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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist im Allgemeinen auf ein System zur Bestimmung
einer Kennung auf einen Identifikationsetikett gerichtet, und insbesondere
auf ein Übertragungsfunktionssystem
zur Bestimmung einer Kennung auf einem Oberflächenwellen (SAW)-Identifikationsetikett.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Um
den hochfrequenten Identifikations-(RFID)-etiketten des Standes
der Technik innewohnende existierende Begrenzungen bezüglich Kosten,
Datenkapazität
und verlässlichen
Bereich zu benennen und zu überwinden,
ist eine neue RFID-Technologie entwickelt worden. Diese neue Technologie
verwendet akustische Oberflächenwellen
(SAW)-Vorrichtungen, wie bspw. Identifikationsetiketten und ist
detailliert in U.S. Patenanmeldung Nr. 10/024,624 mit dem Titel "Surface Acoustic
Wave Identification Tag Having Enhanced Data Content and Methods
of Operation and Manufacture Thereof", Hartmann, Clinton S. ("Hartmann Eins"), beschrieben, die
allgemein zu der Erfindung zugehörig
ist. Die Grundsätze,
die verwendet werden, um Daten auf SAW-Etiketten zu kodieren, schließen gleichzeitige
Phasen- und Zeitverschiebungsänderung
ein und sind detailliert in U.S. Patentanmeldung Nr. 10/062,833
mit dem Titel "Modulation
by Phase and Time Shift Keying and Method of Using the Same", Hartmann, Clinton
S. (Hartmann-Zwei),
beschrieben, die ebenfalls allgemein zu der Erfindung zugehörig ist.
Die Grundsätze,
die verwendet werden, um Daten durch Kombinieren von Mehr-Impulsen
pro Gruppenveränderung
mit gleichzeitiger Phasen- und Zeitverschiebungsänderung zu kodieren, sind detailliert
in U.S. Patentanmeldung Nr. 10/062,894 mit dem Titel "Modulation by Combined
Multi-pulse per Group with Simultaneous Phase and Time Shift Keying
and Method of Using the Same",
Hartmann, Clinton S. (Hartmann-Drei),
beschrieben, die ebenfalls allgemein zu der Erfindung zugehörig ist.
Zusätzliche
sachbezogene Information, die die SAW-Identifikationsetiketts betrifft
und SAW-Identifikationsetikett-Leser,
ist detailliert in U.S. Patentanmeldung Nr. 10/066,249 mit dem Titel "Reader for a High
Information Capacity Saw Identification Tag and Method of Use Thereof", Hartmann, Clinton
S. ("Hartmann Vier"), dargelegt, die
ebenfalls allgemein zu der Erfindung zugehörig ist.
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Ein
abgefragtes RFID-Etikett reflektiert oder sendet ein Funksignal
in Reaktion auf ein Abfragesignal zurück. Das zurückgesendete oder Antwortsignal
weist die Daten auf, die, wenn sie dekodiert werden, das Etikett
identifizieren und jedes Objekt zu dem das Etikett gehört. Eine
SAW-Vorrichtung, die als ein Identifikationsetikett verwendet wird,
kann mit einer großen
Menge Daten kodiert werden. Wenn man mit 64 oder 96 Bit Daten kodiert,
gemäß bestimmten
elektronischen Produktcode (EPC) Spezifikationen, und wenn solche
Etiketts nützlich
sein sollen, wird ein zuverlässiges
System und Verfahren benötigt,
um das Etikett aus einer Entfernung genau zu identifizieren.
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Das
Problem kann am besten im Zusammenhang mit einem Benutzer verstanden
werden, der er eine große
Anzahl von Objekten hat, wobei jedes sein eigenes eindeutiges Identifikationsetikett
aufweist. Um ein bestimmtes Objekt unter der großen Anzahl von Objekten zu
identifizieren, wird der Benutzer ein Abfragesignal senden, das
gleichzeitig von einem Etikett eines jeden Objekts empfangen wird.
Wenn jedes auf das Abfragesignal antwortet, wird eine große Datenmenge
vorhanden sein, aus der das Signal eines einzelnen Etiketts isoliert
und identifiziert werden muss. Folglich ist es für die SAW-Etiketten wichtig, dass sie auf eine
Art und Weise kodiert werden, dass Etiketten leicht voneinander
unterschieden werden können.
Es wird ein System benötigt, das
verwendet werden kann, um SAW-Etiketten mit eindeutigen Daten zu
kodieren, die leicht von den Daten, die auf anderen SAW-Etiketten kodiert
sind, unterschieden werden können.
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U.S.
Patent Nr. 6,455,979 von Reindl, et al. erörtert ein piezoelektrisches
Material-Substrat mit einem Wandler, der auf einer Oberfläche angeordnet
ist, das eine Oberflächenwelle
in der Oberfläche
erzeugt, und einer Reflektorstruktur, die ein Antwortsignal zurücksendet.
Allerdings offenbart Reindl keine Reflektoren, die konstruiert sind,
um als Codeelemente, basierend auf ihren Positionen, basierend sowohl
auf einer Reflektor-Impulsposition
als auch einer Reflektor-Phasenposition, zu funktionieren.
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Dementsprechend
wird in der Technik ein zuverlässiges
System zum Bestimmen der eindeutigen Kennung, die auf einem SAW-Identifikationsetikett
kodiert ist, das einfach dekodiert werden kann, um die Objekte, zu
denen es zugehörig
ist, zu identifizieren.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Um
die obengenannten Unzulänglichkeiten
des Standes der Technik zu behandeln, stellt die vorliegende Erfindung
in Ausführungsbeispielen
ein Übertragungsfunktionssystem
zur Bestimmung eines Oberflächenwellen
(SAW)-Identifikationsetiketts
bereit und ein Verfahren zum Betreiben derselbigen.
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Bei
einem Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein System zur Bestimmung
einer Kennung auf einem Oberflächenwellen-Identifikationsetikett
gemäß Anspruch
1 bereit.
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Bei
einem weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum Betreiben eines Systems zur Bestimmung einer Kennung auf einem
Oberflächenwellen-Identifikationsetikett
gemäß Anspruch
11 bereit.
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Die
vorliegende Erfindung stellt folglich ein System zur Bestimmung
der eindeutigen Kennung bereit, die auf einem SAW-Identifikationsetikett
kodiert ist. Das System macht von bestimmten bekannten Eigenschaften
der SAW-Identifikationsetikette
Gebrauch, die passive Vorrichtungen sind, um charakteristische,
vorhersagbare Antworten zu erzeugen, wenn sie durch ein Abfragesignal
angeregt werden. Da das Abfragesignal bestimmte vorgegebene Eigenschaften
aufweist, die vorhersagbar durch Reflektoren beeinflusst werden
können,
die auf dem SAW-Identifikationsetikett angeordnet sind, liefert
eine Analyse dieses reflektierten Antwortsignals die Konfiguration
des SAW-Identifikationsetiketts.
Das heißt,
dass das Antwortsignal Eigenschaft des SAW-Identifikationsetiketts
aufweist, die auf das Abfragesignal übertragen werden. Folglich
sind mögliche
Antworten des SAW-Identifikationsetiketts, da die Eigenschaften
des Abfrageimpulses bekannt sind, auf einen Abfrageimpuls ebenfalls
bekannt; auf diese Weise erlaubt es ein bestimmtes SAW-Identifikationsetikett,
basierend auf einer Übertragung
durch das SAW-Identifikationsetikett von Information auf das Abfragesignal,
zu identifizieren.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung, weist das RF-Abfragesignal
eine Trägerfrequenz
von etwa 2,44 GHz. auf. Natürlich
keine jede andere Frequenz verwendet werden und weiter in dem beabsichtigten Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung sein. In einem besonders nützlichen
und wandlungsfähigen
Ausführungsbeispiel
stellt das System eine Gruppe von Reflektororten auf dem Substrat
bereit. Ein Aspekt dieses Ausführungsbeispiels
stellt mehrere solche Gruppen bereit, die auf dem Substrat angeordnet
werden. Ein weiterer Aspekt stellt eine Gruppe bereit, die aus 21
Reflektororten hergestellt wird, wobei zwei Reflektoren darin durch
mindestens zehn Reflektororte voneinander getrennt angeordnet sind.
Bei einem weiteren Aspekt umfasst die Gruppe 16 Reflektorschlitzorte
mit einem einzelnen darin angeordneten Reflektor.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
des Systems, sind vierzehn Gruppen von Reflektororten auf dem Substrat
angeordnet. Ein nützliches
Merkmal dieses Ausführungsbeispiels
ist, dass bis zu 80 Bit Daten auf dem Identifikationsetikett kodiert
werden können.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung, sind neunzehn Gruppen auf dem Substrat angeordnet,
was die Kodierung von bis zu 112 Bit Daten auf dem Identifikationsetikett
ermöglicht.
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Das
vorangegangen hat umrissene, bevorzugte und alternative Merkmale
der vorliegenden Erfindung, sodass der Fachmann besser die folgende
detaillierte Beschreibung der Erfindung verstehen kann. Weitere Merkmale
der Erfindung werden hierin nachfolgend beschrieben, die den Gegenstand
der Ansprüche
der Erfindung bilden. Der Fachmann sollte begrüßen, dass er das offenbarte
Konzept und bestimmte Ausführungsbeispiele
als eine Basis für
die Konstruktion oder Abänderung
anderer Strukturen zum Ausführen
derselben Zwecke der vorliegenden Erfindung einfach verwenden kann.
Der Fachmann sollte auch erkennen, dass solche äquivalenten Konstruktionen
nicht von dem Geist und dem Schutzbereich der Erfindung abweichen.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Für ein vollständigeres
Verständnis
der vorliegenden Erfindung, wird nur auf die folgende Beschreibung
in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen Bezug genommen, in welchen:
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1 eine
Oberflächenwellen
(SAW)-Identifikationsetikett veranschaulicht, das eine typische
Art ist, die als ein Hochfrequenz-Identifikations(RFID)-etikett
verwendet werden kann;
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2 eine
typische Ausführung
eines Ausführungsbeispiels
eines SAW-Identifikationsetiketts veranschaulicht, das vierzehn
Gruppen von Reflektororten auf dem Substrat verwendet, um bis zu
80 Bit Daten zu kodieren; und
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3 eine
typische Ausführung
eines Ausführungsbeispiels
eines SAW-Identifikationsetiketts veranschaulicht, das neunzehn
Gruppen von Reflektororten auf dem Substrat verwendet, um bis zu
112 Bit Daten zu kodieren.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Zunächst bezugnehmend
auf 1, ist dort ein Oberflächenwellen (SAW)-Identifikationsetikett 100 veranschaulicht,
das von einer typischen Art ist, das als ein Hochfrequenz-Identifikations(RFID)-etikett
verwendet werden kann. Das veranschaulichte Ausführungsbeispiel sieht eine Leser-Antenne 105 vor,
die ein hochfrequentes (RF) Abfragesignal 110 überträgt. Das
RF-Signal 110 wird durch eine Antenne 115 auf
dem Etikett 100 empfangen und regt einen Wandler 120,
der auf einem piezoelektrischen Substrat 130 angeordnet
ist, so an, dass er einen akustischen Anfangsimpuls 140 erzeugt.
Wenn der akustische Anfangsimpuls 140 an der Oberfläche 135 des
Substrats 130 abwärts
läuft,
stößt er auf
Reflektoren 150, die darauf angeordnet sind, wodurch eine
Reflektion eines Teils des akustischen Anfangsimpulses 140 verursacht
wird. Dieser reflektierte Impuls wird hierin als akustischer Antwortimpuls 160 bezeichnet.
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Ein
Merkmal des veranschaulichten Ausführungsbeispiels ist, dass mehrere
Reflektoren 150 auf dem Substrat 130 entsprechend
den Zeit- und Phasenpositionen angeordnet sind, um mehrere akustische
Antwortimpulse 160 zu erhalten. Wenn der Wandler 120 diese
akustischen Antwortimpulse 160 empfängt, wird ein RF-Antwortsignal 170 erzeugt,
das über
die Antenne 115 übertragen
wird, um durch eine Leser-Antenne 105 erkannt zu werden.
Der Leser (nicht gezeigt) verwendet dann das hierin beschriebene
System, um die Kennung hinsichtlich vorgegebener Zeit-, Phasen und
Amplitudenparameter zu bestimmen, die in den akustischen Antwortimpulsen 160 erkannt
werden.
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Das
vorliegende System legt folglich eine Kennung fest, die auf einem
SAW-Etikett 100 durch seine "Übertragungsfunktion" kodiert ist; das
heißt,
das empfangene Signal wird durch die Impulsantwort des SAW-Etiketts 100 auf
das Abfragesignal bestimmt. Das Festlegen eines SAW-Etiketts 100 durch
sein Übertragungsfunktionsvorgehen
ist eine geeignete Methodik, da SAW-Etikette 100 passive
Vorrichtungen sind, die auf Energie reagieren und Energie reflektieren,
die von dem aufgetroffenen Signal abgeleitet ist. Da die auf dem SAW-Etikett 100 kodierte
Kennung eindeutig ist, wird das Antwortsignal 170 ebenfalls
eindeutig sein und die darauf kodierten Daten können eindeutig basierend auf
der Übertragungsfunktion
des SAW-Etiketts 100 bestimmt werden. Folglich ist es die Übertragung
von SAW-Etikett 100 Merkmalen auf das Abfragesignal 110, welche
Merkmale in dem RF-Antwortsignal 170 Muster
erscheinen, die den Code festlegt, der auf einem SAW-Identifikationsetikett 100 eingebettet
ist.
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Die
Effizienz beim Verwenden einer Übertragungsfunktionsmethodik,
um einen SAW-Etikett 100 Antwort festzulegen, ist offensichtlich,
wenn sie der gebräuchlicheren "Luft-Schnittstellen"-Methodik zum Festlegen
einer Signalantwort gegenübergestellt
wird. Bei der Luftschnittstellen-Methodik wird ein Signal ohne Bezug
auf entweder die Sende- oder Empfangs-Vorrichtung festgelegt, was
logisch ist, wenn beide derartige Vorrichtungen aktiv sind. Im Falle
des SAW-Etiketts 100 jedoch, würde bei der Verwendung der
Luftschnittstellen-Methodik zur Festlegung von Signalen notwendigerweise
ebenfalls eine Analyse der Wirkung des SAW-Etiketts 100 auf
das Abfragesignal 110 benötigt werden, da ein SAW-Etikett
passiv ist und nur auf eine Signalanregung antwortet. Folglich würden die
herkömmlichen
Signalverarbeitungsverfahren, die auf dem Luftschnittstellenansatz
zum Festlegen eines SAW-Etiketts 100 beruhen, eine Einbettung
der Übertragungsfunktion
in die Definition des Abfragesignals 110 genauso benötigen, wie
in das begleitende Antwortsignal 170.
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Eine
Luftschnittstellen-Methodik wäre
bei der Beschreibung der Spezifikation eines SAW-Etiketts 100 ineffizient,
da es dazu dienen würde,
die wesentlichen Anforderungen, die für Identifikationszwecke verwendet werden, überzuspezifizieren.
Das Spezifizieren eines SAW-Etiketts 100 durch seine Übertragungsfunktion
ermöglicht
die Verwendung mehrerer Ansätze
bei der Konstruktion von SAW-Etikett-Lesern, da es dort keine Begrenzung
bei der Art des Abfragesignals 110 gibt, das mit nur einer
echten Einschränkung
verwendet werden kann, die darin liegt, dass das Abfragesignal 110 die
entsprechenden Regierungsanordnung-Emissionsanforderungen einhält. Innerhalb
dieser Einschränkung
kann jedes Signal verwendet werden, das ein Antwortsignal 170 mit
ausreichend Information erzeugen wird, um das Reflektionsmuster
zu erkennen, das in dem SAW-Etikett 100 eingebettet ist.
Abfragesignale wie zum Beispiel: (i) einzelne schmale Pulse (z.B.
Impulse); (ii) Messungen des Spektrums zum Erkennen der zurückgesendeten
Amplitude und Phase vieler einzelner Töne; (iii) vertauschte Frequenz
(z.B. Chirp)-Signale; und (iv) kodierte (z.B. direkte Sequenz) verteilte
Spektrum-Signale können
alle als Abfragesignale verwendet werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt folglich ein System zur Bestimmung
der eindeutigen Kennung bereit, die auf einem SAW-Identifikationsetikett 100 kodiert
ist, das von dem Vorteil bekannter Eigenschaften des SAW-Etiketts 100 Gebrauch
macht, um eine charakteristische, vorhersagbare Antwort zu erzeugen,
wenn es durch verschiedene Arten von Abfragesignalen angeregt wird.
Da Antworteigenschaften vorhersagbar durch Reflektoren 150 beeinflusst
werden, die auf der Oberfläche
des SAW-Etiketts 100 angeordnet
sind, ist es eine Analyse dieses reflektierten Antwortsignals 170,
das die Konfiguration liefert, die eindeutig zu dem abgefragten SAW-Etikett 100 ist.
In einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung, verwendet das RF-Abfragesignal 110 eine Trägerfrequenz
von etwa 2,44 GHz. Natürlich
kann jede andere Trägerfrequenz
verwendet werden und noch innerhalb des beabsichtigten Schutzbereiches
der vorliegenden Erfindung liegen, die die SAW-Etikett 100 Eigenschaften
bereitstellt, die bezüglich
der SAW-Etikett 100 Übertragungsfunktion
beschrieben sind, wenn irgendeine solche andere Trägerfrequenz
verwendet wird.
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In
einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird eine Übertragungsfunktion eines SAW-Etiketts 100 hinsichtlich
der äußerlich
beobachtbaren Werte von Zeit-, Phasen-, Amplituden- und Datenanforderung
festgelegt. Als eine äußerlich
beobachtbarer Wert wird Zeit als die Zeit zwischen RF-Antwortsignalen 170 behandelt
und bedeutet, dass so eine Zeit die interne Rundlaufübertragungszeit
zwischen zwei Reflektoren 150 (oder zwischen einem Wandler 120 und
Reflektor 150) berücksichtigt.
Wenn die interne Übertragungszeit
zwischen zwei Reflektoren 150 t Sekunden beträgt, ist
der äußerlich
beobachtbare Wert 2 t Sekunden. Beim Entwerfen des Aufbaus eines
SAW-Etiketts 100 wird die Zeit allgemein bezüglich der
Abfragesignal 110 Impulsdauer bestimmt. Folglich bedeutet
ein Wert, der als 0,1 T dargestellt wird, eine Zeitdauer gleich
ein Zehntel der Dauer des Abfragesignal 110 Impulses. Solange
es nicht anderwärtig
bestimmt ist, soll allgemein angenommen werden, dass die Zeit von
der Mitte eines Impulses aus gemessen wird.
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Beim
Betrachten eines äußeren beobachtbaren
Phasenwertes muss die innere Reflektionsphase und die Phasenverschiebung
in dem Abfragesignal 110, wie von dem Wandler 120 als
der akustische Anfangsimpuls 140 übertragen, der als das RF-Antwortsignal 170 reflektiert
wird, gemeinsam betrachtet werden. Die Phasenverschiebung, die aus
der internen Übertragung
auftaucht, hängt
von der Trägerfrequenz
für das
Abfragesignal 110 ab, welche, wie oben ausgeführt, als
2,44 GHz für
die Zwecke dieser Beschreibung angenommen werden muss (die Mitte
des ISN-Bandes). Wie von dem Fachmann verstanden werden wird müssen jedoch, wenn
eine andere Trägerfrequenz
für ein
Abfragesignal 110 verwendet wird, die äußeren, beobachtbaren Phasenwerte
entsprechend angepasst werden.
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Zum
Zwecke des Definierens eines von außen beobachtbaren RF-Antwortsignals 170 bezüglich der Strukturparameter
eines SAW-Etiketts 100 wird
die Amplitude des RF-Antwortsignals 170 unter der Annahme, dass
der akustische Anfangsimpuls 140 eine Amplitude von 1.0
aufweist und, dass eine vergleichbare Anzahl für den reflektierten akustischen
Antwortimpuls 160 verwendet wird, spezifiziert. Jede spezifizierte
Impulsamplitude muss jede internen Aspekte von Übertragungsabschwächung, Reflektionskoeffizienten
und Übertragungsverlust
mit einbeziehen.
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Wenn
man äußerlich
beobachtbare Werte zur Definition der Übertragungsfunktion eines SAW-Etiketts 100 verwendet,
ist es notwendig bestimmte Annahmen darüber zu treffen, wie die Daten
und Datenfelder in dem Signal vorhanden sind. Für den Zweck dieser Beschreibung
wird angenommen, dass das niedrigstwertige Bit (lsb) auf der rechten
Seite angeordnet wird und das höchstwertige
Bit (msb) auf der linken Seite, was nahelegt, dass die Reihenfolge
der Datenübertragung
mit dem msb voran sein wird. Wie von dem Fachmann verstanden sein
wird, können
verschiedene Annahmen darüber
getroffen werden, wie Daten und Datenfelder in dem Signal vorhanden
sind, und diese werden dennoch in dem beabsichtigten Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung liegen. Ein besonders nützliches
und vielseitiges Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung stellt für das System eine Gruppe 180 von
Reflektororten 190 auf dem Substrat 130 bereit.
Folglich kann das SAW-Etikett 100 so konstruiert werden,
dass ein äußerlich
beobachtbarer Wert, basierend auf der Transferfunktion des SAW-Etiketts 100 erzeugt
werden kann, wie durch die Anordnung der Reflektoren 150 in
einer Gruppe 180 von vorgegebenen Reflektororten 190 definiert
ist. In einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung stellt das System für einen Kodieralgorithmus einer
Gruppe 180 von 21 Reflektororten 190 bereit, die
zwei darin angeordnete Reflektoren 150 aufweist, die durch
wenigstens zehn Reflektororte 190 getrennt sind. Die zwei
Reflektoren 150 sind durch wenigstens zehn Reflektororte 190 getrennt,
um einen wesentlichen Überlapp
zwischen akustischen Antwortimpulsen 140 auszuschließen. Eine
weitere Impulstrennung kann durch eine Vergrößerung der Anzahl von Reflektororten 190 zwischen
Impulsen erreicht werden. Wie hierin nachfolgend erklärt wird,
stellt dieses "2-aus-21" Ausführungsbeispiel
die Fähigkeit
bereit, mehrere Datenbits zu kodieren, die mit einer kleinen Anzahl
von akustischen Antwortimpulsen 140 dekodiert werden können. Obwohl
andere Kodieralgorithmen es erlauben können mehr Daten in weniger
Platz zu kodieren, S stellt das 2-aus-21 System den Vorteil der
Kodiereinfachheit, Flexibilität
und der Möglichkeit
einer vergrößerten Gleichförmigkeit
bei Amplituden der akustischen Antwortimpulse 140 bereit.
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Als
eine Hilfe bei der Bestimmung und Auswahl von Reflektororten 190 aus
einer Gruppe 180 von nahe beabstandeten Orten 190 auf
einem SAW-Etikett 100, stellen benachbarte Orte 190 verschiedene
Phasenwerte für
einen reflektierten akustischen Antwortimpuls 140 bereit.
Die Tabelle 1 definiert die Reflektororte 190 und die relativen
Reflektionsphasen, die einem Ausführungsbeispiel zugehörig sind
das unter Verwendung des 2-aus-21 Systems kodiert ist.
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Tabelle
1 Einundzwanzig-Positions-Kodiergruppe
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Dieses
Ausführungsbeispiel
stellt Reflektororte 190 bereit, die nominal in Intervallen
beabstandet sind, die gleich zehn Prozent des Abfrageimpulses in
einer Zeiteinheit ausgedrückt
sind. Wie der Fachmann verstehen wird, können andere Phasenpositionen,
Zeiten und Reflektororte 190 verwendet werden und immer
noch innerhalb des beabsichtigten Schutzbereiches der vorliegenden
Erfindung liegen.
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Bei
einundzwanzig möglichen
Orten 190 und einen minimalen Abstand von zehn Orten 190 zwischen Reflektoren 150,
gibt es 66 Datenkombinationen, die mit zwei akustischen Antwortimpulsen 160 dekodiert
werden können.
Wie in der folgenden Tabelle 2 gezeigt ist, können vierundsechzig dieser
Kombinationen verwendet werden, um 6 Bit Daten darzustellen.
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Tabelle
2 Zwei-aus-einundzwanzig
Daten-Kodierung
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Ein
weiterer nützlicher
Kodieralgorithmus ist das 1-aus-16 Kodierformat. Dieses Format stellt
einen einzelnen Reflektor 140, der in einem von 16 Reflektororten 190 angeordnet
ist, und zur Kodierung von vier Bit Daten verwendet werden kann,
bereit. Tabelle 3 listet für
ein Ausführungsbeispiel
dieses Algorithmus die Phasenwerte für jeden Ort 190 auf
und den Code, der jeweils einen solchen Ort 190 darstellt.
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Tabelle
3 Sechzehn-Position-Kodier-Gruppe
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Wendet
man sich nun 2 zu, ist dort eine typische
Ausführung 200 eines
Ausführungsbeispiels
eine SAW-Etiketts veranschaulicht, das vierzehn Gruppen 210 von
Reflektororten auf den Substrat verwendet, um bis zu 80 Bit Daten
zu kodieren. In dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel verwenden die
ersten zwölf Gruppen 210 2-aus-21
Kodierung, während
die letzten zwei Gruppen 210 1-aus-16 verwenden. Folglich
stellen vierzehn Gruppen 210 80 Bit Datenkodierung bereit
(12 × 6
plus 2 × 4
= 80). Wie von dem Fachmann verstanden werden wird, können die
80 Bit Daten strukturiert werden, um 64 Bit Code (wie von relevanten
elektronischen Produktcode (EPC) Spezifizierungen benötigt werden
kann) bereitzustellen, was 16 Bit Daten übrig lässt, die für Fehlerüberprüfung, Rahmen- und Phasensynchronisation
und SAW-Etikett
Versionsinformation verwendet werden können.
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In
der veranschaulichten Ausführung 200 geht
eine Präambel 220 Datengruppen 230 voran
und stellt Funktionen bereit, wie zum Beispiel Rahmen- und Phasensynchronisation
und stellt auch Datenplatz für SAW-Etikett
Versionsinformation bereit. Die vierzehn Gruppen 210 werden
durch Zeitwerte 215 getrennt (als t1 bis
t14 bezeichnet). Jedes Zeitwert 215 Intervall
stellt die Zeit zwischen der Mitte der letzten Reflektorposition in
einer Gruppe 210 zu der Mitte der ersten Reflektorposition
der nächsten
Gruppe 210 dar. Es ist ebenfalls eine Zeitverzögerungswert 216 (als
Verzögerung
0 bezeichnet) gezeigt, bevor ein Reflektor einen akustischen Antwortimpuls
auf ein Abfragesignal erzeugen kann. Diese Verzögerung stellt die Trennung
zwischen der SAW-Etikett Antwort und anderen relativen hochenergetischen
Reflektionen des Abfragesignals bereit. Sie stellt ebenfalls ein
Verfahren zur Unterscheidung zwischen getrennten Klassen von SAW-Etiketten bereit.
Zum Beispiel kann ein Warenhausbenutzer eines SAW-Etiketts drei
primäre
Anwendungen erkennen, wie zum Beispiel Paletten, Kisten und Artikel.
Im Interesse der Maximierung der Fähigkeit ein Etikett in einer
Klasse in der Gegenwart eines oder mehrerer Etiketten einer anderen
Klasse zu erkennen, können
verschiedene Größen einer
Anfangsverzögerung
eingeführt
werden. Andere Verfahren zur Unterscheidung von SAW-Etikett-Versionen
weisen eine Präambel 220 Formatierung
und Fehlerüberprüfung auf.
Im Falle der Präambelformatierung können verschiedene
Versionen durch Änderung
der Präambel-Impulstrennungen,
der Phasenkodierung oder Kombinationen davon, definiert werden.
Im Falle der Fehlerüberprüfung kann
das Rückgabesignal,
wenn keine gültige
Prüfsumme
während
der Annahme einer Version erhalten wird, verarbeitet werden, indem
andere angenommene Versionen verwendet werden, bis eine gültige Prüfsumme auftaucht.
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Ein
vorteilhaftes Verfahren zur Unterscheidung zwischen SAW-Identifikationsetiketten
ist die Verschlüsselung
der Daten und Datenfelder auf den SAW-Identifikationsetiketten.
Wenn eine Reihe von SAW-Identifikationsetiketten unter der Verwendung
von nacheinander kodierten Zahlen hergestellt wird, würde der
Unterschied im Antwortsignal, das von zwei aufeinanderfolgend nummerierten
SAW-Etiketten zurückgesendet
wird, minimal sein. Um die Fähigkeit
der Unterscheidung zwischen ähnlich
kodierten SAW-Etiketten zu unterstützen, können die darauf kodierten Daten
verschlüsselt
werden, um weitgehend unterschiedliche Impulsmuster für jeden
Code auf einem SAW-Etikett ohne Änderung
solcher Daten, wie bspw. dem Kopf, das Objekt und das msb zu erzeugen.
Die Verwendung unterschiedlicher Impulsmuster wird die Identifizierung
einzelner SAW-Etiketten in einem Ensemble von SAW-Etiketten unterstützen. Weitere
Unterstützung
kann durch Vergrößerung der
verschlüsselten
Impulstrennung erreicht werden.
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Um
das Verschlüsselungskonzept
zu veranschaulichen, wird eine Reihe von SAW-Etiketten angenommen,
die mit darauf kodierten 64 Bit Daten und 16 Bit Fehlerkorrektur
für eine
gesamte Ladung von 80 Bit hergestellt sind. Bevor die 80 Bit Ladungsdaten
in allen Feldern außer
B0, B1, B2, B3 und EC kodiert werden, werden die anderen Felder
durch Bit-nach-Bit "exklusives
ODER" dieser Felder
mit den zwölf
Bit von B0 und B1 verschlüsselt.
Mehrere Versionen von Verschlüsselungscodes
werden durch Übertragschieben
von B0 und B1 erzeugt. Eine Bezeichnung SNO-i zeigt einen Übertragsschub
nach links von i Bit-Positionen von B0 (das lsb von B0 erscheint
i Bit-Positionen
nach links). Auf ähnliche
Weise zeigt eine Bezeichnung von B1-i einen Übertragsschub nach links von
i Bit-Positionen von B1 an. Tabelle 4 zeigt die verschlüsselten
Felder und die einzelnen Schiebewerte von B0 oder B1, die verwendet
werden, um die entsprechenden Felder zu verschlüsseln. Die Ausgabecodes der
Verschlüsselungsvorgänge werden
in Unterfeldern eines 40-Bit Codeworts S bezeichnet. Unterfelder
S0 bis S5 sind sechs Bit lang, während
Unterfeld S6 vier Bit lang ist, wobei dieses durch exklusives "ODER" n von B10 mit den
vier lsb von B0 erzeugt wird.
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Tabelle
4 61-Bit
Verschlüsselungsvorgang
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Die
SAW-Etikett-Codes werden verschlüsselt,
um weitgehend unterschiedliche Impulsmuster für jeden Code einer Reihe von
eng miteinander verwandten Etiketten trotz der Tatsache, dass bestimmte
Felder dieselben sein werden, zu erzeugen. Die Verwendung von unterschiedlichen
Impulsmustern unterstützt
die Identifizierung der einzelnen SAW-Etiketten in einem Ensemble
solcher Etiketten. Das B0- und B1-Feld wurden für die Verwendung der Verschlüsselungscodes
in dem veranschaulichten Beispiel ausgewählt, da angenommen wird, dass
diese von einem Ensemble von SAW-Etiketten zu einem anderen Ensemble
wechseln. Um das Verwenden desselben Verschlüsselungscodes in mehreren Feldern
zu vermeiden, wird der Code geschoben, um verschiedene Codes in
SO bis S6 zu erzeugen. Folglich sind die verschlüsselten Codes sogar dann nicht
identisch, wenn unverschlüsselte
Felder identisch sein könnten.
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Das
SAW-Etikett Antwortsignalformat eines 61-Bit Datencodes ist in Tabelle
5 gezeigt. Die allgemeinen Felder des in Tabelle 5 gezeigten 64-Bit
Codes werden in der Reihenfolge von B0 bis B3 gefolgt von den verschlüsselten
Feldern SO bis S6 übertragen.
Die Übertragung
der 16 Fehlerprüfbits
wird dem 61-Bit Datenfeld folgen.
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Tabelle
5 64-Bit
Entschlüsselung
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Angenommen,
B0 und B1 werden richtig empfangen (wie nachfolgend durch die Fehlerprüfung verifiziert
wird), dann können
die verschlüsselten
Felder durch Umkehren des Vorgangs des Verschlüsselns entschlüsselt werden,
wie in Tabelle 6 veranschaulicht ist.
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Tabelle
6 61-Bit
Entschlüsselungsvorgang
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Wendet
man sich nun 3 zu, ist dort eine typische
Ausführung 300 eines
Ausführungsbeispiels
eines SAW-Etiketts veranschaulicht, das neunzehn Gruppen 210 von
Reflektororten verwendet, um bis zu 112 Bit Daten zu kodieren. Das
veranschaulichte Ausführungsbeispiel
stellt die ersten zwölf
Gruppen 210 zur Verwendung der 2-aus-21 Kodierung bereit,
während
die letzten zweite Gruppen 1-aus-16 verwenden. Folglich stellen
die vierzehn Gruppen 210 80 Bit Datenkodierung bereit (12 × 6 plus
2 × 4
= 80). Achtzehn Gruppen von 2-aus-21 Kodierung plus eine Gruppe
aus 1-aus-16 Kodierung stellen die 112 Bit Daten bereit, was eine
Kodierung wie 96 Bit von EPC-Code und 16 Bit Fehlerprüfung sein
kann. Die Kodierung dieses Ausführungsbeispiels
ist grundsätzlich
dieselbe wie die Kodierung des in 2 veranschaulichten
Ausführungsbeispiels.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung detailliert beschrieben wurde, wird der
Fachmann verstehen, dass er verschiedene Abänderungen, Ersetzungen und
Veränderungen
hierein vornehmen kann, ohne den Schutzbereich in seiner breitesten
Form zu verlassen.