DE603892C - Schweisseinrichtung zum Anbringen der Stifte von Bajonettsockeln elektrischer Gluehlampen und aehnlicher geschlossener Glasgefaesse - Google Patents
Schweisseinrichtung zum Anbringen der Stifte von Bajonettsockeln elektrischer Gluehlampen und aehnlicher geschlossener GlasgefaesseInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schweißeinrichtung zum Anbringen der Stifte an Bajonettsockeln
elektrischer Glühlampen und ähnlicher geschlossener Glasgefäße mit einer die Stifte an
eine feste bockartige Elektrode andrückenden beweglichen Elektrode mit einem stopfenartigen,
zur Herstellung eines flachen Nietkopfes vorgesehenen Einsatz.
Bei Bajonettsockeln für elektrische Glühlampen und ähnliche geschlossene Glasgefäße
werden die Bajonettstifte meist durch Stauchen mit der Sockelhülse verbunden, und zwar entweder
von Hand oder auch mittels selbsttätig wirkender Einrichtungen. Diese arbeiten in der
Weise, daß in vorgestanzte Löcher der Sockelhülse Drähte eingeschoben, dann in einem gewissen
Abstand von der Sockelhülse abgeschnitten und darauf die in das Innere der Hülse
hineinragenden Enden der abgeschnittenen Drahtstücke mittels einer ebenfalls in das
Hülseninnere hineinbewegten auseinandergespreizten Zange gestaucht werden. Die Nachteile
derartiger von Hand oder selbsttätig befestigter Bajonettstifte bestehen darin, daß sie
nicht genügend fest in der Hülse sitzen oder aber sich im Laufe der Zeit von selbst lockern, und
daß die frei vom Sockel abstehenden Teile der Sockelstifte nicht genügend maßhaltig sind und
daher einen ausreichend festen Sitz der Lampe in den Bajonettschlitzen der Fassung nicht gewährleisten.
Die Erfindung bezweckt daher, die Bajonettstifte mit der Sockelhülse durch Verschweißen
fester zu vereinigen, und zwar in ähnlicher Weise, wie dies schon für Verbindungsniete von Blechplatten
oder Radreifenteilen vorgeschlagen wurde, unter Vermittlung einer die Stifte an eine feste bockartige Elektrode andrückenden
beweglichen Elektrode, die ihrerseits mit einem stopfenartigen, flach ausgehöhlten Einsatz zur
Herstellung eines flachen Nietkopfes mit festzuschweißendem Bajonettstift versehen ist.
Erfindungsgemäß ist bei einer derartigen Schweißeinrichtung die bockartige Elektrode
mit einer annähernd halbzylindrischen Lagerpfanne für die Sockelhülse und mit einer mit der
Lagerpfanne bündig abschließenden Buchse ausgestattet, deren Bohrung zur Aufnahme eines
durch ein Loch der Sockelhülse hindurchgreifenden Bajonettstiftes dient. Wird bei einer
derartigen Schweißeinrichtung die in das Hülseninnere eintretende bewegliche Schweißelektrode
der festen bockartigen Elektrode genähert, so wird nicht nur in bekannter Weise das obere in
das Hülseninnere vortretende Ende des Baj onettstiftes zu einem flachköpfigen Niet umgeformt,
sondern gleichzeitig auch der freistehende Schaftteil des Bajonettstiftes gezwungen, die
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Arnold Kollhoff in Berlin-Spandau.
Bohrung der Buchse unter Erzielung einer genau gleichen Baulänge und Stärke auszufüllen. Es
wird somit zusammen mit einer sicheren Verschweißung eine maßhaltige Herstellung der Bajonettstifte
erreicht, was für das richtige Einsetzen von mit Bajonettsockeln versehenen
Glühlampen in Scheinwerfer sehr wesentlich ist. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäß ausgebildeten Einrichtung in Abb. ι schematisch im Aufriß dargestellt.
Die Abb. 2 und 3 zeigen in größerem Maßstabe die Schweißelektroden der Einrichtung im
Längsschnitt und im Querschnitt.
Auf einem Gestell 1 sind zwei Führungsschienen 2,2' (Abb. 3) für einen waagerecht
beweglichen Lagerbock 3 befestigt. Der zweckmäßig aus Kupfer bestehende und als Schweißelektrode
wirkende Lagerbock besitzt eine annähernd halbzylindrische Lagerpfanne 4 (Abb. 2)
zum Einlegen einer Sockelhülse 5, die in bekannter Weise am einen Ende einen am Glasgefäß
der Lampe o. dgl. anliegenden Rand 6 und am anderen Ende einen einwärts gebogenen
Rand 7 aufweist, der bei der späteren Fertigstellung des Sockels in den aus Isolierstoff bestehenden
Bodenteil des Sockels eingreift. Im Lagerbock 3 ist eine mit ihrer Lagerpfanne 4
bündig abschließende konische Buchse 8 aus schwer schmelzbarem Metall, wie etwa Wolfram
oder Molybdän, eingebettet. In axialer Verlängerung zu letzterer ist im Lagerbock eine
Bohrung 9 vorgesehen, die das Einsetzen der Buchse 8 und auch das Bearbeiten der zur Aufnähme
der Buchse dienenden Ausnehmung erleichtert. Die Buchse 8 dient zum Einsetzen eines durch ein Loch 10 der Sockelhülse 5 hindurchgreifenden
Bajonettstiftes 1. Oberhalb des Lagerbockes 3 ist ein die zweite Schweißelektrode
bildender, beim Schweißvorgang in die Sockelhülse 5 eintretender Bolzen 12 vorgesehen,
der in der Buchse 13 eines an einem Gestellbock 14 schwenkbar gelagerten Armes 15
befestigt ist. Letzterer kann durch eine angelenkte Stange 16 verschwenkt werden, wobei
sich dann die bolzenförmige Elektrode 12 gegenüber der bockförmigen Elektrode 3 auf und ab
bewegt. Im Bolzen 12 ist ein aus schwer schmelzbarem Metall bestehender stopfenförmiger
Einsatz 17 eingebettet, der beim Schweißvorgang senkrecht über der Buchse 8 der
bockförmigen Elektrode 3 steht. Der Einsatz besitzt an dem der Buchse zugewendeten
unteren Ende eine flache Ausnehmung 18. Seine obere Stirnfläche liegt wie die Unterfläche
der Buchse 8 frei in einer anschließenden Bohrung 19, Die Vorbewegung des waagerecht
beweglichen Lagerbockes 3 in bezug auf die bolzenförmige Schweißelektrode 12 ist durch
einen Anschlag 28 begrenzt, und zwar wird durch den Anschlag der Lagerbock 3 in dem
Augenblick festgelegt, wo die Buchse 8 in genau senkrechter Verlängerung zum Einsatz 17 der
oberen Schweißelektrode steht.
Der Arbeitsvorgang beim Einschweißen eines Stiftes in die Sockelhülse ist der folgende:
Bei zurückgeschobenem Lagerbock 3 wird in die Buchse 8 ein Bajonettstift 11 lose eingeschoben
und dann über diesen eine Sockelhülse 5 gesetzt, so daß diese in der Lagerpfanne 4
ruht. Der Bock wird dann in den Führungsleisten 2, 2' bis zum Anschlag 28 vorgeschoben.
Durch Hochbewegen der Stange 16 wird sodann der Schweißstrom geschlossen und die bolzenförmige
Elektrode 12 der bockförmigen Elektrode 3 genähert, bis die Aushöhlung 18 auf den
Kopfteil des Bajonettstiftes 11 trifft. Letzterer schließt den Schweißstromkreis des Transformators
und wird durch den durchfließenden Strom stark erhitzt und in einen plastischen Zustand
versetzt, so daß er der weiter andrückenden oberen Elektrode 12 nachgibt. Der untere
Schaftteil des Bajonettstiftes 11 wird dabei zum festen und allseitigen Anliegen an der Wandung
der Buchse gebracht, während sein in die Sockelhülse 5 vortretender Kopfteil zu einem die
flache Aushöhlung 18 des Einsatzes 17 ausfüllenden Nietkopf umgeformt wird. Gleichzeitig
mit dieser Umformung des Bajonettstiftes tritt ein Verschweißen der unteren Nietkopffläche
und auch des oberen Nietstiftumfanges mit der Sockelhülse ein. Ein Verschweißen des umgeformten Bajonettstiftes mit
dem Einsatz 17 und der Buchse 8 erfolgt dagegen nicht, da diese aus schwer schmelzbarem
Metall bestehen und während der kurzen Dauer des Schweißvorganges nicht genügend erhitzt
werden. Nach Beendigung des nur einige Sekunden währenden Schweißvorganges wird die
Stange 16 von Hand oder auch selbsttätig, etwa durch Federwirkung, abwärts gezogen
und damit die bolzenförmige Elektrode 12 wieder in die Anfangslage zurückbewegt. Der
Lagerbock 3 wird dann nach rechts bewegt, damit in gleicher Weise der zweite Bajonettstift
in die Sockelhülse eingesetzt und in ihr eingeschweißt werden kann.
Statt den Lagerbock gegenüber der bolzenförmigen Elektrode 12 zu verschieben, könnte
natürlich auch umgekehrt bei feststehendem Lagerbock die bolzenförmige Elektrode hin und
her bewegt werden.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Schweißeinrichtung zum Anbringen der Stifte an Bajonettsockeln elektrischer Glühlampen und ähnlicher geschlossener Glasgefäße mit einer die Stifte an eine feste bockartige Elektrode andrückenden beweglichen Elektrode mit einem stopfenartigen, zur Herstellung eines flachen Nietkopfes vorge-sehenen Einsatz, dadurch gekennzeichnet, daß die bockartige Schweißelektrode (3) eine annähernd halbzylindrische Lagerpfanne (4) für die Sockelhülse und eine mit der Lagerpfanne bündig abschließende Buchse (8) zur maßhaltigen Herstellung eines eingesetzten und durch ein Loch der Sockelhülse hindurchgreifenden Bajonettstiftes aufweist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bockartige Schweißelektrode (3) längsverschiebbar ist bis zu einem Anschlag (28), welcher die Vorbewegung der Schweißelektrode (3) beendet, wenn die eingesetzte Buchse (8) genau zentrisch unter dem Einsatzstopfen (17) der auf- und ab beweglichen Schweißelektrode stehtHierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP65788D DE603892C (de) | 1932-08-06 | 1932-08-06 | Schweisseinrichtung zum Anbringen der Stifte von Bajonettsockeln elektrischer Gluehlampen und aehnlicher geschlossener Glasgefaesse |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE603892C true DE603892C (de) | 1934-10-11 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP65788D Expired DE603892C (de) | 1932-08-06 | 1932-08-06 | Schweisseinrichtung zum Anbringen der Stifte von Bajonettsockeln elektrischer Gluehlampen und aehnlicher geschlossener Glasgefaesse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE603892C (de) |
-
1932
- 1932-08-06 DE DEP65788D patent/DE603892C/de not_active Expired
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