DE60317818T2 - Verfahren zum beschichten eines spritzgegossenen artikels - Google Patents

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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • B29C45/16Making multilayered or multicoloured articles
    • B29C45/1679Making multilayered or multicoloured articles applying surface layers onto injection-moulded substrates inside the mould cavity, e.g. in-mould coating [IMC]
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 zum In-Mold-Beschichten (IMC) eines Formlings oder Substrats, der/das aus einem Thermoplast oder Duroplast gebildet ist, genau gesagt, ein Verfahren zur Abgabe einer IMC-Zusammensetzung auf einen Thermoplastformling und Steuern desselben. Die vorliegende Erfindung findet insbesondere eine Anwendung als ein beweglicher Beschichtungswagen und wird mit speziellem Bezug darauf beschrieben.
  • Ein derartiges Verfahren wird durch die US 2002/0039656 A1 und durch die JP 06-328504 A offenbart und ist ein Verfahren zur Bereitstellung eines In-Mold-beschichteten Formlings, umfassend:
    • (a) Einspritzen eines geschmolzenen Harzes in einen Formhohlraum bis der Formhohlraum im Wesentlichen gefüllt ist;
    • (b) Ermöglichen, dass das eingespritzte geschmolzene Harz im Formhohlraum abkühlt, um einen Formling zu bilden; und
    • (c) Einspritzen einer Beschichtungszusammensetzung in den Formhohlraum und auf den Formling, um den Formling zu beschichten, wenn mindestens eine zu beschichtende Oberfläche des Formlings einen Modul erreicht hat, der ausreicht, um die Beschichtungszusammensetzung zu tragen.
  • Thermoplast- und Duroplastformlinge, wie z. B. diejenigen, die aus Polyolefinen, Polycarbonaten, Polyestern, Polystyrolen und Polyurethanen hergestellt sind, werden in zahlreichen Anwendungen verwendet, einschließlich denjenigen für Kraftfahrzeugs-, Schiffs-, Erholungs-, Konstruktions-, Büroprodukte und Outdoorausrüstungsindustrien. Häufig ist eine Auftragung einer Oberflächenbeschichtung auf einen Thermoplast- oder Duroplastformling wünschenswert. Z. B. können Formlinge als ein Teil in mehrteiligen Anordnungen verwendet werden; um sich der Deckschicht der anderen Teile in solchen Anordnungen anzupassen, können die Formlinge eine Auftragung einer Oberflächenbeschichtung benötigen, die dieselben Deckschichteigenschaften wie die anderen Teile aufweist. Beschichtungen können auch verwendet werden, um Oberflächeneigenschaften des Formlings zu verbessern, wie z. B. Gleichförmigkeit eines Aussehens, Glanz, Kratzfestigkeit, chemische Beständigkeit, Witterungsbeständigkeit und dergleichen. Auch können Oberflächenbeschichtungen verwendet werden, um eine Haftung zwischen dem Formling und einem separaten Deckschichtüberzug zu er leichtern, der später darauf aufgetragen werden soll.
  • Zahlreiche Techniken zur Auftragung von Oberflächenbeschichtungen auf Kunststoffformlinge sind entwickelt worden. Viele von diesen beinhalten ein Auftragen einer Oberflächenbeschichtung auf Kunststoffgegenstände, nachdem sie aus ihren Formen entfernt sind. Diese Techniken sind häufig Mehrstufenprozesse, die eine Oberflächenvorbehandlung beinhalten, gefolgt von Sprühbeschichten der vorbehandelten Oberfläche mit Lack oder anderen Deckschichten. Im Gegensatz dazu liefert IMC eine Einrichtung zur Auftragung einer Oberflächenbeschichtung auf einen Formling vor seinem Auswurf aus der Form.
  • Formen, die mit Thermoplasten verwendet werden, sind normalerweise von einer "zweischaligen" Konstruktion mit zusammenpassenden Hälften, die sich an einer Trennfuge treffen. Eine von den zusammenpassenden Hälften bleibt typischerweise stationär, wohingegen sich die andere Hälfte typischerweise zwischen einer geschlossenen Position und einer offenen, zurückgezogenen Position bewegt. Um einen Formling zu bilden, wird die bewegbare Hälfte zu ihrer geschlossenen Position bewegt und unter einer Schließkraft geschlossen gehalten, wodurch ein abgeschlossener Formhohlraum gebildet wird. Geschmolzenes Material wird in den Formhohlraum eingespritzt. Der Formling wird gebildet, indem der Hohlraum völlig mit dem geschmolzen Material gefüllt wird und ermöglicht wird, dass sich das Material ausreichend abkühlt und verfestigt. Während des ganzen Formprozesses wird die bewegbare Formhälfte in ihrer geschlossenen Position gehalten. Nach einem Formen können die Formhälften geöffnet werden, und es wird ein fertiggestellter Formling daraus ausgeworfen.
  • Infolge der Unterschiede in Formkonstruktion und Formgebungsbedingungen werden Prozesse, wo die Form vor einem Einspritzen einer Beschichtungszusammensetzung gespalten oder getrennt wird, im Allgemeinen nicht zum IMC von Spritzgussthermoplasten verwendet. Wenn Thermoplaste geformt werden, ist es im Allgemeinen notwendig, einen Druck auf die bewegbare Formhälfte aufrechtzuerhalten, um den Hohlraum geschlossen zu halten und zu verhindern, dass Material entlang der Trennfuge entweicht. Weiter ist eine Aufrechterhaltung eines Drucks auf den thermoplastischen Kunststoff während eines Formens häufig notwendig, um eine Bereitstellung einer gleichförmigeren kristallinen oder molekularen Struktur im Formling zu unterstützen, was es auch nötig macht, den Hohlraum geschlossen zu halten. Ohne ein solches Abdichten (d. h. Druckaufrechterhaltung) neigen physikalische Eigenschaften des Thermoplastformlings dazu, verschlechtert zu werden.
  • Weil ein Spritzgießen nicht erlaubt, dass die Form vor einer Einspritzung der IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum getrennt oder gespalten wird, muss die IMC-Zusammensetzung unter ausreichendem Druck eingespritzt werden, um den Gegenstand in allen Bereichen zusammenzudrücken, die beschichtet werden sollen. Die Kompressibilität des Formlings schreibt vor, wie und wo die IMC-Zusammensetzung ihn bedeckt. Der Prozess, einen Spritzgussgegenstand mit einer flüssigen IMC-Zusammensetzung mittels INC zu beschichten, wird in z. B. dem US-Patent No. 6,617,033 und den US-Patentveröffentlichungs-Nos. 2002/0039656 A1 und 2003/0082344 A1 beschrieben.
  • Die JP 04-138220 A offenbart eine Speicherausrüstung für Granulatmaterial, umfassend eine Mehrzahl von Materialspeichertanks, Materialtransportrohren und Materialzufuhreinrichtungen. Jeder der Mehrzahl von Materialspeichertanks ist über ein Solenoidventil mit einem der Materialtransportrohre verbunden. Die Materialzufuhreinrichtung versorgt das Innere der Transportrohre mit einem granulatförmigen Material, das aus Materialbehältern gewonnen ist. Balkencodes sind an den Materialbehältern angebracht, und Information, die die Kennzahlen der Materialspeichertanks zuweist, ist auf den Balkencodes geschrieben. Balkencodeleser lesen die Balkencodes, und eine Ventilsteuereinrichtung öffnet die Ventile der Materialspeichertanks mit durch die Balkencodes bestimmten Kennzahlen auf der Grundlage der durch die Balkencodeleser gelesenen Balkencodes.
  • Mehrere wichtige Überlegungen müssen mit einbezogen werden, wenn eine Flüssig-IMC-Zusammensetzung verwendet wird, um einen Spritzguss-Thermoplastgegenstand zu beschichten. Diese umfassen, ohne Beschränkung, die Menge einer IMC-Zusammensetzung, die in den Hohlraum eingespritzt werden soll, die Zeitsteuerung davon, wann die IMC-Zusammensetzung in den Hohlraum eingespritzt werden soll, in Bezug zum Thermoplast-Formprozess, die Rate, mit der die IMC-Zusammensetzung eingespritzt wird, der resultierende IMC-Zusammensetzungseinspritzdruck und die Einrichtungen zum Einspritzen der IMC-Zusammensetzung.
  • Die vorliegende Erfindung liefert ein Verfahren zum Bereitstellen eines In-Mold-beschichteten Formlings nach Anspruch 1.
  • Weitere Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung werden im abhängigen Anspruch beschrieben.
  • Ein Sensor kann verwendet werden, um zu bestimmen, wenn es wünschenswert ist, eine IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum einzuspritzen. Zur gewünschten Zeit kann der Sensor ein Signal erzeugen, das zur Abgabe- und Steuervorrichtung gesendet wird. Eine Menge von Beschichtungszusammensetzung kann nach Empfang des Signals durch die Abgabe- und Steuervorrichtung in den Formhohlraum eingespritzt werden. Folglich kann die Abgabe- und Steuervorrichtung verwendet werden, um eine IMC-Zusammensetzung bei einem wünschenswerten Punkt im Formprozess eines Thermoplastformlings in eine Form einer Spritzgussmaschine einzuspritzen.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer Formvorrichtung, die zur Verwendung in oder mit einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung geeignet ist.
  • 2 ist ein Teilquerschnitt durch einen vertikalen Aufriss eines Formhohlraums.
  • 3 ist eine Perspektivansicht einer IMC-Abgabe- und -Steuervorrichtung, die angepasst ist, um mit der Formvorrichtung von 1 verbunden zu werden.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Mit Bezug auf die Zeichnungen, wo gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente darstellen und die bestimmte Ausführungsformen der Erfindung veranschaulichen, stellt 1 eine Formvorrichtung oder Spritzgussmaschine 10 dar, die eine erste Formhälfte 12 und zweite Formhälfte 14 umfasst. Die erste Formhälfte 12 bleibt vorzugsweise in einer stationären oder festen Position. Die bewegbare Formhälfte 14 ist in einer offenen Position dargestellt, ist aber zu einer geschlossenen Position bewegbar, wobei sich die erste und zweite Formhälfte 12, 14 miteinander verbinden, um einen abgeschlossenen Formhohlraum 16 eines endlichen Volumens dazwischen zu bilden, wie in 2 dargestellt. Genauer gesagt, verbinden sich die Formhälften 12, 14 entlang Oberflächen 18 und 20 (1), wenn die Formhälfte 14 in einer geschlossenen Position ist, wobei eine Trennfuge 22 (2) dazwischen und um den Formhohlraum 16 gebildet wird.
  • Die bewegbare Formhälfte 14 bewegt sich entlang einer im Allgemeinen horizontalen Achse in Bezug zur Formhälfte 12 durch Wirkung eines Klemmmechanismus 24 mit einem Klemmstellglied 26 hin und her, wie z. B. durch ein hydraulisches, pneumatisches oder mechanisches Stellglied, wie im Stand der Technik bekannt. Vorzugsweise kann der durch den Klemmmechanismus 24 ausgeübte Klemmdruck einen Betriebsdruck erzeugen, der die Drücke übersteigt, die durch entweder den ersten Zusammensetzungseinspritzer 30 oder den zweiten Zusammensetzungseinspritzer 32 erzeugt oder ausgeübt wird. Z. B. kann durch den Klemmmechanismus 24 ausgeübter Druck von 14 MPa (etwa 2000 psi) bis 105 MPa (etwa 15000 psi), vorzugsweise von 25 MPa (etwa 4000 psi) bis 85 MPa (etwa 12000 psi) und bevorzugter von 40 MPa (etwa 6000 psi) bis 70 MPa (etwa 10000 psi) der Formoberfläche reichen.
  • In 2 sind die Formhälften 12, 14 in einer geschlossenen Position dargestellt, die entlang der Trennfuge 22 aneinander anstoßen oder sich dort miteinander verbinden, um den Formhohlraum 16 mit einem im Wesentlichen festen Volumen zu bilden. Die Konstruktion des Formhohlraums 16 kann entsprechend dem gewünschten Endprodukt oder Gegenstand, der zu formen ist, sehr in Größe und Form variieren. Der Formhohlraum 16 weist im Allgemeinen eine erste Oberfläche 34 auf der zweiten Formhälfte 14 und eine entsprechende oder entgegengesetzte zweite Oberfläche 36 auf der ersten Formhälfte 12 auf. Die erste Formhälfte 12 begrenzt eine erste Öffnung 38, die mit dem Formhohlraum 16 verbunden ist, die ermöglicht, dass der erste Zusammensetzungseinspritzer 30 seine Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 einspritzt. Ähnlich begrenzt die zweite Formhälfte 14 eine zweite Öffnung, die auch mit dem Formhohlraum 16 verbunden ist, die ermöglicht, dass der zweite Zusammensetzungseinspritzer 32 (1) seine Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 einspritzt.
  • Der erste Zusammensetzungseinspritzer 30 ist das, was bei einer Spritzgussvorrichtung oder einem Hitzehärten typisch ist, und ist im Allgemeinen im Stande, eine Thermoplast- oder Duroplastzusammensetzung, im Allgemeinen ein Harz oder Polymer, in den Formhohlraum 16 einzuspritzen. Wegen Raumbeschränkungen ist der erste Einspritzer 30 positioniert, um Material von einer festen Formhälfte 12 einzuspritzen, obwohl der erste Zusammensetzungseinspritzer 30 umgekehrt und in der bewegbaren Formhälfte 14 platziert werden könnte. Der zweite Zusammensetzungseinspritzer 32 kann eine IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 einspritzen, um den Formling, der darin gebildet ist, zu beschichten, obwohl der zweite Zusammensetzungseinspritzer 32 alternativ in der Formhälfte 12 positioniert werden könnte.
  • In 1 ist der erste Zusammensetzungseinspritzer 30 in einer "Zurückgeschobenen"-Position dargestellt, kann aber horizontal bewegt werden, so dass ein Düsen- oder Harzauslass 42 des ersten Einspritzers 30 in die zweite Formhälfte 12 eingepasst wird. In der eingepassten Position kann der Einspritzer 30 seinen Inhalt in den Formhohlraum 16 einspritzen. Nur zwecks Veranschaulichung ist der erste Zusammensetzungseinspritzer 30 als eine Schneckenkolbenmaschine dargestellt, wobei eine erste Zusammensetzung in einen Trichter 44 platziert werden kann, und eine Drehschnecke 46 die Zusammensetzung durch einen erwärmten Extruderzylinder 48 bewegen kann, der die erste Zusammensetzung über ihren Schmelzpunkt erwärmt. Wenn sich das erwärmte Material in der Nähe des Endes des Zylinders 48 ansammelt, wirkt die Schnecke 46 als ein Spritzkolben und treibt das Material durch die Düse 42 und in den Formhohlraum 16. Die Düse 42 weist im Allgemeinen ein Ventil (nicht dargestellt) an ihrem offenen Ende auf, und die Schnecke 46 weist im Allgemeinen ein Rückschlagventil (nicht dargestellt) auf, um einen Rückfluss von Material in die Schnecke 46 zu verhindern.
  • Der erste Zusammensetzungseinspritzer 30 soll nicht auf die in 1 dargestellte Ausführungsform beschränkt sein, sondern kann eine beliebige Vorrichtung sein, die eine fließfähige (z. B. Thermoplast- oder Duroplast-)Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 einspritzen kann. Z. B. kann die Spritzgussmaschine eine Formhälfte aufweisen, die in einer vertikalen Richtung bewegbar ist, wie z. B. in einem "Gießbaum" mit mittiger Einspritzung. Andere geeignete Spritzgussmaschinen umfassen viele von denen, die von Cincinnati-Milacron, Inc. (Cincinnati, Ohio), Gattenfeld Injection Molding Technology (Meinlerzhagen, Deutschland), Engel Machinery Inc. (York, Pennsylvania), Husky Injection Molding Systems Ltd. (Bolton, Canada), BOY Machines Inc. (Exton, Pennsylvania) und anderen erhältlich sind.
  • Mit Bezug auf 3 kann eine Abgabe- und Steuervorrichtung 60 mit einer Formvorrichtung 10 verbunden sein, um der Formvorrichtung 10 IMC-Vermögen und Steuerungen dafür zur Verfügung zu stellen. Die I.S.-Steuervorrichtung 60 umfasst einen IMC-Behälteraufnahmezylinder 62 zur Aufnahme eines IMC-Behälters, der mit einer IMC-Zusammensetzung gefüllt ist, wie z. B. denjenigen von US-Patent No. 5,777,053 . Die Steuervorrichtung 60 umfasst weiter einen Dosierzylinder oder -rohr 64, der/das angepasst ist, um sich in Fluidverbindung mit einem IMC-Behälter zu befinden, wenn er im Aufnahmezylinder 62 aufgenommen ist. Eine druckluftangetriebene Umwälzpumpe 66 ist auf der Steuervorrichtung 60 vorgesehen und kann eine IMC-Zusammensetzung vom Aufnahmebehälter 62 zum Dosierzylinder 64 pumpen.
  • Der Dosierzylinder 64 ist selektiv auf eine Fluidweise mit dem zweiten Einspritzer 32 auf der Formvorrichtung 10 verbindbar. Der Dosierzylinder 64 umfasst eine Hydraulikeinrichtung, wie z. B. einen Hydraulikkolben, um die IMC-Zusammensetzung aus dem Dosierzylinder 64 zu entleeren und die entleerte IMC-Zusammensetzung zum zweiten Einspritzer 32 zu lenken. Eine Rückleitung (nicht dargestellt) ist mit dem zweiten Einspritzer 32 und mit dem Aufnahmebehälter 62 verbunden, um dazwischen auf eine Fluidweise zu kommunizieren.
  • Die Steuervorrichtung 60 umfasst weiter ein Elektrogehäuse 74, das mit einer herkömmlichen Leistungsquelle verbunden werden kann. Das Elektrogehäuse 74 umfasst eine Mehrzahl von Steuerungen 76 und einen Touchpadkontroller 78 darauf, um eine Abgabe einer IMC-Zusammensetzung zum Formhohlraum 16 der Formvorrichtung 10 zu steuern. Ein Druckluftverbinder (nicht dargestellt) ist auf der Steuervorrichtung 60 vorgesehen, um die Steuervorrichtung 60 mit einer herkömmlichen Druckluftleitung zu verbinden. Druckluft wird verwendet, um die Umwälzpumpe 66 zu treiben und eine IMC-Zusammensetzung aus der Steuervorrich tung 60 und ihren Fluidverbindungsleitungen während einer Reinigung oder Entleerung zu entfernen. Zusätzlich kann Luft verwendet werden, um ein Lösungsmittel für Reinigungszwecke durch die Verbindungsleitungen zu bewegen.
  • Die Vorrichtung 60 umfasst einen entfernten Sensor (nicht dargestellt), der angepasst ist, um in der bevorzugten Ausführungsform auf einer der Formhälften 12, 14 positioniert zu werden. Der Sensor kann ein herkömmlicher Wippschalter sein, der nach Betätigung ein Signal zur Vorrichtung 60 sendet. Der Sensor ist auf einer der Formhälften 12, 14 positioniert, so dass er bei Formschluss betätigt wird. Das vom Sensor gesendete Signal wird verwendet, um einen Zeitgeber auf der Vorrichtung 60 auszulösen. Alternativ könnte der Sensor in einer anderen Stelle platziert sein, wie z. B. die Holmmaschinenwege, um anzuzeigen, wenn ein Formschluss vorliegt.
  • Alternativ kann die Formvorrichtung 10 mit einem Sensor oder einer Sensoreinrichtung ausgerüstet sein, der/die das Vermögen aufweist, ein Signal bei Schließen der Formhälften 12, 14 zu erzeugen. Ein herkömmliches Signalübertragungskabel könnte zwischen der Formvorrichtung 10 und der Steuervorrichtung 60 angeschlossen sein, um das Signal zur Steuervorrichtung 60 zu übertragen. Eine solche Anordnung würde die Notwendigkeit zum Verbinden eines unabhängigen Sensors mit einer der Formhälften 12, 14 beseitigen.
  • Zur Vorbereitung für eine Einspritzung einer IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 wird ein Behälter einer gewünschten IMC-Zusammensetzung in den Aufnahmezylinder 62 platziert. Der Dosierzylinder 64 ist mit dem zweiten Einspritzer 32 auf eine Fluidweise verbunden. Eine Rückleitung 68 ist mit dem zweiten Einspritzer 32 und dem Aufnahmezylinder 62 auf eine Fluidweise verbunden. Die Steuervorrichtung 60 ist mit einer geeigneten Energiequelle, wie z. B. einer herkömmlichen elektrischen 460 Volt-Wechselstrom- oder Gleichstrom-Steckdose verbunden, um Energie zum Elektrogehäuse 74 zu liefern. Die Steuervorrichtung 60 ist auch mit einer Druckluftquelle verbunden, um eine pneumatische Einrichtung, wie z. B. eine Druckluftquelle, bereitzustellen, um eine IMC-Zusammensetzung aus der Vorrichtung 60 und ihren Fluidverbindungsleitungen zu entleeren, wenn ein Reinigungsbetrieb wünschenswert ist, und/oder ein Lösungsmittel durch die Vorrichtung 60 und ihre Fluidverbindungsleitungen zu bewegen. Der Sensor ist auf einer der Formhälften 12, 14 geeignet positioniert, wie oben beschrieben.
  • Um einen IMC-Thermoplast-Gegenstand herzustellen, wird eine erste Thermoplastzusammensetzung in den Trichter 44 (1) der Formvorrichtung 10 platziert. Der erste Einspritzer 30 wird in eine ineinandergeschobene oder eingepasste Beziehung mit der festen Formhälfte 12 bewegt. Durch herkömmliche Einrichtungen, d. h. unter Verwendung des erwärmten Extruderzylinders 48 und der Drehschnecke 46, erwärmt der erste Einspritzer 30 eine erste Zusammensetzung über ihren Schmelzpunkt und lenkt die erwärmte erste Zusammensetzung in Richtung auf die Düse 42 des ersten Einspritzers 30. Die Formhälften 12, 14 werden geschlossen, wodurch ein abgeschlossener Formhohlraum 16 mit einem im Wesentlichen festen Volumen erzeugt wird. Wie oben beschrieben, ist der Sensor der Steuervorrichtung 60 auf einer der Formhälften 12, 14 positioniert, so dass, wenn die Formhälften 12, 14 miteinander verschlossen sind, der Sensor ein Signal zur Steuervorrichtung 60 sendet, das anzeigt, dass die Formhälften 12, 14 geschlossen sind und dass der Formprozess begonnen hat.
  • Bei Empfang des Signals, nachstehend T0, löst die Abgabe- und Steuervorrichtung 60 den darin enthaltenen Zeitgeber aus. Der Zeitgeber wird verwendet, um eine von T0 verstrichene Zeit zu verfolgen. Bei vorbestimmten verstrichenen Zeitintervallen betätigt und steuert die Steuervorrichtung 60 verschiedene IMC-bezogene Funktionen, um zu gewährleisten, dass die IMC-Zusammensetzung bei einem gewünschten Punkt im Formprozess zum Formhohlraum 16 abgegeben wird. Folglich arbeitet die Steuervorrichtung 60 gleichzeitig mit der Formvorrichtung 10.
  • Nach T0 setzt sich der Formprozess fort, und es wird ein Düsenventil (nicht dargestellt) der Düse 42 für eine vorbestimmte Zeit zu einer offenen Position bewegt, um zu ermöglichen, dass eine entsprechende Menge der ersten Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 eindringt. Die Schnecke 46 liefert eine Kraft oder einen Druck, der die erste Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 hineintreibt oder einspritzt, bis der Düsenstift zu seiner geschlossenen Position zurückgekehrt ist. Die erste Zusammensetzung wird in den Formhohlraum 16 gefüllt und vollgestopft, wie im Stand der Technik wohlbekannt ist. Sobald der Formhohlraum 16 gefüllt und vollgestopft ist, wird ermöglicht, dass die geformte erste Zusammensetzung abkühlt, wodurch ein Formling gebildet wird.
  • Nachdem die erste Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 eingespritzt worden ist und sich die zu beschichtende Oberfläche des Formlings unter den Schmelzpunkt abgekühlt oder sonst eine Temperatur oder einen Modul erreicht hat, die ausreichen, um eine IMC-Zusammensetzung anzunehmen oder zu tragen, aber bevor sich die Oberfläche zu sehr abgekühlt hat, so dass ein Härten der IMC-Zusammensetzung gehemmt würde, ist eine vorbestimmte Menge einer zweiten Zusammensetzung, die eine IMC-Zusammensetzung ist, zur Einspritzung in den Formhohlraum 16 durch die zweite Öffnung 40 (2) des zweiten Zusammensetzungs- oder IMC-Zusammensetzungseinspritzers 32 bereit. Dieser Punkt im Formprozess, nachstehend TIMC, kann als eine von T0 verstrichene Zeit charakterisiert werden. Damit der zweite Einspritzer 32 die IMC-Zusammensetzung genau bei TIMC einspritzt, muss die Vorrichtung 60 bei genauen Zeiten zwischen T0 und TIMC mehrere Funktionen ausführen. Jede dieser Funktionen erfolgt zu einer vorbestimmten in Bezug zu T0 verstrichenen Zeit.
  • Eine solche Funktion besteht darin, den Dosierzylinder 64 mit einer gewünschten Menge einer IMC-Zusammensetzung zu füllen. Diese Funktion erfolgt eine vorbestimmte von T0 verstrichene Zeit aber vor TIMC. Folglich öffnet bei der vorgewählten verstrichenen Zeit die Steuervorrichtung 60 ein Ventil (nicht dargestellt), das eine Fluidverbindung zwischen dem mit IMC-Zusammensetzung gefüllten Behälter und dem Dosierzylinder 64 ermöglicht. Die Umwälzpumpe 66 pumpt dann IMC-Zusammensetzung vom Behälter zum Dosierzylinder 64. Wenn der Dosierzylinder 64 eine gewünschte Menge gefüllt ist, schließt das Ventil, um zu verhindern, dass mehr IMC-Zusammensetzung in den Zylinder eindringt. Die Menge von IMC-Zusammensetzung, die man in den Zylinder 64 eindringen lässt, ist selektiv einstellbar.
  • Nachdem der Dosierzylinder 64 gefüllt ist und direkt vor TIMC öffnet die Steuervorrichtung 60 einen Stift oder ein Ventil (nicht dargestellt) auf dem zweiten Einspritzer 32, um eine Fluidverbindung zwischen dem zweiten Einspritzer 32 und dem Formhohlraum 16 zu ermöglichen. Der Stift ist normalerweise in Richtung auf eine geschlossene Position vorgespannt oder getrieben, d. h. mit der Formoberfläche bündig, ist aber durch die Steuervorrichtung 60 selektiv in Richtung auf die offene Position bewegbar. Genau gesagt, wird in einer bevorzugten Ausführungsform eine elektrisch gespeiste Hydraulikpumpe (nicht dargestellt) der Steuervorrichtung 60 verwendet, um den Stift zu bewegen. Sehr kurz danach, bei TIMC, entleert die Hydraulikeinrichtung des Dosierzylinders 64 eine IMC-Zusammensetzung, die darin enthalten ist, und gibt sie zum zweiten Einspritzer 32 ab, wo sie durch die Öffnung 40 und in den Formhohlraum 16 fließt.
  • Die Form wird nicht geöffnet oder ausgespannt, bevor die IMC-Zusammensetzung eingeführt ist; die Formhälften 12, 14 halten eine Trennfuge 22 aufrecht und bleiben im Allgemeinen einen im Wesentlichen festen Abstand in Bezug zueinander, während die erste und zweite Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 eingespritzt werden. Folglich ist das im Wesentlichen feste Volumen des Formhohlraums 16 konstant und wird während der gesamten Formgebungs- und Beschichtungsschritte beibehalten. Wenn sie eingespritzt ist, verteilt sich die IMC-Zusammensetzung von der Formoberfläche und beschichtet einen vorbestimmten Teil oder Bereich des Formlings. Sehr kurz nachdem die IMC-Zusammensetzung ganz in den Formhohlraum 16 eingespritzt ist, ermöglicht die Vorrichtung 60, dass das Ventil des zweiten Einspritzers 32 zu seiner geschlossenen Position zurückkehrt, wodurch eine weitere Einspritzung einer IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 verhindert wird.
  • Nachdem die vorbestimmte Menge von IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 eingespritzt ist und den vorbestimmten Bereich des Gegenstands oder Substrats bedeckt oder beschichtet, kann das beschichtete Substrat aus der Form entfernt werden. Jedoch wird, bevor die Formhälften 12, 14 getrennt werden, die IMC-Zusammensetzung durch Komponenten gehärtet, die in der Beschichtungszusammensetzung vorhanden sind. Die Härtung ist von Quellen einschließlich des Substrats oder der Formhälften 12, 14, die sich auf oder über der Härttemperatur der IMC-Zusammensetzung befinden, fakultativ wärmeaktiviert. Eine Härttemperatur variiert abhängig von der IMC-Zusammensetzung, die verwendet wird. Wie oben erwähnt, wird die IMC-Zusammensetzung eingespritzt, bevor sich der Formling auf den Punkt abgekühlt hat, der unter dem liegt, wo ein zweckmäßiges Härten der Beschichtung erzielt werden kann. Die IMC-Zusammensetzung erfordert eine minimale Temperatur, um den Katalysator, der darin vorhanden ist, zu aktivieren, was bewirkt, dass eine Vernetzungsreaktion erfolgt, wodurch die Beschichtung gehärtet und am Substrat gebunden wird.
  • Zwischen IMC-Zusammensetzungseinspritzungen verwendet die Steuervorrichtung 60 die Umwälzpumpe 66, um IMC-Zusammensetzung durch das System umzuwälzen. Der Stift auf dem zweiten Einspritzer 32 bleibt in seiner geschlossenen Position, wodurch verhindert wird, dass jegliche IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 eindringt. Ein Zweck eines Umwälzens der IMC-Zusammensetzung zwischen Zyklen besteht darin, zu verhindern, dass ein beliebiger spezieller Teil der Beschichtung unerwünschterweise aufgrund seiner Nähe zu Heizmechanismen auf der Formvorrichtung 10 erwärmt wird. Ein solches Erwärmen könnte die Materialeigenschaften der IMC-Zusammensetzung nachteilig beeinflussen oder könnte die IMC-Fluidleitungen blockieren, indem die IMC-Zusammensetzung darin verfestigt wird.
  • Die Steuerungen 76 und das Tastaturfeld 78 der Steuervorrichtung 60 ermöglichen, dass eine Bedienperson bestimmte Betriebsparameter der Steuervorrichtung 60 einstellt und/oder setzt. Z. B. können die Steuerungen manipuliert werden, um die Menge einer IMC-Zusammensetzung, die in den Dosierzylinder 64 einzufüllen ist, zu vergrößern oder zu verkleinern, indem ermöglicht wird, dass das Ventil, das eine Verbindung zwischen dem Dosierzylinder 64 und dem Aufnahmebehälter 62 steuert, für eine längere Dauer offen bleibt. Zusätzlich können die Steuerungen manipuliert werden, um die von T0 verstrichene Zeit einzustellen, die der Dosierzylinder 64 durch die Umwälzpumpe 66 gefüllt wird, und/oder die von T0 verstrichene Zeit, die der Zylinder 64 durch die Hydraulikeinrichtungen geleert wird. Diese Zeit kann so eingestellt werden, dass sie TIMC genauer annähert.
  • In einer anderen Ausführungsform ist der Sensor einen Druckwandler, der benachbart zum Formhohlraum 16 montiert ist und so angepasst ist, dass er einen Druck im Formhohlraum 16 aufzeichnet. In dieser Ausführungsform kann der Zeitgeber der Steuervorrichtung 60 beseitigt werden. Statt die vom Beginn des Formprozesses verstrichene Zeit zu verwenden, spritzt die Steuervorrichtung 60 eine IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 auf Grundlage des Drucks ein, der durch den Druckwandlersensor im Formhohlraum 16 aufgezeichnet wird. Die IMC-Zusammensetzung wird wünschenswerterweise zu demselben Punkt im Formprozess, TIMC, in den Formhohlraum 16 eingespritzt, unabhängig davon, welcher Typ von Sensor verwendet wird. Folglich, statt dass sie zeitabhängig ist, ist diese Ausführungsform druckabhängig.
  • Der Druck im Formhohlraum 16 steigt zu Beginn an, während der Thermoplast den Formhohlraum 16 füllt. Der Druck steigt weiter an, während der Formhohlraum 16 vollgestopft wird. Schließlich beginnt der Druck im Formhohlraum 16 abzunehmen, während der Thermoplastformling abkühlt und damit beginnt, sich zu verfestigen. Bei einem vorbestimmten Druck während der Kühlphase, der TIMC entspricht, wird die IMC-Zusammensetzung vorzugsweise in den Formhohlraum 16 eingespritzt. Der vorbestimmte Druck beruht im Allgemeinen auf dem spezifischen Typ von Thermoplast, der verwendet wird, und kann auch auf dem spezifischen Typ von IMC-Zusammensetzung beruhen, der verwendet wird.
  • Auf Grundlage der Druckmessungen, die durch den Druckwandlersensor vorgenommen werden, kann die Reihe von Funktionen, die durch die Steuervorrichtung 60 ausgeführt werden, auch vom Druck abhängig sein, der im Formhohlraum 16 gemessen wird. Folglich erfolgt jede der Funktionen bei einem vorbestimmten Druck im Formhohlraum 16, so dass die IMC-Zusammensetzung zu dem gewünschten Punkt im Formprozess in den Formhohlraum 16 eingespritzt werden kann. Ein Einspritzen einer IMC-Zusammensetzung in einen Formhohlraum 16 und auf die Oberfläche eines Formlings auf Grundlage des Drucks, der im Formhohlraum 16 gemessen ist, wird im US-Patent No. 6,617,033 beschrieben.
  • Der Druckwandler kann alternativ eine Mehrzahl von Druckwandlern sein, die an unterschiedlichen Stellen um den Formhohlraum 16 positioniert sind. Bei dieser Anordnung führt die Steuervorrichtung 60 ihre Funktionen aus, einschließlich eines Einspritzens der IMC-Zusammensetzung auf Grundlage einer Mehrzahl von Druckmessungen. Z. B. kann die Steuervorrichtung 60 ihre Funktionen auf Grundlage von vorbestimmten Druckmittelwerten der Mehrzahl von durch die Mehrzahl von Drucksensoren vorgenommenen Druckmessungen ausführen. Diese Anordnung kann wünschenswert sein, weil eine Mehrzahl von Druckwandlern imstande sein kann, den tatsächlichen Druck besser zu bestimmen, der im Formhohlraum 16 beobachtet wird.
  • Einige herkömmliche Spritzgussmaschinen und -formen sind schon mit einem oder mehreren Wandlern ausgerüstet, die angepasst sind, um einen Druck im Formhohlraum 16 zu messen. Diese Maschinen sind häufig imstande, ein Signal, das für den gemessenen Druck oder Drücke repräsentativ ist, zu zugehöriger Ausrüstung, wie z. B. die Steuervorrichtung 60, durch herkömmliche Datenübertragungseinrichtungen zu senden. In diesem Fall wird die Notwendigkeit für einen entfernten Druckwandlersensor beseitigt. Die Steuervorrichtung 60 braucht bloß geeignet mit der Spritzgussmaschine 10 verbunden zu sein, um das Signal, das für die vom Formhohlraum 16 genommene(n) Druckmessung(en) repräsentativ ist, zu empfangen.
  • In einer anderen Ausführungsform ist der Sensor ein Thermoelement, das benachbart zum Formhohlraum 16 montiert ist und so angepasst ist, dass es eine Temperatur im Formhohlraum 16 aufzeichnet. In dieser Ausführungsform kann der Zeitgeber der Steuervorrichtung 60 auch beseitigt werden. Weiter spritzt die Steuervorrichtung 60 eine IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 auf Grundlage der Temperatur ein, die im Formhohlraum 16 durch den Thermoelementsensor aufgezeichnet wird. Die IMC-Zusammensetzung wird wünschenswerterweise zu demselben Punkt im Formprozess, TIMC, in den Formhohlraum 16 eingespritzt, wie bei den vorherigen Sensoren. Der Hauptunterschied bei Einspritzung der IMC-Zusammensetzung ist temperaturabhängig.
  • Die Steuervorrichtung 60 kann mit einer Datensammeleinrichtung ausgerüstet sein und/oder mit ihr verbunden sein. Die Datensammeleinrichtung kann eine leiterplattenintegrierte Festplatte oder ein anderes Aufzeichnungsmedium sein, das die Betriebsparameter aufzeichnen kann, die auf der Steuervorrichtung 60 für einen oder eine Reihe von Formlingen eingestellt sind. Andere alternative Anordnungen sind möglich, wie z. B. Verbinden der Vorrichtung mit einem Netzwerk und Aufzeichnen von Betriebsparametern an einer entfernten Stelle. Jedenfalls kann die Datensammeleinrichtung die vorbestimmten Einstellungen der von T0 verstrichenen Zeit, auf die die verschiedenen Steuervorrichtungsfunktionen zur Verwendung eingestellt sind, und/oder die tatsächlichen verstrichenen Zeitintervalle, wenn die verschiedenen Funktionen auftreten, aufzeichnen.
  • Z. B. kann für jede Einspritzung einer IMC-Zusammensetzung die Datensammeleinrichtung die Zeit von T0 aufzeichnen, bei der die Umwälzpumpe 66 den Dosierzylinder 64 füllt, die Zeit von T0, bei der der Stift des zweiten Einspritzers 32 aufmacht, die Zeit von T0, bei der die Hydraulikeinrichtung den Dosierzylinder 64 entleert und der zweite Einspritzer 32 die IMC-Zusammensetzung in den Formhohlraum 16 einspritzt, und/oder die Zeit von T0, bei der der Stift des zweiten Einspritzers 32 zumacht. Andere Funktionen können auch aufgezeichnet werden, einschließlich, ohne Beschränkung, der Anzahl von IMC-Zusammensetzungseinspritzungen für eine spezifische Menge einer IMC-Zusammensetzung, des Hydraulikdrucks, der verwendet wird, um den Dosierzylinder 64 zu entleeren usw..
  • Wenn einer oder mehrere Druckwandler anstelle des Kippschalters (ein zeitabhängiger Sensor) verwendet werden, kann die Datensammeleinrichtung verwendet werden, um damit in Beziehung stehende Messungen aufzuzeichnen. Z. B. kann die Datensammeleinrichtung die spezifischen gemessen Drücke aufzeichnen, bei welcher Zeit die verschiedenen Funktionen der Steuervorrichtung 60 auftreten. Desgleichen können, wenn der Sensor ein Thermoelement ist, die Temperaturmessungen, die dadurch vorgenommen sind, aufgezeichnet werden.
  • Jedenfalls können die Daten oder die Information, die durch die Datensammeleinrichtung aufgezeichnet sind, für Qulitätskontrollzwecke verwendet werden. Z. B. kann ein beschichtetes Teil nach Auswurf aus dem Formhohlraum 16 geprüft werden und mit den bei der spezifischen Einspritzung einer IMC-Zusammensetzung gesammelten Daten verglichen werden, die dem Teil zugeordnet sind. Wenn das Teil bestimmten Qulitätskontrollerfordernissen nicht entspricht, wie z. B. bei mangelnder Haftung zwischen der Beschichtung und dem Thermoplast, mangelnder Kratzfestigkeit, Oberflächenfehler, mangelnder angemessener Beschichtungsbedeckung usw., können die vorhandenen Parameter (sei es, dass sie zeitabhängig, druckabhängig, temperaturabhängig oder sonst sind) eingestellt werden, um die Beschichtungscharakteristika von zukünftig beschichteten Teilen zu verbessern.
  • Die Steuervorrichtung 60 kann auch mit einer Einrichtung zum Übertragen von gesammelten Daten ausgerüstet sein. Dies kann durch beliebige herkömmliche Einrichtungen erfolgen, einschließlich einer Bereitstellung eines Plattenlaufwerks oder dergleichen, das ermöglicht, dass die Daten auf ein bewegliches Speichermedium aufgezeichnet werden, Bereitstellung einer Datenverbindung, die sich mit einem Lokalrechner, einem Intranet, dem Internet oder anderem Netzwerk verbinden lässt, usw.. Solche Einrichtungen zum Übertragen von Daten können eine Fernanalyse der gesammelten Daten in Echtzeit ermöglichen.
  • Die Steuervorrichtung 60 kann auch einen herkömmlichen Packungscodeleser (nicht dargestellt), wie z. B. einen Balkencodeleser, umfassen. Der Leser kann verwendet werden, um einen Code auf einem speziellen Behälter einer IMC-Zusammensetzung zu scannen, die in dem Aufnahmezylinder 62 platziert ist und auf eine Mehrzahl von Formteilen eingespritzt wird. In Verbindung mit der oben beschriebenen Datensammeleinrichtung verwendet, kann der Code für einen speziellen IMC-Zusammensetzungsbehälter zu Daten zugeordnet sein, die für alle Einspritzungen einer IMC-Zusammensetzung aus dem speziellen Behälter aufgezeichnet sind. Weiter kann der Code des IMC-Behälters einem Behälter für fertiggestellte Teile oder einer Sammeleinrichtung zugeordnet sein, die fertiggestellte Teile mit einer Beschichtung darauf aus der Formvorrichtung 10 empfängt. Ein Aufzeichnen und Speichern von solcher Information ermöglicht, dass bestimmte fertiggestellte Teile analysiert und leicht mit den Daten verglichen werden, die darüber und über die spezielle verwendete IMC-Zusammensetzung aufgezeichnet sind.
  • In einer anderen Ausführungsform kann die Steuervorrichtung 60 mit einer Benutzeroberfläche versehen sein, die ermöglicht, dass ein Benutzer ein Teileikon einfach auswählt, das eine Reihe von zu formenden und zu beschichtenden Teilen darstellt. Eine Auswahl eines spezifischen Teileikons auf der Benutzeroberfläche stellt die Steuerparameter auf der Steuervorrichtung 60 vorher ein, ganz gleich, ob sie zeitbezogen, hohlraumdruckbezogen oder sonst sind. Die Benutzeroberfläche beseitigt die Notwendigkeit, dass eine Bedienperson die Steuerparameter jedes Mal einzeln einstellen muss, wenn eine neue Teileserie den Form- und Beschichtungsprozess durchlaufen soll.
  • In jeglicher hierin erörterten Ausführungsform kann die Steuervorrichtung 60 mit einer Anzeigeeinrichtung versehen sein, wie z. B. einem Monitor (nicht dargestellt). Die Anzeigeeinrichtung kann in Echtzeit jegliches der Daten oder Information anzeigen, die durch die Steuervorrichtung 60 erfasst und/oder aufgezeichnet sind. Weiter könnte die Steuervorrichtung 60 so konfiguriert sein, dass sie nur eine spezifische Anzahl von Einspritzungen pro IMC-Zusammensetzungsbehälter ermöglicht. Alternativ oder zusätzlich könnte die Steuervorrichtung 60, wenn sie mit dem Codeleser verwendet wird, eingestellt werden, um nur mit einem spezifischen Typ von IMC-Zusammensetzung zu arbeiten.

Claims (2)

  1. Verfahren zur Bereitstellung eines In-Mold-beschichteten Formlings, umfassend: – Einspritzen eines schmelzflüssigen Harzes in einen Formhohlraum (16) bis der Formhohlraum (16) im Wesentlichen gefüllt ist; – Ermöglichen, dass das eingespritzte schmelzflüssige Harz im Formhohlraum (16) abkühlt, um einen Formling zu bilden; und – Einspritzen einer Beschichtungszusammensetzung in den Formhohlraum (16) und auf den Formling, um den Formling zu beschichten, wenn mindestens eine zu beschichtende Oberfläche des Formlings einen Modul erreicht hat, der ausreicht, um die Beschichtungszusammensetzung zu tragen, wobei die Beschichtungszusammensetzung auf Grundlage der seit dem Anfang des Formprozesses (T0) verstrichenen Zeit oder dem Druck oder der Temperatur, die/der durch einen Sensor gemessen wird, in den Formhohlraum (16) eingespritzt wird; gekennzeichnet durch – Aufzeichnen von auf einer Steuervorrichtung (60) eingestellten Betriebsparametern über den In-Mold-beschichteten Gegenstand durch eine Datensammeleinrichtung, wobei die aufgezeichneten Daten mindestens eines umfassen von: (i) die Einstellungen der seit dem Anfang des Formprozesses (T0) verstrichenen Zeit, bis die Beschichtungszusammensetzung in den Formhohlraum (16) eingespritzt wird, (ii) den Druck des Formhohlraums (16), wenn die Beschichtungszusammensetzung am Anfang in den Formhohlraum (16) eingespritzt wird, und (iii) die Temperatur im Formhohlraum (16), wenn die Beschichtungszusammensetzung am Anfang in den Formhohlraum (16) eingespritzt wird; – Bereitstellen einer Benutzeroberfläche durch die Steuervorrichtung (60), wobei einem Benutzer eine Mehrzahl von Werkstück-Ikons dargeboten wird, entsprechend einer Mehrzahl von In-Mold-beschichteten Gegenständen; – Auswählen eines spezifischen Werkstück-Ikons aus der Mehrzahl von Werkstück-Ikons, das einem spezifischen der Mehrzahl von In-Mold-beschichteten Gegenständen entspricht; und – Voreinstellen mindestens eines In-Mold-Beschichtungsparameters auf Grundlage der ausgewählten Werkstück-Ikons.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, weiter umfassend den Schritt: Übertragen der aufgezeichneten Daten zu einer entfernten Stelle.
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