DE607080C - Einrichtung zum Fernsteuern von Sperrkreisen in mit Steuerstroemen netzfremder Frequenz ueberlagerten Starkstromnetzen - Google Patents
Einrichtung zum Fernsteuern von Sperrkreisen in mit Steuerstroemen netzfremder Frequenz ueberlagerten StarkstromnetzenInfo
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- Y04S40/00—Systems for electrical power generation, transmission, distribution or end-user application management characterised by the use of communication or information technologies, or communication or information technology specific aspects supporting them
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Description
- Einrichtung zum Fernsteuern von Sperrkreisen in mit Steuerströmen netzfremder Frequenz überlagerten Starkstromnetzen In mit Steuerströmen netzfremder Frequenz überlagerten Starkstromnetzen werden bekanntlich einzelne Netzteile. gegen die Steuerenergie abgesperrt durch Sperrkreise, die beispielsweise aus einer in den Zug des Netzleiters eingeschalteten Drosselspule und einem dazu parallel liegenden Kondensator bestehen. Ein solcher Kreis wirkt immer nur sperrend für die Frequenz, auf die er abgestimmt ist. In der Regel werden aber für verschiedene Schaltvorgänge verschiedene Sendefrequenzen verwendet. Um auch in diesem Falle eine vollständige Absperrung zu erzielen, stimmt man den Sperrkreis jeweils vor Sendung einer bestimmten Frequenz auf diese Frequenz ab. Beispielsweise können mit einer Vorfrequenz an den Sperrstellen Maschinen angelassen werden, die in vorher zu bestimmenden Zeitabständen die Fortschaltung eines Regelarmes bewirken, der die Sperrkreise auf die jeweils gesendete Frequenz abstimmt. Bei einer derartigen Einrichtung ist es jedoch sehr schwierig, Übereinstimmung zwischen der jeweiligen, beispielsweise einem Frequenzband entnommenen Sendefrequenz und der Resonanzfrequenz des oder der Sperrkreise mit genügender Genauigkeit zu schaffen. Diese Schwierigkeiten werden durch die Erfindung beseitigt.
- Die Erfindung setzt eine Fernsteueranlage voraus, bei der während jeder Sendung der Sender in einer bestimmten Zeit einen gewissen Frequenzbereich durchläuft. Aus diesem Frequenzbereich werden dann in an sich bekannter Weise die benötigten Steuerfrequenzen durch sogenannte Fiequenzwähler ausgesiebt.
- Erfindungsgemäß sind die zum Regulieren der Sperrkreise dienenden Vorrichtungen an einen besonderen Stromkreis angeschlossen, welcher ganz oder teilweise aus den Leitungen des Starkstromnetzes besteht. In diesen Stromkreis schickt man von der Überlagerungszentrale aus zu den zwischen zwei Sendefrequenzen liegenden Zeitpunkten einen Stromstoß, der die zum Abstimmen der Sperrkreise dienenden Vorrichtungen zum Ansprechen bringt. Am zweckmäßigsten verwendet man zum Steuern der Sperrorgane Einphasenwechselstrom. Da die induktiven Leitungswiderstände bei Kabeln und Freileitungen für die einphasigen Wechselströme größer sind als für die mehrphasigen, sind dabei die einphasig gegebenen Steuerfrequenzen in tieferen Bereichen zu halten als die mehrphasigen, um mit annähernd gleich günstigen Verhältnissen zu arbeiten.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt.
- Das Netz i, zwischen dessen Leiter die Empfangsrelais a angeschlossen sind, wird von dem in Stern geschalteten Transformator 3 gespeist. q, ist ein dreiphasiger Überlagerungsgenerator, der über den Aufdrücktransformator 5, die Abstimmkreise 6 und die Schalter 7 an das Starkstromnetz i angeschlossen ist. 8 ist ein Abzweig des Netzes i., der gegen die vom Generator 4 gelieferte Steuerenergie durch die Sperrkreise 9 abgesperrt werden soll. Zwischen den Nullpunkt der Transformatorwicklung 3 und Erde ist über den Abstimmkreis io der Einphasengenerator i i eingeschaltet. An der Sperrstelle 9 liegt zwischen einer Phase des Netzes i und Erde das Relais 12 und der auf die Netzfrequenz abgestimmte Sperrkreis i3. Das Relais 12 öffnet und schließt den Stromkreis des Fortschalteschützes 14, das über die mechanische Kraftleitung 15 die Sperrkreise 9 abstimmt.
- Die Einrichtung arbeitet auf folgende Weise: Mit dem Überlagerungsgenerator 4 wird gleichzeitig der Hilfsgenerator i i in Gang gesetzt, der mit konstanter Frequenz läuft. Seine Erregung wird jedesmal eingeschaltet, wenn der Hauptgenerator 4 eine bestimmte Drehzahl hat, die zwischen zwei Sendefrequenzen liegt. Das Einschalten der Erregerwicklung des Hilfsgenerators i i kann beispielsweise mit Hilfe eines Satzes Frequenzwähler vorgenommen werden. Beim jedesmaligen Einschalten der Erregerwicklung des Generators i i wird ein Steuerstrom über Erde ins Netz gesendet, der an der Sperrstelle das Relais i2 zum Ansprechen bringt, das seinerseits über das Fortschalteschütz 14 und die Kraftleitung 15 die Sperrkreise g weiterschaltet. Der gleiche Stromstoß kann an einer Reihe von Sperrstellen in der gleichen Weise verwendet werden. Der letzte Impuls schaltet den Sperrkreis auf die Ausgangsstellung zurück und den Generator i i aus.
- Die Fortleitung der Stromimpulse kann, wie in der Zeichnung gestrichelt angedeutet, über den Nulleiter 16, wenn dieser vorhanden ist, vorgenommen werden.
- Statt eines Hilfsgenerators kann auch eine Phase des Überlagerungsgenerators 4 zwischen Erde und Nullpunkt gelegt sein. Auch kann man die Aufdrückorgane selbst zur Erdüberlagerung benutzen, indem man den Sternpunkt des Aufdrücktransformators 5 erdet und zu dem Zeitpunkt, wo die Sperrkreise weiterzuschalten sind, einen überlagerungsimpuls ans Netz gibt, indem man nur einen der Schalter 7 (im Ausführungsbeispiel den mittleren) schließt. Auf diese Weise wird eine der drei Phasen des Netzes erdüberlagert. Die Relais an den Sperrstellen müssen dann an diese Phase angeschlossen sein. Oder es kann ein mit dem Hauptgenerator gekuppelter Generator gleicher Polzahl für diesen Zweck verwendet werden.
- Bei den beiden zuletzt erwähnten Überlagerungsarten ist an der Sperrstelle ein Satz Frequenzwähler vorhanden, welche auf Frequenzen, die zwischen den eigentlichen Überlagerungsfrequenzen liegen, abgestimmt sind. Diese Frequenzwähler erfüllen entweder alle die gleiche Funktion (Fortschaltung des Sperrkreises), oder aber jeder Frequenzwähler ist einer anderen Kontaktstellung des Sperrkreises zugeordnet.
- Die Einrichtung gemäß der Erfindung bietet den Vorteil, daß die Sperrkreise von der Überlagerungszentrale aus fernsteuerbar sind und daß die hierzu verwendeten Steuerströme nicht auf demselben Weg ins Netz geschickt werden, auf dem nachher die eigentliche Steuerenergie überlagert wird. Ein Abwandern von Steuerströmen in abzusperrende Netzteile ist dadurch unmöglich gemacht.
Claims (7)
- PATENTANSPR-ÜCHE i. Einrichtung zum Fernsteuern von Sperrkreisen in mit Steuerströmen netzfremder Frequenz überlagerten Starkstromnetzen, dadurch gekennzeichnet, daß die zum automatischen Fernsteuern der Sperrkreise dienenden Vorrichtungen an einen besonderen Stromkreis angeschlossen sind, welcher ganz oder teilweise aus den Leitungen des Starkstromnetzes besteht.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Fernsteuern der Sperrkreise Einphasenstrom dient, der die Starkstrom führenden Leiter gleichphasig durchfließt und seinen Rückweg über Erde oder den Nulleiter nimmt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Sternpunkt des Netzes und an Erde oder an den Nulleiter ein mit konstanter Frequenz laufender Hilfsgenerator angeschlossen ist, dessen Erregung durch vom Sendegenerator betätigte Frequenzwähler zwischen zwei Sendefrequenzen eingeschaltet wird.
- 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einphasensteuerstrom an der Sperrstelle ein Relais betätigt, das die Sperrkreise gegebenenfalls über ein Fortschalteschütz weiterschaltet.
- 5. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Phase des Überlagerungsgenerators zwischen dem Nullpunkt des Netzes und Erde liegt. .
- 6. Einrichtung nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sternpunkt des Überlagerungsgenerators .geerdet und zu den zwischen zwei Sendefrequenzen liegenden Zeitpunkten der Sendegenerator nur einphasig an das Netz angeschlossen ist.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Sperrstelle zwischen Phase und Erde oder Nullleiter angeordnete, auf zwischen den überlagerungsfrequenzen liegende Frequenzen abgestimmte Frequenzwähler die Sperrkreise regulieren.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE607080T | 1930-02-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607080C true DE607080C (de) | 1934-12-17 |
Family
ID=6575585
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930607080D Expired DE607080C (de) | 1930-02-28 | 1930-02-28 | Einrichtung zum Fernsteuern von Sperrkreisen in mit Steuerstroemen netzfremder Frequenz ueberlagerten Starkstromnetzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE607080C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966754C (de) * | 1951-09-02 | 1957-09-05 | Gerhard Nehlsen Dr Ing | Einrichtung und Schaltung zum Vorschub und Rueckzug von Saegen, insbesondere Heisseisensaegen |
-
1930
- 1930-02-28 DE DE1930607080D patent/DE607080C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966754C (de) * | 1951-09-02 | 1957-09-05 | Gerhard Nehlsen Dr Ing | Einrichtung und Schaltung zum Vorschub und Rueckzug von Saegen, insbesondere Heisseisensaegen |
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