DE603090C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit WaehlerbetriebInfo
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Landscapes
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- Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBENAM
22. SEPTEMBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 603 KLASSE 21a3 GRUPPE 37oi
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Dezember 1927 ab
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb,
bei denen einer Leitung zwei Vorwähler zugeordnet sind, von denen jeder Zugung zu einer Leitungsgruppe bestimmter
Verkehrsrichtung hat.
Ist die mit zwei Vorwählern ausgerüstete Anschlußleitung von anderen Stellen
über Verbindungseinrichtungen, z. B. Leitungswähler,
zu erreichen, so ist es erforderlich, die Anschlußleitung gegen Belegung über diese Verbindungseinrichtungen bei
Herstellung einer abgehenden Verbindung über einen der beiden Vorwähler zu sperren.
Erfindungsgemäß wird diese Sperrung der Anschlußleitung gegen ankommende Verbindungen
in einfacher zweckmäßiger Weise dadurch erreicht, daß die bei Herstellung
einer ankommenden Verbindung zu be-
ao nutzende Prüfader von dem Anrufrelais beherrscht
wird, welches sofort bei Betätigung eines Anrufes erregt wird und für die Dauer der Verbindung erregt bleibt, gleichviel über
welchen der beiden Vorwähler die Verbindung aufgebaut wird.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung liegt darin, daß für Anlagen, bei welchen
einer Anschlußleitung zwei Vorwähler zugeordnet sind, eine besonders einfache und
sichere Art der Sperrung gegen ankommende Verbindungen bei Vorliegen einer Verbindung
in einer der beiden abgehenden Verkehrsrichtungen geschaffen ist. Ein weiterer Vorteil der Anordnung liegt darin, daß die
Sperrung gegen ankommende Verbindungen so schnell als möglich erfolgt.
An und für sich ist es in Fernsprechanlagen, bei welchen den Anschlußleitungen
Vorwähler zugeordnet sind, bekannt, in Abhängigkeit des Anrufrelais eine Sperrung zu
bewirken. Bei diesen bekannten Anordnungen bleibt aber das Anrufrelais während der
Verbindung nicht dauernd an der Leitung liegen.
Ferner sind Fernsprechanlagen bekannt, bei welchen einer Anschlußleitung zwei Vorwähler
zugeordnet sind. Die für derartige Anlagen bekanntgewordenen Arten der Sperrung gegen ankommenden Verkehr
wurden in der Weise bewirkt, daß die Sperrung erst bei Anlauf eines Vorwählers bzw.
erst in Abhängigkeit des bei der Durchschaltung der Verbindung zum Ansprechen kommenden
Prüfrelais vorgenommen wird. Es können demnach bis zu diesem Zeitpunkt
immer noch trotz Einleitung einer abgehenden Verbindung ankommende Verbindungen hergestellt
werden.
*) Von dem Patenisiicher ist als der Erfinder angegeben worden:
Walter Pinell in Falkensee b. Berlin.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Der Leitung
L sind zwei Vorwähler VWI und VWII zugeordnet. Jeder Vorwähler hat Zugang
zu "einer Gruppe von- Leitungen bestimmter
Verkehrsrichtung. Während über den Vorwähler VW1 die Verbindungsleitungen der
Gruppe VL I erreicht werden, hat der Vorwähler VWH Zugang zu den Verbindungsleitungen
der Gruppe VLII. Will die anrufende Stelle eine Verbindung über eine der
Veflbindungsleitungeni FL2 herstellen, so höbt
sie den Hörer vom Haken und schließt dadurch folgenden Stromkreis: Erde, Batterie,
Relais R1, Ader 25, Hakenumschalter in der
Teilnehmerstelle (nicht dargestellt) Ader 26, Kontakt 7 ti, Kontakt 15 t2, Relais R2, Erde.
In diesem Stromkreis sprechen/ die beiden Relais R1 und R2, von denen das Relais R1 dem
Vorwähler VW1 und das Relais R2 dem Vorwähler
VWII zugeordnet ist, an. Durch den Kontakt 3 T1 wird die von einem Leitungswähler
oder einer Vielfachklinke ankommende Prüfader 22 aufgetrennt. Dadurch ist die Leitung L an den für eine ankommende Verbindung
vorgesehenen, nicht dargestellten Verbindungseinrichtungen gegen Belegung gesperrt.
Meldet sich der Teilnehmer bei einem Anruf über die Ader 22, so spricht beim Abnehmen,
des Hörers das Relais R1 an und Kontakt 3 T1 würde geöffnet. Aus diesem
Grunde legt der Schleppkontakt 3 T1 einen
Widerstand (W) in die Prüfader 22, über welchem sich das Prüfrelais hält, aber nicht
ansprechen kann. Trotzdem die Relais R1 und R2 beide ansprechen, kann nur der Drehmagnet
D2 des Vorwählers VWII eingeschaltet
werden, denn das Relais R2 hat seinen Kontakt 23 r2 im Stromkreis des Drehmagneten
D1 geöffnet, so daß trotz Schließung des Kontaktes 1 T1 der Drehmagnet nicht anlaufen
kann. Durch Schließen des Kontaktes Hr2 wird der Drehmagnet D2 eingeschaltet:
Erde, Unterbrecher U2, Magnet D2, Kontakte
13 t2, 11 r2, Batterie, Erde. Der Vorwähler
wird in bekannter Weise schrittweise bewegt. Gelangt der Prüf arm 27 auf eine freie Verbindungsleitung
VL2, so wird das Prüfrelais T2 in folgendem Stromkreis erregt: Erde,
Batterie, Kontakt 12 r2, Wicklungen II und I
des Relais T2, Schaltarm 27, Kontakt 20, Erde. Das Relais T2 spricht an, unterbricht
durch Öffnen des Kontaktes 13 i2 den Stromkreis
des Drehmagneten D2, sperrt durch Kurzschluß seiner hochohmigen Wicklung II
durch den Kontakt 14^2 die gefundene Verbindungsleitung
VL2 gegen Belegung durch einen anderen Vorwähler VW2, schaltet an
dem Kontakt 15 U das Relais R2 ab und schaltet
die Adern 25 und 26 an den Kontakten 1612 und 17^2 über die Schaltarme 28 und 29
des Vorwählers VWII auf die gefundene freie Verbindungsleitung durch.
Erfolgt nach Beendigung der Verbindung die Trennung derselben, so wird in irgendeiner
Weise der Kontakt 20 geöffnet und somit der Haltestromkreis über die Wicklung I des· ReIaJsT2 unterbrochen·. Dasr Relais T2
fällt ab und schließt durch seinen Kontakt 13 i2 den Stromkreis des Drehmagneten D2,
welcher jetzt über den geschlossenen Kopfkontakt 19 ε verläuft, der beim Anlaufen der
Vorwähler geschlossen wurde. Erreicht der Vorwähler VWII die Ruhelage, so wird der
Kontakt 19 k geöffnet.
Soll durch die anrufende Stelle eine Verbindung über eine der Verbindungsleitungen
VL1 hergestellt werden, so drückt sie die Taste AT und legt dadurch. Erde an die Ader
26 der Leitung L. Wird darauf der Hörer abgenommen, so kann nur das Relais R1 ansprechen,
da das Relais R2 durch die an die Ader 26 geschaltete Erde kurzgeschlossen ist;
Batterie, Relais JS1, Hakenumschalter (nicht
dargestellt) Taste A T, Erde. Das Relais· R1
trennt mit seinem Kontakt 3 T1 die von einem
Leitungswähler oder von einer Vielfachklinke kommende Prüf ader 22 auf und sperrt dadurch
die Leitung L an den für ankommende Verbindungen vorgesehenen, nicht dargestellten
Verbindungseinrichtungen1 gegen Belegung
Durch den Kontakt 1T1 wird der
Stromkreis für den Drehmagneten D1 geschlossen : Ei?de, Batterie, Kontakte 1T1, 5 tu
2'3r2, Magnet D1, Unterbrecher U1, Erde.
Durch den Kontakt 2 rx wird der Prüf Stromkreis für das Relais T1 vorbereitet. Der Drehmagnet
schaltet den Vorwähler schrittweise vorwärts.
Trifft der Kontaktarm 21 auf eine freie Verbindungsleitung der Gruppe VL1, so
spricht das Relais T1 in folgendem Stromkreise
an: Erde, Batterie, Kontakt 2r1; Wicklungen
II und I des Relais T1, Schaltarm 21, Kontakt 10, Erde. Das Relais T öffnet durch
seinen Kontakt 5 tt den Stromkreis für den
Drehmagneten D1, schließt durch seinen Kontakt 41 seine hochohmige Wicklung II kurz,
sperrt dadurch die belegte Leitung VL1 gegen Belegung durch einen anderen Vorwähler
VW1 und schaltet durch seine Kontakte Oi1
und 8^1 die Adern 25 und 26 der Teiliehmerleitung
L über die Schaltarme 25 und 24 des Vorwählers VW1 auf die gefundene Verbindungsleitung
der Gruppe VL1 durch. Nach Schluß der Verbindung wird in irgendeiner
Weise der Kontakt 10 betätigt und dadurch der Haltestromkreis für die Wicklung I des
Relais T1 geöffnet. Das Relais T1 fällt ab und
schließt mit seinem Kontakt 5 tt den Stromkreis
für den Drehmagneten D1. Dadurch
geht der Vorwähler in die Ruhestellung zurück. Jetzt ist der Kontakt 9 k geöffnet.
Ist bei einem von einem Leitungswähler über die Prüfader 22 kommenden Anruf der
Kontakt 3 T1 geschlossen, so wird diie Wicklung
III des Relais T1 erregt. Das Relais T1
spricht an und schaltet durch seinen Kon-, takt 1Jt1 das Anruf relais Rs von der Leitung L
ab. Die Verbindung kann dann in bekannter Weise hergestellt werden.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei denen einer Anschlußleitung zwei Vorwähler zugeordnet sind, von denen jeder Zugang zu einer Leitungsgruppe bestimmter Verkehrsrichtung hat, dadurch gekennzeichnet, dkß die bei Herstellung einer ankommenden Verbindung (beispielsweise über Leitungswähler) zu benutzende P ruf ader (22) von dem Anrufrelais (Rt) beherrscht wird, welches sofort bei Betätigung eines Anrufes erregt wird und für die Dauer der Verbindung erregt bleibt, gleichviel über welchen der beiden Vorwähler die Verbindung aufgebaut wird.
- 2. SchaltungsanordnungnachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anrufrelais die Prüfader derart beherrscht, daß für den Prüfstromkreis eine Potentialänderung (durch Einschalten des Widerstandes W) hervorgerufen wird.Hierzu. 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES83317D DE603090C (de) | 1927-12-24 | 1927-12-24 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES83317D DE603090C (de) | 1927-12-24 | 1927-12-24 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE603090C true DE603090C (de) | 1934-09-22 |
Family
ID=7510948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES83317D Expired DE603090C (de) | 1927-12-24 | 1927-12-24 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE603090C (de) |
-
1927
- 1927-12-24 DE DES83317D patent/DE603090C/de not_active Expired
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