DE607955C - Nachgiebige Kreuzgelenkkupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Nachgiebige Kreuzgelenkkupplung, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
Bei der den Gegenstand des Hauptpatents bildenden Kupplung sind die die Kraftübertragung
vermittelnden elastischen Zwischenstücke in einem ringförmigen Gehäuse eingeschlossen.
Dadurch wird es möglich, das die Zwischenstücke bildende Gummimaterial im Interesse einer großen Geschmeidigkeit der
Kupplung sehr weich zu halten und es trotzdem unter starke Vorspannung zu setzen und
to damit die Übertragung großer Kräfte bei verhältnismäßig
kleinem Durchmesser der Kupplung zu ermöglichen. Die Kupplung des Hauptpatents hat aber in dieser Beziehung
noch einen Mangel, insofern, als die Gummimasse der Zwischenstücke nicht von allen
Seiten vollständig eingeschlossen ist. An den Stellen, wo die Arme die Gabelköpfe der
Kupplung das die Zwischenstücke einschließende Gehäuse durchdringen, sind nämlich
ao Aussparungen vorgesehen, die, einerseits um eine gewisse Verdrehung der Arme gegeneinander
und andererseits gegenseitige Winkelausschläge zu ermöglichen, größer sein müssen
als die Querschnitte der Arme, so daß zwischen diese und dem Gehäuse Spalten von
einigen Millimetern Weite bestehen, durch die das an sich schon unter starker Vorspannung
stehende und im Betriebe noch weiter zusammengepreßte Gummimaterial gegebenenfalls
vorquellen kann, wodurch dieLebensdauer der Zwischenstücke in Frage gestellt wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieser Übel stand dadurch vermieden, daß die
elastischen Zwischenstücke sich nicht unmittelbar, sondern durch Vermittlung von sich
an sie anschließenden, die Spalten, zwischen ■
den Gabelkopfarmen und dem Gehäuse überbrückenden, kolbenartigen, festen Zwischengliedern
gegen dieArme abstützen. Dabei läßt man auch die 'Zwischenglieder sich zweckmäßig
nicht unmittelbar an die Arme anlegen, vielmehr erfolgt die gegenseitige Abstützung
durch Vermittlung von in der Umfangsrichtung der Kupplung hochkant gestellten Stahlblechstücken ο. dgl., die nach
Art der Schneiden der Lagerpfannen von Waagen mit den Gabelkopfarmen in Eingriff
stehen.
In den Zeichnungen, die die Erfindung in 5c einer bevorzugtenAusführungsform beispielsweise
veranschaulichen, stellt
Fig. ι die neue Kupplung schaubildlich dar.
Fig. 2 ist ein quer zur Achse gelegter Mittelschnitt. ■
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie III-III der
Fig. 2, wobei die rechte Hälfte gegenüber der linken um 90° gedreht gedacht ist.
Fig. 4 stellt die Kupplung in Aufsicht nach Wegnahme eines Teils des die elastischen
Zwischenstücke einschließenden Gehäuses dar. Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform
in einer der Fig. 4 entsprechenden Abwicklung und mehr schematischen Darstellungsweise.
Fig. 6 veranschaulicht Einzelheiten der Schneidenlagerung der Abstützbleche.
Wie insbesondere Fig. 3 erkennen läßt, werden, wie im Falle des Hauptpatents, auf
den miteinander zu kuppelnden Wellenenden zwei Gabelköpfe 1, 2 befestigt, die im vorliegenden
Falle je zwei einander gegenüberliegende Arme 3, 3 bzw. 4,4 besitzen.
Die Arme 3, 3 und 4, 4 ragen durch Öffnungen 6 von innen in ein ringförmiges Gehäuse
7 hinein, das aus zwei symmetrischen Hälften (Fig. 3) besteht, die durch Schraubbolzen
8 (Fig. 2) zusammengepreßt werden können. In diesem Gehäuse sind die die
elastischen Zwischenstücke bildenden ringsektorförmigen Gummikörper 9 untergebracht,
und zwar wie im Falle des Hamptpatents mit erheblicher Vorspannung. Die Gummistücke 9
sind aber in der Umfangsrichtung wesentlich kürzer als im Falle des Hauptpatents, derart,
daß sie nicht über die Ränder der Gehäuseöffnung 6 greifen. Die Kraftübertragung auf
die Gabelarme 3 und 4 erfolgt durch Vermittlung von beispielsweise aus Aluminium bestehenden
Platten 10, die in das Gehäuse 7 derart eingepaßt sind, daß sie gewissermaßen
als Kolben wirken, deren Zylinder das Gehäuse
7 bildet, während die Gummikörper 9 die Rolle der im Zylinder eingeschlossenen, auf den Kolben wirkenden Druckflüssigkeit
spielen.
In dem der Zeichnung zugrunde gelegten Falle ist angenommen, daß der zwischen je
zwei benachbarten Gabelarmen 3,4 im Gehäuse untergebrachte Gummikörper in zwei
Stücke unterteilt ist, die sich durch' Vermittlung von Zwischenplatten 11 gegen die zum
Zusammenziehen des Gehäuses dienenden Schraubbolzen 8 stützen. Natürlich kann aber die Verbindung der Gehäusehälften miteinander
auch in anderer Weise erfolgen. Die Schraubbolzen können dann in Wegfall kommen
und je zwei Gummikörper zu einem gemeinsamen Stück vereinigt sein.
Die Kraftübertragung von den Zwischengliedern 10 auf die Gabelarme 3, 4 erfolgt mit
Hilfe von Stahlblechstücken 12, die in einer rechtwinklig zur Achse der Kupplung verlaufenden
Mittelebene liegen. Die Stahlblechstücke sind von ringsektorförmiger Gestalt (Fig. 1) und bei der dargestellten Ausführungsform
auf der einen Seite starr in die Aluminiumscheiben 10 eingelassen, während
sie auf der gegenüberliegenden, schneidenartig zugeschärften Seite in gleichfalls aus
Stahlblech bestehende, im Querschnitt winklige Rinnen 13 eingreifen, die ihrerseits an
den in stumpfem Winkel eingewölbten Seiten der Gabelarme 3, 4 anliegen. Die Stahlblechstücke
12 können, wie in Fig. 6 veranschaulicht, auch mit je zwei nach verschiedenen
Seiten abgebogenen Lappen I2a versehen sein, mittels deren sie an den Aluminiumscheiben
10 angeschraubt oder angenietet werden. Sowohl der zugeschärfte Rand der Stahlblechstücke
12 wie auch die diesen Rand aufnehmenden Winkelstücke 13 werden zweckmäßig
gehärtet. Durch diese nach Art der Lagerschneiden einer Waage wirkende Verbindung
wird ein so gut wie reibungsloses Arbeiten der bei der Übertragung der Umfangskraft
zusammenwirkenden Kupplungsteile bei den im Betrieb dauernd auftretenden gegenseitigen
Winkelausschlägen der Kupplungshälften erreicht. Würde man die Aluminiumstücke 10 unmittelbar auf die Gabelarme wirken
lassen, so würde ein starker Verschleiß der sich in breiter Fläche aneinander reibenden
Teile die Folge sein. Außerdem würden durch die fortwährenden unter starkem Druck auftretenden
Verschiebungen nicht unerhebliche Energieverluste entstehen. Durch die Zwischenschaltung
der gehärteten Winkelbleche go 13 wird die Härtung der Gabelarme 3, 4
selbst überflüssig.
Die Schneiden der Blechstücke, die statt unter Vermittlung der Winkelbleche 13 auch
unmittelbar an den in diesem Falle zweckmäßig mit entsprechenden Kerben zu versehenden
Seiten der Arme 3, 4 anliegen können, sollen, um die Reibung auf ein Mindestmaß herabzusetzen, in der Nähe der durch
die Mitte des betreffenden Armes gehenden Axialebene liegen. Das bedeutet, daß die
Arme 3, 4 an den betreffenden Stellen, in der Umfangsrichtung gemessen, möglichst dünn
zu halten sind. Eine · theoretisch reibungsfreie Schneidenlagerung würde sich nur durch
Verlegung der Schneiden in die genannte Ebene erreichen lassen. Da dies für beide
mit einem Arme zusammenwirkenden Schneiden unmöglich ist, weil der Arm dann in der
Mittellinie überhaupt kein Fleisch behalten würde, begnügt man sich zweckmäßig damit,
nur eine der Schneiden in die betreffende Ebene zu verlegen, und zwar diejenige,
die die Umfangskräfte bei der normalen Drehrichtung zu übertragen hat, während die
gegenüberliegende Schneide um ein solches Maß aus der Mittelebene herausgerückt wird, daß der Arm genügend Festigkeit behält.
Eine entsprechende Ausführungsform ist in Fig. 5 veranschaulicht. Hier stellt 9 wieder
eines der elastischen Zwischenstücke dar, das
auf beiden Seiten von den Kolbenstücken io
begrenzt ist. In diese ist je ein besonderer Träger ioa für die Stahlbleche 12 eingelassen,
deren Schneiden in die Scheitel von unmittelbar in die Arme 3 bzw. 4 eingearbeiteten
Kerben 17 eingreifen. Diese Scheitel liegen einerseits in einer gemeinsamen durch die
Mitte der Kupplung gehenden rechtwinklig zur Kupplungsachse, andererseits in einer
durch die Mitten der Arme 3,4 geführten Axialebene, während die gegenüberliegenden
Kerben 18 zur Aufnahme der die Umfangskräfte beim Rückwärtsgang übertragenden
Schneiden außerhalb dieser Axialebene liegen. Die dadurch bedingte stärkere Reibung
dieser Schneiden kann in Hinblick auf die erheblich seltenere Benutzung des Rückwärtsganges
sowie auch auf die geringeren dabei auftretenden Kräfte unbedenklich in Kauf genommen werden.
Wie auf der rechten Seite der Fig. 5 veranschaulicht, kann man die die Kerben 17
enthaltenden Teile der Arme 4 auch als besondere, in die Arme eingelassene Stücke 4"
aus besonders hartem Werkstoff, insbesondere hochwertigem Stahl, ausbilden. Man erzielt
auf diese Weise eine große Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung ohne erhebliche Mehrkosten.
Man kann die Zwischenräume zwischen den Aluminiumstücken 10 und den Gabelarmen 3, 4 zu beiden Seiten der Federbleche
12 mit einem besonders weichen Gummimaterial ausfüllen, um das Eindringen von
Schmutz und Wasser in das Innere des Gehäuses 7 zu verhindern. Da dies Gummimaterial
im Gegensatz zu den Gummizwischenstücken 9 nur unter verhältnismäßig geringem Druck steht, ist ein Herausquellen aus
den Spalten zwischen den Gabelarmen 3,4 und dem Rande der betreffenden Gehäusedurchbrechungen
6 nicht zu befürchten. Man kann die in die erwähnten Zwischenräume einzubringende Gummimasse zur teilweisen
Entlastung der Stützbleche 12 an der Kraftübertragung teilnehmen lassen, wenn man das
Gummimaterial hierfür nicht allzu weich wählt.
Die neue Kupplung zeichnet sich, abgesehen von den eingangs erwähnten Vorzügen, durch
fast verlustfreies Arbeiten sowie durch große Einfachheit der Bauweise und billige Herstellung
aus und läßt dabei recht erhebliche Winkelausschläge zwischen den gekuppelten Wellenenden zu.
Claims (6)
1. Nachgiebige Kreuzgelenkkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, nach
Patent 585 389, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Zwischenstücke (9) sich durch Vermittlung starrer Zwischen- ·
körper (10), die sie von den Durchbrechungen (6) des Ringgehäuses (7)
fernhalten, gegen die Gabelarme (3,4) abstützen.
2. Kreuzgelenkkupplung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abstützung mit Hilfe von Stützkörpern (12) erfolgt, die in einer rechtwinklig
zur Achse durch die Mitte der Kupplung gehenden Ebene liegen und nach Art der Lagerschneiden von Waagen wirken.
3. Kreuzgelenkkupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützkörper (12) aus ringsektorförmigen Stahlblechstücken bestehen, die mit den
Zwischenkörpern (10) starr verbunden sind und mit ihren freien Kanten in den
Scheitellinien von winkligen Einbuchtungen der Gabelarme (3, 4) an diesen anliegen.
4. Kreuzgelenkkupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Eingriff der Stützkörper (12) mit den Gabelarmen durch Vermittlung von als
Rinnen von winkligem Querschnitt ausgebildeten Zwischenstücken (13) aus besonders
hartem Werkstoff erfolgt.
5. Kreuzgelenkkupplung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheitel der winkligen Einbuchtungen (17) der Gabelarme, die die bei
der normalen Drehrichtung der Kupplung hauptsächlich beanspruchten Stützkörper (12) aufnehmen, in durch die Mitte der
Gabelarme gehenden Axialebenen liegen.
6. Kreuzgelenkkupplung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die winkligen Einbuchtungen (17) in in die Gabelarme eingelassenen Stücken
(4a) aus besonders hartem Werkstoff vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK130146D DE607955C (de) | 1933-05-16 | 1933-05-16 | Nachgiebige Kreuzgelenkkupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK130146D DE607955C (de) | 1933-05-16 | 1933-05-16 | Nachgiebige Kreuzgelenkkupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607955C true DE607955C (de) | 1935-01-12 |
Family
ID=7247053
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK130146D Expired DE607955C (de) | 1933-05-16 | 1933-05-16 | Nachgiebige Kreuzgelenkkupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE607955C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2421134A (en) * | 1943-07-19 | 1947-05-27 | Thompson Prod Inc | Universal joint |
-
1933
- 1933-05-16 DE DEK130146D patent/DE607955C/de not_active Expired
Cited By (1)
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| US2421134A (en) * | 1943-07-19 | 1947-05-27 | Thompson Prod Inc | Universal joint |
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