-
Schaltungsanordnung für Schnurverstärkerämter Gegenstand der Erfindung
ist eine Schaltungsanordnung für Schnurverstärkerämter mit selbsttätiger Verstärkerwahl,
bei der die Verstärker in einer der zu verbindenden Leitungen oder in- dem verbindenden
Schnurpaar angeordnet sind. Den Verstärkern sind dabei Wählvorrichtungen zugeordnet,
die nach Art der in Selbstans,chlußanlagen bekannten Anrufsucher die einen Verstärker
anfordernde Fernleitung aufsuchen. Die Wählvorrichtungen bestehen in bekannter Weisse
aus mehreren hintereinandergescmalteten Anrufsuchern, die nacheinander erst eine
bestimmte Gruppe von Fernleistungen und hierauf die betrefbende Fernleitung selbst
aufsuchen. Um nun bei Herstellung einer Verbindung die benötigten Gruppenleitungen
und -relais nur bis zur Beendigung des jeweiligen Wahlvorganges zu belegen, ist
gemäß der Erfindung die Anordnung so getroffen, daß die Prüf- und -Sperrglieder
des Gruppenwählers von der Einstellung des Gruppenwählers ab bis zur vollendeten
Einstellung des zugeordneten Leitungswählers über die zum Ausprüfen des Leitungswählers
erforderliche Gruppenleitung erregt gehalten werden und daß nach Herstellung der
Verbindung zwischen Verstärker und rufender Leitung die Gruppenleitung wieder freigegeben
wird und der Stromkreis für die Prüf- und Sperrglieder über eine der anreizenden
Fernleitung zugeteilte Prüfleitung geschlossen ist. Durch diese Maßnahme wird erreicht,
daß die erforderlichen Grupp@enprüfleitungen und -relais bei einem Wahlvorgang stets
nur sehr kurze Zeit belegt sind und sofort wieder für einen neuen Wahlvorgang zur
Verfügung stehen, so daß nur eine im Verhältnis zur Zahl der Pernleiüun= gen geringe
Anzahl Prüfleitungen und -relais erforderlich sind. Um weiterhin zu verhindern,
daß nach öffnen des Stromkreises, das Prüfrelais des Gruppenwählers des Verstärkersuchers
bei fortbestehendem Anreiz durch die Auslösetaste einen weiteren Verstärker belegt,
wird gemäß der weiteren Erfindung durch ein in der Gruppenprüfleitung befindliches
Relais mittel- oder unmittelbar der Anreiz für das Weiterlaufen des Verstärkersuchers
fortgenommen.
-
In der Zeichnung ist an einem Ausführungsbeispiel die Schaltanordnung
nach der Erfindung dargestellt, an Hand deren die Erfindung im einzelnen erläutert
werden soll. In diesem Beispiel sollen achtzig Fernleitungen beliebig.mit einer
Anzahl Verstärker verbunden werden. Die Fernleitungen sind zu diesem Zweck erfindungsgemäß
in Gruppen unterteilt, und zwar in acht Gruppen
zu je zehn Leitungen.
In der Zeichnung sind hiervon die Prüfleitungen von drei Gruppen mit den entsprechenden
Anrufsuchern und Schaltmitteln zur wahlweisen Verbindung mit zwei Verstärkern dargestellt.
Die nicht gezeichneten Sprechleitungen verbinden die Verstärker unverzweigt über
die Wählerarme mit den Fernleitungen.
-
Soll beispielsweise die Leitung 9o der Gruppe VIII mit einem Verstärker
versehen werden, so wird von der betreffenden Beamtin die Taste T 290 gedrückt und
dadurch über Erde p 39o, T 29o und die Gruppenleitung das Relais 19, 408
erregt. Durch Schließen des Kontaktes a 5o8 wird dadurch über Erde, a 5o8 und g
7oo die Vielfachkontakte am Verstärker und Kontakt v, der Drehmagnet M eines Verstärkersuchers,
eingeschaltet und dieser mittels eines dem Verstärkersucher zugeordneten Selbstunterbrecherkontaktes
vorwärts bewegt. Der - Verstärkersucher überfährt mit . seinem Kontaktarm die Kontaktbahn,
an die die Prüfleitungen aller Verstärker angeschlossen sind. Läuft der Arm des
Verstärkersuchers auf die Prüfleitung eines freien Verstärkers auf, beispielsweise
des Verstärkers 2, so sprechen über Erde, a 5o8 und g 7oo die Vielfachkontakte
der Verstärker, Relais Ps, Wählerarm des Verstärkersuchers, tvl und Relais Rv die
Relais Ps -und Rv an. Ps unterbricht durch öffnen seines Kontaktes v den Stromkreis
seines Drehmagneten M -und belegt den Verstärker 2. Rv schließt den Stromkreis des
Drehmagneten, Dr des erfindungsgemäß dem Verstärker zugeordneten Gruppenwählers
S1 über den Kontakt r2. Der Wähler läuft an und überfährt mit seinen Kontaktarmen,
von denen nur der Prüfarm gezeichnet ist, die Kontaktbahnen, an die sämtliche acht
Gruppen angeschlossen sind. Die rufende Gruppe ist als solche dadurch gekennzeichnet,
daß über die Auslösetaste T 290 und die Gruppenrelais L 6o i und C
8oo an den betreffenden Kontakt Erde gelegt ist. Beim Auffahren des Prüfarmes auf
diesen Kontakt wird daher über den weiteren Kontakt r1 der Stromkreis für das Verstärkerrelais
Wo sowie die Gruppenrelais C 8oo und L 6oi geschlossen. Wo unterbricht durch Öffnen
des Kontaktes tv4 den Stromkreis des Drehmagneten des Gruppenwählers und gleichzeitig
den Stromkreis für das Prüfrelais Rv. Der Gruppenwähler S1 bleibt stehen und ist
gegen weitere Belegungen gesperrt. Da der Verstärkersucher nur immer jeweils einen
einzigen Gruppenwähler einschaltet, so können Fehl- oder Doppelverbindungen nicht
vorkommen. Gleichzeitig hat nun das Relais C 8oo durch Schließen des Kontaktes:
c goo den Stromkreis des Drehmagneten N des Leitungswählers S2 geschlossen. Dieser
läuft an und überfährt mit seinen Kontaktarmen die Kontaktbahn der zehn Fernleitungen,
bis er auf die rufende Leitung auffährt, an deren Kontakt über das Relais
P 9o, Taste T 290 und Schleppkontakt p 390 Erde liegt und dadurch
den Stromkreis für das Relais P1 95o einschaltet. P1 95o unterbricht den Stromkreis
des Drehmagneten des Leitungssuchers S2 durch Öffnen des Kontaktes p1952, so daß
dieser stehentleibt, ferner durch Öffnen des Kontaktes p1953 den Stromkreis der
Gruppenleitung, so da.ß diese für weitere Schaltungen der Gruppe frei wird, -und
legt die Prüfleitung der Leitung 9o und die eigene niederohn-iige Wicklung an die
Leitung zum Gruppenwähler, so daß sich P 9o, PI 950 und Wo
weiter über den Schleppkontakt P390,
dem Kontakt x igo des nicht gezeichneten
Auslöserefais X, P 9o, Prüfarm von S2, niederohmige Wicklung von P195
o, Prüfarm von S1, w3 und die niederohmige Wicklung von Wo halten. Der Verstärker
hat nunmehr die rufende Leitung 9o belegt -und sperrt sie gegen Belegung durch andere
Verstärkerwähler in bekannter Weise durch die niederohmigen Wicklungen von Wo rund
P195 o.
-
Nachdem sich der Wähler S i auf die rufende Gruppe eingestellt hat,
unterbricht, wie oben erwähnt, Wo den Prüfstromkreis des Verstärkersuchers durch
öffnen des Kontaktes w1. Hierdurch wird das Relais Ps des Verstärkersuchers stromlos,
und der Verstäxkersucher würde, da A, 5o8 noch weiter über Taste T 290 erregt ist,
wieder anlaufen, falls dies nicht durch andere Mittel verhindert wird. Erfindungsgemäß
schalten die Gruppenrelais L 6o i, L 602 usw. ein Sperrelais
Gr 6oo ein, das seinerseits durch einen Ruhekontakt g 700 den Anlaßstromkreis
für den Verstärkersucher so lange unterbricht, bis sich der zur Gruppe gehörende
LeitungssucherS 2 auf die rufende Leitung eingestellt hat. Nach dem Einstellen des
Leitungssuchers wird, wie oben beschrieben, das Relais C 8oo und im vorliegenden
Falle das Gruppienrelais L 6oi stromlos, so daß ein Anreiz von einer anderen Leitung
aus, jetzt von dem Verstärkersucher, wieder ,aufgenommen werden kann. Der Anreiz
der eigenen Leitung ist dadurch aufgehoben, daß nach Loslassen der Taste T290 über
den Kontakt p 39o die Erde von der Anlaßleitung fortgenommen worden ist.
-
Sind nun :unter den vorhandenen Fernleitungen solche, die besonders
häufig ge,= braucht werden, so können Schaltmittel und Einstellzeiten dadurch gespart
werden, daß diese Leitungen gemäß der weiteren Erfindung zu einer Gruppe zusammengefaßt
und ohne Leitungswähler direkt einzeln an den Gruppenwähler angeschlossen werden.
In der Zeichnung ist dies für Gruppe i dargestellt,
für die daher
das Gruppenrelais I sowie der Leitungswähler samt den entsprechenden Schaltungen
in Fortfall kommt.