DE603661C - Vorrichtung mit gelenkigen Gliedern fuer koerperliche UEbungen - Google Patents

Vorrichtung mit gelenkigen Gliedern fuer koerperliche UEbungen

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DE603661C
DE603661C DEM124113D DEM0124113D DE603661C DE 603661 C DE603661 C DE 603661C DE M124113 D DEM124113 D DE M124113D DE M0124113 D DEM0124113 D DE M0124113D DE 603661 C DE603661 C DE 603661C
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Description

Vorrichtungen für Leibesübungen, insbesondere zur Ausführung von Ruderbewegungen, sind bekannt. Ebenso wurde für diesen Zweck eine aus drei Schwinghebeln bestehende Vorrichtung in Vorschlag gebracht, die mit einer von den Schwinghebeln unabhängigen Stütze für die Füße versehen ist, welche sich während der Betätigung der Vorrichtung auf dieser Stütze in fester Stellung und in Ruhelage befinden. Außerdem sind mit dieser bekannten Vorrichtung, die zum Pendeln zur Wiederherstellung der Beweglichkeit des Körpers nach Verwundungen u. dgl. bestimmt ist, nur Schwingbewegungen geringen Ausmaßes möglich.
Demgegenüber handelt es sich bei der Erfindung um eine aus drei Schwinghebeln bestehende Vorrichtung, bei welcher sich die Füße auf einer an einem dieser drei Schwinghebel angebrachten Stütze befinden, so daß auch die Beine an den Schwingbewegungen teilnehmen, also der ganze Körper die Leibesübungen ausführen kann und hierdurch gekräftigt wird.
Bei dieser Vorrichtung sind die Enden eines und desselben Schwinghebels, der an einem Zwischenpunkt auf einem festen Traglager des Traggerüstes drehbar gelagert ist, außer mit der Stütze für die Füße auch noch mit der Stütze für den Rumpf ausgerüstet. Ferner ist der von Hand betätigte Schwinghebel in einem festen, zwischen seinen Enden liegenden Lager gelagert.
Bei der Vorrichtung ruht der Körper auf drei schwingenden Stützpunkten, die untereinander verbunden sind. Die Vorrichtung wird unter Ausnutzung des eigenen Körpergewichts zusammen mit der Muskelkraft bei Bewegungen zur Überwindung von Widerständen und als Antrieb bei Vorrichtungen für Leibesübungen und andere Zwecke betätigt, indem zwei Hebel an einem festen Gestell an zwei verschiedenen Stellen bewegt werden. Diese beiden Schwinghebel sind durch einen dritten, ebenfalls schwingenden Hebel miteinander verbunden, so daß der auf dem einen Hebel ruhende Körper nach oben und unten schwingt, wenn man mittels der Arme einen Griff auf den anderen Hebel einwirken läßt. Die durch das Heben und Senken des Körpers geleistete Arbeit kann nicht nur als Leibesübung ausgeführt werden, sondern auch zum Bewegen mechanischer Vorrichtungen Anwendung finden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in Abb. 1 bis 3 in einigen Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt.
In allen Abbildungen der Vorrichtung sind die Stützpunkte des Körpers für die Schenkel, die Füße und die Hände mit den Buchstaben A, B und C bezeichnet. Bei C denke man sich einen Griff in senkrechter Richtung zu der Ebene der Zeichnung angebracht. Die Bewegungen des die Vorrichtung in Tätigkeit Setzenden sind bei jeder angegebenen Form der Ausführung stets die gleichen.
Wenn sich eine Person auf den Stützpunkt A setzt, die Füße auf B legt und mit den Händen den Punkt C umfaßt, den Griff C von links nach rechts zieht und gegen die Stütze B drückt, bewegt sich diese von oben nach unten, während sich der Stützpunkt A von unten nach oben bewegt. Bei entgegengesetzter Bewegung, d. h. wenn man den Griff C von rechts nach links schiebt und das Körpergewicht auf die Stütze A ίο verlegt, bewegt sich diese von oben nach unten und macht eine der vorigen entgegengesetzte Schwingung. In dieser Weise können bei jeder dieser Schwingungen die aus der Muskeltätigkeit und dem Körpergewicht entstehenden Kräfte ausgenutzt werden.
Nach Abb. 1 besteht die Vorrichtung aus dem Schwinghebel 1, 2, der bei 3, und aus dem Hebel 4, 4', der bei 5 in dem Gestell 8 gelagert ist. Diese beiden Hebel sind bei 6 und 9 durch den Hebel 7 verbunden, so daß sie ein einheitliches Gelenksystem bilden.
Um die Vorrichtung in Tätigkeit zu setzen, setzt sich die Person auf A, stützt die Füße auf B und umfaßt mit den Händen den Griff C. Wenn nun auf die Stütze B gedruckt und der Hebel 4, der in dem Griffe C endet, von links nach rechts gezogen wird, so erzielt man eine Schwingung des Schwinghebels 1, 2. Während der Punkt B einen Kreis von oben nach unten beschreibt, beschreibt der Punkt A einen Kreis von unten nach oben. Bei entgegengesetzter Bewegung, d. h. wenn man das Körpergewicht auf die Stütze A verlegt und den Griff C von rechts nach links schiebt, bewegt sich der Schwinghebel i, 2 in der der vorherigen entgegengesetzten Richtung; der Punkt A beschreibt einen Kreis von oben nach unten und der Punkt B einen Kreis von unten nach oben.
In der Vorrichtung nach Abb. 2 sind der Schwinghebel 1, 2 und der Hebel 4, 4' nicht nur in 6 und 9 durch den Hebel 7 verbunden, sondern auch durch eine in 5 am Stützpunkt des Hebels 4, 4' befestigte Stange 12 und eine in 9 am Ende des Schwinghebels 1, 2 angebrachte Stange 10. Diese beiden Stangen sind außerdem unter sich in 11 verbunden, worauf die Stütze .4 ruht, so daß sie ein einheitliches Gelenksystem bilden.
Wenn die für Abb. 1 beschriebenen abwechselnden Bewegungen ausgeführt werden, erzielt man dieselben Schwingungen der Stützend, und B und des Griffes C. In der Vorrichtung entsprechend der Abb. 3 ist die Stange 7 nicht direkt mit dem Schwinghebel verbunden, sondem am Stützpunkt 9 mit zwei Hilfsstangen 11 und 11', von welchen die erste an einem festen Punkte 10 des Gestelles 8 und die andere am Ende 12 des Schwinghebels unterhalb der Stütze .4 ihrerseits verbunden sind. Die auf der Vorrichtung sitzende Person erzielt bei der Ausführung der für Abb. 1 beschriebenen Bewegungen dieselben Schwingungen der Stützen A und B und des Griffes C. Die Ausführung nach Abb. 3 zeigt die Besonderheit, daß der Stützpunkt 5 des Hebels 4, 4', der mit dem Griffe C endet, sowie der Hebel und das Gelenk, die ihre Schwingungen übertragen, unterhalb des Stützpunktes 3 des Schwinghebels angeordnet sind.
Bei jeder der beschriebenen Ausführungsformen können die Schwingungen oder abwechselnden Bewegungen auch dadurch erzielt werden, daß ein Fuß auf A, ein Fuß auf B gesetzt und mit den Armen der Griff C betätigt wird.
In welcher Weise auch immer ein Druck auf eine der Stützend, und B ausgeübt und der Griff C nach der dem Druck entgegengesetzten Richtung geschoben bzw. gezogen wird, erzielt man abwechselnd schwingende Bewegungen und Kräfte, die zur Überwindung von Widerständen und zum Antrieb von an der Vorrichtung angebrachten Anordnungen ausgenutzt werden können. Außer den verschiedenen beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung können viele Änderungen ihrer Bauart vorgenommen werden, ohne von dem Grundgedanken abzugehen.
So können die Hebelarme verstellbar sein, um sie der Größe der Personen anzupassen, go welche die Vorrichtung benutzen, und um die Verschiebungen, die Größe der Schwingungen und die Kraftaufwendung zu verändern. Ebenso kann ihre Form und Lage von der dargestellten abweichen, ohne daß man von dem Grundgedanken und dem Zwecke der Erfindung abgeht. Die Stützen, die Stützpunkte und die Punkte, wo Kraft angewandt wird, können verschiebbar, verstellbar, laufend und beweglich sein. Die Verbindung der drei beweglichen Stützen kann außer der in der Zeichnung angegebenen auch in anderer Weise erfolgen, und zwar außer starren und beweglichen Hebern auch durch Kreisausschnitte, Zahn- oder Reibungsräder.
Die Vorrichtung kann sowohl auf einem feststehenden als auch auf einem beweglichen, verschiebbaren, laufenden, fahrbaren usw. Gestelle ruhen oder angebracht werden, damit sie ausgenutzt werden kann, um abwechselnd Schwingbewegungen sowie unterbrochene, fortgesetzte, zusammengesetzte oder getrennte umlaufende Bewegungen zu erzielen bei Inanspruchnahme jedes Punktes des Apparats je nach dem Fall und der Notwendigkeit.
Die Stützend, B und C können doppelt oder 1*5 gabelförmig sein, um die Stellung der Person, die die Vorrichtung in Tätigkeit setzt, und ihren Antrieb zu erleichtern. Es lassen sich auch zwei oder mehrere Vorrichtungen nebeneinander, paarweise, in einer Reihe oder übereinander an- igo ordnen, um von mehreren Personen zusammen bedient zu werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Vorrichtung mit gelenkigen Gliedern für körperliche Übungen und zum Bewegen mechanischer Vorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie lediglich aus drei Schwinghebeln (i und 2, 4 und 4', 7) besteht, von welchen die Enden des einen Schwinghebels (1, 2), der an einem Zwischenpunkte
    (3) auf einem festen Lager des Traggerüstes (8) drehbar gelagert ist, je mit den Stützen (A, B) für Rumpf und Füße ausgerüstet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von Hand betätigte Schwinghebel (4 und 4') in einem festen, zwischen seinen Enden liegenden Lager (5) gelagert ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
    RKRLlN. GEDRUCKT IN DEH
DEM124113D 1933-01-21 1933-06-14 Vorrichtung mit gelenkigen Gliedern fuer koerperliche UEbungen Expired DE603661C (de)

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