DE603480C - Verfahren zur Herstellung von geformten, gut streufaehigen Duengesalzen und Mischduengern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geformten, gut streufaehigen Duengesalzen und Mischduengern

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Publication number
DE603480C
DE603480C DEK118655D DEK0118655D DE603480C DE 603480 C DE603480 C DE 603480C DE K118655 D DEK118655 D DE K118655D DE K0118655 D DEK0118655 D DE K0118655D DE 603480 C DE603480 C DE 603480C
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DE
Germany
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salts
acid
parts
fertilizers
mixed
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Expired
Application number
DEK118655D
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English (en)
Inventor
Dr O F Kaselitz
Dr Fritz Pohle
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Kali Forschungs Anstalt GmbH
Original Assignee
Kali Forschungs Anstalt GmbH
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B1/00Superphosphates, i.e. fertilisers produced by reacting rock or bone phosphates with sulfuric or phosphoric acid in such amounts and concentrations as to yield solid products directly
    • C05B1/02Superphosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von geformten, gut streufähigen Düngesalzen und Mischdüngern Die Herstellung von hochkonzentrierten Mischdüngern aus Kali, Stickstoff und Phosphorsäureverbindungen kann sich nicht darauf beschränken, die einzelnen mehr oder weniger reinen Salze zusammenzumischen. Solche Mischungen werden sich beim Transport, Lagern und Ausstreuen entmischen, was für eine vorteilhafte Verwendung vermieden werden muß. Es ist daher notwendig, die Düngemischung in eine körnige Form zu bringen, die gut streut und bei der jedes Teilchen die gleiche Zusammensetzung hat. Diese Anforderung wird aber heute auch schon häufig an die Einzeldünger gestellt, da nur die körnige Form ein gutes und gleichmäßiges Ausstreuen mit Hand und Maschine gestattet.
  • Das vorliegende Verfahren führt auf einfache Weise zu den gewiinschten harten, körnigen, gut streufähigen Düngesalzen bzw. Mischdüngern.
  • Wenn man zu trockenen Salzen oder Salzmischungen Flüssigkeit, möglichst in Tropfenform, gibt und gleichzeitig in einer entsprechenden Apparatur, z. B. in einem Trog mit Rührarmen, durcharbeitet, dann bildet sich eine krümelige Masse. Mit Wasser ist dieses Agglomerieren nicht so leicht durchzuführen, da Salze die Neigung haben, durch und durch feucht zu werden, ohne daß ein Zusammenballen eintritt. Mit viskosen Flüssigkeiten geht es besser, und es ist bereits vorgeschlagen worden, als Flüssigkeit Phosphorsäure zu nehmen und die damit gebildeten Formlinge anschließend zu trocknen oder mit Ammoniak zu behandeln.
  • Das vorliegende Verfahren vermeidet die nachträgliche Trocknung bzw. Behandlung mit Ammoniak.
  • Mischt man Düngesalze oder Düngesalzrnischungen erfindungsgemäß mit einer säurebindenden Verbindung und gibt hierzu die für eine Formung erforderliche geringe Menge Phosphorsäure zu, so tritt mit fortschreitender Verfestigung eine Erwärmung ein, die das Entweichen eines Teils des Wassers der Phosphorsäure zur Folge hat, und man erhält so trockene, gekörnte Produkte. Säurebindende Verbindungen sind alle Basen, aber auch Salze mehrwertiger Säuren. Man wird am vorteilhaftesten solche Verbindungen wählen, die selbst wieder Düngestoffe darstellen, wie z. B. die Carbonate des Ammoniaks, der Alkalien und der Erdalkalien. Besonders empfehlenswert sind die sekundären und tertiären Phosphate und Kaliumcaxbonate. Gibt man Diammonphosphat oderTri- oderDicalcium- (Magnesium-) Phosphat zu, so bilden sich bei entsprechenden Mengenverhältnissen durch den Zusatz der Phosphorsäure bzw. Schwefelsäure die primären Phosphate.
  • Es ist auch nicht notwendig, Phosphorsäure unmittelbar zu verwenden. Bei Gegenwart von sekundären oder tertiären Phosphaten wird bei Verwendung von Schwefelsäure eine entsprechende Menge Phosphorsäure frei gemacht; die entstehenden schwefelsauren Salze sind nicht hygroskopisch, sondern wirken vielfach, wie Gips, noch verfestigend.
  • Man kann natürlich ferner alle Maßnahmen noch zur Anwendung bringen, die geeignet sind, die Formung von Salzen und Salzgemischen zu unterstützen. So lassen sich durch weiteres Brikettieren und Pressen der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten festen Körper Preßlinge gewinnen, die nach dem Zerkleinern auf die richtige Korngröße ein gutes Düngemittel ergeben. Besonders vorteilhafte Formung zu kleinen kugeligen Gebilden erreicht man durch Agglomerieren nach dem vorliegenden Verfahren in einer Drehtrommel.
  • Die erfindungsgemäß ausgeführte - Körnung und Formung von Salzen und Salzgemischen ergibt Produkte, die außerordentlich fest und beständig sind und die nicht mit Ammoniak oder durch Trocknen nachbehandelt zu werden brauchen.
  • Es ist bekannt, beim Erhitzen von Rohphosphat mit löslichen Sulfaten und organischen Stoffen der Reaktionsmasse freie Säure, insbesondere Schwefelsäure, in solcher Menge zuzusetzen, daß die Carbonate des Rohphosphats zersetzt werden oder daß darüber hinaus ein kleiner Überschuß von Säure Anwendung findet. Auch wurden schon Gen-lische von Thomasschlacke oder Glühphosphaten und Ammoniumsalzen mit kleinen Mengen einer Säure oder saurer Salze versetzt, um die Alkalität des Gemisches abzusättigen und so Ammoniakverluste zu vermeiden. Auch feuchtes Di- oder Tricalciumphosphat in Mischung mit löslichen stickstoffhaltigen Substanzen, wie Ammoniumsalzen, Nitraten, wurde schon auf Mischdünger verarbeitet, welche gegebenenfalls mit solchen Mengen Säure versetzt wurden, daß im fertigen Produkt kein Triphosphat mehr enthalten war. Auch wurden schon dem Ammoniumsuperphosphat ähnliche Produkte durch Behandlung von Rohphosphaten mit Schwefelsäure und Ammoniumsulfat (oder auch KZ S 04) in der üblichen Weise hergestellt. Eine Körnung bzw. Agglomerierung der so behandelten Ausgangsprodukte wurde aber bei den bekannten Verfahren nicht erreicht. Schließlich ist es auch bekannt, Ammoniumnitrat oder ähnliche hygroskopische Salze mit sehr geringen Mengen Phosphorsäure zu befeuchten und diese Phosphorsäure hierauf mit Ammoniak abzusättigen, so daß jedes einzelne Salzkorn mit einer die Luftfeuchtigkeit abschließenden Schutzschicht von Ammoniumphosphat überzogen wird. Bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ist jedoch eine nachträgliche Behandlung der Salzmasse mit Ammoniak nicht erforderlich, was mit wesentlichen Vorteilen bei der Fabrikation verbunden ist.
  • Ein besonderer Unterschied gegenüber den bekannten Verfahren liegt auch darin, daß die Formung der Mischdünger lediglich durch die Reaktion zwischen der säurebindenden Verbindung und der Phosphorsäure unmittelbar oder erst nach deren Freimachung durch Schwefelsäure erfolgt. Die Kristallbildung des bei dieser Reaktion entstehenden Phosphats dient dabei als Verfestigungsmittel und wird zur Formgebung ausgenutzt. Es ist zwar schon erwähnt, daß gegebenenfalls gebildeter Gips noch weiter verfestigend wirken kann, doch kann es zur Gipsbildung nur in ganz gewissen Fällen kommen; sie wird selbstverständlich als bekannt vorausgesetzt, da diese Erscheinung schon in der Superphosphatfabrikation und auch sonst zu einer allmählichen, aber zu keiner spontanen Verfestigung Verwendung gefunden hat.
  • Die Menge der erfindungsgemäß zur Verformung derDüngesalze erforderlichen Phosphorsäure bzw. Schwefelsäure ist abhängig von der Zusammensetzung des zu verformenden Düngesalzes bzw. Düngesalzgemisches. Die Säure muß in solchen Mengen Verwendung finden, daß nach der Durcharbeitung des Gemisches mit der Säure eine krümelige Masse erhalten wird. So wird auch in jedem Falle eine ausreichende Verfestigung des fertigen Produkts erreicht. Die Regelung der Phosphorsäuremenge im Verhältnis zu den anderen Düngungskomponenten im fertigen Produkt kann einerseits durch Wechsel der Konzentration der angewendeten Säure, andererseits aber auch durch Zugabe von mehr oder weniger großen Mengen von festem Phosphat zu den zu verformenden Düngesalzen erfolgen.
  • So werden solche körnigen Produkte erhalten beim Zusammenmischen von: a) 2o,5 Teilen NH4H2P04, 5o,5 Teilen KCl, 29 Teilen NH,N03, 7,4 Teilen Ca, (P04)2 und 9,3 Teilen H.PO4 in Form von 4o°/oiger Säure; b) 58,7 Teilen (N H4)2 H P O¢, 41,3 Teilen K Cl und 12 Teilen einer 40%igen H,P04; c) 25 Teilen N H4H, P 04, 66 Teilen K N 03, g Teilen N H4N03, 3,6 Teilen K2 C03 und io Teilen einer 4o°/oigen H,P04; d) 25,3 Teilen NH,H2P04, io,i Teilen Cas(P04)2, 16,7Teilen NH4N03, 29,8 Teilen K Cl und 18 Teilen HZ S 04 von 30' B6; e) q.4,2 Teilen (N H4) 2 H P 04, 51 Teilen K C1, 9 Teilen Ca, (P O4)2 und 16 Teilen einer H 2 S 04 von 30° B6. Ausführungsbeispiele i. Ein Gemisch von ioo kg Diammonphosphat, 7o kg K Cl und 20 kg Tricalciumphosphat wird in einer Drehtrommel mit 32 kg 40 °/oiger Phosphorsäure agglomeriert. Die anfallenden kugeligen Gebilde sind nach einigen Stunden Stehen sehr fest, widerstandsfähig und versandfertig. Von dem agglomerierten Produkt wurden 25 9 48 Stunden mit 6 kg/qcm belastet, wobei der Salzzylinder von 6 cm Höhe und 2 cm o um 11,8 mm zusammengedrückt wurde. lach der Belastung aus der Apparatur genommen, zerfiel der Salzzylinder vollständig. Es wurden- dabei 5,5°/o Feinanteile (unter 0,75 mm) erhalten.
  • 2. Ein Gemisch von Ioo kg Monoammonphosphat, 3555 kg K Cl, 220 kg Ammonnitrat und 40 kg Tricalciumphosphat wird mit 32 kg 4o°/oiger Phosphorsäure in einer Drehtrommel agglomeriert. Die kugeligen Produkte sind ohne Trocknen und Nachbehandeln mit Ammoniak fest und versandfertig. Von dem agglomerierten Produkt wurden 25 g 48 Stunden mit 6 kg/qcm belastet, wobei der Salzzylinder um 11,3 mm zusammengedrückt wurde. Beim Zerfall nach der Belastung entstanden 5,o0/0 Feinanteile.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von geformten, gut streufähigen Düngesalzen und Mischdüngern, dadurch gekennzeichnet, daß man den Düngesalzen bzw. Düngesalzgemischen einen säurebindenden Stoff, wie Basen oder Salze mehrbasischer Säuren, insbesondere solch e, die selbst Düngewert haben, «de AlkalIcarbonate, sekundäre und tertiäre Phosphate, in erforderlicher Menge zumischt und sodann nach Zusatz entsprechenderMengen Phosphorsäure oder Schwefelsäure die Formung in bekannter Weise durch mechanische Verarbeitung der Masse bewirkt, derart, daß eine besondere Trocknung oder Nachbehandlung entfällt.
DEK118655D 1931-01-29 1931-01-29 Verfahren zur Herstellung von geformten, gut streufaehigen Duengesalzen und Mischduengern Expired DE603480C (de)

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Cited By (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007341B (de) * 1955-08-19 1957-05-02 Albert Ag Chem Werke Verfahren zum Granulieren feinpulvriger ammonisierter superphosphathaltiger Duengemittel
DE1007788B (de) * 1954-12-29 1957-05-09 Hoechst Ag Verfahren zur Erzeugung festhaftender in sich vernetzter Puderschichten auf kristallisierten oder granulierten Duengemitteln
DE1021386B (de) * 1955-04-07 1957-12-27 Gewerk Victor Chem Werke Verfahren zur Herstellung gekoernter, nicht sauer reagierender phosphathaltiger Mehrnaehrstoffduengemittel
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DE972663C (de) * 1950-04-08 1959-09-03 Wilhelm Eirich Verfahren zum Granulieren von festen Duengestoffen, insbesondere Superphosphat und Kalkstickstoff
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DE1207777B (de) * 1960-10-17 1965-12-23 Tranatogen Werk Jakob Schwarzk Verfahren zum Granulieren mineralischer Beifuttermittel

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