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TECHNISCHER BEREICH
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Die
Erfindung betrifft Zusammensetzungen und Verfahren zur Haarbehandlung.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine kosmetisch verträgliche Haarfestigerzusammensetzung
mit einem anionischen Polymer darin sowie ein Verfahren zur Verwendung
der Zusammensetzung zum Festigen des Haars.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Natürliches
Haar neigt dazu, in seine Ausgangsform oder -lage zurückzukehren,
so dass es eine Festigung nicht gut beibehält. Durch Fassonieren des Haars
und Festigungsmittel werden die interaktiven Kräfte zwischen den Haarfasern,
welche den benachbarten Haaren Haftfähigkeit verleihen, besser entwickelt,
so dass diese beim Trocknen des Polymers eine spezielle Form oder
Gestaltung beibehalten. In der Vergangenheit dominierten auf Grund
leichter Verwendbarkeit, guter Fassonierfähigkeit und einfacher Auftragbarkeit Haarsprays
auf dem Fassonierhilfenmarkt. Drei Hauptarten der Sprays sind Pumphaarsprays,
Kohlenwasserstoff-Aerosole und Kohlendioxid-Aerosole. Haarsprays
weisen jedoch umfangreich verwendete Treibmittel und Alkohol als
ihre Hauptbestandteile auf, die als flüchtige organische Bestandteile
(FOB) gelten.
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Da
die zulässigen
Grade für
FOBs durch staatliche Vorschriften abgesenkt werden, hat die Industrie die
FOBs in ihren Produkten vermindert. Das führt in den meisten Fällen zu
einer Zunahme des Wassergehalts in der Formulierung. Durch die Zunahme
des Wassergehalts ergeben sich jedoch viele Probleme, beispielsweise
die Löslichkeit
von Harzen, erhöhte
Viskosität,
Einbuße
an Halteleistung, größere Anfangserschlaffung der
Locken und Klebrigkeit. Des Weiteren kann es durch die Zunahme des
Wassergehalts im Haarspray auch zur Korrosion der Dosen und zu Unverträglichkeit
von Lösungsmittel
und Treibmittel in Aerosolformulierungen kommen. Deshalb werden
die Haarsprays allmählich
durch Nichtaerosole und Fassonierhilfsprodukte auf Wasserbasis wie
Fassoniergel, Glanzmittel, Schaumspray, Fassoniercreme und -wachse
sowie Fassonierlotionen ersetzt.
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Hochmolekulare
Polymere werden seit 1940 als Haarfestiger verwendet und spielen
die Hauptrolle beim Halten des Haars in Form während des Fassionierens und
im Fixierschritt. Über
die Jahre wurden die meisten der Haarfestigerpolymere zum Lösen in Alkohol
oder Treibmitteln geeignet gemacht, und gewöhnlich weisen diese Polymere
eine schlechte Wasserlöslichkeit
auf. Infolgedessen wird ihre Wirkung als Haarfestiger geschmälert, wenn
Wasser in die Formulierung eingebracht wird. Kationische Polymere
wie Polyquaternium-11 und Polyquaternium-4 sind sehr gute einen
Film bildende Polymere, durch ihre hohe Substantivität lassen
sie sich jedoch nur schwer auswaschen. Folglich werden am häufigsten
anionische Polymere verwendet.
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Auf
Grund ihrer hohen Wasserlöslichkeit
gelten anionische Haarfestigerpolymere jedoch auch als hygroskopische
Substanzen, die in Milieus mit hoher Feuchtigkeit oft schlechte
Haarfestigungseigenschaften zeigen. Mithin liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, Polymere zu entwickeln, die ein besseres Gleichgewicht zwischen
den sich widersprechenden Erfordernissen einer Wasserindifferenz
(guter Lockenhaltung bei hoher Feuchtigkeit) und einer Wasserempfindlichkeit
(schneller und vollständiger
Beseitigung aus dem Haar beim Spülen
mit Wasser) aufweisen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft in ihrer Hauptausgestaltung eine kosmetisch verträgliche Haarfestigerzusammensetzung
mit 0,1 bis etwa 10 Gew.-% eines anionischen Polymers, bezogen auf
die polymeren Feststoffe, wobei das anionische Polymer aus 10 bis
80 Mol-% 2-acrylamid-2-methyl-1-propansulfonsäure oder eines Basenadditionssalzes
derselben und etwa 90 bis etwa 20 Mol.-% eines oder mehrerer anionischer
Monomere besteht.
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In
einer anderen Ausgestaltung betrifft die Erfindung ein Haarfestigungsverfahren,
mit
- a) dem Auftragen einer wirksamen Festigungsmenge
einer kosmetisch verträgli-
chen Haarfestigerzusammensetzung mit etwa 0,1 bis etwa 10 Gew.-%
eines anionischen Polymers, bezogen auf die polymeren Feststoffe,
auf das Haar, wobei das anionische Polymer aus 10 bis 80 Mol-% der
2-acrylamid-2-methyl-1-propansulfonsäure oder eines Basenadditionssalzes
derselben und etwa 90 bis etwa 20 Mol.-% eines oder mehrerer anionischer
Monomere besteht; und
- b) dem Gestalten des Haars zu der gewünschten Zustandsform.
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Ein
Vorteil der Erfindung ist, dass das anionische Polymer unter hoher
Feuchtigkeit gut wirkt und sich leicht mit Wasser entfernen lässt.
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Ein
weiterer Vorteil ist, dass das anionische Polymer sehr gute Verträglichkeit
mit einem anionischen Eindickungssystem aufweist.
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Ein
weiterer Vorteil ist, dass das anionische Polymer ein seidenähnliches
Gefühl
nach dem Trocknen des Haars vermittelt.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Definition von Begriffen
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"Anionisches Polymer" bezeichnet ein Monomer
nach der vorliegenden Definition, welches oberhalb eines bestimmten
pH-Werts eine negative Nettoladung besitzt. Zu repräsentativen
anionischen Polymeren gehören
Basenadditionssalze von Acrylsäure,
Methacrylsäure,
Itaconsäure,
2-acrylamid-2-methyl-1-propansulfonsäure, Sulfopropylacrylat oder
-methacrylat oder andere wasserlösliche
Formen dieser oder anderer polymerisierbarer Carbon- oder Sulfonsäuren, sulfomethyliertes
Acrylamid, Allylsulfonat, Styrolsulfonsäure, Natriumvinylsulfonat und
dergleichen. Bevorzugte anionische Polymere sind Acrylsäure und
2-acrylamid-2-methyl-1-propansulfonsäure.
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"Basenadditionssalz" bezeichnet das Salz,
das durch Reaktion einer Carbonsäurengruppe
(-CO2H) mit einer geeigneten Base wie das
Hydroxid, Carbonat oder Bicarbonat eines Metallkations oder Tetraalkylammoniumkations
oder mit Ammoniak oder einem organischen Primär-, Sekundär- oder Tertiäramin mit
ausreichender Basizität
zur Bildung eines Salzes mit der Carbonsäuregruppe entsteht. Zu repräsentativen
Alkali- oder Erdalkalimetallsalzen gehören Natrium, Lithium, Kalium,
Calcium, Magnesium und dergleichen. Zu repräsentativen organischen Aminen,
die sich zur Ausbildung von Basenadditionssalzen eignen, gehören Ethylamin,
Diethylamin, Ethylendiamin, Ethanolamin, Diethanolamin, Piperazin
und dergleichen. Zu bevorzugten Basenadditionssalzen gehören die
Natrium- und Ammoniumsalze.
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"IV" steht für die innere
Viskosität,
also für
die RSV nach Extrapolierung bis an die Grenze der stufenlosen Verdünnung, wobei
die stufenlose Verdünnung
eintritt, wenn die Konzentration des Polymers gleich Null ist.
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"RSV" steht für die verminderte
spezifische Viskosität.
Innerhalb einer Reihe von homologen Polymerverbindungen, die im
Wesentlichen linear und gut solvatisiert sind, sind Messungen der "verminderten spezifischen
Viskosität
(RSV)" bei verdünnten Polymerlösungen ein
Hinweis auf die Länge
der Polymerketten und die mittlere Molekülmasse gemäß Paul J. Flory in "Principles of Polmer
Chemistry", Cornell
University Press, Ithaca, Ny.,
© 1953, Kapitel VII, "Determination of
Molecular Weights",
S. 266–316.
Die RSV wird bei einer gegebenen Polymerkonzentration und -temperatur
gemessen und folgendermaßen
berechnet:
wobei
- η
- = Viskosität der Polymerlösung,
- ηo
- =Viskosität des Lösungsmittels
bei der gleichen Temperatur,
- c
- = Konzentration des
Polymers in Lösung.
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Die
Konzentrationseinheiten "c" sind (Gramm/100
ml oder g/Deziliter). Deshalb lauten die Einheiten der RSV dL/g.
In dieser Patentanmeldung wird, wenn nichts festgelegt ist, eine
molare Natriumnitratlösung
von 1,0 verwendet. Die Polymerkonzentration in diesem Lösungsmittel
beträgt
0,045 g/dL. Die RSV wird bei 30°C gemessen.
Die Viskositäten η und ηo werden mit Hilfe eines Cannon-Ubbelohde-Halbmikrolösungsviskosimeters
der Größe 75 gemessen.
Das Viskosimeter wird in vollkommen vertikaler Position in einem
Temperierbad angebracht, das auf 30 ± 0,02°C eingestellt ist. Der bei der
Berechnung des RSV natürlich
auftretende Fehler beträgt
etwa 2 dL/g. Wenn zwei homologe Polymerverbindungen innerhalb einer
Reihe ähnliche
RSVs aufweisen, ist das ein Hinweis, dass diese ähnliche Molekulargewichte besitzen.
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"Lösungspolymer" bezeichnet ein wasserlösliches
anionisches Polymer nach der vorliegenden Beschreibung, welches
durch Lösungspolymerisierung
hergestellt wird. Zur Ausführung
einer Lösungspolymerisierung
von wasserlöslichen
Monomeren werden die gewünschten
Monomere, im Allgemeinen bei Konzentrationen zwischen 5 und 40%,
zusammen mit beliebigen sauren oder kaustischen Puffersubstanzen,
Chelatbildnern und Kettenübertragungsmitteln
in Wasser gelöst.
Die Lösung
wird mit Stickstoff gereinigt und auf die Polymerisierungstemperatur
erhitzt. Nach dem Erreichen der Polymerisierungstemperatur werden
ein oder mehrere wasserlösliche
Initiatoren zugesetzt. Diese Initiatoren können entweder eine Azo- oder
eine Redox-Substanz sein. Dann lässt
man die Temperatur abhängig
von den gewünschten
Polymereigenschaften entweder unkontrolliert (adiabatisch) ansteigen
oder steuert sie unter Abkühlen
(isothermisch), um die erzeugte Wärme abzuführen. Nach Beendigung der Polymerisierung
kann die Polymerlösung
aus dem Reaktionsgefäß entfernt,
der Aufbewahrung zugeführt
und charakterisiert werden.
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Bevorzugte Ausführungsformen
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die anionischen
Polymere aus der Gruppe bestehend aus Acrylsäure, Methacrylsäure und
Styrolsulfonsäure
ausgewählt.
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In
einer anderen bevorzugten Ausgestaltung weist das anionische Polymer
ein Molekulargewicht von etwa 20000 bis etwa 5000000 g/Mol auf.
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In
einer anderen bevorzugten Ausgestaltung ist das anionische Polymer
ein Copolymer von Methacrylsäure/2-acrylamid-2-methyl-1-propansulfonsäure-Natriumsalz.
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Die
anionischen Polymere gemäß der Erfindung
werden als Zusammensetzungen zur Haarbehandlung durch Einbringen
derselben in ein kosmetisch akzeptables Medium in Mengen von etwa
0,1 bis etwa 10 Gew.-%, vorzugsweise von etwa 0,5 bis etwa 5 Gew.-%
eingebracht, bezogen auf die polymeren Feststoffe.
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Diese
Zusammensetzungen können
in verschiedenen Formen dargestellt werden, zu denen Haarspray,
Fassoniergel, Fassonierglanzmittel, Sprayschaum, Fassoniercreme,
Fassonierwachs, Fassonierlotion, Flüssigschaum und Aufbauschaum
gehören.
Sie können
Wasser und auch jedes kosmetisch akzeptables Lösungsmittel enthalten, insbesondere
Monoalkohole, beispielsweise Alkanole mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
wie Ethanol, Isopropanol, Benzylalkohol und Phenylethylalkohol,
Polyalkohole wie Alkylenglycole, beispielsweise Glycerine, Ethylenglycol
und Propylenglycol, und Glycolether wie Mono-, Di- und Triethylenglycolmonoalkylether,
beispielsweise Ethylenglycolmonomethylether, Ethylenglycolmonomethylether
und Diethylenglycolmonomethylether, die einzeln oder in einem Gemisch
verwendet werden. Diese Lösungsmittel
können
in, Proportionen bis zu nicht weniger als 99,5 Gew.-%, bezogen auf
das Gewicht der gesamten Zusammensetzung, vertreten sein.
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Die
Zusammensetzungen gemäß der Erfindung
können
auch jeden anderen in der Kosmetik verwendeten Bestandteil, beispielsweise
Duftstoffe, Farbstoffe, die zum Färben der Zusammensetzung selbst
oder der Fasern des Haars dienen können, Konservierungsmittel,
Maskierungsmittel, Eindickungsmittel, Silicone, Enthärter, synergistische
Aufschäummittel,
Schaumstabilisatoren, Sonnenfilter, Peptisiermittel und auch anionische,
nichtionische, kationische oder amphotere oberflächenaktive Mittel oder Gemische
derselben enthalten.
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Die
Haarfestigerzusammensetzung gemäß der Erfindung
wird durch manuelles Aufsprühen
oder durch Aufreiben auf das Haar auf nasses oder trockenes Haar
aufgebracht. Dann wird das behandelte Haar, beispielsweise unter
Verwendung einer beliebigen von einer Vielzahl von Röllchen oder
Lockenwicklern, mechanisch in der gewünschten Gestaltung fixiert.
Bei Aufbringen auf nasses Haar wird das Haar dann mit Hilfe der
Umgebungsluft, des elektrischen oder des Heißlufttrocknens, beispielsweise
mit Hilfe eines Haarföns,
getrocknet. Dann wird das Haar gekämmt, um ihm die gewünschte Fasson
zu verleihen.
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In
einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Haarfestigerzusammensetzung
aus der Gruppe ausgewählt,
die aus Gelen, Glanzmitteln und Cremes besteht.
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Ein
Haarfassoniergel ist ein festes Gel, das sich bei Ausübung einer
Scherkraft derart verdünnt,
dass es sich beim Aufbringen auf das Haar sehr dünn verteilt. Haarfassoniergele
werden typischerweise durch manuelles Aufreiben des Gels auf nasses
oder feuchtes Haar aufgetragen. Dann wird das Haar, beispielsweise durch
straffes Herumwickeln des Haars um Lockenwickler oder einen Finger,
in die gewünschte
Gestaltung gebracht und in der oben beschriebenen Weise gefestigt.
Zu einer allgemeinen Abhandlung über
das Haarfassonieren und -fixieren siehe C. Zviak, The Science of
Hair Care, 150–178
(1986).
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Haarfassonierglanzmittel
sind leicht verteilbare, klare, fließfähige Gele, die sich insbesondere
für das Hochglanz-
oder das Fönfassonierverfahren
eignen.
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Haarfassoniercremes
sind leicht verteilbare, fließfähige Lotionen.
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Zusätzlich zu
dem anionischen Polymer und Wasser und/oder Alkohol enthält das Haarfassoniergel oder
-glanzmittel etwa 0,05 bis etwa 15 Gew.-% eines Eindickungsmittels.
Das Eindickungsmittel sollte mit dem anionischen Polymer verträglich sein
und sich nicht nachteilig auf die Stabilität oder die Wirksamkeit des
Haarfassoniergels auswirken. Zu repräsentativen Eindickungsmitteln
gehören
Polyacrylsäure,
Polyacrylsäure
in Vernetzung mit Allylethern von Pentaerythrol oder Allylethern
von Sucrose (erhältlich
unter der Handelsbezeichnung Carbopol® von
BF Goodrich, Brecksville, OH), ein Natrium-Acrylat-Copolymer (erhältlich unter
der Handelsbezeichnung Salcare® von der Ciba Specialty
Chemicals Corporation, High Point, NC), Xanthankautschuke, Natriumalginate,
Gummiarabikum und Cellulosederivate. Man kann die Eindickung auch
mit Hilfe eines Gemischs von Polyethylenglycolstearaten oder -distearaten
oder mit Hilfe eines Gemischs eines Phosphorsäureesters und eines Amids zustande
bringen.
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In
das Haarfassoniergel oder -glanzmittel können auch andere Wahlbestandteile
eingebracht werden. Die Identität
der Wahlbestandteile ist unbeschränkt, solange sich die Wahlbestandteile
nicht nachteilig auf die Ästhetik
oder die Wirksamkeit des Haarfassoniergels auswirken. Solche Wahlbestandteile
sind dem Fachmann wohlbekannt und umfassen Emulgatoren wie anionische
oder nichtionische Tenside; Konservierungsmittel wie Benzylalkohol,
Methylparaben, Propylparaben oder Imidazolidinylharnstoff; kationische
Zusatzstoffe wie Cetyltrimethylammoniumchlorid, Methyldibromglutaronitril
(erhältlich
unter der Handelsbezeichnung Merguard® von
ONDEO Nalco, Naperville, IL), Stearyldi methylbenzylammoniumchlorid
und Di(teilhydrogenasetalg)dimethylammoniumchlorid; Färbemittel
wie beliebige von den FD&C-
oder D&C-Farbstoffen;
Duftstofföle, und
Chelatbildner wie Ethylendiamintetraessigsäure.
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Die
Haarfestigerzusammensetzung gemäß der Erfindung
kann auch herkömmliche
Haarpflegehilfsstoffe enthalten, zu denen Weichmacher wie Glycole,
Phthalatester und Glycerin, Silicone, Erweichungsmittel, Gleitmittel
und Penetriermittel wie verschiedene Lanolinverbindungen, Proteinhydrolysate
und andere Proteinderivate, Ethylenadditionsprodukte und Polyoxyethylencholesterol
gehören.
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Die
Haarfestigerzusammensetzung gemäß der Erfindung
kann auch Elektrolyte wie Aluminiumchlorhydrat, Alkalimetallsalze
wie Natrum-, Kalium- oder Lithiumsalze, wobei diese Salze vorzugsweise
Halogenide wie das Chlorid oder das Bromid oder das Sulfat sind,
oder Salze mit organischen Säuren
wie die Acetate oder die Lactate und auch Erdalkalimetallsalze,
vorzugsweise die Carbonate, Silicate, Nitrate, Acetate, Gluconate, Pantothenate
und Lactate von Calcium, Magnesium und Strontium, enthalten.
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Die
Haarfestigerzusammensetzung gemäß der Erfindung
kann auch ein oder mehrere zusätzliche Haarfestigerpolymere
enthalten. Bei Vorhandensein sind die zusätzlichen Haarfestigerpolymere
in einer Gesamtmenge von etwa 0,25 bis etwa 5 Gew.-% vertreten.
Zu repräsentativen
Haarfestigerpolymeren, die mit anionischen und nichtionischen Haarfestigerpolymeren
verträglich
sind, gehören
ein Copolymer von Acryl/Acrylat, ein Copolymer von Allylstrearat-/Vinylacetat(VA),
ein Copolymer von AMP-acrylat/Diacetonacrylamid, ein Copolymer von
Butylester von Ethylen/Maleinsäureanhydrid
(MA), ein Copolymer von Butylester von PVM/MA, ein Copolymer von
Isopropylester von PVM/MA, ein Copolymer von Octylacrylamid/Acrylat/Butylaminoethylmethacylat,
ein Copolymer von Phthalsäureanhydrid/Glycerin/Glyckdyldecanoat,
Polybutylenterephthalat, Polyethylacrylat, Polyethylen, Polyvinylacetat,
Polyvinylbutyral, Polyvinylmethylether, Polyvinylpyrrolidinon (PVP),
PVPNA, ein Copolymer von PVP/Dimethylaminoethylmethacrylat, ein
Copolymer von PVP/Eicosen, ein Copolymer von PVP/Ethylmethacrylat/Methacrylsäure, ein
Copolymer von PVP/Hexadecen, ein Copolymer von PVP/VA/Itaconsäure, ein
Copolymer von Natriumacrylat/Vinylalkohol, Stärkediethylaminoethylether,
ein Copolymer von Stearylvinyl-ether/Maleinsäureanhydrid, ein Copolymer
von VA/Crotonat, ein Copolymer von VA/Crotonsäure, ein Copolymer von VA/Crotonsäure/Methacryloxybenzophenon-1,
ein Copolymer von VA/Crotonsäure/Vinylneodecanoat
und dergleichen.
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Die
Haarfassoniergele gemäß der vorliegenden
Erfindung werden durch Lösen
des anionischen Polymers in Wasser oder in einer Mischung von Wasser
und Alkohol, nötigenfalls
unter Erhitzen, hergestellt. Dann werden eine wässrige Lösung des Viskositätsverstärkers und
etwaige Wahlbestandteile zugesetzt, und die Mischung wird umgerührt, um
das Gel oder das Glanzmittel bereitzustellen.
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Wenn
die Haarfestigerzusammensetzung die Form eines Haarsprays oder Aufbauschaums
aufweist, enthält
sie zusätzlich
bis zu 50 Gew.-% eines oder mehrerer Treibmittel. Zu typischen Treibmitteln
gehören Ether,
Druckgase, halogenierte Kohlenwasserstoffe und Kohlenwasserstoffe
mit Dimethylether, Kohlendioxid, Stickstoff, Stickstoffoxid und
flüchtige
Kohlenwasserstoffe wie Butan, Isobutan, Propan und dergleichen.
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Vorstehendes
lässt sich
besser an Hand der folgenden Beispiele erkennen, die zum Zweck der
Veranschaulichung dargestellt sind und den Umfang der Erfindung
nicht einschränken
sollen.
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Beispiel 1
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Herstellung eines repräsentativen
Copolymers von Acrylsäure/Natriumsalz
von 2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure
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In
einen 1,5 Liter fassenden Harzreaktor, der mit Rührwerk, Temperaturregler und
wassergekühltem Kondensator
ausgestattet ist, werden 1690,19 g entionisiertes Wasser, 229,01
g einer 58%-igen Lösung
des Natriumsalzes der 2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure (AMPS), 80,00 g Acrylsäure und
0,20 g EDTA eingegeben. Die entstandene Lösung wird mit 1 L/min Stickstoff
besprüht
und auf 72°C
erhitzt, und es werden 0,10 g Natriumbisulfit und 0,50 g 2,2'-azobis(N,N'-2-amidinopropan)dihydrochlorid
(V-50, Wako Chemicals, Richmond, VA, USA) zugesetzt. Die Polymerisierung
beginnt innerhalb von 5 Minuten, und nach 10 Minuten wird die Lösung viskos,
und die Reaktionstemperatur steigt auf 80°C. Die Reaktion dauert insgesamt
16 Stunden bei 78–82°C an. Die
entstandene 10%-ige Polymerlösung
weist eine Brookfield-Viskosität
von 1000cps bei 25°C
auf und enthält
ein Copolymer von 60/40 Gew.-% von Acrylsäure/AMPS mit einer inneren
Vikosität von
2,8 dL/g in 1.0-molarem NaNO3.
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Die
Eigenschaften des repräsentativen
Copolymers von Acrylsäure/Natriumsalz
von 2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure (AA/AMPS) sind in Tabelle
1 zusammengestellt.
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Tabelle
1 Eigenschaften
eines repräsentativen
Copolymers von AA/AMPS
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Beispiel 2
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Herstellung eines repräsentativen
Copolymers von Methacrylsäure/2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure
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In
einen 1,5 Liter fassenden Harzreaktor, der mit Rührwerk, Temperaturregler und
wassergekühltem Kondensator
ausgestattet ist, werden 939,21 g entionisiertes Wasser, 191,92
g einer 58%-igen Lösung
des Natriumsalzes der 2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure CAMPS), 99,50 g Methacrylsäure, 92,00
g einer 50%-igen Lösung
von Natriumhydroxid (zum Einstellen des Reaktionsgemischs auf einen
pH-Wert = 7.0) und 0,20 g EDTA eingegeben. Die entstandene Lösung wird
mit 1 L/min Stickstoff besprüht
und auf 45°C
erhitzt, und es werden 0,50 g V-50 zugesetzt.
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Die
Polymerisierung beginnt innerhalb von 15 Minuten, und nach 60 Minuten
wird die Lösung
viskos, und die Reaktionstemperatur steigt auf 50°C. Die Reaktion
dauert insgesamt 18 Stunden bei 48–52°C an. Dann wird das Reaktionsgemisch
auf 89°C
erhitzt und 24 Stunden lang auf 78–82°C gehalten. Die entstandene
Polymerlösung
weist eine Brookfield-Viskosität
von 43200 cps bei 25°C
auf und enthält
15% eines Copolymer von 49/51 Gew.-% (70/30 M/M) von Methacrylsäure/AMPS
mit einer inneren Vikosität
von 4,28 dL/g in 1.0-molarem NaNO3.
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Die
Eigenschaften des repräsentativen
Copolymers von Methacrylsäure/2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäurenatriumsalz
(MAA/AMPS) sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
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Tabelle
2 Eigenschaften
eines repräsentativen
Copolymers von MAA/AMPS
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Beispiel 3
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Formulierung eines Fassoniergels
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Eine
repräsentative
Haarfassoniergelformulierung ist in Tabelle 3 gezeigt. Tabelle
3 Repräsentative
Formulierung eines Haarfassoniergels
| Bestandteil | Gew.-% |
| Wasser | 96,11 |
| Anionisches
Polymer | 1,0%
(Feststoff) |
| Carbomerharz | 0,5 |
| Propylenglycol | 1,0 |
| Benzophenon-4 | 0,1 |
| Methylparaben | 0,5 |
| Propylparaben | 0,04 |
| Triethyanolamin
(99%) | 0,5 |
| Oleth
20 | 0,2 |
| Dinatrium
EDTA | 0,05 |
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Das
Gel wird durch Dispergieren des Carbomerharzes (Carbopol® 980,
BF Goodrich, Brecksville, OH) in einer Hälfte des Gesamtvolumens des
Wassers unter dreistündigem
Umrühren
hergestellt. In die Carbomerlösung
wird eine Lösung
von Methylparaben (Nipagin®, NIPA Inc., Wilmington,
DE) und Propylparaben (Nipasol®, NIPA Inc., Wilmington,
DE) in Propylenglycol eingegeben, worauf Benzophenon-4 (ESCALOL® 577,
ISP Van Dyk, Belleville, NJ), Oleth 20 (Ameroxol® OE-20,
Amerchol Corp., Edi son, NJ) und Dinatrium EDTA (Versene®, Dow
Chemical, Midland, MI) folgen. Dann wird Triethanolamin zur Ausbildung
eines Gels zugesetzt. Zum Schluss wird dem Gel langsam eine Lösung des
anionischen Polymers in dem restlichen Wasser zugesetzt, und der
pH-Wert wird mit Zitronensäure
oder Natriumhydroxid auf etwa 6,5 eingestellt.
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Beispiel 4
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Repräsentative Formulierung eines
Haarfassonierglanzmittels mit Fassoniergel
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Eine
repräsentative
Formulierung eines Haarfassoniergels ist in Tabelle 4 gezeigt. Tabelle
4 Repräsentative
Formulierung eines Glanzmittels
| Bestandteil | Gew.-% |
| Anionisches
Polymer | 1,0% |
| Wasser | 97,9 |
| Hydroxyethylcellulose | 0,7 |
| Alkylquat | 0,3 |
| Konservierungsmittel | 0,1 |
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Das
Glanzmittel wird durch Umrühren
einer Lösung
von Hydroxyethylcellulose (Natrosol HHR, Hercules Inc., Wilmington,
DE) in einer Hälfte
der Wassermenge hergestellt, wobei 4 Stunden lang umgerührt wird. In
die Lösung
wird Alkylquat (Incroquot 26, Croda Inc., Parsippany, NJ) eingegeben,
worauf eine Lösung
des anionischen Polymers in dem restlichen Wasser folgt. Der pH-Wert
des Glanzmittels wird mit Zitronensäure oder Natriumhydroxid auf
etwa 6,5 eingestellt.
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Beispiel 5
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Repräsentative
Formulierung einer Fassoniercreme
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Eine
repräsentative
Formulierung einer Haarfassoniercreme ist in Tabelle 5 gezeigt. Tabelle
5 Repräsentative
Formulierung einer Fassoniercreme
| Bestandteil | Gew.-% |
| Entionisiertes
Wasser | 96,67 |
| Copolymer
von Natriumacrylat/ | |
| Glycerinsoja/PPG-1,
50% | 1,21
(Feststoff) |
| Anionisches
Polymer | 0,4
(Feststoff) |
| Cyclomethicon | 1,56 |
| Methyldibromglutarolnitril | 0,16 |
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Die
Fassoniercreme wird durch Einbringen des Eindickungsmittels des
Natriumacrylatcopolymers (Salcare AST, Ciba Specialty Chemicals,
Highpoint, NC) in Wasser (60% der Formulierung) und Mischen bei 300
U/min bis zur Eindickung der Mischung und anschließend 30
Minuten lang bei 500 U/min hergestellt. Das anionische Polymer wird
in einem getrennten Becherglas mit dem restlichen Wasser verdünnt und
zur leichteren Einbringung gemischt. Dann werden Cyclomethicon (Fluid
Dow Corning® 245,
Dow Corning, Midland, MI), Methyldibromglutarolnitril mit 80% Phenoxyethanol
(Merguard® 1200,
ONDEO Nalco, Naperville, IL), Konservierungsmittel und die Lösung des
anionischen Polymers zugesetzt, und der pH-Wert des Gemischs wird
mit Zitronensäure
oder NaOH auf etwa 7 eingestellt.
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Beispiel 6
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Herstellung von Haarlocken
zum Testen
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Sechs
Zoll lange, gebleichte und von Hand gefertigte Haarlocken sind von
DeMeo Brothers Inc., New York, NY erhältlich.
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Die
Locken werden zur Prüfung
hergestellt, indem 1/8'' breites Haar von
der vorbezeichneten Haarlocke (0,4 g für jede Locke) abgeschnitten
wird. Die Haarlocke wird mit Wasser benetzt, und dann werden 0,3
g Natriumlaurethsulfat eine Minute lang von oben nach unten auf
die Haarlocke aufmassiert. Dann wird die Haarlocke 1 Minute lang
unter Leitungswasser von 40 ± 2°C ausgespült. Die
ausgespülten
Haarlocken werden über Nacht
in entionisiertem Wasser eingeweicht.
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Beispiel 7
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Lockenhaltung mit Hilfe
einer wässrigen
Lösung
eines anionischen Polymers
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Es
werden saubere Haarlocken, die wie in Beispiel 6 hergestellt sind,
2 Minuten lang in eine wässrige Polymerlösung von
0,5 Gew.-% eingetaucht. Die überschüssige Lösung wird
mit behandschuhten Fingern aus der Locke herausgequetscht. Jede
Locke wird derart gekämmt,
dass sie sich an dem breiten Ende von Sally-Fassonierkämmen hindurch
entwirrt, und dann wird das Haar auf ein Röllchen (mit 11/16'' Durchmesser) gewickelt. Die Haarröllchen werden über Nacht
in einen Raum mit 50% relativer Feuchtigkeit gebracht. Am nächsten Tag
wird das Haar von jedem Röllchen
abgewickelt, und das gelockte Haar wird in einen Raum mit 90% relativer
Feuchtigkeit gebracht. 2 Stunden lang wird aller 15 Minuten die
Länge der
Locke (die Auflösung) gemessen,
und mit der folgenden Gleichung wird die Lockenhaltung berechnet:
Gleichung
1: Berechnung der Lockenhaltung
wobei
- L
- = Länge der
vollkommen gestreckten Haarlocke
- Lo
- = Länge der
Haarlocke zu Beginn des Experiments
- Lt
- = Länge der
Haarlocke zum Zeitpunkt der Messung
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Die
Ergebnisse (der Durchschnitt aus 6 Tests) für die Lockenhaltung bei einem
repräsentativen
anionischen Polymer sind in Tabelle 6 gezeigt.
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Tabelle
6 Lockenhaltungstest
bei einer wässrigen
Lösung
eines anionischen Polymers Lockenhaltung in Prozent
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Die
in Tabelle 6 gezeigten Ergebnisse der Lockenhaltungstests zeigen,
dass die anionischen Polymere gemäß der Erfindung selbst in einem
Milieu mit hoher Luftfeuchtigkeit (87% Lockenhaltung nach 2 Stunden bei
90 Prozent relativer Feuchtigkeit) eine starke Halteleistung aufweisen.
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Beispiel 8
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Lockenhaltung mit Fassoniergel
mit einem Gehalt an repräsentativem
anionischem Polymer
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Auf
eine ausgewaschene Haarlocke von 2 g werden gleichmäßig 0,5
Gramm der Fassoniergelformulierung von Beispiel 4 aufgetragen. Die
Haarlocke wird 5 Minuten lang bei 65°C mit einem Haartrockner getrocknet.
Das Haar wird auf ein Röllchen
aufgewickelt, und das Haarröllchen
wird 2 Stunden lang in einen Raum mit 50% Feuchtigkeit gebracht.
Dann wird das Haar von dem Röllchen
abgewickelt, und die Lockenhaltung wird wie in Beispiel 7 gemessen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 zusammengestellt.
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Tabelle
7 Lockenhaltungstest
bei einem Fassoniergel mit einem Gehalt an anionischem Polymer Lockenhaltung
in Prozent
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Wie
in Tabelle 7 gezeigt ist, weist eine Fassoniergelzusammensetzung
gemäß der Erfindung
eine starke Halteleistung auf.
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Beispiel 9
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Lockenhaltung mit Fassonierglanzmittel
mit einem Gehalt an repräsentativem
anionischem Polymer
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Auf
eine ausgewaschene Haarlocke von 2 g werden gleichmäßig 0,5
Gramm der Fassonierglanzmittelformulierung von Beispiel 5 aufgetragen.
Die Haarlocke wird 5 Minuten lang bei 65°C mit einem Haartrockner getrocknet.
Das Haar wird auf ein Röllchen
aufgewickelt, und das Haarröllchen
wird 2 Stunden lang in einen Raum mit 50% Feuchtigkeit gebracht.
Dann wird das Haar von dem Röllchen
abgewickelt, und die Lockenhaltung wird wie in Beispiel 5 gemessen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 zusammengestellt.
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Tabelle
8 Lockenhaltung
bei Fassonierglanzmittel mit einem Gehalt an anionischem Polymer
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Wie
in Tabelle 8 gezeigt ist, weist ein Haarfassonierglanzmittel mit
einem Gehalt an dem anionischen Polymer gemäß der Erfindung ebenfalls eine
starke Halteleistung auf.
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Beispiel 10
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Lockengedächtnis bei
Fassoniercreme mit einem Gehalt an einem repräsentativen anionischen Polymer
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Es
wird eine 6 Zoll messende, gewaschene Haarlocke von 2 g zum Entwirren
10 Mal gekämmt (Sall-Kamm,
Teil mit großen
Zähnen),
und auf die Haarlocke wird 1 g Fassoniercreme aufgetragen. Die Haarlocke
wird 1,5 Stunden lang bei Zimmertemperatur bei 30% relativer Feuchtigkeit
getrocknet. Dann wird zum Kräuseln
jeder Locke eine Lockenbrennschere (Conair Instant Heat) mit Einstellwert
20 und einem Zylinder von 1 Zoll verwendet. Nach einem Zählen bis
30 wird die Locke losgelassen und kann fünf Minuten lang bei 50% relativer
Feuchtigkeit abkühlen.
Nach 5 und nach 30 Minuten wird die Auflösungslänge gemessen. Je kürzer die
Auflösungslänge der
Haarlocke ist, desto besser ist das Lockengedächtnis. Es werden Haarlockendoppel
getestet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 9 zusammengestellt.
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Tabelle
9 Lockenformgedächtnistest
bei einer Fassoniercreme mit einem Gehalt an anionischem Polymer
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Wie
in Tabelle 9 gezeigt ist, weist eine Haarfassoniercreme mit einem
Gehalt an dem anionischen Polymer gemäß der Erfindung eine hohe Halteleistung
auf.
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Beispiel 11
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Bewertung mit einer Abwaschstichprobe
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Mit
Hilfe eines Blindabwasch-Stichprobentests wird bewertet, wie leicht
sich die Haarfestigerzusammensetzung gemäß der Erfindung aus dem Haar
entfernen lässt.
Der Test ist subjektiv, weil die Ergebnisse die Meinungen und Wahrnehmungen
der Plattenbenutzer widerspiegeln. Die Ergebnisse liefern jedoch
eine sehr gute Bestimmungsmethode dafür, wie ein Verbraucher die
Eigenschaften eines Produkts auf dem Haar wahrnimmt.
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Bei
diesem Test wird das überschüssige Wasser
aus einer gewaschenen Haarlocke ausgequetscht, und auf das Haar
werden gleichmäßig 0,5
g des Fassoniergels gemäß Beispiel
4 aufgetragen. Jede Haarlocke wird 5 Minuten lang bei 65°C mit einem
Haartrockner getrocknet und dann 3 Stunden lang in einen Raum mit 50%
relativer Feuchtigkeit gebracht. Dann werden die Haarlocken 15 Minuten
lang in eine 12%-ige Lösung
von Natriumlaurethsulfat eingetaucht, 1 Minute lang unter entionisiertem
Wasser gespült
und dann 10 Minuten lang zwei Mal in entionisiertes Wasser eingetaucht.
Das überschüssige Wasser
wird aus der Haarlocke ausgequetscht. Die Haarlocke wird bewertet,
indem die Locke in einer Hand gehalten wird und die andere Hand
zum Abfühlen
des Haars nach oben und nach unten benutzt wird, um die Glätte des
Haars zu erfühlen.
Dann wird das Haar fünf
Mal gekämmt,
um alle Wirrstellen zu beseitigen, und die Locke wird zwei Mal mit
dem feinen Ende des Sally-Kamms gekämmt, um die Leichtigkeit des
Kämmens
zu bewerten.
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Die
Glätte
und die Leichtigkeit des Kämmens
werden nach der folgenden Skala beurteilt.
| Glätte des
Haars | Kämmbarkeit |
| 5 =
sehr glatt | 5
= sehr leicht |
| 4 =
glatt | 4
= leicht |
| 3 =
mäßig glatt | 3
= mäßig leicht |
| 2 =
etwas glatt | 2
= etwas leicht |
| 1 =
nicht glatt | 1
= nicht leicht |
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Die
Ergebnisse sind in Tabelle 10 zusammengestellt.
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Tabelle
10 Stichprobentest
auf Haarglätte
und leichte Kämmbarkeit
an einem Fassoniergel mit einem Gehalt an repräsentativem anionischem Polymer
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Die
Ergebnisse des Stichprobentests zeigen an, dass sich die Haarfestigerzusammensetzungen
gemäß der Erfindung
leicht aus dem Haar auswaschen lassen und außerdem ein Gefühl der Nassglätte, Seidigkeit
und verbesserten Verträglichkeit
mit dem Haar vermitteln.
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Beispiel 12
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Verträglichkeit von repräsentativen
anionischen Polymeren mit weiteren Haarfestigern
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Das
anionische Polymer gemäß der Erfindung
ist mit am häufigsten
verwendeten Haarfestigern verträglich.
Die folgenden Tabellen zeigen Fassonierhilfenformulierungen mit
einer Kombination eines anionischen Polymers mit Poly(vinylpyrrolidon)
und einem Copolymer von Poly(vinylpyrrolidon)/Vinylacetat. Die in den
Tabellen 11 und 12 beschriebenen Formulierungen werden nach der
Beschreibung in Beispiel 3 bzw. 5 hergestellt. Weder das Fassoniergel
noch die Creme zeigen nach 2 Wochen eine Trennung. Tabelle
11 Repräsentative
Haarfassoniergel-Formulierung mit einem Gehalt an PVP und anionischem
Polymer
| Bestandteil | Gew.-% |
| Entionisiertes
Wasser | 96,11 |
| Harz
Carbomer 980 (BF Goodrich) | 0,5 |
| Poly(vinylpyrrolidon) | 0,25
(Feststoff) |
| Polymer
9 | 0,75
(Feststoff) |
| Propylenglycol | 1,0 |
| Benzophenon-4 | 0,1 |
| Methylparaben | 0,5 |
| Propylparaben | 0,04 |
| Triethylanolamin
(99%) | 0,5 |
| Oleth
20 | 0,2 |
| Dinatrium
EDTA | 0,05 |
Tabelle
12 Repräsentative
Haarfassoniercreme mit Gehalt an PVP/VA und anionischem Polymer
| Bestandteil | Gew.-% |
| Entionisiertes
Wasser | 96,47 |
| Polymer
von Natriumacrylat/ | |
| Glycinsoja/PPG-1,
50% (aktiv) | 1,21 |
| Poly(vinylpyrrolidon/Vinylacetat | 0,2
(Feststoff) |
| Polymer
9 | 0,4
(Feststoff) |
| Cyclomethicon | 1,56 |
| Methylbromglutarolnitril | 0,16 |
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Für den Fachmann
werden verschiedene Änderungen
und Modifizierungen an den hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen
erkennbar. Diese Änderungen
und Modifizierungen können
ohne Abweichung von dem Umfang der vorliegenden Erfindung und ohne
Beeinträchtigung
von deren begleitenden Vorteilen vorgenommen werden. Deshalb ist
vorgesehen, dass solche Änderungen
und Modifizierungen durch die beigefügten Ansprüche erfasst werden.