DE608256C - Vorrichtung zum Ein- und Ausschwenken von Stichlochstopfmaschinen fuer Hochoefen und andere Schmelzoefen - Google Patents

Vorrichtung zum Ein- und Ausschwenken von Stichlochstopfmaschinen fuer Hochoefen und andere Schmelzoefen

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DE608256C
DE608256C DEB158355D DEB0158355D DE608256C DE 608256 C DE608256 C DE 608256C DE B158355 D DEB158355 D DE B158355D DE B0158355 D DEB0158355 D DE B0158355D DE 608256 C DE608256 C DE 608256C
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  • Machines For Laying And Maintaining Railways (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Ein- und Ausschwenken von Stichlochstopfmaschinen für Hochöfen und andere Schmelzöfen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ein- und Ausschwenken von mittels eines Tragarmes an einem Träger schwenkbar angeordneten Stichlochstopfmaschinen und besteht darin, daß am Tragarm der Stopfmaschine eine mit selbstsperrendem Antrieb versehene Trommel angeordnet ist, welche an einem gespannten Seil abrollt und hierdurch die Schwenkbewegung der Stopfmaschine bewirkt. In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist das eine Ende des zum Schwenken der Stopfmaschine benutzten Seiles an einem am Ofen vorzugsweise schwenkbar befestigten, als Widerlager für die Stopfmaschine in der Betriebsstellung dienenden Abstandsarm befestigt, so daß die Maschine in der Betriebsstellung durch den Trommelantrieb am Widerlager festgehalten ist.
  • Die Verwendung von Seilen zum Verschwenken von Stopfmaschinen in die Betriebsstellung und aus ihr ist bekannt, doch wird bei diesen bekannten Vorrichtungen das Seil als bewegtes Fördermittel benutzt. Da ein Seil ein unstarres Element ist, bedingt die bekannte Anordnung die Verwendung zweier Seile bzw. Seilstücke; damit zwei entgegengesetzt gerichtete Schwenkbewegungen zustande kommen können. Im Gegensatz hierzu wird erfindungsmäßig zur Ausführung der Schwenkbewegung ein ruhendes Seil verwendet, an dem entlang eine am Schwenkarm angeordnete angetriebene Trommel sich abrollt; da die Trommel ohne weiteres nach zwei Richtungen angetrieben werden kann, kommt man erfindungsmäßig mit einem einzigen Seil für die beiden entgegengesetzten Schwenkbewegungen der Stopfmaschine aus. Abgesehen von diesem Vorteil bietet sich bei der erfindungsmäßigen Anordnung auch die Möglichkeit, den gleichen Trommelantrieb der Schwenkbewegung auch zum Anpressen der Stopfmaschine an den Ofen bzw. an einem am Ofen befestigten Abstandsteil auszunutzen. Man erreicht dadurch, daß das Schwenken und das Festhalten der Stopfmaschine in der Betriebsstellung durch die gleiche Einrichtung bewirkt wird, was zu Baustoff- und Zeitersparnis führt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Fig. i ist eine Draufsicht auf eine Vorrichtung gemäß der Erfindung.
  • Fig.2 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. i und zeigt die Maschine in der Arbeitsstellung. Fig. 3 stellt eine Rückansicht der Vorrichtung nach Fig. i dar.
  • Fig. q. ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 2 und zeigt schematisch eine abgeänderte Ausführungsform der Bewegungsmittel für die Schutzplatte.
  • In Fig. 1, 2 und 3 ist ein Teil der Wand 2 eines Ofens mit einem Abstichloch 3 gezeigt, das, wenn es offen ist, geschmolzenes Metall in eine Rinne ¢ (Abb.4) abfließen läßt, welche in einiger Entfernung unterhalb der Schutzplatte 5 angeordnet ist, die einen Schutz vor Metallspritzern gewähren soll.
  • An einer Stelle nahe an der Ofenwand und in gewissem seitlichem Abstand von dem Abstichloch ist eine der Ofensäulen angedeutet, um welche eine Klammer oder ein Tragarm 7 greift, auf dem sich ein Lager für eine Welle 8 befindet, welche einen Haltearm 9 für die Stopfmaschine G trägt. Fest an der Ofenwand und in einer Ebene oberhalb des Abstichloches 3 befindet sich die Konsole io, an welcher das eine Ende eines rohrförmigen Abstandhalters i i angelenkt ist. Dieser ragt von der Ofenwand nach außen hin ein bestimmtes Stück vor und kommt mit dem Tragarm 9 in Berührung, wenn, wie nach Fig.2, die Maschine in die Arbeitsstellung gebracht worden ist, um ihren Weg in Richtung auf den Ofen zu begrenzen.
  • Gemäß der Erfindung jedoch kann dieser lange Abstandsarm in Fortfall kommen und durch einen verhältnismäßig kürzeren Arm ersetzt werden, wie aus dem Folgenden näher ersichtlich ist. Am Arm i i und vorzugsweise an einer Stelle innerhalb desselben ist das eine Ende eines Schwingkabels 12 befestigt. Das freie Ende dieses Kabels führt nach außen um eine Trommel 1q. herum zu einer Führung 15 auf der Welle 8 des Trägers der Stichlochstopfmaschin.e und von hier über eine Scheibe 16 zu einem Gegengewicht oder einer Spannvorrichtung.
  • Von dem Arm 9 wird ein Motor 18 aufgenommen, der die Schwingbewegung und Einstellung der Maschine bewirkt. Die Ankerwelle des Motors trägt eine Schnecke 19, die mit einem Schneckenrad 2o auf der Welle 21 in Eingriff steht, welche die Trommel 1q. aufnimmt.
  • Mit Hilfe dieser in Fig. i gezeigten Teile und bei Vorhandensein eines Gegengewichtes 17 oder einer Spannvorrichtung von entsprechendem Gewicht oder entsprechender Bauart werden, sobald der Motor 18, welcher ein Umkehrmotor ist, in einer solchen Richtung umläuft, daß die Trommel 1q. sich nach der Zeichnung im Uhrzeigersinne dreht, der Haltearm und die Maschine aus der in vollen Linien gezeichneten Stellung in die gestrichelte oder Ruhestellung gebracht. Mittels der gleichen Teile kann durch Drehung des Motors in entgegengesetzter Richtung die Maschine dann wieder aus der gestrichelt gezeichneten Stellung in ihre mit vollen Linien gezeichnete Lage zurückgebracht werden.
  • Durch die Bewegung der Maschine in die Arbeitsstellung gelangt bei einem Abstandhalter i i von einer Länge, beispielsweise gemäß Fig. i und 2, der Haltearm mit dem äußeren Ende des Abstandhalters in Berührung, so daß eine weitere Einwärtsbewegung der Maschine verhindert wird. Bei weiterem Antrieb des Motors i8 wird der Teil des-Kabels 12 zwischen Trommel 1¢ und der Befestigungsstelle am Abstandhalter stramm angezogen, so daß dieses Kabelstück unter genügender Spannung steht, um eine Auswärtsbewegung der Stopfmaschine nicht zuzulassen. Die Verwendung einer Schnecke zum Antrieb zwischen Motor 18 und Trommel 1q. ermöglicht es, eine solche Ganghöhe zu wählen, daß die Schnecke selbstsperrend ist und die Trommel 1q. gegen unerwünschte Drehung festhält, so daß jede Bewegung der Maschine nach außen zu verhindert wird.
  • Gemäß der Erfindung wird somit eine gemeinsame Vorrichtung benutzt, um die Stopfmaschine sowohl zu schwenken als auch in der Arbeitsstellung festzuhalten. Das Festhalten wird wirksam unmittelbar bei Beendigung der Schwenkbewegung, so daß jeder Zeitverlust vermieden wird, wie er bisher für die eigentliche Betätigung der zusätzlichen Sperrhebel- oder Klemmteile erforderlich war. Es ist daher möglich, die Maschine in die Arbeitsstellung zu bringen und sie gegen Bewegung aus dieser Stellung in viel kürzerer Zeit, als es bisher für möglich gehalten wurde, zu sichern: Diese zweifache Aufgabe wird durch eine einzige Vorrichtung nebst Antriebsmitteln bewirkt.
  • Die Verbindung zwischen der Maschine G und dem Arm 9 erfolgt über ein geeignetes Zapfenlager 23, wie in Fig. 2 näher gezeigt ist. Eine solche Lagerung ermöglicht auch eine Neigung der Stopfmaschine. Der Gelenkzapfen 23 wird vorzugsweise von dem Arm 9 in einem geeigneten Lager, etwa einem Kugellager 2q., aufgenommen, welches die notwendige Drehbewegung zwischen Maschine und Arm gestattet, wie sie für die Spannvorrichtung oder die Steuerung der Bewegungsbahn erforderlich ist.
  • Die zuvor erwähnte Schutzplatte 5 ist an einer Seite bei 56 drehbar, damit sie in die Ruhestellung geschwenkt werden kann. Sie besitzt deshalb ein Auge 57, an dem ein Kabel 58 befestigt ist, das von der Schutzplatte nach oben über eine Führung 59 und von hier zu einem Arm 6o geleitet ist, der sich über das obere Ende der Welle 8 hinaus erstreckt. Mit der Scheibe 59 kann eine Führungsrolle 61 zusammenwirken, um das Kabel stets in der Scheibenrille zu halten. Die Scheibe 59 ist an einem Arm 62 gelagert, der an der Ofensäule 6 befestigt ist.
  • Wenn sich die Maschine aus ihrer gestrichelt gezeichneten Ruhestellung nach Fig. i in die mit vollen Linien gezeichnete Betriebsstellung bewegt, übt der Arm 6o eine Spannung auf das Kabel 58 aus, so daß die Schutzplatte mit einer Geschwindigkeit angehoben wird, die der Schwenkgeschwindigkeit der Maschine entspricht. Bei der umgekehrten Bewegung wird die Schutzplatte wieder mit einer der Schwenkgeschwindigkeit der Stopfvorrichtung entsprechenden Geschwindigkeit gesenkt. Auf diese Weise ist die Gefahr eines Aufeinandertreffens von Teilen der Vorrichtung ausgeschlossen.
  • Fig. 4 veranschaulicht eine etwas abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung, bei der das Mundstück 28' ein Kammstück 63 besitzt, das unter die Schutzplatte 5' greift und diese allmählich entsprechend der Schwenkbewegung anhebt. Infolge der Anordnung des Motors 37 und seiner Getriebeteile weit hinter dem Drehlager 23 (nach Fig. 2) ist es eine verhältnismäßig einfache Sache, ein Übergewicht gegenüber dem vorderen Teil der Maschine herzustellen, so daß die Maschine dort noch das zusätzliche Gewicht der Schutzplatte aufnehmen kann, ohne aus der richtigen Lage zu kommen.
  • Die Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Verbesserung des Aufbaues der Maschine, der Lagerung und der Haltemittel, wobei eine ganz einfache Vorrichtung nicht nur zum Schwenken der Stopfmaschine in die Betriebsstellung, sondern auch zum selbsttätigen Sichern gegen Bewegungen aus dieser Stellung Anwendung findet.
  • Weitere Vorteile sind auf Mittel zurückzuführen, durch die eine genau bestimmte Beziehung zwischen der Stellung der Maschine und der Schutzplatte aufrechterhalten wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE; i. Vorrichtung zum Ein- und Ausschwenken von mittels eines Tragarmes an einem Träger schwenkbar angeordneten Stichlochstopfmaschinen, gekennzeichnet durch eine an dem Tragarm (9) der Stopfmaschine (G) angeordnete beliebig angetriebene Trommel (i4), die mit einem selbstsperrenden Antrieb versehen ist und die durch Abrollen an einem gespannten ruhenden Seil (i2) die Schwenkbewegung der Stopfmaschine bewirkt.
  2. 2: Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende des zum Schwenken der Stopfmaschine (G) benutzten Seiles (i2) an einem am Ofen, vorzugsweise schwenkbar befestigten, als Widerlager für die Stopfmaschine in der Betriebsstellung dienenden Abstandsarm (i i) befestigt ist, so daß die Maschine in der Betriebsstellung durch den Trommelantrieb am Widerlager festgehalten ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Kupplung der Einrichtungen (9, 8) zum Heranbewegen der Stopfmaschine (G) in die Stichlochschließlage mit Einrichtungen (58, 6o) zum Wegbewegen einer gegen Spritzen sichernden Schutzplatte (5) aus der Spritzsicherungsstellung in eine Ruhestellung.
DEB158355D 1932-02-10 1932-11-19 Vorrichtung zum Ein- und Ausschwenken von Stichlochstopfmaschinen fuer Hochoefen und andere Schmelzoefen Expired DE608256C (de)

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