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Hintergrund
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Beschreibung betrifft Gene, die mit Schizophrenie korreliert
sind und Verfahren zur Verwendung der Gene zur Diagnose und Behandlung
von Schizophrenie.
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2. Beschreibung des Stands der Technik
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Schizophrenie
ist eine schwere psychiatrische Störung, die gewöhnlich durch
Realitätsverlust,
unlogische Denkmuster, Wahnvorstellungen und Halluzinationen charakterisiert
ist und in unterschiedlichem Ausmaß von anderen emotionalen,
verhaltensbasierten oder intellektuellen Störungen begleitet wird. Siehe
Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 4. Ausgabe,
American Psychiatric Association, 273-315 (1994) (DSM-IV®).
Jedoch ist, wie es hierin erwähnt
ist, kein einzelnes Symptom pathognomisch für Schizophrenie, deren Diagnose
die Erkennung einer Konstellation an Anzeichen und Symptomen umfasst,
die mit einer gestörten
beruflichen oder sozialen Funktion assoziiert sind. Siehe obige
Literaturstelle. Es wurden einige detektierbare physiologische Veränderungen
berichtet, beispielsweise in neuropathologischen und bildgebenden
Studien, die anatomische Veränderungen
zeigen, die mit der Erkrankung assoziiert sind. Arnold et al., Acta
Neuropathol. (Berl) 92, 217-231 (1996), Harrison, Brain 122, 593-624
(1999). Bestimmte zelluläre
Aberrationen wurden beobachtet und biochemische und RNA Analysen
haben Veränderungen
in einigen Neurotransmitterwegen und präsynaptischen Komponenten gezeigt.
Siehe obige Literaturstelle und Benes, Brain Res. Rev. 31, 251-269
(2000).
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In
anfänglichen
Stadien und sogar bei fortgeschritteneren Stadien kann die Schizophrenie
subtile Verhaltensänderungen
und subtile und/oder undetektierbare Veränderungen auf zellulären und/oder
molekularen Ebenen in der Struktur und Funktion des Nervensystems
umfassen. Dieses Fehlen von detektierbaren neurologischen Defekten
unterscheidet die Schizophrenie von anderen gut definierten neurologischen
Störungen, worin
anatomische oder biochemische Pathologien klar manifestiert sind.
Daher besteht ein Bedarf für
nicht subjektive Modalitäten
zum Screening und zur Diagnose von Schizophrenie. Darüberhinaus
ist eine Identifizierung der verursachenden Defekte und der Neuropathologien
von Schizophrenie erforderlich, um dem Klinikarzt es zu ermöglichen,
geeignete Behandlungsmaßnahmen
zu evaluieren und zu verschreiben, um die Symptome von Schizophrenie
in frühen
Stadien zu heilen oder zu lindern oder wenn die Symptome beobachtet
werden. Tatsächlich
gibt es wenig effektive Therapien für die Erkrankung und deren
molekulare Basis ist nicht gut verstanden.
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Es
wurden Verfahren entworfen, um die Veränderungen in der mRNA Expression
zu überwachen,
um Gene zu suchen, die in verschiedenen Erkrankungen und Störungen disreguliert
sind. Bei Organismen, für
die das vollständige
Genom bekannt ist, ist es möglich,
die Transkripte aller Gene innerhalb der Zelle zu analysieren. Mit
anderen Organismen, wie dem Menschen, für den ein zunehmendes Wissen
des Genoms besteht, ist es möglich,
gleichzeitig eine große
Anzahl an Genen innerhalb einer Zelle zu verfolgen. Die DNA Mikroarrayanalyse
ist eine Technik, die die quantitative Messung der transkriptionellen
Expression von mehreren tausend Genen gleichzeitig erlaubt. Diese
Technik erlaubt es einem, Profile der Genexpressionsmuster sowohl
in Patienten, die an Schizophrenie leiden, als auch Kontrollindividuen
zu erzeugen. Demnach liefert die Bestimmung von abnormalen Mengen
der Genexpression einen Hinweis für eine therapeutische Intervention.
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Techniken
zur Modifizierung der RNA Spiegel und Aktivitäten umfassen Ribozyme, Antisense-Spezies und RNA Aptamere
und Promotormodulatoren für
kleine Moleküle.
Ribozyme sind RNAs, die zur Katalyse von RNA Spaltungsreaktionen
fähig sind
und einige können
so entworfen werden, dass sie spezifisch eine bestimmte Ziel mRNA
spalten können.
Ribozymverfahren umfassen die Exposition einer Zelle gegenüber solchen
RNA Ribozymmolekülen
oder deren Induktion in einer Zelle etc. Die Aktivität einer
Ziel RNA (vorzugsweise mRNA) Spezies, speziell die Translationsgeschwindigkeit,
kann durch die Anwendung von Antisensenukleinsäuren gehemmt werden. "Antisense" Nukleinsäuren sind
Nukleinsäuren,
die zur Hybridisierung an einen sequenzspezifischen Teil der Ziel
RNA fähig
sind, beispielsweise deren Translationsinitiationsregion, indem
sie eine Sequenz aufweisen, die zu einer kodierenden und/oder nicht-kodierenden
Region komplementär
ist. Die Antisensenukleinsäuren
können
Oligonukleotide sein, die doppelsträngig oder einzelsträngig sind,
RNA oder DNA oder eine Modifikation oder ein Derivat hiervon, die
intrazellulär
durch die Transkription von exogenen, eingeführten Sequenzen in kontrollierbaren
Mengen gebildet werden können,
welche zur Störung
der Translation der Ziel RNA ausreichen.
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Die
oben beschriebenen Techniken kommen immer mehr als wirksames Mittel
zur Verringerung der Expression von spezifischen Genprodukten auf
und könnten
sich daher als einzigartig brauchbar in mehreren therapeutischen,
diagnostischen und forschenden Anwendungen zur Modulation der Gene
herausstellen, die bei schizophrenen Patienten disreguliert sind.
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Zusammenfassung
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In
einem Aspekt wird ein Verfahren zum Screenen auf Schizophrenie in
einer Population bereitgestellt, das umfasst die Bestimmung des
Expressionsausmaßes
eines Gens bei Vertretern einer Population, das ausgewählt ist
aus der Gruppe, die besteht aus dem Gen, das für das durch Progesteron induzierte
Decidualprotein (DEPP) kodiert, dem Gen, das für Adrenomedullin kodiert und
dem Gen, das für
das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert in einer Probe und den Vergleich der Größenordnung
der Expression mit einer Grundliniengrößenordnung der Expression des
Gens umfasst, worin die erhöhte
Genexpression das Vorkommen von Schizophrenie anzeigt. Die Probe
kann aus dem Gehirn, dem Rückenmark,
der lymphatischen Flüssigkeit,
dem Blut, dem Urin oder dem Faeces entnommen werden. In einer bevorzugten
Ausführungsform
wird die Probe aus dem anterioren Cingulate entnommen. In einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist die Population der Mensch. In einem weiteren Aspekt wird ein
Verfahren zur Diagnose von Schizophrenie in einem Wirt beschrieben,
das umfasst die Bestimmung der Expressionsgrößenordnung eines Gens, das
aus der Gruppe ausgewählt
ist, die besteht aus dem Gen, das für das durch Progesteron induzierte
Decidualprotein (DEPP) kodiert, dem Gen, das für Adrenomedullin kodiert und
dem Gen, das für
das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert in einer Probe und den Vergleich der Expressionsgrößenordnung
zu einer Grundlinienexpressionsgrößenordnung des Gens, worin
die erhöhte
Genexpression das Vorkommen von Schizophrenie anzeigt.
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Es
wird ein Verfahren zur Behandlung von Schizophrenie in einem Wirt
bereitgestellt, das die Verringerung der Expression eines Gens umfasst,
welches aus der Gruppe ausgewählt
ist, die besteht aus dem Gen, das für das durch Progesteron induzierte
Decidualprotein (DEPP) kodiert, dem Gen, das für Adrenomedullin kodiert und
dem Gen, das für
das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert durch die Verabreichung einer Expressions-verringernden
Menge an Antisenseoligonukleotid oder einer Expressions-verringernden
Menge kleiner hemmender RNA (siRNA). In einer Ausführungsform
dieses Verfahrens ist der Wirt ein Mensch.
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Ebenfalls
beschrieben wird ein Verfahren zur Behandlung der Schizophrenie
bei einem Wirt, das umfasst die Verringerung der Expression eines
Gens, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus dem
Gen, das für
das durch Progesteron induzierte Decidualprotein (DEPP) kodiert,
dem Gen, das für
Adrenomedullin kodiert und dem Gen, das für das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert durch die Verabreichung einer Expressions-verringernden
Menge eines Ribozyms, das die mit der Expression des Gens assoziierte
RNA spaltet. In einem weiteren Aspekt wird ein Verfahren zur Behandlung
von Schizophrenie bei einem Wirt beschrieben, das umfasst die Verringerung
der Expression eines Gens, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
die besteht aus dem Gen, das für
das durch Progesteron induzierte Decidualprotein (DEPP) kodiert, dem
Gen, das für
Adrenomedullin kodiert und dem Gen, das für das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert durch die Verabreichung eines oder mehrerer Nukleinsäuremoleküle, die
entworfen wurden, um die Trippelhelixbildung mit diesem Gen zu fördern. In
einem weiteren Aspekt wird ein Verfahren zur Behandlung der Schizophrenie
beschrieben, das die Verringerung der Menge an verfügbarem DEPP,
Adrenomedullin und/oder CsdA bei einem Patienten durch die Verabreichung
einer wirksamen Menge an anti-DEPP, anti-Adrenomedullin und/oder
anti-CsdA Antikörper
umfasst. In einer Ausführungsform
der obigen Verfahren ist der Wirt ein Mensch.
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In
einem weiteren Aspekt wird ein Screeningverfahren auf Verbindungen
bereitgestellt, die zur Behandlung von Schizophrenie brauchbar sind,
das umfasst die funktionsfähige
Verbindung eines Reportergens, welches ein detektierbares Protein
exprimiert, an eine Regulationssequenz für ein Gen, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
die besteht aus DEPP, Adrenomedullin und CsdA, unter Bildung eines
Reporterkonstrukts, Transfektion einer Zelle mit dem Reporterkonstrukt,
Exposition der transfizierten Zelle gegenüber einer Testverbindung und
Vergleich der Expressionsmenge des Reportergens nach der Exposition
gegenüber
der Testverbindung zur Expressionsmenge vor der Exposition gegenüber der
Testverbindung, worin eine geringere Expressionsmenge nach der Exposition
eine Verbindung anzeigt, die zur Behandlung von Schizophrenie brauchbar
ist.
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In
einem weiteren Aspekt wird die Verwendung eines transgenen Tiers
bereitgestellt, das stabil in seinem Genom eine erhöhte Kopiezahl
eines Gens enthält,
das aus der Gruppe ausgewählt
ist, die besteht aus dem Gen, das für das durch Progesteron induzierte
Decidualprotein (DEPP) kodiert, dem Gen, das für Adrenomedullin kodiert und
dem Gen, das für
das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert, worin das Gen stärker als Grundzustandsmengen
exprimiert wird und das Tier ein anormales Verhalten zeigt. In einem
Aspekt umfasst das transgene Tier in seinem Genom ein Gen, das aus
der Gruppe ausgewählt
ist, die besteht aus dem Gen, das für das durch Progesteron induzierte
Decidualprotein (DEPP) kodiert, dem Gen, das für Adrenomedullin kodiert und
dem Gen, das für
das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert, worin die Expression des Gens durch zumindest
eine Veränderung
in den regulatorischen Sequenzen des Gens so verstärkt ist,
dass das Gen stärker
als Grundzustandsmengen exprimiert wird und das Tier ein abnormales
Verhalten zeigt. In einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die eine
oder mehreren Veränderungen
die Substitution eines Promotors, der eine höhere Expressionsrate aufweist
als der native Promotor des Gens, wobei der Promotor in einer bevorzugteren
Ausführungsform
ein induzierbarer Promotor ist. In einem weiteren Aspekt umfasst
das transgene Knockout Tier eine homozygote Zerstörung in
einem oder mehreren Genen, die aus der Gruppe ausgewählt sind,
die besteht aus dem Gen, das für
das durch Progesteron induzierte Decidualprotein (DEPP) kodiert,
dem Gen, das für
Adrenomedullin kodiert und dem Gen, das für das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert, worin die homozygote Zerstörung die Expression des Gens
verhindert und worin die homozygote Zerstörung im transgenen Knockout
Tier dazu führt,
dass es verringerte Expressionsmengen des einen oder der mehreren
Gene im Vergleich zu einem Wildtyptier zeigt. In einem Aspekt werden
die obigen transgenen nicht-humanen Tiere verwendet, um auf therapeutische
Mittel zu screenen, die die Symptome von Schizophrenie modulieren,
indem eine Kandidatenverbindung den transgenen Tieren verabreicht
wird und die Wirkung der Verbindung auf die mit Schizophrenie assoziierten
Symptome bestimmt wird. In einer bevorzugten Ausführungsform
der obigen Aspekte ist das transgene Tier ein Säuger.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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Die 1 zeigt
eine Nukleinsäuresequenz,
die für
Präproadrenomedullin
kodiert.
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Die 2 zeigt
eine Nukleinsäuresequenz,
die für
DEPP kodiert.
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Die 3 zeigt
eine Nukleinsäuresequenz,
die für
das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert.
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Detaillierte Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsformen
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Die
vorliegende Beschreibung basiert auf der überraschenden Feststellung,
dass drei Gene, nämlich das
Gen, das für
das durch Progesteron induzierte Decidualprotein (DEPP) kodiert,
das Gen, das für
Adrenomedullin kodiert und das Gen, das für das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert, mit Schizophrenie in betroffenen Individuen assoziiert
sind. Genauer gesagt werden diese 3 Gene im anterioren Cingulate
von schizophrenen Patienten im Vergleich zu normalen Patienten hochreguliert.
Demnach werden Verfahren zur Diagnose, Screening und Evaluierung
von Schizophrenie gemäß der vorliegenden
Erfindung bereitgestellt. Beispielsweise werden Tests zur Bestimmung
der erhöhten
Expressionsmengen der DEPP, CsdA und Adrenomedullin Gene bereitgestellt.
Darüberhinaus
können
Nukleinsäuremoleküle, die
DEPP, CsdA und Adrenomedullin kodieren, als diagnostische Hybridisierungssonden
verwendet werden oder zum Entwerfen von Primern für eine diagnostische
PCR Analyse zur Identifizierung von DEPP, CsdA oder Adremomedullingenmutationen,
allelischen Variationen und regulatorischen Defekten in den DEPP,
CsdA oder Adrenomedullingenen verwendet werden. Wie hierin verwendet
soll "Diagnose" sich im allgemeinen
auf Individuen beziehen, während "Screening" allgemein auf Populationen
oder Individuen anwendbar ist. Beide Ausdrücke umfassen auch in vitro
Methoden, die beispielsweise isoliertes Gewebe oder isolierte Zellen
oder in Kultur angezogene Zellen umfassen. Die Erfindung umfasst
auch Antikörper
gegen die DEPP, CsdA und Adrenomedullingenprodukte, die verwendet
werden können,
um die verfügbaren
Plasmaspiegel dieser Proteine zu verringern, wie auch Nukleotidsequenzen,
die zur Hemmung der Genexpression verwendet werden können (beispielsweise
Antisense, siRNA und Ribozymmoleküle) und Bindung an Gene oder
regulatorische Sequenzen oder Ersatzkonstrukte, die zur Verringerung
oder Erhöhung
der Genexpression entworfen wurden (beispielsweise Trippelhelix-bildende
Reste oder Expressionskonstrukte, die die Gene unter die Kontrolle
eines starken Promotorsystems stellen).
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Adrenomedullin
ist ein potentes Vasodilatatorpeptid, das aus 52 Aminosäuren mit
der folgenden Sequenz besteht: YRQSMNNFQG LRSFGCRFGT CTVQKLAHQI
YQFTDKDKDN VAPRSKISPQ GY (SEQ ID Nr. 1). Der Präproadenomedullin genannte Vorläufer ist
185 Aminosäuren
lang. Er wurde ursprünglich
von einem humanen Phäochromozytom
entdeckt und gehört
zu der Calcitoningen-verwandten Peptidfamilie (CGRP). Die für das Präproadrenomedullinprotein
kodierende cDNA ist in 1 gezeigt (SEQ ID Nr. 2). Das Adrenomedullin
wird durch verschiedene Zelltypen hergestellt und sekretiert, beispielsweise
vaskulären
Endothelzellen und glatten Muskelzellen, Cardiomyocyten, Fibroblasten,
Makrophagen, Neuronen, Gliazellen und Retinapigmentepithelzellen.
Die Expression von Adrenomedullin wird durch Hypoxie und proinflammatorische Cytokine
induziert. Zusätzlich
zu vasodilatatorischen Wirkungen hat dieses Peptid zentral hemmende
Wirkungen auf das Wassertrinkverhalten und den Salzappetit, Effekte
auf die Sekretion einiger Hormone und Cytokine, ionotrope Wirkungen
und Effekte auf das Zellwachstum und die Apoptose. Adrenomedullin
wird auch durch verschiedene nicht-endokrine Tumoren wie auch endokrine
Tumoren gebildet und wirkt als Wachstumsstimulationsfaktor für die Tumorzellen.
Adrenomedullin scheint bei der Pathophysiologie von vielen Erkrankungen beteiligt
zu sein, einschließlich
ischämischer
Herzerkrankungen, entzündlichen
Erkrankungen, Tumoren und sogar Augenerkrankungen. Takahashi, Tohoku
J. Exp. Med. 193 (2) 79-114 (2001). Wie hierin verwendet soll "das für Adrenomedullin
kodierende Gen" oder "Adrenomedullingen" Präproadrenomedullin
und Adrenomedullin umfassen.
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Das
Decidualprotein, das durch Progesteron induziert wird (DEPP) besteht
aus 212 Aminosäuren
und hat die folgende Sequenz:
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Eine
cDNA Sequenz, die für
DEPP kodiert, ist in 2 (SEQ ID Nr. 4) gezeigt. Die
Funktion von DEPP ist derzeit unbekannt.
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Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) besteht aus 372 Aminosäuren
und hat die folgende Sequenz:
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CsdA
ist ein Vertreter der Familie der Transkriptionsregulatoren. Es
wird berichtet, dass er an den Promotor von GM-CSF bindet und diesen
reprimiert. Eine cDNA Sequenz, die für CsdA kodiert (SEQ ID Nr.
6) ist in 3 gezeigt.
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Die überraschenden
Expressionseigenschaften von DEPP, CsdA und Adrenomedullingenen
werden durch die Untersuchung der anterioren Cingulateproben nach
dem Tod von schizophrenen und normalen Individuen aufgeklärt. Proben,
die eine hochqualitative RNA aufweisen, werden zur weiteren Untersuchung
verwendet. Der Fachmann ist mit Techniken vertraut, die zur Bestimmung
der Expressi onsmengen verwendet werden können. Beispielsweise können reverse
Transkriptasetests oder eine DNA Mikroarrayanalyse mittels der Genchiptechnologie
ausgeführt
werden. Unterschiedlich exprimierte Gene können mittels mehrerer Verfahren
identifiziert werden, die gemäß etablierter
Prinzipien entwickelt wurden. Die statistische Signifikanz der Expressionsunterschiede
zwischen den Probengruppen kann mittels des 1-Tests, ANOVA oder
nicht-parametrischer Tests bestimmt werden. Gemäß der vorliegenden Erfindung
werden einige Gene in schizophrenen Patienten hochreguliert, während andere
im Vergleich zu Grundlinienspiegeln oder normalen Spiegeln herabreguliert
sind. Die Ausdrücke "normal" und "Grundlinie" werden hierin austauschbar
verwendet. Die Grundlinienspiegel werden mittels herkömmlicher
statistischer Techniken in Zusammenhang mit einer Analyse einer
allgemeinen Population von Nicht-Schizophrenen
definiert. Siehe beispielsweise Beispiel 1 hierin. Es sollte im allgemeinen
verstanden werden, dass Verfahren, falls hierin nichts anderes angegeben
wird, gemäß allgemein anerkannter
Prinzipien ausgeführt
werden, die dem Fachmann bekannt sind.
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Die
quantitiative rtPCR (Q-PCR) kann mit denselben Proben ausgeführt werden,
die für
die oben beschriebene Expressionsspiegelanalyse verwendet werden.
Nach einer Umwandlung der RNA in cDNA mittels reverser Transkriptase
kann, obwohl jede herkömmliche
PCR Technik verwendet werden kann, eine bevorzugte Technik auf der
TaqMan® Technik
basieren (Perkin Elmer Corp., Foster City, CA). In herkömmlichen
PCR Tests werden die Oligonukleotidprimer komplementär zu den
5' und 3' Enden der DNA Sequenz
von Interesse entworfen. Während
der Thermozyklen wird die DNA hitzedenaturiert. Die Probe wird dann
auf Annelierungs- und Verlängerungstemperaturen
gebracht, worin die Primer an ihre spezifischen Komplemente binden
und werden durch die Zugabe von Nukleotidtriphosphaten durch Taq
Polymerase verlängert.
Mit wiederholtem Thermocycling wird die Menge der Matrizen DNA amplifiziert.
Die Gegenwart eines Farbstoffs, wie SybrGreen®, der
stark fluoresziert, wenn er an DNA gebunden wird, erlaubt die Echtzeitverfolgung
der Gesamtmenge an DNA Produkt im Röhrchen. Durch die Messung dieses
Signals kann das amplifizierte Produkt quantifiziert werden. Der
Grenzwertzyklus (CT), bei dem das Fluoreszenzsignal
messbar unterschiedlich zum Hintergrundrauschen wird, ist ein akurates
Maß für die Ausgangsmenge
an cDNA im Röhrchen
und somit der RNA im Röhrchen.
Dieses Verfahren erlaubt die Quantifizierung der Gene in einer komplexen
RNA, indem auf spezifische DNAs gezielt wird. Von den Genen, die
anfänglich
durch eine Mikroarrayanalyse identifiziert wurden, dass sie in schizophrenen
Patienten unterschiedlich exprimiert werden, wurde von dreien gezeigt,
nämlich dem
durch Progesteron induzierten Decidualprotein (DEPP), CsdA und Adrenomedullin,
dass sie in dem ursprünglichen
und einem weiteren unabhängigen
Satz an RNA Proben reguliert werden.
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In
einem Aspekt wird ein Verfahren zum Screening auf Schizophrenie
in einer Population bereitgestellt, das umfasst die Bestimmung des
Expressionsausmaßes
eines Gens bei Vertretern einer Population, das ausgewählt ist
aus der Gruppe, die besteht aus dem Gen, das für das durch Progesteron induzierte
Decidualprotein (DEPP) kodiert, dem Gen, das für Adrenomedullin kodiert und
dem Gen, das für
das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert in einer Probe und den Vergleich der Größenordnung
der Expression mit einer Grundliniengrößenordnung der Expression des
Gens umfasst, worin die erhöhte
Genexpression das Vorkommen von Schizophrenie anzeigt. In einem
weiteren Aspekt wird ein Verfahren zur Diagnose von Schizophrenie bei
einem Wirt bereitgestellt, das die Bestimmung der Expressionsgrößenordnung
eines Gens umfasst, das ausgewählt
ist aus der Gruppe, die besteht aus dem Gen, das für das durch
Progesteron induzierte Decidualprotein (DEPP) kodiert, dem Gen,
das für
Adrenomedullin kodiert und dem Gen, das für das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert, in einer Probe und Vergleich der Expressionsgrößenordnung
mit einer Grundlinie der Expressionsgrößenordnung des Gens, worin
die erhöhte
Genexpression das Vorkommen von Schizophrenie anzeigt. In einem
der obigen Screening- oder Diagnoseaspekte kann die Probe beispielsweise
aus dem Gehirn, dem Rückenmark,
der lymphatischen Flüssigkeit,
dem Blut, dem Urin oder den Faeces entnommen werden. In einer bevorzugten
Ausführungsform
wird die Probe aus dem anterioren Cingulate entnommen. In einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist die Population der Mensch. Es sind dem Fachmann mehrere Techniken
bekannt, um die Genexpression in einer Probe zu messen. Beispielsweise
kann die RNA aus einem Zelltyp oder einem Gewebe, wovon bekannt
ist oder der Verdacht besteht, dass es das DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingen
exprimiert, wie das Gehirn, mittels Hybridisierung oder PCR Techniken
isoliert und getestet werden, wie dies oben beschrieben ist. Die
isolierte RNA kann aus einer primären Zellkultur von einem Patienten
oder direkt aus einer biologischen Probe von einem Patienten stammen.
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In
einem weiteren Aspekt liefert die vorliegende Erfindung die Verwendung
eines Gens, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus dem
Gen, das für
das durch Progesteron induzierte Decidualprotein (DEPP) kodiert,
dem Gen, das für
Adrenomedullin kodiert und dem Gen, das für das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert, zum Screening von Verbindungen, die zur Behandlung
der Schizophrenie brauchbar sind. Die Verfahren umfassen die Identifizierung
von Kandidatenverbindungen oder Testverbindungen, die DEPP oder
Adrenomedullin oder CsdA binden und/oder eine stimulatorische oder
hemmende Wirkung auf die Aktivität
oder die Expression von DEPP oder Adrenomedullin oder CsdA haben.
Vorzugsweise erfolgt nach der Identifizierung der Kandidatenverbindungen
oder Testverbindungen eine weitere Bestimmung, welche der Verbindungen,
die DEPP oder Adrenomedullin oder CsdA binden, einen stimulatorischen
oder hemmenden Effekt auf die Aktivität oder die Expression von DEPP
oder Adrenomedullin oder CsdA aufweist, eine Wirkung auf die Schizophrenie
in einem in vivo Test aufweisen, wie beispielsweise ein transgenes
Tier, wie dies durch die vorliegende Erfindung beschrieben ist.
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In
einer Ausführungsform
eines solchen Detektionsschemas wird ein cDNA Molekül aus einem
RNA Molekül
von Interesse synthetisiert (beispielsweise durch reverse Transkription
des RNA Moleküls
in cDNA). Eine Sequenz innerhalb der cDNA wird dann als Matrize
für eine
Nukleinsäureamplifikationsreaktion,
wie eine PCR Amplifikationsreaktion, oder dergleichen verwendet.
Die Nukleinsäurereagenzien,
die als Syntheseinitiationsreagenzien (beispielsweise Primer) in
der reversen Transkription und den Nukleinsäureamplifizierungsschritten
dieses Verfahrens verwendet werden, werden aus den DEPP, CsdA oder
Adrenomedullingennukleinsäurereagenzien
ausgewählt.
Dem Fachmann sind die Techniken zum Entwerfen und Erhalten geeigneter Primer
bekannt. Siehe beispielsweise Tabelle 1 im späteren Beispiel 2. Die bevorzugten
Längen
solcher Nukleinsäurereagenzien
betragen mindestens 9 bis 30 Nukleotide. Zur Detektion des amplifizierten
Produkts kann die Nukleinsäureamplifizierung
mittels radioaktiv oder nicht-radioaktiv markierter Nukleotide ausgeführt werden.
Alternativ dazu kann ausreichend ampimfiziertes Produkt so hergestellt
werden, dass das Produkt durch Standardethidiumbromidfärbung oder
durch Verwendung jedes anderen geeigneten Nukleinsäurefärbeverfahrens
sichtbar gemacht werden kann.
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Zusätzlich ist
es möglich,
solche DEPP, CsdA oder Adrenomedullingenexpressionstests "in situ" auszuführen, das
heißt
direkt auf Gewebeschnitten (fixiert und/oder gefroren) von Patientengewebe,
das aus Biopsien oder Resektionen erhalten wurde, so dass keine
Nukleinsäurereinigung
erforderlich ist.
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Nukleinsäurereagenzien,
wie die oben beschriebenen, können
als Sonden und/oder Primer für
solche in situ Verfahren verwendet werden. Alternativ dazu kann,
falls eine ausreichende Menge der geeigneten Zellen erhalten werden
kann, eine Northern Standardanalyse ausgeführt werden, um die Mengen der
mRNA Expression der DEPP, CsdA oder Adrenomedullingene zu bestimmen.
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Ohne
Berücksichtigung
des zur Quantifizierung der Expression der DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingene
verwendeten Verfahrens wird das Expressionsniveau in einem Individuum
unbekannter Ätiologie mit
einem bekannten normalen Expressionsniveau verglichen. Falls das
Expressionsniveau eines oder mehr als eines dieser Gene über dem
Normal- oder Grundlinienniveau um etwa 25 % erhöht ist, kann eine Diagnose der
Schizophrenie ausgesprochen oder bestätigt werden. Die Bestimmung
von größeren Mengen
kann für
die Schwere der Erkrankung indikativ sein.
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Wie
in den Beispielen unten gezeigt, kann eine Technik zur Etablierung
der Grundlinienmengen eine quantitative Echtzeit PCR umfassen. Der
Fachmann ist mit mehreren Techniken vertraut, die zum Testen der Probenpopulationen
verwendet werden können,
um statistisch gefestigte Ergebnisse zu erhalten. Beispielsweise
wird bei der Ausführung
dieser Technik eine Probe von einer Population normaler Individuen
ausgewählt.
Die Probe sollte ausreichend divers in Bezug auf Alter, Geschlecht,
sozialer Status, geographischer Verteilung, vorheriger Arzneimittel-
und Medizinhistorien, etc. sein und eine ausreichende Größe aufweisen,
um einen statistisch brauchbaren Wert bereitzustellen. Daher wird
die Expression der DEPP, CsdA oder Adrenomedullingene in der Probe
von Interesse gemessen, die die Verteilung in der normalen Population
definiert. Dann werden Grundlinienmengen zugeordnet. Es wird auch
ein Satz an erkrankten Individuen getestet, um die Validität des Tests
durch den Vergleich der Ergebnisse der erkrankten Probe mit denen
der normalen Probe zu bestimmen.
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Gemäß der vorliegenden
Beschreibung können
die Symptome der DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingen vermittelten
Schizophrenie durch die Verringerung der Menge an DEPP, CsdA und/oder
Adrenomedullingenexpression und/oder DEPP, CsdA und Adrenomedullingenproduktaktivität gelindert
werden, indem man entsprechende DEPP, CsdA und Adrenomedullingensequenzen
zusammen mit gut bekannten Antisense, siRNA, Gen "Knock-out", Ribozym und/oder
Trippelhelixmethoden verwendet, um die Menge an DEPP, CsdA und/oder
Adrenomedullingenexpression zu verringern. Unter den Verbindungen,
die die Fähigkeit
zur Modulierung der Aktivität,
Expression oder Synthese des DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingens
zeigen, einschließlich
der Fähigkeit
zur Linderung der Symptome einer DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin-vermittelten
Schizophrenie, befinden sich Antisense-, Ribozym- und Trippelhelixmoleküle. Solche
Moleküle
können entworfen
werden, um entweder die ungesteuerte oder geeignetenfalls Mutantenzielgenaktivität zu reduzieren oder
zu hemmen. Techniken zur Herstellung und Verwendung solcher Moleküle sind
dem Fachmann gut bekannt.
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Antisense
RNA und DNA Moleküle
wirken durch die Blockierung der Translation von mRNA durch die Hybridisierung
mit der Ziel mRNA und der Verhinderung der Proteintranslation. Antisenseansätze umfassen den
Entwurf von Oligonukleotiden, die zur Zielgen mRNA komplementär sind.
Die Antisenseoligonukleotide binden an die komplementären Zielgen
mRNA Transkripte und verhindern die Translation. Eine absolute Komplementarität ist jedoch
nicht erforderlich.
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Es
kann auch doppelsträngige
RNA (dsRNA) verwendet werden, um die Genexpression durch einen Mechanismus
zu hemmen, der im allgemeinen in der Technik als RNA Interferenz
(RNAi) bekannt ist. RNAi ist beispielsweise in
US 6 506 559 A oder in
WO 02 44 321 A oder
WO 01 75 164 A beschrie ben.
Die Länge
der dsRNA ist für
die RNAi gemäß der vorliegenden
Erfindung nicht entscheidend, jedoch sind bevorzugte dsRNAs solche,
die im allgemeinen in der Technik als kleine hemmende RNAs (siRNAs)
bekannt sind. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die siRNAs
kurze dsRNAs mit einer Länge
von 19 bis 25 Nukleotiden. Am bevorzugtesten sind dsRNAs mit einer
Länge von
21 bis 23 Nukleotiden. Die dsRNAs können stumpfendig sein oder
an zumindest einem Ende entweder mit Schlaufen, die sich aus Ribonukleotiden
oder Desoxyribonukleotiden zusammensetzen oder einem chemisch synthetisierten
Linker (
WO 00 44 895
A ) ligiert sein. In einer bevorzugten Ausführungsform
enthält
die Ribonukleinsäure
Nukleotidüberhänge am 3'-Ende des Antisensestrangs
und/oder dem Sensestrang der dsRNA aus mindestens einem Ribonukleotid
oder Desoxyribonukleotid oder modifiziertem Nukleotid. Bevorzugt
sind Überhänge mit
1, 2, 3 oder 4 Nukleotiden. Die Überhänge können sowohl
Ribonukleotide als auch Desoxyribonukleotide enthalten, die zusätzlich modifizierte
Zuckerreste enthalten können.
Der Überhang
kann jede Sequenz aufweisen, aber in einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Überhang
komplementär
zum mRNA Zielstrang. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
enthält der Überhang
zumindest eine UU Gruppe oder dTdT Gruppe. In einer anderen bevorzugten
Ausführungsform weist
der Überhang
auf dem Antisensestrang das vorletzte überhängende Nukleotid komplementär zum mRNA
Zielstrang auf. Vorzugsweise ist ein solcher Überhang ein Überhang
aus 2 Nukleotiden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
setzt sich der Überhang
aus 4 Us zusammen. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist die letzte 3'-Position
der siRNA eine Hydroxylgruppe. Zusätzlich kann das 5'-Ende eine Hydroxyl-
oder Phosphatgruppe sein.
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Eine
Sequenz, die "komplementär" zu einem Teil einer
RNA ist, wie dies hierin erwähnt
wird, meint eine Sequenz, die eine ausreichende Komplementarität aufweist,
um zur Hybridisierung mit der RNA unter Bildung eines stabilen Doppelstrangs
zu hybridisieren, wobei im Fall von doppelsträngigen Antisensenukleinsäuren ein
Einzelstrang der Doppelstrang DNA so getestet werden kann oder die
Trippelhelixbildung getestet werden kann. Die Fähigkeit zur Hybridisierung
hängt sowohl
vom Maß der
Kornplementarität
als auch der Länge der
Antisensenukleinsäure
ab. Im allgemeinen gilt je länger
die hybridisierende Nukleinsäure
ist, desto mehr Basenfehlpaarungen mit einer RNA kann sie enthalten
und immer noch einen stabilen Doppelstrang bilden (oder Tripelhelix,
je nachdem wie dies der Fall ist). Der Fachmann kann ein tolerierbares
Maß an
Fehlpaarungen durch die Verwendung von Standardverfahren sicherstellen,
indem er den Schmelzpunkt des hybridisierten Komplexes bestimmt.
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In
einer Ausführungsform
können
Oligonukleotide, die zu kodierenden oder nicht-kodierenden Regionen
der DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingene komlementär sind,
in einem Antisense oder RNAi Ansatz verwendet werden, um die Translation
von endogener DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin mRNA zu hemmen.
Basierend auf den in den 1 bis 3 präsentierten
Sequenzen oder auf allelischen oder homologen genomischen DNA Sequenzen
kann der Fachmann leicht eines einer Vielzahl an geeigneten Antisense
oder siRNA Molekülen
zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung auswählen
und synthetisieren. Anitsensenukleinsäuren sollten zumindest 6 Nukleotide
lang sein und sind vorzugsweise Oligonukleotide, die in der Länge von
6 bis etwa 50 Nukleotiden reichen. In bestimmten bevorzugten Aspekten
beträgt
die Oligonukleotidlänge
etwa 8 bis etwa 30 Nukleotide.
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Geeignete
Antisenseoligonukleotide umfassen hierin modifizierte Oligonukleotide,
die eine erhöhte Stabilität und Zielfindung
zeigen oder die andererseits eine erhöhte therapeutische Wirksamkeit
aufweisen. Beispiele für
modifizierte Oligonukleotide umfassen jene, worin (1) zumindest
2 Nukleotide kova lent über
eine synthetische Internukleosidbindung gebunden sind (das heißt eine
andere Bindung als eine Phosphodiesterbindung zwischen dem 5' Ende des einen Nukleotids
und dem 3' Ende
des anderen Nukleotids) und/oder (2) eine chemische Gruppe, die
normalerweise nicht mit Nukleinsäuren
assoziiert ist, kovalent an das Oligonukleotid gebunden wurde. Beispiele
für synthetische
Internukleosidbindungen sind Phosphorothioate, Alkylphosphonate,
Phosphordithioate, Phosphatester, Alkylphosphonothioate, Phosphoramidate,
Carbamate, Phosphattriester, Acetamidate, Peptide und Carboxymethylester.
Modifizierte Oligonukleotide können
auch kovalent modifizierte Basen und/oder Zucker aufweisen. Beispiele
sind Oligonukleotide, die Rückgratzucker
aufweisen, die kovalent an andere niedermolekulare organische Gruppen
als eine Hydroxylgruppe an der Position 3' gebunden sind und an andere als eine
Phosphatgruppe an der Position 5' gebunden
sind. Die so modifizierten Oligonukleotide können eine 2'-O-alkylierte Ribosegruppe umfassen.
Zusätzlich
können
modifizierte Oligonukleotide Zucker umfassen, wie Arabinose anstelle
von Ribose. Modifizierte Oligonukleotide können auch Basenanaloga umfassen,
wie C-5 Propin-modifizierte Basen.
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Antisenseoligonukleotide
oder siRNA Moleküle
können
durch Standardtechniken synthetisiert werden, die in der Technik
bekannt sind, beispielsweise durch die Verwendung eines automatisierten
DNA Synthesegeräts
(wie sie im Handel von Biosearch, Applied Biosystems etc. erhältlich sind).
Als Beispiele können
Phosphorthioatoligonukleotide durch das Verfahren von Stein et al.
(1988, Nucl. Acids Res. 16, 3209) synthetisiert werden und Methylphosphonatoligonukleotide
können
durch die Verwendung von Glaspolymerträgern mit kontrollierten Poren
hergestellt werden (Sarin et al., 1988, Proc. Natl. Acad. Sci. USA
85, 7448-7451) etc.
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Während Antisensenukleotide,
die komplementär
zur kodierenden Region des Zielgens sind, verwendet werden können, sind
jene, die zur transkribierten, untranslatierten Region komplementär sind,
am meisten bevorzugt. Eine bevorzugte Stelle in dieser Region umfasst
das Translationsinitiations- oder -terminationscodon des offenen
Leserahmens (ORF) des Gens. Dem Fachmann sind verschiedene geeignete
Initiations- oder Terminationscodons sowohl in Eukaryonten als auch
in Prokaryonten bekannt.
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Antisense
oder siRNA Moleküle
können
an Zellen abgegeben werden, die das Zielgen in vivo oder in vitro
exprimieren. Es wurden mehrere Verfahren zur Abgabe von Antisense
DNA oder RNA oder siRNAi an Zellen entwickelt, beispielsweise können Antisense
Moleküle
direkt in die Gewebestelle injiziert werden oder modifizierte Antisensemoleküle, die
zur Auffindung der gewünschten
Zellen entworfen wurden (beispielsweise Antisense, die an Peptide
oder Antikörper
gebunden sind, die spezifisch Rezeptoren oder Antigene bilden, die auf
der Zielzelloberfläche
exprimiert werden) können
systemisch verabreicht werden. Eine bevorzugte Technik umfasst die
Konstruktion eines Vektors, der einen starken Promotor bereitstellt,
um eine starke Expression und gute Ausbeute der Antisense oder siRNA
Oligonukleotide an der Zielstelle bereitzustellen. Die Verwendung
eines solchen Konstrukts zur Transfektion der Zielzellen im Patienten
führt zur
Transkription von ausreichenden Mengen an einzelsträngigen RNAs,
die komplementäre
Basenpaare mit den endogenen Zielgentranskripten bilden und hierbei
die Translation der Zielgen mRNA verhindern oder führt zur
Transkription einer ausreichenden Menge an einzelsträngigen RNAs
komplementär
zueinander, was eine dsRNA bildet, die zur Hemmung der Genexpression
durch RNAi fähig
ist. Beispielsweise kann ein Vektor so eingeführt werden, dass er durch eine
Zelle aufgenommen wird und die Transkription einer Antisense RNA
steuert. Ein solcher Vektor kann episomal bleiben oder chromosomal
integriert werden, so lange er unter Bildung der gewünschten
Antisense RNA transkribiert werden kann. Solche Vektoren können durch
rekombinante DNA Technologieverfahren konstruiert werden, die in
der Technik bekannt sind. Vektoren können beispielsweise Plasmide,
Viren oder andere sein, die typischerweise zur Replikation und Expression
in Säugerzellen
verwendet werden. Es sollte verständlich sein, dass die Expression
der Sequenz, die für
die Antisense RNA kodiert, jeder Promotor sein kann, der in der
Technik verwendet werden kann, um in Säugern, vorzugsweise humanen
Zellen zu wirken. Solche Promotoren können induzierbar oder konstitutiv
sein. Jeder Typ eines Plasmids, Cosmids, YAC, BAC oder viralen Vektors
kann verwendet werden, um das rekombinante DNA Konstrukt herzustellen,
das direkt in die Gewebestelle eingeführt werden kann. Alternativ
dazu können
virale Vektoren verwendet werden, die selektiv das gewünschte Gewebe
infizieren, wobei die Verabreichung durch einen anderen Weg erreicht
werden kann (beispielsweise systemisch).
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Ebenfalls
beschrieben ist die Verwendung von einem oder mehreren Antisense
oder siRNA Molekülen,
die spezifisch die Expression von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenen
hemmen, zur Herstellung eines Arzneimittels, das zur Behandlung
der Schizophrenie brauchbar ist.
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Ribozymmoleküle, die
zur katalytischen Spaltung des mRNA Transkripts des Zielgens entworfen
wurden, können
auch zur Prävention
oder Verringerung der Translation der DEPP, CsdA oder Adrenomedullinzielgen
RNA und hiermit der Expression des Zielgenprodukts verwendet werden
(siehe beispielsweise
WO
90 11 364 A vom 4. Oktober 1990, Sarver et al., 1990, Science
247, 1222-1225). Die Ribozyme sind enzymatische RNA Moleküle, die
zur Katalyse der spezifischen Spaltung der RNA fähig sind. Der Mechanismus der
Ribozymwirkung umfasst die sequenzspezifische Hybridisierung des
Ribozymmoleküls
zur komplementären
Ziel RNA, gefolgt von einem endonukleolytischen Spaltungsereignis.
Die Zusammensetzung der Ribozymmoleküle muss eine oder mehrere Sequenzen
umfassen, die komplementär
zur Zielgen mRNA sind und muss gut bekannte katalytische Sequenzen
umfassen, die für
die mRNA Spaltung verantwortlich sind. Siehe für diese Sequenz
US 5 093 246 A .
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Ribozyme,
die die mRNA an ortsspezifischen Erkennungsstellen spalten, können zur
Zerstörung
der Zielgen mRNAs verwendet werden. Beispielsweise können Hammerkopfribozyme
verwendet werden, um die mRNA an Stellen zu spalten, die durch die
flankierenden Regionen vorgegeben werden, die komplementäre Basenpaare
mit der Ziel mRNA bilden. Die einzige Voraussetzung ist, dass die
Ziel mRNA die folgende Sequenz von zwei Basen aufweist: 5'-UG-3'- Die Konstruktion
und Herstellung von Hammerkopfribozymen ist in der Technik gut bekannt.
Vorzugsweise wird das Ribozym so verändert, dass die Spalterkennungsstelle
nahe dem 5'-Ende
der Zielgen mRNA liegt, das heißt
um die Effizienz zu steigern und die intrazelluläre Akkumulation von unfunktionellen
Proteinfragmenten zu vermeiden. Geeignete Ribozyme umfassen auch
RNA Endoribonukleasen, wie die, welche natürlich in Tetrahymena thermophila
vorkommen (bekannt als IVS oder L-19 IVS RNA). Dieser Ribozymtyp
weist ein 8 Basen umfassendes aktives Zentrum auf, das mit der Ziel
RNA Sequenz hybridisiert, um die Spaltung der Ziel RNA zu bewirken.
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Wie
im Antisenseansatz können
die Ribozyme sich aus modifizierten Oligonukleotiden zusammensetzen
(beispielsweise für
eine verbesserte Stabilität,
Zielfindung etc.) und sollten an Zellen abgegeben werden, die das
Zielgen in vivo exprimieren. Ein bevorzugtes Verfahren zur Abgabe
umfasst die Verwendung eines DNA Konstrukts, das für das Ribozym
unter der Kontrolle eines starken, konstitutiven Promotors steht,
so dass transfizierte Zellen ausreichende Mengen des Ribozyms bilden,
um endogene DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenabschriften zu
zerstören
und die Translation zu hemmen. Da Ribozyme im Gegensatz zu Antisensemolekülen katalytisch
sind, ist eine geringere intrazelluläre Konzentration für ihre Effizienz
erforderlich.
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Alternativ
dazu kann die endogene DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenexpression
verringert werden, indem die Desoxyribonukleotidsequenzen, die komplementär zur regulatorischen
Region der Ziel DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingene (das heißt Zielgenpromotor
und/oder Enhancer) sind, unter Bildung von Trippelhelixstrukturen
angegangen werden, was die Transkription des Zielgens in den Zielzellen
im Körper
verhindert. Nukleinsäuremoleküle, die
in der Trippelhelixbildung zur Hemmung der Transkription verwendet
werden, sollten einzelsträngig
sein und aus Desoxynukleotiden zusammengesetzt sein. Die Basenzusammensetzung
dieser Oligonukleotide muss so entworfen werden, dass sie die Trippelhelixbildung
durch die Hoogsteen Basenpaarungsregeln fördert, die im allgemeinen das
Vorkommen von großen
Abschnitten von entweder Purinen oder Pyrimidinen auf einem Strang
des Duplex erfordern. Nukleotidsequenzen können Pyrimidin-basiert sein,
was zu TAT und CGC+ Tripplets über die
3 assoziierten Stränge
der entstehenden Trippelhelix führt.
Die Pyrimidin-reichen Moleküle
liefern Basen, die komplementär
zu einer Purin-reichen Region eines Einzelstrangs des Duplex in
einer parallelen Orientierung zu dem Strang bereitstellen. Zusätzlich können Nukleinsäuremoleküle ausgewählt werden,
die Purin-reich sind, beispielsweise einen Abschnitt von G Resten enthalten.
Diese Moleküle
bilden eine Trippelhelix mit einem DNA Duplex, der reich in GC Paaren
ist, worin die Mehrzahl der Purinreste auf einem Strang des in Frage
kommenden Duplex liegt, was zu GGC Tripplets über die 3 Stränge im der
Trippelhelix führt.
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Alternativ
dazu können
die potentiellen Sequenzen, die für die Trippelhelixbildung in
Frage kommen, durch die Erzeugung sogenannter "Switchback" Nukleinsäuremoleküle erhöht werden. Switchback-Moleküle werden
in einer alternierenden 5'-3', 3'-5 Weise so synthetisiert,
dass sie zuerst mit einem Strang des Duplex und dann mit dem anderen
basenpaaren, was die Erfordernis für das Vorkommen eines größeren Abschnitts aus
entweder Purinen oder Pyrimidinen auf einem Strang des Duplex eliminiert.
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Ebenfalls
beschrieben wird die Verwendung eines oder mehrerer Ribozyme oder
Nukleinsäuremoleküle, die
eine Trippelhelixbildung fördern,
die spezifisch die Expression von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenen
zur Herstellung eines Arzneimittels hemmt, das zur Behandlung der
Schizophrenie brauchbar ist.
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Antisense
RNA und DNA, siRNA Ribozym und Trippelhelixmoleküle, die hierin beschrieben
sind, können
durch jedes in der Technik bekannte Verfahren zur Synthese von DNA
und RNA Molekülen
hergestellt werden, wie dies oben beschrieben ist. Diese umfassen
Techniken zur chemischen Synthese von Oligodesoxyribonukleotiden
und Oligoribonukleotiden, die in der Technik gut bekannt sind, wie
beispielsweise chemische Festphasenphosphoramiditsynthese. Alternativ
dazu können
RNA Moleküle
durch in vitro und in vivo Transkription von DNA Sequenzen erzeugt
werden, die für
das Antisense RNA Molekül
kodieren. Solche DNA Sequenzen können
in einer große
Vielzahl an Vektoren eingebaut werden, die geeignete RNA Polymerasepromotoren
aufweisen, wie die T7 oder SP6 Polymerasepromotoren. Alternativ
dazu können
Antisense cDNA Konstrukte, die Antisense RNA konstitutiv oder induzierbar
in Abhängigkeit
des verwendeten Promotors synthetisieren, stabil in die Zelllinien
eingeführt
werden.
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In
einem weiteren Aspekt liefert die vorliegende Erfindung die Verwendung
eines Gens, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus dem
Gen, das für
das durch Progesteron induzierte Decidualprotein (DEPP) kodiert,
dem Gen, das für
Adrenomedullin kodiert und dem Gen, das für das Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA) kodiert, als Biomarker für Schizophrenie. Zusätzlich liefert
die Erfindung Verfahren zum Screenen eines Individuums zur Bestimmung,
ob Biomarker für
Schizophrenie vorkommen, um eine Diagnose zu bestätigen, die
auf rein klinischen Beobachtungen gemacht wurde. Die Erindung liefert
auch Verfahren zur Verfolgung der Schwere oder Progression der Schizophrenie
bei einem Individuum.
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Ein
Verfahren zur Modulierung von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin
zur Behandlung der Schizophrenie wird durch die Exposition von neutralisierenden
Antikörpern
gegenüber
DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullinproteinen bereitgestellt. Durch
die Bereitstellung einer kontrollierten Exposition gegenüber solchen
Antikörpern
können
die Proteinmengen/Proteinaktivitäten
kontrollierbar modifiziert werden. Beispielsweise können Antikörper gegenüber geeigneten
Epitopen auf Proteinoberflächen
das Vorkommen verringern und somit indirekt die Aktivität der aktiven
Wildtypform von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullinproteinen durch Aggregation
von aktiven Formen zu Komplexen mit geringer oder minimaler Aktivität im Vergleich
zur nicht aggregierten Wildtypform verringern. Alternativ dazu können die
Antikörper
direkt die Proteinaktivität
beispielsweise durch die direkte Wechselwirkung mit aktiven Zentren
oder durch die Blockierung des Zugangs von Substraten zum aktiven
Zentrum verringern. In jedem Fall können Antikörper gegen spezifische Proteinspezies
erzeugt werden und ihre Effekte gescreent werden. Die Effekte der
Antikörper
können
getestet werden und geeignete Antikörper können ausgewählt werden, die die Zielproteinspezieskonzentration
und/oder deren Aktivität
verringern. Solche Tests umfassen die Einführung von Antikörpern in
eine Zelle oder ein umgebendes Medium und den Test der Konzentration
der Wildtypmenge oder der Aktivitäten des Zielproteins durch
Standardverfahren (wie Immuntests), die in der Technik bekannt sind.
Die Nettoaktivität
der Wildtypform kann durch Testmittel getestet werden, die für die bekannte
Aktivität
des Zielproteins geeignet sind.
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In
einem weiteren Aspekt wird auch die Verwendung eines Antikörpers oder
mehrerer Antikörper,
die spezifisch an ein Epitop von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullinproteine
binden, zur Herstellung eines Arzneimittels beschrieben, das zur
Behandlung der Schizophrenie brauchbar ist.
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Antikörper können in
Zellen auf mehrere Wege eingeführt
werden, einschließlich
beispielsweise Mikroinjektion von Antikörpern in eine Zelle (Morgan
et al., 1988, Immunology Today 9: 84-86) oder Transformation von
Hybridom mRNA, die für
einen gewünschten
Antikörper
kodiert, in eine Zelle (Burke et al., 1984, Cell 36: 847-858). In
einer weiteren Technik können
rekombinante Antikörper
entworfen werden und ektop in einer großen Vielzahl an nicht lymphoiden
Zelltypen exprimiert werden, um an die Zielproteine zu binden, wie
auch die Zielproteinaktivitäten
zu blockieren. Vorzugsweise ist die Expression des Antikörpers unter
der Kontrolle eines kontrollierbaren Promotors, wie dem Tet Promotor.
Ein erster Schritt ist die Selektion eines bestimmten monoklonalen
Antikörpers
mit einer geeigneten Spezifität
gegenüber
dem Zielprotein. Dann können
Sequenzen, die für
die variablen Regionen des ausgewählten Antikörpers kodieren, in verschiedene
konstruierte Antikörperformate
kloniert werden, einschließlich
beispielsweise ganze Antikörper,
Fab Fragmente, Fv Fragmente, Einketten Fv Fragmente (VH und VL Regionen,
die durch einen Peptidlinker eine Einheit bilden) ("ScFv" Fragmente), Diabodies
(zwei assoziierte Sc-Fv Fragmente mit unterschiedlichen Spezifitäten) und
so weiter. Intrazellulär
exprimierte Antikörper
der ver schiedenen Formate können
in zelluläre
Kompartimente geführt werden,
indem sie als Fusionen mit den verschiedenen intrazellulären Signalsequenzen
exprimiert werden.
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Verfahren
zur Herstellung von Antikörpern,
die zur spezifischen Erkennung von einem oder mehreren DEPP, CsdA
oder Adrenomedullingenproduktepitopen oder Epitopen von konservierten
Varianten oder Peptidfragmenten der DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukte
sind in der Technik gut bekannt. Solche Antikörper umfassen unter anderem
polyklonale Antikörper,
monoklonale Antikörper
(mAbs), humanisierte oder chimäre
Antikörper,
Einkettenantikörper,
Fab Fragmente, F(ab')2 Fragmente, Fragmente, die durch eine Fab
Expressionsbank hergestellt wurden, anti-idiotypische (anti-Id)
Antikörper
und Epitop-bindende Fragmente der obigen.
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Solche
Antikörper
können
beispielsweise auch in der Detektion eines DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukts
in einer biologischen Probe verwendet werden und daher als Teil
einer diagnostischen oder prognostischen Technik verwendet werden,
worin die Patienten auf abnormale Mengen an DEPP, CsdA und/oder
Adrenomedullingenprodukte getestet werden und/oder auf das Vorkommen
von abnormalen Formen solcher Genprodukte. Solche Antikörper können auch
zusammen mit beispielsweise Verbindungsscreeningschemata zur Evaluierung
des Effekts der Testverbindungen auf DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenproduktmengen
und/oder deren Aktivität
verwendet werden.
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Zur
Herstellung von Antikörpern
gegen ein DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukt können verschiedene
Wirtstiere durch die Injektion mit einem DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukt
oder einem Teil hiervon immunisiert werden. Solche Wirtstiere können unter
anderen Kaninchen, Mäuse
und Ratten umfassen, um einige zu nennen. Es können verschiedene Adjuvantien
verwendet werden, um die immunologische Reaktion in Abhängigkeit
der Wirtsspezies zu erhöhen,
einschließlich
unter anderem Freund (komplettes und inkomplettes), Mineralgele,
wie Aluminiumhydroxid, oberflächenaktive
Substanzen, wie Lysolecithin, pluronische Polyole, Polyanionen,
Peptide, Ölemulsionen,
Keyhole Limpet Hämocyanin,
Dinitrophenol und potentiell brauchbare humane Adjuvantien, wie
BCG (Bacille Calmette-Guerin) und Corynebacterium parvum.
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Polyklonale
Antikörper
sind heterogene Populationen von Antikörpermolekülen, die von Seren von Tieren
abgeleitet wurden, die mit einem Antigen immunisiert wurden, wie
dem DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukt oder einem antigenen
funktionellen Derivat hiervon. Zur Herstellung von polyklonalen
Antikörpern
können
Wirtstiere, wie die oben erwähnten,
durch die Injektion mit DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin immunisiert
werden, das wie oben mit Adjuvantien supplementiert ist.
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Monoklonale
Antikörper,
die homogene Populationen von Antikörpern gegen ein bestimmtes
Antigen sind, können
durch jede Technik erhalten werden, die für die Bildung von Antikörpermolekülen durch
kontinuierliche Zelllinien in Kultur sorgt. Diese umfassen unter
anderem die Hybridomtechnik von Köhler und Milstein (1975, Nature,
256: 495-497 und
US
4 376 110 A ), die humane B-Zellhybridomtechnik (Kosbor et al.,
1983, Immunology Today 4: 72, Cole et al., 1983, Proc. Natl. Acad.
Sci. USA 80: 2026-2030) und die EBV-Hybridomtechnik (Cole et al.,
1985, Monoclonal Antibodies And Cancer Therapy, Alan R. Liss, Inc.
Seiten 77-96). Solche Antikörper
können
einer Immunglobulinklasse angehören,
einschließlich
IgG, IgM, IgE, IgA, IgD und jeder Unterklasse hiervon. Die Hybridome,
die den mAb bilden, können
in vitro oder in vivo kultiviert werden.
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Zusätzlich können Techniken,
die zur Herstellung von "chimären Antikörpern" entwickelt wurden
(Morrison et al., 1984, Proc. Natl. Acad. Sci., 81: 6851-6855, Neuberger
et al., 1984, Nature, 312: 604-608,
Takeda et al., 1985, Nature, 314: 452-454) durch Spleißen der
Gene aus dem Mausantikörpermolekül mit geeigneter Antigenspezifität zusammen
mit Genen aus einem humanen Antikörpermolekül mit geeigneter biologischer Aktivität verwendet
werden. Ein chimärer
Antikörper
ist ein Molekül,
worin unterschiedliche Teile aus unterschiedlichen Tierspezies abgeleitet
sind, wie jene, die eine variable Region aufweisen, die von einem
Maus mAb und einer konstanter Region des humanen Immunglobulins
abgeleitet sind. Es wurden auch Techniken zur Produktion von humanisierten
Antikörpern
entwickelt. (siehe beispielsweise Queen,
US 5 585 089 A ). Eine variable
Region der leichten oder schweren Kette eines Immunglobulins setzt
sich aus einer "Frameworkregion" zusammen, die durch
3 hypervariable Regionen unterbrochen ist, die als komplementäritätsbestimmende Regionen
(CDRs) bezeichnet werden. Das Ausmaß der Frameworkregion und der
CDRs wurde genau definiert (siehe beispielsweise "Sequences of Proteins
of Immunological Interest",
E. Kabat et al., US Department of Health and Human Services (1983)).
Kurz gesagt sind humanisierte Antikörper Antikörpermoleküle aus nicht-humanen Spezies
mit einer oder mehreren CDRs aus der nicht-humanen Spezies und einer
Frameworkregion aus einem humanen Immunglobulinmolekül. Alternativ
dazu können
Techniken, die zur Herstellung von Einkettenantikörpern beschrieben
sind (
US 4 946 788 A ,
Bird, 1988, Science 242: 423-426, Huston et al., 1988, Proc. Natl.
Acad. Sci. USA 85: 5879-5883 und Ward et al., 1989, Nature 334:
544-546), unter Bildung von Einkettenantikörpern gegen DEPP, CsdA und/oder
Adrenomedullingenprodukte angepasst werden. Einzelkettenantikörper werden
durch die Fragmente der schweren und leichten Kette der Fv Region über eine Aminosäurebrücke gebildet,
was zu einem Einkettenpolypeptid führt.
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Antikörperfragmente,
die spezifische Epitope erkennen, können durch bekannte Techniken
erzeugt werden. Beispielsweise können
solche Fragmente unter anderem umfassen: Die F(ab')2 Fragmente,
die durch einen Pepsinverdau des Antikörpermoleküls hergestellt werden können und
die Fab Fragmente, die durch die Reduktion der Disulfidbrücken von
F(ab')2 Fragmenten
hergestellt werden können.
Alternativ dazu können
Fab Expressionsbanken konstruiert werden (Huse et al., 1989, Science,
246: 1275-1281), um eine schnelle und leichte Identifizierung von
monoklonalen Fab Fragmenten mit der gewünschten Spezifität zu erlauben.
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Antikörper oder
Antikörperfragmente,
wie jene, die oben beschrieben sind, können verwendet werden, um quantitativ
oder qualitativ das Vorkommen von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukten
oder konservierten Varianten oder Peptidfragmenten hiervon zu detektieren.
Dies kann durch beispielsweise Immunfluoreszenztechniken erreicht
werden, die einen Fluoreszenz-markierten Antikörper gekuppelt mit lichtmikroskopischen,
durchflusscytometrischen oder fluorometrischen Detektion verwenden.
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Die
Antikörper
(oder Fragmente hiervon), die in der vorliegenden Erfindung brauchbar
sind, können histologisch,
wie in der Immunfluoreszenz- oder Immunelektronenmikroskopie, zur
in situ Detektion von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukten,
konservierten Varianten oder Peptidfragmenten hiervon verwendet
werden. Die in situ Detektion kann durch die Entfernung einer histologischen
Probe aus einem Patienten und der Anwendung eines markierten Antikörpers hierauf
erreicht werden, der ein DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullinpolypeptid
bindet. Der Antikörper
(oder ein Fragment) wird vorzugsweise so verwendet, dass er mit
einem markierten Antikörper
(oder Fragment) in einer biologischen Probe überschichtet wird. Durch die Verwendung
eines solchen Verfahrens ist es nicht nur möglich das Vorkommen von DEPP,
CsdA und/oder Adrenomedullin, konservierte Varianten oder Peptidfragmente
zu bestimmen, sondern auch die Verteilung im untersuchten Gewebe.
Unter Verwendung der vorliegenden Erfindung erkennt der Fachmann,
dass jedes einer großen
Vielzahl an histologischen Verfahren (wie Färbeverfahren) modifiziert werden
kann, um die in situ Detektion von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin
zu erreichen.
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Immuntests
für DEPP,
CsdA und/oder Adrenomedullin, konservierte Varianten oder Peptidfragmente hiervon
umfassen typischerweise die Inkubation einer Probe, wie einer biologischen
Flüssigkeit,
ein Gewebeextrakt, frisch geerntete Zellen oder Lysate von Zellen
in Gegenwart eines detektierbaren markierten Antikörpers, der
zur Identifizierung von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin fähig ist,
konservierte Varianten oder Peptidfragmente hiervon und die Detektion
des gebundenen Antikörpers
durch eines von mehreren Verfahren, die in der Technik gut bekannt
sind. Die biologische Probe kann mit einem Festphasenmaterial oder
Träger
in Kontakt gebracht werden und hierauf immobilisiert werden, wie
Nitrocellulose, welche zur Immobilisierung von Zellen, Zellpartikeln
oder löslichen
Proteinen fähig
sind. Der Träger
kann dann mit geeigneten Puffern gewaschen werden, wonach eine Behandlung
mit den detektierbaren markierten DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin
spezifischen Antikörpern
erfolgt. Der Festphasenträger
kann dann mit dem Puffer ein zweites Mal gewaschen werden, um ungebundenen
Antikörper
zu entfernen. Die Menge an gebundener Markierung auf dem festen
Träger
kann dann durch herkömmliche
Verfahren detektiert werden.
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Einer
der Wege, worin die DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin spezifischen
Antikörper
detektierbar markiert werden können,
ist durch Bindung derselben an ein Enzym, wie es in einem Enzymimmuntest
(EIA) verwendet wird. Das Enzym, das an den Antikörper gebunden
ist, reagiert mit einem geeigneten Substrat, vorzugsweise einem
chromogenen Substrat auf eine Weise, um eine chemische Einheit zu
bilden, die beispielsweise durch spektrophotometrische, fluorimetrische
oder durch visuelle Mittel detektiert werden kann. Enzyme, die als
detektierbare Markierung am Antikörper verwendet werden können, sind
gut bekannt. Die Detektion kann durch colorimetrische Verfahren
erreicht werden, die ein chromogenes Substrat für das Enzym verwenden. Die
Detektion kann auch durch den visuellen Vergleich des Ausmaßes an enzymatischer
Umsetzung eines Substrats im Vergleich mit ähnlich hergestellten Standards
erreicht werden. Die Detektion kann auch mittels einer Vielzahl
an anderen Immuntests erreicht werden. Beispielsweise ist es durch
radioaktive Markierung der Antikörper
oder Antikörperfragmente
möglich,
DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin durch die Verwendung eines Radioimmuntests
(RIA) zu detektieren. Das radioaktive Isotop kann durch Mittel detektiert
werden, wie der Verwendung eines gamma-Zählers oder eines Scintillationszählers oder
durch Autoradiographie. Es ist auch möglich, den Antikörper mit
einer Fluoreszenzverbindung zu markieren. Wenn der Fluoreszenz-markierte
Antikörper
Licht der richtigen Wellenlänge
ausgesetzt wird, kann dessen Anwesenheit dann aufgrund der Fluoreszenz
detektiert werden. Unter den am häufigsten verwnedeten Fluoreszenzmarkierungsverbindungen
sind grün
fluoreszierendes Protein, Fluoresceinisothiocyanat, Rhodamin, Phycoerythrin,
Phycocyanin, Allophycocyanin, o-Phthaldehyd und Fluorescamin. Der
Antikörper
kann auch mittels Fluoreszenzemittierender Metalle detektierbar
markiert werden, wie 152Eu oder andere der
Lanthanidreihe. Diese Metalle können
an den Antikörper
mittels Metallchelatgruppen, wie Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA)
oder Ethylendiamintetraessigsäure
(EDTA) gebunden werden. Der Antikörper kann detektierbar durch Kupplung
an eine chemilumineszente Verbindung markiert werden. Das Vorkommen
des Antikörpers
mit Chemilumineszenzanhang wird dann durch die Detektion des Vorkommens
von Lumineszenz bestimmt, die wärend
dem Verlauf einer chemischen Reaktion auftritt. Beispiele für besonders
brauchbare Chemilumineszenzmarkierungsverbindungen sind Luminol,
Isoluminol, theromatischer Acridiniumester, Imidazol, Acridiniumsalz
und Oxalatester. Ähnlich
kann eine biolumineszente Verbindung verwendet werden, um den in
der vorliegenden Erfindung verwendeten Antikörper zu markieren. Biolumineszenz
ist ein Typ einer Chemilumineszenz, der in biologischen Systemen
gefunden wird, worin ein katalytisches Protein die Effizienz der
chemilumineszenten Reaktion erhöht.
Das Vorkommen eines biolumineszenten Proteins wird durch die Detektion
des Vorkommens von Lumineszenz bestimmt. Wichtige biolumineszente
Verbindungen für
die Zwecke der Markierung umfassen Luciferin, Luciferase und Aequorin.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst die Herstellung von Tiermodellen,
die abnormale Expressionsmengen von DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin
aufweisen, um die Effekte von erhöhten oder verringerten Mengen
dieser Proteine in solchen Tieren zu untersuchen. Solche Tiere liefern
Testsubjekte zur Bestimmung der Effekte von therapeutischen oder
potentiell therapeutischen Verbindungen auf die Schizophrenie. Demnach können die
DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukte in transgenen Tieren
exprimiert werden. Es können
Tiere jeder Spezies, einschließlich
unter anderem Mäuse,
Ratten, Kaninchen, Meerschweinchen, Schweine, Minischweine, Ziegen,
Schafe und nicht-humane Primaten, beispielsweise Gibbons, Affen
und Schimpansen verwendet werden, um transgene DEPP, CsdA und/oder
Adrenomedullin Tiere zu erzeugen. Der Ausdruck "transgen", wie er hierin verwendet wird, bezieht
sich auf Tiere, die DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingensequenzen
von einer unterschiedlichen Spezies (beispielsweise Mäuse, die
humanes DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingensequenzen) exprimieren,
wie auch Tiere, die genetisch verändert wurden, um endogen (das
heißt
in derselben Spezies) DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullinsequenzen überzuexprimieren
oder Tiere, die genetisch verändert
wurden, um DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingensequenzen nicht
länger
zu exprimieren (das heißt "Knockout" Tiere) und ihre
Nachkommen.
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Es
kann jedes in der Technik bekannte Verfahren verwendet werden, um
DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingene in Tiere einzuführen, um
die Gründerlinien
von transgenen Tieren herzustellen. Solche Techniken umfassen unter
anderem pronukleäre
Mikroinjektion (Hoppe und Wagner, 1989,
US 4 873 191 A ), Retrovirus-vermittelter
Gentransfer in Keimlinien (Van der Putten et al., 1985, Proc. Natl.
Acad. Sci., USA 82, 6148-6152), Genzielführung in embryonalen Stammzellen
(Thompson et al., 1989, Cell 56, 313-321), Elektroporation von Embryos
(Lo, 1983, Mol. Cell. Biol. 3, 1803-1814) und Spermienvermittelten
Gentransfer (Iavitrano et al., 1989, Cell 67, 717-723) (Für eine Zusammenfassung
solcher Techniken siehe Gordon 1989, Transgenic Animals, Intl. Rev.
Cytol. 115, 171-229). Jedes in der Technik bekannte Verfahren kann
verwendet werden, um transgene Tierklone herzustellen, die das DEPP,
CsdA und/oder Adrenomedullintransgen enthalten, beispielsweise Kerntransfer
in entkernte Oocyten von Kernen aus kultivierten embryonalen, fetalen
oder ausgewachsenen Zellen, die in den Ruhezustand versetzt wurden
(Campbell et al., 1996, Nature 380, 64-66, Wilmut et al., 1997,
Nature 385, 810-813).
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Die
vorliegende Erfindung umfasst die Verwendung von transgenen Tieren,
die ein DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullintransgen in allen ihren
Zellen aufweisen, wie auch Tiere, die das Transgen in einigen, aber
nicht allen ihren Zellen tragen, das heißt Mosaiktiere. Das Transgen
kann als einzelnes Transgen oder in Concatameren integriert werden,
beispielsweise Kopf-an-Kopf Tandems oder Kopf-an- Schwanz Tandems. Das Transgen kann auch
selektiv in einen bestimmten Zelltyp eingeführt und aktiviert werden, indem
man die Beschreibung von Lasko befolgt (Lasko et al., 1992, Proc.
Natl. Acad. Sci. USA 89, 6232-6236). Die regulatorischen Sequenzen,
die für
eine solche Zelltyp-spezifische Aktivierung erforderlich sind, hängen von
dem bestimmten Zelltyp von Interesse ab und sind dem Fachmann bekannt.
Wenn es gewünscht
wird, dass das DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullintransgen in die
chromosomale Stelle des endogenen DEPP, CsdA und/oder Adremomedullingens
integriert werden, wobei die Genzielführung bevorzugt ist. Kurz gesagt
werden, wenn eine solche Technik verwendet wird, Vektoren, die einige
Nukleotidsequenzen enthalten, die homolog zum endogenen DEPP, CsdA
und/oder Adrenomedullingen sind, zum Zweck der Integration durch
homologe Rekombination mit chromosomalen Sequenzen in die Nukleotidsequenz
des endogenen DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingens und der Zerstörung deren
Funktion entworfen. Das Transgen kann auch selektiv in einen bestimmten
Zelltyp eingeführt
werden, wobei das endogene DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingen
in nur einem Zelltyp inaktiviert wird, wenn man beispielsweise die
Beschreibung von Gu et al., 1994, Science 265, 103-106 befolgt.
Die regulatorischen Sequenzen, die für eine solche Zelltyp-spezifische
Inaktivierung erforderlich sind, hängen vom bestimmten Zelltyp
von Interesse ab und sind dem Fachmann bekannt.
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Wie
oben erwähnt
werden auch transgene Knockouttiere hierin umfasst. In solchen transgenen
Tieren ist die DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenexpression nicht
detektierbar oder unsignifikant. Es kann jedes in der Technik bekannte
Verfahren zur Herstellung solcher transgenen Knockout Tiere verwendet
werden. Dies kann durch eine Vielzahl an Mechanismen erreicht werden,
beispielsweise der Veränderung
aller DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingene, beispielsweise durch
die Einführung
einer Zerstörung
der kodierenden Sequenz, beispielsweise der Insertion eines oder
mehrerer Stopcodons, Insertion eines DNA Fragments, Deletion einer
regulatorischen oder kodierenden Sequenz, Substitution von Stopcodons
für die
kodierende Sequenz etc. Die transgenen Tiere können entweder homozygot oder
heterozygot in Bezug auf die Veränderung sein.
Ein funktioneller Knockout kann auch durch die Einführung eines
Antisensekonstrukts erreicht werden, das die Expression der nativen
Gene blockiert. Knockouts umfassen auch konditionale Knockouts,
worin die Veränderung
des Zielgens auftritt bei der Exposition des Tieres gegenüber einer
Substanz, die eine Zielgenveränderung
fördert,
Einführung
eines Enzyms, das die Rekombination an der Zielgenstelle fördert oder
anderer Methoden zur Steuerung der Zielgenveränderung nach der Geburt.
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Wenn
transgene Tiere erzeugt wurden, kann die Expression des rekombinanten
DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingens mittels Standardtechniken
getestet werden. Es kann ein anfängliches
Screening durch eine Southern Blot Analyse oder PCR Techniken erreicht
werden, um die Tiergewebe zu testen, ob die Integration des Transgens
stattgefunden hat. Die Menge an mRNA Expression des Transgens in
den Geweben der transgenen Tiere können auch mittels Techniken
untersucht werden, die oben beschrieben sind und jenen, die unter
anderem Northern Blot Analyse der aus einem Tier erhaltenen Gewebeproben,
in situ Hybridisierungsanalyse und RT-PCR (reverse Transkriptase
PCR) umfassen. Proben des DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingen-exprimierenden
Gewebes können
auch immuncytochemisch mittels Antikörper evaluiert werden, die
für das
DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullintransgenprodukt spezifisch sind.
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Durch
die Verwendung dieser transgenen Tiere oder hiervon abgeleiteter
Zellen kann man Liganden oder Substrate identifizieren, die Phänomene modulieren,
die mit Schizophrenie assoziiert sind, beispielsweise Verhaltensphänomene.
Es kann eine große
Vielzahl an Tests für
diesen Zweck verwendet werden, einschließlich Verhaltensstudien, Bestimmung
der Lokalisation von Arzneimitteln nach der Verabreichung und dergleichen.
In Abhängigkeit
des bestimmten Tests können
Tiere verwendet werden, oder Zellen die hieraus abgeleitet sind.
Zellen können
frisch aus einem Tier isoliert werden oder können in Kultur immortalisiert
werden. Zellen von besonderem Interesse leiten sich aus Nervengewebe
ab.
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Der
Ausdruck "therapeutisches
Mittel", wie er
hierin verwendet wird, beschreibt jedes Molekül, beispielsweise Protein,
Kohlenhydrat, Metall oder organische Verbindung mit der Fähigkeit
der Beeinflussung der molekularen und klinischen Phänomene,
die mit Schizophrenie assoziiert sind. Im allgemeinen kann eine
Vielzahl an Testgemischen parallel mit unterschiedlichen Verbindungskonzentrationen
gefahren werden, um eine differenzielle Reaktion auf die verschiedenen
Konzentrationen zu erhalten. Typischerweise dient eine dieser Konzentrationen
als Negativkontrolle, das heißt
bei einer Konzentration von null oder unterhalb des Detektionslevels.
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Therapeutische
Kandidatenverbindungen umfassen mehrere chemische Klassen, obwohl
sie typischerweise organische Moleküle sind, vorzugsweise kleine
organische Verbindungen mit einem Molekulargewicht von mehr als
50 und weniger als etwa 2500 Dalton. Die Kandidatenverbindungen
umfassen funktionelle Gruppen, die für die strukturelle Interaktion
mit Proteinen erforderlich sind, insbesondere Wasserstoffbrückenbindung
und umfassen typischerweise zumindest eine Amin-, Carbonyl-, Hydroxyl- oder Carboxylgruppe,
vorzugsweise zumindest zwei der funktionellen chemischen Gruppen.
Die therapeutischen Kandidatenverbindungen umfassen oft cyclische
Kohlenstoffstrukturen oder heterocyclische Strukturen und/oder aromatische
oder polyaromatische Strukturen, die mit einer oder mehreren der
obigen funktionellen Gruppen substituiert sind. Therapeutische Kandidatenmittel
finden sich auch unter Biomolekülen,
einschließlich
unter anderem: Peptide, Saccharide, Fettsäuren, Steroide, Purine, Pyrimidine,
Derivate, Strukturanaloga oder Kombinationen hiervon.
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Wie
oben erwähnt
können
Antikörper,
die für
DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukte spezifisch sind, in
den Screeningimmuntests verwendet werden, um die Menge solche Produkte
in einer Zelle oder Probe zu detektieren. Die Anzahl an Zellen in
einer Probe beträgt
im allgemeinen etwa 103, gewöhnlich mindestens
104 oder gewöhnlich etwa 105.
Die Zellen können
im Fall von soliden Geweben dissoziiert werden oder es können Gewebeschnitte
analysiert werden. Alternativ dazu kann ein Lysat der Zellen hergestellt
werden. Beispielsweise kann die Detektion die Färbung von Zellen oder histologischen
Schnitten verwenden, die gemäß herkömmlicher
Verfahren ausgeführt
werden. Die Antikörper
von Interesse werden zu der Zellprobe gegeben und für einen
Zeitraum inkubiert, der die Bindung des Epitops gewöhnlich für mindestens
etwa 10 Minuten erlaubt. Der Antikörper kann mit Radioisotopen,
Enzymen, Fluoreszenzmolekülen,
Chemilumineszenzmitteln oder anderen Markierungen für eine direkte
Detektion markiert werden. Alternativ dazu wird ein Antikörper oder
ein Reagenz der zweiten Stufe verwendet, um das Signal zu amplifizieren.
Solche Reagenzien sind in der Technik gut bekannt. Beispielsweise
kann der primäre
Antikörper
an Biotin gebunden sein, wobei Meerrettichperoxidase-konjugiertes
Avidin als Reagenz der zweiten Stufe zugegeben wird. Die schließliche Detektion
verwendet ein Substrat, das eine Farbänderung in Gegenwart von Peroxidase
durchmacht. Die Abwesenheit oder Anwesenheit einer Anti körperbindung
kann durch verschiedene Verfahren bestimmt werden, einschließlich Durchflusscytometrie
dissoziierter Zellen, Mikroskopie, Radiographie, Scintillationszählung, etc.
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Es
sind mehrere Tests in der Technik zur Bestimmung des Effekts eines
Arzneimittels auf das Tierverhalten und andere mit Schizophrenie
assoziierte Phänomene
bekannt. Einige Beispiele werden bereitgestellt, obwohl es vom Fachmann
verstanden wird, dass andere Tests ebenfalls verwendet werden können. Die
in Frage kommenden Tiere können
selbst oder in Kombination mit Kontrolltieren verwendet werden.
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Das
Screening mittels der transgenen Tiere der Erfindung kann jedes
mit Schizophrenie assoziierte Phänomen
verwenden, das leicht in einem Tiermodell untersucht werden kann.
Das Screening auf Schizophrenie kann die Untersuchung des Phänomens umfassen,
einschließlich
unter anderem: 1) Analyse von Molekularmarkern (beispielsweise Expressionsmengen
an DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukten in Gehirngewebe,
Anwesenheit/Abwesenheit von verschiedenen DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullinspleißvarianten
im Gehirngewebe, 2) Untersuchung der Verhaltenssymptome, die mit
Gedächtnis
und Lernen assoziiert sind und 3) Detektion der Neurodegeneration.
Vorzugsweise umfasst das Screening Kontrollwerte (beispielsweise
die Menge an DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullinbildung im Testtier
in Abwesenheit von Testverbindungen). Die Testsubstanzen, die als
positiv erachtet werden, das heißt wahrscheinlich bei der Behandlung
von Schizophrenie nützlich
sind, sind jene, die einen substanziellen Effekt auf ein mit Schizophrenie
assoziiertes Phänomen
haben (beispielsweise Testmittel, die dazu fähig sind, fehlerhaftes oder
abnormales Verhalten zu normalisieren oder die Menge an DEPP, CsdA
und/oder Adrenomedullinbildung innerhalb des normalen Bereichs zu
verringern).
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Die
vorliegende Erfindung umfasst die Verwendung von Zell-basierten
Tests oder Zelllysattests (beispielsweise in vitro Transkriptions-
oder Translationstests), um auf Verbindungen oder Zusammensetzungen zu
screenen, die die DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenexpression
modulieren. Schließlich
können Konstrukte,
die eine Reportersequenz an ein regulatorisches Element eines oder
aller der Gene gebunden enthalten, die für DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin
kodieren, verwendet werden, um in veränderten Zellen oder in Zelllysatextrakten
auf Verbindungen zu screenen, die die Expression des Reportergenprodukts
auf Transkriptionsebene modulieren. Beispielsweise können solche
Tests verwendet werden, um Verbindungen zu identifizieren, die die
Expression oder Aktivität
von Transkriptionsfaktoren modulieren, die bei der Expression der
Gene beteiligt sind, die für
DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin kodieren, oder um die Aktivität von Trippelhelixpolynukleotiden
zu testen. Alternativ dazu können
veränderte
Zellen oder Translationsextrakte zum Screenen von Verbindungen verwendet
werden (einschließlich
Antisense- und Ribozymkonstrukte), die die Translation von DEPP,
CsdA und/oder Adrenomedullin mRNA Transkripte modulieren und daher
die Expression der DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullingenprodukte
beeinflussen. Daher sind regulatorische Regionen, wie ein Promotor,
operativ an ein Gen gebunden, das für ein Reportermolekül kodiert,
wie grünes
Fluoreszenzprotein (GFP), Luciferase und dergleichen, um ein Reporterkonstrukt
zu erzeugen, das durch DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullinregulationssequenzen
reguliert wird. Das Genkonstrukt wird dann in eine gewünschte Zelle
transfiziert, wie eine neuronale Zelle. Die Grundlinienexpressionsmengen
des Reportermoleküls
werden dann mittels herkömmlicher
Verfahren berechnet. Dann wird die Zelle gegenüber einer Testverbindung ausgesetzt
und die Expressionsmenge des Reportermoleküls wird bestimmt und mit den
Grundlinienmengen verglichen. Eine Verbindung, die die Menge an
Reporterexpression verringert, ist ein Kandidat zur Behandlung der
Schizophrenie. Es kann dann ein zweites Screeningverfahren ausgeführt werden,
um zu bestimmen, ob die Verbindung die Expressionsmenge der Gene
beeinflusst, die für
DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin kodieren, indem man die Menge
an RNA oder Protein aus den nativen Genen misst. Die Konstruktion von
neuronalen Zellen, die ein Reportergen zur Bestimmung des Effekts
der Verbindungen auf die Expression enthalten, ist bekannt, siehe
beispielsweise Asselbergs et al., Nucleic Acids Res. 27: 1826-1833
(1998).
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Antisenseverbindungen,
Ribozyme, Antikörper
und andere DEPP, CsdA und/oder Adrenomedullin Knockout Vorrichtungen
oder Modulatoren (kollektiv aus Einfachheitsgründen als die "Modulatoren" bezeichnet), wie
sie hierin beschrieben sind, können
gemischt, verkapselt, konjugiert oder ansonsten mit anderen Molekülen, molekularen
Strukturen oder Verbindungsgemischen assoziiert werden, wie beispielsweise
Liposomen, Rezeptor-gerichtete Moleküle, orale, rektale, topische
oder andere Formulierungen zur Erleichterung der Aufnahme, Verteilung
und/oder Absorption. Der Fachmann ist mit sehr vielen Techniken
vertraut, um solche Vorrichtungen herzustellen.
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Es
wird berücksichtigt,
dass die Modulatoren alle pharmazeutisch annehmbaren Salze, Ester
oder Salze solcher Ester umfassen oder jede andere Verbindung, die
nach der Verabreichung an ein Tier, einschließlich einem Menschen, zur Bereitstellung
(direkt oder indirekt) eines biologisch aktiven Metaboliten oder
eines Rests hiervon fähig
ist. Demnach bezieht sich die Beschreibung auch auf Prodrugs und
pharmazeutisch annehmbare Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen,
pharmazeutisch annehmbare Salze solcher Prodrugs und andere Bioäquivalente.
Der Ausdruck "pharmazeutisch
annehmbare Salze" bezieht
sich auf physiologisch und pharmazeutisch annehmbare Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen:
Das heißt
Salze, die die gewünschte
biologische Aktivität
der Ausgangsverbindung behalten und keine unerwünschten toxikologischen Effekte
hervorrufen. Solche Verbindungen können gemäß herkömmlicher Verfahren durch einen
Fachmann hergestellt werden. (Berge et al., "Pharmaceutical Salts", J. of Pharma Sci., 1977, 66, 1-19).
Der Ausdruck "Prodrug" zeigt ein therapeutisches
Mittel an, das in inaktiver Form hergestellt wird, welche in eine
aktive Form (das heißt
das Arzneimittel) innerhalb des Körpers oder der Zellen hiervon
durch die Wirkung von endogenen Enzymen oder anderen Chemikalien
und/oder Zuständen
umgewandelt wird. Insbesondere können
Prodrugversionen der Oligonukleotide als SATE [(S-Acetyl-2-thioethyl)phosphat]derivate
gemäß den Verfahren
hergestellt werden, die in
WO
93 24 510 A von Gosslin et al. oder in
WO 94 26 764 A von Imbach
et al. beschrieben sind.
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Die
Modulatoren hierin können
für Diagnostika,
Therapeutika, Prophylaxe und als Forschungsreagenzien und Kits verwendet
werden. Für
Therapeutika kann ein Tier, vorzugsweise ein Mensch, der im Verdacht steht,
eine schizophrene Erkrankung oder eine Störung aufzuweisen, welche durch
die Modulation der Expression eines oder mehrerer der durch DEPP,
CsdA und/oder Adrenomedullin regulierten Gene behandelt werden kann,
durch die Verabreichung von Modulatoren gemäß der Erfindung behandelt werden.
Die Modulatoren können
in pharmazeutischen Zusammensetzungen durch die Zugabe einer wirksamen
Menge eines oder mehrerer Modulatoren zu einem geeigneten pharmazeutisch
annehmbaren Verdünnungsmittel
oder Träger verwendet
werden. Der Fachmann ist mit mehreren Techniken und Formulierungen
vertraut, die zur Herstellung von pharmazeutischen Zusammensetzungen
verwendet werden. Die pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung können
auf mehrere Wege in Abhängigkeit
davon verabreicht werden, ob eine lokale oder systemische Behandlung
erwünscht
ist und vom zu behandelnden Bereich. Die Verabreichung kann topisch
(einschließlich
ophthalmologisch und an Mukosamembranen, einschließlich vaginaler
und rektaler Abgabe), pulmonal, beispielsweise durch Inhalation
oder Insuffaltion von Flüssigkeiten,
Pulvern oder Aerosolen, einschließlich durch Vernebler, intratracheal,
intranasal, enteral, epidermal und transdermal), oral, sublingual,
bukkal oder parenteral erfolgen. Die parenterale Verabreichung umfasst
eine intravenöse,
intraarterielle, subkutane, intraperitoneale oder intramuskuläre Injektion
oder Infusion, intramedulläre
oder intracraniale, beispielsweise intrathekale oder intraventrikuläre Verabreichung.
Oligonukleotide mit zumindest einem 2'-O-Methoxyethylmodifikation können zur
oralen Verabreichung brauchbar sein.
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Pharmazeutische
Zusammensetzungen zur topischen Verabreichung können Transdermalpflaster, Salben,
Lotionen, Cremes, Gele, Tropfen, Zäpfchen, Sprays, Flüssigkeiten
und Pulver umfassen. Herkömmliche
pharmazeutische Träger,
wässrige,
pulverförmige
oder ölige
Grundlagen, Verdicker und dergleichen können erforderlich oder erwünscht sein.
Zusammensetzungen und Formulierungen zur oralen Verabreichung umfassen
Pulver oder Granula, Suspensionen oder Lösungen in Wasser oder nicht-wässrigen
Medien, Kapseln, Sachets, Pastillen oder Tabletten. Verdicker, Geschmacksstoffe,
Verdünnungsmittel,
Emulgatoren, Dispergierhilfen oder Bindemittel können erwünscht sein. Zusammensetzungen
zur parenteralen, intrathekalen oder intraventrikulären Verabreichung
können
sterile wässrige
Lösungen
umfassen, die auch Puffer, Verdünnungsmittel
und andere geeignete Zusätze
enthalten können,
wie unter anderem Penetrationsverstärker, Trägerverbindungen und andere
pharmazeutisch annehmbare Träger
oder Hilfsstoffe. Pharmazeutische Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung umfassen unter anderem Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Schäume und
Liposomen-enthaltende Formulierungen. Diese Zusammensetzungen können aus
einer Vielzahl an Komponenten, die unter anderem vorgeformte Flüssigkeiten,
selbstemulgierende Feststoffe und selbstemulgierende Semifeststoffe
umfassen, gemäß herkömmlicher
Verfahren durch den Fachmann erzeugt werden.
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Die
pharmazeutischen Formulierungen der vorliegenden Beschreibung, die
bequemerweise in Einheitsdosierungsform präsentiert werden können, können gemäß herkömmlicher
Techniken hergestellt werden, die in der pharmazeutischen Industrie
gut bekannt sind. Solche Techniken umfassen den Schritt des Zusammenbringens
der Wirkstoffe mit den pharmazeutischen Trägern oder Wirkstoffen. Im allgemeinen
werden die Formulierungen durch das gleichförmige und innige Zusammenbringen
der Wirkstoffe mit den flüssigen
Trägern
oder fein verteilten festen Trägern
oder beidem und dann, erforderlichenfalls, Formen des Produkts hergestellt.
Weitere Details für
Techniken zur Formulierung und Verabreichung von mehreren Dosierungsformen können in
der letzten Ausgabe von Remington's Pharmaceutical Sciences (Maack Publishing
Co., Easton, PA) gefunden werden. Die Zusammensetzungen können alleine
oder in Kombination mit zumindest einem anderen Mittel, wie einer
Stabilisatorverbindung verabreicht werden, die in jedem sterilen,
biokompatiblen pharmazeutischen Träger verabreicht werden kann,
einschließlich
unter anderem Kochsalzlösung,
gepufferte Kochsalzlösung,
Dextrose und Wasser. Die Zusammensetzungen können einem Patienten alleine
oder in Kombination mit anderen Mitteln, Arzneimitteln oder Hormonen
verabreicht werden.
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Pharmazeutische
Formulierungen, die zur parenteralen Verabreichung geeignet sind,
können
in wässrigen
Lösungen
formuliert werden, vorzugsweise in physiologisch kompatiblen Puffern,
wie Hank Lösung,
Ringer Lösung
oder physiologisch gepufferter Kochsalzlösung. Wässrige Injektionssuspensionen
können
Substanzen enthalten, die die Viskosität der Suspension erhöhen, wie
Natriumcarboxymethylcel lulose, Sorbit oder Dextran. Zusätzlich können Suspensionen
der Wirkstoffe als geeignete ölige
Injektionssuspensionen hergestellt werden. Geeignete lipophile Lösemittel
oder Träger
umfassen fette Öle,
wie Sesamöl
oder synthetische Fettsäureester,
wie Ethyloleat oder Triglyceride oder Liposomen. Nichtlipidartige
polykationische Aminopolymere können
ebenfalls für
eine Abgabe verwendet werden. Optional kann die Suspension auch
geeignete Stabilisatoren oder Mittel enthalten, die die Löslichkeit
der Verbindungen erhöhen,
um die Herstellung von hochkonzentrierten Lösungen zu erlauben. Für eine topische
oder nasale Verabreichung werden Penetrationsmittel die für die bestimmte
zu durchdringende Barriere geeignet sind, in der Formulierung verwendet.
Solche Penetrationsmittel sind im allgemeinen in der Technik bekannt.
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Pharmazeutische
Zusammensetzungen, die zur Verwendung in der Erfindung geeignet
sind, umfassen Zusammensetzungen, worin die Modulatoren in einer
wirksamen Menge enthalten sind, um den beabsichtigten Zweck zu erreichen.
Die Bestimmung einer effektiven Dosis liegt innerhalb der Fähigkeit
des Fachmanns. Es kann für
jede Verbindung die therapeutisch wirksame Dosis zu Beginn entweder
in Zellkulturtests, beispielsweise mit neoplastischen Zellen oder
in Tiermodellen, gewöhnlich
Mäuse,
Kaninchen, Hunde oder Schweine abgeschätzt werden. Das Tiermodell
kann auch verwendet werden, um den geeigneten Konzentrationsbereich
und den Verabreichungsweg zu bestimmen. Eine solche Information
kann dann verwendet werden, um die brauchbaren Dosen und Wege zur
Verabreichung beim Menschen zu bestimmen. Eine therapeutisch wirksame
Dosis bezieht sich auf die Menge an Wirkstoff, die teilweise oder
vollständig
die Symptome oder den Zustand lindert. Die therapeutische Wirksamkeit
und Toxizität
kann durch pharmazeutische Standardverfahren in Zellkulturen oder
Versuchstieren bestimmt werden, beispielsweise ED50 (die Dosis,
die therapeutisch bei 50 % der Population wirksam ist) und die LD50
(die Dosis, die für
50 % der Population letal ist). Das Dosisverhältnis zwischen den toxischen
und therapeutischen Effekten ist der therapeutische Index und kann hierin
als das Verhältnis
LD50/ED50 ausgedrückt
werden. Pharmazeutische Zusammensetzungen, die große therapeutische
Indizes aufweisen, sind bevorzugt. Die aus den Zellkulturtests und
Tierstudien erhaltenen Daten werden bei der Formulierung eines Dosierungsbereichs
für die
humane Verwendung verwendet. Die in einer solchen Zusammensetzung
enthaltene Dosierung liegt vorzugsweise innerhalb eines Bereichs
von zirkulierenden Konzentrationen, die die ED50 mit einer geringen
oder keinen Toxizität
umfassen. Die Dosis variiert in diesem Bereich in Abhängigkeit
der verwendeten Dosis, der Empfindlichkeit des Patienten und des
Verabreichungswegs.
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Die
exakte Dosis wird durch den Anwender in Anbetracht von Faktoren
in Bezug auf den Patienten bestimmt, der die Behandlung benötigt. Dosierung
und Verabreichung werden eingestellt, um ausreichende Mengen der
Modulatoren bereitzustellen oder den gewünschten Effekt aufrechtzuerhalten.
Faktoren, die in Betracht gezogen werden können, umfassen die Schwere
des Krankheitszustands, den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten,
das Alter, das Gewicht und das Geschlecht des Patienten, die Nahrung,
die Dauer und Häufigkeit
der Verabreichung, die Arzneimittelkombination, die Reaktionssensitivitäten und
die Toleranz/Reaktion auf die Therapie. Lang wirkende pharmazeutische
Zusammensetzungen können
alle 3 bis 4 Tage, jede Woche oder einmal alle 2 Wochen in Abhängigkeit
von Halbwertszeit und Clearancerate der bestimmten Formulierung
verabreicht werden.
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Normale
Dosismengen können
von 0,1 bis 100 000 Mikrogramm bis zu einer Gesamtdosis von etwa 1
g pro kg in Abhängigkeit
des Verabreichungswegs variieren. Es werden Anleitungen für bestimmte
Dosierungen und Verabreichungsverfahren in der Literatur bereitgestellt
und sind im allgemeinen für
den Fachmann erhältlich.
Der Fachmann verwendet unterschiedliche Formulierungen für Nukleotide
als für
Proteine oder ihre Inhibitoren. Ähnlich
ist die Abgabe von Polynukleotiden oder Polypeptiden für bestimmte
Zellen, Bedingungen, Orte etc spezifisch.
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Die
folgenden Beispiele sind zur Erläuterung
beigefügt
und sollten nicht als Beschränkung
der vorliegenden Erfindung aufgefasst werden.
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Beispiel 1
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DNA Mikroarrayanalyse
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Humane
anteriore Cingluateproben werden aus 10 normalen und 10 schizophrenen
verstorbenen Individuen erhalten (Maryland Psychiatric Research
Clinic, Baltimore, Maryland). Es wird eine RNA guter Qualität aus 9
normalen ("N1") und 7 schizophrenen
("S1") Proben erhalten.
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Die
Mikroarrayanalyse wird im wesentlichen wie folgt ausgeführt. Kurz
gesagt werden 5 μg
oder weniger Gesamt RNA verwendet, um cDNA zu synthetisieren, die
dann als Matrize verwendet wird, um biotinylierte cRNA zu erhalten.
15 bis 30 μg
markierte RNA werden erhalten und an Affymetrix (Santa Clara, CA)
den Human Genome U95Av2 Array des GeneChip® Human
Genome U95 Set (HG-U95Av2 enthält
etwa 12 000 Sequenzen von Vollängengenen)
gemäß den Protokollen
hybridisiert, die sich im technischen Handbuch des GeneChip® finden.
Von jeder Probe wird zweifach ein Profil gefahren. Nach der Probenhybridisierung
werden die Mikroarrays gewaschen und mit einem Laserscanner gescannt.
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Die
erhaltenen Bilder werden verwendet, um absolute Textdateien zur
Analyse mittels Affymetrix GeneChip® Gene
Expression Analysis Algorithms Version 4 zu erzeugen. Differenziell
exprimierte Gene zwischen den von Normalen und Schizophrenen abgeleiteten
Proben werden mittels eines Erkennungsmusteralgorithmus bewertet,
der gemäß etablierter
Prinzipien entwickelt wurde, der eine Bewertung für jedes
verglichene Gen erzeugt. Es werden die folgenden 3 Bedingungen für eine zu
erzeugende Bewertung (entspricht der mittleren Veränderung)
benötigt:
(1) T-Test p-Wert < 0,5
%, (2) mittlere Veränderung > 1,5 fach, (3) maximale mittlere
AvgDiff (Expressionsmengen auf dem Affimetrix Chip) > 200. Falls eine oder
mehrere der obigen Bedingungen nicht durch ein Gen im Vergleich
erfüllt
werden, ist die zugeordnete Bewertung Null. Es werden mehrere Kandidatengene
aufgefunden, die in schizophrenen Patienten differenziell exprimiert
werden, wenn sie mit den Normalen verglichen werden.
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Beispiel 2
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Quantitative Echtzeit PCR Bestätigung von
differenziell regulierten Genen
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Sondenpaare
für die
quantitative Echtzeit PCR (Q-PCR) werden für 38 veränderte Gene entworfen, die
in Beispiel 1 identifiziert wurden. Affymetrix liefert eine Sequenzdatei,
aus der die Sonden auf dem Chip abgeleitet werden. Aus dieser Datei
werden die Sequenzen, die den 38 veränderten Genen entsprechen,
erhalten und es werden die Sondenpaare hergestellt. Wenn kein gutes
Primerpaar aus einer Affymetrix Sequenz erhalten werden kann, kann
eine längere
Sequenz enthalten werden aus Ref Seq (siehe K.D. Pruitt, D.R. Maglott,
Nucleic Acids Res. 2001, Jan 1,29(1): 137-140, Introducing RefSeq
und LocusLink: curated human genome resources at the NCBI., K.D.
Pruitt, K.S. Katz, H. Sicotte, D.R. Maglott, Trends Genet. 2000,
Jan, 16 (1): 44-47) mit einer guten BLAST Bewertung gegen die Affymetrixsequenz
und die Primer werden aus dieser Sequenz entworfen. Die Sequenzen
der Sondenpaare sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Dann
werden die RNA Spiegel mittels Q-PCR gemessen. Kurz gesagt wird
cDNA mittels zufälligen
Hexameren synthetisiert, in einem Mastermix verdünnt, worin TAQ Polymerase,
SybrGreen® (Molecular
Probes, Inc., Eugene, Oregon), unmarkierte Nukleotide, Puffer und
Wasser enthalten sind. Das Gemisch wird in TaqMan® Platten
(Perkin Elmer) aliquotiert und Oligonukleotidpaare werden zu den
geeigneten Vertiefungen gegeben. Jede Probe wird zumindest in 2
Vertiefungen getestet und jede Probe wird mit jedem Oligonukleotidpaar
getestet, worin die Transkriptase aus der ersten Reaktion weggelassen
wird (noRT Kontrollen). Der Grenzwertzyklus (CT) wird mittels Perkin
Elmer Software ABI Prism® 7700 Sequence Detection
System Revision B berechnet. Der CT Wert wird berechnet, wenn der
Zyklus, bei dem eine statistisch signifikante Zunahme der Fluoreszenz
(vom SybrGreen®)
detektiert wird. Ein geringerer CT Wert deutet auf eine höhere mRNA
Konzentration hin.
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Die
cDNA wird getrennt aus allen der N1 und S1 Proben gemäß herkömmlicher
Verfahren präpariert. Die
Ausbeute wird mittels PicoGreen® (Molecular
Probes, Inc., Eugene, Oregon) Tests abgeschätzt. Es werden gleiche Mengen
von cDNA aus allen N1 Proben in eine vereinigte Probe gemischt und
es werden gleiche Mengen an cDNA aus allen S1 Proben in eine getrennt
vereinigte Probe gemischt.
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Die
Q-PCR mit Oligonukleotiden, die für GAPDH entworfen wurden und
die 38 Gene, die aus den Gene-Chip® Experimenten
identifiziert wurden, werden zweifach ohne RT Kontrollen ausgeführt. Gene
mit mehr als 1 Zyklus Unterschied in CT zwischen diesen Gruppen
werden für
eine Bestätigung
durch Q-PCR mit
individuellen Proben ausgewählt.
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Die
9 Gene mit den größten Unterschieden
in CT zwischen N1 und S1 vereinigten Proben werden identifiziert
und die Q-PCR wird mit den individuellen cDNA Proben gefahren. Die
individuellen CT Werte für diese
9 Gene plus GAPDH (als Kontrolle) werden untersucht und die p-Werte
aus dem t-Test werden berechnet, um die Nullhypothese zu testen,
dass die zwei Proben N1 und S1 von der gleichen Population abgeleitet sind.
Es werden 5 Gene aufgefunden, die zwischen den anterioren Cingulateproben
der Normalen und Schizophrenen differenziell exprimiert werden.
Diese Gene haben die Bezeichnung 34777_at, 36711_at, 39114_at, 39839_at
und 39579_at.
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Um
die unterschiedliche Auftrennung dieser 5 Gene zu bestätigen wird
ein unabhängiger
Satz an anterioren Cingulateproben erhalten (Maryland Psychiatric
Research Clinic). 9 normale Proben und 9 schizophrene Proben werden
jeweils mit N2 und S2 bezeichnet. Für jedes der 5 Gene plus GAPDH
werden Standardkurven durch Q-PCR einer zweifachen Verdünnungsreihe
von vereinigter normaler cDNA mit allen 10 Primerpaaren erhalten.
Die Auftragung von CT gegen den Logarithmus der Startmenge an cDNA
in Mikroliter ist linear. Die Gleichungen dieser Standardkurven
können
verwendet werden, um die relativen mengen an cDNA zu einem Gen,
nämlich
GAPDH zu berechnen, das als konstant zwischen den Proben betrachtet
wird. Es werden die RNA Proben aus diesen neuen Proben erhalten
und sowohl die alten als auch die neuen Proben werden einer Q-PCR
unterzogen. Aus den CT Werten werden die relativen Mengen der cDNA
korrigiert um die Menge an GAPDH in jeder Probe für alle Gene
und alle Proben berechnet.
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Die
Analyse der Varianz in den Daten zeigt, dass 3 dieser Gene, nämlich 39114_at,
39839_at und 34777_at konsistent unterschiedliche Expressionsspiegel
in den anterioren Cingulateproben von Normalen und Schizophrenen über beide
Datensätze
mit p-Werten von jeweils 0,001, 0,0013 und 0,0013 aufweisen.
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BLAST
(Basic Local Alignment Search Tool) Suchen der öffentlichen Sequenzdatenbanken
identifizieren 39114_at, 34777_at und 39839_at jeweils als durch
Progesteron induziertes Decidualprotein (DEPP), Adrenomedullin und
Kälteschockdomänenprotein
A (CsdA).
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