Wülste
einen Verankerungsbereich umfasst, der das Festhalten der Karkassenarmierung
ermöglicht
und mindestens eine zweite Verstärkung
umfasst, die umfangsmäßig ausgerichtet
ist und mit einem daneben liegenden Abschnitt der Karkassenarmierung über eine
gummiartige Verankerungsmischung zusammenwirkt. Diese gummiartige
Verankerungsmischung ist derart ausgestaltet, dass ihr Elastizitätsmodul
bei einer Verformung von 10 % größer ist
als 20 MPa, und bevorzugt größer als
30 MPa.
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Dieser
neue Aufbau der Luftreifenwülste
ergibt ausgezeichnete Ergebnisse, insbesondere bezüglich der
Haltbarkeit. Die Anmelderin hat jedoch festgestellt, dass die hohe
Steifigkeit dieser Wülste
zu Schwierigkeiten bei der Montage und Demontage der Luftreifen
führen
könnte,
insbesondere bei manueller Montage und Demontage, insbesondere bei
großen
Luftreifen wie etwa Luftreifen für
Lastwagen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, dieses Problem zu lösen.
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Nachstehend
versteht man unter:
- – "Verstärkung" sowohl Monofilamente als auch Multifilamente
oder Verbindungen wie Kabel, Zwirne oder aber eine beliebige Art
von gleichwertiger Verbindung, und zwar unabhängig von Material und Behandlung dieser
Verstärkungen,
z.B. Oberflächenbehandlung
oder Ummantelung oder Vorschlichten um die Haftung auf dem Gummi
zu unterstützen;
- – "Kontakt" zwischen einer Verstärkung und
einer gummiartigen Verankerungsmischung die Tatsache, dass mindestens
ein Teil des Außenumfangs
der Verstärkung
sich in engem Kontakt mit der gummiartigen Verankerungsmischung
befindet; sollte die Verstärkung
eine Beschichtung oder eine Ummantelung umfassen, so bedeutet der
Begriff Kontakt, dass der Außenumfang
dieser Beschichtung bzw. dieser Ummantelung sich in engem Kontakt
mit der gummiartigen Verankerungsmischung befindet;
- – "axial" eine Richtung parallel
zur Drehachse des Luftreifens; diese Richtung kann "axial innen" sein, wenn sie zum
Inneren des Luftreifens gerichtet ist, und "axial außen" sein, wenn sie zum Äußeren des Luftreifens gerichtet
ist;
- – "radial" eine Richtung, die
durch die Drehachse des Luftreifens geht und dazu rechtwinklig ist;
diese Richtung kann "radial
innen" oder "radial außen" sein, je nachdem,
ob sie auf die Drehachse des Luftreifens oder auf das Äußere des
Luftreifens gerichtet ist;
- – "Elastizitätsmodul" einer gummiartigen
Mischung ein Ausdehnungssekantenmodul bei 10 % Verformung und Umgebungstemperatur,
wobei die Messung nach einem ersten Anpassungszyklus bis zu 10 %
Verformung ausgeführt
wird:
- –wobei ε10 gleich
0,1 ist; wobei E10: Ausdehnungssekantenmodul
bei 10 % Verformung; F10: Ausdehnungskraft
bei 10 % Ausdehnung; S0: Anfangsquerschnitt
des Prüfstücks; S:
Querschnitt des Prüfstücks bei
der Ausdehnungsverformung ε,
bei einem Material aus Gummi, bekannt ist, dass:und ε10:
Ausdehnungsverformung bei 10 %.
- – "Tg" eines Elastomers
die Glasübergangstemperatur
desselben, gemessen durch Differentialthermoanalyse;
- – "statischer Dauerstandversuch" einen Versuch, bei
dem man Prüfstücke vorbereitet,
von denen der Nutzteil 70 mm lang, 5 mm breit und 2,5 mm dick ist
(diese Prüfstücke werden
aus 2,5 mm dicken vulkanisierten Platten geschnitten); die Prüfstücke legt
man in einen Heizschrank bei 150°C
und hängt
sofort ein Gewicht von 3 kg daran; der Versuch erfolgt somit mit
einer Anfangsspannung von: wobei M: angewendetes Gewicht,
g: Erdbeschleunigung und So Anfangsquerschnitt des Messprüfstücks; es
wird zeitabhängig
die Dehnung des Nutzteils des Prüfstücks gemessen;
die "statische Kriechrate" entspricht der Verformungsänderung
innerhalb einer gegebenen Zeit, z.B. von 3 bis 5 Versuchsstunden: wobei: Δε = ε(t2) – ε(t1) Änderung
der Verformung, gemessen während Δt = t2 – t1 in Minuten(mn);
- – "Strömungsmessversuch" einen abwechselnden
Scherversuch bei einer Verformung von ±0,2 Grad, einer Frequenz
von 100 Zyklen/mn, einer Temperatur von 197°C und einer Dauer von 10 mn;
Strömungsmesser der
Firma Monsanto; der Versuch erfolgt an einer Scheibe aus Rohmischung,
es wird die Entwicklung während
der 10 mn des Drehmoments aufgezeichnet, das sich aus der Scherung
ergibt, die zwischen den beiden Seiten der Scheibe auferlegt wird;
hier ist insbesondere die Entwicklung des Drehmoments nach dem gemessenen
Maximum zu beachten, bleibt das gemessene Drehmoment gleich, liegt
keine Umkehr vor, d.h. keine Verringerung der Steifigkeit des Prüfstücks, nimmt
das gemessene Drehmoment ab, wird angegeben, dass eine Umkehr vorliegt;
das Umkehrphänomen
bezeugt eine Verringerung der Steifigkeit des Prüfstücks unter den Versuchsbedingungen;
es handelt sich um einen Versuch der thermischen Stabilität der Mischung
bei hohen Temperaturen; man beachte: die Umkehrrate nach dem Versuch;
Cmax ist das maximale gemessene Drehmoment,
und C10 ist das nach 10 Versuchsminuten
gemessene Drehmoment;
- – "eine umfangsmäßig ausgerichtete
Verstärkung" eine im Wesentlichen
parallel zur Umfangsrichtung des Luftreifens ausgerichtete Verstärkung, d.h.
die mit dieser Richtung einen Winkel bildet, der um nicht mehr als
fünf Grad
von der Umfangsrichtung abweicht; und
- – "eine radial ausgerichtete
Verstärkung" eine Verstärkung, die
im Wesentlichen in ein und derselben axialen Ebene oder einer mit
einer Axialebene einen Winkel von weniger oder gleich 10 Grad bildenden
Ebene enthalten ist.
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Ein
erfindungsgemäßer Luftreifen
umfasst eine Oberseite, zwei Flanken und zwei Wülste, eine Karkassenarmierung
mit ersten Verstärkungen,
die nebeneinander liegend angeordnet, umfangsmäßig in mindestens einer Umfangsaufstellung
von mindestens einer der Wülste
aus zu der einen der Flanken hin aufgestellt sind, und die in der
Wulst verankert ist, und eine Oberseitenarmierung, wobei die Wulst
einen Verankerungsbereich umfasst, welcher die Halterung der Karkassenarmierung
ermöglicht,
und umfassend mindestens eine zweite Verstärkung, die umfangsmäßig ausgerichtet
ist und mit einem Abschnitt neben der Karkassenarmierung über eine
gummiartige Verankerungsmischung zusammenwirkt, welche mit der zweiten
Verstärkung
und den daneben liegenden Teilstücken
der ersten Verstärkungen
in Kontakt steht. Dieser Luftreifen ist dadurch gekennzeichnet,
dass die gummiartige Verankerungsmischung ein Elastizitätsmodul
bei einer Verformung von 10 % zwischen 10 und 20 MPa aufweist, und
dass die gummiartige Verankerungsmischung mindestens ein synthetisches
Elastomer umfasst, das zu der Gruppe der SBR und der Polybutadiene
gehört,
mit einem Gesamtanteil von synthetischem Elastomer von mehr als
50 % des Gesamtgewichts der Elastomere.
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Sehr überraschenderweise
hat die Anmelderin festgestellt, dass diese gummiartige Verankerungsmischung
trotz ihrer Steifigkeit, die im Gegensatz zu dem, was zuvor empfohlen
wurde, viel geringer ist, es erlaubt, sehr zufriedenstellende Haltbarkeitseigenschaften
der betroffenen Wülste
zu behalten.
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Bevorzugt
liegt der Gesamtanteil des synthetischen Elastomers zwischen 55
und 65 % des Gesamtgewichts der Elastomere.
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Bei
mehr als 65 % wird die Rohklebrigkeit der Verbindungsgummiharze
unzureichend, und dies führt zu
Problemen bei der Anfertigung der Wülste der Luftreifen, wohingegen
sich bei weniger als 55 % die Beständigkeit der gummiartigen Verankerungsmischungen
unter einer statischen Kriechbeanspruchung bei hohen Temperaturen
verschlechtert.
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Die
gummiartige Verankerungsmischung umfasst bevorzugt einen SBR mit
einer Tg zwischen –70
und –25°C mit einem
Gewichtsanteil von mehr als 20 % des Gesamtgewichts der Elastomere.
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Sie
kann auch ein Polybutadien mit einer Tg zwischen –110 und –90°C mit einem
Gewichtsanteil von weniger als 40 % des Gesamtgewichts der Elastomere
umfassen.
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Das
Vorhandensein von Polybutadien verbessert nämlich die thermische Stabilität der gummiartigen Verankerungsmischung
bei hohen Temperaturen, bei mehr als 40 % des Gesamtgewichts der
Elastomere ist die gummiartige Verankerungsmischung jedoch schwer
auszubilden.
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Aufgabe
der Erfindung ist auch ein Luftreifen, umfassend eine Oberseite,
zwei Flanken und zwei Wülste,
eine Karkassenarmierung mit ersten Verstärkungen, die nebeneinander
liegend angeordnet, umfangsmäßig in mindestens
einer Umfangsaufstellung von mindestens einer der Wülste aus
zu der einen der Flanken hin aufgestellt sind, und die in der Wulst
verankert ist, und eine Oberseitenarmierung, wobei die Wulst einen Verankerungsbereich
umfasst, welcher die Halterung der Karkassenarmierung ermöglicht,
und umfassend mindestens eine zweite Verstärkung, die umfangsmäßig ausgerichtet
ist und mit einem Abschnitt neben der Karkassenarmierung über eine
gummiartige Verankerungsmischung zu sammenwirkt, welche mit der zweiten Verstärkung und
den daneben liegenden Teilstücken
der ersten Verstärkungen
in Kontakt steht, dadurch gekennzeichnet, dass die gummiartige Verankerungsmischung
ein Elastizitätsmodul
bei einer Verformung von 10 % zwischen 10 und 20 MPa aufweist, und
dass die gummiartige Verankerungsmischung, ohne zu zerreißen, eine
statische Kriechbeanspruchung bei 150°C unter einer ursprünglichen
Belastung von 2,35 MPa mindestens 5 Stunden lang aushält.
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Bevorzugt
weist die gummiartige Verankerungsmischung eine statische Kriechrate
bei 150°C
unter einer ursprünglichen
Belastung von 2,35 MPa von weniger als 2,10–3/mm
zwischen 3 und 5-stündiger
Beanspruchung auf.
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Aufgabe
der Erfindung ist auch ein Luftreifen, umfassend eine Oberseite,
zwei Flanken und zwei Wülste,
eine Karkassenarmierung mit ersten Verstärkungen, die nebeneinander
liegend angeordnet, umfangsmäßig in mindestens
einer Umfangsaufstellung von mindestens einer der Wülste aus
zu der einen der Flanken hin aufgestellt sind, und die in der Wulst
verankert ist, und eine Oberseitenarmierung, wobei die Wulst einen Verankerungsbereich
umfasst, welcher die Halterung der Karkassenarmierung ermöglicht,
und umfassend mindestens eine zweite Verstärkung, die umfangsmäßig ausgerichtet
ist und mit einem Abschnitt neben der Karkassenarmierung über eine
gummiartige Verankerungsmischung zusammenwirkt, welche mit der zweiten Verstärkung und
den daneben liegenden Teilstücken
der ersten Verstärkungen
in Kontakt steht, dadurch gekennzeichnet, dass die gummiartige Verankerungsmischung
ein Elastizitätsmodul
bei einer Verformung von 10 % zwischen 10 und 20 MPa aufweist, und
dass die gummiartige Verankerungsmischung nach 10 mn auf 197°C eine Umkehrrate
von weniger als 10 % und bevorzugt weniger als 5 % aufweist.
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Die
erfindungsgemäßen Luftreifen
sind bevorzugt derart ausgestaltet, dass die ersten Verstärkungen Hin-
und Rückwege
bilden, die nebeneinander liegend angeordnet sind, wobei in der
Wulst Schleifen jeweils einen Hinweg mit einem Rückweg verbinden.
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Die
Erfindung wird nun anhand der folgenden Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen:
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1 einen
Teilquerschnitt, der im Wesentlichen eine Flanke und eine Wulst
eines erfindungsgemäßen Luftreifens
zeigt;
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2 einen
Teilquerschnitt, der im Wesentlichen eine Flanke und eine Wulst
eines zweiten erfindungsgemäßen Luftreifens
zeigt;
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3 eine
perspektivische Ansicht, die schematisch die Anordnung eines Teils
der Festigungsverstärkungen
zeigt; und
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4 die
Ergebnisse von statischen Dauerstandversuchen.
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In 1 sind
in einem Teilquerschnitt eine Wulst und eine Flanke eines erfindungsgemäßen Luftreifens
abgebildet. Dieser Luftreifen umfasst eine Flanke 1 neben
einer Wulst 2. Eine Karkassenarmierung 3 erstreckt
sich umfangsmäßig von
der Wulst 2 zur Flanke 1 und umfasst bei dem abgebildeten
Beispiel eine Umfangsaufstellung von ersten Verstärkungen 4.
Die ersten Verstärkungen 4 sind
radial in den Wülsten
und den Flanken ausgerichtet und sind in einem Verankerungsbereich 20 der
Wulst 2 verankert. Der Verankerungsbereich 20 umfasst
zwei Hauptelemente. Zwei Umfangswicklungen 41 und 42 von
zweiten Verstärkungen 7,
die auf beiden Seiten der Teilstücke 40 der
ersten Verstärkungen 4 angeordnet
sind, wirken mit einer gummiartigen Verankerungsmischung 9 zusammen.
Diese gummiartige Verankerungsmischung 9 wird auf beiden
Seiten der Teilstücke 40 der
ersten Verstärkungen 4 zwischen
diesen Teilstücken
und den Umfangswicklungen 41, 42 der zweiten Verstärkungen 7 angeordnet.
Diese gummiartige Verankerungsmischung 9 steht in unmittelbarem Kontakt
mit mindestens einem Abschnitt des Umfangs der ersten 4 und zweiten
7 Verstärkungen,
die in dem Verankerungsbereich 20 vorhanden sind. Bei dem
dargestellten Beispiel steht die gummiartige Verankerungsmischung 9 in
Kontakt mit allen Teilstücken 40 der
ersten Verstärkungen 4,
die in dem Verankerungsbereich 20 axial auf beiden Seiten
davon angeordnet sind, und füllt
die Zwischenräume
zwischen den ersten nebeneinander liegenden Verstärkungen.
Dieser unmittelbare Kontakt zwischen der gummiartigen Verankerungsmischung 9 und
den ersten 4 und zweiten 7 Verstärkungen
in dem Verankerungsbereich 20 ist wesentlich, damit es
zu einer guten mechanischen Zusammenwirkung zwischen den zweiten
Verstärkungen 7 und
der gummiartigen Verankerungsmischung 9 kommt, um die Teilstücke 40 der
ersten Verstärkungen 4 in
dem Verankerungsbereich 20 der Wulst 2 fest zu
verankern und die Beanspruchungen wieder aufzunehmen, welche die
ersten Verstärkungen 4 erfahren,
insbesondere durch den Reifendruck des Luftreifens. Die zweiten
Verstärkungen 7 sind
im Wesentlichen nicht dehnbar und können Metallkabel sein. Die
ersten Verstärkungen
können
normalerweise Textilverstärkungen
mit einem hohen Elastizitätsmodul,
wie etwa Aramidverstärkungen,
sein.
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Axial
innen im Verhältnis
zur Umfangswicklung der zweiten Verstärkungen 41 ist eine
gewöhnliche gummiartige
Mischung 10 zu finden, die "Innengummi" genannt wird. Axial außen im Verhältnis zur
Umfangswicklung der zweiten Verstärkungen 42 sind eine
Füllmischung 11 und
eine Schutzmischung 12 zu finden, und radial außen werden
diese nach und nach durch eine Flankenmischung 13 ersetzt.
Radial außerhalb
des Verankerungsbereichs 20 befinden sich die ersten Verstärkungen 4 der
Karkassenarmierung 3 in unmittelbarem Kontakt mit einer
Mischung 14.
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Die
ersten 4 und zweiten 7 Verstärkungen
dieser Luftreifenwulst befinden sich in Kontakt mit zwei verschiedenen
gummiartigen Mischungen, der gummiartigen Verankerungsmischung 9 im
Verankerungsbereich 20 und der Mischung 14 radial
außen.
Die gummiartige Verankerungsmischung weist als mechanische Haupteigenschaft
eine ausgezeichnete Kriechfestigkeit zusammen mit einem Elastizitätsmodul
zwischen 10 und 20 MPa auf. Die Mischung 14 weist normalerweise
eine geringere Steifigkeit auf, mit einem Modul zwischen 3 und 10
MPa.
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2 stellt
eine andere Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Luftreifenwulst
dar. Dieser Luftreifen ist dazu gedacht, schwere Straßenfahrzeuge
auszustatten. Die Karkassenarmierung 3 besteht aus zwei Umfangsaufstellungen 4 und 5 aus
ersten Verstärkungen,
die in dieser Figur den beiden Verstärkungsteilstücken 40 und 50 entsprechen.
Im Falle des hier beschriebenen erfindungsgemäßen Luftreifens sind die beiden Verstärkungsteilstücke 40 und 50 radial
in der Flanke 1 ausgerichtet und bestehen aus Aramidfasern.
Die ersten Verstärkungsteilstücke 40 und 50 sind
parallel angeordnet und sind durch eine gummiartige Verankerungsmischung 6 getrennt.
Im Verankerungsbereich 20 der Wulst 2 dieses Luftreifens
sind die beiden Umfangsaufstellungen 4, 5 der
ersten Verstärkungen
durch die Umfangswicklungen 41, 42, 51, 52 und 61 der
zweiten Verstärkungen 7 verankert,
die axial auf beiden Seiten der ersten Verstärkungsteilstücke 40 und 50 angeordnet sind
und mit den Abschnitten der ersten Verstärkungen durch eine gummiartige
Verankerungsmischung 9 verbunden sind. Die Wicklungen oder
Stapel von zweiten Umfangsverstärkungen
können
vorteilhaft spiralförmige Verstärkungswicklungen
sein. Bei diesem Beispiel sind diese zweiten Umfangsverstärkungen
spiralförmig
aufgewickelte Metallkabel. Die gummiartige Verankerungsmischung 9 steht
in unmittelbarem Kontakt mit den Umfangsverstärkungen und den radialen Verstärkungen.
Diese gummiartige Verankerungsmischung vermeidet jeglichen Kontakt
einer Ver stärkung
mit einer anderen. Diese Struktur ermöglicht es, die Spannung wieder
aufzunehmen, die sich in den Verstärkungsabschnitten 40, 50 beim
Aufpumpen des Luftreifens entwickelt.
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Die
gummiartige Verankerungsmischung 6 besteht bei dem dargestellten
Beispiel aus drei gummiartigen Mischungen unterschiedlicher Steifigkeit.
Eine erste Mischung 62 befindet sich in dem Verankerungsbereich 20 der
Karkassenarmierung 3 zwischen den beiden Umfangsaufstellungen
der ersten Verstärkungen
bis zur Begrenzung A. Diese erste Mischung entspricht der vorherigen
gummiartigen Verankerungsmischung 9 und einem Elastizitätsmodul
zwischen 10 und 20 MPa. Eine zweite gummiartige Mischung 63 ist
im Bereich der Oberseite und in einem Teil der Flanken 2 neben
der Oberseite angeordnet, d.h. an der Schulter und in dem ganzen
Teil radial oberhalb einer Grenze B, die sich im Wesentlichen auf
der Höhe
des Äquators
E befindet. Mit "Äquator" wird die "Linie" E bezeichnet, die
der größten Axialbreite
des Luftreifens entspricht. Diese zweite Mischung weist einen geringen
Elastizitätsmodul
in der Größenordnung
von 2 bis 5 MPa auf. Schließlich wird
eine dritte Mischung 64 in einem Zwischenbereich zwischen
den beiden vorherigen Grenzen A und B angeordnet. Diese dritte Mischung
weist einen mittleren Elastizitätsmodul
zwischen 6 und 10 MPa auf. Die beiden Mischungen 63 und 64 können auch
identisch sein.
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Im
Verankerungsbereich der Wulst des Luftreifens der 2 ist
die gummiartige Verankerungsmischung die einzige gummiartige Mischung
in Kontakt mit den ersten und zweiten Verstärkungen (außer vielleicht den radial unteren
Enden der Teilstücke 40 und 50 der
ersten Verstärkungen).
Diese Mischung verleiht dieser Struktur eine ausgezeichnete mechanische
Festigkeit gegenüber
Beanspruchungen, die beim Aufpumpen des Luftreifens und beim Rollen
erfahren werden.
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3 ist
eine perspektivische Ansicht, welche die relativen Anordnungen der
ersten und zweiten Verstärkungen
in einer der Ausführungsformen
der Wülste
des erfindungsgemäßen Luftreifens
angibt. In dieser 3 sind nur die Festigungsverstärkungen
dargestellt. Man sieht die Umfangsaufstellung 5 der ersten
Verstärkungen,
die aus den Verstärkungsteilstücken 50 besteht.
An ihren radial unteren Enden bilden die Fadenabschnitte 50 entgegengesetzte
Schlaufen 55, die sich in der Wulst 2 befinden.
Diese Schlaufen 55 liegen nebeneinander und sind nicht überlagert.
Axial auf beiden Seiten der Umfangsaufstellung 5 der ersten
Verstärkungen
sind nur die Stapel 61 und 51 axial unmittelbar
neben dieser Aufstellung 5 dargestellt.
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Zur
Verdeutlichung der Zeichnung wurden nur die Umfangsaufstellung 5 der
ersten Verstärkungen
und zwei Stapel dargestellt, die Umfangsaufstellung 4 der
ersten Verstärkungen
weist jedoch die gleiche Anordnung der Verstärkungsabschnitte 40 auf.
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Alternativ
können
zahlreiche andere Ausführungsformen
insbesondere für
die ersten Verstärkungen verwendet
werden. Beispielhaft kann man statt einen durchgehenden Faden zu
verwenden, der die Schlaufen in der Wulst bildet, einzelne Fäden verwenden,
die nacheinander oder in Gruppen von einigen eine Fahne bildenden
Fäden verlegt
werden.
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Die
erfindungsgemäße gummiartige
Verankerungsmischung weist somit als wesentliche mechanische Eigenschaften
eine derartige Steifigkeit auf, dass ihr Elastizitätsmodul
bei 10 % Verformung zwischen 10 und 20 MPa liegt, eine ausgezeichnete
Kriechfestigkeit bei hohen Temperaturen und eine sehr gute Stabilität bei hohen
Temperaturen. Die gewählte
Steifigkeit verleiht den beschriebenen Wulststrukturen eine ausreichende Geschmeidigkeit,
um die Durchführung
der Montage und Demontage auch bei großen Luftreifen auf ihren Arbeitsfelgen leicht
zu machen, ohne die Haltbarkeitsleistung zu verschlechtern; die
Kriechfestigkeit ist wesentlich, um eine feste und haltbare Verankerung
der Karkassenarmierungen in den Wülsten zu erreichen, und die thermische
Stabilität
bei hohen Temperaturen ist ebenfalls wichtig wegen der sehr harten
thermischen Bedingungen, die bestimmte Luftreifenwülste im
Einsatz erfahren können,
insbesondere Luftreifen für
Lastfahrzeuge, ob straßengebunden
oder nicht.
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Versuche
haben gezeigt, dass man um gute Haltbarkeitsergebnisse zu erreichen
eine gummiartige Verankerungsmischung verwenden kann, die ein synthetisches
Elastomer SBR mit einer Tg zwischen –70 und –30°C verwenden kann, das alleine
oder im Verschnitt mit Polybutadien verwendet wird. Bevorzugt weist
das Polybutadien eine Tg zwischen –110 und –90°C auf. Das bzw. die synthetischen
Elastomere werden mit einem Gesamtanteil von mindestens 50 % des
Gesamtgewichts des Elastomers verwendet, wobei der Rest aus Naturgummi
besteht. Die gummiartige Verankerungsmischung enthält zudem
Verstärkungseinlagen,
wie Russschwarz und ein geeignetes Vulkanisierungssystem, um die
erwünschte
Steifigkeit zu erreichen. Die zweiten Verstärkungen sind bei den abgebildeten
Beispielen vermessingte Metallkabel. Es ist also notwendig, dass
die gummiartige Verankerungsmischung einen hohen Schwefelanteil
aufweist und die Haftung mit dem Messing fördernde Zusatzstoffe enthält (z.B.
Kobalt- oder Nickelmetallsalze). Man verwendet z.B. einen Schwefelanteil zwischen
5 und 8 % des Gesamtgewichts des Elastomers und einen Russschwarzanteil
zwischen 60 und 70 % des Gesamtgewichts des Elastomers. Es kann
bevorzugt das Russschwarz N347 verwendet werden.
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Es
wurden vier Mischungen hergestellt und getestet, um die Eigenschaften
der erfindungsgemäßen gummiartigen
Verankerungsmischung zu verdeutlichen.
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Die
Haupteigenschaften des Rezepts dieser Mischungen sind der nachstehenden
Tabelle zu entnehmen.
| Produkte | 1 | 2 | 3 | 4 |
| CN | 100 | 80 | 40 | 40 |
| SBR2300 | 0 | 10 | 30 | 60 |
| BR113 | 0 | 10 | 30 | 0 |
| N347 | 62 | 62 | 62 | 62 |
| Schwefel | '7 | '7 | '7 | '7 |
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Diese
vier Mischungen wurden folgendermaßen getestet:
- – Steifigkeit:
Bestimmung des Elastizitätsmoduls
bei 10 % Verformung und Umgebungstemperatur,
- – Kriechen:
statischer Dauerstandversuch bei 150°C 7 Stunden lang, wie zuvor
beschrieben, und
- – thermische
Stabilität:
Strömungsmessversuch
bei 197°C
10 mn lang, wie zuvor beschrieben.
| Versuch | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Elastizitätsmodul | 10,6 | 11,8 | 11,6 | 13,0 |
| Dauerstandversuch | Zerreißen nach
30 mn | Zerreißen nach
60 mn | OK | OK |
| τ | - | - | 1,10–3/mn | 0,6,10–3/mn |
| r | 35
% | 26
% | 1,5
% | 7,7
% |
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Die
vier Mischungen wiesen eine ausreichende Steifigkeit auf.
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Die
nur auf Naturgummi basierende Mischung 1 weist eine völlig unzureichende
statische Kriechfestigkeit bei hohen Temperaturen auf. Es wird ein
Zerreißen
der Prüfstücke nach
30 Versuchsminuten beobachtet. Ihre thermische Stabilität ist ebenfalls
nicht ausreichend, da die Mischung eine sehr deutliche Umkehrrate aufweist.
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Die
Mischung 2 weist im Verhältnis
zur ersten verbesserte jedoch auch nicht ausreichende Ergebnisse auf.
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Die
Mischungen 3 und 4 bestehen den statischen Dauer standversuch und
den Strömungsmessversuch
erfolgreich. Ihre Kriechfestigkeit ist durchaus gut und ihre thermische
Stabilität
bei hohen Temperaturen ebenfalls. Die Mischung 3, die drei Elastomere
umfasst, weist ein geringfügig
besseres Umkehrergebnis als die Mischung 4 auf.
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Es
wurden auch Luftreifenversuche mit gummiartigen Verankerungsmischungen
mit ähnlichen
Rezepten wie die Versuchsmischungen ausgeführt. Die Luftreifen zeigten
eine gute Eignung für
die Montage- und Demontagearbeiten, jedoch nur diejenigen, die eine
gummiartige Verankerungsmischung umfassten, die den Rezepten der
Mischungen 3 und 4 entsprachen, zeigten eine ausreichende andauernde
Widerstandsfähigkeit der
Verankerung der Karkassenkordlage in den Wülsten auf.
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Das
Ausführungsbeispiel
aus 1 betrifft einen Personenwagenluftreifen und das
aus 2 einen Luftreifen für Lastwagen. Der Fachmann wird
jedoch gut verstehen, dass diese Beispiele nicht einschränkend angegeben
werden, und dass der Gegenstand der Erfindung auch auf Luftreifen
für andere
Anwendungen, insbesondere für
Zweiräder,
anwendbar ist.
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Ohne
Einschränkung
ist zu beachten, dass die Anfertigung der erfindungsgemäßen Luftreifen
vorteilhaft nach einem Verfahren ausgeführt werden kann, das keine
oder wenige Formwandlungen im Rohzustand voraussetzt. Man kann beispielsweise
das Vorprodukt des späteren
Luftreifens auf einem steifen Kern zusammenfügen, der die Form seiner inneren
Vertiefung vorgibt. Auf diesen Kern werden in der durch den Endaufbau erforderlichen
Reihenfolge alle Bestandteile des Luftreifens gelegt, die direkt
an ihrer endgültigen
Stelle angeordnet werden, ohne irgendwann eine Formgebung bei der
Anfertigung zu erfahren. Diese Anfertigung kann insbesondere die
in der Patentschrift
EP 0 243
851 beschriebenen Vorrichtungen verwenden, um die Verstärkungen
der Karkassen verstärkung
zu verlegen, und die in
EP 0
264 600 beschriebenen zum Verlegen der gummiartigen Gummiharze.
Der Luftreifen kann dann wie in der Patentschrift
US 4 895 692 angegeben abgeformt und
vulkanisiert werden.