-
1. Gebiet der Erfindung
-
Die
Erfindung betrifft eine iontophoretische Stromversorgungseinrichtung.
-
2. Stand der Technik
-
Iontophoretische
Stromversorgungseinrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Derartige
Stromversorgungseinrichtungen werden verwendet, um die erforderliche
elektrische Kraft zum Transfer von Ionen durch ein Medium hindurch
bereitzustellen. Im Allgemeinen sind derartige Systeme verbunden
mit einer Primärelektrode,
einer Rückleitungs-Elektrode
sowie einer pharmazeutischen Verbindung, die in die Primärelektrode
eingebracht ist. Die Technologie beruht auf dem Prinzip, dass ein elektrisches
Potential in Lösung
befindliche Ionen dazu bringt, gemäß ihrer elektrischen Ladung
zu wandern.
-
Es
gibt grundsätzlich
drei unterschiedliche Arten iontophoretischer Stromversorgungseinrichtungen,
nämlich
(1) die integrierte iontophoretische Miniatur-Stromversorgung, (2)
die tragbare iontophoretische Stromversortungseinrichtung sowie
(3) die iontophoretische Auftisch-Laborstromversorgungseinrichtung. Jede
dieser Stromversorgungseinrichtungen ist zum Betrieb in Verbindung
mit einer bestimmten iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtung
und bei bestimmten Betriebsparametern ein gerichtet.
-
Die
WO 88/08729 offenbart eine
iontophoretische Stromversorgungseinrichtung, welche einen Kartenleser
umfasst. Karten, welche zum Einschieben in den Kartenleser gedacht
sind, enthalten eine codierte Identifizierung der Medikation, die
bei einem bestimmten Patienten angewendet werden soll. Nachdem der
Patient die Karte in den Leser eingeschoben hat, steuert die Stromversorgungseinrichtung
abhängig
von den aus der Karte ausgelesenen Medikations-Informationen verschiedene
Behandlungsparameter, wie die Behandlungszeiten, etc..
-
Die
EP 1 016 433 A1 offenbart
eine iontophoretische Stromversorgungseinrichtung, welche Mittel zum
Umkehren der Polarität
der Stromquelle während
eines Abtastdurchgangs umfasst, wie einen manuellen oder automatischen
Schalter.
-
Die
WO 86/07269 offenbart einen
transdermalen Arzneimittelapplikator, welcher eine Stromversorgungseinrichtung
und einen Computer umfasst, der programmierte Anweisungen bezogen
auf das einem Patienten zu applizierende Medikament empfängt. Der
Computer übermittelt
der Stromversorgungseinrichtung auf das Medikament bezogene Signale
und die programmierten Anweisungen, um die Stromerzeugung und die
Arzneimittelabgabe an den Patienten zu regulieren.
-
Die
DE 100 41 845 A1 offenbart
einen transdermalen Arzneimittelapplikator, welcher eine Steuereinheit
umfasst. Wenn sowohl ein Pflaster, welches auf die Haut eines Patienten
aufgebracht wurde, als auch eine Stromversorgungseinrichtung mit
der Steuereinheit verbunden sind, wird letztere aus einem Ruhezu stand
in einen Betriebszustand geschaltet.
-
Derzeit
ist es zeitaufwändig
und teuer, neue Arten iontophoretischer Stromversorgungseinrichtungen
zu konstruieren, aufzubauen, zu überprüfen und
zu validieren, sei es im Hinblick auf Forschungseinrichtungen, Prototypen
oder die Entwicklung neuer Produkte. Typischerweise beträgt die dafür erforderliche
Zeit Monate. Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Stromversorgungseinrichtung
bereitzustellen, welche die oben genannten Nachteile des Standes
der Technik überwindet.
-
Diese
Aufgabe wird durch eine iontophoretische Stromversorgungseinrichtung
gelöst,
welche die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
-
Der
hierin verwendete Begriff "Mikroprozessorbearbeitung" bezieht eine elektronische
Maschinenbearbeitung mit ein. Die Mittel zur Mikroprozessorbearbeitung
können
durch einen Mikroprozessor, einen Mikrocontroller, FPGA ("field programmable gate
array"), ASIC ("applicationspecific
integrated circuit")
oder dergleichen unterstützt
werden. Der hierin verwendete Begriff "Software" soll für programmierte Maschinencodeanweisungen
stehen, sei es im Softcode, Firmcode oder dergleichen. Die Software
ist auf dem computerlesbaren Medium gespeichert und mittels der
Mikroprozessormittel ausführbar.
-
Die
erfindungsgemäße iontophoretische Stromversorgungseinrichtung
umfasst eine Vielzahl von Parametern, die von einem Nutzer definierbar und
einstellbar sind, um wiederum eine Vielzahl verschiedener Stromversorgungseinrichtungen
zu emulieren. Diese Stromversorgungseinrichtung kann neu konfiguriert,
geprüft
und validiert werden, beispielsweise um einen neuen funktionellen
Pro totyp innerhalb einer Stunde zur Verfügung zu stellen. Dies stellt ein
unschätzbares
Werkzeug für
wissenschaftliche Forscher bereit, die iontophoretische Experimente betreiben,
da solche Forscher weder die Zeit aufwenden können, die zur Entwicklung einer
neuen iontophoretischen Stromversorgungseinrichtung nötig ist, noch
das Personal haben werden, welches dazu erforderlich ist, Stromversorgungseinrichtungen
zu konstruieren oder zu modifizieren. Dies stellt auch ein unschätzbares
Werkzeug für
die Ingenieure und Techniker bereit, die für die Entwicklung neuer iontophoretischer
Stromversorgungseinrichtungen verantwortlich sind.
-
Vorteilhafte
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
-
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Auf
die hier beigefügten
Zeichnungen wird Bezuggenommen werden, wobei:
-
1 der
Zeichnungen eine perspektivische Ansicht einer Stromversorgungseinrichtung
der vorliegenden Erfindung ist;
-
2 der
Zeichnungen eine Musteranzeige einer bestimmten beispielhaften Einstellung
der Betriebsparameter der Stromversorgungseinrichtung von 1 ist;
-
3 der
Zeichnungen eine graphische Veranschaulichung des Betriebs der Stromversorgungseinrichtung
ist, welche die in 2 angegebenen Parameter verwendet;
-
4 der
Zeichnungen eine Musteranzeige einer anderen bestimmten beispielhaften
Einstellung der Betriebsparameter der Stromvesorgungseinrichtung
von 1 ist;
-
5 der
Zeichnungen eine graphische Veranschaulichung des Betriebs der Stromversorgungseinrichtung
ist, welche die in 4 angegebenen Parameter verwendet.
-
Obwohl
diese Erfindung Ausführungsbeispiele
in vielen verschiedenen Formen zulässt, wird ein konkretes Ausführungsbeispiel
in den Zeichnungen gezeigt und im Detail beschrieben, mit dem Verständnis, dass
die vorliegende Offenbarung als Beispiel der Prinzipien der Erfindung
betrachtet werden soll und nicht dazu gedacht ist, die Erfindung
auf das veranschaulichte Ausführungsbeispiel
einzuschränken.
-
Unter
Bezugnahme auf die Figuren und insbesondere auf 1 der
Zeichnungen ist bei 10 eine rekonfigurierbare, Daten protokollierende
iontophoretische Stromversorgungseinrichtung (nachstehend die Stromversorgungseinrichtung)
gezeigt. Die Stromversorgungseinrichtung 10 ist derart
gezeigt, dass sie Hardware 12 und Software 14 umfasst,
die auf der Hardware 12 ausgeführt wird. Die Stromversorgungseinrichtung
ist zur Verwendung in Verbindung mit einer Vielzahl verschiedener
Arten von iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtungen gedacht.
Es ist nachvollziehbar, dass die Stromversorgungseinrichtung 10 ebenso
sowohl in Verbindung mit einer kontrollierten Extraktion körpereigener Analyte
als auch in Verbindung mit anderen unterschiedlichen Anwendungen
genutzt werden kann.
-
Die
Hardware 12, wie sie in 1 gezeigt
ist, umfasst ein Gehäuse 20,
eine Stromzufuhr 24, Mittel 28 zum Anzeigen von
Informationen für
einen Nutzer, Mittel 32 zum Bereitstellen einer Eingabe
durch einen Nutzer, Mittel 36 zum Verbinden mit einer externen Ausgabeeinrichtung,
Mittel 40 zum Bereitstellen einer Kommunikation nach außen, Mikroprozessormittel 44 sowie
Speichermittel 48 (d. h. ein computerlesbares Medium).
Obwohl verschiedene unterschiedliche Hardwarearten zur Verwendung
in Betracht gezogen werden, welche, ohne darauf eingeschränkt zu sein,
PCs ("personal computers") und PDAs ("personal digital
assistants)" umfassen,
weist das offenbarte Ausführungsbeispiel
eine speziell konfigurierte Einrichtung für einen einzigen Zweck auf.
-
Das
Gehäuse 20,
welches derart bemessen und geformt ist, dass es die notwendigen
Baugruppen aufnimmt, erleichtert die einfache Handhabung und die
Aufbewahrung für
den Nutzer. Die Stromzufuhr 24 kann eine Vielzahl von Energiequellen
umfassen, die geeignet sind, den erforderlichen Bereich von Spannungen
und Strömen
bereitzustellen, der von einer Bedienungsperson ausgewählt werden kann.
Beispielsweise kann die Stromzufuhr einen in medizinischer Güte isolierten
Wechselstrom-Netzadapter
umfassen, welcher für
medizinische Verwendungen geeignet ist. Bei anderen Ausführungsbeispielen
können
Batterien (wie unter anderem AA, C, D) verwendet werden, um eine
zusätzliche
Transportabilität
der Einrichtung zu schaffen. Die Batterien können im Inneren des Gehäuses 20 oder
außen
daran angeordet sein. Bei derartigen Ausführungsbeispielen kann die Einrichtung
einen Alarm für
einen geringen Batteriefüllstand
aufweisen, um anzuzeigen, dass die Batterien ausgetauscht werden
müssen.
Es wird in Betracht gezogen, dass die Batterien Sekundärbatterien
umfassen, welche mittels eines Wechselstrom-Netzadapters aufgeladen
werden können.
-
Anzeigemittel 28 sind
in 1 derart gezeigt, dass sie ein LCD mit zwei Reihen à 16 Zeichen umfassen.
Eine derartige Anzeige stellt die notwendige Information zur Verfügung, während die
Kosten minimiert sind, die mit Sichtbild-Anzeigen und dem Energieverbrauch
von Sichtbild-Anzeigen verbunden sind. Die bereitgestellte Information
kann die augenblicklichen oder Bemittelte Betriebsparameter umfassen.
Selbstverständlich
kann die Anzeige derart konfiguriert sein, dass sie darüber hinaus
andere Informationen zur Verfügung
stellt. Bei anderen Ausführungsbeispielen
kann eine Anzeige vorgesehen sein, welche größere Abmessungen (vier Reihen,
QVGA, 160 × 160,
etc.) und höhere
Auflösung
(2 bit Grauskala, 4 bit Grauskala, 8 bit Farbe, 16 bit Farbe, etc.), was
einem Benutzer mehr Informationen durch die Anzeige zur Verfügung stellen
kann.
-
Eingabemittel 32 für den Nutzer
sind in 1 derart gezeigt, dass sie eine
Vielzahl berührungsempfindlicher
Druckknöpfe
auf der oberen Außenfläche der
Anzeige umfassen. Bestimmte berührungsempfindliche
Druckknöpfe
sind Einzelfunktionsdruckknöpfe
und andere der berührungsempfindlichen Druckknöpfe sind
Mehrzweckdruckknöpfe.
Auf diese Weise kann die erforderliche Gesamtanzahl von Druckknöpfen minimiert
werden. Es ist nachvollziehbar, dass bei bestimmten Ausführungsbeispielen
die berührungsempfindlichen
Druckknöpfe
gegen Tastenfeld-Druckknöpfe
(d. h. ein herkömmliches
Tastenfeld) oder gegen "Software"-Druckknöpfe, welche auf
einem berührungsempfindlichen
Anzeigefeld angezeigt werden, oder gegen eine Reihe von Schaltern,
etc., ausgetauscht werden können.
In der Tat werden verschiedene Arten von Eingabemitteln für den Nutzer
zur Verwendung in Betracht gezogen, welche den Nutzer mit der Fähigkeit
versehen, die Strom zufuhr anzuweisen und eine gewünschte Funktion
auszuführen.
-
Mittel 36 zur
Verbindung mit einer externen Ausgabeeinrichtung sind in 1 derart
gezeigt, dass sie einen Satz Leitungen 50 umfassen, welche mit
der jeweiligen Anode und Kathode einer iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtung
verbindbar sind. Derartige Leitungen 50 können von
der Art einer Buchse, wie einer herkömmlichen Zweipolbuchse, sein.
Bei anderen Ausführungsbeispielen können die
Leitungen Anschlüsse,
ein Paar Krokodilklemmen, etc. umfassen. Ungeachtet des Ausführungsbeispiels
stellen die Leitungen 50 eine Verbindung zwischen der Energiezufuhr
und einer externen iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtung
zur Verfügung.
Bei anderen Ausführungsbeispielen
können
zusätzliche
Mittel 38 zum Verbinden der Einrichtung vorgesehen sein,
um beispielsweise über
Sensorleitungen 59 mit verschiedenen Sensoren zu verbinden.
Dies könnte
die folgenden Sensorarten umfassen: Temperatur, Feuchtigkeit, Haut-pH,
Grenzflächen-Spannungspotentiale,
etc.. Diese zusätzlichen
Sensoren können
Daten zur Verfügung
stellen, welche sich auf mehrere unterschiedliche Parameter während der
Durchführung
einer Behandlung beziehen.
-
Externe
Kommunikationsmittel 40 sind in 1 derart
gezeigt, dass sie einen Datenanschluss umfassen, welcher so konfiguriert
werden kann, dass er mit beispielsweisen einem PC ("personal computer") koppelt. Bei dem
in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst der
Datenanschluss einen isolierten seriellen RS232-Anschluss. Bei anderen
Ausführungsbeispielen
kann der Datenanschluss unter anderem einen Parallelanschluss, einen
USB-Anschluss, eine 802.11-Kommunikation über eine Leitung oder drahtlos,
Bluetooth-Kommunikation oder IRDA umfassen. Tatsächlich können die externen Kommunikationsmittel
bei bestimmten Ausführungsbeispielen
eine Vielzahl von Anschlüssen
umfassen, welche die Verbindung mit einer Vielzahl unterschiedlicher
Einrichtungen unterstützen.
Wie noch erläutert
wird, erleichtern die externen Kommunikationsmitteln den Datentransfer
von einer externen Einrichtung, um wiederum Betriebsparameter zur
Stromversorgungseinrichtung zu übertragen.
Außerdem erleichtern
die externen Kommunikationsmittel den Datentransfer zu der externen
Kommunikationseinrichtung, um wiederum Speicherdaten, die zu den Sensoren
oder einer Behandlung gehören,
von den Datenspeichermitteln zur Stromversorgungseinrichtung zu übertragen.
-
Die
Mikroprozessormittel 44 können einen Mikroprozessor oder
einen Mikrocontroller oder einen Anwender-ASIC oder eine ähnliche
Schaltkreissteuerung und damit verknüpfte Schaltungen umfassen,
welche mittels der Software 14 betrieben werden können, um
eine Behandlung gemäß der ausgewählten Betriebsparameter
durchzuführen
und die Übertragung
und die Verarbeitung von Daten zu unterstützen und zu koordinieren. Das
konkrete Design der Mikroprozessormittel kann variiert werden und von
einem Fachmann, welchem die vorliegende Offenbarung zur Verfügung steht,
ermittelt werden. Außerdem
sind die Speichermittel 48 mit den Mikroprozessormitteln
verknüpft
und dazu in der Lage, verschiedene Daten in Richtung der Mikroprozessormittel
zu speichern. Die Speichermittel 48 sind ebenso dazu in
der Lage, mit externen Kommunikationsmitteln 40 verbunden
zu werden, so dass sie die Übertragung
von Daten aus den Speichermitteln zu einer externen Kommunikationseinrichtung
erleichtern. Die Speichermittel können ein computerlesbares Medium
umfassen, was unter anderem RAM; Flash-Memory wie SC, MMC, SM, CS
und MS; Magnetplattenmedien, wie eine Festplatte oder ein Diskettenlaufwerk;
ein optisches CD-R-, CD-RW-, DVD-RAM-Laufwerk einschließt, jedoch
nicht darauf beschränkt
ist.
-
Es
ist nachvollziehbar, dass die Software 14 derart vorgesehen
ist, dass sie der Einrichtung die gewünschte Funktionalität und einer
externen Ausgabeeinrichtung (z. B. einer iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtung,
welche mit den Mitteln 36 zum Verbinden mit einer externen
Ausgabeeinrichtung mittels der Leitungen 50 verbunden ist,
das gewünschte
Ausgangssignal bietet. Die Software 14 kann in den Datenspeichermitteln
gespeichert oder kann auf einem anderen computerlesbaren Medium gespeichert
oder kann Firmware sein. Die Software 14 kann die Stromversorgungseinrichtung
anweisen, die folgenden Parameter zu verändern: die Spannungsgrenze,
die stationäre
Stromgröße, die
Strompolarität,
die Anstiegsrate, die Abfallrate, die Zyklenanzahl, die Sequenzanzahl,
ect.. Zusätzlich
kann die Software 14 die Speichermittel anweisen, Daten
zu speichern, welche sich auf die Leistung der externen Einrichtung
beziehen, wenn diese der unterschiedlichen Ausgangsleistung der
Stromversorgungseinrichtung ausgesetzt wird. Die Software 14 wiederum kann
den Betrieb der Hardware 12 derart steuern, dass eine einzige
Stromversorgungseinrichtung der vorliegenden Erfindung dazu verwendet
werden kann, eine infinite Anzahl verschiedener Stromversorgungseinrichtungen
zu emulieren, die eine Vielzahl verschiedener Betriebsparameter
aufweisen, und die Einrichtung kann die Leistung der Einrichtung abhängig von
den verschiedenen Betriebsparametern speichern.
-
Um
für eine
Behandlung zu sorgen, kann der Nutzer die gewünschten Parameter über die
Eingabemittel 32 in die Einrichtung eingeben. Alternativ kann
der Nutzer die gewünschten
Parameter in einen PC oder eine andere externe Kommunikationseinrichtung
einprogrammieren und dann die gewünschten Parameter über die
externen Kommunikationsmittel 40 zur Stromversorgungseinrichtung übertragen.
Aus einer Anzahl verschiedener Programme und Sequenzen kann der
Nutzer jedes und jede programmieren und er ist nicht auf einen bestimmten
Parametersatz beschränkt.
-
Beispielsweise
kann ein Parametersatz einprogrammiert werden, um eine üblicherweise
verfügbare
Stromversorgungseinrichtung zu emulieren, wie einen PM850 Phoresor,
welcher von IOMOD INC., Salt Lake City, Utah, erhältlich ist.
Ein typischer Ausdruck der eingestellten Parameter ist in 4 gezeigt.
Derartige Parameter umfassen eine Einzelsequenz, eine einzelne Zyklusbehandlung
für eine
Arzneimittelzufuhr-Behandlung mit 80 mA-Minuten unter Verwendung
einer stationären
Stromgröße von 4,0 mA.
Eine derartige Behandlung wird üblicherweise bei
tragbaren iontophoretischen Stromversorgungseinrichtungen zur Arzneimittelzufuhr
nach dem Stand der Technik verwendet, in Verbindung mit Dexamethason-Natriumphosphat,
für die
ortsspezifische, nicht invasive Behandlung lokaler Entzündungen. Die
Parameter umfassen außerdem
eine Anstriegsrate von 0,133 mA pro Sekunde sowie eine Abfallrate von
0,267 mA pro Sekunde. Außerdem
schreiben die Parameter eine Spannungsgrenze von 70,0 Volt vor. Der
Nutzer kann zusätzlich
eine gewünschte
Abtastfrequenz spezifizieren, mit welcher Daten mittels der Datenspeichermittel
gesammelt werden. Bei dem in 2 gezeigten
Beispiel wird der iontophoretische Strom und die Gesamtausgangsspannung
der Einrichtung alle 5,0 Sekunden erfasst und gespeichert. Es ist
nachvollziehbar, dass der Nutzer auf Grund der enormen Variabilität jeden der
Parameter wie gewünscht
verändern
kann.
-
Eine
graphische Veranschaulichung der Behandlung mit den Parametern von 2 ist
in 3 gezeigt. Insbesondere wird der Stromanstieg
bis T1 initiiert. Zum Zeitpunkt T2 ist der Anstieg beendet. Sobald
der Stromanstieg beendet ist, bleibt der Strom bei einem Beharrungswert
von 4,0 mA bis zum Zeitpunkt T3, an welchem die Dosis von 80,0 mA-Minuten
erreicht wurde. Auf der Grundlage der Parameterkonfiguration gemäß 2 wird
T3 20,5 Minuten nach T1 erreicht. Schließlich wird der Strom erniedrigt
und erreicht bei T4 null.
-
Bei
einem anderen Beispiel ist ein Mehrfachzyklus sowie eine Mehrfachsequenzbehandlung
gezeigt. Insbesondere könnte
eine derartige Behandlung mit einer integrierten iontophoretischen
Miniatur-Stromversorgungseinrichtung mittlerer Spannung verwendet
werden, welche für
postoperative analgetische Arzneimittelzuführsysteme genutzt wird. Ein Ausdruck
einer typischen Parameterkonfiguration ist in 4 gezeigt.
Bei einem derartigen Beispiel geben die Parameter vier Zyklen und
zwei Sequenzen der vier Zyklen vor. Es ist nachvollziehbar, dass
das System nicht auf eine bestimmte Anzahl von Zyklen und Sequenzen
beschränkt
ist, derartige Beschränkungen
sind im Allgemeinen abhängig
von der Speicherkapazität
der Datenspeichermittel und der Programmierung der Software. Zum
Beispiel ist jeder Zyklus der vier Zyklen mit einer eindeutigen
Stromgröße, Strompolarität, Anstiegsrate,
Abfallrate, Dosis und Abtastrate versehen. Bei dem beschriebenen Beispiel
legen die Parameter die Spannungsgrenze auf 30 Volt fest. Im Hinblick
auf die Datenspeicherung wurde die Abtastrate auf 15,0 Sekunden
für die
ersten drei Zyklen und auf 60,0 Sekunden für den letzten Zyklus festgelegt.
Eine graphische Veranschaulichung der Behandlung ist in 5 gezeigt.
Erneut, und wie es anhand der vorhergehenden Beispiele ersichtlich
ist, kann vor der Behandlung eine Vielzahl von unterschiedlichen
Parametern durch den Nutzer festgelegt werden und ist das System
nicht auf einen bestimmten Parametersatz und einen bestimmten Wertesatz
für solche
Parameter beschränkt.
-
Wie
oben angegeben, ist die Software der Stromversorgungseinrichtung
ebenfalls dazu in der Lage, bestimmte Aspekte des Betriebs zu überwachen
und während
des Betriebs der Einrichtung gesammelte Daten abzuspeichern. Solche
Daten können
von internen Sensoren gesammelt werden, welche beispielsweise den
iontophoretischen Strom und die iontophoretische Spannung zu jeder
vorgegebenen Zeit innerhalb eines Zyklus umfassen. Zusätzliche
externe Sensoren können
verwendet werden. Zum Beispiel können
Spannungsfühler
an verschiedenen Stellen in den iontophoretischen Schaltkreis eingefügt werden,
so dass diese wiederum Daten zur Verfügung stellen, die zu Spannungsabfällen gehören, oder
zu Widerständen
entlang bestimmter Wege des iontophoretischen Schaltkreises. Bei
einem weiteren Beispiel könnten
die folgenden Sensorarten verwendet werden: Feuchtigkeit, Temperatur, Haut-pH,
etc.. Die Daten, die von diesen internen Sensoren oder externen
Sensoren gesammelt werden, werden durch die Datenspeichermittel
gespeichert und können
dann mittels externer Kommunikationsmittel 40 an einen
PC zur Analyse übertragen werden.
Eine derartige Analyse ist von unschätzbarem Wert, wenn [1] eine
iontophoretische Einrichtung und/oder eine iontophoretische Stromversorgungseinrichtung
entwickelt und implementiert wird, oder wenn [2] grundsätzliche
iontophoretische Forschung betrieben wird.
-
Es
ist nachvollziehbar, dass die vorhergehende Einrichtung eine unschätzbare Hilfe
bei der Entwicklung und der Prüfung
iontophoretischer Stromversorgungseinrichtungen bietet. Die Zeit
zum Planen, Implementieren, Aufbauen, Prüfen, Verifizieren und Validieren
einer neuen iontophoretischen Stromversorgungseinrichtung kann Jahre
betragen. Die Zeit, die notwendig ist, eine bestehende Stromversorgungseinrichtung
zu modifizieren, beispielsweise um einen neuen Prototyp oder eine
forschungsspezifische Einrichtung zu erzeugen, kann Wochen oder
Monate betragen. Im Gegensatz dazu können unterschiedliche Parameter
rasch mittels der Stromversorgungseinrichtung der vorliegenden Erfindung
variiert und überprüft werden,
um die Durchführbarkeit
eines bestimmten Designs zu ermitteln, und können Modifizierungen unmittelbar
ausprobiert werden, indem die variablen Parameter der Stromversorgungseinrichtung
der vorliegenden Erfindung verändert
werden. Außerdem
können
die Daten, die zum Betrieb der Stromversorgungseinrichtung bei den
vorgegebenen Parametern gehören,
gespeichert und analysiert werden.