DE606490C - Verfahren zur Oberflaechenveredelung von Metallgegenstaenden, insbesondere von Werkzeugen - Google Patents
Verfahren zur Oberflaechenveredelung von Metallgegenstaenden, insbesondere von WerkzeugenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- B23K35/00—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
- B23K35/22—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
- B23K35/24—Selection of soldering or welding materials proper
- B23K35/32—Selection of soldering or welding materials proper with the principal constituent melting at more than 1550°C
- B23K35/327—Selection of soldering or welding materials proper with the principal constituent melting at more than 1550°C comprising refractory compounds, e.g. carbides
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 4. DEZEMBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49 h GRUPPE 34
Fried. Krupp Akt.-Ges. in Essen*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. November 1929 ab
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Oberflächenveredelung von Metallgegenständen,
insbesondere von Werkzeugen. Zu diesem Zweck werden hochschmelzende
Metallcarbide der Wolframgruppe, die gegebenenfalls einen an sich bekannten Zusatz
eines niedriger schmelzenden Hilfsmetalls (z. B. Kobalt, Nickel, Eisen) aufweisen, zunächst
gesintert. Die gesinterte Masse wird dann gepulvert, das Pulver in beliebig dicker
Schicht auf das Grundmetall aufgelegt und mittels einer Schmelzflamme aufgeschmolzen.
Die Verwendung dieses vorher gesinterten und dann zerkleinerten Stoffes hat dabei den
.Vorteil im Gefolge, daß eine allzu starke Oxydation des Hartmetalls während des
Schweißens vermieden wird. Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren kann
z.B. in folgender Weise ausgeführt werden:
Das aufzuschweißende Metallcarbid wird zunächst gesintert, dann durch Zerkleinern der
gesinterten Masse in einen fein gepulverten Zustand übergeführt, mit einem Flußmittel,
ζ. B. Calciumfluorid, gemischt und in einer Stärke von etwa 3 mm auf die Oberfläche
des auf Rotglut vorgewärmten Werkzeuges aufgetragen. Darauf wird mit einer neutralen
Schmelzflamme, deren Temperatur mindestens 30000 C betragen muß, von einer Seite beginnend
das Grundmetall oberflächlich zum Schmelzen gebracht und dann mit dem Brenner fortlaufend die Metallcarbidmasse in dieses
oberflächliche Schmelzbad eingeschmolzen. Dabei werden wohl die zuunterst liegenden
Schichten mit dem darunterliegenden, an der Oberfläche flüssig werdenden Stahl eine Legierung bilden; der weitaus größte Teil
aber bildet nach dem Schmelzen eine homogene Schicht von Metallcarbiden, die mit
der darunterliegenden legierten Schicht vollkommen verschweißt. Um den Metallcarbiden
möglichst wenig Zeit zur Zersetzung und Vermischung mit der darunterliegenden Grundmasse
zu geben, muß mit einer möglichst heißen Flamme ein schnelles Herunterschmelzen bewirkt werden. Bei der Ausführung des
Verfahrens hat sich, die sogenannte atomare Wasserstoffflamme, die bei einer Temperatur
von 3200 bis 35000 C eine vollkommen neutrale
Atmosphäre ergibt, besonders gut bewährt, doch kann auch jeder andere Kohleoder Metallichtbogen bei Anwendung der _
entsprechenden Vorsichtsmaßregeln verwandt werden. Die Beimengung des Flußmittels
hat den Zweck, die Oberfläche des infolge seines tieferen Schmelzpunktes zeitlich etwas
vor den Metallcarbiden schmelzenden Grundmetalls vor Oxydation zu schützen und dadurch
eine homogene Verbindung zwischen dem Stahl und den geschmolzenen Metallcarbiden
zu erreichen.
Besonders günstige Schweißiverhältnisse lassen sich dadurch erzielen, daß die hochschmelzenden Metallcarbide vor dem Auf-
*) Von dem Patentsweher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Ernst Ammann in Essen.
schweißen einer Nitrierung unterworfen werden. Es bilden sich teilweise Nitride, die,
ohne die Härte der Schneidlegierung zu verringern, den Schmelzpunkt bzw. die Viscosität
bedeutend herabsetzen und somit einen besseren Schweißfluß hervorrufen.
Die erläuterte Erfindung gestattet es nach dem Vorstehenden, durch Aufschweißen von
gepulverten Schneidmetallen, die auf der Basis
to der Carbide der Wolframgruppe aufgebaut sind, in hinreichend dicken Schichten auf
Werkzeuge mit größeren und kompliziert geformten Arbeitsflächen das Anwendungsgebiet
dieser Schneidmetalle weitgehend zu vergrößern. Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung
hergestellte Werkzeuge bieten durch ihre sehr wenig spröde und äußerst verschleißfeste
Oberfläche bei Werkzeugen, z. B. zum Pressen und Ziehen von Metallen, Erd-
ao bohrgeräten usw., die starkem Verschleiß und
gleichzeitig Stoßen ausgesetzt sind, erhebliche Vorteile gegenüber solchen Werkzeugen, die
mit Schnelldrehstahl- bzw. schnelldrehstahlartigen Legierungen bestückt sind. Es ist
as zwar schon bekannt, Legierungen und Schnellarbeitsstähle
mit einem Schmelzpunkt von ungefähr 1300 bis 14000C elektro- bzw.
autothermisch auf Werkzeuge aufzuschweißen; es ist ferner schon bekannt, Hartmetalllegierungen
von Schweißstäben abzuschmelzen und unter Zuführung von Kohlenstoff auf Bohrer aufzutropfen; es ist ebenfalls nicht
mehr neu, körniges Wolframcarbid auf Werkzeuge aufzulegen und unter Anwendung der
atomaren Wasserstoffflamme in der Weise aufzuschweißen, daß nur ein Teil des WoIframcarbides
geschmolzen wird; es ist aber niach nicht vorgeschlagen worden, hochschmelzende
Metallcarbide, z. B. Wolframcarbid©, die gesintert und anschließiend gepulvert wordien
sind, auf Werkzeuge oder Bauteile in beliebig dicker Schicht aufzutragen und homogen
und untrennbar aufzuschmelzen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Oberflächenveredelung von Metallgegenständen, insbesondere von
Werkzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß hochschmelzende Metallcarbide, die gesintert
und anschließend gepulvert worden sind, in beliebig dicker Schicht auf das
Grundmetall aufgelegt und aufgeschmolzen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufzuschmelzenden,
hochschmelzenden gepulverten Metallcarbide vor dem Aufschmelzen einer Nitrierung unterworfen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das aufzuschmelzende
Material mit einem Flußmittel, z. B. Calciumchlorid, gemischt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK117613D DE606490C (de) | 1929-11-22 | 1929-11-22 | Verfahren zur Oberflaechenveredelung von Metallgegenstaenden, insbesondere von Werkzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK117613D DE606490C (de) | 1929-11-22 | 1929-11-22 | Verfahren zur Oberflaechenveredelung von Metallgegenstaenden, insbesondere von Werkzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE606490C true DE606490C (de) | 1934-12-04 |
Family
ID=7243862
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK117613D Expired DE606490C (de) | 1929-11-22 | 1929-11-22 | Verfahren zur Oberflaechenveredelung von Metallgegenstaenden, insbesondere von Werkzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE606490C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE847836C (de) * | 1942-04-10 | 1952-08-28 | Degussa | Verfahren zur Herstellung von Federspitzen |
| DE947010C (de) * | 1950-08-14 | 1956-08-09 | Boehler & Co Ag Geb | Verfahren zum Verschweissen von Hartmetallkarbiden |
| DE972550C (de) * | 1953-11-11 | 1959-08-13 | Starck Hermann C Fa | Verfahren zur Herstellung von Carbiden, Boriden und Siliciden der Schwermetalle sowie von Gemischen solcher Verbindungen |
| DE973525C (de) * | 1951-11-01 | 1960-03-17 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Verfahren zum Panzern von Ventilkegeln |
| NL2002451C2 (en) * | 2009-01-26 | 2010-07-27 | Mammoet Holding B V | Chain saw. |
-
1929
- 1929-11-22 DE DEK117613D patent/DE606490C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE847836C (de) * | 1942-04-10 | 1952-08-28 | Degussa | Verfahren zur Herstellung von Federspitzen |
| DE947010C (de) * | 1950-08-14 | 1956-08-09 | Boehler & Co Ag Geb | Verfahren zum Verschweissen von Hartmetallkarbiden |
| DE973525C (de) * | 1951-11-01 | 1960-03-17 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Verfahren zum Panzern von Ventilkegeln |
| DE972550C (de) * | 1953-11-11 | 1959-08-13 | Starck Hermann C Fa | Verfahren zur Herstellung von Carbiden, Boriden und Siliciden der Schwermetalle sowie von Gemischen solcher Verbindungen |
| NL2002451C2 (en) * | 2009-01-26 | 2010-07-27 | Mammoet Holding B V | Chain saw. |
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