DE607111C - Verfahren zur Vorbereitung von nachbehandelten und getrockneten Kunstseidenspinnkuchen fuer die Weberei - Google Patents
Verfahren zur Vorbereitung von nachbehandelten und getrockneten Kunstseidenspinnkuchen fuer die WebereiInfo
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- DE607111C DE607111C DEG82544D DEG0082544D DE607111C DE 607111 C DE607111 C DE 607111C DE G82544 D DEG82544 D DE G82544D DE G0082544 D DEG0082544 D DE G0082544D DE 607111 C DE607111 C DE 607111C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren zur Vorbereitung von nachbehandelten und getrockneten Kunstseidenspinnkuchen für die Weberei Wenn Kunstseide in Form von Spinnkuchen oder anderen nicht auf Spulen befindlichen Fadenwickeln einer Naßbehandlung unterworfen und hierauf in dieser Form getrocknet wird, werden beim Trocknen die verschiedenen Schichten des Kuchens oder Wickels verschiedenen Spannungen unterworfen. Die äußeren Schichten können sich infolge des Widerstandes der inneren Schichten nicht ebenso wie diese zusammenziehen und werden beim Trocknen einer Spannung unterworfen. Man erhält daher einen ungleichmäßigen Faden, was sich besonders darin ausdrückt, .daß die einzelnen Fadenpartien ein verschiedenes Schrumpfungsvermögen zeigen. Wenn gleich lange Fadenstücke, die verschiedenen Teilen des nachbehandelten Kuchens entnommen wurden, befeuchtet und wieder getrocknet werden, weisen sie nach dieser Behandlung nicht mehr dieselbe Länge auf. Fäden aus den äußeren Kuchenteilen zeigen bei diesen Schrumpfungsversuchen eine sehr starke Verkürzung (Schrumpfung), während Fäden aus den inneren Kuchensteilen nur eine geringe Verkürzung, meist sogar eine Längenzunahme ergeben. Dieses verschiedene Schrumpfungsvermögen macht sich besonders unangenehm bei der Verwendung des Fadens in der Weberei als Kettfaden bemerkbar, da der beim Schrumpfungsversuch beobachtbare Vorgang der Verkürzung oder Verlängerung des Fadens beim Webstück bei der der Naßbehandlung (Entschlichten, Färben usw.) folgenden Trocknung gleichfalls eintritt. Fäden mit starkem Schrumpfungsvermögen erleiden dabei eine Verkürzung und verändern das Warenbild durchVerschiebung der Bindungspunkte ganz erheblich (Kettspannung). Beim üblichen Abspulen der getrockneten Kuchen ioder Fadenwickel auf Webspulen, z. B. Kreuzspülen, !erhält man demnach Spulkörper mit Fäden, deren Eigenschaften sich periodisch ändern, da immer Fäden aus äußeren Kuchenlagen mit solchen aus inneren Kuchenlagen abwechseln.
- Es wurde nun gefunden, daß sich die Eigenschaften des Fadens im getrockneten Kuchen nicht stetig von außen nach innen ändern, sondern daß das in den äußeren Lagen sehr starke Schrumpfungsvermögen nach innen zu rasch, abnimmt und einen Wert annimmt, der dann im ganzen übrigen Kuchen praktisch konstant bleibt. Die beiliegende Zeichnung stellt die Schrumpfungskurven zweier Kuchen dar. Auf der Abszisse ist die Länge des Fadens des Kuchens, von außen beginnend, aufgetragen, während durch die Ordinaten die Schrumpfung bzw. Längung in Millimeter pro Meter dargestellt ist. Aus dem Verlauf der Kurve ist zu entnehmen, daß Schwierigkeiten in der Verarbeitung hauptsächlich beim äußeren Teil des Kuchens auftreten müssen, und entsprechende Versuche haben gezeigt, daß die Schwierigkeiten verschwinden, wenn man die äußeren 2o bis 25 °fo des Kuchens nicht mit verarbeitet. Der Anteil der äußeren Lagen mit der hohen Schrumpfung an der Gesamtmenge des den Kuchen oder Wickel bildenden Fadens richtet sich nach der Größe des Wickels, der Art der Naßbehandlung und der Trocknung und danach, ob der Kuchen nach der Trocknung gedämpft oder nicht gedämpft wurde. Besonders günstig liegt ,die Schrumpfungskurve bei den Kuchen, die nach dem Verfahren des Patents 531 Orb einer NaBbehandlung unter Lockerung der Fadenlagen unterworfen worden sind. Bei diesen Kuchen ist der Anteil, der erhöhte Schrumpfung aufweist, besonders klein.
- An sich ist es zwar bekannt, den ganzen Spinnkuchen auf gleiche Schrumpfungsfähigkeit zu bringen, und zwar dadurch, daß der Spinnkuchen deformiert wird.
- Wenn man aber nachvorliegendem Verfahren beim Umspulen des Kuchens auf Kreuz- oder andere Spulen den äußeren Teil des Kuchens nicht mit aufspult,' erhält man Spulkörper mit gleichmäßigem Fadenmaterial, das in keiner Weise der in Strangform gewaschenen und getrockneten Kunstseide nachsteht und in, der Weberei ohne Schwierigkeiten verarbeitet werden kann und dabei noch den Vorteil hat; daß der Spinnkuchen geschont wird.
- Die äußeren Teile des Kuchens, die nicht aufgespult wurden, werden vorteilhaft auf Strähne verarbeitet. Durch Befeuchten und Wiedertrocknen der Strähne verschwindet die erhöhte Schrumpfung derselben.
Claims (1)
- PATI;NTANSY1tUCli: Verfahren zur Vorbereitung von nachbehandelten und getrockneten Spinnkuchen und ähnlichen hfilsenlasen Wickeln aus Kunstseide für die Weiterverarbeitung in der Weberei, dadurch gekennzeichnet, daß nur die inneren und mittleren, dem annähernd waagerecht verlaufenden Teil der Schrumpfungskurve entsprechenden Fadenschichten @ in Webspulen übergeführt werden, während die restlichen äußeren Schichten zur Erzielung gleichen Schrumpfungsvermögens für sich noch besonders nachbehandelt werden, z. B. zu Strähnen verarbeitet, angefeuchtet. und wieder getrocknet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG82544D DE607111C (de) | 1932-05-01 | 1932-05-01 | Verfahren zur Vorbereitung von nachbehandelten und getrockneten Kunstseidenspinnkuchen fuer die Weberei |
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Publications (1)
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|---|---|
| DE607111C true DE607111C (de) | 1934-12-17 |
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Family Applications (1)
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| DEG82544D Expired DE607111C (de) | 1932-05-01 | 1932-05-01 | Verfahren zur Vorbereitung von nachbehandelten und getrockneten Kunstseidenspinnkuchen fuer die Weberei |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE607111C (de) |
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1932
- 1932-05-01 DE DEG82544D patent/DE607111C/de not_active Expired
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