DE604011C - Verfahren und Vorrichtung, um fluessige Schlacken und Schmelzen hochporoes erstarrenzu lassen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung, um fluessige Schlacken und Schmelzen hochporoes erstarrenzu lassen

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DE604011C
DE604011C DESCH94392D DESC094392D DE604011C DE 604011 C DE604011 C DE 604011C DE SCH94392 D DESCH94392 D DE SCH94392D DE SC094392 D DESC094392 D DE SC094392D DE 604011 C DE604011 C DE 604011C
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highly porous
melts
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung, um flüssige Schlacken und Schmelzen hochporös erstarren zu lassen Um flüssige Schlacken und Schmelzen möglichst restlos in eine hochporöse, trockene Schaumschlacke von einheitlicher, feinzelliger Struktur zu verwandeln, ist es erforderlich, die Menge des dazu nötigen Wassers in ein richtiges Verhältnis zu der aufzublähenden Schlacke zu bringen, dergestalt, daß möglichst nur die eben zum Aufblähen der Schlacke dienende Wassermenge zugeführt wird, um zu verhindern, daß die Schlacke in dem Wasser untersinkt, dadurch abgeschreckt und außerdem zu feucht wird, wie auch, daß sich ein unerwünscht hoher Prozentsatz von Schlackensand bildet.
  • Um diesen Erfolg zu erreichen, hat man bisher die flüssige Schlacke mit einer geringen Wassermenge in einer muldenförmigen Rinne in Berührung gebracht, die geneigt aufgestellt ist, so daß die zufließende Schlacke und das ebenso dauernd zufließende Wasser sich in der Rinne unter allmählichem Aufblähen der Schlacke fortbewegen. Es hat sich nun gezeigt, daß die Anwendung einer solchen muldenförmigen Aufblährinne verschiedene Nachteile hat. Zunächst entsteht hierbei immer noch ein gewisser Prozentsatz Feinsand, während es doch erwünscht ist, eine möglichst hundertprozentige Ausbeute an grobkörnigem und großstückigem, hochporösem Material zu erhalten. Ferner wird die Schmelze in der stets mehr oder weniger schmalen Rinne in einer dicken Schicht zusammengehalten, und da infolge der sehr hohen Isolierwirkung und geringen Wärmeleitfähigkeit des Materials diese dicke Schicht im Innern nicht schnell genug erstarren kann, laufen die einzelnen kleinen Zellen und Poren wieder zu großen Gasblasen zusammen, so daß hierdurch eine unerwünschte Strukturveränderung der im ersten Augenblick des Aufblähens schön schwammigen, feinporigen Schaumschlacke stattfindet. Durch die Entstehung der großen Gasblasen erhält der fertige Kunstbims ein mehr muschelartiges, schaliges Aussehen, wodurch sowohl die hohe Isolierwirkung und das leichte Gewicht als auch das gleichmäßig schwammige Aussehen beeinträchtigt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man sowohl die Ausbeute als auch die Qualität des Kunstbimsmaterials ganz bedeutend verbessern und aus manchen flüssigen Schmelzen eine sehr schöne, druckfeste Schaumlava herstellen kann, daß man aber ferner auch die aufgeblähte, noch zähflüssige Masse direkt in Formen gießen und dadurch ohne jeden Bindemittelverbrauch fertige Baukörper und Isolierkörper aller Art herstellen kann.
  • Dieser Erfolg wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß man dafür sorgt, daß sich das Wasser und die flüssige Schmelze ungehindert nach allen Seiten ausbreiten können. Dadurch wird sowohl die Wasserschicht wie auch die Schicht der feuerflüssigen Schmelze in ihrer Stärke wesentlich herabgesetzt, so daß man auf diese Weise dem vorhin genannten Ziel, nämlich dem richtigen Verhältnis zwischen Aufblähflüssigkeit und Schmelze, 4erhebIìch näher kommt, als dies bisher, insbesondere bei Verwendung von mehr oder weniger schmalen und muldenförmigen Rinnen, möglich war.
  • Wenn man z. B. eine breite, ebene Fläche mit einer geringen Menge Wasser oder anderer geeigneter Flüssigkeit beschickt und die feuerflüssige Schmelze hinzufließen läßt, so breitet sich sowohl die Aufblähflüssigl<eit als auch die flüssige Schmelze in einer breiten, ganz dünnen Schicht über die ebene Fläche aus, wobei die Schmelze restlos oder fast restlos zu einer hochporösen, feinzelligen, trockenen, großstückigen Masse aufgelockert wird. Da die Aufblähflüssigkeit hierbei nur in einer- ganz dünnen Schicht vorhanden ist, können nicht einzelne Teile der Schmelze in ihr untersinken, die gesamte Masse muß sich vielmehr über ihr ausbreiten und großstückig aufblähen. Es kann daher hierbei nicht viel Feinsand entstehen. Da keine plötzliche Abschreckung státtfindet und das erstarrte Material noch einige Zeit die Rotglut behält, bekommt auch das Endprodukt erheblich bessere Zähigkeit und Festigkeit als seither.
  • Die dünne Schicht der Schmelze wird naturgemäß von dem Wasserdampf und den bei der Verdampfung des Wassers entstehenden Gasen schnell und energisch -durchsetzt.
  • Ferner findet bei der in dünner, breiter Schicht ausgebreiteten Schmelze eine sehr starke Wärmeausstrahlung statt, und es setzt sofort die Erstarrung ein, wodurch das Ineinanderlaufen der feinen Poren und Zellen zu großen Gasblasen verhindert und die Beibehaltung der schwammigen, feinzelligen Struktur gewährleistet wird.
  • Das so vorbereitete Material ist noch zähflüssig und plastisch und kann mit Hilfe einer geeigneten Transportvorrichtung, eines Becherwerkes o. dgl., gefördert und als großstückige, hochporöse Masse gewonnen werden, die dann in einer besonderen Aufbereitung gebrochen und in die einzelnen marktgängigen Körnungen sortiert werden kann.
  • Man kann diese noch genügend plastische Masse aber auch direkt in Formen gießen und langsam abkühlen oder tempern lassen, um auf diese Art ohne weitere Aufbereitung und ohne Bindemittelverbrauch gleich fertige leichte Baukörper oder Isolierkörper-aller Art, z. B. Blöcke, Platten, Steine, Dielen, Schalen, Rohre, Säulen usw., herzustellen. Die vorgenannten Baukörper oder Isolierkörper kann man auch, je nach Bedarf, mit Metalleinlagen armieren, indem diese - Einlagen vor dem Gießen oder während desselben in die Formen gebracht werden, um die Zug-und Druckfestigkeit der fertigen Formlinge noch ganz bedeutend zu erhöhen. Weiter kann man natürlich auch daraus ganz große, leichte Blöcke gießen, welche in die gewünschten Formen zersägt oder zerteilt werden können.
  • Das auf vorgenannte Art hergestellte poröse Material ist nicht hygroskopisch und hat auch keine Kapillarität. Für manche Zweclçe ist es jedoch erwünscht, daß dasselbe direkt wasserabweisende Eigenschaften besitzt. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß man der Aufblähflüssigkeit irgendeine wasserabweisende Substanz, z. B. eine Bitumenemulsion o. dgl., zusetzt, damit diese Substanz bei der Schaumbildung direkt in die gesamte poröse Masse mit eindringt und dort haftenbleibt.
  • Die Zeichnungen veranschaulichen beispielsweise Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung.
  • Gemäß Abb. I und 2 wird eine nach abwärts gebogene breite Rutschea zur Ausübung des neuen Verfahrens verwendet, die sich von der Abstrichrinne b aus entsprechend der zu erwartenden Ausbreitung des Wassers und der flüssigen Schmelze erweitert und etwas geneigt ist, so daß sich sowohl das durch den Hohlkörper c zugeführte Wasser wie auch die aus der Rinne b kommende Schmelze in dünner Schicht ausbreiten können. Die Rutsche hat oben bei d einen Drehpunkt, so daß ihr Gefälle jederzeit, auch während des Betriebes, genau geregelt und z. B. mittels Spannschlosses t beliebig eingestellt werden kann. Unterhalb der gebogenen Rutsche a befindet sich eine Wasserfangschale oder ein Sammelbecken e, in welchem die noch etwa mitfließende dünne Wasserschicht aufgefangen und zur Wiederverwendung gesammelt wird. Da die aufgeblähte, poröse, noch rotglühende und plastische Masse vorn von der gebogenen Rutsche a abfällt, während der Rest der noch mitfließenden dünnen Wasserschicht an der breiten Fläche haftend herunterfließt bis zum Sammelbecken e, findet hier eine vollkommene Trennung zwischen Wasser und Schaumschlacke statt, so daß letztere ganz trocken gewonnen werden kann.
  • Gemäß Abb. 3 dient zur Ausübung vorgenannten Verfahrens ein sich langsam drehender Zylinder g, über dessen breite Außenfläche sowohl die Aufblähflüssigkeit als auch die aufzublähende Schmelze sich ausbreitet, wobei die Schmelze in derselben Weise, wie vorstehend beschrieben, aufgelockert wird. Auch hierbei fällt die aufgeblähte, noch zähflüssige Masse vorn an dem Zylinder ab, während der Rest der dünnen Wasserschicht an der sich langsam drehenden Trommelfläche haftet und bis zum tiefsten Punkt mitgenommen wird.
  • Die Schmelze wird hier wieder durch die Abstrichtinne b zugeführt, während das Wasser durch ein parallel zur Zylinderachse liegendes, eine. Mehrzahl von CYffnungen oder Düsen aufweisendes Rohr k möglichst gleichmäßig über die Zylinderfläche verteilt wird.
  • Um das Herabfließen des Wassers oder der Schmelze nach den Seiten bei plötzlich gesteigerter Zuführung zu verhindern, kann man den Zylinder beiderseits mit (punktiert angedeuteten) Abschlußscheiben ausrüsten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren, um flüssige Schlacken und Schmelzen hochporös erstarren zu lassen, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufblähflüssigkeit und die feuerflüssige Schmelze auf eine ebene oder gewölbte Unterlage geleitet werden, die ein ungehindertes seitliches Ausbreiten beider Stoffe, insbesondere der Schmelze, ermöglicht.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die das Wasser und die Schlacke empfangende breite Unterlage drehbar ist, um das Gefälle der Fläche jederzeit nach Belieben ändern und einstellen zu können.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Wasser und Schlacke empfangende Unterlage als langsam laufende Walze oder Zylinder ausgebildet ist.
DESCH94392D 1931-06-04 1931-06-04 Verfahren und Vorrichtung, um fluessige Schlacken und Schmelzen hochporoes erstarrenzu lassen Expired DE604011C (de)

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DE (1) DE604011C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1068608B (de) * 1959-11-05 Knapsack-Gnesheim Aktiengesellschaft1, Knapsack bei Köln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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