DE602302C - Bootshaut aus Metall fuer Faltboote - Google Patents
Bootshaut aus Metall fuer FaltbooteInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B7/00—Collapsible, foldable, inflatable or like vessels
- B63B7/06—Collapsible, foldable, inflatable or like vessels having parts of non-rigid material
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
6. SEPTEMBER 1934
6. SEPTEMBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 602302 KLASSE 65 c GRUPPE
Udo Hellwig in Dortmund-Wambel Bootshaut aus Metall für Faltboote
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Januar 1933 ab
Es ist bereits vorgeschlagen, Metallfaltboote aus einer einzigen ebenen, zusammenrollbaren
Blechtafel herzustellen, die entsprechend der Bootsform zugeschnitten ist. Die Längsseiten der zugeschnittenen Blechtafel
werden hochgewölbt, und die Enden, die Bug und Heck entsprechen, wasserdicht mit Hilfe
von Gummikeilen zusammengefügt. Versucht man jedoch, auf diese Weise aus einer ebenen
Blechtafel eine Bootsform herzustellen, so zeigt sich, daß dieses nicht möglich ist,
und zwar aus folgenden Gründen. Durch das Hochwölben der Seitenwand werden nämlich
die einzelnen in jeder Höhe der Seitenwand liegenden Seitenbordlinien nach oben zu
immer kürzer gegenüber der Länge der entsprechenden Linie bei der eben liegenden
Blechtafel. Die Blechränder müssen also nachgiebig sein. Andererseits muß sich das
Blech beim Abbau des Bootes ohne weiteres zusammenrollen lassen. Das Bootsblech wird
somit in zwei Richtungen gebogen, und zwar einmal um die Längsachse und einmal um die
Querachse. Es muß daher nach zwei Seiten in jeder Weise elastisch bleiben und zwei voneinander
ganz verschiedene Körperformen (einmal zylindrische Form und einmal Bootsform) annehmen, d. h. gewissermaßen atmen
können.
Erfindungsgemäß 'wird dies durch eine Bootshaut erreicht, die aus einer zugeschnittenen,
zusammenrollbaren Blechtafel besteht und dadurch gekennzeichnet ist, daß die äußeren
Längsränder der Blechtafel ungefähr bis in Höhe der Wasserlinie mit zum Längsrand
senkrechter Riffelung versehen sind. Es wird dies dadurch erreicht, daß das Blech, das für
die Herstellung bestimmt ist, an den Längsseiten außen in einer später näher zu beschreibenden
Weise geriffelt wird. Eine Riffelung ist bei festen Bootskörpern an sich bekannt.
Sie dient dann jedoch lediglich zur Erhöhung der Festigkeit der starren Bootskörper. Man
hat auch starre Boote mit geriffelten Doppelwandungen versehen, wobei die Zwischenräume
das Boot unsinkbar machen sollen. Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich
aber darum, die eingangs beschriebenen Vorteile zu erreichen, durch die es möglich ist,
zusammenrollbare Boote aus Blechtafeln herzustellen, ohne den sonst im Schiffsbau üblichen
Zuschnitt zu verwenden. Gleichzeitig ist die Beanspruchung dieser Blechtafeln auf
ein Mindestmaß herabgedrückt. Die Lebensdauer der derart hergestellten Faltboote wird
außerordentlich erhöht, mögen sie noch so oft auf- und abgebaut werden. Außerdem wird
durch die Riffelung die Elastizität des Bootsbleches in weiten Grenzen von der des verwendeten
Werkstoffs und der anzuwendenden Blechstärke unabhängig. Man kann also einen Werkstoff von geringerer Elastizität
verwenden, als man benutzen dürfte, wenn man das Blech nicht riffeln würde. Gleichfalls
braucht man die Blechstärke nicht mit Rücksieht auf eine gute Biegefähigkeit besonders
niedrig zu halten, sondern kann sie nach Maßgabe der gewünschten Festigkeit wählen.
Von diesem Gesichtspunkt aus erhält man somit durch die Riffelung ein Faltboot, das
S allen Ansprüchen an Festigkeit und Widerstandsfähigkeit genügt.
Die Riffelung wird zweckmäßigerweise mit einer Wellenlänge von etwa 5 bis 10 mm und
einer Wellentiefe von 0,5 bis 2 mm vofgenommen. Diesen genannten Zahlen ist eine
Bootslänge von etwa S m zugrunde gelegt. Es geht hieraus hervor, daß im allgemeinen
die Wellen 1Z500 bis 1Z1000 der Bootslänge betragen
sollen, während die Wellentiefe ihrerseits etwa a/s bis 1Z20 der Wellenlänge sein
soll. Darüber hinaus spielt jedoch die Werkstoffstärke noch eine wesentliche Rolle. Bei
dem zahlenmäßig belegten Beispiel beträgt die Werkstoffstärke etwa 0,35 mm. Bei größeren
Booten, bei denen die Blechstärke natürlich höher sein muß, wird man entsprechend mit
der Wellenlänge heraufgehen müssen, evtl. unter Beibehaltung der Wellentiefe.
Die Wellentiefe der Riffelung, die oben mit °»S bis 2 mm angegeben ist, bezieht sich auf
den äußersten Rand. Nach der Wasserlinie zu nimmt die Wellentiefe ab, und zwar hat es
sich als unbedingt notwendig erwiesen, diese Abnahme nicht gleichmäßig vorzunehmen,
sondern die Wellentiefe muß zunächst verhältnismäßig stark und dann immer schwächer
abnehmen, etwa nach Art einer Hvperbel.
In der Zeichnung ist 1 die Draufsicht auf eine am Rand gewellte Bootshaut. 2 ist ein
perspektivisch dargestellter Ausschnitt aus derselben. 3 zeigt eine Walze der Vorrichtung,
die zweckmäßig zur Herstellung der Riffelung benutzt wird. Mit 4 ist die gleiche
Walze bezeichnet,, jedoch im Schnitt. Aus dieser Darstellung geht hervor, daß die
Grundlinie der in die Walze eingearbeiteten Rillen geradlinig, während die Oberkante der
Rillen kurvenförmig verläuft, und zwar so, daß sie nach der einen Seite zu in die Ebene
der Grundlinie übergeht.
Claims (2)
1. Bootshaut aus Metall für Faltboote, bestehend aus einer zugeschnittenen, zusammenrollbaren
Blechtafel, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Längsränder der Blechtafel oberhalb der Wasserlinie
mit zum Längsrand senkrechter Riffelung versehen sind.
2. Bootshaut für Faltboote nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wellentiefe der Riffelungen vom äußeren Rand der Bootshaut nach der Wasserlinie zu nach Art einer Hyperbel abnimmt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH134825D DE602302C (de) | 1933-01-17 | 1933-01-17 | Bootshaut aus Metall fuer Faltboote |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH134825D DE602302C (de) | 1933-01-17 | 1933-01-17 | Bootshaut aus Metall fuer Faltboote |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE602302C true DE602302C (de) | 1934-09-06 |
Family
ID=7177151
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH134825D Expired DE602302C (de) | 1933-01-17 | 1933-01-17 | Bootshaut aus Metall fuer Faltboote |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE602302C (de) |
-
1933
- 1933-01-17 DE DEH134825D patent/DE602302C/de not_active Expired
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