DE603205C - Verfahren zur Herstellung von Druckwalzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DruckwalzenInfo
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Description
Das Hauptpatent 594 970 betrifft Druckwalzen, welche ölbeständig und von größerer
Lebensdauer sind als die bisherigen mit Kautschuk oder mit Glycerinleimrnassen hergestellten
Druckwalzen. Die neuen Walzen besitzen eine ,Oberfläche, die aus Kondensationsprodukten
mehrwertiger Alkohole und mehrbasischer organischer Säuren von biegsamer, elastischer, kautschuckähnlicher Beschaffenheit
besteht.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Herstellungsverfahren der neuen
Druckwalzen. Es besteht darin,.daß das biegsame Harz mit Hilfe einer Ringdüse in
Schlauchform oder als schlauchförmiges Gebilde auf den dicht vor dem Düsenausgang
angeordneten Kern der herzustellenden Druckwalze unmittelbar aufgeschoben wird. Auf diese Weise wird eine viel einfachere
Herstellung ermöglicht.
In Abb. ι ist eine für die Durchführung des Verfahrens brauchbare Vorrichtung dargestellt.
Abb. 2 zeigt einen Schnitt entsprechend der Linie 1-1 in Abb. 1.
Bei der Herstellung der Druckwalzen wird ein entsprechender Grundkörper oder Kern
10 benutzt. Dieser Kern kann aus Stahl bestehen oder auch, aus anderen Werkstoffen hergestellt
sein, und er dient dazu, die Schicht des Alkydharzes aufzunehmen.
Dieser Kern 10 wird mittels eines Bolzens 11, der in das Mundstück 12 der Presse eingeschraubt
ist, an der Presse befestigt. Am anderen Ende ist der Bolzen 11 abgestützt.
Die Stütze 13 begrenzt den Kern 10 an dessen vom Mundstück entferntesten Ende. Das andere
Ende des Kernes wird auf den Vorsprung
14 des Mundstückes 12 gelagert, und in diesen
Vorsprung ist auch- der Bolzen 11 eingeschraubt.
Das Mundstück 12 selbst besteht aus drei Teilen 15, 16 und 17, die leicht lösbar miteinander
verschraubt sind. In dem einen Teil
15 ist der Einsatz 17 mit dem daran befestigten
Lager 14 durch Verschraubung befestigt. Der Teil 17 ist ausgekehlt. Die Aussparungen
18 dieses Teiles sind deutlich auch in Abb. 2 zu erkennen. Durch diese Aussparungen wird
das Harz auf den Kern 10 als schlauchförmiges Gebilde aufgeschoben. Der andere
Teil 16 des Mundstückes ist einerseits bei 19
zu einer Kammer erweitert, welche das hintere Ende des Teiles 15 aufnimmt, andererseits
besteht er aus einer bei 25 durchbohrten Buchse 20.
Die Buchse 20 ist mittels einer Kappe 21
mit einem am Behälter 23 angebrachten Nippel 22 verschraubt. In dem Behälter 23 ist ein
Kolben 24 beweglich angeordnet, welcher das im Behälter 23 enthaltene Harz durch das
Mundstück preßt. Der Durchgang 25 der Buchse 20 verbindet die Teile 22 und 12.
Der Stempel 24 wird in bekannter Weise durch eine nicht dargestellte Antriebsvorrichtung
betätigt, und er preßt das Harz bei seiner Abwärtsbewegung aus dem Behälter 23 durch 22, 25, 19 und durch die Aussparungen
18 hindurch als röhrenförmiges Gebilde auf den Kern 10 auf. Dabei bedeckt das schlauchförmig
aus der Presse austretende Harz die Oberfläche des Kernes vollständig. Sobald
der Kern vollständig bedeckt ist, wird der Druck unterbrochen und der Kern mit dem
Harzüberzug vom Mundstück entfernt.
Bei der Durchführung des Verfahrens benutzt man Alkydharze, welche plastisch sind
und sich zum Pressen durch enge Querschnitte eignen. Harze dieser Art sind im Hauptpatent beschrieben. Sie bestehen aus
einer Mischung von gehärteten und ungehärteten biegsamen Alkydharzen in 'einem solchen
Mengenverhältnis, daß die Masse leicht als zusammenhängendes Gebilde aus dem Mundstück gedruckt werden kann. Die Masse
behält ihre Gestalt nach dieser Formgebung bei und härtet zu biegsamen, nachgiebigen1,,
elastischen, mit Kautschuck vergleichbaren Massen. Man kann beispielsweise 75 °/o vollständig
gehärteten, gemäß der im Hauptpatent angegebenen Vorschrift hergestellten Harzes mit 25 0/0 'eines teilweise gehärteten
Harzes mischen und Füllstoffe, wie Kork, Holzmehl, Baumwolle, Ruß, Titanoxyd, mitverarbeiten.
Das Harz besitzt eine Zusammensetzung, derart, daß auf 4 Teile Bernsteinsäureglykolester
oder Adipinsäureglykolester ι Teil Glycerinphthalsäureester kommt. Wie im
Hauptpatent beschrieben, können die Anteile der Harzkamp onent en auch geändert werden, und
man erhält abweichend von dem oben genann.-ten Verhältnis brauchbare Massen bei einem
Verhältnis von 2:1 bis zu 15:1. Die Herstellung
des gehärteten Harzes kann beschleunigt werden, wenn man das Reaktionsgemisch in einem geheizten Mischer behandelt, z. B.
in einer doppelarmigen Knetmaschine. Man kann auf diese Weise die Härtungsdauer auf
rund 8 Stunden herabsetzen.
Die gleichev Mischung der Ausgangsstoffe
kann auch zur Umsetzung gebracht werden und die Härtung etwa 15 bis 20 Stunden in
flachen Pfannen oder etwa 40 Minuten lang in einer Knetmaschine, gerechnet vom Zeitpunkt
der Gelbildung ab, bei etwa 1500 vorgenommen werden. Dann hat man ein für die
Zwecke der Erfindung hinreichend teilgehärtetes Harz. Dieses teilgehärtete Harz und das
vollständig gehärtete Harz gemischt bilden die vorzugsweise zur Anwendung gelangende
Preßmasse.
Nachdem die Mischung in der oben beschriebenen Weise als schlauchförmiges Gebilde
über den Kern geschoben worden ist und die Rolle von der Preßvorrichtung entfernt
wurde, wird die Härtung vorgenommen. Zu diesem Zweck wird sie mit Draht und Band bewickelt in die Härtevorrichtung eingelegt
und nach genügend langer Zeit aus dem Ofen entfernt. Man läßt langsam abkühlen, entfernt den Draht und die Bänder und bearbeitet
die Rolle in der im Hauptpatent beschriebenen Weise.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Druckwalzen, deren Oberfläche aus biegsamen
Kondensationsprodukten mehrwertiger Alkohole und mehrbasischer organischer Säuren besteht, nach. Patent 594 970,
dadurch gekennzeichnet, daß aus dem go biegsamen Alkydharz mit Hilfe einer
Ringdüse ein Schlauch gebildet und auf dem dicht vor dem Düsenausgang angeordneten
Kern unmittelbar aufgeschoben wird. 9s
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die biegsame Alkydharzschicht
während der Wärmebehandlung mit Gewebe umwickelt und mit dicht gewickeltem dünnen Draht umgeben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE742920C (de) * | 1939-07-23 | 1943-12-14 | Auergesellschaft Ag | Verfahren zur Herstellung von Schutzstoffen, insbesondere von Verbundstoffen, gegen hautangreifende Kampfstoffe, wie ª‰,ª‰'-Dichlordiaethylsulfid |
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Cited By (1)
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