DE60312876T2 - Verfahren und Vorrichtung zum Auslesen von Tastaturtasten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Auslesen von Tastaturtasten Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auslesen von Tasten einer Tastatur, insbesondere einer Tastatur eines Geldautomaten, wobei die Tasten in horizontalen und vertikalen Reihen einer Matrix angeordnet sind, wobei ein erstes Abtastmuster zum Auslesen der Tasten auf die Tastatur angewendet wird, wobei das Verfahren eine erste Reihe von Schritten umfasst, die aus Folgendem bestehen:
    • – Erzeugen des ersten Abtastmusters nach dem Zufallsprinzip, das für jede der horizontalen und vertikalen Reihen einen ersten Auslesewert umfasst, der auf die horizontale bzw. die vertikale Reihe anzuwenden ist;
    • – Anwenden des ersten Abtastmusters auf die horizontalen und vertikalen Reihen während wenigstens eines ersten Mindestzeitraums;
    • – Anwenden einer Verifizierungsroutine, um zu bestimmen, ob die tatsächlichen Werte jeder horizontalen und vertikalen Reihe jenen entsprechen, die durch das erste Abtastmuster angewendet wurden, und um jene horizontalen und vertikalen Reihen zu identifizieren, bei denen der tatsächliche Wert nicht jenem entspricht, der durch das erste Muster angewendet wurde;
    • – nachdem der erste Zeitraum verstrichen ist, Wiederholen der ersten Reihe von Schritten, wenn keine horizontalen und vertikalen Reihen durch die Verifizierungsroutine identifiziert wurden.
  • Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Vorrichtung zum Auslesen von Tastaturtasten.
  • Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind aus EP-A-0 368 520 bekannt. Das bekannte Verfahren wird zum Beispiel in Geldautomaten oder Ladenkassen verwendet. Die Tasten sind allgemein als horizontale und vertikale Reihen einer Matrix angeordnet. Um eine konkrete Taste, die aktiviert wird, zu detektieren, werden die horizontalen und die vertikalen Reihen nach dem Anwenden eines nach dem Zufallsprinzip erzeugten Abtastmusters abgetastet. Die Detektion einer Veränderung in dem angewendeten Abtastmuster zeigt an, dass eine Taste aktiviert wurde. Die Aktivierung einer Taste bewirkt genauer gesagt eine Querverbindung zwischen der horizontalen Reihe und der vertikalen Reihe, auf der sich die gewählte Taste befindet. Durch ein zufälliges Erzeugen des Abtastmusters ist es für unbefugte Nutzer schwieriger, das Signal des angewendeten Abtastmusters aufzunehmen und so Informationen über die betätigten Tasten zu erlangen.
  • Ein Nachteil des bekannten Verfahrens oder der bekannten Vorrichtung ist, dass die horizontalen und vertikalen Reihen sequenziell abgetastet werden und dass es nicht möglich ist, die Sequenz der horizontalen und vertikalen Reihen auf andere Weise zu ändern als entweder unter der Sequenz der vertikalen oder der Sequenz der horizontalen Reihen selbst. Das schränkt die Möglichkeiten des Maskierens der Dateneingabe mittels der Tastatur ein.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Auslesen von Tasten einer Tastatur zu realisieren, womit es für einen unbefugten Nutzer noch schwieriger ist, Zugang zu den Daten zu erhalten, die aus der Tastatur ausgelesen werden.
  • Für diesen Zweck ist ein Verfahren zum Auslesen von Tasten einer Tastatur gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren des Weiteren umfasst:
    • – zeitweiliges Speichern eines Zeigers, der auf die horizontalen und vertikalen Reihen zeigt, die während der Verifizierungsroutine identifiziert wurden;
    • – Anwenden einer zweiten Reihe von Schritten, die nach dem Speichern des Zeigers begonnen wird, wobei die zweite Reihe von Schritten Folgendes umfasst:
    • – nachdem der erste Zeitraum verstrichen ist, Erzeugen eines zweiten Abtastmusters nach dem Zufallsprinzip (19, G2SP), das für mindestens jede der horizontalen und vertikalen Reihen, auf die der Zeiger verweist, einen zweiten Auslesewert umfasst, der auf die horizontalen und vertikalen Reihen anzuwenden ist;
    • – Anwenden des zweiten Abtastmusters auf die horizontalen und vertikalen Reihen während wenigstens eines zweiten Mindestzeitraums;
    • – Überwachen der identifizierten horizontalen und vertikalen Reihen unter Verwendung des zweiten Musters, um als aktivierte Tasten jene Tasten zu bestätigen, die sich in den identifizierten horizontalen und vertikalen Reihen befinden.
  • Weil das Abtastmuster nach dem Zufallsprinzip erzeugt wird und sich mit der anschließenden Leseoperation ändert, ist es für einen unbefugten Nutzer sehr schwierig und nahezu unmöglich, das angewendete Abtastmuster zu erkennen. Da das Muster die horizontalen wie auch die vertikalen Reihen für anschließende Leseoperationen ändern kann, ist es notwendig, ein erstes und ein zweites Abtastmuster während eines ersten und eines zweiten Zeitraums anzuwenden, um eine ausgewählte Taste zu erkennen. Die Änderung des Abtastmusters, das auf die horizontalen wie auch die vertikalen Reihen angewendet wird, macht es sehr schwierig, horizontale und vertikale Reihen einfach anhand aufgefangener Strahlung zu erkennen, weil die Logik zwischen horizontalen und vertikalen Reihen in dieser aufgefangenen Strahlung nicht mehr vorhanden ist.
  • Eine erste bevorzugte Ausführungsform eines Verfahrens gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Zeitraum nach dem Zufallsprinzip festgelegt werden. Durch das zufällige Festlegen des ersten und des zweiten Zeitraums ändert sich nicht nur das angewendete Abtastmuster, sondern auch der Zeitraum, während dem das Muster angewendet wird. Dadurch wird es für einen unbefugten Nutzer noch schwieriger, Zugriff auf die Daten der ausgewählten Tasten zu erhalten, weil sich zu viele Parameter ändern.
  • Eine zweite bevorzugte Ausführungsform des Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Überwachen unterbrochen wird, wenn festgestellt wird, dass die tatsächlichen Werte der überwachten horizontalen und vertikalen Reihen jenen entsprechen, die durch das zweite Abtastmuster angewendet werden, wobei auf diese Unterbrechung eine Rückkehr zu der ersten Reihe von Schritten folgt. Dies würde anzeigen, dass entweder die Taste losgelassen wurde oder dass während des vorangegangenen Schrittes ein Fehler auftrat. Auf jeden Fall besagt es, dass es nicht länger erforderlich ist, den gegenwärtigen Überwachungsvorgang fortzusetzen. Wenn die Taste losgelassen wird, braucht nicht mehr verifiziert zu werden, ob die überwachte Taste aktiviert wurde. Wenn die Taste versehentlich oder aufgrund einer Störung aktiviert wurde, so braucht diese Taste nicht mehr überwacht zu werden.
  • Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zum Implementieren des Verfahrens.
  • Die Erfindung wird nun in Bezug auf die Zeichnungen, die eine bevorzugte Ausführungsform eines Verfahrens und einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung veranschaulichen, näher besprochen. In diesen Zeichnungen ist Folgendes dargestellt:
  • 1 veranschaulicht schematisch eine Datenverarbeitungseinheit mit einer Vorrichtung zum Auslesen von Tasten einer Tastatur.
  • 2 veranschaulicht einen Matrixaufbau für eine Tastatur.
  • 3 veranschaulicht anhand eines Flussdiagramms eine bevorzugte Ausführungsform eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • In den Zeichnungen sind gleichen oder analogen Elementen die gleichen Bezugszeichen zugewiesen.
  • Die schematisch in 1 gezeigte Datenverarbeitungseinheit umfasst einen Bus 1, an den eine Verarbeitungskomponente 2, zum Beispiel ein Mikroprozessor, angeschlossen ist. Des Weiteren ist ein Speicher 3 an den Bus angeschlossen. Der Speicher dient dem Speichern von Verarbeitungsdaten und Programmen, die unter der Steuerung der Verarbeitungskomponente 3 auszuführen sind. Eine Schnittstelle 4 ist ebenfalls an den Bus 1 angeschlossen. Eine Tastatur 5 ist an die Schnittstelle angeschlossen, um Nutzerdaten einzugeben. Wenn die Datenverarbeitungseinheit zu einem Geldautomaten oder zu einem Endgerät gehört, das sichere Daten zu verarbeiten hat, so dient die Tastatur dem Einge ben sicherer Daten, wie zum Beispiel eines PIN(Persönlichen Identifikationsnummer)-Codes.
  • Wie in 2 veranschaulicht, sind die Tasten 6r,c der Tastatur 5 gemäß einem Matrixaufbau aus horizontalen und vertikalen Reihen angeordnet. Die horizontalen Reihen sind jeweils mit einer Leitung der ersten Gruppe von Leitungen 7 verbunden, während die vertikalen Reihen jeweils mit einer Leitung der zweiten Gruppe von Leitungen 8 verbunden sind. Die klassische Art des Auslesens der Tasten ist, ein erstes Abtastmuster auf die vertikalen Reihen anzuwenden und die Leitungen auszulesen. Wenn also eine Taste ausgewählt wird, sei es über einen Druck auf die Taste oder über einen Berührungsbildschirm, so fungiert die Taste als ein Schalter, der die horizontale und die vertikale Reihe, auf der sich die ausgewählte Taste befindet, miteinander verbindet. Das letztere Ausleseverfahren eignet sich für Daten, die nicht gesichert zu werden brauchen. Für sichere Daten hingegen ist dieses Verfahren nicht mehr zweckmäßig, da es zu einfach ist, das Abtastsignal von außerhalb aufzufangen und sich auf diese Weise Zugang zu den sicheren Daten zu verschaffen. Die durch und durch systematische Vorgehensweise, mit der die Tasten jedes Mal abgetastet werden, kann praktisch ganz einfach detektiert werden. Das anschließend angewendete identische Abtastmuster fungiert als Antennensignal, das aufgefangen werden kann.
  • Um ein Ausleseverfahren, das mehr Sicherheit bietet, anzuwenden, schlägt die vorliegende Erfindung vor, das Abtastmuster zu ändern, das auf die Tasten der Tastatur angewendet wird. Diese Änderung impliziert, dass nicht jedes Mal für jeden Auslesevorgangszyklus ein identisches Muster, sondern ein anderes, zufällig erzeugtes Muster angewendet wird. In der bevorzugten Ausführungsform wird das angewendete Abtastmuster jedes Mal für jeden Auslesezyklus geändert, indem jedes Mal das Muster nach dem Zufallsprinzip erzeugt wird. Jedoch könnte das gleiche zufällig erzeugte Abtastmuster auch während einer zuvor festgelegten Anzahl, oder sogar einer zufällig erzeugten Anzahl, von anschließenden Abtastperioden angewendet werden. Zum Beispiel könnte während zehn anschließender Perioden das gleiche Abtastmuster angewendet werden. Da die Ausleseperioden allgemein kurz sind, weniger als 3 Sekunden, ist es selbst dann, wenn das gleiche Muster über mehrere anschließende Perioden hinweg angewendet wird, noch sehr schwierig, das Abtastmuster ohne einen physischen Eingriff in die Tastatur oder die Verarbeitungseinheit aufzufangen. Wenn der unbefugte Nutzer trotzdem versuchen sollte, die Vorrichtung aufzubrechen, so würde dies zu einem Manipulationszustand führen, der eine Neutralisierung der Vorrichtung zur Folge hätte.
  • Das nach dem Zufallsprinzip erzeugte Abtastmuster ermöglicht das Ändern einer großen Anzahl von Parametern. So können die speziellen Auslesewerte, die auf die horizontalen oder vertikalen Reihen angewendet werden, zum Beispiel zwischen den logischen Werten 0 oder 1, oder es könnten sogar Werte höher als eine logische 1 angewendet werden. Die Art und Weise, in der die horizontalen und vertikalen Reihen ausgelöst werden, kann variieren. So können zum Beispiel während eines Zyklus die horizontalen Reihen zur Eingabe verwendet werden und die vertikalen Reihen zur Ausgabe verwendet werden, während in einem anschließenden Zyklus die vertikalen Reihen zur Eingabe und die horizontalen Reihen zur Ausgabe verwendet werden. Alternativ könnten einige horizontale Reihen und einige vertikale Reihen zur Eingabe verwendet werden, und die übrigen könnten zur Ausgabe verwendet werden. Des Weiteren kann der Zeitraum, während dem das Abtastmuster auf die Tasten angewendet wird, durch zufälliges Erzeugen eines Zeitraums geändert werden. Wie im Fall des Anwendens des Abtastmusters könnte auch der Zeitraum für eine zuvor festgelegte oder zufällig bestimmte anschließende Anzahl von Zyklen der gleiche sein.
  • Die Tatsache, dass das angewendete Abtastmuster sich ändert, erfordert besondere Maßnahmen zum Auslesen der Tasten, wie im Weiteren mit Bezug auf 3 beschrieben wird. Unter der Steuerung der Datenverarbeitungskomponente wird die Tastatur in einen gesicherten Modus versetzt. Dies wird zum Beispiel durch das Einführen einer Bankkarte oder durch Berühren einer der Tasten der Tastatur zum Einleiten eines Vorgangs ausgelöst. Das Umschalten in einen gesicherten Modus wird zum Beispiel durch Unterbrechen des normalen Auslesevorgangs und durch Starten des sicheren Verfahrens mittels eines Unterbrechungssignals realisiert. Sobald der gesicherte Modus gestartet wurde (10; STR), löst die Verarbeitungskomponente den Abtastmustergenerator aus, der einen Zufallsgenerator umfasst, um nach dem Zufallsprinzip ein erstes Abtastmuster und einen ersten Mindestzeitraum zu erzeugen (11; RG1SP) und es während wenigstens des ersten Mindestzeitraums auf die Tasten der Tastatur anzuwenden. Es ist zu beachten, dass das zufällige Erzeugen des ersten Zeitraums in einer bevorzugten Ausführungsform verwendet wird, da es die Sicherheitsstufe erhöht. Jedoch kann das hier behandelte Verfahren ebenfalls angewendet werden, wenn ein zuvor festgelegter Zeitraum verwendet wird. Dieser Mindestzeitraum beträgt zum Beispiel 1 ms und kann bis 2 ms gehen. Das erste Abtastmuster umfasst für jede horizontale Reihe und jede vertikale Reihe einen ersten Auslesewert, der auf die horizontalen Reihen bzw. die vertikalen Reihen anzuwenden ist.
  • Nach dem Anwenden des ersten Abtastmusters führt die Verarbeitungskomponente eine Verifizierungsroutine mittels einer Verifikationskomponente aus, die ein Teil der Datenverarbeitungseinheit ist. Die Verifizierungsroutine, die eine erste Reihe von Schritten (11, 12, 13, 14, 15, 16) umfasst, überprüft zuerst die vertikalen Reihen (12, VMC), um zu verifizieren, ob der tatsächliche Wert, der durch das erste Abtasten auf die vertikalen Reihen angewendet wurde, noch vorhanden ist. Genauer gesagt, wenn keine Taste auf der abgetasteten vertikalen Reihe aktiviert wurde (12; N), so entspricht der tatsächliche Wert auf dieser vertikalen Reihe demjenigen, der durch das erste Abtastmuster angewendet wurde. Wenn andererseits eine Taste auf der abgetasteten vertikalen Reihe aktiviert wurde (12; Y), so entspricht der tatsächliche Wert nicht mehr demjenigen, der durch das erste Abtastmuster angewendet wurde, da die Aktivierung der Taste ein Umschalten zwischen einer vertikalen Reihe und einer horizontalen Reihe bewirkt hat, was zu einer Änderung des angewendeten Wertes führt.
  • Wenn die Verifizierungsroutine detektiert hat, dass eine vertikale Reihe ausgewählt wurde (12; Y), so verifiziert sie (13; VVC), ob es eine gültige vertikale Reihe ist. Dies wird zum Beispiel dadurch realisiert, dass verifiziert wird, ob der tatsächliche Wert im Rahmen des angewendeten Auslesewertes akzeptabel ist, oder indem verifiziert wird, ob auf der augenblicklichen Stufe des Ablaufs die verifizierte vertikale Reihe aktiv sein sollte. So könnte zum Beispiel versehentlich die OK-Taste beim Eingeben eines PIN-Codes gedrückt worden sein. Wenn dann die vertikale Reihe, die der OK-Taste entspricht, identifiziert worden wäre, so würde sie auf dieser Stufe trotzdem nicht als eine gültige vertikale Reihe angesehen werden, weil nur vertikale Reihen, die mit Zahlentasten verknüpft sind, als gültig angesehen werden.
  • Wenn die ausgewählte vertikale Reihe als gültig angesehen wird, so wird ein Zähler für die identifizierte vertikale Reihe inkrementiert, und es wird geprüft, ob der durch den Zähler angezeigte Betrag eine zuvor festgelegte Anzahl erreicht hat. Diese zuvor festgelegte Anzahl hängt von dem Zeitraum ab, während dem das erste Muster angewendet wird. Je kürzer der Zeitraum ist, desto größer ist die Anzahl. Wenn der Zähler die zuvor festgelegte Anzahl (13, Y) erreicht hat, so wird die betreffende vertikale Reihe als eine gültige vertikale Reihe identifiziert (14; SVC), und diese Identifikationsdaten werden vorübergehend im Speicher gespeichert. Wenn andererseits der Zähler nicht die zuvor festgelegte Anzahl erreicht hat (13, N), so wird die vertikale Reihe nicht als eine gültige vertikale Reihe identifiziert. Die Verwendung eines Zählers erlaubt das mehrmalige Wiederholen der Verifizierungsroutine, wodurch die Verlässlichkeit der Tastenidentifikation erhöht wird. Die Verifizierungsroutine wird entweder einige Male unter Verwendung des gleichen ersten Abtastmusters wiederholt, oder sie wird wiederholt, wobei jedes Mal nach dem Zufallsprinzip ein neues Abtastmuster und ein neuer Zeitraum erzeugt werden.
  • Ein analoger Ablauf wird anschließend für die horizontalen Reihen der Tastatur (15; VMR), (16; VVR) und (17; SVR) realisiert. Wenn eine gültige horizontale Reihe identifiziert wird, so führt das zur Identifikation (17; SVR) einer gültigen horizontalen Reihe. Wenn keine gültigen horizontalen und vertikalen Reihen identifiziert wurden, so wird die erste Reihe von Schritten der Routine ab Schritt 11 wiederholt.
  • Nachdem eine horizontale Reihe identifiziert wurde, wird durch die Verifizierungsroutine (18; VRC) überprüft, ob sowohl eine horizontale Reihe als auch eine vertikale Reihe identifiziert wurden. Dies wird zum Beispiel realisiert, indem man den Speicher liest, in dem die identifizierte horizontale Reihe und die identifizierte vertikale Reihe gespeichert sind. Wenn dies der Fall ist, so wird ein Zeiger zu der identifizierten horizontalen Reihe und der identifizierten vertikalen Reihe und somit zu der identifizierten Taste gespeichert (19, G2SP). Wenn keine gültige horizontale Reihe oder vertikale Reihe identifiziert wurde, so wird die erste Reihe von Schritten wiederholt.
  • Da sich das Muster ändert, benötigt die Ausleseroutine, nachdem eine horizontale Reihe und eine vertikale Reihe identifiziert wurden und ein Zeiger gespeichert wurde, eine zweite Reihe von Schritten, um die aktivierte Taste unzweideutig zu bestimmen. Wenn ein Zeiger gespeichert wurde, so wird ein zweites Abtastmuster erzeugt und während eines zweiten Mindestzeitraums auf die Tasten angewendet (20; A2SP). In einer analogen Weise, wie für die erste Reihe von Schritten, wird das zweite Abtastmuster nach dem Zufallsprinzip erzeugt, und vorzugsweise auch der zweite Mindestzeitraum. Die Schritte 21 (VMC), 22 (WC), 23 (SVC), 24 (VMR), 25 (VVR), 26 (SVR) und 27 (VRC) sind analog den Schritten 12, 13, 14, 15, 16, 17 und 18 der ersten Reihe, jedoch mit dem Unterschied, dass nun das zweite Abtastmuster und der zweite Zeitraum verwendet werden. Des Weiteren werden vorzugsweise nur die horizontalen und vertikalen Reihen berücksichtigt, auf die gezeigt wird. Es könnte jedoch ebenso möglich sein, die zweite Reihe auf alle horizontalen und vertikalen Reihen anzuwenden.
  • Wie zuvor mit Bezug auf das erste Abtastmuster beschrieben, wird verifiziert, ob eine gültige vertikale Reihe und horizontale Reihe identifiziert werden können. Das geschieht, um zu überwachen, ob die Taste, auf die durch die Zeiger gezeigt wird, noch aktiviert ist. Wenn die Überwachungsroutine feststellt, dass keine gültige horizontale Reihe oder vertikale Reihe identifiziert werden kann (21; N) und (25; N), so wird die Routine wieder ab (11; RG1SP) begonnen. Wenn die Überwachungsroutine andererseits feststellt, dass eine gültige horizontale Reihe und vertikale Reihe identifiziert werden können, so wird die Überwachungsroutine erneut gestartet, und es wird ein weiteres Abtastmuster erzeugt (29; RGFSP) und über einen weiteren Mindestzeitraum hinweg auf die verwiesene Taste angewendet. Dieser Neustart wird wiederholt, bis der Zähler seinen zuvor festgelegten Wert erreicht hat.
  • Wenn festgestellt wurde, dass die Taste, auf die gezeigt wird, mittels der Überwachungsroutine erneut identifiziert wurde, so wird die Taste als aktiviert (28; SK) bestätigt, und diese Information wird in die Verarbeitungskomponente zur Weiterverarbeitung eingespeist.
  • Unter der Überwachungsroutine würde es auch möglich sein, das Loslassen der verwiesenen Taste als eine Möglichkeit zur Bestätigung zu nutzen, dass die verwiesene Taste aktiviert wurde. Dies könnte dadurch realisiert werden, dass man verifiziert, ob für die Taste, auf die gezeigt wird, der tatsächliche Wert dem angewendeten Wert entspricht. Genauer gesagt, wenn die verwiesene Taste losgelassen wurde, so fungiert die Taste nicht mehr als ein Schalter, und das angewendete Abtastmuster wird erkannt. Somit ist das Vorhandensein des angewendeten Abtastmusters ein Hinweis darauf, dass die verwiesene Taste losgelassen wurde.

Claims (6)

  1. Verfahren zum Auslesen von Tasten einer Tastatur (5), insbesondere einer Tastatur eines Geldautomaten, wobei die Tasten in einer Matrix aus horizontalen und vertikalen Reihen angeordnet sind, wobei ein erstes Abtastmuster zum Auslesen der Tasten auf die Tastatur angewendet wird, wobei das Verfahren eine erste Reihe von Schritten umfasst, die aus Folgendem bestehen: – Erzeugen des ersten Abtastmusters nach dem Zufallsprinzip (11, RG1SP), das für jede der horizontalen und vertikalen Reihen einen ersten Auslesewert umfasst, der auf die horizontale bzw. die vertikale Reihe anzuwenden ist; – Anwenden des ersten Abtastmusters auf die horizontalen und vertikalen Reihen während wenigstens eines ersten Mindestzeitraums; – Anwenden einer Verifizierungsroutine (12, VMC; 13, VMR), um zu bestimmen, ob die tatsächlichen Werte jeder horizontalen und vertikalen Reihe jenen entsprechen, die durch das erste Abtastmuster angewendet wurden, und um jene horizontalen und vertikalen Reihen zu identifizieren, bei denen der tatsächliche Wert nicht jenem entspricht, der durch das erste Muster angewendet wurde; – nachdem der erste Zeitraum verstrichen ist, Wiederholen der ersten Reihe von Schritten, wenn keine horizontalen und vertikalen Reihen durch die Verifizierungsroutine identifiziert wurden; dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren des Weiteren Folgendes umfasst: – zeitweiliges Speichern eines Zeigers, der auf die horizontalen und vertikalen Reihen zeigt, die während der Verifizierungsroutine identifiziert wurden; – Anwenden einer zweiten Reihe von Schritten, die nach dem Speichern des Zeigers begonnen wird, wobei die zweite Reihe von Schritten Folgendes umfasst: – nachdem der erste Zeitraum verstrichen ist, Erzeugen eines zweiten Abtastmusters nach dem Zufallsprinzip (19, G2SP), das für mindestens jede der horizontalen und vertikalen Reihen, auf die der Zeiger verweist, einen zweiten Auslesewert umfasst, der auf die horizontalen und vertikalen Reihen anzuwenden ist; – Anwenden des zweiten Abtastmusters auf die horizontalen und vertikalen Reihen während wenigstens eines zweiten Mindestzeitraums; – Überwachen der identifizierten horizontalen und vertikalen Reihen unter Verwendung des zweiten Musters, um als aktivierte Tasten jene Tasten zu bestätigen, die sich in den identifizierten horizontalen und vertikalen Reihen befinden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Zeitraum nach dem Zufallsprinzip festgelegt werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Reihe von Schritten anschließend eine zuvor festgelegte Anzahl von Malen angewendet wird und dass jedes Mal, nachdem die Verifikationsroutine während des anschließenden Anwendens der ersten Reihe von Schritten eine horizontale und eine vertikale Reihe identifiziert hat, ein Zähler für die identifizierte horizontale und vertikale Reihe inkrementiert wird, wobei der Zähler den Zweck hat, ein Speichersignal zu erzeugen, sobald eine zuvor festgelegte Zahl erreicht ist, wobei der Zeiger unter der Steuerung des Speichersignals gespeichert wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Überwachen unterbrochen wird, wenn festgestellt wird, dass die tatsächlichen Werte der überwachten horizontalen und vertikalen Reihen jenen entsprechen, die durch das zweite Abtastmuster angewendet wurden, wobei auf das Unterbrechen eine Rückkehr zu der ersten Reihe von Schritten folgt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestätigung durch Anwenden einer weiteren Verifikationsroutine realisiert wird, um zu bestimmen, ob die tatsächlichen Werte wenigstens jener horizontalen und vertikalen Reihen, auf die durch die Zeiger verwiesen wird, jenen Werten entsprechen, die durch das zweite Abtastmuster angewendet wurden, und um jene horizontalen und vertikalen Reihen zu identifizieren, bei denen der tatsächliche Wert nicht jenem entspricht, der durch das zweite Muster angewendet wurde.
  6. Vorrichtung zum Auslesen von Tasten einer Tastatur (5), insbesondere einer Tastatur eines Geldautomaten, wobei die Tasten in einer Matrix aus horizontalen und vertikalen Reihen angeordnet sind, wobei die Vorrichtung einen Abtastmustergenerator umfasst, der den Zweck hat, ein erstes Abtastmuster zu erzeugen, das es ermöglicht, die Tasten auszulesen, wobei die Vorrichtung des Weiteren ein erstes Mittel umfasst, um das erste Abtastmuster während mindestens eines ersten Mindestzeitraums auf die Tasten anzuwenden, wobei die Vorrichtung des Weiteren einen Zu fallsgenerator umfasst, der den Zweck hat, das erste Abtastmuster nach dem Zufallsprinzip zu erzeugen, das für jede der horizontalen und vertikalen Reihen einen ersten Auslesewert umfasst, der auf die horizontale bzw. die vertikale Reihe anzuwenden ist, wobei die Vorrichtung des Weiteren ein Verifizierungselement umfasst, das den Zweck hat, eine Verifizierungsroutine anzuwenden, die eine Verifizierung umfasst, ob der tatsächliche Wert jeder horizontalen und vertikalen Reihe jenem entspricht, der durch das erste Muster angewendet wurde, und die eine Identifizierung jener horizontalen und vertikalen Reihen umfasst, bei denen der tatsächliche Wert nicht jenem entspricht, der durch das erste Muster angewendet wurde, dadurch gekennzeichnet, dass die Verifizierungsroutine des Weiteren eine zeitweilige Speicherung eines Zeigers zu den identifizierten horizontalen und vertikalen Reihen und ihrem tatsächlichen Wert umfasst, wobei der Abtastmustergenerator des Weiteren den Zweck hat, nachdem der erste Zeitraum verstrichen ist, nach dem Zufallsprinzip ein zweites Abtastmuster zu erzeugen, das für mindestens jede der horizontalen und vertikalen Reihen, auf die der Zeiger verweist, einen zweiten Auslesewert umfasst, der auf die horizontale bzw. die vertikale Reihe anzuwenden ist, wobei das erste Mittel des Weiteren den Zweck hat, das zweite Abtastmuster während wenigstens eines zweiten Mindestzeitraums auf die Tasten anzuwenden, wobei das Verifizierungselement des Weiteren den Zweck hat, die identifizierten horizontalen und vertikalen Reihen unter Verwendung des zweiten Musters zu überwachen, um als aktivierte Tasten jene Tasten zu bestätigen, die sich in den identifizierten horizontalen und vertikalen Reihen befinden.
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