-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Liefern
eines Jitter-basierten Taktsignals und auf eine Vorrichtung zum
Liefern eines Zufallbits, und insbesondere auf eine Vorrichtung
zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals und eine Vorrichtung
zum Liefern eines Zufallbits, die eine Diode umfassen.
-
Das
sich ausdehnende Gebiet der digitalen Kommunikation erfordert Lösungen zum
Sichern von Daten, die gespeichert sind und zu und von einem digitalen
Kommunikationssystem übertragen
werden. Kryptographische Algorithmen, die eine qualitativ hochwertige
Zufallszahlquelle erfordern, werden weit verbreitet in Kommunikationssystemen
und insbesondere in Smart Cards verwendet. Zufallszahlen werden
für geheime Schlüssel, Signaturen,
Authentifizierungsprotokolle, Füllbytes
oder Blindwerte verwendet. Typischerweise weist ein Smart-Card-Micro-Controller unter
seinen Peripheriegeräten
einen echten Zufallszahlgenerator auf. Selbst moderne Hauptplatinen
oder PCs umfassen eine Sicherheitsvorrichtung, die einen Zufallszahlengenerator
umfasst.
-
Gemäß dem Stand
der Technik wird eine direkte Verstärkung einer Rauschquelle von
einer nicht-deterministischen natürlichen Quelle, wie z. B. elektronisches
Rauschen oder radioaktiver Zerfall, Jitter-basierte Oszillatorabtastung
und zeitdiskrete chaotische Abbildungen zum Erzeugen eines Zufallsstroms
weit verbreitet ausgenutzt. Solche Techniken werden häufig kombiniert,
um ein Nah-Zufallsverhalten einer bestimmten Zufallsstromerzeugungstechnik
zu verbessern.
-
Das
Dokument „A
high-speed oscillator-based truly random number generator", M. Bucci, L. Germani, R.
Luzzi, A. Trifilet ti, M. Varanonuovo, IEEE Trans. Computers, Band
52, Nr. 4, Seiten 403–409,
April 2003, beschreibt einen echten Zufallszahlgenerator, der die
Jitter-basierte Oszillatortechnik nutzt, bei der ein Abtastoszillator
mit einer verstärkten
Rauschquelle versehen ist, um ein hohes Jitter-Zu-Mittelperiode-Verhältnis zu erreichen.
-
Das
Dokument „A
high-speed truly IC random number of source for Smart Card microcontrollers", M. Bucci, L. Germani,
R. Luzzi, P. Tommasino, A. Trifiletti, M. Varanonuovo, Proc. 9th
IEEE International Conf. On Electronics, Circuits and Systems (ICECS
2002), Seiten 239–242,
Sept. 2002, präsentiert
einen Entwurf eines äußerst schnellen,
auf thermischem Rauschen basierten Mischsignal-Zufallszahlgenerator,
der ein Nah-Zufallsverhalten
für Taktfrequenzen
von bis zu 80 MHz aufweist. Der vorgeschlagene Zufallszahlgenerator
basiert auf einer Verstärkung
von thermischem Rauschen von integrierten Widerständen. Das
verstärkte
Rauschen wird durch einen getakteten Komparator, dessen Ausgang
in einen Zufallsbitstrom gebracht ist, mit einer Referenzspannung
verglichen.
-
Die
rauschbasierte Zufallszahlerzeugungstechnik ist die beliebteste
Technik zum Erzeugen eines Zufallsstroms. Trotzdem verhindert der
Mangel an einer angemessenen Abschirmung von Leistungsversorgungs-
und Substrat-Signalen in einer Umgebung einer integrierten Schaltung
die exklusive Verwendung dieses Verfahrens für kryptographische Systeme
auf der Basis einer integrierten Schaltung. Veröffentlichte Zufallszahlgeneratorentwürfe, die
Ringoszillatoren verwenden, berichten, dass typische Oszillatorjitterpegel
nicht annähernd
ausreichen, um statistische Zufälligkeit
zu erzeugen. Folglich werden Pseudozufallstechniken hinzugefügt, um die
Ausgabe weiter zu randomisieren. Das Gleiche gilt für zeitdiskrete
Chaossysteme, die elektronisch implementiert werden können unter
Verwendung von zeitdiskreten analogen Signalverarbeitungstechniken.
-
Daher
schlägt
das Dokument „A
noise-based IC random number generator for applications in cryptography", C. S. Petrie, J.
A. Connelly, IEEE Trans. Circuits and Systems I, Band 47, Nr. 5,
Seiten 615–621,
Mai 2000, eine Kombination von Direktverstärkung, Oszillatorabtastung
und zeitdiskretem Chaos für
ein Zufallszahlerzeugungssystem vor. Verstärktes thermisches Rauschen
wird summiert in ein analog-digital-basiertes chaotisches System,
das verwendet wird, um einen stromgesteuerten Oszillator zu treiben.
Die stromgesteuerte Oszillatorausgabe wird bei einer niedrigeren
benutzer-definierten Taktfrequenz unter Verwendung eines Daten-Flip-Flops
zusammengesetzt. Aufgrund der Kombination von drei Techniken zum
Erzeugen eines Zufallsstroms ist die Architektur sehr komplex.
-
Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine kosteneffektive
Vorrichtung mit geringen Flächen- und
Leistungsanforderungen zum Liefern eines wahren deterministischen
Jitterbasierten Taktsignals, und eine Vorrichtung zum Liefern eines
Zufallsbits zu schaffen.
-
Diese
Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum Liefern eines digitalen
Taktsignals gemäß Anspruch 1
und eine Vorrichtung zum Liefern eines Zufallsbits gemäß Anspruch
7 gelöst.
-
Die
vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zum Liefern eines
Jitter-basierten Taktsignals, die folgende Merkmale umfasst:
eine
in Rückwärtsrichtung
vorgespannte Diode, wobei die Diode einen Leckstrom umfasst, der
eine Rückwärtsspannung
auf der Diode zeitabhängig
von einem Schrotrauschen des Leckstroms verringert;
eine Einrichtung
zum periodischen Erhöhen
der Rückwärtsspannung
der Diode auf einen Wert, der über
einem Schaltwert liegt, und
eine Einrichtung zum Vergleichen
der Rückwärtsspannung
der Diode mit dem Schaltwert und zum Ausgeben eines Taktsignals
abhängig
von dem Vergleich.
-
Die
vorliegende Erfindung schafft ferner eine Vorrichtung zum Liefern
eines Zufallbits, die folgende Merkmale umfasst:
eine erste
Vorrichtung zum Liefern eines ersten Jitterbasierten Taktsignals
und eine zweite Vorrichtung zum Liefern eines zweiten Jitter-basierten
Taktsignals; und
eine Einrichtung zum Vergleichen des ersten
und des zweiten Taktsignals und zum Ausgeben eines Zufallbits abhängig von
einem Ergebnis des Vergleichs.
-
Die
vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass ein Schrotrauschen
eines Leckstroms einer in Rückwärtsrichtung
vorgespannten Diode vorteilhaft zum Erzeugen eines Jitter-basierten
Taktsignals verwendet werden kann.
-
Gemäß der erfindungsgemäßen Anordnung
wird an die in Rückwärtsrichtung
vorgespannte Diode ein Eingangssignal geliefert, das die Rückwärtsspannung
der Diode periodisch erhöht.
Aufgrund dieser Charakteristik erzeugt die Vorrichtung zum Liefern
eines Jitter-basierten Taktsignals ein Jitter-basiertes Ausgangssignal von dem periodischen
Eingangssignal.
-
Das
Dokument „Analysis
of temporal noise in CMOS photodiode active pixel sensor", H. Tian, B. Fowler,
A. El Gamal, IEEE J. Solid-State Circuits, Band 36, Nr. 1, Seiten
92–101, Jan.
2001, präsentiert
eine Analyse eines Photodioden-Schrotrauschens.
-
Gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung werden zwei Vorrichtungen zum Liefern
eines Jitterbasierten Taktsignals kombiniert zum Bereitstellen einer
Vorrichtung zum Liefern eines Zufallbits. Ein wahrer Zufallsbitstrom
wird erhalten durch Vergleichen der Jitter-basierten Taktsignalausgaben
der ersten und der zweiten Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten
Taktsignals, die basierend auf dem Vergleich ein Zufallsbit ausgeben.
-
Die
erfindungsgemäße Anordnung
bietet einen sehr geringen Leistungsverbrauch, geringe Flächenanforderungen
in einer integrierten Schaltung und eine leichte Portabilität in unterschiedlichen
Entwürfen,
da keine analogen Schaltungen verwendet werden. Darüber hinaus
wird ein symmetrisches Layout möglich
für die
Vorrichtung zum Liefern eines Zufallbits, wodurch eine Empfindlichkeit
gegenüber
deterministischen Störungen
vermieden wird. Bei einem Ausführungsbeispiel,
das eine Mehrzahl von Jitter-basierten Taktsignalen umfasst, verhindert
der hohe Jitterpegel der Jitter-basierten Taktsignale eine Synchronisation
der unterschiedlichen Jitter-basierten Taktsignale aufgrund der
Leistungsversorgungs- und Substrat-Kopplungen.
-
Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden hierin nachfolgend unter Bezugnahme
auf die angehängten
Zeichnungen beschrieben.
-
1 zeigt
eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten
Taktsignals gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
2 zeigt
eine charakteristische Verringerung einer Rückwärtsspannung einer Vorrichtung
zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
3 zeigt
eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Liefern eines Zufallbits
gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
4 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung zum Liefern eines Zufallbits;
-
5 zeigt
eine schematische Ansicht der Verringerung einer Rückwärtsspannung
einer Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals;
und
-
6 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung zum Liefern eines zusätzlichen Zufallbits.
-
1 zeigt
eine Vorrichtung zum Liefern eines Jitterbasierten Taktsignals gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten
Taktsignals umfasst eine in Rückwärtsrichtung
vorgespannte Diode 1, eine Einrichtung 3 zum periodischen
Erhöhen einer
Rückwärtsspannung
der Diode 1, und eine Einrichtung 5 zum Vergleichen
der Rückwärtsspannung
der Diode 1 mit einem Schaltwert, und zum Ausgeben eines
Taktsignals abhängig
von dem Vergleich.
-
Bei
diesem Ausführungsbeispiel
ist die Diode ein in Rückwärtsrichtung
vorgespannter P-N-Übergang, wie
ein n/n+-Widerstand
diffundiert in das p-Typ-Substrat. Die Einrichtung 3 zum
periodischen Erhöhen
einer Rückwärtsspannung
der Diode 1 ist ein Tristate-Puffer und die Einrichtung 5 zum
Verglei chen einer Rückwärtsspannung
der Diode 1 mit einer Schwellenwertspannung und zum Ausgeben
eines Taktsignals abhängig
von dem Vergleich ist ein CMOS-Inverter.
-
Die
Verarmungsregion ADIFF der Diode 1 umfasst
einen Leckstrom oder Dunkelstrom IDC 10 aufgrund der
thermisch erzeugten Minoritätsträger. Ein
Schrotrauschen IDC(t) ist einem solchen
Leckstrom 10 zugeordnet. Die Verarmungsregion der in Rückwärtsrichtung
vorgespannten Diode 1 bietet eine Kapazität CDIFF 12. Der Tristate-Puffer 3 lädt eine
Rückwärtsspannung
VDIFF(t) 14 der Kapazität CDIFF 12 durch Verbinden der Diode 1 mit
einer Versorgungsspannung VDD 30.
Wenn der Tristate-Puffer 3 tristate-mäßig betrieben wird, entlädt sich die
Kapazität
CDIFF 12 aufgrund des Stroms IDC 10. Während der Entladungszeit wird
das Schrotrauschen IDC(t) des Stroms IDC 10 integriert durch die Kapazität CDIFF 12, und somit wird eine Varianz
erhalten für
die Rückwärtsspannung
VDIFF(t) 14, die eine Diffusionsspannung
der Diode 1 darstellt. Der Inverter 5 ist mit
der Verarmungsregion der Diode 1 verbunden, und vergleicht
die Rückwärtsspannung
VDIFF(t) 14 mit einer Schwellenwertspannung
VTH. Der Inverter 5 gibt ein Ausgangssignal 50 aus,
das von der Zeit abhängt,
die die Rückwärtsspannung
VDIFF(t) 14 benötigt, um sich von der Versorgungsspannung
VDD 30 zu der Schwellenwertspannung
VTH zu verringern. Somit hängt eine
Schaltzeit des Ausgangssignals 50 von einer Zufallsvariable
ab aufgrund des Schrotrauschens IDC(t).
Da der Tristate-Puffer 3 die Rückwärtsspannung VDIFF(t) 14 periodisch
erhöht,
ist das Ausgangssignal 50 ein Jitter-basiertes Taktsignal 50.
-
2 zeigt
charakteristische Verringerungen einer Diffusionsspannung VDIFF(t) 214 in einer Vorrichtung
zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals, wie es in 1 gezeigt
ist. Während
der Zeitperiode 236 verringert sich die Diffusionsspannung
VDIFF(t) 214 aufgrund eines Leckstroms
IDC. Ferner zeigt 2 ein Jitter-basiertes
Taktsignal 250, während dasselbe
von der Vorrichtung zum Liefern eines Jitterbasierten Taktsignals
ausgegeben wird.
-
Eine
erste Charakteristik 214a zeigt eine idealisierte Verringerung
der Diffusionsspannung VDIFF(t) 214 von
der Versorgungsspannung 230 aufgrund des Leckstroms IDC, falls es kein Schrotrauschen IDC(t) gibt. Wenn sich die Diffusionsspannung
VDIFF(t) 214 auf eine Schwellenwertspannung
VTH 225 verringert, wird das Ausgangstaktsignal 250 geschaltet 254.
Da ein realistischer Leckstrom IDC einer
Diode ein Schrotrauschen IDC(t) umfasst,
unterscheiden sich realistische Charakteristika 214b, 214c, 214d von
der theoretischen Charakteristik 214a. Somit kann die Verringerung
der Diffusionsspannung VDIFF(t) 214 schneller
sein (214c, 214d) oder langsamer (214b)
als die theoretische Verringerung 214a. Daher verringert
sich die Diffusionsspannung VDIFF(t) 214 auf
die Schwellenwertspannung VTH 252 nicht in einer festen
Zeitperiode, sondern nach einer Zeitperiode, die eine Zufallsvariable
umfasst. Somit hängt
die Schaltzeit 254 des Ausgangstaktsignals 250 von
der Zufallsvariable ab, die verantwortlich ist für den Jitter des Ausgangstaktsignals 250.
-
Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel
wird eine Varianz der Schaltzeit 254 genutzt, um ein Zufallsbit
zu erzeugen. 3 zeigt eine schematische Ansicht
einer Vorrichtung zum Liefern eines Zufallsbits basierend auf dem
Jitter-basierten Ausgangstaktsignal einer Vorrichtung zum Liefern
eines Jitter-basierten Taktsignals.
-
3 zeigt
eine Vorrichtung zum Liefern eines Zufallsbits, die eine erste Vorrichtung 300a zum
Liefern eines Jitterbasierten Taktsignals und eine zweite Vorrichtung 300b zum
Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals umfasst. Wie es in 1 beschrieben
ist, umfasst jede Vorrichtung 300a, 300b eine
in Rückwärtsrichtung vorgespannte
Diode 301, einen Tristate- Puffer 303 und einen Inverter 305.
Die Diode 301 umfasst einen Leckstrom IDC 310.
Eine Versorgungsspannung VDD 330 wird
an die Dioden 301 angelegt, während die Tristate-Puffer 303 in
einem aktiven Zustand sind. Die Tristate-Puffer 303 schalten
gemäß einem
periodischen Rückwärtssignal 334.
Jede Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals 300a, 300b gibt
ein Jitter-basiertes Taktsignal 350a, 350b aus.
Wie es in 2 beschrieben ist, umfasst jedes
Jitter-basierte Taktsignal 350a, 350b eine Zufallsschaltcharakteristik.
Somit variiert eine Schaltzeit der Jitter-basierten Taktsignale 350a, 300b um
eine mittlere Schaltzeit.
-
Die
beiden Jitter-basierten Taktsignale 350a, 300b werden
als eine Eingabe in eine Abtastschaltung 360 genommen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist die Abtastschaltung 360 ein digitales Flip-Flop. Das
erste Jitter-basierte Taktsignal 350a ist mit dem Dateneingang
des digitalen Flip-Flops 360 verbunden und das zweite Jitter-basierte
Taktsignal 350b ist mit dem Takteingang des digitalen Flip-Flop 360 verbunden.
Somit wird das zweite Jitter-basierte Taktsignal 350b verwendet,
um das erste Jitter-basierte Taktsignal 350a abzutasten. Das
abgetastete erste Jitter-basierte Taktsignal 350a wird
durch das digitale Flip-Flop 360 als ein Zufallsbit 362 ausgegeben.
-
Der
Wert des Zufallsbits hängt
von den Schaltzeiten der Jitter-basierten Taktsignale 350a, 300b ab. Um
einen wahren Zufallsbitstrom 362 zu erzeugen, müssen die
mittleren Schaltzeitwerte der Jitter-basierten Taktsignale 350a, 300b ausgerichtet
werden. Obwohl die Vorrichtung zum Liefern eines Zufallsbits zwei
nominal identische Vorrichtungen 300a, 300b zum
Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals umfasst, sind die beiden
mittleren Schaltzeitwerte unterschiedlich, aufgrund von Anpassungsfehlern über den
Diffusionsregionen, Treiberabschaltzeiten, Inverterschwellenwerten,
Inverterkommunikationszeiten und Zwischenverbindungsverzögerungen.
Bei dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die mittlere Schaltzeit der ersten Vorrichtung 300a kleiner
als die mittlere Schaltzeit der zweiten Vorrichtung 300b,
was zu einem unsymmetrischen Bitstrom des Zufallbits 362 führt.
-
Um
die Zeitdifferenz 356 der Schaltzeiten der beiden Jitterbasierten
Taktsignale 350a, 350b zu vermeiden, die einen
unsymmetrischen Bitstrom der Zufallbits 362 verursacht,
muss eine Ausrichtung der mittleren Schaltzeiten durch eine Rückkopplungsschleife
gesteuert werden, wie es in dem Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
zum Liefern eines Zufallbits in 4 gezeigt
ist. Gemäß dem in 3 gezeigten
Ausführungsbeispiel
umfasst das in 4 gezeigte Ausführungsbeispiel
eine erste Vorrichtung 400a und eine zweite Vorrichtung 400b zum
Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals, die durch eine Versorgungsspannung 430 versorgt
werden, die durch ein Rücksetzsignal 434 gesteuert
wird. Ein erstes und ein zweites Jitter-basiertes Taktsignal 450a, 450b werden
durch die zwei Vorrichtungen 300a, 300b zum Liefern
eines Jitter-basierten Taktsignals ausgegeben.
-
Die
Jitter-basierten Taktsignale 450a, 450b sind nicht
direkt mit einem Flip-Flop 460 verbunden, das ein Zufallsbit 462 ausgibt,
sondern mit einer Einrichtung zum Ausrichten einer mittleren Schaltzeit
des Jitter-basierten Taktsignals 450 mit einer mittleren
Schaltzeit des zweiten Jitter-basierten Taktsignals 450b.
Die Einrichtung zum Ausrichten umfasst eine Einrichtung zum Verzögern 470a, 470b der
Jitter-basierten Taktsignale 450a, 450b und einen
Zähler 472.
Die erste Einrichtung zum Verzögern 470a ist
mit dem ersten Jitter-basierten Taktsignal 450a verbunden
und gibt ein erstes verzögertes
Taktsignal 474a aus. Die zweite Einrichtung zum Verzögern 470b ist
mit dem zweiten Jitter-basierten Taktsignal 450b verbunden
und gibt ein zweites verzögertes
Jitter-basiertes Taktsignal 474b aus. Die verzögerten Taktsignale 474a, 474b sind
mit dem Flip-Flop 460 verbunden. Das Zufallsbit 462 wird
durch das Flip-Flop 460 ausgegeben durch Abtasten des ersten
verzögerten
Taktsignals 474a durch das zweite verzögerte Taktsignal 474b.
Der Zähler 472 ist
ein Auf-/Ab-Zähler,
der einen Zählwert
aufwärts
oder abwärts
zählt,
abhängig
von dem Wert des Zufallbits 462. Daher nimmt der Zähler 472 das
Zufallsbit 462 als eine Eingabe. Der Zähler 472 wird durch
das zweite verzögerte
Taktsignal 474b ausgelöst.
Abhängig
von dem Zählwert
stellt 476 der Zähler 472 eine
Verzögerungszeit
der zweiten Einrichtung zum Verzögern 470b ein.
Ferner wird das zweite verzögerte
Taktsignal 474b verwendet, um das Rücksetzsignal 434 zu
steuern, das den Zustand der Tristate-Puffer der Vorrichtung 300a, 300b zum
Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals steuert.
-
Somit
wird eine Rückkopplungsschleife
realisiert, um die mittleren Schaltzeiten des ersten und des zweiten
Jitterbasierten Taktsignals 350a, 350b auszurichten.
Das erste Jitter-basierte
Taktsignal 450a wird durch die erste Einrichtung zum Verzögern 470a um
eine Zeit ΔT1 = (T2 – T1)/2 verzögert,
während
das zweite Jitter-basierte Taktsignal 450b durch die zweite
Einrichtung zum Verzögern 470b um
eine Zeitverzögerung ΔT2 ε [T1, T2] verzögert wird.
Die Zeitverzögerung ΔT2 ist eine variable Verzögerung gemäß der eingestellten Ausgabe 476 des
Zählers 472.
Der Zähler 472 wird
verwendet, um einen Mittelwert der Zufallbits 362 zu schätzen. Eine
Präzision,
die sehr viel kleiner ist als der verfügbare Jitter der Jitterbasierten
Taktsignale 450a, 450b ist erforderlich, um die
Verzögerung ΔT2 einzustellen. Der exakte Wert der Verzögerung ΔT2 wird von einem Vorspannungsfehler erhalten,
der auf einem Mittelwert des Stroms des Zufallbits 362 toleriert
werden kann.
-
Sobald
ein Zufallsbit 462 erzeugt wurde, ausgelöst durch
eine ansteigende Flanke des zweiten verzögerten Taktsignals 474b, ist
ein neuer Rücksetzpuls
auf dem Rücksetzsignal 434 erforderlich,
um erneut die Diffusionskapazitäten
der Dioden der ersten und der zweiten Vorrichtung 400a, 400b zum
Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals zu laden. Somit wird
das zweite verzögerte
Taktsignal 474b verwendet, um Rücksetzpulse auf dem Rücksetzsignal 434 auszulösen, und
somit einen fortlaufenden Betrieb der Vorrichtung zum Liefern eines
zufallbits zu erhalten.
-
Aufgrund
der symmetrischen Anordnung der beiden Vorrichtungen 400a, 400b zum
Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals beeinträchtigen
Gleichtaktstörungen
die Zufallsbitausgabe 462 nicht, falls ein symmetrisches
Layout für
die Anordnung und insbesondere ein ineinandergreifendes Layout für die N+-Diffusionen verwendet
wird.
-
Ein
weiterer Vorteil der Rückkopplungsschleife
ist eine Kompensation der Leckstromwerte, die eine Schwankung über Prozess
und Temperatur umfassen.
-
5 zeigt
eine schematische Charakteristik der Diffusionsspannung VDIFF(t) 514 über eine Zeitperiode 536,
wie es in 2 gezeigt ist. 5 stellt
einen Jitter um eine mittlere Schaltzeit eines Jitter-basierten Taktsignals
einer Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals
dar. Die Schaltzeit entspricht einer mittleren Integrationszeit,
die die Zeit ist, die die Diffusionsspannung VDIFF(t) 514 benötigt, um
sich von der Versorgungsspannung VDD hinunter
zu der Schwellenwertspannung VTH zu verringern.
-
Eine
Datenrate des Zufallbitstroms, erzeugt durch eine Vorrichtung zum
Liefern eines Zufallbits, ist durch eine mittlere Integrationszeit
festgelegt:
-
Da
sowohl der Leckstrom IDC als auch die Kapazität CDIFF der Verarmungsregion direkt proportional sind
zu einem Diffusionsbereich ADIFF, der die
Grenze des p/n-Substrats definiert, ist die Spannungsdifferenz VDD – VTH der einzige Parameter, der verwendet werden
kann, um die Datenrate des Zufallbitstroms zu ändern.
-
Für die Varianz
der Diffusionsspannung V
DIFF(t)
514 an
dem Ende der Integrationszeit gilt:
wobei q = 1,6 × 10–19 C die
Elektronenladung ist.
-
-
Wie
es in
5 gezeigt ist, hat die Integrationszeit eine nicht-symmetrische
Wahrscheinlichkeitsverteilung und es gilt:
-
Da σ
DIFF << VDD – V
TH ist,
folgt jedoch
wobei
-
-
Aus
den Gleichungen (1), (3) und (7) folgt:
-
Bei
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist die Leistungsversorgung VDD 1,2V, der
Inverterschwellenwert VTH ist 0,8 V, der
Diffusionsbereich ADIFF ist 100 μm2, die Verarmungskapazität CDIFF ist 0,84 fF/μm2, und der Leckstrom IDC ist 0,4 pA/μm2.
-
Unter
Verwendung der oben erwähnten
Werte gilt:
jitter = 5,5 μs
und
eine Datenrate von etwa 1,2 kb/s
wird
erwartet.
-
Falls
die erhaltene Datenrate der Vorrichtung zum Liefern eines Zufallsbits
für eine
Zielanwendung zu niedrig ist, kann der hohe Jitterpegel auf den
verzögerten
Taktsignalen des in 4 gezeigten Ausführungsbeispiels
genutzt werden, um zufällige
Zufallsbits für
jeden Zyklus zu erzeugen.
-
Eine
solche Anwendung zum Erzeugen von zufälligeren Bits ist in 6 gezeigt.
Die Anordnung kann parallel zu dem in 4 gezeigten
Flip-Flop angeordnet werden. Die Anordnung umfasst ein XOR-Gatter 660, einen
Zähler 664 und
ein Ausgaberegister 665 zum Ausgeben zusätzlicher
Zufallsbits 666. Das XOR-Gatter 660 ist mit einem
ersten und einem zweiten verzögerten
Taktsignal 674a, 674b, verbunden. Die verzögerten Taktsignale 674a, 674b,
die in das XOR-Gatter 660 eingegeben werden, werden durch
die Einrichtung zum Verzögern
ausgegeben, wie es in 4 ersichtlich ist.
-
Ein
verglichenes Signal 677 ist das Ergebnis der XOR-Kombination der beiden
verzögerten
Taktsignale 674a, 674b. Ein resultierender Puls 677' hängt von
den Schaltzeiten der verzögerten
Taktsignale 674a, 674b ab, und hat daher eine
Zufallsdauer. Die Zufallsdauer wird quantifiziert durch den Zähler 664,
der einen Takteingang 678 umfasst, auf dem ein Takt geliefert
wird. Der Zähler 664 zählt die
Anzahl von Taktzyklen, in denen das verglichene Signal 677 aktiv
ist. Ausgelöst
durch einen aktiven Wert des verglichenen Signals 677 gibt
das Ausgangsregister 665 das zusätzliche Zufallsbit 666 aus.
Der Wert des Zufallsbits 666 hängt von dem Wert des Zählers 664 ab.
-
Obwohl
die vorliegende Erfindung oben unter Bezugnahme auf Tristate-Puffer,
p/n-Dioden und Inverter beschrieben wurde, ist außerdem klar,
dass die vorliegende Erfindung nicht durch die gezeigten Ausführungsbeispiele
begrenzt ist. Anstatt eines Tristate-Puffers kann jede Einrichtung
zum periodischen Laden der Kapazität der Diode verwendet werden.
Anstatt des Inverters kann jede Einrichtung verwendet werden, die
die Diffusionsspannung der Diode mit einer Schwellenwertspannung
vergleicht und ein Signal liefert, das entsprechend schaltet. Darüber hinaus
kann statt des digitalen Flip-Flops und des XOR-Gatters jede Einrichtung
verwendet werden, die ein Ausgangsbit liefert, abhängig von
einem Vergleich zwischen zwei Jitter-basierten Takteingangssignalen.
-
- 1
- Diode
- 3
- Tristate-Puffer
- 5
- Inverter
- 10
- Leckstrom
- 12
- Kapazität der Verarmungsregion
- 14
- Diffusionsspannung
- 30
- Versorgungsspannung
- 32
- Signal
zum Steuern des Tristate-Puffers
- 50
- Jitter-basiertes
Taktsignal
- 214
- Diffusionsspannung
- 230
- Versorgungsspannung
- 236
- Tristate-Zeitperiode
- 250
- Jitter-basiertes
Taktsignal
- 252
- Schwellenwertspannung
- 254
- Schaltzeit
- 214a
- erste
Charakteristik
- 214b,
214c, 214d
- zweite,
dritte, vierte Charakteristik
- 300a
- erste
Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals
- 300
- zweite
Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals
- 301
- Dioden
- 303
- Tristate-Puffer
- 305
- Inverter
- 310
- Leckströme
- 330
- Versorgungsspannung
- 334
- Rücksetzsignal
- 350a,
350b
- Jitter-basierte
Taktsignale
- 346
- Zeitdifferenz
der Schaltzeit
- 360
- Daten-Flip-Flop
- 362
- Zufallsbit
- 400a
- erste
Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals
- 400b
- zweite
Vorrichtung zum Liefern eines Jitter-basierten Taktsignals
- 430
- Versorgungsspannung
- 434
- Rücksetzsignal
- 450a
- erstes
Jitter-basiertes Taktsignal
- 450b
- zweites
Jitter-basiertes Taktsignal
- 460
- Daten-Flip-Flop
- 462
- Zufallsbit
- 470a
- erste
Einrichtung zum Verzögern
- 470b
- zweite
Einrichtung zum Verzögern
- 472
- Zähler
- 474a
- erstes
verzögertes
Taktsignal
- 474b
- zweites
verzögertes
Taktsignal
- 476
- Einstellen
der zweiten verzögerten
Zeit
- 514
- Diffusionsspannung
- 536
- Zeitperiode
- 660
- XOR-Gatter
- 664
- Zähler
- 665
- Ausgangsregister
- 666
- zusätzliches
Zufallsbit
- 674a,
674b
- verzögerte Taktsignale
- 677
- verglichene
Signale
- 678
- Takt