DE607653C - Schutzeinrichtung gegen zu hohe Beruehrungsspannung beim elektrischen Lichtbogenschweissen - Google Patents
Schutzeinrichtung gegen zu hohe Beruehrungsspannung beim elektrischen LichtbogenschweissenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K9/00—Arc welding or cutting
- B23K9/10—Other electric circuits therefor; Protective circuits; Remote controls
- B23K9/1006—Power supply
- B23K9/1012—Power supply characterised by parts of the process
- B23K9/1031—Reduction of the arc voltage beneath the arc striking value, e.g. to zero voltage, during non-welding periods
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Description
Beim elektrischen Lichtbogenschweißen ist im Leerlauf, d. h. wenn nicht geschweißt wird,
zwischen Elektrode und Werkstück eine Spannung von etwa 60 bis 80 \rolt vorbanden.
Nach Zündung des Lichtbogens, d. h. im Betriebe, wird die Spannung der Energiequelle
auf die vom Lichtbogen benötigte Spannung von etwa 20 bis 30 Volt durch Widerstände oder Drosselung oder sonstwie
künstlich heruntergesetzt.
Beim Schweißen in Kesseln und ähnlich engen Räumen mit gut leitenden Bauteilen
oder bei Arbeiten an hohen Eisenkonstruktionen ist jedoch die hohe Leerlaufspannung
von 60 bis 80 Volt an der Elektrode lebensgefährlich. Man hat diese hohe Spannung zu
vermeiden gesucht, indem man nicht die Leerlaufspannung der Energiequelle herunterdrückte,
sondern dafür sorgte, lediglich die Spannung dort, wo sie gefährlich sein kann, also zwischen Elektrode und Werkstück,
unschädlich zu machen. Eine zufriedenstellende Lösung, d. h. einen unter allen Umständen wirksamen Schutz hatte man
aber bisher nicht finden können.
Es ist eine Einrichtung bekanntgeworden, die zur Herabsetzung zu hoher Spannung
zwischen Elektrode und Werkstück benutzt werden kann. Bei ihr wird die Leerlaufspannung
der Energiequelle durch einen Spannungsteiler derart aufgeteilt, daß zwischen Elektrode und Werkstück nur ein
gewisser Teil der Spannung der Energiequelle vorhanden ist. Soll geschweißt werden,
so wird bei der zur Zündung üblichen Berührung der Elektrode mit dem Werkstück zunächst ein Schützenschalter in Bewegung
gesetzt, welcher einen Widerstandsteil des Spannungsteilers kurzschließt. Nach der
Schweißung, wenn bei Leerlauf der Energiequelle eine hohe Spannung an der Elektrode
wieder eintreten würde, schaltet der Schützenschalter den erwähnten Teilwiderstand wieder
hinzu, so daß nur wieder eine ungefährliche Spannung an der Elektrode vorzufinden ist.
Diese Einrichtung hat jedoch den Nachteil, daß die Magnetentwicklung des Schützes von
den Schweißströmen durchflossen werden muß, was bei großen Strömen der Erwärmung
wegen Schwierigkeiten bereitet. Auch müssen die Widerstände des Spannungsteilers
den hohen Schweißströmen standhalten, d. h. sie müssen reichlich bemessen sein, was viel Platz beansprucht.
Die im nachfolgenden beschriebene Erfindung benutzt ebenfalls zur Aufteilung der
hohen Leerlaufspannung einen Spannungsteiler, von dem der eine Widerstandsteil im
Leerlauf eingeschaltet ist und im Betrieb durch ein Schütz kurzgeschlossen wird, hat
aber folgende wesentliche Vorteile:
1. von der Höhe des Schweißstromes unabhängig zu sein,
2. die Widerstände der Schützenspulen selber gleichzeitig als Widerstände zur
Spannungsteilung zu benutzen.
Dadurch konnte eine Schutzeinrichtung geschaffen werden, welche gleich gut arbeitet,
einerlei, ob mit hohen oder kleinen Strömen geschweißt wird. Da die Leerlauf- sowie
die Betriebsspannungen der verschiedenen Schweißmaschinen annähernd gleich sind, so
kann der Apparat in ein und derselben Type für fast alle Schweißeinrichtungen verwendet
werden. Der geringe Platzbedarf ermöglicht
ίο auch den leichten Einbau in bereits vorhandene
Schweißmaschinen.
In der beiliegenden Zeichnung bedeuten: SP den Spannungsteiler, zusammengesetzt
aus den Widerständen der Spule I (gleichzeitig Schütz zum Schließen des Schalters)
und Spule II (gleichzeitig Schütz zum Öffnen des Schalters), 5" das Schaltmesser, E die
Elektrode, W das Werkstück, T die Energiequelle.
Wirkungsweise
a) im Leerlauf
Wird nicht geschweißt, d. h. liegt keine Berührung zwischen Elektrode E und dein
Werkstück W vor, so fließt auch kein Strom im Schweißstromkreise, und die Klemmenspannung
der Energiequelle ist auf den Leerlaufwert von 60 bis 80 Volt angestiegen. Wie das Schaltbild zeigt, teilt die Schutzeinrichtung
die Leerlaufspannung an seinen hintereinandergeschalteten Spulen I und II in zwei gleiche Teile auf, so daß je Spule nur
• die halbe Spannung von etwa 30 bis 40 Volt herrscht und auch an der Elektrode, die ja
parallel zu Spule II geschaltet ist, nur die ungefährliche Kleinspannung von höchstens
40 Volt vorzufinden ist.
b) bei der Zündung
Wird zur Zündung die Elektrode E auf das Werkstück W gesetzt, so wird damit Spule II
kurzgeschlossen und die gesamte Leerlaufspannung von 60 bis 80 Volt auf Spule I verschoben. Spule I zieht nun infolge der
erhöhten Erregung das Schaltmesser 6" herein, das von den Kontaktfedern festgehalten wird
und den Schweißstromkreis schließt. Zieht der Schweißer nun die Elektrode langsam ab,
so bildet sich der gewünschte Lichtbogen, und der Schweißprozeß ist eingeleitet.
c) beim Schweißen
Das Schaltmesser bleibt während des Schweißens in seiner vorbeschriebenen
Stellung. Die Spannung an Spule I ist Null, die Spannung an Spule II ist gleich der
Bogenspannung und beträgt nur etwa 20 bis 30 Volt; Spule II ist also nur schwach erregt,
und es kann keine der beiden Schützspulen in Tätigkeit treten.
d) bei Beendigung der Schweißung
Ist die Schweißung beendet, so wird die Elektrode abgezogen, der Lichtbogen reißt ab
und an der Energiequelle tritt Leerlauf ein. Die Spule II wird dabei plötzlich mit 60 bis
80 Volt beschickt und zieht infolge der erhöhten Erregung das Schaltmesser S
heraus. Der Spannungsteiler tritt jetzt wieder in Tätigkeit und verteilt, wie bereits
unter a) beschrieben, die gesamte Leerlaufspannung auf die beiden Spulen, womit wiederum an der Elektrode nur höchstens
40 Volt auftreten können und eine lebensgefährliche Spannung vermieden wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schutzeinrichtung gegen zu hohe Berührungsspannung beim elektrischen Lichtbogensehweißen, bei der zur Spannungsteilung zwei Widerstände vorgesehen sind, von denen der eine beim Betrieb kurzgeschlossen und bei Leerlauf wieder eingeschaltet ist, gekennzeichnet dadurch, daß beide Widerstände gleichzeitig ganz oder teilweise die Magnetspulen eines Schützes bilden, derart, daß die eine Spule durch Schließen des in der Einschaltstellung festgehaltenen Schützes das Kurzschließen, die andere durch Loslösen und Öffnen des Schützes das Wiedereinschalten des einen Widerstandes veranlaßt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE607653T | 1930-06-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607653C true DE607653C (de) | 1935-01-04 |
Family
ID=6575685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930607653D Expired DE607653C (de) | 1930-06-24 | 1930-06-24 | Schutzeinrichtung gegen zu hohe Beruehrungsspannung beim elektrischen Lichtbogenschweissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE607653C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE954089C (de) * | 1954-01-14 | 1956-12-13 | Jan Morelisse | Wechselstrom-Lichtbogen-Schweissgeraet mit automatischer Schaltvorrichtung ueber einen Hilfstransformator |
-
1930
- 1930-06-24 DE DE1930607653D patent/DE607653C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE954089C (de) * | 1954-01-14 | 1956-12-13 | Jan Morelisse | Wechselstrom-Lichtbogen-Schweissgeraet mit automatischer Schaltvorrichtung ueber einen Hilfstransformator |
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