DE60318775T2 - Iontophoretische Stromversorgungseinrichtung - Google Patents

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    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N1/00Electrotherapy; Circuits therefor
    • A61N1/18Applying electric currents by contact electrodes
    • A61N1/20Applying electric currents by contact electrodes continuous direct currents
    • A61N1/30Apparatus for iontophoresis, i.e. transfer of media in ionic state by an electromotoric force into the body, or cataphoresis

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Description

  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft eine iontophoretische Stromversorgungseinrichtung.
  • 2. Stand der Technik
  • Iontophoretische Stromversorgungseinrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Derartige Stromversorgungseinrichtungen werden verwendet, um die erforderliche elektrische Kraft zum Transfer von Ionen durch ein Medium hindurch bereitzustellen. Im Allgemeinen sind derartige Systeme verbunden mit einer Primärelektrode, einer Rückleitungs-Elektrode sowie einer pharmazeutischen Verbindung, die in die Primärelektrode eingebracht ist. Die Technologie beruht auf dem Prinzip, dass ein elektrisches Potential in Lösung befindliche Ionen dazu bringt, gemäß ihrer elektrischen Ladung zu wandern.
  • Es gibt grundsätzlich drei unterschiedliche Arten iontophoretischer Stromversorgungseinrichtungen, nämlich (1) die integrierte iontophoretische Miniatur-Stromversorgung, (2) die tragbare iontophoretische Stromversortungseinrichtung sowie (3) die iontophoretische Auftisch-Laborstromversorgungseinrichtung. Jede dieser Stromversorgungseinrichtungen ist zum Betrieb in Verbindung mit einer bestimmten iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtung und bei bestimmten Betriebsparametern ein gerichtet.
  • Die WO 88/08729 offenbart eine iontophoretische Stromversorgungseinrichtung, welche einen Kartenleser umfasst. Karten, welche zum Einschieben in den Kartenleser gedacht sind, enthalten eine codierte Identifizierung der Medikation, die bei einem bestimmten Patienten angewendet werden soll. Nachdem der Patient die Karte in den Leser eingeschoben hat, steuert die Stromversorgungseinrichtung abhängig von den aus der Karte ausgelesenen Medikations-Informationen verschiedene Behandlungsparameter, wie die Behandlungszeiten, etc..
  • Die EP 1 016 433 A1 offenbart eine iontophoretische Stromversorgungseinrichtung, welche Mittel zum Umkehren der Polarität der Stromquelle während eines Abtastdurchgangs umfasst, wie einen manuellen oder automatischen Schalter.
  • Die WO 86/07269 offenbart einen transdermalen Arzneimittelapplikator, welcher eine Stromversorgungseinrichtung und einen Computer umfasst, der programmierte Anweisungen bezogen auf das einem Patienten zu applizierende Medikament empfängt. Der Computer übermittelt der Stromversorgungseinrichtung auf das Medikament bezogene Signale und die programmierten Anweisungen, um die Stromerzeugung und die Arzneimittelabgabe an den Patienten zu regulieren.
  • Die DE 100 41 845 A1 offenbart einen transdermalen Arzneimittelapplikator, welcher eine Steuereinheit umfasst. Wenn sowohl ein Pflaster, welches auf die Haut eines Patienten aufgebracht wurde, als auch eine Stromversorgungseinrichtung mit der Steuereinheit verbunden sind, wird letztere aus einem Ruhezu stand in einen Betriebszustand geschaltet.
  • Derzeit ist es zeitaufwändig und teuer, neue Arten iontophoretischer Stromversorgungseinrichtungen zu konstruieren, aufzubauen, zu überprüfen und zu validieren, sei es im Hinblick auf Forschungseinrichtungen, Prototypen oder die Entwicklung neuer Produkte. Typischerweise beträgt die dafür erforderliche Zeit Monate. Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Stromversorgungseinrichtung bereitzustellen, welche die oben genannten Nachteile des Standes der Technik überwindet.
  • Diese Aufgabe wird durch eine iontophoretische Stromversorgungseinrichtung gelöst, welche die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
  • Der hierin verwendete Begriff "Mikroprozessorbearbeitung" bezieht eine elektronische Maschinenbearbeitung mit ein. Die Mittel zur Mikroprozessorbearbeitung können durch einen Mikroprozessor, einen Mikrocontroller, FPGA ("field programmable gate array"), ASIC ("applicationspecific integrated circuit") oder dergleichen unterstützt werden. Der hierin verwendete Begriff "Software" soll für programmierte Maschinencodeanweisungen stehen, sei es im Softcode, Firmcode oder dergleichen. Die Software ist auf dem computerlesbaren Medium gespeichert und mittels der Mikroprozessormittel ausführbar.
  • Die erfindungsgemäße iontophoretische Stromversorgungseinrichtung umfasst eine Vielzahl von Parametern, die von einem Nutzer definierbar und einstellbar sind, um wiederum eine Vielzahl verschiedener Stromversorgungseinrichtungen zu emulieren. Diese Stromversorgungseinrichtung kann neu konfiguriert, geprüft und validiert werden, beispielsweise um einen neuen funktionellen Pro totyp innerhalb einer Stunde zur Verfügung zu stellen. Dies stellt ein unschätzbares Werkzeug für wissenschaftliche Forscher bereit, die iontophoretische Experimente betreiben, da solche Forscher weder die Zeit aufwenden können, die zur Entwicklung einer neuen iontophoretischen Stromversorgungseinrichtung nötig ist, noch das Personal haben werden, welches dazu erforderlich ist, Stromversorgungseinrichtungen zu konstruieren oder zu modifizieren. Dies stellt auch ein unschätzbares Werkzeug für die Ingenieure und Techniker bereit, die für die Entwicklung neuer iontophoretischer Stromversorgungseinrichtungen verantwortlich sind.
  • Vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Auf die hier beigefügten Zeichnungen wird Bezuggenommen werden, wobei:
  • 1 der Zeichnungen eine perspektivische Ansicht einer Stromversorgungseinrichtung der vorliegenden Erfindung ist;
  • 2 der Zeichnungen eine Musteranzeige einer bestimmten beispielhaften Einstellung der Betriebsparameter der Stromversorgungseinrichtung von 1 ist;
  • 3 der Zeichnungen eine graphische Veranschaulichung des Betriebs der Stromversorgungseinrichtung ist, welche die in 2 angegebenen Parameter verwendet;
  • 4 der Zeichnungen eine Musteranzeige einer anderen bestimmten beispielhaften Einstellung der Betriebsparameter der Stromvesorgungseinrichtung von 1 ist;
  • 5 der Zeichnungen eine graphische Veranschaulichung des Betriebs der Stromversorgungseinrichtung ist, welche die in 4 angegebenen Parameter verwendet.
  • Obwohl diese Erfindung Ausführungsbeispiele in vielen verschiedenen Formen zulässt, wird ein konkretes Ausführungsbeispiel in den Zeichnungen gezeigt und im Detail beschrieben, mit dem Verständnis, dass die vorliegende Offenbarung als Beispiel der Prinzipien der Erfindung betrachtet werden soll und nicht dazu gedacht ist, die Erfindung auf das veranschaulichte Ausführungsbeispiel einzuschränken.
  • Unter Bezugnahme auf die Figuren und insbesondere auf 1 der Zeichnungen ist bei 10 eine rekonfigurierbare, Daten protokollierende iontophoretische Stromversorgungseinrichtung (nachstehend die Stromversorgungseinrichtung) gezeigt. Die Stromversorgungseinrichtung 10 ist derart gezeigt, dass sie Hardware 12 und Software 14 umfasst, die auf der Hardware 12 ausgeführt wird. Die Stromversorgungseinrichtung ist zur Verwendung in Verbindung mit einer Vielzahl verschiedener Arten von iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtungen gedacht. Es ist nachvollziehbar, dass die Stromversorgungseinrichtung 10 ebenso sowohl in Verbindung mit einer kontrollierten Extraktion körpereigener Analyte als auch in Verbindung mit anderen unterschiedlichen Anwendungen genutzt werden kann.
  • Die Hardware 12, wie sie in 1 gezeigt ist, umfasst ein Gehäuse 20, eine Stromzufuhr 24, Mittel 28 zum Anzeigen von Informationen für einen Nutzer, Mittel 32 zum Bereitstellen einer Eingabe durch einen Nutzer, Mittel 36 zum Verbinden mit einer externen Ausgabeeinrichtung, Mittel 40 zum Bereitstellen einer Kommunikation nach außen, Mikroprozessormittel 44 sowie Speichermittel 48 (d. h. ein computerlesbares Medium). Obwohl verschiedene unterschiedliche Hardwarearten zur Verwendung in Betracht gezogen werden, welche, ohne darauf eingeschränkt zu sein, PCs ("personal computers") und PDAs ("personal digital assistants)" umfassen, weist das offenbarte Ausführungsbeispiel eine speziell konfigurierte Einrichtung für einen einzigen Zweck auf.
  • Das Gehäuse 20, welches derart bemessen und geformt ist, dass es die notwendigen Baugruppen aufnimmt, erleichtert die einfache Handhabung und die Aufbewahrung für den Nutzer. Die Stromzufuhr 24 kann eine Vielzahl von Energiequellen umfassen, die geeignet sind, den erforderlichen Bereich von Spannungen und Strömen bereitzustellen, der von einer Bedienungsperson ausgewählt werden kann. Beispielsweise kann die Stromzufuhr einen in medizinischer Güte isolierten Wechselstrom-Netzadapter umfassen, welcher für medizinische Verwendungen geeignet ist. Bei anderen Ausführungsbeispielen können Batterien (wie unter anderem AA, C, D) verwendet werden, um eine zusätzliche Transportabilität der Einrichtung zu schaffen. Die Batterien können im Inneren des Gehäuses 20 oder außen daran angeordet sein. Bei derartigen Ausführungsbeispielen kann die Einrichtung einen Alarm für einen geringen Batteriefüllstand aufweisen, um anzuzeigen, dass die Batterien ausgetauscht werden müssen. Es wird in Betracht gezogen, dass die Batterien Sekundärbatterien umfassen, welche mittels eines Wechselstrom-Netzadapters aufgeladen werden können.
  • Anzeigemittel 28 sind in 1 derart gezeigt, dass sie ein LCD mit zwei Reihen à 16 Zeichen umfassen. Eine derartige Anzeige stellt die notwendige Information zur Verfügung, während die Kosten minimiert sind, die mit Sichtbild-Anzeigen und dem Energieverbrauch von Sichtbild-Anzeigen verbunden sind. Die bereitgestellte Information kann die augenblicklichen oder Bemittelte Betriebsparameter umfassen. Selbstverständlich kann die Anzeige derart konfiguriert sein, dass sie darüber hinaus andere Informationen zur Verfügung stellt. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann eine Anzeige vorgesehen sein, welche größere Abmessungen (vier Reihen, QVGA, 160 × 160, etc.) und höhere Auflösung (2 bit Grauskala, 4 bit Grauskala, 8 bit Farbe, 16 bit Farbe, etc.), was einem Benutzer mehr Informationen durch die Anzeige zur Verfügung stellen kann.
  • Eingabemittel 32 für den Nutzer sind in 1 derart gezeigt, dass sie eine Vielzahl berührungsempfindlicher Druckknöpfe auf der oberen Außenfläche der Anzeige umfassen. Bestimmte berührungsempfindliche Druckknöpfe sind Einzelfunktionsdruckknöpfe und andere der berührungsempfindlichen Druckknöpfe sind Mehrzweckdruckknöpfe. Auf diese Weise kann die erforderliche Gesamtanzahl von Druckknöpfen minimiert werden. Es ist nachvollziehbar, dass bei bestimmten Ausführungsbeispielen die berührungsempfindlichen Druckknöpfe gegen Tastenfeld-Druckknöpfe (d. h. ein herkömmliches Tastenfeld) oder gegen "Software"-Druckknöpfe, welche auf einem berührungsempfindlichen Anzeigefeld angezeigt werden, oder gegen eine Reihe von Schaltern, etc., ausgetauscht werden können. In der Tat werden verschiedene Arten von Eingabemitteln für den Nutzer zur Verwendung in Betracht gezogen, welche den Nutzer mit der Fähigkeit versehen, die Strom zufuhr anzuweisen und eine gewünschte Funktion auszuführen.
  • Mittel 36 zur Verbindung mit einer externen Ausgabeeinrichtung sind in 1 derart gezeigt, dass sie einen Satz Leitungen 50 umfassen, welche mit der jeweiligen Anode und Kathode einer iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtung verbindbar sind. Derartige Leitungen 50 können von der Art einer Buchse, wie einer herkömmlichen Zweipolbuchse, sein. Bei anderen Ausführungsbeispielen können die Leitungen Anschlüsse, ein Paar Krokodilklemmen, etc. umfassen. Ungeachtet des Ausführungsbeispiels stellen die Leitungen 50 eine Verbindung zwischen der Energiezufuhr und einer externen iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtung zur Verfügung. Bei anderen Ausführungsbeispielen können zusätzliche Mittel 38 zum Verbinden der Einrichtung vorgesehen sein, um beispielsweise über Sensorleitungen 59 mit verschiedenen Sensoren zu verbinden. Dies könnte die folgenden Sensorarten umfassen: Temperatur, Feuchtigkeit, Haut-pH, Grenzflächen-Spannungspotentiale, etc.. Diese zusätzlichen Sensoren können Daten zur Verfügung stellen, welche sich auf mehrere unterschiedliche Parameter während der Durchführung einer Behandlung beziehen.
  • Externe Kommunikationsmittel 40 sind in 1 derart gezeigt, dass sie einen Datenanschluss umfassen, welcher so konfiguriert werden kann, dass er mit beispielsweisen einem PC ("personal computer") koppelt. Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst der Datenanschluss einen isolierten seriellen RS232-Anschluss. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann der Datenanschluss unter anderem einen Parallelanschluss, einen USB-Anschluss, eine 802.11-Kommunikation über eine Leitung oder drahtlos, Bluetooth-Kommunikation oder IRDA umfassen. Tatsächlich können die externen Kommunikationsmittel bei bestimmten Ausführungsbeispielen eine Vielzahl von Anschlüssen umfassen, welche die Verbindung mit einer Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungen unterstützen. Wie noch erläutert wird, erleichtern die externen Kommunikationsmitteln den Datentransfer von einer externen Einrichtung, um wiederum Betriebsparameter zur Stromversorgungseinrichtung zu übertragen. Außerdem erleichtern die externen Kommunikationsmittel den Datentransfer zu der externen Kommunikationseinrichtung, um wiederum Speicherdaten, die zu den Sensoren oder einer Behandlung gehören, von den Datenspeichermitteln zur Stromversorgungseinrichtung zu übertragen.
  • Die Mikroprozessormittel 44 können einen Mikroprozessor oder einen Mikrocontroller oder einen Anwender-ASIC oder eine ähnliche Schaltkreissteuerung und damit verknüpfte Schaltungen umfassen, welche mittels der Software 14 betrieben werden können, um eine Behandlung gemäß der ausgewählten Betriebsparameter durchzuführen und die Übertragung und die Verarbeitung von Daten zu unterstützen und zu koordinieren. Das konkrete Design der Mikroprozessormittel kann variiert werden und von einem Fachmann, welchem die vorliegende Offenbarung zur Verfügung steht, ermittelt werden. Außerdem sind die Speichermittel 48 mit den Mikroprozessormitteln verknüpft und dazu in der Lage, verschiedene Daten in Richtung der Mikroprozessormittel zu speichern. Die Speichermittel 48 sind ebenso dazu in der Lage, mit externen Kommunikationsmitteln 40 verbunden zu werden, so dass sie die Übertragung von Daten aus den Speichermitteln zu einer externen Kommunikationseinrichtung erleichtern. Die Speichermittel können ein computerlesbares Medium umfassen, was unter anderem RAM; Flash-Memory wie SC, MMC, SM, CS und MS; Magnetplattenmedien, wie eine Festplatte oder ein Diskettenlaufwerk; ein optisches CD-R-, CD-RW-, DVD-RAM-Laufwerk einschließt, jedoch nicht darauf beschränkt ist.
  • Es ist nachvollziehbar, dass die Software 14 derart vorgesehen ist, dass sie der Einrichtung die gewünschte Funktionalität und einer externen Ausgabeeinrichtung (z. B. einer iontophoretischen Elektrodenbaugruppeneinrichtung, welche mit den Mitteln 36 zum Verbinden mit einer externen Ausgabeeinrichtung mittels der Leitungen 50 verbunden ist, das gewünschte Ausgangssignal bietet. Die Software 14 kann in den Datenspeichermitteln gespeichert oder kann auf einem anderen computerlesbaren Medium gespeichert oder kann Firmware sein. Die Software 14 kann die Stromversorgungseinrichtung anweisen, die folgenden Parameter zu verändern: die Spannungsgrenze, die stationäre Stromgröße, die Strompolarität, die Anstiegsrate, die Abfallrate, die Zyklenanzahl, die Sequenzanzahl, ect.. Zusätzlich kann die Software 14 die Speichermittel anweisen, Daten zu speichern, welche sich auf die Leistung der externen Einrichtung beziehen, wenn diese der unterschiedlichen Ausgangsleistung der Stromversorgungseinrichtung ausgesetzt wird. Die Software 14 wiederum kann den Betrieb der Hardware 12 derart steuern, dass eine einzige Stromversorgungseinrichtung der vorliegenden Erfindung dazu verwendet werden kann, eine infinite Anzahl verschiedener Stromversorgungseinrichtungen zu emulieren, die eine Vielzahl verschiedener Betriebsparameter aufweisen, und die Einrichtung kann die Leistung der Einrichtung abhängig von den verschiedenen Betriebsparametern speichern.
  • Um für eine Behandlung zu sorgen, kann der Nutzer die gewünschten Parameter über die Eingabemittel 32 in die Einrichtung eingeben. Alternativ kann der Nutzer die gewünschten Parameter in einen PC oder eine andere externe Kommunikationseinrichtung einprogrammieren und dann die gewünschten Parameter über die externen Kommunikationsmittel 40 zur Stromversorgungseinrichtung übertragen. Aus einer Anzahl verschiedener Programme und Sequenzen kann der Nutzer jedes und jede programmieren und er ist nicht auf einen bestimmten Parametersatz beschränkt.
  • Beispielsweise kann ein Parametersatz einprogrammiert werden, um eine üblicherweise verfügbare Stromversorgungseinrichtung zu emulieren, wie einen PM850 Phoresor, welcher von IOMOD INC., Salt Lake City, Utah, erhältlich ist. Ein typischer Ausdruck der eingestellten Parameter ist in 4 gezeigt. Derartige Parameter umfassen eine Einzelsequenz, eine einzelne Zyklusbehandlung für eine Arzneimittelzufuhr-Behandlung mit 80 mA-Minuten unter Verwendung einer stationären Stromgröße von 4,0 mA. Eine derartige Behandlung wird üblicherweise bei tragbaren iontophoretischen Stromversorgungseinrichtungen zur Arzneimittelzufuhr nach dem Stand der Technik verwendet, in Verbindung mit Dexamethason-Natriumphosphat, für die ortsspezifische, nicht invasive Behandlung lokaler Entzündungen. Die Parameter umfassen außerdem eine Anstriegsrate von 0,133 mA pro Sekunde sowie eine Abfallrate von 0,267 mA pro Sekunde. Außerdem schreiben die Parameter eine Spannungsgrenze von 70,0 Volt vor. Der Nutzer kann zusätzlich eine gewünschte Abtastfrequenz spezifizieren, mit welcher Daten mittels der Datenspeichermittel gesammelt werden. Bei dem in 2 gezeigten Beispiel wird der iontophoretische Strom und die Gesamtausgangsspannung der Einrichtung alle 5,0 Sekunden erfasst und gespeichert. Es ist nachvollziehbar, dass der Nutzer auf Grund der enormen Variabilität jeden der Parameter wie gewünscht verändern kann.
  • Eine graphische Veranschaulichung der Behandlung mit den Parametern von 2 ist in 3 gezeigt. Insbesondere wird der Stromanstieg bis T1 initiiert. Zum Zeitpunkt T2 ist der Anstieg beendet. Sobald der Stromanstieg beendet ist, bleibt der Strom bei einem Beharrungswert von 4,0 mA bis zum Zeitpunkt T3, an welchem die Dosis von 80,0 mA-Minuten erreicht wurde. Auf der Grundlage der Parameterkonfiguration gemäß 2 wird T3 20,5 Minuten nach T1 erreicht. Schließlich wird der Strom erniedrigt und erreicht bei T4 null.
  • Bei einem anderen Beispiel ist ein Mehrfachzyklus sowie eine Mehrfachsequenzbehandlung gezeigt. Insbesondere könnte eine derartige Behandlung mit einer integrierten iontophoretischen Miniatur-Stromversorgungseinrichtung mittlerer Spannung verwendet werden, welche für postoperative analgetische Arzneimittelzuführsysteme genutzt wird. Ein Ausdruck einer typischen Parameterkonfiguration ist in 4 gezeigt. Bei einem derartigen Beispiel geben die Parameter vier Zyklen und zwei Sequenzen der vier Zyklen vor. Es ist nachvollziehbar, dass das System nicht auf eine bestimmte Anzahl von Zyklen und Sequenzen beschränkt ist, derartige Beschränkungen sind im Allgemeinen abhängig von der Speicherkapazität der Datenspeichermittel und der Programmierung der Software. Zum Beispiel ist jeder Zyklus der vier Zyklen mit einer eindeutigen Stromgröße, Strompolarität, Anstiegsrate, Abfallrate, Dosis und Abtastrate versehen. Bei dem beschriebenen Beispiel legen die Parameter die Spannungsgrenze auf 30 Volt fest. Im Hinblick auf die Datenspeicherung wurde die Abtastrate auf 15,0 Sekunden für die ersten drei Zyklen und auf 60,0 Sekunden für den letzten Zyklus festgelegt. Eine graphische Veranschaulichung der Behandlung ist in 5 gezeigt. Erneut, und wie es anhand der vorhergehenden Beispiele ersichtlich ist, kann vor der Behandlung eine Vielzahl von unterschiedlichen Parametern durch den Nutzer festgelegt werden und ist das System nicht auf einen bestimmten Parametersatz und einen bestimmten Wertesatz für solche Parameter beschränkt.
  • Wie oben angegeben, ist die Software der Stromversorgungseinrichtung ebenfalls dazu in der Lage, bestimmte Aspekte des Betriebs zu überwachen und während des Betriebs der Einrichtung gesammelte Daten abzuspeichern. Solche Daten können von internen Sensoren gesammelt werden, welche beispielsweise den iontophoretischen Strom und die iontophoretische Spannung zu jeder vorgegebenen Zeit innerhalb eines Zyklus umfassen. Zusätzliche externe Sensoren können verwendet werden. Zum Beispiel können Spannungsfühler an verschiedenen Stellen in den iontophoretischen Schaltkreis eingefügt werden, so dass diese wiederum Daten zur Verfügung stellen, die zu Spannungsabfällen gehören, oder zu Widerständen entlang bestimmter Wege des iontophoretischen Schaltkreises. Bei einem weiteren Beispiel könnten die folgenden Sensorarten verwendet werden: Feuchtigkeit, Temperatur, Haut-pH, etc.. Die Daten, die von diesen internen Sensoren oder externen Sensoren gesammelt werden, werden durch die Datenspeichermittel gespeichert und können dann mittels externer Kommunikationsmittel 40 an einen PC zur Analyse übertragen werden. Eine derartige Analyse ist von unschätzbarem Wert, wenn [1] eine iontophoretische Einrichtung und/oder eine iontophoretische Stromversorgungseinrichtung entwickelt und implementiert wird, oder wenn [2] grundsätzliche iontophoretische Forschung betrieben wird.
  • Es ist nachvollziehbar, dass die vorhergehende Einrichtung eine unschätzbare Hilfe bei der Entwicklung und der Prüfung iontophoretischer Stromversorgungseinrichtungen bietet. Die Zeit zum Planen, Implementieren, Aufbauen, Prüfen, Verifizieren und Validieren einer neuen iontophoretischen Stromversorgungseinrichtung kann Jahre betragen. Die Zeit, die notwendig ist, eine bestehende Stromversorgungseinrichtung zu modifizieren, beispielsweise um einen neuen Prototyp oder eine forschungsspezifische Einrichtung zu erzeugen, kann Wochen oder Monate betragen. Im Gegensatz dazu können unterschiedliche Parameter rasch mittels der Stromversorgungseinrichtung der vorliegenden Erfindung variiert und überprüft werden, um die Durchführbarkeit eines bestimmten Designs zu ermitteln, und können Modifizierungen unmittelbar ausprobiert werden, indem die variablen Parameter der Stromversorgungseinrichtung der vorliegenden Erfindung verändert werden. Außerdem können die Daten, die zum Betrieb der Stromversorgungseinrichtung bei den vorgegebenen Parametern gehören, gespeichert und analysiert werden.

Claims (6)

  1. Iontophoretische Stromversorgungseinrichtung, mit: a) Hardware, die aufweist – Mittel (36) zum Verbinden mit einem mit einer Schnittstelle versehenen iontophoretischen Gerät; – Mittel (40) zum Verbinden mit einem externen Kommunikationsgerät; – Mittel (59) zum Verbinden mit Sensoren; – Mikroprozessormittel (44); und – ein computerlesbares Medium (48) b) Software (14), die auf dem computerlesbaren Medium (48) gespeichert ist und auf den Mikroprozessormitteln (44) ausführbar ist, wobei die Software die Schritte codiert zum: – Ermöglichen der Eingabe von Werten für einen Satz von mindestens zwei Betriebsparametern durch einen Nutzer, so dass der Nutzer die Möglichkeit hat, die Werte für jeden Parameter des Parametersatzes unabhängig zu setzen, und – Anwenden der bereitgestellten Werte für die Betriebsparameter auf das mit einer Schnittstelle versehene iontophoretische Gerät, wobei der Satz von mindestens zwei Betriebsparametern mindestens zwei Parameter beinhaltet, die aus der Gruppe ausgewählt wurden, die beinhaltet: Spannungsgrenze, Strompolarität, stationäre Stromgröße, Anstiegsrate, Abfallrate, Zyklenanzahl und Sequenzanzahl.
  2. Iontophoretische Stromversorgungseinrichtung nach Anspruch 1, wobei die Verbindungsmittel (36) ein Paar von Leitungen (50) aufweisen, welche entgegengesetzten Elektroden des iontophoretischen Geräts zuordenbar sind.
  3. Iontophoretische Stromversorgungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Software (14) ferner den Schritt codiert zum: Speichern von Daten, die während des Schritts des Anwendens der bereitgestellten Werte der Betriebsparameter auf das iontophoretische Gerät gesammelt wurden.
  4. Iontophoretische Stromversorgungseinrichtung nach Anspruch 3, wobei die Software (14) ferner den Schritt zum Übermitteln der gespeicherten Daten codiert, die während des Schritts des Anwendens der bereitgestellten Werte der Betriebsparameter auf das iontophoretische Gerät gesammelt wurden.
  5. Iontophoretische Stromversorgungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, wobei die Hardware (12) ferner mindestens einen Sensor beinhaltet, sei er intern oder extern, und wobei die Software ferner den Schritt codiert, die während des Schritts des Anwendens der bereitgestellten Werte der Betriebsparameter auf das iontophoretische Gerät sich auf den Sensor beziehenden Daten zu speichern.
  6. Iontophoretische Stromversorgungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Hardware (12) ferner Mittel (40) zur Kommunikation mit einem externen Gerät beinhaltet, und der Schritt zum Ermöglichen der Eingabe von Werten für einen Satz von mindestens zwei Betriebsparametern durch einen Nutzer ferner den Schritt aufweist: Übertragen von mindestens zwei Betriebsparametern von einem externen Gerät durch die Mittel zur Kommunikation an die Stromversorgungseinrichtung zu übertragen.
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