DE60312882T2 - Unterbrecherschalter - Google Patents

Unterbrecherschalter Download PDF

Info

Publication number
DE60312882T2
DE60312882T2 DE60312882T DE60312882T DE60312882T2 DE 60312882 T2 DE60312882 T2 DE 60312882T2 DE 60312882 T DE60312882 T DE 60312882T DE 60312882 T DE60312882 T DE 60312882T DE 60312882 T2 DE60312882 T2 DE 60312882T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shield
arc
gas
switch according
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60312882T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60312882D1 (de
Inventor
Duncan John Telfer
Gordon Rees Jones
James Edward Humphries
Joseph William Spencer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
University of Liverpool
Original Assignee
University of Liverpool
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by University of Liverpool filed Critical University of Liverpool
Application granted granted Critical
Publication of DE60312882D1 publication Critical patent/DE60312882D1/de
Publication of DE60312882T2 publication Critical patent/DE60312882T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/76Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid wherein arc-extinguishing gas is evolved from stationary parts; Selection of material therefor
    • H01H33/78Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid wherein arc-extinguishing gas is evolved from stationary parts; Selection of material therefor wherein the break is in gas
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/53Cases; Reservoirs, tanks, piping or valves, for arc-extinguishing fluid; Accessories therefor, e.g. safety arrangements, pressure relief devices
    • H01H33/56Gas reservoirs
    • H01H2033/566Avoiding the use of SF6
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/88Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts
    • H01H33/90Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected by or in conjunction with the contact-operating mechanism

Landscapes

  • Circuit Breakers (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)
  • Percussive Tools And Related Accessories (AREA)
  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
  • Keying Circuit Devices (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Schalter.
  • Schalter verwenden typischerweise ein Paar elektrische Kontakte, die normalerweise miteinander in Kontakt gehalten werden, wodurch ein elektrischer Kontakt hergestellt wird. Um den Schaltkreis zu unterbrechen, z.B. bei Erfassung eines Fehlerzustands, wird ein Kontakt im Verhältnis zum Anderen bewegt, um die beiden Kontakte voneinander zu trennen. Wenn die Kontakte voneinander wegbewegt werden, wird aufgrund des Potenzialgradienten zwischen diesen ein elektrischer Lichtbogen erzeugt. Wenn Hochspannungen vorliegen, ist es erforderlich, dafür zu sorgen, dass dieser Lichtbogen beseitigt wird, um eine übermäßige Beschädigung des Schalters und andere daraus folgende Gefahren zu vermeiden.
  • Es ist bekannt, die Kontakte in einem abgedichteten Behälter anzuordnen, der mit einem Hintergrundgas gefüllt ist, das aus Schwefelhexafluorid (SF6) mit einen hohen Druck (typischerweise im Bereich von 600 kPa (sechs Atmosphären)) besteht, um den Lichtbogen zu beseitigen. Das Gas wird aufgrund seiner dielektrischen Eigenschaften, die durch seinen Druck verbessert werden, gewählt, wodurch eine Lichtbogenbildung verringert wird. Derartige Schalter werden beispielsweise in den Unterstationen und Schaltstationen verwendet, die in gewerblichen Elektrizitätsversorgungsnetzen verwendet werden.
  • Bei einigen Beispielen wird die Wirkung des Gases weiter verbessert, indem mit Hilfe einer "Pufferanordnung" bestehend aus einem Kolben, der mit der beweglichen Elektrode des Schalters gekoppelt ist, dafür gesorgt wird, dass ein Gasstrom über die Elektroden geleitet wird, wenn diese voneinander getrennt werden. U.S.-Patent Nr. 4339641 (General Electric Corporation) offenbart eine derartige Anordnung. Dasselbe Dokument veranschaulicht die Bereitstellung einer Abschirmung oder Düse um die Elektroden herum, die aus einem dielektrischen Material gebildet ist, mit deren Hilfe der Lichtbogen bis zu einem gewissen Grad eingeschränkt wird. Die Konstruktion dieser Komponente dient unter Anderem dazu, den Gasdruck für eine Lichtbogenbeseitigung zu maximieren und die Abtragung des Düsenmaterials zu minimieren.
  • Schwefelhexafluorid wird als hochleistungsfähiges Treibhausgas anerkannt (mehrere Größenordnungen leistungsfähiger als Kohlendioxid) und folglich liegen sowohl offizielle Empfehlungen als auch wichtige gewerbliche Motivationen für dessen Verzicht vor. Ein Versuch, der der Gegenstand der gegenwärtig aktiven Forschung ist, besteht darin, einen dielektrisches Ersatzgas zu finden. Diese Forschung basierte auf der Verwendung eines höheren Drucks, wie bei den bekannten Schaltern, die Schwefelhexafluorid verwenden. Eine Möglichkeit, die in der Literatur bekannt ist, besteht darin, einen Anteil von Schwefelhexafluorid kombiniert mit einem anderen weniger schädlichen Gas zu verwenden, jedoch wird dadurch das Ziel des Verzichts auf SF6 eindeutig nicht erreicht.
  • Es sind Hochspannungsschalter bekannt, die kein dielektrisches Gas für die Lichtbogenbeseitigung verwenden, sondern stattdessen über Elektroden in einem Vakuumgehäuse verfügen. Bei derartigen Vorrichtungen erzeugt der elektrische Lichtbogen jedoch typischerweise Temperaturen, die ausreichen, um einen unerwünschten Grad der Abtragung der Elektroden selbst zu verursachen, wodurch die Lebensdauer der Elektroden verringert wird.
  • Ein Beispiel eines Schalters, der bei einem niedrigen Druck arbeitet, wird von der englischen Patentanmeldung 2087651 (Westinghouse Electric Corporation et al.) bereitgestellt. Es scheint, dass dies eine Vorrichtung ist, die über eine niedrige Stromdichte an den Kontakten verfügt und der niedrige Gasdruck dient dazu, "die Kontakterosion zu minimieren". Ringförmige Abschirmungen um den Umfang der Kontakte herum dienen dazu, heißes erodiertes Material abzufangen.
  • U.S.-Patent Nr. 2167665 , erteilt an die Detroit Edison Company, beschreibt einen Schalter, bei dem Hornfaser oder ein anderes organisches Material benachbart zu dem zersetzten Lichtbogen angeordnet wird. Es beschreibt ebenfalls eine Anordnung, bei der die Bewegung einer Stangenverlängerung beim Öffnen der Kontakte dazu neigt, einen verringerten Druck zu erzeugen, der den Lichtbogen durch einen Raum zwischen der Stangenverlängerung und einem Faserrohr saugt, wodurch die Begrenzung des Lichtbogens innerhalb eines Lichtbogenraums unterstützt wird.
  • Bei Experimenten haben die Erfinder unerwarteterweise beobachtet, dass die Lichtbogenbeseitigung verbessert werden kann, wenn der Druck eines Hintergrundgases auf unterhalb Atmosphärendruck verringert wird.
  • Gemäß einem ersten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung liegt ein Schalter vor, der Folgendes umfasst: eine erste und eine zweite Elektrode, die miteinander in Kontakt gebracht werden können, um einen elektrischen Schaltkreis zu schließen, einen Rückzugmechanismus zum Bewegen einer Elektrode von der anderen weg, um den Schaltkreis zu unterbrechen, und eine Abschirmung, die in der Nähe der Elektroden angeordnet ist, so dass sie einer Abtragung durch den zuvor genannten Lichtbogen ausgesetzt ist, wobei das Material und die Anordnung der Abschirmung derart beschaffen sind, dass ihre Abtragung durch den Lichtbogen verursacht, dass sie ein lichtbogenlöschendes Gas freigibt, wobei die Vorrichtung des Weiteren Mittel umfasst, um mindestens in der Nähe der Elektroden und zum Zeitpunkt des Überschlagens eines Lichtbogens zwischen diesen während des Unterbrechens des Schaltkreises einen Gasdruck von weniger als 101325 Pascal bereitzustellen, und durch die Bereitstellung einer abgedichteten Einfassung gekennzeichnet ist, die die Elektrode und die Abschirmung enthält, wobei die Einfassung ein Hintergrundgas enthält.
  • Um Zweifel zu beseitigen beträgt der atmosphärische Druck in diesem Kontext 101325 Pa.
  • Durch Experimente wurde festgestellt, dass ein wirksamer Schalter gemäß der vorliegenden Erfindung trotz und tatsächlich aufgrund des verwendeten niedrigen Gasdrucks hergestellt werden kann. Dies widerspricht den Erwartungen.
  • Die Abschirmung kann einen Hohlraum bilden, in dem die Lichtbogenbildung stattfindet. Auf diese Weise kann die gewünschte Abtragung und ebenfalls der Lichtbogenbeseitigungseffekt des Gases erhöht werden. Der Druck innerhalb des Hohlraums kann durch die Wirkung des Lichtbogens vorübergehend erhöht werden, wodurch die Lichtbogenbeseitigung weiter verbessert wird.
  • Vorzugsweise umfasst die Abschirmung ein elektrisch isolierendes Material.
  • Ein subatmosphärischer Druck benachbart zu den Elektroden kann bereitgestellt werden, indem ein geeigneter Gasdruck in dem Gehäuse bereitgestellt wird.
  • Das Hintergrundgas braucht kein dielektrisches Gas, wie beispielsweise SF6, zu umfassen. Gegenwärtig ist Stickstoff das bevorzugte Gas. Argon, Kohlendioxid und Luft sind potenzielle Alternativen.
  • Es wird bevorzugt, dass der Druck des Hintergrundgases innerhalb des Gehäuses 60 kPa oder weniger beträgt. Es wird angenommen, dass 34 kPa (5 psi) noch stärker vorzuziehen ist. Gegenwärtig wird angenommen, dass ein Druck von mehr als 7 kPa (1 psi) wünschenswert ist, obwohl die Wirkung von Drücken unterhalb von 7 kPa (1 psi) bisher nicht gründlich studiert worden sind.
  • Ein alternatives oder zusätzliches Mittel zur Bereitstellung des erforderlichen Drucks benachbart zu den Elektroden umfasst Mittel zur Beseitung von Gas aus dieser Umgebung während des Vorgangs der Unterbrechung des elektrischen Schaltkreises. Der Druck wird somit vorübergehend in dieser Umgebung verringert. Eine Kolben-Zylinder-Anordnung kann zur Beseitigung des Gases verwendet werden.
  • Eine spezifische Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden lediglich beispielhaft und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei:
  • 1 ein etwas vereinfachter Querschnitt in einer axialen Ebene durch eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
  • 2 ein vereinfachter Querschnitt durch dieselbe Ausführungsform in einer radialen Ebene ist;
  • 3 ein Diagramm von experimentellen Daten ist, das den kritischen Elektrodenspalt (vertikale Achse) im Verhältnis zum Gasdruck (horizontale Achse) für verschiedene Hintergrundgase zeigt, die in einem Schalter verwendet werden;
  • 4 ein Diagramm von experimentellen Daten ist, das den kritischen Elektrodenspalt (vertikale Achse) im Verhältnis zu einem Spitzenwechselstrom (horizontale Achse) in einem Schalter zeigt, der die vorliegende Erfindung verwirklicht und mehrere unterschiedliche Hintergrundgase verwendet; und
  • 5 ein Diagramm von experimentellen Daten ist, das die Größenordnungen der Beseitigung und Neuzündungsspannungsspitzen für unterschiedliche Gase bei einem Gasdruck von 25 kPa (3,7 psi) und Spitzenwechselströme von 20 kA zeigt.
  • Wie in 1 und 2 gezeigt, umfasst ein Schalter, der die vorliegende Erfindung verwirklicht, eine röhrenförmige statische Elektrode 2, die koaxial mit einer beweglichen zylindrischen Elektrode 4 befestigt ist. Die bewegliche Elektrode 4 ist gleitfähig in der festen Elektrode 2 angeordnet. 1 zeigt die bewegliche Elektrode von der festen Elektrode zurückgezogen, um einen zugehörigen elektrischen Schaltkreis zu unterbrechen, der rein schematisch bei 6 gezeigt ist. Wenn der Schalter jedoch (wie bei normalen Betriebsbedingungen) geschlossen wird, berührt die bewegliche Elektrode die feste Elektrode, um den Schaltkreis 6 zu schließen. Insbesondere ist bei der vorliegenden Ausführungsform ein Endabschnitt der beweglichen Elektrode 4 in der festen Elektrode 2 aufgenommen und wird von dieser berührt.
  • Die bewegliche Elektrode 4 ist mit einem Rückzugmechanismus gekoppelt, der schematisch bei 8 gezeigt ist. Geeignete Mechanismen sind in der Technik bekannt, wobei ihre Funktion darin besteht, die bewegliche Elektrode 4 rasch entlang der Richtung der Elektrodenachse zurückzuziehen, was hierin nicht ausführlich beschrieben wird, abgesehen von der Bemerkung, dass ein Standarttyp von hydraulischem Stellglied verwendet werden kann und dass pneumatische oder Solenoid betätigte Vorrichtungen mögliche Alternativen darstellen.
  • Die Elektroden sind in einem Gehäuse 12 enthalten, das bei der vorliegenden Ausführungsform als Metallröhre gebildet ist. Das Gehäuse dient dazu, ein Hintergrundgas um die Elektroden herum aufrecht zu erhalten, das vor dem Gebrauch des Schalters eingeführt wird und dessen Beschaffenheit und Zweck unten betrachtet werden. Der Rückzugmechanismus 8 ist bei dieser Ausführungsform außerhalb des Gehäuses 12 angeordnet, wobei die bewegliche Elektrode 4 durch einen Dichtungsflansch 14 aus dem Gehäuse austritt (wobei ein Austritt von Gas in diesem Bereich verhindert wird), um den Rückzugmechanismus 8 zu erreichen.
  • Eine Isolierabschirmung 16 ist ebenfalls im Gehäuse 12 und in der Nähe der Elektroden 2, 4 angeordnet. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist die Abschirmung ein ringförmiger Körper, in dessen Inneres sich die bewegliche Elektrode 4 erstreckt. Wenn der Schalter geschlossen ist, steht die bewegliche Elektrode 4 aus der Abschirmung 16 hervor, um die statische Elektrode 2 zu berühren.
  • Während andere Materialien verwendet werden können, bevorzugen die Erfinder ein Polymermaterial für die Isolierabschirmung 16. Das gegenwärtig bevorzugte Material ist Polytetrafluorethylen (PTFE). Die Abschirmung ist dicht um eine der Elektroden herum angeordnet, im vorliegenden Beispiel um die bewegliche Elektrode 2 herum, die sie teilweise umgibt, und sie ist von einer Art, die als "Abschirmung in nächster Nähe" bezeichnet wird.
  • Die spezifische Anordnung und Konfiguration der Elektroden und der Abschirmung ist nur beispielhaft dargestellt und kann in anderen Ausführungsformen anders beschaffen sein.
  • Das Hintergrundgas der vorliegenden beispielhaften Ausführungsform ist Stickstoff (N2) bei einem Druck von 25 kPa (3,7 psi). In dem Experiment wurde festgestellt, dass der veranschaulichte Schalter trotz des Fehlens eines Hintergrundgases (wie beispielsweise SF6) mit hohen dielektrischen Eigenschaften und der Tatsache, dass das Gas einen niedrigen Druck aufweist, eine gute Leistung erbringt. Dies steht im Gegensatz dazu, was zu erwarten ist. Die Erfinder nehmen an, dass diese gute Leistung auf das Vorhandensein sowohl der Abschirmung als auch des Hintergrundgases mit einem Druck unterhalb des atmosphärischen Drucks zurückzuführen ist. Die Erfinder haben festgestellt, dass bei dem veranschaulichten Schalter eine durch Abtragung geförderte Lichtbogenbeseitigung durch eine Senkung des Hintergrundgasdrucks auf weniger als atmosphärischen Druck verbessert wird.
  • Während keine Absicht besteht, die vorliegende Erfindung durch die Bezugnahme auf eine spezifische Erläuterung ihrer Leistung zu beschränken, wird davon ausgegangen, dass die Wirkung des niedrigen Drucks des Hintergrundgases darin besteht, zu verursachen, dass sich der Plasmalichtbogen, der bei der Unterbrechung des Schaltkreises erzeugt wird, verglichen mit dem Lichtbogen, der bei einer herkömmlichen Hochdruckvorrichtung erzeugt wird, weiter ausbreitet und dadurch die Abtragung der Abschirmung 16 vergrößert wird. Die Abschirmung umfasst ein Material, das bei Anwesenheit eines elektrischen Lichtbogens zu einer Gasform abgetragen wird. Bei dieser beispielhaften Ausführungsform ist bekannt, dass die PTFE-Abschirmung zu einer Lichtbogen induzierten Abtragung in der Lage ist und als Reaktion Fluorstoffe und Fluoride mit hervorragenden Lichtbogen beseitigenden Eigenschaften erzeugt. Chemische Reaktionen erzeugen Gase, einschließlich Kohlenstofftetrafluorid (CF4) und C2F6. Das Verfahren umfasst die Sublimation der PTFE-Monomere und ihre Zersetzung, wobei diese Verfahren selbst endothermisch sind. Die Erfinder haben basierend auf dem Strom und der Dauer des Lichtbogens und auf der Masse, die von der Abschirmung abgetragen wird, berechnet, dass rund 30% der Energie des Lichtbogens in experimentellen Beispielen in die Abtragung des Abschirmungsmaterials gehen können, wodurch die Beseitigung des Lichtbogens unterstützt wird. Das abgetragene Material stellt ebenfalls einen "chemischen Hauch" von Lichtbogen beseitigendem Gas bereit. Die Wirkung besteht in der Bereitstellung einer wirksamen Lichtbogenbeseitigung ohne den Bedarf von SF6 als Hintergrundgas. Auf das Überschlagen des Lichtbogens folgend wird der Druck im Bereich der Elektroden vorübergehend durch die Wärme und die Abtragungsprodukte, die von dem Lichtbogen erzeugt werden, erhöht und es wird angenommen, dass dieser erhöhte Druck ebenfalls die Lichtbogenbeseitigung unterstützt. Produkte der Abtragung können durch die offenen Enden der Abschirmung 16 abgelassen werden.
  • Bestimmte Gase der Gase, die durch die Lichtbogen induzierte Abschirmungsabtragung erzeugt werden, sind unter ökologischen Gesichtspunkten selbst unerwünscht, jedoch wird angenommen, dass mindestens einige der durch die Lichtbogenabtragung erzeugten chemischen Arten neu kombiniert werden, so dass Materialien entstehen, die nicht umweltschädlich sind. Das heißt, dass die für die Lichtbogenbeseitigung notwendigen chemischen Arten mindestens teilweise nur vorübergehend erzeugt werden. Auf die Lichtbogenbeseitigung folgend und mit angemessenen Verzögerungen, die durch die zeitlichen Rahmen für die chemische Neukombination erzeugt werden, kombinieren sich die chemisch reaktiven Fluor/Fluoride neu, um feste Fluoride zu bilden, die nicht, wie Halogengase, leicht dispergieren und eine Umweltbedrohung darstellen.
  • Um die dielektrische Rückgewinnung mit Gasdruck zu verbessern und gleichzeitig dem Bedarf für einen Gasdruck unterhalb der Atmosphäre für die abtragungsinduzierte Lichtbogenbeseitigung nachzukommen, verwendet die veranschaulichte Ausführungsform das Prinzip eines "umgekehrten Windbeutels". Die Kolbenwirkung des Bewegungskontakts 4 in der Abschirmung 16 wird bei Zurückziehen des Kontakts 4 verwendet, um den Druck im Hohlraum in der Abschirmung 16 zu verringern. Dies ermöglicht, dass die Abtragung für die thermische Rückgewinnung (einschließlich der durch die Abtragung verbesserten Druckbildung) maximiert wird, während nachfolgend ein ausreichender Gasdruck für eine gute dielektrische Widerstandsfähigkeit bereitgestellt wird.
  • Es sind Testergebnisse zur Unterstützung des Anspruchs bezüglich der Wirksamkeit des Betriebs bei einem Druck unterhalb der Atmosphäre und von anderen Gasen als SF6 bereitgestellt. 3 zeigt die kürzesten Spaltlängen zwischen Kontakten, die erforderlich sind, um einen Fehlerwechselstrom des Spitzenwertes von 20 kA für verschiedene Gasdrücke im Bereich von 6 kPa bis 580 kPa (0,8 bis 84 psi) zu unterbrechen, wobei die horizontale Skala logarithmisch ist. Es sind Ergebnisse für fünf verschiedene Gase bereitgestellt – SF6, N2, Luft, CO2 und Ar. Bemerkenswerte Eigenschaften sind:
    • (a) eine relativ geringe Abhängigkeit von Gasdruck bei SF6,
    • (b) die verbesserte Unterbrechung bei N2 für p < 48 kPa (7 psi)
    • (c) die SF6 ähnelnde Leistung von N2 für p < 48 kPa (7 psi)
    • (d) das N2, SF6 ähnelnde Verhalten von CO2 und Luft für p < 48 kPa (7 psi)
    • (e) die allgemein schlechtere Leistung von Ar, die dennoch eine ähnliche Tendenz wie N2 und CO2 zeigt.
  • Die ähnliche Leistung der unterhalb von 48 kPa (7 psi) getesteten Gase impliziert die Dominanz einer gemeinsamen Eigenschaft, die für die Abtragung der Abschirmung und das Unter-Druck-Setzen aufgrund von Lichtbogenerwärmung der Produkte der Abtragung gehalten wird.
  • Das Wiegen der in den Tests verwendeten PTFE-Abschirmung nach etwa 250 Testzündungen zeigt im Durchschnitt einen PTFE-Gewichtsverlust von 0,14 Gramm je Zündung (für einen Durchmesser von Zylinder und beweglicher Elektrode von 2,2 cm) an. Die Erosion der PTFE-Wand war bedeutend, jedoch nicht übermäßig und die Leistung verschlechterte sich nur leicht bei mehr als 250 Tests bei Fehlerströmen von maximal 20 KA.
  • 4 zeigt die Ergebnisse von Experimenten zur Untersuchung der Wirkung von Spitzenwechselstrom auf die kritische Spaltlänge zur Stromunterbrechung bei einem Druck von 3,7 psi. Diese zeigen eine Tendenz der Unterbrechungsleistung, bei niedrigeren Strömen etwa ebenso wirksam zu sein wie bei 20 KA, wenn nach dem Kriterium der kritischen Spaltlänge beurteilt wird.
  • Es sind ebenfalls Tests an einer N2:SF6-Mischung von 80:20 ausgeführt worden, die sich in ähnlicher Weise verhält wie reines SF6 und reiner N2. Auf dem gegenwärtigen Wissensstand scheint daher kein bedeutender Vorteil in der Bevorzugung der Verwendung von N2:SF6-Mischungen gegenüber reinem N2 zu liegen, es sei denn, dass die Rückgewinnung der dielektrischen Stärke verbessert werden könnte.
  • Die Ergebnisse der kritischen Spaltlänge aus 3 und 4 werden von Messungen der Größe der Spannungsbeseitigungsspitzen in der Nähe der kritischen Spaltlänge für eine Stromunterbrechung für die verschiedenen Gase bei einem Spitzenstrom von 20 kA und einem Druck von 25 kPa (3,7 psi), 5, unterstützt. In diesem Diagramm lauten die Bezeichnungen auf der Z-Achse wie folgt:
    XP1 = Beseitigungsspitze des ersten Halbzyklus;
    XP2 = Beseitigungsspitze des zweiten Halbzyklus;
    RP = Spitzenwert der Neuzündung des zweiten Halbzyklus;
    und die Bezeichnungen der Klammern:
    • (1) bezeichnet die kritische Zündung von 1x Halbzyklus und
    • (2) bezeichnet die kritische Zündung von 2x Halbzyklus.
  • Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Anforderung für Gas mit einem Druck unterhalb des atmosphärischen Drucks in der Nähe der Elektrode und der Abschirmung beim Überschlagen des elektrischen Lichtbogens z.B. mit Hilfe der veranschaulichten Anordnung des "umgekehrten Windbeutels" erfüllt werden kann, ohne dass der Umgebungsdruck des Hintergrundgases in dem Gehäuse 12 unterhalb von atmosphärischem Druck liegt. Daher kann der Hintergrundgasdruck atmosphärisch sein (und es ist denkbar, dass er sogar höher ist), wobei der erforderliche Druck unterhalb des atmosphärischen Drucks um die Elektroden herum vorübergehend erzeugt wird, wenn der Schalter aktiviert wird, um den Schaltkreis zu unterbrechen.
  • Des Weiteren wird der Druck in dieser Umgebung, wie oben erwähnt wurde, durch die Wirkung des elektrischen Lichtbogens vergrößert und so auf das Überschlagen des Lichtbogens folgend vorübergehend vergrößert.

Claims (11)

  1. Schalter, der Folgendes umfasst: eine erste und eine zweite Elektrode (2, 4), die miteinander in Kontakt gebracht werden können, um einen elektrischen Schaltkreis (6) zu schließen, einen Rückzugmechanismus (8) zum Bewegen einer Elektrode von der anderen weg, um den Schaltkreis zu unterbrechen, und eine Abschirmung (12), die in der Nähe der Elektroden angeordnet ist, so dass sie einer Abtragung durch den zuvor genannten Lichtbogen ausgesetzt ist, wobei das Material und die Anordnung der Abschirmung derart beschaffen sind, dass ihre Abtragung durch den Lichtbogen verursacht, dass sie ein lichtbogenlöschendes Gas freigibt, wobei die Vorrichtung des Weiteren Mittel (4, 8, 16) umfasst, um mindestens in der Nähe der Elektroden und zum Zeitpunkt des Überschlagens eines Lichtbogens zwischen diesen während des Unterbrechens des Schaltkreises einen Gasdruck von weniger als 101325 Pascal bereitzustellen, und durch die Bereitstellung einer abgedichteten Einfassung gekennzeichnet ist, die die Elektrode und die Abschirmung enthält, wobei die Einfassung ein Hintergrundgas enthält.
  2. Schalter nach Anspruch 1, wobei die Abschirmung (12) einen Hohlraum abgrenzt, in dem Lichtbogenbildung stattfindet.
  3. Schalter nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Abschirmung (12) ein Polymermaterial umfasst.
  4. Schalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abschirmung (12) PTFE umfasst.
  5. Schalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, der Mittel (4, 8, 16) umfasst, um während des Vorgangs des Unterbrechens des elektrischen Schaltkreises (6) der nächsten Umgebung der ersten und zweiten Elektrode (2, 4) Gas zu entziehen, wobei der Druck in dieser Umgebung vorübergehend verringert wird.
  6. Schalter nach Anspruch 5, wobei die zuvor genannten Mittel zum Entziehen von Gas eine Kolben-Zylinder-Anordnung (4, 16) umfasst.
  7. Schalter nach Anspruch 6, wobei der Kolben entweder durch die erste oder durch die zweite Elektrode (2, 4) gebildet wird.
  8. Schalter nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, wobei der Zylinder durch die Abschirmung (16) gebildet wird.
  9. Schalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hintergrundgasdruck unter dem atmosphärischen Druck liegt.
  10. Schalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Hintergrundgas mindestens entweder Stickstoff, Argon, Kohlendioxid oder Luft umfasst.
  11. Schalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Hintergrundgas einen Druck von 60 kPa oder weniger aufweist.
DE60312882T 2002-10-29 2003-10-28 Unterbrecherschalter Expired - Lifetime DE60312882T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB0225088 2002-10-29
GBGB0225088.4A GB0225088D0 (en) 2002-10-29 2002-10-29 circuit breaker
PCT/GB2003/004617 WO2004040610A1 (en) 2002-10-29 2003-10-28 Circuit breaker

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60312882D1 DE60312882D1 (de) 2007-05-10
DE60312882T2 true DE60312882T2 (de) 2008-01-31

Family

ID=9946740

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE60312882T Expired - Lifetime DE60312882T2 (de) 2002-10-29 2003-10-28 Unterbrecherschalter

Country Status (8)

Country Link
US (1) US20050247676A1 (de)
EP (1) EP1556874B1 (de)
JP (1) JP2006505108A (de)
AT (1) ATE358327T1 (de)
AU (1) AU2003278343A1 (de)
DE (1) DE60312882T2 (de)
GB (1) GB0225088D0 (de)
WO (1) WO2004040610A1 (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20120326323A1 (en) * 2010-02-09 2012-12-27 Microsemi Corporation High voltage high package pressure semiconductor package
FR2985081B1 (fr) * 2011-12-21 2015-03-06 Alstom Technology Ltd Dispositif de protection contre les particules engendrees par un arc electrique de commutation

Family Cites Families (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2167665A (en) * 1934-11-05 1939-08-01 Detroit Edison Co Circuit breaker
US2156974A (en) * 1935-06-12 1939-05-02 Gilbert E Doan Method of and apparatus for nonarcing circuit interruption
US3446927A (en) * 1966-01-10 1969-05-27 Wagner Electric Corp Disk contacts and flat annular shield arrangement in gas filled switch
US3781500A (en) * 1972-10-02 1973-12-25 Westinghouse Electric Corp Gas cooled electrical contactor
DD108407A1 (de) * 1973-12-20 1974-09-12
US4426560A (en) * 1980-11-13 1984-01-17 Westinghouse Electric Corp. Reduced pressure electrical switch
JPH09231885A (ja) * 1996-02-22 1997-09-05 Hitachi Ltd ガス遮断器
US6236010B1 (en) * 1999-07-14 2001-05-22 Southern States, Inc. Circuit interrupter including a penetrating electrical contact with grip and release structure
FR2809531B1 (fr) * 2000-05-25 2002-07-05 Alstom Buse isolante de soufflage pour disjoncteur
FR2811137B1 (fr) * 2000-07-03 2002-08-23 Alstom Bielle de manoeuvre pour disjoncteur haute tension

Also Published As

Publication number Publication date
ATE358327T1 (de) 2007-04-15
AU2003278343A1 (en) 2004-05-25
JP2006505108A (ja) 2006-02-09
EP1556874B1 (de) 2007-03-28
US20050247676A1 (en) 2005-11-10
DE60312882D1 (de) 2007-05-10
GB0225088D0 (en) 2002-12-04
WO2004040610A1 (en) 2004-05-13
EP1556874A1 (de) 2005-07-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2600683C2 (de) Strombegrenzungsanordnung mit einem Vakuumschalter
CH643394A5 (de) Gasschalter.
DE1203349B (de) Vakuumschalter
EP0016983B1 (de) Autopneumatischer Druckgasschalter
DE1640255A1 (de) Funkenstreckenschalter
DE60312882T2 (de) Unterbrecherschalter
DE2431058A1 (de) Vakuum-lichtbogenvorrichtung
WO2019096581A1 (de) Isolationsmedium für eine elektroenergieübertragungseinrichtung
DE2943881A1 (de) Gasisolierter trennschalter
DE2160748A1 (de) Reihen-Doppelunterbrecher-Stab-Vakuumschalter
DE670720C (de) Gasschalter
DE1102859B (de) Elektrischer Schalter mit mehreren in Reihe geschalteten Unterbrechungsstellen
CH640977A5 (de) Stromkreisunterbrecher.
EP4078642A1 (de) Isolationsmedium für eine elektroenergieübertragungseinrichtung
DE69309174T2 (de) Leistungsschalter mit zwei konzentrischen Trennkammern
DE2759265A1 (de) Druckgasschalter
CH624240A5 (en) Electrical gas-blast power circuit breaker having rapid thermal and dielectric recovery
DE7317426U (de) Druckgasschalter mit einem geschlossenen Löschkammersystem
DEW0008851MA (de)
DE10125100A1 (de) Selbstblas-Löschkammer eines Hochspannungs-Leistungsschalters
DD217074B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur lichtbogenformierung von elektrodenoberflaechen in vakuumschaltkammern
DE975671C (de) Elektrischer Stromunterbrecher mit Lichtbogenloeschung durch ein selbsterzeugtes Loeschmittel
EP0057371A2 (de) Verfahren zum Löschen von Schaltlichtbögen und Hochspannungs-Leistungschalter
EP0720775A1 (de) Druckgasschalter
DE3908327A1 (de) Druckgasschalter

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition