DE607783C - Anordnung zum Glaetten gleichwertiger Impulse geringer Frequenz - Google Patents

Anordnung zum Glaetten gleichwertiger Impulse geringer Frequenz

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DE607783C
DE607783C DE1930607783D DE607783DD DE607783C DE 607783 C DE607783 C DE 607783C DE 1930607783 D DE1930607783 D DE 1930607783D DE 607783D D DE607783D D DE 607783DD DE 607783 C DE607783 C DE 607783C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C19/00Electric signal transmission systems
    • G08C19/16Electric signal transmission systems in which transmission is by pulses
    • G08C19/26Electric signal transmission systems in which transmission is by pulses by varying pulse repetition frequency

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

Es ist bekannt, Meßwerte auf beliebige Entfernungen dadurch zu übertragen, daß von einem Meßwerk Stromimpulse erzeugt werden, deren Häufigkeit ein Maß für die zu übertragende Größe ist. Diese Impulse werden über Fernleitungen einer gewünschten Stelle zugeführt. Da es nicht möglich ist, den einzelnen Stromimpulsen gleichwertige Energiemengen zuzuordnen, pflegt man aus ihnen,
z. B. dadurch, daß man sie zum Umschalten eines Kondensators benutzt, Stromimpulse gleicher Intensität zu erzeugen, die auf ein Meßinstrument zur Einwirkung gebracht werden. Die Lade- bzw. Entladeströme eines Kondensators haben aber infolge des eyponentiellen Anstiegs bzw. Abfalls der Spannung einen besonders stoßartigen Charakter, so däß die Dämpfung des Meßinstruments Schwierigkeiten bereitet, zumal bei der niedrigsten verwendeten Impulshäufigkeit verhältnismäßig große Pausen zwischen den einzelnen Lade- bzw. Entladestößen liegen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Verwendung eines mit besonderen Mitteln gedämpften Instrumentes entbehrlich zu machen. Nach dieser Richtung hin wird gemäß der Erfindung ein wesentlicher Fortschritt dadurch erreicht, daß eine im Sättigungsgebiet arbeitende Elektronenröhre benutzt wird, um den Kondensator mit kon- * stantem Strom zu laden, zu entladen oder umzuladen. Der Kondensator wird zweckmäßig so bemessen, daß bei dem gegebenen Sättigungsstrom der Röhre und der höchsten vorkommenden Impulshäufigkeit die Umladung des Kondensators in der zur Verfügung stehenden Zeit gerade noch beendet werden kann. Infolgedessen wird bei der höchsten Impulshäufigkeit das Meßinstrument mit Gleichstromstößen konstanter Stärke gespeist, die nur durch wesentlich kürzere Pausen unterbrochen sind. Gegenüber den hohen und sehr kurzzeitigen Stromspitzen einer unmittelbar auf das Meßinstrument einwirkenden Kondensatorentladung ist also ein wesentlicher Fortschritt erzielt.
Bei geringen Impulshäufigkeiten werden jedoch die Pausen um ein Mehrfaches länger, als die Dauer der Stromstöße beträgt, so daß für diesen Teil des Arbeitsbereiches noch nicht viel gewonnen ist. Es ist jedoch möglich, auch diesen Nachteil zu beheben. Gemäß der Erfindung wird zu diesem Zweck eine Röhre verwendet, deren Sättigungsstrom infolge der heizenden Wirkung des Anoden-Stroms von dem mittleren Anodenstrom so stark abhängt, daß eine Abnahme der Impulshäufigkeit eine wenigstens nahezu proportionale Abnahme des Sättigungsstroms bewirkt. Dadurch ist es möglich, bei geringeren Impulshäufigkeiten die zeitliche Dauer des einzelnen Impulses so weit zu verlängern, daß die Pausen zwischen den einzelnen dem Meßinstrument zugeführten Stromimpulsen verhältnismäßig kurzzeitig sind und die Anzeige eines gut gedämpften normalen Instruments nicht störend beeinflussen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Mit 1 ist ein Relais bezeichnet, dem über die Fernleitun-
gen 2, 3 die Stromimpulse zugeführt werden, deren Häufigkeit ein Maß für die zu übertragende Größe ist. Von dem Relais ι werden zwei bewegliche Kontakte 4, 5 gesteuert, die ihrerseits einen Kondensator 6 abwechselnd in umgekehrter Richtung in einen Stromkreis schalten, der das Meßinstrument 7, eine Stromquelle 8 und eine Röhre 9 enthält. Die Batterie 8 dient gleichzeitig unter Verwendung eines Widerstandes 10 zum Heizen der Glühkathode der Röhre.
In der Abb. 2 ist die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung an dem zeitlichen Stromverlauf im Meßinstrumentenkreis dargestellt. In der Reihe α ist der Stromverlauf für die höchste Impulshäufigkeit bezeichnet. Die kurzen zwischen den einzelnen Stromimpulsen liegenden Pausen haben dabei störende Schwankungen des Meßinstruments
ao nicht mehr zur Folge. In der Reihe b ist der .Stromverlauf bei der halben Impulsfrequenz wie in der Reihe α dargestellt, wobei vorausgesetzt ist, daß der Sättigungsstrom der Röhre unabhängig von dem mittleren Anodenstrom ist, und in der Reihe c ist der Stromverlauf gezeigt bei derselben Impulsfrequenz, jedoch bei Verwendung einer Röhre, deren Sättigungsstrom vom mittleren Anodenstrom in der gewünschten Weise abhängt. Man erkennt aus einem Vergleich der Reihen b und c, daß sich die Pausenlänge zwischen den einzelnen Stromimpulsen so weitgehend verringert hat, daß sie störende Schwankungen des Meßinstruments 7 nicht mehr hervorrufen kann.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Anordnung zum Glätten gleichwertiger, insbesondere durch Kondensatorladung, -entladung oder -Umladung erzeugter Impulse geringer Frequenz, gekennzeichnet durch Einschaltung einer im Sättigungsgebiet arbeitenden Elektronenröhre, die den Lade-, Entlade- oder Umladestrom des Kondensators hinsichtlich seines Momentanwertes begrenzt und dadurch auf eine größere Zeitspanne verteilt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator oder der Sättigungsstrom der Röhre oder beide so bemessen sind, daß bei der höchsten vorkommenden Impulshäufigkeit die Ladung, Entladung oder Umladung des Kondensators während einer Impulsdauer gerade beendet wird.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Röhre, deren Sättigungsstrom von dem mittleren Anodenstrom so stark abhängig ist, daß eine Abnahme der Impulshäufigkeit eine möglichst proportionale Abnahme des Sättigungsstromes bewirkt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DE1930607783D 1930-02-12 1930-02-12 Anordnung zum Glaetten gleichwertiger Impulse geringer Frequenz Expired DE607783C (de)

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DE (1) DE607783C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE754251C (de) * 1936-04-09 1953-05-11 Siemens & Halske A G Schaltungsanordnung fuer Messgeraete, welche mit Stromimpulsen unter Zuhilfenahme von zur Impulsglaettung dienenden Kapazitaeten oder Induktivitaeten gespeist werden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE754251C (de) * 1936-04-09 1953-05-11 Siemens & Halske A G Schaltungsanordnung fuer Messgeraete, welche mit Stromimpulsen unter Zuhilfenahme von zur Impulsglaettung dienenden Kapazitaeten oder Induktivitaeten gespeist werden

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