DE60708C - Regelungsvorrichtung für Niederdruck-Dampfheizungen - Google Patents
Regelungsvorrichtung für Niederdruck-DampfheizungenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
- F23N3/00—Regulating air supply or draught
- F23N3/06—Regulating air supply or draught by conjoint operation of two or more valves or dampers
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
- F23N3/00—Regulating air supply or draught
- F23N3/02—Regulating draught by direct pressure operation of single valves or dampers
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
- F24D19/00—Details
- F24D19/10—Arrangement or mounting of control or safety devices
- F24D19/1003—Arrangement or mounting of control or safety devices for steam heating systems
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \4
Die Niederdruck-Dampfheizungen arbeiten mit einem Dampfdruck von etwa 0,2 bis 0,3
Atmosphären; steigt" der Druck höher, bis zu 0,5 Atmosphären, so findet das Ueberkochen
des Kessels statt, d. h. das Wasser wird durch das offene, höchstens 5 m aufwärts geführte
Standrohr theilweise hinausgeschleudert. Wird' der Kessel dann nicht schleunigst aufgespeist,
so ist Gefahr vorhanden, dafs die Kesselwandungen glühend, die Nähte undicht werden.
Zweck des vorliegenden Regulirapparates ist nun: 1. den Dampfdruck in engen Grenzen
gleichmä'fsig zu erhalten, 2. das Ueberkochen
zu verhindern und 3. den Kessel bei Wassermangel vor dem Ausglühen zu schützen. Entsprechend
diesen dreifachen Anforderungen setzt sich die Regelungsvorrichtung auch aus drei
gesonderten Theilen zusammen: 1. aus dem Feuerregler, in der beiliegenden Zeichnung
durch Fig. 1 und 2 veranschaulicht, 2. aus dem Zugregler nach Fig. 3 und 4, und 3. aus
einer Rohranordnung nach Fig. 5, 6 und 7.
Wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, besteht der Feuerregler aus einem Gufsgehäuse a, durch
welches die für die Verbrennung nöthige Luft zur Kesselfeuerung gelangt. Ein Teller b kann
durch Auf- und Abwärtsbewegung diese Luftzufuhr mehr oder weniger beschränken, und
zwar geschieht das Bewegen von b, entsprechend dem Dampfdruck, durch letzteren
selbst. Denn da der Teller b in Verbindung steht mit dem Schwimmer e im Rohr/ und
durch das Rohr c sich der Dampfdruck vom Kessel nach dem Gefäfs d fortpflanzt und das
Quecksilber aus letzterem in das Rohr/ drückt, so hebt sich mit steigendem Dampfdruck im
Kessel auch der Teller b und senkt sich bei fallendem Druck.
Unter Umständen — wie bei fehlerhafter Bedienung oder bei Undichtigkeiten im Kesselmauerwerk
— kann aber auch bei geschlossenem Feuerregler der Dampfdruck noch erheblich
steigen und die Gefahr des Ueberkochens sich einstellen; dann tritt der Zugregler in Thätigkeit.
Wie aus Fig. 3 und 4 hervorgeht, ist derselbe in Construction und Arbeitsweise mit
dem Feuerregler vollständig gleichartig, nur dafs durch Verlegen des Tellers b oberhalb des
, Gehäuses a die entgegengesetzte Wirkung hervorgebracht wird, indem nämlich mit dem
Steigen des Dampfdruckes die Luftzufuhr durch das Gehäuse α sich gröfser, umgekehrt sich
kleiner gestaltet. Weiter wird diese Luftmenge nicht zur Feuerung, sondern hinter derselben
in die Kesselzüge geleitet, wodurch einerseits die Wirkung des Schornsteines auf die Feuerung
vollständig aufgehoben ist, während andererseits der kalte Luftstrom die Kesselwandungen
energisch kühlt und die weitere Dampfentwickelung hindert.
Verbindet man nun Feuer- und Zugregler mit einem durch Fig. 5, 6 und 7 veranschaulichten
Rohr c, welches den Druck vom Kessel nach den Reglern überträgt, in der Weise, dafs
dasselbe heberartig, etwa 5 m hoch, aufwärts geführt wird, und der kurze Heberschenkel in
den Wasserraum des Kessels bis zu der Tiefe
eintaucht, die man als unterste Grenze des Wasserstandes festgesetzt hat, so ist auch der
dritten Anforderung Genüge geleistet und dem Ausglühen des Kessels vorgebeugt. Da nämlich
das Heberrohr c bei gewöhnlichem Wasserstand stets mit Wasser gefüllt ist (etwaige Luft
wird beim Kesselfüllen, was ebenfalls durch das Rohr c hindurch erfolgt, selbstthätig entfernt),
so vermehrt sich der Druck in dem langen Heberschenkel plötzlich um das Gewicht einer Wassersäule von der Höhe des kurzen
Schenkels, sobald bei zu niedrigem Wasserstande im Kessel die Mündung von c frei wird
und der kurze Schenkel sich entleert.
Alsdann wirkt die plötzliche Druckvermehrung auf den Regelungsapparat in dem Sinne, dafs
der Feuerregler vollständig schliefst, der Zugregler öffnet; die Dampfentwickelung hört auf,
und das Feuer erlischt schliefslich, da der angegebene Zustand des Regelungsapparates sich
erst wieder ändert, wenn der Kessel aufgespeist wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Regelungsvorrichtung für Niederdruck-Dampfheizungen, die entsprechend ihrem dreifachen Zweck — nämlich den Dampfdruck gleichmäfsig zu erhalten, das Ueberkochen des Wassers zu verhindern und den Kessel bei Wassermangel vor dem Ausglühen zu schützen — sich zusammensetzt aus den drei gleichzeitig vorhandenen Theilen, dem Feuerregler, dem Zugregler und dem Heberrohr c, wobei Feuer- und Zugregler das gleiche Gufsgehäuse α aufweisen, welches durch den Teller b mittelst Quecksilber und Schwimmer vom Dampf für den Luftdurchzug entsprechend geöffnet und geschlossen wird, und wobei ferner das wassergefüllte Heberrohr c, welches den Druck von dem Kessel nach den Reglern überträgt, so geführt ist, dafs der kürzere Heberschenkel in der Höhe des niedrigsten Wasserstandes im Kessel mündet, und dieser Schenkel wasserfrei wird, sobald der Wasserstand im Kessel unter die Mündung von c sinkt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60708C true DE60708C (de) |
Family
ID=334823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60708D Expired - Lifetime DE60708C (de) | Regelungsvorrichtung für Niederdruck-Dampfheizungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60708C (de) |
-
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- DE DENDAT60708D patent/DE60708C/de not_active Expired - Lifetime
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