DE603895C - Antikathode fuer Roentgenroehren - Google Patents
Antikathode fuer RoentgenroehrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Antikathode für Röntgenröhren und ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Wenn eine Röntgenröhre während einiger Zeit in Betrieb gewesen ist, so ergibt sich meistens,
daß die wirksame Oberfläche der Antikathode mehr oder weniger beschädigt ist. Auf die
Dauer beginnen sich Stückchen loszulösen, und diese Erscheinung führt zum Unbrauchbarwerden
der Röhre. Die Erfindung hat den Zweck, die Ursachen der genannten nachteiligen Wirkung zu beseitigen und das Abblättern der
Antikathode zu verhindern oder mindestens stark zu verringern.
Es ist bereits bekannt, die Auftreffstelle der Kathodenstrahlen auf die Antikathode aus
abwechselnd nebeneinander angeordneten Schichten von einem Metall mit guter Wärmeleitfähigkeit
und einem Metall mit hohem Schmelzpunkt herzustellen, um die Wärmeleitfähigkeit des Antikathodenspiegels zu verbessern.
Gemäß der Erfindung ist bei der Anitkathode die von den Elektronen getroffene Oberfläche
in eine Anzahl von Feldern unterteilt. Die Oberfläche besteht dabei aus einem einheitlichen
Metall, so daß sie einer hohen thermischen Belastung gewachsen und über ihre ganze Ausdehnung
zum Aussenden von Rötgenstrahlen einer bestimmten Wellenlänge geeignet ist. Die Felder der wirksamen Antikathodenoberfläche
sind durch tiefe in das Metall hineingehende Trennfugen begrenzt, deren Breite so
gering ist, daß praktisch keine Elektronen eindringen können.
Es ist bekannt, die wirksame Oberfläche der Antikathode mit einer Anzahl kleiner Metallstufen
zu versehen, die in einer Ebene hintereinander angeordnet sind und durch einen im
Querschnitt gezahnten Streifen aus Silber dargestellt werden. Mit der bekannten Vorrichtung
werden ganz andere Zwecke verfolgt; es soll ein bandförmiger Brennfleck erzeugt und eine
Mehrzahl von Auftreffstellen für die Kathodenstrahlen geschaffen werden. Eine hoch belastete
Röntgenröhre mit einer gleichmäßigen Aus-Sendung von Röntgenstrahlen einer bestimmten
Wellenlänge wird dadurch nicht erhalten.
Die günstige Wirkung der Fugen ist wahrscheinlich dem Umstand zuzuschreiben, daß die
infolge der Erhitzung im Material auftretenden Spannungen durch die Anbringung der Fugen
größtenteils aufgehoben werden.
Die Fugen können dadurch gebildet werden, daß in der geschlossenen Oberfläche Einschnitte
gemacht werden. Sie können aber auch von Anfang an z. B. in der Weise gebildet werden, daß
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Gottfried Bruno Jonas in Eindhoven, Holland,
eine Anzahl von Blöckchen nebeneinandergelegt wird. "1^ ' '" " ';
Eine besonders günstige Ausführung ist diejenige, bei der die strahlenaussendende Oberfläche
durch eine Anzahl aneinander anliegender draht- oder bandförmiger Körper oder durch eine
Anzahl aneinander anschließender Windungen ' oder Schleifen eines oder mehrerer solcher
Körper gebildet wird,
ίο Eine besonders geeignete Ausführungsform wird ferner dann erhalten, wenn ein oder mehrere draht- oder bandförmige Körper zu einer Spirale mit aneinander anliegenden Windungen gewunden sind.
ίο Eine besonders geeignete Ausführungsform wird ferner dann erhalten, wenn ein oder mehrere draht- oder bandförmige Körper zu einer Spirale mit aneinander anliegenden Windungen gewunden sind.
Bei einer anderen Ausführungsform wird die Oberfläche durch strahlenförmig von der Mitte
aus zum Umfang laufende Lamellen gebildet. Diese können eine dreieckige Gestalt aufweisen,
aber es können auch Drähte oder Bänder konstanter Breite benutzt werden, die derart gebogen
sind, daß sie eine geschlossene Oberfläche bilden.
Eine Elektrode mit einer Oberfläche, wie sie oben beschrieben ist, wird auf sehr einfache
Weise wie folgt hergestellt. Ein Draht oder Band, z. B. aus Wolfram, wird spiralförmig zu
einem Ring oder einer Scheibe gewunden, und zwar derart, daß die Windungen gut aneinander
anschließen. Dieser Ring oder diese Scheibe wird auf gebräuchliche Weise in einem Tragkörper
aus gut wärmeleitendem Stoff, z. B. aus Kupfer, befestigt und derart abgeschliffen oder auf
andere Weise bearbeitet, daß eine geschlossene Oberfläche entsteht.
Es hat sich herausgestellt, daß Röntgenröhren mit umlaufenden Anoden, deren Wolframpastille
erfindungsgemäß aus einem spiralförmig gewundenen Draht besteht, stärker belastet sind
und eine längere Lebensdauer haben als die vorher benutzten. Die Erfindung vergrößert dadurch
die Anwendungsmöglichkeit und die Brauchbarkeit von Röntgenröhren mit umlaufender
Anode.
In der Zeichnung ist eine Anzahl von Ausführungsbeispielen
von Anoden und Röntgenröhren gemäß der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht einer beim Betrieb
umlaufenden Anode, die in Fig. 2 teilweise im Schnitt dargestellt ist.
Fig. 3 und 4 sind entsprechende Darstellungen einer anderen Ausführungsform.
Fig. 5 ist eine Vorderansicht einer Anode in einer weiteren Ausführungsform.
In Fig. ι besteht der Teil 1 aus einem Metall
von gutem Wärmeleitvermögen, wie z. B. Kupfer. Auf diesem Metall ist in Form eines
Ringes 2 eine Wolframschicht angebracht, die in gutem thermischem Kontakt mit der Unterlage steht, um die rasche Abführung der infolge
des Auftreffens der Kathodenstrahlen in der Oberfläche entwickelten Wärme zu fördern.
In diesem Wolframring sind nun in zueinander senkrecht stehenden Richtungen Einschnitte 3 S
gemacht. Die Wände dieser Einschnitte sind aneinandergedrückt, und die Oberfläche kann
derart bearbeitet sein, daß die Einschnitte von außen her kaum oder gar nicht sichtbar sind.
Bei der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform ist in dem Tragkörper 4 eine aus
einem Metall von hoher Ordnungszahl, z. B. aus Wolfram, bestehende Pastille befestigt. Diese
Pastille zeigt im Schnitt eine Anzahl von aneinander anliegenden Lamellen, die jedoch eine ununterbrochene
Oberfläche bilden. Diese Lamellen sind dadurch entstanden, daß die Pastille, anstatt aus einem vollen Ring zu bestehen,
dadurch gebildet ist, daß ein Metallband zu einer Spjxale, mit aneinander anliegenden
Winduripifglwickelt worden ist. Da
ein Draht sich schwer zu einer festen Scheibe oder einem Ring formen läßt, ist es vorteilhaft,
ein Band zu benutzen, da ein Band besser seine Form behält, obwohl in diesem Fall mehr
Materialverlust auftritt. Die ursprüngliche Höhe des Bandes ist durch eine gestrichelte Linie in der
Zeichnung angegeben.
Durch Abschleifen des spiralförmig gewundenen Bandes, nachdem auf letzteres ein Tragkörper
gegossen ist, wird eine vollkommen ebene Oberfläche erhalten, die sich von außen von
einer Anode mit gebräuchlicher ringförmiger Pastille nicht unterscheidet. Der ,Unterschied
macht sich jedoch beim Betrieb sehr deutlich geltend; nach einer gleichen Anzahl ähnlicher
Belastungen ist die beschriebene Anode noch vollkommen unbeschädigt, jedenfalls nahezu
nicht angegriffen, während die Anode nach der früheren Bauart stark durch die Belastung gelitten
hat.
In Fig. 5 ist die Vorderfläche einer Anode dargestellt, bei der derselbe Zweck erstrebt ist,
aber bei der statt eines einzigen Bandes eine große Anzahl von draht- oder bandförmigen
Körpern 6 verwendet ist. Diese erstrecken sich strahlenförmig von dem Kreis 7 aus und sind
derart gebogen, daß sie eine ganz geschlossene Oberfläche bilden, die in bezug auf eine Pastille
aus vollem Material ähnliche Vorteile bietet wie die Bauart nach den Fig. 3 und 4. Auch in
diesem Fall kann durch Abschleifen der auf die Kante gestellten Bändchen eine dünne Pastille
erhalten werden, in der anscheinend keine Unterbrechungen vorkommen, die aber trotzdem
eine große Anzahl von Fugen aufweist, welche der Anode ihre vortrefflichen Eigenschäften
verleihen.
Claims (5)
- Patentansprüche:I. Antikathode für Röntgenröhren, dadurch gekennzeichnet, daß die 'von den Elektronen getroffene Oberfläche in eine An-zahl von Feldern eines einheitlichen Metalls unterteilt ist, die durch tief in das Metall hineingehende Trennfugen begrenzt sind, deren Breite so gering ist, daß praktisch keine Elektronen eindringen können.
- 2. Antikathode nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Elektronen, getroffene Oberfläche der Antikathode ganz oder teilweise durch eine Anzahl aneinander anliegender draht- oder bandförmiger Körper oder durch eine Anzahl von Windungen oder Schleifen eines oder mehrerer dieser Körper gebildet ist.
- 3. Antikathode nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche durch sich strahlenförmig von der Mitte aus zum Umfang erstreckende Drähte oder Bänder gebildet ist.
- 4. Antikathode nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche ao ganz oder teilweise durch einen oder mehrere draht- oder bandförmige Körper gebildet ist, die zu einer Spirale mit aneinander anliegenden Windungen gewickelt sind.
- 5. Verfahren zur Herstellung einer Antikathode einer Röntgenröhre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Metall,z. B. aus Wolfram, bestehendes Band zu einer Scheibe oder einem Ring so gewickelt wird, daß die Windungen aneinander anliegen und die Scheibe oder der Ring nach Befestigung in einem Tragkörper aus gut wärmeleitendem Stoff, wie z. B. Kupfer, abgeschliffen oder auf andere Weise derart bearbeitet wird, daß eine geschlossene Oberfläche entsteht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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