DE608190C - Bei Erreichung eines bestimmten Walzdorndruckes selbst ausschaltende Rohrwalze - Google Patents
Bei Erreichung eines bestimmten Walzdorndruckes selbst ausschaltende RohrwalzeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D39/00—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders
- B21D39/08—Tube expanders
- B21D39/10—Tube expanders with rollers for expanding only
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
19. JANUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE |7c GRUPPE
H139767II7C
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. April 1934 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rohrwalze zum Dichten von Rohren an Lokomotivkesseln
u. dgl., bei welcher in einem Walzen- oder Rollenkäfig befindliche Walzen durch Vorwärtsbewegen eines kegeligen Doms radial
nach außen gedrückt werden. Es sind solche Rohrwalzen schon bekanntgeworden, bei denen
die Spindel des kegeligen Dorns von einer Schraubenfeder umgeben ist, welche im Laufe
des Einwalzverfahrens bei dem sich ständig erhöhenden Druck zusammengepreßt wird,
und es sind ferner Walzen bekanntgeworden, bei denen in Verbindung hiermit eine Kupplung
angeordnet ist, die ausspringt, wenn der Druck eine bestimmte Höhe erreicht hat und
somit der Walzvorgang beendet ist. Vorrichtungen der bekannten Bauart haben aber den
Nachteil, daß im Laufe der Zeit unbeabsichtigte Änderungen eintreten können, wenn
zo die Kupplungsteile sich abschleifen, so daß also eine ständige Kontrolle, gegebenenfalls
ein Nachstellen, und häufig ein Ersatz der Kupplungsteile erforderlich ist, die beispielsweise
aus Abschrägungen besitzenden Teilen
as bestehen.
Die Mißstände dieser alten Vorrichtungen werden durch die neue Erfindung beseitigt,
deren Wesen darin besteht, daß die Kupplungsteile so lange unter Zwangsschluß stehen,
sich also unter keinen Umständen voneinander trennen können, bis die Schraubenfeder auf
ein bestimmtes Maß zusammengedrückt ist. Man ist durch die augenblickliche Entkupplung
also unabhängig von Abnutzungen, die gegebenenfalls auftreten könnten. Das Ziel wird dadurch erreicht, daß die Kupplungsteile
in radialer Richtung zur Achse angeordnet sind, und eine vorteilhafte Ausführungsform
besteht darin, daß man den Walzenkäfig mit einem hülsenartigen oder zylindrischen, das
Walzengehäuse übergreifenden Ansatz bestimmter Höhe versieht, gegenüber welchem das Gehäuse der Vorrichtung axial verschiebbar
angeordnet ist, wobei die Innenwandung des Ringansatzes am Walzenkäfig dazu dient,
einen Kupplungsteil, ζ. B. einen im Walzengehäuse geführten Kuppelstift oder auch mehrere
Kuppelstifte, zwangsläufig in der Kupplungslage zu halten, bis die axiale Verschiebung
des Walzengehäuses gegenüber dem Ringansatz am Walzenkäfig so weit gediehen ist, daß der Kupplungsteil aus dem Bereich
des Ringansatzes nach außen heraustritt.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt
Abb. ι einen Längsschnitt durch die neue Rohrwalze;
Abb. 2 zeigt die Kupplungsvorrichtung in etwas vergrößertem Maßstab;
Abb. 3 ist ein Schnitt nach A-B der Abb. 2, von rechts gesehen;
Abb. 4 ist ähnlich der Abb. 3, zeigt aber die Entkupplungsstellung am Ende der Aufwalzarbeit,
und ,
Abb. 5 zeigt die Gegenkupplung für den Kupplungsstift oder die Kupplungsstifte.
2 ist der Walzenkäfig mit den Walzen i, die gewöhnlich in der Dreizahl vorhanden
sind. Im vorliegenden Fall besitzt dieser bei 3 einen Bund, welcher sich in ein Rohr 5 fortsetzt;
auf den Bund 3 ist ein ringförmiger
Teil 4 aufgesetzt, der fest mit ihm verbunden ist. Die Teile 2, 3, 4 und 5 können also
als einstückig angesehen werden.
13 ist der kegelige Dorn, welcher sich in S die Gewindespindel 12 fortsetzt, die rechts ein
Vierkant besitzt, um gedreht werden zu können. Die Spindel 12 wird von der Mutter 11
umschlossen, und diese sitzt fest in dem . Kopfstück 10, welches mit Gewinde in das
Gehäuse 6 eingeschraubt ist. In diesem Zustand ist das Gehäuse 6 in den Ringansatz 4
des Walzenkäfigs, wie aus Abb. 1 und 2 ersichtlich ist, etwas hineingeschoben.
In dem Gehäuse 6 ist die Schraubenfeder 8 angeordnet, welche das Rohr 5 umgibt. Sie
findet ihr Widerlager links an Spurlagern, einem. Kugellager 17, das sich gegen einen
inneren Bund des Gehäuses 6 anlegt. Eine Mutter 9 ist auf das rechte Ende des Walzen-
ao käfigrohres 5 aufgeschraubt. Durch sie kann man die Spannung der Feder 8 regeln.
Der Ringansatz 4 am Walzenkäfig 2 ist nun innen "zu einem Kupplungsteil ausgebildet,
und zwar besteht dieser (s. Abb. 5) aus einem Kupplungskäfig, der durch einen Ring 18 mit
zwei (oder mehreren) axialen Stäben 16 gebildet ist. Der zweite Kupplungsteil ist als
Stift (oder mehrere Stifte) 15 ausgebildet, der in radialen Bohrungen eines abgedrehten
Ansatzes 7 des Gehäuses 6 geführt ist. Eine um den Umfang dieser Abdrehung gelegte
Blattfeder 14 faßt den oberen Kopf dieses
Stiftes, hat also das Bestreben, den Stift aus der Lage der Abb. 2, d. h. aus dem Bereich
des Kupplungskäfigs 16, herauszuziehen. Dies ist so lange nicht möglich, als der Stift 15
sich im Bereich des Ringansatzes 4 befindet, wie Abb. 2 dies zeigt. Der Ringansatz 4 hindert
also den Stift 15 (oder mehrere Stifte)
zwangsläufig daran, aus dem Bereich des Kupplungskäfigs 16 herauszutreten.
Dies gilt für den Ruhezustand der Walze.
Wenn nun mit der Walze gearbeitet wird, indem man die Spindel 12 dreht, und wenn
Φ5 der. Druck auf den kegeligen Walzdorn 13
immer größer wird, so hat dies zur Folge, daß die sich über die Teile 1 o, 6 fortpflanzenden
Kräfte die Feder 8 immer mehr zusammenpressen, so daß der Kupplungsstift 15 an
einem Stab des Kupplungskäfigs 16 axial entlang gleitet. Wird dabei die Lage der Abb. 4
erreicht, so zieht die Feder 14 den Kupplungsstift ι S aus dem Bereich des Kupplungskäfigs 16, und es ergibt sich somit ein Leerlauf,
welcher dem Arbeiter anzeigt, daß der Einwalzvorgang beendet ist.
Dieser Zwangsschluß zwischen den Kupplungsteilen 15 und 16, welcher durch die
Innenfläche des Ringansatzes 4 hervorgebracht wird, verhindert demnach, daß infolge Abnutzungen
o. dgl. ein frühzeitiges Ausschnappen der Kupplungsteile stattfinden kann.
Claims (5)
- Patentansprüche:ι . B ei Erreichung eines bestimmten Walzdorndruckes selbst ausschaltende Rohrwalze mit kegeligem Walzdorn zum radialen Auseinanderpressen der Walzen und einer in dem Walzengehäuse liegenden, den Walzdorndruck aufnehmenden Schraubenfeder, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzengehäuse (6) gegenüber dem Walzenkäfig (2) entgegen dem Federdruck (8) axial verschiebbar angeordnet ist und daß ein das Walzengehäuse (6) mit dem Walzenkäfig (2) verbindendes, radial in diesen eingreifendes Kupplungsglied (oder -glieder) (15) zwangsläufig in der Kupplungsstellung gehalten wird, bis die axiale Verschiebung zwischen Gehäuse (6) und Käfig (2) einen bestimmten Betrag erreicht hat.
- 2. Rohrwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Walzenkäfig (2) fest verbundener Ringansatz (4) das untere Ende des Walzengehäuses (6) konzentrisch umschließt und einen (oder mehrere) in diesem Ende (7) radial geführten Kupplungsstift (15) zwangsläufig in seiner KupplungssteUung hält, bis er nach axialer Verschiebung des Walzengehäuses um einen bestimmten Betrag vom Ringansatz (4) freigegeben wird und federnd (14) aus seiner Kupplungsstellung nach außen herausspringt.
- 3. Rohrwalze nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenkupplungsteil zum Kupplungsstift (15) als mit dem Walzenkäfig· fest verbundener Käfig mit Längsstäben (16) (Abb. s) ausgebildet ist.
- 4. Rohrwalze nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsstift (15) in radialer Richtung nach auswärts unter der Spannung einer' sich dem Umfang des Walzengehäuses (6) anschmiegenden Blattfeder.(14) steht.
- 5. Rohrwalze nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenkäfig (2) sich zu einem in das Innere des Walzengehäuses (6) hinein erstreckenden Rohr (s) fortsetzt, auf welches einerseits der am Walzenkäfigbund (3) befestigte Ringansatz (4) mit dem Kupplungskäfig (16) aufgeschoben ist, und welcher am oberen Ende die Mutter (9) zum Unterspannungsetzen der über es geschobenen Schraubenfeder (8) trägt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH139767D DE608190C (de) | 1934-04-13 | 1934-04-13 | Bei Erreichung eines bestimmten Walzdorndruckes selbst ausschaltende Rohrwalze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH139767D DE608190C (de) | 1934-04-13 | 1934-04-13 | Bei Erreichung eines bestimmten Walzdorndruckes selbst ausschaltende Rohrwalze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE608190C true DE608190C (de) | 1935-01-19 |
Family
ID=7178291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH139767D Expired DE608190C (de) | 1934-04-13 | 1934-04-13 | Bei Erreichung eines bestimmten Walzdorndruckes selbst ausschaltende Rohrwalze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE608190C (de) |
-
1934
- 1934-04-13 DE DEH139767D patent/DE608190C/de not_active Expired
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