DE605802C - Verfahren zur Raffination von Erdoel u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Raffination von Erdoel u. dgl.

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DE605802C
DE605802C DEO18620D DEO0018620D DE605802C DE 605802 C DE605802 C DE 605802C DE O18620 D DEO18620 D DE O18620D DE O0018620 D DEO0018620 D DE O0018620D DE 605802 C DE605802 C DE 605802C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G17/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with acids, acid-forming compounds or acid-containing liquids, e.g. acid sludge
    • C10G17/02Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with acids, acid-forming compounds or acid-containing liquids, e.g. acid sludge with acids or acid-containing liquids, e.g. acid sludge
    • C10G17/04Liquid-liquid treatment forming two immiscible phases
    • C10G17/06Liquid-liquid treatment forming two immiscible phases using acids derived from sulfur or acid sludge thereof

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Raffination von Erdöl u. dgl. In dem Hauptpatent 594 555 wurde ein Verfahren beschrieben, Erdöle, deren Destillationsprodukte sowie bituminöse Körper mit Ausnahme von Teerfraktionen und mittleren Fraktionen des Erdöls mittels Chlorsulfonsäure zu raffinieren. Es hat sich nun gezeigt, daß bei besonders schwer zu raffinierenden Ölen, wie den Paraffinölen, ein farbloses Öl infolge Anwesenheit von schwer auswaschbaren öllöslichen Sulfonsäuren nur schwierig erhältlich ist. Diese Art von Ölen wird bisher beispielsweise durch einmalige Behandlung mit Schwefelsäuremonohydrat und darauf" folgende mehrmalige Behandlung mittels Oleums raffiniert. Bei schwer zu raffinierenden Ölen behandelt man das Öl etwa fünfmal mit dem letztgenannten Raffinationsmittel. Diese Art der Raffination ist selbstverständlich mit Zeitverlusten sowie Verlusten an wertvollem Öl verknüpft.
  • Es wurde nun gefunden, daß man in Ausbildung des Verfahrens des Hauptpatents wesentlich schneller zu erheblich besseren Ausbeuten gelangt, wenn man das betreffende Öl mit einer hinreichenden Menge Chlorsulfonsäure vorbehandelt und das abgehobene saure Öl etwa zweimal mit Oleum nachbehändelt. Bei leichter zu raffinierenden Ölen kann man die Nachbehandlung statt mit Oleum auch mit konzentrierter Schwefelsäure durchführen. Außerdem kann man gegebenenfalls nach erfolgter Oleumbehandlung etwa einmal mit Schwefelsäuremonohydrat nachbehandeln. Man kann also mit anderen Worten in dem obengenannten Falle die einmalige Behandlung mit Schwefelsäure und fünfmalige Behandlung mit Oleum durch eine Vorbehandlung mit Chlorsulfonsäure und die eben nötige Anzahl von Nachbehandlungen mit Oleum bzw. konzentrierter Schwefelsäure ersetzen.
  • Die bei den bisher üblichen Verfahren mit Oleum in erheblichem Maße anfallenden Abfallschwefelsäuren sind als solche technisch nicht verwertbar. Hingegen werden bei dem neuen Verfahren durch jede Nachbehandlung mit Oleum bzw. Schwefelsäure in ähnlicher Weise wie durch die Vorbehandlung mit Chlorsulfonsäure Sulfonsäuren gewonnen, welche sich mittels Laugen leicht neutralisieren lassen. Hierdurch arbeitet das neue Verfahren erheblich rationeller als das bisher ausgeübte. Die so erzeugten Salze können in Lösung oder in trockner Form angewandt werden. Sie besitzen vorzügliche Beständigkeits- und Emulgierungseigenschaften sowie ein gutes Schaum- und Netzvermögen und sind daher für die mannigfaltigsten Zwecke in der Textil-, Papier- und Lederindustrie verwendbar.
  • Die durch die Vorbehandlung sowie die Nachbehandlungen anfallenden Sulfonsäuren können entweder jede für sich aufgearbeitet werden oder im Gemisch miteinander für die obengenannten Zwecke Anwendung finden.
  • Beispiel ioo Gewichtsteile eines russischen Paraffinöles werden unter sorgfältiger Kühlung und Rührung mit 2o Gewichtsteilen technischer Chlorsulfonsäure bei etwa 3o' C behandelt. Am nächsten Tage läBt man die entstandene Sulfonsäure ab und versetzt die obere Ölschicht allmählich bei etwa 50' C mit io Gewichtsteilen Oleum (2o°/o SO.-Gehalt). Nach nächtlichem Stehen zieht man die Sulfonsäure ab und behandelt die obere Schicht in der gleichen Weise mit derselben Oleummenge. "Am folgenden Tage wird die untere Schicht abgelassen und das Öl in üblicher Weise gewaschen, getrocknet, mittels Bleicherde entfärbt und filtriert. Das so erhaltene Öl ist farblos, geruchlos und geschmacklos und kann für medizinische Zwecke angewandt werden.
  • Um den gleichen Effekt zu erzielen, sind bei der obengenannten Ölmenge nach dem bisherigen Verfahren io Gewichtsteile Schwefelsäuremonohydrat und danach fünfmal je 15 Gewichtsteile Oleum (2o0/, S03) erforderlich.
  • Die nach dem neuen Verfahren anfallenden Sulfonsäuren werden jedesmal mit Wasser aufgenommen. Die entstandene Lösung wird in üblicher Weise von Mineralölresten befreit, mit Natronlauge neutralisiert, gegebenenfalls gebleicht und im Vakuum zur Trockne eingedampft.

Claims (1)

  1. PATGNTANSPRUCI3: Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Raffination von Erdöl, Schieferöl, Braunkohlenteer, Tieftemperaturteer und deren Destillationsprodukten sowie bituminösen Körpern, wieErdwachs o. dgl., mitAusnahme von Teerfraktionen und von mittleren Fraktionen des Erdöls mittels Chlorsulfonsäure nach Päterit 594555. dadurch gekennzeichnet, daB die genannten Produkte mit Chlorsulfonsäure vorbehandelt und mit rauchender bzw. konzentrierter Schwefelsäure nachbehandelt und nach Abtrennung von der zuletzt entstandenen Sulfonsäure in üblicher Weise gewaschen, _ getrocknet und entfärbt werden. -
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