DE603630C - Schaltanordnung fuer Roehrengeneratoren, die zur Steuerung oder zur Stellungsanzeige von elektrischen Apparaten, insbesondere von elektrischen Schaltern, dienen - Google Patents

Schaltanordnung fuer Roehrengeneratoren, die zur Steuerung oder zur Stellungsanzeige von elektrischen Apparaten, insbesondere von elektrischen Schaltern, dienen

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DE603630C
DE603630C DEA58727D DEA0058727D DE603630C DE 603630 C DE603630 C DE 603630C DE A58727 D DEA58727 D DE A58727D DE A0058727 D DEA0058727 D DE A0058727D DE 603630 C DE603630 C DE 603630C
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J13/00Circuit arrangements for providing remote monitoring or remote control of equipment in a power distribution network

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  • Power Engineering (AREA)
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Description

  • Schaltanordnung für Röhrengeneratoren, die zur Steuerung oder zur Stellungsanzeige von elektrischen Apparaten; insbesondere von elektrischen Schaltern, dienen Die -Erfindung bezieht sich auf elektrische Schalt- oder Steuerkreise und im besonderen auf eine Anwendung selbsterregter Schwingungskreise in Verbindung mit Schutzschaltungen, Steuerstromkreisen usw. Es sind nun bereits Einrichtungen bekanntgeworden, bei welchen in den Gitterkreis eines Röhrengenerators für die Hochfrequenz ein zweiter Röhrengenerator, der auf verschiedene Niederfrequenzkreise arbeitet, eingeschaltet ist. Auch ist es bereits bekannt, Sendeeinrichtungen, die durch Kontakte gesteuert werden, nicht unmittelbar, sondern unter Zwischenschaltung von Elektronenröhren zu beeinflussen. Bei Empfangseinrichtungen ist es fernerhin noch bekannt, den eigentlichen Empfängerröhren Vorverstärkerröhren vorzuschalten, deren Ausgangskreis mit dem Gitterkreis der eigentlichen Empfängerröhre gekuppelt ist. Diese bekannten Einrichtungen, bei welchen mehrere Röhren zusammenarbeiten, haben, soweit sie für Sendezwecke geeignet sind, den Nachteil, daß sie nur über Kontakte beeinflußbar sind, die zur Steuerung der Modulationsröhren bzw. der eigentlichen Senderröhre vorgesehen sind.
  • Es ist nun weiter noch ein Röhrengenerator bereits bekanntgeworden, der durch eine Steuerspannung, die durch die Stimme oder andere Signalwellen hervorgerufen ist, gesteuert wird. Dies geschieht unter Verwendung einer zweiten Entladungsröhre, die in den Anodenkreis der Schwingungsröhre geschaltet ist. Das Gitter dieser zweiten Röhre ist normalerweise so weit vorgespannt, daß der Anodenstrom der Generatorröhre nicht ausreicht, um Schwingungen entstehen zu lassen. Wird dem Gitter der zweiten Röhre eine Steuerspannung zugeführt, so fließt ein.genügender Anodenstrom, der Schwingungserzeuger tritt in Tätigkeit und wird wirksam gesteuert. Diese bekannte Einrichtung ermöglicht zwar das Ansprechen des Röhrensenders, nicht aber dessen Aufhören in Abhängigkeit von der Spannungsänderung des Steuerstromes zu beeinflussen. Indessen wird von einer derartigen Anordnung auch bei der Erfindung Gebrauch gemacht, allerdings in einer Abänderung, die diese gerade für die Überwachung elektrischer Schalt- oder Steuerstromkreise, insbesondere für Schutzschaltungen usw., besonders geeignet erscheinen läßt. Von besonderer Bedeutung ist hierbei, daß es die Erfindung erstmalig ermöglicht, den Beginn und auch das Ende des Arbeitens der Senderöhre unter den Einfluß der an die Steuerröhre gelangenden Steuerspannung zu bringen.
  • Dies wird nach der Erfindung dadurch ermöglicht, daß im Anodenkreis der Generatorröhre als veränderlicher Widerstand eine Steuerröhre liegt, deren Eingangskreis mit dem Ausgangskreis der Generatorröhre rückgekoppelt ist. Die Steuerspannung wird dem Gitter der Steuerröhre in der üblichen Weise zugeführt. Ist die Steuerspannung genügend groß, so daß der Widerstand der Röhre genügend reduziert ist, dann fließt ein Anodenstrom von genügender Stärke, um das Einsetzen von Schwingungen zu ermöglichen. Diese Schwingungen werden nun auf das Gitter der Steuerröhre zurückgeleitet. Hierdurch wird der Widerstand der Steuerröhre weiter reduziert; der Anodenstrom wächst, und die Amplitude der Schwingungen nimmt durch diese Rückkopplung so lange zu, wie es die normalen Betriebsbedingungen des Generators gestatten. Je nach dem Grade der angewandten Kopplung bleibt dann, wie noch näher auseinandergesetzt wird, der Generator in Tätigkeit, auch wenn die Steuerspannung am Gitter der Steuerröhre nicht mehr vorhanden ist, bis durch geeignete Mittel diese Tätigkeit unterbrochen wird.
  • Eine derartige Anordnung bietet besondere Vorteile für die Betätigung elektrischer Apparate, z. B. von Relais, Schaltern o. dgl. Im besonderen kann die Anordnung benutzt werden zur Betätigung von Stromschaltern in Kraftnetzen und vorzugsweise zum automatischen Schließen dieser Schalter, wenn das Netz Strom erhält, und überhaupt in Abhängigkeit vom Betriebszustand der Leitung.
  • Nach einem weiteren Erfindungsgedanken kann dabei die Anordnung so getroffen werden, daß die Schwingungskreise nicht nur zur Betätigung der Schalter, sondern auch zur Anzeige der Schalterstellungen an einer entfernten Stelle benutzt werden.
  • Der Erfindungsgedanke soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden. Abb. i stellt eine Ausführungsform der Erfindung dar. Abb. 2 dient zur Erläuterung der Wirkungsweise der Anordnung gemäß der Erfindung. Abb.3 und q. stellen weitere Anwendungen des Erfindungsgedankens dar. Abb. 5 stellt eine Anordnung zum automatischen Schließen eines Schalters dar, Abb. 6 eine Abänderung der Schaltung der Abb. 5, Abb.7 eine besondere Anwendung auf ein Kraftnetz und Abb. 8 eine Signalvorrichtung, die im Zusammenhang mit der Anordnung gemäß der Erfindung benutzt werden kann.
  • In Abb. i stellt i eine Entladungsröhre der üblichen Drei-Elektroden-Type in der bekannten Generatorschaltung dar. Im Anodenkreis der Röhre i liegt eine zweite Entladungsröhre 2, die ebenfalls drei Elektroden besitzt. Der Anodenkreis dieser Röhren verläuft vom negativen Pol einer geeigneten Spannungsquelle 3 über die Kathodenleiter der Röhre 2, die Entladungsstrecke Kathode-Anode der Röhre 2, den Leiter q., die Strecke lathode-Anode der Röhre i, die Drosselspule 5 und die Erregerwicklung des Relais 6 zum positiven Pol der Spannungsquelle 3. Die Kathoden der Röhren i und 2 werden über die Transformatoren 7 und 8 mit Wechselstrom gespeist. Zwischen Gitter und Anode und der Röhre i liegt der übliche Schwingungskreis 9. Dieser Schwingungskreis ist mit dem Gitter der Steuerröhre 2 über einen Kreis gekoppelt, der durch die Sekundärwicklung des Transformators io, dessen Primärwicklung einen Teil des Schwingungskreises g bildet, die Sekundärwicklung des Transformators i i, die Vorspannungsbatterie i2 und die Kathode der Steuerröhre 2 gebildet wird. Durch die Spannungsquelle 12 erhält das Gitter der Steuerröhre 2 eine so große negative Vorspannung, daß kein Strom im Anodenkreis fließen kann oder dieser Strom zumindest so gering ist, daß keine Schwingungen in der Röhre i entstehen können.
  • Der Primärwicklung des Transformators i i kann nun eine geeignete Steuer-EMK zugeführt werden. Soll die Anordnung z. B. zur Betätigung eines Uberstromschalters benutzt werden, so kann die Primärwicklung parallel zu einem Widerstand 13 geschaltet werden, der in Reihe mit der zu schützenden Leitung liegt. Bei einer solchen Anwendung der Anordnung !kann das Relais 6 dazu benutzt werden, um die Erregerwicklung des Schalters zu steuern.
  • Wächst nun die Spannung über den Widerstand 13 und damit über der Sekundärwizklung des Transformators i i über einen bestimmten Wert, so fließt ein Strom im Anodenkreis der Röhre i und 2, und es werden durch die Röhre i Schwingungen erzeugt. Diese Schwingungen werden über den Transformator io dem Gitter der Steuerrßhre2 zugeführt. Dadurch wird der Widerstand der Röhre :2 weiter verringert, der Anodenstrom wächst weiter an, und die Amplitude der Schwingungen nimmt dadurch zu. Dieser Rückkopplungseffekt dauert so lange an, bis der Anodenstrom seinen normalen Wert erreicht hat und der Schwingungserzeuger i unter normalen Bedingungen arbeitet.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß bei einer gewissen festen Kopplung zwischen den Wicklungen des Transformators io und bei einem gewissen kritischen Wert der Steuerspannung eine ganz geringe Änderung der Spannung über den Widerstand 13 den Anodenstrom praktisch augenblicklich auf seinen normalen Wert gelangen läßt, d. h. es findet ein im wesentlichen quadratischer Verlauf des Stromes statt. Auf diese Weise kann das Relais 6, das einen verhältnismäßig großen Strom benötigen kann, durch sehr kleine Änderungen der Spannung über den Widerstand 13 fast augenblicklich mit Sicherheit betätigt werden. Bei dieser festen Kopplung bleibt das Relais 6, sobald es angesprochen hat, in seiner Arbeitsstellung infolge der Rückkopplung zwischen dem Schwingungskreis 9 und dem Gitter der Röhre 2.
  • Ist die Kopplung nicht. so fest, wie oben angegeben, so hängt die Zeit des Anwachsens des Anodenstromes mit Bezug auf das Anwachsen der angelegten Steuerspannung von dem jeweiligen Kopplungsgrad ab. Diese Eigentümlichkeit der Anordnung ist in Abb. 2 erläutert. Die Kurven a und b stellen das Anwachsen des Anodenstromes dar, wenn der Kopplungsgrad kleiner ist, als oben angegeben. Die Kurve c stellt die statische Charakteristik des Kreises dar und Kurve d das Anwachsen des Anodenstromes, wenn der Kopplungsgrad gleich oder größer ist wie oben angegeben. ,Wird ein kleinerer Kopplungsgrad angewandt, so nimmt der Anodenstrom ab, wenn die Steuerspannung aufhört, und die Schwingungserzeugung hört auf, während bei einer Kopplung entsprechend der Kurve d die Schwingungen und infolgedessen der vergrößerte Anodenstrom fortdauert, auch wenn die Steuerspannung aufhört.
  • Abb. 3 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem Begrenzungsschalter, durch den ein Schaltkreis bei einer bestimmten Spannung geschlossen und einer davon abweichenden Spannung geöffnet wird. Diese Anwendung des Erfindungsgedankens kann besonders vorteilhaft sein für den Betrieb von Ölbrennern, bei denen die Zündung durch einen elektrischen Lichtbogen erfolgt. Aus Gründen der Sicherheit darf der Brenner nicht arbeiten, wenn der elektrische Lichtbogen nicht betriebsbereit ist. Es sind hier zwei der in Abb. i dargestellten Anordnungen vorgesehen. Die eine Anordnung 14 erhält ihre Steuer-EMK von dem Widerstand 15 und die andere, 16, ihre Steuer-EMK von dem Widerstand 17. Die Widerstände 15 und 17 liegen parallel zum Lichtbogen 2o des Zündsystems des Brenners, so daß die Spannung des Bogens an diesen Widerständen liegt und ein geeigneter Teil dieser Spannung dem Gitter der Steuerröhre den Anordnungen 14 und 16 zugeführt wird. Der Anodenkreis des Schwingungserzeugers i' der Anordnung 14 verläuft vom negativen Pol der Spannungsquelle 18 über den Schalter i9, die Entladungsstrecke Kathode-Anode der Steuerröhre 2', die Strecke Kathode-Anode der Schwingungsröhre i', das Relais 6' zum positiven Pol der Spannungsquelle 18. Ein entsprechender Stromkreis verläuft über die entsprechenden Elemente der Anordnung 16. Die Kopplungen zwischen den Wicklungen der Transformatoren io' und io" sind größer als der oben angegebene kritische Wert. Die Relais 6' und 6" der Anordnungen 14 und 16 können nun dazu benutzt werden, um den Erregerkreis des Motors 21, der die Ölpumpe des Ofens antreibt, zu steuern. Die Kontakte des Relais 6' sind normalerweise geöffnet, die Kontakte des Relais 6" normalerweise geschlossen. Die Anzapfungen an den Widerständen 15 und 17 sind so eingestellt, daß das Relais 6' anspricht bei einer unteren Spannungsgrenze über dem Lichtbogen 2o, bei der der Ofen ohne Gefahr betrieben werden kann, und das Relais 6" anspricht bei einer oberen Spannungsgrenze, bei der der Ofen sicher arbeitet.
  • Überschreitet bei dieser Anordnung die Spannung über den Lichtbogen 2o die untere Grenze, aber nicht die obere Grenze, wie es während des richtigen Betriebes des Zündsystems der Fall ist, so wird das Relais 6' erregt und das Relais 6" entregt und dadurch der Stromkreis des Motors 21 geschlossen. Wenn aus irgendeinem Grunde, z. B. durch Verrußen der Elektroden, die Spannung unter den unteren Grenzwert sinkt, wird keine genügende Steuer-EMK dem Gitter der Röhre 2' mehr zugeführt, um Schwingungen in der Röhre i' zu erzeugen. Da die Anodenkreise der Anordnungen 14 und 16 durch den rotierenden Schalter i9 unterbrochen werden, wird das Relais 6' und damit der Motor 21 entregt. Wird der Abstand der Elektroden des Lichtbogens 2o zu groß, um noch einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, so steigt die Spannung an dem Widerstand 17 so weit, daß die Anordnung 16 in Tätigkeit tritt, dadurch das Relais 6" erregt wird und damit der Motor 21 entregt wird.
  • Gegebenenfalls kann die Wirkung des rotierenden Schalters i9 dadurch vervollständigt werden, daß die Anodenkreise der verschiedenen Röhren mit Wechselstrom gespeist werden, d. h. indem die Batterie 18 durch einen Wechselstromgenerator ersetzt wird. Da die Schwingungserzeuger 14 und 16 nur arbeiten können, wenn ihre Anode gegenüber der Kathode positives Potential besitzt, so wird ihr Betrieb während abwechselnder Halbperioden unterbrochen. Die Relais 6' und 6" können in ihrer geschlossenen Stellung während der wirksamen Halbperioden gehalten werden entweder durch ihre Trägheit oder durch Kondensatoren 22, 23, die in der dargestellten Anordnung die Relais 6' und 6" geschlossen halten, wenn der Stromkreis durch den Schalter i9 unterbrochen ist.
  • Wird der Kopplungsgrad zwischen den Wicklungen der Transformatoren io und io" kleiner gehalten, als der oben angegebenen festen Kopplung entspricht, so kann der Schalter i9 ganz fehlen oder kurzgeschlossen werden, z. B. durch den Schalter i9'. In diesem halle kann der Spannungsbereich über dem Lichtbogen, innerhalb dessen der Stromkreis des Motors 2i geschlossen bleibt, bis zu einem gewissen Grade durch Änderung der Kopplung zwischen diesen Wicklungen geändert werden. Dies wird aus der Abb.2 verständlich, wenn man annimmt, daß die Relais 6' und 6" bei einem bestimmten Stromwert ansprechen, so ergibt sich, daß durch Änderung der Kopplung das Relais bei verschiedenen Werten der Steuer-EMK zum Ansprechen gebracht werden kann.
  • Abb. 4 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Anordnung nach Abb. i. Es findet hier eine einzige Elektronenröhre Verwendung. Die Röhre i besitzt hier vier Elektroden, und zwar zwei Steuergitter 24 und 25. Zwischen dem Steuergitter 24 und der Anode 26 liegt der Schwingungskreis 9 mit dem Transformator io. Die Sekundärwicklung des Transformators io liegt in einem Stromkreis, der von dem Steuergitter 25 über die Sekundärwicklung des Transformators io, die Vorspannungsbatterie 27 und die Sekundärwicklung des Transformators i i zur Kathode der Röhre i verläuft. Der Anodenkreis der Röhre i verläuft von der Anode 26 über die Drosselspule 5, die Erregerwicklung des Relais 6, die Spannungsquelle 29 zur Kathode der Röhre i. Wird dem Gitter der Röhre i über den Transformator i i eine geeignete Steuerspannung zugeführt, dann fließt ein genügender Anodenstrom, so daß Schwingungen entstehen können. Diese Schwingungen werden durch den Transformator io der Steuerelektrode 25 wieder zugeführt, wodurch der Anodenstrom schnell ansteigt und auf einem hinreichend großen Wert gehalten wird, um das Relais 6 in seiner Arbeitsstellung zu halten, auch wenn die Steuerspannung aufhört.
  • Abb. 5 zeigt die Anwendung der Erfindung auf das automatische Schließen eines Schalters, wenn das Netz Strom erhält und überhaupt die Bedingungen des Netzes sich ändern. Gerade da die Anordnung gemäß der Erfindung gegen Spannungsänderungen besonders empfindlich ist, kann sie besonders da angewandt werden, wo solche Änderungen hervorgerufen werden, z. B. durch Änderungen des Widerstandes eines Netzes.
  • In Abb. 5 stellt 3o einen Schalter dar-, der in der Kraftleitung 3 i liegt. Die Leitung 3 i kann den Teil einer Stromschleife bilden, wie sie in Abb. 7 dargestellt ist und noch näher beschrieben wird, deren Eigentümlichkeit darin besteht, daß Energie über die Leitung in beiden Richtungen geliefert werden kann. Parallel zu den Kontakten des Schalters 30 liegt ein geeigneter Widerstand 37, so daß ein Teil der Netzspannung nach dem Teil der Leitung hingeliefert wird, der auf der entgegengesetzten Seite des Schalters liegt, von der aus die Energie geliefert wird. Parallel zur Leitung 31 oder zwischen Leitung und Erde und auf verschiedenen Seiten des Schalters 3o befinden sich zwei Transformatoren 32 und 33, die die üblichen Verteilertransformatoren sein können. In einem Kreise mit der Sekundärwicklung dieser Transformatoren liegen die üblichen Verbraucherkreise, die nicht dargestellt sind, und gleichzeitig die Erregerwicklungen der Relais 34 und 35. Diese Relais steuern die Erregung urid den Betrieb der Schaltanordnung 36, die für den Betrieb des Schalters 30 vorgesehen ist. Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende. Angenommen, die Leitung 31 erhält Strom von der linken Seite des Schalters 30. Das Relais 34 erhält dann die volle Spannung und tritt in Tätigkeit. Hierdurch erhält ein WechSelStrommotOr 49 Strom über einen Kreis, der von dem oberen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 32 über die unteren Kontakte des Schalters 3o, den Leiter So, den Wechselstrommotor 49 und den oberen Anker und die oberen Kontakte des Relais 34 zu dem unteren Ende der Sekundärwicklung des Transformators 32 verläuft. Der Wechselstrommotor 49 treibt einen Gleichstromgenerator an, der die Anodenkreise der Röhren i, 2 und 38 speist, während die Kathoden dieser Röhren durch Transformatoren 51 geheizt werden, deren Primärwicklungen parallel zu dem Wechselstrommotor 49 liegen.
  • Die Spannung, die an der Sekundärwicklung des Transformators 33 auftritt, hängt von den Widerstandsverhältnissen der Leitung 31 jenseits des Transformators 33 und von dem Stromkreis, der an die Sekundärwicklung des Transformators angeschlossen ist, ab. Ist ein starker Verbrauchskreis, z. B. ein Lichtnetz, an die Leitung angeschlossen, entweder über den Transformator 33 oder anderer Transformatoren .rechts von dem Schalter 30, so ist diese Spannung sehr klein und -erreicht einen Wert, -wie er bei einem Kurzschluß oder bei einem anderen Leitungsfehler auftreten würde. Erfindungsgemäß wird nun die Schaltanordnung 36 dazu benutzt, entsprechend der Spannung dieser Sekundärwicklung den Schalter zu schließen. Wird eine Kopplung zwischen den Wicklungen io benutzt, die gräf@er ist als der obenerwähnte kritische Wert, so kann der Kreis so empfindlich gemacht werden, daß seine Wirkung verschieden ist, je nachdem, ob ein Leitungsfehler vorliegt oder eine Widerstandsverringerung eintritt, die durch Anschluß eines starken Verbraucherkreises hervorgerufen wird, selbst wenn dabei die Widerstandsänderungen der Leitung nur sehr wenig verschieden sind.
  • Wenn ein Kurzschluß oder anderer Leitungsfehler in der Leitung jenseits des Transformators 33 oder in dem sekundären Belastungskreis des Transformators 33 besteht, so reicht die Spannung, die an der Sekundärwicklung dieses Transformators auftritt, nicht aus, um Schwingungen hervorzurufen, und es tritt infolgedessen keine Wirkung ein. Wenn der Widerstand der Leitung jenseits des Schalters 30 indessen auch nur wenig größer ist, als es der Fall ist, wenn ein. starker Belastungskreis an die Leitung angeschlossen ist, dann tritt an der Sekundärwicklung des Transformators 33 eine genügende Spannung auf, um die Anordnung 36 in Tätigkeit zu setzen und damit den Schalter 30 zu schließen. Dieser Vorgang spielt sich folgendermaßen ab. Die Spannung über der Sekundärwicklung des Transformators 33 wird dem Gitter eines Verstärkers 38 zugeführt über einen Stromkreis, der vom oberen Ende des Transformators 33 über den Leiter 39, die Primärwicklung des Transformators 40, einen Teil des Widerstandes 41, die obere Brücke und die unteren Kontakte des Relais 35 zu dem unteren Ende der Sekundärwicklung 33 verläuft. Wohlverstanden reicht diese Spannung nicht aus, um das Relais 35 in Tätigkeit zu setzen. Diese wird durch die Röhre 38 verstärkt und über den Transformator 42 und die Sekundärwicklung des Transformators io der Röhre i dem Gitter der Steuerröhre 2 zugeführt. Diese Stromkreise sind dieselben wie in Abb. i. In der Röhre i entstehen dann Schwingungen, die dem Gitter der Röhre 2 zugeführt werden und den Anodenstrom unmittelbar auf seine volle Höhe im Anodenkreis dieser Röhren bringen. Dieser Kreis verläuft vom negativen Pol der Spannungsquelle 43 über die Beruhigungsdrossel 44, die Entladungsstrecke Kathode-Anode der Röhre i, die Drossel 5, das Relais 6 zum positiven Pol der Spannungsquelle 43. Das Relais 6 wird dann erregt und schließt einen Stromkreis, der vom oberen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 32 über den Leiter 39, die unteren Kontakte des Schalters 3o, die Erregerwicklung des Relais 45, den Leiter 46, die Kontakte des Relais 6, den Leiter 47, den Leiter 48 und die obere Brücke und die oberen Kontakte des Relais 34 zur anderen Seite der Sekundärwicklung des Transformators 32 verläuft. Es spricht dann das Relais 45 an, das einen Stromkreis schließt, der von dem oberen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 32 über die Erregerwicklung des Schalters 3o, die Kontakte des Relais 45, den Leiter 48 und die obere Brücke und die oberen Kontakte des Relais 34 zum unteren Ende der Sekundärwicklung des Transformators 32 verläuft. Auf diese Weise wird die Erregerwicklung des Schalters 30 erregt und der Schalter geschlossen. Sobald der Schalter 30 in die geschlossene Stellung übergeht, sind seine unteren Kontakte geöffnet. Dadurch wird der Wechselstrommotor 49 entregt, und die Anoden und Kathoden der Röhren i und 2 verhalten keinen Strom mehr.
  • Nachdem der Schalter 30 geschlossen ist, tritt an der Primärwicklung des Transformators 33 die volle Spannung auf. Dadurch wird das Relais 35 in seine obere Stellung gebracht. Hierdurch wird der Primärkreis des Transformators 4o an die obere Brücke und den unteren Kontakten des Relais 35 unterbrochen, so daß die hohe Spannung der Sekundärwicklung des Transformators 33 nicht zu diesem Transformator gelangt. Der Schalter 3o kann in seiner geschlossenen Stellung durch irgendeines der bekannten Mittel gehalten werden.
  • Wird nun angenommen, daß der Schalter 3o geöffnet ist und Energie von der rechten Seite der Leitung geliefert wird, dann wird das Relais 35 erregt, und das Relais 34 geht in seine untere Stellung. Dadurch, daß das Relais 35; seine oberen Kontakte schließt, vervollständigt es den Stromkreis des Motors 49, der von dem oberen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 33 über den Leiter 39, die unteren Kontakte des Schalters 3o, den Leiter 5o, den Wechselstrommotor 49 und die Primärwicklung des Kathodentransformators 5 i, die Leiter 52 und 48, die obere Brücke und die oberen Kontakte des Relais 35 zu dem unteren Ende der Sekundärwicklung des Transformators 33 verläuft. Hierdurch werden die Kathodenrähren geheizt, und der Motor 49 treibt den Gleichstromgenerator 43 an, der die Anoden der verschiedenen Röhren speist. Ist der Widerstand der Leitung links von dem Schalter 30 genügend groß, so wird über den oberen Anker und die unteren Kontakte des Relais 34 und einen Teil des. Widerstandes 41 und den Transformator 40, dem Gitter des Verstärkers 38 eine Spannung zugeführt, die verstärkt wird und über den Transformator42 der Steuerröhre2 zugeführt wird, wodurch in der Röhre i Schwingungen entstehen, die das Relais 6 in Tätigkeit setzen. Der Schalter geht dann genau wie vorher in seine geschlossene Stellung über und entregt dadurch die Kreise der Röhren i, 2 und 38. Die Betätigung des Relais 34 schützt dann den Transformator 40 vor der hohen Spannung der Sekundärwicklung des Transformators 32.
  • Es ist zu bemerken, daß die Röhre i so lange Schwingungen erzeugt, bis der Schalter geschlossen ist. Diese Schwingungen können gegebenenfalls als Trägerströme auf die Leitung gegeben werden. Wie dargestellt, kann dies durch Kopplungskondensatoren 53 und 63 geschehen, die mit dem Netz 3 1 auf verschiedenen Seiten des Schalters 30 in Verbindung.stehen. Das andere Ende jedes dieser Kondensatoren ist über die Wicklung 54, die eine induktive Kopplung mit dem Schwingungskreis des Röhrengenerators i herstellt, mit Erde verbunden. Auf diese Weise werden eine bestimmte Zeit lang, ehe der Schalter in Tätigkeit tritt, Hochfrequenzschwingungen nach beiden Richtungen auf die Leitung gegeben. Diese Hochfrequenzströme können an einer entfernten Stelle aufgenommen werden und zur Anzeige dafür dienen, daß der Schalter in Tätigkeit getreten ist. Der Zeitraum, während dessen diese Ströme erzeugt werden, kann so lang gemacht werden, wie erwünscht ist, durch einen geeigneten Verzögerungsmechanismus, der mit dem Relais 6 verbunden ist; um seine Betätigung zu verzögern. Wenn aus irgendeinem Grunde, z. B. durch eine Hemmung, der Schalter 3o nicht betriebsbereit ist, so werden, wie ersichtlich, Trägerströme dauernd über die Leitung gesandt, da der Schalter sich nicht eher schließen kann, als bis das Relais 6 in Tätigkeit getreten ist. Es wird infolgedessen auf diese Weise angezeigt, daß der Schalter nicht in Ordnung ist.
  • Abb. 6 stellt eine Abänderung der Anordnung nach Abb. 5 dar. In dieser Abbildung besitzen die Transformatoren 32 und 33 doppelte Sekundärwicklungen. Ferner ist zu sehen, daß die Kreise der Röhren i und 2 durch Wechselstrom gespeist werden mittels eines Transformators 55, der eine Mehrzahl von Sekundärwicklungen 56, 57, 58, 59 und 6o besitzt. Die Wicklung 56 speist den Anodenkreis zweier Ventilröhren 61 und 6z, die so geschaltet sind, daß sie dem Gitter der Steuerrohre :2 eine konstante Vorspannung geben. Die Wicklung 57 liefert den Heizstrom für die Kathoden dieser Röhren. Die Wicklungen 58 und 59 liefern den Heizstrom für die Kathoden der Röhren z und i und die Wicklung 6o die Spannung für die Anoden dieser Röhren. Der Anodenkreis der Röhre i und z verläuft also von den Kathodenleitern der Röhre a über die Strecke Kathode-Anode dieser Röhre, die Kathodenleiter der Röhre i, die Strecke Kathode-Anode der Röhre i, die Drosselspule 5, das Relais 6 und die Wicklung 6o zu den Kathodenleitern der Röhre 2.
  • Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende. Angenommen, es wird Energie von der linken Seite des Kreises 31 her geliefert und die Hauptkontakte des Schalters 30 sind offen, dann wird das Relais 34 erregt. Dies Relais schließt einen Kreis über die unteren Kontakte des Schalters 3o zur Primärwicklung des Transformators 55. Genau wie vorher wird eine Spannung über den Widerstand 37 nach dem entgegengesetzten Ende des Kreises geliefert, und :ein Teil dieser Spannung erscheint über der Sekundärwicklung des Transformators 33. Diese Spannung wird über die unteren Kontakte des Relais 35 und des Transformators 4o dem Gitter der Steuerröhre 2 zugeführt. Sind die Widerstandsverhältnisse der Leitung jenseits des Transformators 33 so, daß die Hauptkontakte des Schalters 3o eigentlich geschlossen sein sollten, so ist diese Spannung genügend groß, um einen genügend großen Strom im Anodenkreis der Röhren i und z und damit Schwingungen in der Röhre i hervorzurufen und so das Relais 6 zu betätigen. Durch das Relais 6 wird nun ein Stromkreis geschlossen, der vom unteren Ende der Sekundärwicklung des Transformators 3 2 über den Leiter 46, die Kontakte des Relais 6, den Leiter 48, die Erregerwicklung des Relais 45, den Leiter 63, den unteren Anker und die oberen Kontakte des Relais 34 zu dem oberen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 32. Damit wird das Relais 45 geschlossen und erregt seinerseits über einen Kreis, dessen Verlauf ohne weiteres zu verfolgen ist, die Erregerwicklungen des Schalters 30. Infolgedessen schließt der Schalter seine Hauptkontakte und öffnet seine Hilfskontakte 64, wodurch die Energiezufuhr zum Transformator 55 unterbrochen wird und damit auch der Betrieb der Schwingröhre.i. Der Schalter 30 wird dann auf mechanischem Wege oder durch andere bei solchen Schaltern übliche Mittel in seiner geschlossenen Stellung gehalten.
  • Wird Energie von der rechten Seite des Netzes geliefert, so ist, wie ersichtlich, die Wirkungsweise der Röhren i und 2 dieselbe, nur mit der Ausnahme, daß ihre Wirkungsweise abhängt von den Bedingungen, wie sie auf der Leitung Jenseits des Transformators 32 herrschen.
  • Auch hier kann der Schwingungsgenerator mit einer Ausgangswicklung 54 versehen sein, die dazu dient, Hochfrequenzströme mittels der Kondensatoren 53 und 54 auf das Netz zu geben.
  • Da der Anodenkreis der Schwingungsröhre an einer Wechselspannung liegt, arbeitet die Röhre nur während der Halbperioden des Wechselstromes, wo die Anode positiv ist. Wenn infolgedessen der Widerstand der Leitung in der entgegengesetzten Richtung, von der her die Energie geliefert wird, so großist, daß Schwingungen in der Röhre i entstehen, dieser Widerstand aber verringert wird, z. B. infolge einer Leitungsstörung, ehe eine genügende Zeit verstrichen ist, die ausreicht, daß der Schalter 30 in Tätigkeit treten kann, so wird die Röhre i unterbrochen, und der Schalter 30 wird nicht geschlossen.
  • Abb. 7 zeigt ein Kraftnetz, in Verbindung mit dem die Erfindung besonders vorteilhaft angewandt werden kann. Das Netz umfaßt eine Schleife 65, die von der Kraftstation 66 ausgeht. Energie kann nach beiden Enden der Schleife durch die Schalter 67 und 68, die in der Kraftstation aufgestellt sind, geliefert werden. Über die Schleife verteilt, ist eine Mehrzahl von Schaltern 3o angeordnet, wobei jedem dieser Schalter eine Apparatur 69 zugeordnet ist, von der Art, wie sie in Abb. 5 oder 6 angegeben ist. Auf der Station ist ein auf Hochfrequenz ansprechender Empfangskreis vorgesehen, wie er beispielsweise in Abb. 8 dargestellt ist, der mit beiden Enden der Schleife 65 in Verbindung steht. Dieser Empfangskreis ist in üblicher Weise aufgebaut unter Verwendung einer Entladungsröhre ; z als Detektor, der über einen Transformator 70 und einen Kopplungskondensator 71 mit der Leitung in Verbindung steht. Die Primär- oder Sekundärwicklung dieses Transformators oder auch beide können, auf- die Frequenz der durch die Generatoren der verschiedenen Anordnungen 69 erzeugten Schwingungen abgestimmt werden. An den Ausgangskreis der Röhre 72 ist die Erregerwicklung eines gewöhnlichen Schrittschaltwerkes angeschlossen, das einen Anker 73 besitzt, der eine Reihe von Kontakten 74 betätigen kann durch geeignete Sperrklinkenvorrichtungen bekannter Art. Jeder dieser Kontakte 74 steht mit einem Kreis in Verbindung, der eine geeignete Signallampe 75 und eine Spannungsquelle 76 besitzt, so daß, wenn der Anker 73 mit einem dieser Kontakte in Berührung kommt, die entsprechende Lampe 75 aufleuchtet. Ferner liegt im Anodenkreis des Gleichrichters 72 ein Relais 77, das, wenn es erregt wird, den Kreis einer Signallampe 78 schließt zu einem Zweck, der noch näher angegeben wird.
  • Angenommen, daß ein Fehler in dem Abschnitt der Schleife 65 aufgetreten ist, der mit X in der Zeichnung bezeichnet ist, so daß alle Schalter geöffnet sind. Der Bedienungsmann der Station 66, der sich vergewissern möchte, in welchem Abschnitt der Fehler liegt, schließt dann zuerst den Schalter 67 und gibt Energie nach der linken Seite der Schleife. Sind die Widerstandsverhältnisse zwischen dem ersten und zweiten Schalter auf dieser Seite der Leitung in Ordnung, so wird ein Schalter 3o geschlossen. Da ein Fehler in dem nächsten Abschnitt besteht, wird der nächste Schalter nicht geschlossen, mit dem Ergebnis, daß nur ein Hochfrequenzimpuls zu der Empfangsapparatur gelangt, die mit der linken Seite der Schleife der Station 66 in Verbindung steht. Der Anker 73 des Wählschalters dieser Apparatur kommt mit seinem ersten Kontakt in Berührung und läßt die erste Lampe 75 aufleuchten. Der Bedienungsmann schließt dann den Schalter 68, der mit der anderen Seite der Schleife in Verbindung steht. Da die Widerstandsverhältnisse in allen Abschnitten rechts von dem mit X bezeichneten in Ordnung sind, werden vier Schalter 30 geschlossen, und der Wähler, der mit der rechten Seite der Schleife in Verbindung steht, kommt mit seinem vierten Kontakt in Berührung und speist dadurch die entsprechende Lampe. Der Bedienungsmann ist hierdurch darüber in Kenntnis gesetzt, daß der Fehler zwischen dem zweiten und dritten Schalter auf der linken Seite liegt. Wenn aus irgendeinem Grunde einer der Schalter 30 sich nicht schließt, selbst wenn die Widerstandsverhältnisse in der entgegengesetzten Richtung, von der her die Energie geliefert wird, in Ordnung sind, dann werden Hochfrequenzströme von dem Schwingungserzeuger, der mit diesem Schalter verbunden ist, dauernd auf die Leitung gegeben. Hierdurch erhält das Relais 77 dauernd Strom; und die Lampe 78 leuchtet auf. Beobachtet z. B. der Bedienungsmann, daß die dritte Lampe in der Reihe- der Lampen 75 aufleuchtet und daß die Lampe 78 ebenfalls dauernd aufleuchtet, so weiß er, daß der Mechanismus des dritten Schalters von der Seite der Leitung aus, an der die Energie zugeführt wird, einen Fehler aufweist. Würde die Lampe 78 nicht aufleuchten, so würde der Bedienungsmann wissen, daß der Fehler in dem Leitungsabschnitt hinter dem nächsten Schalter und nicht in dem Schalter selbst liegt.
  • Wird Energie von beiden Seiten der Schleife zugeführt und ist die gesamte Leitung in gutem Zustande, so werden alle Schalter geschlossen. Wenn sich der letzte Schalter schließt, infolge der Tatsache, daß die Energie von beiden Seiten her zugeführt wird, so ist ersichtlich, daß beide Relais 34 und 35 erregt werden und ihre obigen Kontakte schließen. Widerstände 41 verhindern dann das Auftreten eines Kurzschlusses an den Transformatoren 32 und 33. Wenn dies eintritt, wenn diese Relais in Tätigkeit treten, wird der Primärkreis des Transformators unterbrochen, und die hohen Spannungen, die an den Wicklungen 42 und 43 bestehen, können den Kreis 36 nicht betätigen. Der Schalter 30 wird dann direkt geschlossen. Der Stromkreis für die Erregerspule des Relais 45 verläuft dann im Falle der Anordnung der Abb.4 von dem oberen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 33 über die Hilfskontakte 64 des Schalters 3o, die Erregerwicklung des Relais 45, den unteren Anker und die Kontakte des Relais 34, den unteren Anker und die Kontakte des Relais 35, den oberen Anker und die oberen Kontakte des Relais 35 zum unteren Ende der Sekundärwicklung des Transformators 33. Das Relais 45 tritt dann in Tätigkeit und legt die Erregerwicklung des Schalters 30 parallel zu den Sekundärwicklungen des Transformators 33.
  • Bei der Schaltung nach Abb. 6 spielt sich der Vorgang folgendermaßen ab. Die Erregerwicklung des Relais 45 wird erregt über einen Stromkreis, der von dem oberen Ende des Transformators 33 über den unteren Anker und die oberen Kontakte des Relais 35, den Leiter 63, die Erregerwicklung des Relais 45, dem oberen Anker des Relais 3.5, dem oberen Anker des Relais 34 und den Leiter 46 zu dem unteren Ende des Transformators 3.3 verläuft. Relais 45 tritt dann in Tätigkeit und legt die Erregerwicklung des Schalters 30 parallel zu den Wicklungen des Transformators 32 und 33.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltanordnung für Röhrengeneratoren, die zur Steuerung oder zur Stellungsanzeige von elektrischen Apparaten, insbesondere von elektrischen Schaltern, dienen, dadurch gekennzeichnet, daß im Anodenkreis der Generatorröhre (i) als veränderlicher Widerstand eine Steuerröhre (2) liegt, deren Eingangskreis mit dem Ausgangskreis der Generatorröhre rückgekoppelt ist.
  2. 2. Schaltanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkopplung (io) derart einstellbar ist, daß der Röhrengenerator (i) auch dann noch in Tätigkeit bleibt, wenn die Steuerspannung am Gitter der Steuerröhre (2) nicht mehr vorhanden ist.
  3. 3. Schaltanordnung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkopplung (io) so lose einstellbar ist, daß die- Leistungsabgabe des Röhrengenerators (i) aufhört, wenn die Steuerspannung am Gitter der Steuerröhre (2) einen gewissen Wert unterschreitet.
  4. 4. Schaltanordnung nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkopplung (io) und die Steuerspannung so bemessen sind, daß nahezu gleichzeitig mit einer geringen Veränderung der Steuerspannung ein sehr starker Anstieg des Anodenstromes bewirkt wird.
  5. 5. Schaltanordnung nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Steuerröhre und Generatorröhre in eine Doppelgitterröhre (2q., 25) züsammengefaßt sind.
DEA58727D 1928-08-08 1929-08-09 Schaltanordnung fuer Roehrengeneratoren, die zur Steuerung oder zur Stellungsanzeige von elektrischen Apparaten, insbesondere von elektrischen Schaltern, dienen Expired DE603630C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN120581348A (zh) * 2025-06-16 2025-09-02 广州西门子能源变压器有限公司 用于高海拔地区的换流变压器

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