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Feuerlöscher mit einem im Innern des Löschflüssigkeitsbehälters angeordneten
Chemikalienbehälter Die Erfindung betrifft einen Feuerlöscher mit einem im Innern
des Löschflüssigkeitsbehälters angeordneten Chemikalienbehälter und einem zum Ausschneiden
der Verschlußscheibe dieses Behälters dienenden Schneidwerkzeug, das an einer von
außen drehbaren Spindel befestigt ist.
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Bei einem bekannten Feuerlöscher dieser Art ist der Chemikalienbehälter
in eine in der Stirnwand des Löschflüssigkeitsbehälters befindliche Öffnung eingeschraubt,
und zwar derart, daß er etwas aus dem Löschflüssigkeitsbehälter herausragt. Die
äußere Stirnwand des Chemikalienbehälters enthält ein Muttergewinde für eine sich
in der Längsrichtung des Chemikalienbehälters erstreckende Schraubspindel, die an
ihrem innerhalb des Chemikalienbehälters befindlichen Ende das Schneidwerkzeug zum
Ausschneiden der Verschlußscheibe trägt. Dieser bekannte Feuerlöscher hat den Nachteil,
daß die Schraubspindel dauernd der Einwirkung des Chemikals ausgesetzt ist und daß
es nicht möglich ist, den Chemikalienbehälter an der das Muttergewinde für die Schraubspindel
aufweisenden Öffnung zuverlässig nach außen hin abzudichten.
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Gemäß der Erfindung soll dieser Nachteil dadurch vermieden werden,
daß die Spindel außerhalb des Chemikalienbehälters angeordnet ist und aus zwei gegeneinander
längsverschiebbaren, aber nicht verdrehbaren Teilen besteht. Der innere, das Schneidwerkzeug
tragende Teil ist in einem hülsenartigen Fortsatz des Verschlußstückes drehbar und
längsverschiebbar gelagert und weist Querstifte auf, die in einen schraubengangartig
- verlaufenden Führungsschlitz oder mehrere solcher Führungsschlitze des Fortsatzes
eingreifen, während der vordere, das Handrad tragende Teil der Spindel in dem Verschlußstück
drehbar gelagert ist und mittels eines in eine entsprechende Aussparung eingreifenden
eckigen Fortsatzes mit dem inneren Spindelteil unverdrehbar gekuppelt ist.
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Feuerlöscher, bei denen das zur Zerstörung der Verscblußscheibe des
Chemikalienbehälters dienende Werkzeug außerhalb des Chemikalienbehälters angeordnet
ist, sind zwar bekannt. Bei diesen bekannten Feuerlöschern ist aber das Werkzeug
als Stoßwerkzeug, z. B. als Schlagstift, ausgebildet, dem der Nachteil anhaftet,
daß er nicht immer eine genügend große Austrittsöffnung für das Chemikal schaffen
kann. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Verschlußscheibe aus Metall,
z. B. aus Blei, besteht. Auch ist bereits ein Feuerlöscher bekanntgeworden, bei
dem ein schraubspindelähnliches
Glied aus zwei gegeneinander längsverschiebbaren,
aber nicht gegeneinander verdrehbaren Teilen besteht. Bei diesem Feuerlöscher ist
aber der längsverschiebbare Teil der Spindel selbst als Verschlußglied für den Chemikalienbehälter
ausgebildet.
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Durch die Erfindung werden die Nachteile der bekannten Feuerlöscher
beseitigt, ihre Vorteile jedoch vereinigt. Wesentlich ist insbesondere, daß die
das Schneidwerkzeug tragende Spindel mit dem Verschlußstück für den Löschflüssigkeitsbehälter
unabhängig von dem Chemikalienbehälter eingesetzt und herausgenommen werden kann
und daß eine einwandfreie Abdichtung der Spindel gegen das Verschlußstück möglich
ist. Dadurch, daß der das Schneidwerkzeug tragende Teil der Spindel mittels Querstifte
in dem bzw. den schraubenartig verlaufenden Führungsschlitzen des hülsenförmigen
Fortsatzes des Verschlußstückes geführt ist, ergibt sich zugleich die Möglichkeit,
die Bewegung des Schneidwerkzeuges dem vorliegenden Zweck besonders anzupassen.
Nach der Erfindung ist die Anordnung getroffen, daß der Führungsschlitz oder die
Führungsschlitze in ihrem letzten inneren Teil ohne Steigung verlaufen. Infolgedessen
wird bei der Drehung der Spindel das Schneidwerkzeug zunächst gegen die Verschlußscheibe
herangeführt und dann das Schneidwerkzeug nur gedreht, wobei es die Verschlußscheibe
ausschneidet. Es hat sich gezeigt, daß dieser Bewegungsvorgang des Schneidwerkzeuges
zum schnellen und sicheren Öffnen des Chemikalienbehälters sehr vorteilhaft ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
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Abb. i zeigt den Feuerlöscher im Längsschnitt. Abb. 2 zeigt das Verschlußstück
für den Löschflüssigkeitsbehälter des Feuerlöschers ebenfalls im Längsschnitt.
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An dem Boden des Löschflüssigkeitsbehälters i ist im Anschluß an eine
mittlere Öffnung ein Rohrstutzen 2 befestigt, der mit einem seitlichen Ansatz 2a
versehen ist, in dem der mit dem Innern des Löschflüssigkeitsbehälters i in Verbindung
stehende Auslaßkanal 2b angeordnet ist. Der seitliche Ansatz 2a ist dabei als Anschlußstutzen
für die nicht dargestellte Ausspritzvorrichtung ausgebildet. Der Rohrstutzen 2 ist
am äußeren Ende mit einem Muttergewinde versehen und bildet die Fassung für das
mit entsprechendem Außengewinde versehene Verschlußstück 3. In dem Verschlußstück
3 ist eine aus zwei Teilen 4 und 5 bestehende Spindel drehbar gelagert. Der innere
Teil 5 dieser Spindel ist in einem hülsenartigen Fortsatz 3b des Verschlußstückes
3 gelagert und in der Längsrichtung auf dem äußeren Teil 4 verschiebbar geführt.
Der Teil 5 der Spindel ist ferner mit dem Teil 4 in der Drehrichtung dadurch gekuppelt,
daß ein im Querschnitt viereckiger Fortsatz 4a des Teiles 4 in eine entsprechende
Aussparung des Teiles 5 eingreift. Der Spindelteil 4 trägt auf seinem aus dem Verschlußstück
3 herausragenden Ende ein Handrad 6. Der innere Teil 5 weist mehrere Querstifte
7 auf, die in schraubengangartig verlaufende Führungsschlitze 8 des hülsenartigen
Fortsatzes 3b eingreifen. Durch diese Führung des Teiles 5 und seine Verbindung
mit dem Teil 4 wird erreicht, daß beim Drehen des Teiles 4 mittels des Handrades
6 der Teil 5 gedreht und gleichzeitig in der Längsrichtung verschoben wird. Die
Führungsschlitze 8 verlaufen in ihrem letzten inneren Teil ohne Steigung, so daß,
wenn die Querstifte 7 in diesem Teil geführt sind, der Spindelteil 5 nur gedreht
wird. Am inneren Ende des Spindelteiles 5 ist mittels der Schraube 9 eine Scheibe
io befestigt, die an ihrem Umfang mehrere parallel zur Längsachse der Spindel verlaufende
und nach dem Innern des Löschflüssigkeitsbehälters gerichtete messerartige Schneidwerkzeuge
i1 mit schräg ansteigenden Schneiden trägt.
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Die Schneidwerkzeuge ii dienen in bekannter Weise zum Ausschneiden
der z. B. durch dine auswechselbare Bleifolie i2 gebildeten Verschlußscheibe des
Chemikalienbehälters 13, die zwischen einem mit Muttergewinde versehenen ringförmigen
Einsatz 14 des Behälters 13 und einem ausschraubbaren Ring 15 eingeklemmt ist. Das
Ausschneiden der Verschlußscheibe i2 erfolgt beimDrehen desHandrades 6, wobei der
Spindelteil 5 mit den Schneidwerkzeugen zunächst unter gleichzeitiger Drehung nach
der Verschlußscheibe hin verschoben und dann zur Ausführung des Schnittes lediglich
gedreht wird. Je nach der Anzahl der Schneidwerkzeuge ii ist der Winkel, um den
das Handrad 6 zum vollständigen Ausschneiden der Scheibe i2 verdreht werden muß,
größer oder kleiner.
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Der Chemikalienbehälter 13 greift mit einer über die Verschlußscheibe
i2 nach unten hinausragenden, mit Durchbrechungen 17 versehenen Verlängerung 18
seines Mantels in die Fassung 2 für das Verschlußstück 3 ein und stützt sich mit
dem unteren Stirnende dieser Verlängerung gegen eine Ringfläche 3a des Verschlußstückes
3. Die Verlängerung 18 ist mit einem seitlichen Vorsprung 2o oder mehreren solchen
Vorsprüngen versehen, welche z. B. aus herausgedrückten Teilen des die Verlängerung
18 bildenden Mantels bestehen können und in entsprechende Nuten 21 der Fassung 2
eingreifen. Hierdurch wird der Chemikalienbehälter in dem Löschflüssigkeitsbehälter
unverdrehbar und unverschiebbar festgehalten. Die Nuten 2i der Fassung 2 sind nach
außen hin offen, so daß nach dem Herausschrauben des Verschlußstückes 3 der Chemikalienbehälter
13 durch die
Fassung 2 hindurch herausgezogen werden kann.
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Die obere Abschlußwand 22 des Chemikalienbehälters 13 ist zweckmäßig
mit einer Vertiefung, z. B. einer Ausbauchung 22a, versehen, in die ein entsprechender
innerer Vorsprung 23a der oberen Abschlußwand 23 des Löschflüssigkeitsbehälters
i eingreift, so daß sich der Chemi= kaiienbehälter nicht schräg stellen kann.
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Soll als Chemikal eine Säure verwendet werden, so besteht der Behälter
13 zweckmäßig aus Blei oder aus einem anderen säurebeständigen Metall. Die Ringe
1q. und 15 können gegebenenfalls aus einem härteren Metall, z. B. Messing, bestehen,
müssen jedoch mit einem säurebeständigen Überzug versehen sein. D?Ls gleiche gilt
für die Verlängerung 18.