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Hintergrund der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft allgemein das Gebiet von elektrooptischen Polymer-Wellenleitervorrichtungen. Die
Technik von elektro-optischen Polymer-Wellenleitervorrichtungen
und die Verwendung von organischen, in zweiter Ordnung nichtlinearen
optischen Polymeren in solchen Vorrichtungen ist dokumentiert. Ein
typischer elektro-optischer Polymer-Wellenleiter, der in 1 in
einer Querschnittansicht gezeigt ist, besteht aus:
- 1) einem elektro-optischen Polymerkern (5);
- 2) einem über
dem elektro-optischen Polymerkern (5) liegenden ersten
Polymermantel (10);
- 3) einem unter dem elektro-optischen Polymerkern (5)
liegenden zweiten Polymermantel (15);
- 4) einer über
dem ersten Polymermantel (10) liegenden oberen Elektrode
(20);
- 5) einer unter dem zweiten Polymermantel (15) liegenden
unteren Elektrode (25); und
- 6) einem Substrat (30).
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In
einem typischen elektro-optischen Wellenleiter ist die Gesamtdicke
des Kerns, ersten Mantels und zweiten Mantels etwa 6–10μm. Typisch
werden die Brechungsindizes der Polymermäntel so gewählt, um den größten Teil
des optischen Felds in dem elektro-optischen Polymerkern einzuschließen und
einen Kontakt des optischen Feldes mit den Metallelektroden zu verhindern.
Die resultierende Mode in dem Wellenleiter ist in einem solchen
Maß elliptisch,
daß sich
eine nicht annehmbar hohe Einfügung
ergibt, wenn der Wellenleiter stumpf an eine optische Faser angeschlossen
wird. Der Einfügungsverlust
kann durch Verwendung von konischen Querschnittsanpassern reduziert
werden, um die Größe der Fasermode
an die Größe der Wellenleitermode
anzupas sen. Jedoch sind solche konischen Querschnittsanpasser schwierig
herzustellen.
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Auch
eine Verringerung der Elliptizität
der Wellenleitermode kann den Einfügungsverlust verringern. Eine
weniger elliptische Wellenleitermode kann durch Verringern des Unterschieds
zwischen den Brechungsindizes der Mäntel und dem Brechungsindex
des elektro-optischen Kerns erreicht werden. Jedoch kann eine solche
Vorgehensweise dazu führen,
daß das
optische Feld eine oder beide Elektroden kontaktiert, was einen erhöhten optischen
Verlust oder einen vollständigen
Verlust der Modeneinschließung
hervorrufen kann. Ein solches Problem kann dadurch überwunden
werden, daß Mäntel mit
niedrigeren Brechungsindizes hinzugefügt werden, um als Barrieren
zwischen dem ersten und zweiten Mantel und den Metallelektroden
zu dienen.
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Das
US-Patent 5 861 976 beschreibt einen thermo-optischen Wellenleiter,
der vier Mantelschichten hat, um einen Einfügungsverlust zu verringern
und zugleich die Mode von dem Silizium-Substrat und dem metallischen
Heizstreifen fernzuhalten. Die erste und die zweite "Kernanpassungs"-Mantelschicht haben
Brechungsindizes, die um 0,0055 niedriger sind als der des Kerns,
während
die dritte und die vierte Mantelschicht Brechungsindizes haben,
die um 0,0215 niedriger sind als die der ersten und zweiten Mantelschicht.
Die Gesamtdicke ist ungefähr
20μm. Der
Einfügungsverlust
der Vorrichtung wird mit 2 dB/cm angegeben. Obwohl die thermo-optische
Vorrichtung guten (d.h. niedrigen) Einfügungsverlust zeigte, würde eine
Anwendung einer solchen Struktur auf elektro-optische Wellenleiter
zu einer schlechten Leistung führen,
da die Elektroden in einem größeren Abstand
zum elektro-optischen Kern angeordnet sind als in einer typischen
elektro-optischen Wellenleitervorrichtung; das Problem würde sich
verschlimmern, da sich im Vergleich zu typischen elektro-optischen
Vorrichtungsstrukturen ein geringerer Prozentsatz des Lichts in
dem Kern fortpflanzt.
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Außerdem ist
eine geeignete Leitfähigkeit
in den Mänteln
einer elektro-optischen Vorrichtung während des Polens vorteilhaft.
Es ist auf dem Fachgebiet bekannt, daß Isolationseigenschaften einiger
Polymere ihre Verwendung als passive Mäntel in elektro-optischen Polymer-Modulatoren
schmälern,
da eine gewisse Leitfähigkeit
in Mänteln
während
des Polens des elektrooptischen Polymers notwendig ist. Siehe zum
Beispiel Grote et al., Opt. Eng., 2001, 40(11), 2464–2473.
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Die
Herstellung und die Eigenschaften von optischen Kanal-Wellenleitern und
Gittern aus Titandioxid/organisch modifiziertem Silan-Sol-Gel wird
von Que W. und Kim H.C. in Opt. Eng. 41(7), 2002, Seite 1733–1737, diskutiert.
Liu J. et al. beschreiben in Appl. Opt. 39(27), 2000, Seite 4942–4945, vorläufige Forschungsergebnisse
in Richtung auf die Entwicklung von Wellenleitergittern, die auf
Sol-Gel-Glas basieren und durch Prägen auf InP gefertigt werden.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Eine
elektro-optische Wellenleitervorrichtung, wie in den Ansprüchen definiert,
wird beschrieben, die einen elektrooptischen Polymerkern mit einem
Brechungsindex und einen ersten elektro-optischen Polymermantel
in der Nähe
des elektrooptischen Polymerkerns aufweist, wobei der Brechungsindex
des Mantels niedriger ist als der Brechungsindex des Kerns und wobei
ein Puffermantel ein organisch modifiziertes siliziumhaltiges Sol-Gel-Polymer
aufweist. Ferner kann der Wellenleiter allein oder in Kombination
aufweisen: (a) einen zweiten Polymermantel in der Nähe des elektro-optischen
Polymerkerns, wobei der zweite Polymermantel einen Brechungsindex
hat, der niedriger ist als der Brechungsindex des Kerns; (b) einen
ersten Polymerpuffermantel in der Nähe des ersten elektro-optischen
Polymermantels, wobei der erste Polymerpuffermantel einen Brechungsindex
hat, der niedriger ist als der Brechungsindex des ersten elektro-optischen
Polymermantels; und (c) einen zweiten Polymerpuffermantel in der
Nähe des
zweiten Polymermantels, wobei der zweite Polymerpuffermantel einen
Brechungsindex hat, der niedriger ist als der Brechungsindex des
zweiten Polymermantels.
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Der
erste elektro-optische Polymermantel erhöht die Leistungseffizienz der
Vorrichtung, da sich etwas von der Mode in dem ersten Polymermantel
fortpflanzt. Außerdem
verringert die Struktur auch einen Einfügungsverlust, da die Fortpflanzungs mode
sowohl weniger elliptisch ist als auch aufgrund der Puffermäntel die Metallelektroden
nicht kontaktiert.
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Bei
den für
das Polen erforderlichen erhöhten
Temperaturen haben organisch modifizierte Sol-Gele (z.B. organisch
modifizierte Titandioxid/Siloxan-Sol-Gele) gewünschte Leitfähigkeitswerte
(in der Größenordnung
von 1010 bis 1011 Ohm/cm).
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In
den verschiedenen Ausführungsformen
des offenbarten Wellenleiters kann jede Schicht direkt an der vorausgehenden
Schicht aufgebracht sein, so daß die
Schichten in direktem Kontakt sind. Alternativ können einzelne Schichtpaare
durch eine dünne
(z.B. weniger als etwa 0,1μm)
Haftbegünstigungs-,
Oberflächenbegünstigungs-,
Grundierungsschicht oder dergleichen getrennt sein. Schichten; die
auf diese Weise angeordnet sind, werden als "in der Nähe" zueinander bezeichnet. Ein „Puffermantel", wie hier verwendet,
ist die in bezug auf den Kern des Wellenleiters äußerste Schicht und hat einen
Brechungsindex, der ausreichend niedrig ist, um zu verhindern, daß die optische
Mode die Elektroden (z.B. Goldelektroden) kontaktiert, was einen
optischen Verlust hervorrufen würde.
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Andere
Merkmale und Vorteile zeigen sich aus der folgenden Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
und aus den Ansprüchen.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 zeigt
eine typische elektro-optische Polymer-Wellenleitervorrichtung vom Stand der
Technik.
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2 ist
eine Querschnittansicht einer Ausführungsform einer elektro-optischen
Polymer-Wellenleitervorrichtung.
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3 sind
Querschnittansichten von verschiedenen Strukturen eines elektro-optischen
Kerns in dem Polymerstapel.
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4 ist
eine Querschnittansicht einer weiteren Ausführungsform einer elektro-optischen
Polymer-Wellenleitervorrichtung.
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5 ist
eine graphische Darstellung des Widerstands in Abhängigkeit
von der Temperatur für
ein als Puffermantel verwendetes organisch modifiziertes Sol-Gel.
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6 sind
Querschnittansichten von verschiedenen Ausführungsformen einer elektro-optischen
Wellenleitervorrichtung.
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Detaillierte Beschreibung
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Die
elektro-optische Wellenleitervorrichtung weist einen elektro-optischen
Kern auf. Im allgemeinen weist ein elektrooptisches Polymer ein
in zweiter Ordnung nichtlineares optisches Chromophor und eine Polymermatrix
auf. In einigen Ausführungsformen
kann das Chromophor kovalent mit der Polymer-Hauptkette verbunden sein. Der elektro-optische
Kern kann durch irgendeines der auf dem Fachgebiet bekannten Verfahren gepolt
werden, darunter Korona-Polung, Elektroden-Polung oder Gegentakt-Polung.
Der elektro-optische Kern kann durch reaktives Ionenätzen, Laserablation,
Bleichen, positive Ton-Photolithographie, negative Ton-Photolithographie
oder Prägen
gestaltet werden. Mit Bezug auf 3 kann der
elektro-optische Kern als eine "Rippe" (3a),
eine "rippenartige
Struktur" (3b),
eine "grabenartige
Struktur" (3c)
oder ein "Graben" (3d)
gestaltet sein. Vorzugsweise ist die elektrooptische Vorrichtung
ein Mach-Zehnder-Modulator, ein Richtungskoppler oder ein Mikroring-Resonator.
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Die
elektro-optische Wellenleitervorrichtung weist einen elektro-optischen
Polymerkern und einen ersten elektrooptischen Polymermantel in der
Nähe des
elektro-optischen Polymerkerns auf, wobei der erste elektro-optische
Polymermantel einen Brechungsindex hat, der niedriger ist als der
Brechungsindex des elektro-optischen Polymerkerns. Der erste elektrooptische
Polymermantel erhöht
die Leistungsfähigkeit
der Vorrichtung, da sich etwas von der Mode in dem ersten Polymermantel
fortpflanzt. Sowohl die Polymerschicht des elektrooptischen Kerns
als auch die Polymerschicht des elektrooptischen Mantels können durch
Verfahren hergestellt werden, die auf dem Fachgebiet bekannt sind,
beispielsweise durch Schleuderbeschichtung, Tauchbeschichtung, Streichverfahren
und Druckverfahren.
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In
einer weiteren Ausführungsform
weist die elektrooptische Wellenleitervorrichtung mit Bezug auf 2 auf:
- 1) einen elektro-optischen Polymerken (35);
- 2) einen ersten Polymermantel (40) in der Nähe des elektrooptischen
Polymerkerns, wobei der erste Polymermantel einen Brechungsindex
hat, der niedriger ist als der Brechungsindex des elektro-optischen
Polymerkerns;
- 3) einen zweiten Polymermantel (45) in der Nähe des elektro-optischen
Polymerkerns, wobei der zweite Polymermantel einen Brechungsindex
hat, der niedriger ist als der Brechungsindex des elektro-optischen Polymerkerns;
- 4) einen ersten Polymerpuffermantel (50) in der Nähe des ersten
Polymermantels, wobei der erste Polymerpuffermantel einen Brechungsindex
hat, der niedriger ist als der Brechungsindex des ersten Polymermantels;
und
- 5) einen zweiten Polymerpuffermantel (55) in der Nähe des zweiten
Polymermantels, wobei der zweite Polymerpuffermantel einen Brechungsindex
hat der niedriger ist als der Brechungsindex des zweiten Polymermantels.
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Der
elektro-optische Polymerkern, der erste Polymermantel, der zweite
Polymermantel, der erste Polymerpuffermantel und der zweite Polymerpuffermantel
können
jeweils unabhängig
durch Verfahren hergestellt werden, die auf dem Fachgebiet bekannt
sind, beispielsweise durch Schleuderbeschichtung, Tauchbeschichtung,
Streichverfahren und Druckverfahren.
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Der
Brechungsindex und die Dicke jeder Polymerschicht wird so gewählt, daß der resultierende
Wellenleiter ein einmodiges Verhalten hat. Der Brechungsindex jeder
Schicht, die Dicke jedes Mantels und die Abmessungen des Kerns,
die ein einmodiges Verhalten in dem resultierenden Wellenleiter
ergeben würden,
können
unter Verwendung von Verfahren und Computerprogrammen, die auf dem
Fachgebiet bekannt sind, berechnet werden (beispielsweise BeamProp
Version 5.0 Software von Rsoft). Bevorzugte Bereiche für die Dicke und
den Brechungsindex der verschiedenen Schichten sind in Tabelle 1
zusammengefaßt.
Mit Bezug auf 2 ist bevorzugt, daß der elektro-optische
Kern (35) als eine Rippe gestaltet ist und eine Dicke von
etwa 2,4 bis etwa 3,8μm
und einen Brechungsindex von etwa 1,54 bis etwa 1,62 hat, der erste
Polymermantel (40) eine Dicke zwischen der Oberfläche (60)
des elektro-optischen Kerns und der Oberfläche (65) des ersten
Polymermantels von etwa 1,0 bis etwa 3,0μm und einen Brechungsindex von
etwa 1,53 bis etwa 1,61 hat, der zweite Po lymermantel (45)
eine Dicke von 0 bis etwa 3,0μm
und einen Brechungsindex von ungefähr 1,53 bis etwa 1,61 hat,
der erste Polymerpuffermantel (50) eine Dicke von etwa
2,2 bis etwa 3,2μm
und einen Brechungsindex von etwa 1,445 bis etwa 1,505 hat und der
zweite Polymerpuffermantel eine Dicke von etwa 2,2 bis etwa 3,2μm und einen
Brechungsindex von etwa 1,445 bis etwa 1,505 hat. Die bevorzugten
Bereiche für den
Brechungsindex, die Schichtdicke und die Kernabmessungen für die verschiedenen
Schichten sind nachstehend in Tabelle 1 gegeben. In den Ausführungsformen,
die einen zweiten Polymermantel aufweisen, hat der Mantel am stärksten bevorzugt
eine minimale Dicke von etwa 1μm.
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In
einer weiteren Ausführungsform
weist die elektrooptische Wellenleitervorrichtung mit Bezug auf 4 auf:
- 1) einen elektro-optischen Polymerken (35);
- 2) einen ersten Polymermantel (40) in der Nähe des elektrooptischen
Polymerkerns, wobei der erste Polymermantel einen Brechungsindex
hat, der niedriger ist als der Brechungsindex des elektro-optischen
Polymerkerns;
- 3) einen ersten Polymerpuffermantel (50) in der Nähe des ersten
Polymermantels, wobei der erste Polymerpuffermantel einen Brechungsindex
hat, der niedriger ist als der Brechungsindex des ersten Polymermantels;
und
- 4) einen zweiten Polymerpuffermantel (55) in der Nähe des elektro-optischen
Polymerkerns, wobei der zweite Polymerpuffermantel einen Brechungsindex
hat, der niedriger ist als der Brechungsindex des elektro-optischen
Polymerkerns.
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Der
elektro-optische Polymerkern, der erste Polymermantel, der erste
Polymerpuffermantel und der zweite Polymerpuffermantel können jeweils
unabhängig
durch Verfahren hergestellt werden, die auf dem Fachgebiet bekannt
sind, beispielsweise durch Schleuderbeschichtung, Tauchbeschichtung,
Streichverfahren und Druckverfahren.
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In
diesen Ausführungsformen
kann einer oder können
mehrere der Mäntel
ein elektro-optisches Polymer aufweisen. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der erste Polymermantel ein elektro-optisches Polymer. Zusätzlich kann
der zweite Polymermantel ebenfalls ein elektro-optisches Polymer
sein.
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Vorzugsweise
kann eine oder können
mehrere der Schichten ein vernetztes Polymer aufweisen, wie beispielsweise
ein strahlungsausgehärtetes,
vernetztes Acrylatpolymer. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der elektro-optische Polymerkern vernetzt, ist der erste Polymermantel
ein vernetztes elektrooptisches Polymer und ist der zweite Polymermantel
ein organisch modifiziertes Sol-Gel-Polymer wie beispielsweise ORMOSIL,
ist der erste Polymerpuffermantel ein strahlungsausgehärtetes Acrylat
und ist der zweite Polymerpuffermantel ein organisch modifiziertes
Sol-Gel. Vernetzbare elektro-optische Polymere, Sol-Gele, ORMOSILe und
strahlungsausgehärtete
Acrylate sind auf dem Fachgebiet bekannt. Siehe zum Beispiel US-Patente
Nr. 6,419,989; 6,335,149; 6,323,361; 6,306,563; 6,303,730; 6,294,573;
6,126,867; 6,022,828; 5,811,507; 5,783,319; 5,776,374; 5,635,576;
5,714,304; 5,480,687; 5,433,895; 5,223,356; und 5,120,339; Chem.
Mater. 2000, 12, 1187; J. Am. Chem. Soc. 2001, 123, 986; Macromolecules
1992, 25, 4032; und Chem. Mater. 1998, 10, 146. Vorzugsweise kann
der zweite Polymermantel ein organisch modifiziertes Titandioxid-Siloxan-Sol-Gel aufweisen.
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Die
ORMOSILe sind als Puffermäntel,
mit oder ohne zusätzliche
Polymermäntel,
besonders nützlich, da
sie bei den zum Polen erforderlichen erhöhten Temperaturen gewünschte Leitfähigkeitswerte
(1010 bis 1011 Ohm/cm)
haben, wobei der Übergang
bei etwa 100°C
auftritt, wie in 5 gezeigt ist. Zudem ermöglichen
diese Materialien eine Abstimmung ihrer Brechungsindizes auf der
Basis ihrer Zusammensetzungsflexibilität. Beispielsweise erhöht ein Austauschen
von aliphatischen Gruppen, zum Beispiel Methylgruppen, durch stärker polarisierbare
Gruppen, zum Beispiel Phenylgruppen, an den Siliziumatomen eines
ORMOSIL oder eines organisch modifizierten Titandioxid-Siloxan-Sol-Gels
den Brechungsindex. Eine Erhöhung
des Anteils von Titandioxid erhöht
ebenfalls den Brechungsindex.
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Somit
weist die elektro-optische Wellenleitervorrichtung der Erfindung
einen elektro-optischen Polymerkern und einen Polymerpuffermantel
auf, wobei der Polymerpuffermantel ein organisch modifiziertes siliziumhaltiges
Sol-Gel-Polymer aufweist und einen Brechungsindex hat, der niedriger
ist als der Brechungsindex des elektro-optischen Polymerkerns.
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Wie
in 6 gezeigt, ist bevorzugt, daß die elektrooptische Wellenleitervorrichtung
einen ersten Polymerpuffermantel (75), einen elektro-optischen
Kern (70) und einen zweiten Polymerpuffermantel (80)
aufweist, wobei einer der Polymerpuffermäntel ein organisch modifiziertes
siliziumhaltiges Sol-Gel-Polymer
aufweist und jeder der Puffermäntel
einen Brechungsindex hat, der niedriger ist als der Brechungsindex
des elektrooptischen Polymerkerns. Geeignete Materialien für den anderen
Polymerpuffermantel sind vernetzte Acrylatpolymere, z.B. des Typs,
der in Oh et al., Appl. Phys. Lett. 2000, 76(24), 3525–3527, beschrieben
ist. Die Vorrichtung kann ferner auch einen ersten Polymermantel
(85) zwischen dem Kern (70) und dem ersten Puffermantel
(75) aufweisen. Der erste Polymermantel (85) hat
einen Brechungsindex, der niedriger ist als der Brechungsindex des
Kerns (70), aber höher
ist als der Brechungsindex des ersten Puffermantels (75).
Vorzugsweise weist der erste Polymermantel ein vernetztes Acrylatpolymer
auf. Die elektro-optische Wellenleitervorrichtung kann ferner einen
zweiten Polymermantel zwischen dem elektro-optischen Polymerkern
und dem zweiten Polymermantel aufweisen, wobei der zweite Polymermantel
einen Brechungsindex hat, der niedriger ist als der Brechungsindex
des elektro-optischen Polymerkerns und höher ist als Brechungsindex
des zweiten Polymerpuffermantels.
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In
allen Ausführungsformen
weist der elektro-optische Polymerkern (70) vorzugsweise
ein vernetztes Polymer auf. Ferner weist die elektro-optische Wellenleitervorrichtung
vorzugsweise ein Substrat auf, an welchem der Polymerpuffermantel,
der ein organisch modifiziertes Sol-Gel aufweist, aufgebracht ist.
In einigen Ausführungsformen
ist das Substrat Silizium.
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Die
hier beschriebenen optischen Wellenleitervorrichtungen können in
optischen Kommunikationssystemen verwendet werden. Die optischen
Kommunikationssysteme, die solche Modulatoren verwenden, sind aufgrund
der erhöhten
Leistungsfähigkeit
der Wellenleitervorrichtungen, die einen elektro-optischen Polymermantel
und einen elektro-optischen Polymerkern haben, verbessert. Weitere
Ausführungsformen
der Erfindung umfassen somit Strahlsteuerungssysteme, phasengesteuerte
Radaranordnungen, optische Router, optische Transponder und optische
Satelliten.
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Ein
Verfahren zur Herstellung eines Polymer-Wellenleiters weist auf:
- (a) Herstellen einer ersten Polymerschicht
in der Nähe
eines Substrats, wobei die erste Polymerschicht ein nichtlineares
optisches Chromophor aufweist;
- (b) Polen und Vernetzen der ersten Polymerschicht, um eine erste
vernetzte elektro-optische Polymerschicht bereitzustellen;
- (c) Herstellen einer zweiten Polymerschicht, die ein nichtlineares
optisches Chromophor aufweist, in der Nähe der ersten elektro-optischen
Polymerschicht; und
- (d) Polen der zweiten Polymerschicht, um eine zweite elektro-optische
Polymerschicht bereitzustellen.
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Das
Substrat kann ein Polymer, ein organisch modifiziertes Sol-Gel oder
ein elektro-optisches Polymer aufweisen. Vorzugsweise wird die zweite
elektro-optische Polymerschicht vernetzt. Der Brechungsindex der zweiten
elektro-optischen Polymerschicht ist vorzugsweise niedriger als
der Brechungsindex der ersten elektro-optischen Polymerschicht.
Wenn der Brechungsindex der zweiten elektro-optischen Polymerschicht
niedriger ist als der Brechungsindex der ersten elektro-optischen
Polymerschicht, wird vorzugsweise die erste elektro-optische Schicht
trockenge ätzt,
um eine Rippe oder eine rippenartige Struktur zu formen, bevor die
zweite Polymerschicht, die ein nichtlineares optisches Chromophor
aufweist, in der Nähe
der ersten elektrooptischen Polymerschicht hergestellt wird. Der
Trockenätzschritt
kann eine Verwendung einer Metallhartmaske aufweisen und die Metallhartmaske
weist vorzugsweise Titan oder Platin auf. Die Rippe oder die rippenartige
Struktur kann ein Mach-Zehnder-Modulator,
ein Richtungskoppler oder ein Mikroring-Resonator sein. Wenn der Brechungsindex
der zweiten elektrooptischen Polymerschicht niedriger ist als der
Brechungsindex der ersten elektro-optischen Polymerschicht, kann
die erste elektro-optische Polymerschicht mit Hilfe von Verfahren,
die Laserablation, Bleichen, positive Photolithographie, negative
Photolithographie oder Prägen
aufweisen, als eine Rippe, eine rippenartige Struktur, eine grabenartige
Struktur oder ein Graben gestaltet werden. Das Substrat kann ein
vernetztes elektro-optisches Polymer aufweisen. Das Verfahren zur
Herstellung eines Polymer-Wellenleiters kann ferner (e) Herstellen
eines Polymerpuffermantels in der Nähe der zweiten elektrooptischen
Polymerschicht aufweisen. Wenn das Verfahren zur Herstellung eines
Polymer-Wellenleiters ferner eine Herstellung eines Polymerpuffermantels
in der Nähe
der zweiten elektrooptischen Polymerschicht aufweist, ist bevorzugt,
daß die
erste elektro-optische Polymerschicht eine Dicke von ungefähr 2,4 bis
etwa 3,8μm
und einen Brechungsindex von ungefähr 1,54 bis etwa 1,62 hat;
die zweite elektro-optische erste Polymerschicht eine Dicke von
etwa 1,0 bis etwa 3,0μm
und einen Brechungsindex von ungefähr 1,53 bis etwa 1,61 hat;
und der Polymerpuffermantel eine Dicke von etwa 2,2 bis etwa 2,8μm und einen
Brechungsindex von etwa 1,445 bis etwa 1,505 hat. Vorzugsweise wird
der Polymerpuffermantel vernetzt. Die erste elektro-optische Polymerschicht kann
auch einen Graben oder eine grabenartige Struktur bilden. Wenn die
erste elektro-optische Polymerschicht einen Graben oder eine grabenartige
Struktur bildet, weist das Substrat vorzugsweise ein vernetztes elektro-optisches
Polymer auf. Vorzugsweise erfolgt das Vernetzen der ersten Polymerschicht
oberhalb von etwa 160°C.
Wenn die erste Polymerschicht vernetzt wird, kann die Schicht vorzugsweise
während
des Polens vernetzt werden oder vor dem Polen vernetzt werden. Die
erste Polymerschicht, die ein nichtlineares optisches Chromophor
aufweist, oder die zweite Polymerschicht, die ein nichtlineares
optisches Chromophor aufweist, kann mit Hilfe von Verfahren, die
Schleuderbeschichtung, Tauchbeschichtung oder Streichverfahren aufweisen,
hergestellt werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist der Brechungsindex des ersten elektro-optischen Polymers niedriger
als der Brechungsindex des zweiten elektro-optischen Polymers. Wenn
der Brechungsindex des ersten elektro-optischen Polymers niedriger
ist als der Brechungsindex des zweiten elektro-optischen Polymers, kann
das Verfahren ferner (e) Trockenätzen
der zweiten elektro-optischen Schicht, um eine Rippe oder eine rippenartige
Struktur zu bilden, und (f) Herstellen eines Polymerpuffermantels
in der Nähe
der zweiten elektro-optischen Polymerschicht aufweisen. Vorzugsweise
wird der Polymerpuffermantel vernetzt. Wenn in einer weiteren Ausführungsform
der Brechungsindex des ersten elektro-optischen Polymers niedriger
ist als der Brechungsindex des zweiten elektro-optischen Polymers,
kann die zweite elektro-optische Polymerschicht eine grabenartige
Struktur oder einen Graben bilden. Wenn die zweite elektro-optische
Polymerschicht eine grabenartige Struktur oder einen Graben bildet,
weist das Verfahren ferner vorzugsweise (e) Herstellen eines ersten
Polymerpuffermantels in der Nähe
der zweiten elektro-optischen Polymerschicht auf. Vorzugsweise wird der
Polymerpuffermantel vernetzt. Wenn der Brechungsindex des ersten
elektro-optischen Polymers niedriger ist als der Brechungsindex
des zweiten elektro-optischen Polymers, kann die zweite elektro-optische
Polymerschicht mit Hilfe von Verfahren, die Laserablation, Bleichen,
positive Photolithographie, negative Photolithographie oder Prägen aufweisen,
als eine Rippe, eine rippenartige Struktur, eine grabenartige Struktur
oder ein Graben gestaltet werden.
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Beispiele
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Die
folgenden Beispiele sind erläuternd
und schränken
die Ansprüche
nicht ein.
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Die
Herstellung von Materialien, die in den folgenden Beispielen verwendet
werden, ist nachstehend detailliert beschrieben.
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Elektro-optische Polymere:
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Das
in dem elektro-optischen Kern und dem elektro-optischen Mantel verwendete
elektro-optische Chromophor wurde durch Veresterung eines Chromophors,
das freie Alkoholgruppen aufwies, mit den erforderlichen Äquivalenten
von 4-(trifluorvinyloxy)-Benzoylchlorid
(das Benzoylchlorid ist in dem US-Patent 5,198,513 beschrieben)
und einem blockierten Amin oder Pyridin gewonnen.
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Das
als eine Matrix für
das elektro-optische Chromophor verwendete Polymer wurde durch Reaktion von
1-Lithio-4-trifluorvinyloxybenzol
mit Pentafluorstyrol bei –78°C für 1 Stunde
und anschließender
Erhöhung auf
Raumtemperatur gewonnen. Das resultierende 2,3,5,6-Fluor-4'-trifluorvinyloxy-4-vinylbiphenyl
wurde durch Säulenchromatographie
gereinigt und mit AIBN-Initiation in THF in einer N2-Atmosphäre polymerisiert. Das
Polymer wurde durch Präzipitation
aus THF/Hexanen gereinigt.
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Organisch modifizierte Sol-Gel-Polymere:
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Polymer
(1): ein organisch modifiziertes Titandioxid-Siloxan-Sol-Gel wurde wie folgt hergestellt:
1) Träufeln
von 127,2g Titanbutoxid (von Aldrich, doppelt destilliert) in eine
Lösung
von 592g wasserfreiem Ethanol und 24,0g konzentrierter DCl (~ 37
Gew.%); 2) Träufeln
von 94,3g D2O; 3) Träufeln von 99,2g Glycidoxypropyltrimethoxysilan;
4) Erhitzen bei ~80°C
für 12
Stunden; 5) Träufeln
von 372,0g Phenyltriethoxysilan (von Aldrich, destilliert) bei ~80°C für 4 Stunden;
und 6) Zugabe von 473g destilliertem Cyclohexanon in die Lösung und
Rühren
zur Homogenität.
Die niedrig siedenden flüchtigen
Bestandteile aus der Reaktion wurden durch Rotationsverdampfung
beseitigt. Schließlich
wurde 1,60g Poly[dimethylsiloxan-co-methyl(3-hydroxypropyl)siloxan]Pfropf-Poly(ethylen/propylenglycol)
(von Aldrich, verwendet wie geliefert) in die obige Lösung gegeben
und gerührt,
um eine homogene Lösung
zu bekommen.
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Polymer
(2): ein organisch modifiziertes Sol-Gel wurde wie folgt hergestellt:
1) Zugabe von 156,0g Tetraethylorthosilikat (von Aldrich, doppelt
destilliert), 531,0g Glycidoxypropyltrimethoxysilan (von Aldrich,
doppelt destilliert), 321,0g Cyclohexanon (von Aldrich, destilliert)
in einen Kolben; 2) Träufeln
einer Lösung
von 187, 5g D2O und 7,50g 2M DCl; und 3)
Erhitzen bei 80–100°C für 5 Stunden.
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Polymer
(3): ein organisch modifiziertes Sol-Gel wurde wie folgt hergestellt:
1) Zugabe von 17,83g Methyltriethoxysilan (von Aldrich, doppelt
destilliert), 70,80g Glycidoxypropyltrimethoxysilan (von Aldrich,
doppelt destilliert), 64,2g Cyclohexanon (von Aldrich, destilliert)
in eine Flasche; 2) Träufeln
einer Lösung
von 21,78g D2O und 2,050g 2M DCl; und 3)
Erhitzen bei 80–100°C für 5 Stunden.
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Vernetzbare Acrylatpolymere:
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Polymer
(4): ein vernetzbares Acrylatpolymer wurde wie folgt hergestellt:
1) Verrühren
von 20,0g Pentaerythritoltetraacrylat (Aldrich, verwendet wie geliefert)
und 20,0g Tri(ethylenglycol)dimethacrylat (Aldrich, verwendet wie
geliefert); 2) Zugabe von 1,2g 2-Methyl-4'-(methylthio)-2-morpholinopropiophenon und Rühren bis
zur Auflösung;
und 3) Tiefkühlen
der resultierenden Lösung.
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Polymer
(5): ein weiteres vernetzbares Acrylatpolymer wurde wie folgt hergestellt:
1) Zugabe von 400,0g Bisphenol-A-glycerolatdiacrylat
(Aldrich, verwendet wie geliefert), 70,4g Tri(ethylenglycol)dimethacrylat (Aldrich,
verwendet wie geliefert) und 552g 2-Ethoxyethanol (Aldrich, destilliert)
in einen 2 Liter Kolben mit mechanischem Rühren und Rühren entweder über Nacht
oder für
12 Stunden, um eine homogene Lösung
zu erzielen; und 2) Einbringen von 4,704g 2-Methyl-4'-(methylthio)-2-morpholinopropiophenon
in die Lösung
und Rühren,
um eine vollständige
Auflösung
herbeizuführen.
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Beispiel 1
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Die
Vorrichtung in diesem Beispiel wurde unter Verwendung eines goldbedeckten
6-Zoll-SiO2-Wafers als Substrat gefertigt.
Die angegebenen Brechungsindizes sind bei 1550nm gemessen.
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Ein
Haftbegünstiger
für den
zweiten Polymerpuffermantel und Gold wurde wie folgt hergestellt:
1) Erhitzen von 100,0g Isopropylalkohol (von Aldrich), 2,0g H2O, 5,0g Mercaptopropyltriethoxysilan (von
Sigma, destilliert) und 5,0g Mercaptopropylmethyldimethoxysilan
und zwei Tropfen 37%ige HCl im Rückfluß für 2 Stunden;
2) Abkühlenlassen
der Lösung
auf Raumtemperatur; 3) Zugabe von 504g Isopropylalkohol zu der obigen Lösung und
Rühren.
Der Haftbegünstiger
wurde durch Schleuderbeschichtung einer 1%igen Lösung bei 500upm für 2 Sekunden
und 4500upm für
30 Sekunden auf die Goldoberfläche
aufgebracht.
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Der
zweite Polymerpuffermantel (Polymer (2)) wurde als eine 36,1%ige
(Gew.%) Lösung
in Cyclopentanon mittels Schleuderverfahren bei 300upm für 12 Sekunden
und 1050upm für
20 Sekunden aufgebracht. Die Waferschicht wurde durch Erhitzen unter
50 Torr Vakuum bei 100°C
für 60min
(Heizrate: 0,5°C/min),
150°C für 60min
(Heizrate: 3°C/min)
und 200°C
für 30min
(Heizrate 5°C/min)
und Kühlen
des Wafers auf Umgebungstemperatur bei einer Kühlrate von 0,5°C/min ausgehärtet. Die
Dicke der Schicht war 2,9μm
und der Brechungsindex war 1,475.
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Der
zweite Polymermantel (Polymer (1)) wurde als eine 38%ige (Gew.%)
Lösung
in Cyclohexanon mittels Schleuderverfahren bei 500upm für 5 Sekunden
und 2900upm für
30 Sekunden auf den zweiten Polymerpuffermantel aufgebracht. Der
Mantel wurde durch Erhitzen unter 50 Torr Vakuum bei 100°C für 60min
(Heizrate: 0,5°C/min),
150°C für 60min
(Heizrate: 3°C/min)
und 190°C
für 90min
(Heizrate: 5°C/min)
und Kühlen
des Wafers auf Umgebungstemperatur bei einer Kühlrate von 0,5°C/min ausgehärtet. Die
Dicke der Schicht war 1,9μm
und der Brechungsindex war 1,545.
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Eine
Haftbegünstigungsschicht
wurde durch Schleuderbeschichtung einer 1%igen (Gew.%) Lösung von
(N-(2-aminoethyl)-3-aminopropyl-methyldimethoxysilan)
in Isopropylalkohol bei 500upm für
5 Sekunden und 3000upm für
30 Sekunden auf den zweiten Polymermantel aufgebracht. Der Wafer
wurde dann auf einer heißen
Platte bei 100°C
für 5 min
erhitzt.
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Das
für den
elektro-optischen Kern verwendete Polymer wurde als eine 30%ige
(Gesamtfeststoffgewicht) Lösung
des elektro optischen Chromophors in der Polymermatrix (die Chromophorkonzentration
bezüglich
des vernetzbaren Polymers war 25 Gew.%) in Cyclopentanon mittels
Schleuderverfahren bei 300upm für 2
Sekunden, dann 500upm für
5 Sekunden, dann 1000upm für
20 Sekunden auf den zweiten Polymermantel aufgebracht. Die Schicht
wurde durch Erhitzen bei 80°C
auf einer heißen
Platte für
10 Minuten, Erhitzen bei 70°C
bei 1 mTorr für
480 Minuten vorgehärtet.
Die Schicht wurde koronagepolt und vernetzt durch Anlegen einer
Spannung von 4,5 kV an den Wafer unter gleichzeitigem Erhitzen auf
180°C über 10 Minuten,
Halten bei 4,5 kV bei 180°C
für 10
Minuten, Erhöhen
der Koronaspannung auf 7,5 kV und Halten bei 180°C für 10 Minuten und Kühlen auf
Umgebungstemperatur über
25 Minuten. Erhitzen bei 180°C
war notwendig, um das gewünschte
Ausmaß der
Vernetzung zu bewirken. Die Dicke der Schicht war 3,0μm und der
Brechungsindex war 1,565.
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Der
elektro-optische Polymerkern wurde unter Verwendung einer Hartmaske
und Trockenätzen
als eine Rippe geformt, wie in der WO 2004031863 beschrieben ist.
Der elektro-optische Polymerkern wurde wie ein Mach-Zehnder-Modulator
gestaltet.
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Das
für den
ersten elektro-optischen Polymermantel verwendete Polymer wurde
als eine 23%ige (Gesamtfeststoffgewicht) Lösung des elektro-optischen
Chromophors in der Polymermatrix (die Chromophorkonzentration bezüglich des
vernetzbaren Polymers war 21 Gew.%) in Cyclopentanon mittels Schleuderverfahren bei
300upm für
2 Sekunden, dann 500upm für
5 Sekunden, dann 1400upm für
20 Sekunden auf den elektro-optischen Kern und den zweiten Polymermantel
aufgebracht. Die Schicht wurde durch Erhitzen bei 50°C auf einer
heißen
Platte für
10 Minuten, anschließendes
Erhitzen bei 25 Torr für
8 Stunden bei 50°C
vorgehärtet. Die
Schicht wurde durch Anlegen einer Spannung von 7,5 kV an den Wafer
unter gleichzeitigem Erhitzen bei 180°C für 20 Minuten koronagepolt und
vernetzt. Die Dicke der Schicht war 1,2μm und der Brechungsindex war
1,55.
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Der
ersten Polymerpuffermantel (Polymer (4)) wurde als eine Flüssigkeit
mittels Schleuderverfahren bei 500upm für 5 Sekunden und 1800upm für 40 Sekunden
auf den ersten elektrooptischen Polymermantel aufgebracht. Der Wafer
wurde dann einer UV-Strahlung ausgesetzt, bis die Schicht gehärtet war.
Die Dicke der Schicht war 3,1μm
und der Brechungsindex war 1,495.
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Die
Oberfläche
des ersten Polymerpuffermantels wurde mit Sauerstoff/Neon-Plasma
für 7 Minuten
behandelt, um eine Haftung einer Goldschicht zu begünstigen.
Die Goldschicht wurde aufgebracht und die Goldelektrode wurde mittels
Photolithographie und Naßätzen oberhalb
eines Arms des Mach-Zehnder-Modulators festgelegt. Der Wafer wurde
in einzelne elektro-optische Mach-Zehnder-Vorrichtungen geschnitten.
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Beispiel 2
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Die
Vorrichtung in diesem Beispiel wurde unter Verwendung eines goldbedeckten
6-Zoll-SiO2-Wafers als Substrat gefertigt.
Der zweite Polymerpuffermantel, der zweite Polymermantel und der
elektro-optisch Polymerkern waren die gleichen, wie die in Beispiel
1 verwendeten. Die angegebenen Brechungsindizes sind bei 1550nm
gemessen.
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Der
elektro-optische Polymerkern wurde unter Verwendung einer Hartmaske
und Trockenätzung
als eine Rippe gestaltet, wie in der WO 2004031863 beschrieben ist.
Der elektro-optische Polymerkern wurde wie ein Mach-Zehnder-Modulator
gestaltet.
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Die
Oberfläche
des Stapels wurde mit Sauerstoffplasma für 1 Minute in einer DRIE-Vorrichtung
bei einem Arbeitsdruck von 230 mTorr behandelt, um eine Haftung
für den
anschließend
aufgebrachten ersten Polymerpuffermantel zu begünstigen.
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Eine
24 Gew.%ige Lösung
des ersten Polymermantels (Polymer (5)) wurde mittels Schleuderverfahren
bei 300upm für
30 Sekunden und 1000upm für
20 Sekunden aufgebracht. Die Schicht wurde bei 50°C bei 1 mTorr
für 1 Stunden
getrocknet und dann einer Ultraviolettstrahlung ausgesetzt, bis
die Schicht gehärtet
war. Die Dicke der Schicht war 2μm
und der Brechungsindex war 1,543.
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Die
Oberfläche
des ersten Polymermantels wurde mit einem Sauerstoff/Neon-Plasma
in einer DRIE-Vorrichtung bei einem Arbeitsdruck von 20 mTorr für 5 Minuten
behandelt, um die Haftung des ersten Polymerpuffermantels zu begünstigen.
Der erste Polymerpuffermantel und die obere Elektrode waren die
gleichen, wie die in Beispiel 1 bereitgestellten, und wurden unter
Verwendung des in Beispiel 1 beschriebenen Prozesses aufgebracht.
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Andere
Ausführungsformen
sind im Bereich der folgenden Ansprüche.