DE608360C - Verfahren zur Herstellung von Monohalogensubstitutionsprodukten des Propans, Butans und Pentans - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monohalogensubstitutionsprodukten des Propans, Butans und Pentans

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DE608360C
DE608360C DEN31222D DEN0031222D DE608360C DE 608360 C DE608360 C DE 608360C DE N31222 D DEN31222 D DE N31222D DE N0031222 D DEN0031222 D DE N0031222D DE 608360 C DE608360 C DE 608360C
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butane
pentane
propane
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mixture
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DEN31222D
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Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/10Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 22. JANUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 608360 KLASSE 12 ο GRUPPE 2oi
im Haag, Holland
Butans und Pentans
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. November 1929 ab
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Monohalogensubstitutionsprodukten des Propans, Butans und Pentans und besteht' darin, daß zunächst aus dem Halogen und dem Kohlenwasserstoff unter Ausschluß von Licht bei möglichst niedriger Temperatur ein gasförmiges Gemisch hergestellt und dieses unmittelbar ohne Vorwärmung unter Ausschluß von Licht auf die Reaktionstemperatur erhitzt wird. Diese Reaktionstemperatur liegt mit Vorteil zwischen 360 und 380 ° bei der Chlorierung von Propan, zwischen 330 und 380 ° bei der Chlorierung von Butan und zwischen 250 und 3300 bei der Chlorierung von Pentan.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Paraffinkohlenwasserstoffe in der Gasphase zu halogenieren. Alle diese Verfahren leiden unter dem Übelstand, daß sehr leicht Explosionen und unerwünschte Nebenreaktionen eintreten, die die Bildung einheitlicher Reaktionsprodukte erschweren und häufig zur Abscheidung von Ruß führen. Um diese Nachteile zu vermeiden, insbesondere die Explosionsgefahr, hat man schon vorgeschlagen, mit erheblichen Überschüssen von gasförmigen Kohlenwasserstoffen zu arbeiten, wodurch natürlich die Kapazität der Anlage nicht voll ausgenutzt wird und weiter auch, nicht immer einheitliche Reaktionsprodukte erhalten werden. Ebenso ist es an sich bekannt, daß Licht die Reaktion zwischen Halogen und gasförmigen Kohlenwasserstoffen beeinflussen kann, und von dieser bekannten Tatsache wird auch Gebrauch gemacht, indem man beispielsweise eine künstliche Belichtung durch Quecksilberlampen zur Durchführung von Chlorierungen von Kohlenwasserstoffen verwendet. Schließlich ist auch schon vorgeschlagen worden, Pentan und Chlor in der Dunkelheit miteinander zu vermischen und das Gemisch dann zunächst auf etwa ioo° vorzuwärmen, worauf es anschließend auf die Reaktionstemperatur erhitzt wird. Auch hierbei ist eine Explosionsgefahr +5 vorhanden, denn bei diesem bekannten Verfahren muß ausdrücklich eine Anlage mit einem Warnungs- und Anzeigesystem verwendet werden. Die erhaltenen Reaktionsprodukte sind auch nicht einheitlich.
Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich das neue Verfahren vorteilhaft dadurch, daß es die Herstellung einheitlicher Monohalogensubstitutionsprodukte des Propans, Butans und Pentans ohne Explosionsgefahr ermöglicht, ohne daß mit großen Über-
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Schüssen von Kohlenwasserstoffen gearbeitet werden muß sowie ohne die Verwendung künstlicher Lichtquellen zur Förderung der Reaktion.
Beispiele
i. Pentan und Chlor werden im Volumenverhältnis 3 : ι getrennt dem Reaktionsgefäß zugeführt und auf etwa 3300 erhitzt. Es findet eine Carbonisierung statt; bei Erhöhung des Chlorgehaltes treten erhöhte Verbrennungserscheinungen auf.
Verdampft man jedoch das Pentan in einer Kammer, die gerade so weit erwärmt ist, daß das Pentan in Dampfform übergeht, und vermischt man dieses Pentan in der Dunkelheit mit Chlor, bevor das Gemisch in die eigentliche Reaktionskammer eintritt, in der die Erhitzung stattfindet, so ist eine Carbonisierung und eine Verbrennung nicht feststellbar, selbst dann nicht, wenn die Chlormenge erhöht wird. Man erhält dann ein Reaktionsprodukt, das weniger als ι ο °/0 Dichloride enthält. Das gesamte Chlor wird während der Reaktion verbraucht.
2. Ein Strom von Chlor und ein Strom von Butan werden getrennt bei gewöhnlicher Temperatur einer Mischvorrichtung zugeführt, die so konstruiert ist, daß Licht nicht zutreten kann. Das Gemisch wird dann einer erhitzten Reaktionskammer zugeführt, die ebenfalls den Zutritt von Licht nicht gestattet.
In dieser Kammer werden 760 1 Butan und 225 1 Chlor 5 Stunden lang auf 3300 erhitzt. Man erhält dann 715 g Monochlorbutane, die zur Hauptsache aus dem primären Monochlorbutan und 53 g Dichlorbutanen bestehen. Alles Chlor wird bei der Reaktion verbraucht, was dadurch festgestellt werden kann, daß freies Chlor aus der Apparatur nicht austritt. 3. In der gleichen Weise wie im Beispiel 2 werden ein Chlorstrom und ein Strom technischen Propans im Volumenverhältnis 1 : 3, beispielsweise 10,6 1 Chlor und 33,11 Propan in der Stunde, in der Kälte und unter Abschluß gegen Licht miteinander vermischt. Dieses Gemisch wird dann durch eine auf 3800 erhitzte Reaktionskammer geführt. Da die Monochloride des Propans zwischen 43 und 560 sieden und daher außerordentlich flüchtig sind, werden hinter den Kühler einige Rohre mit Aktivkohle geschaltet, um durch die Kühlvorrichtung nicht kondensiertes Propylchlorid zu gewinnen. Nach 6 Stunden erhält man 107,4 g durch Kühlung gewonnenes Kondensat, während weitere 54,4 g Kondensat aus der Aktivkohle gewonnen werden.
Bei der Destillation dieser Erzeugnisse erhält man 88 g Monochloride, die zwischen 43 und 560 sieden neben 21,5g Dichloriden.
Durch die Reaktion wird das gesamte Chlor verbraucht.
4. Butan wird bei 150 im Dunkeln mit Brom in solchen Mengen vermischt, daß ein Gemisch von 3 Mol Butan auf 1 Mol Brom entsteht. Dieses Gemisch wird durch ein in einem elektrischen Ofen erhitztes Glasrohr geführt, das vollkommen gegen Zutritt von Licht geschützt ist.
Das aus dem Rohr austretende Reaktionsprodukt wird kondensiert, mit verdünnter Lauge und Wasser gewaschen, über wasserfreies Natriumsulfat getrocknet und fraktioniert.
a) In 3 1I2 Stunden wurde ein Gemisch von 28,5 1 Butan mit 31g Brom durch das Rohr geführt. Die Temperatur des Rohres beträgt 345 bis 365°. In einem hinter das Rohr geschalteten, durch Eiswasser gekühlten Empfänger werden 16 g einer Flüssigkeit mit stark prickelndem Geruch aufgefangen, die noch Butan und HBr enthält. Nach dem Waschen und Trocknen wird fraktioniert; zwischen 88 und ioo° gehen 10,6 g eines Gemisches von Monobrombutanen über; Siedepunkt des reinen 1-Brombutans ioo°, des reinen 2-Brombutans 90 bis 930. Bei weiterer Destillation des Rückstandes tritt HBr-Entwicklung und Verkohlung ein.
Das Brom ist ganz verbraucht worden, die austretenden Dämpfe sind farblos. "Theoretisch kann man aus 31g Brom 26,5 g Monobrombutan erhalten, so daß die Ausbeute g| Xioo=4o%,beträgt. .
b) Ein Gemisch von 31 g Brom und 28 1 Butan werden durch das Rohr geführt. Die Temperatur wird auf 250 bis 2550 gehalten. Das Reaktionsprodukt wird unter Eiswasser aufgefangen. Der Empfänger wird nach Beendigung mit einem Rückflußkühler versehen und unter Zusatz von Lauge geschüttelt, dabei entweicht das gelöste Butan zum großen Teil. Die gewaschene und getrocknete Reaktionsflüssigkeit liefert bei der Destillation gut 18 g zwischen 84 und ioi° siedende Monobrombutanfraktion, während nur I1Z2 g höher siedende Bromide gefunden werden. Die Ausbeute an Monobrombutan ist also no
-1^ _ X ioo = 7O°/0. Das Brom ist vollständig verbraucht worden.
c) Die Temperatur des Rohres wird auf 205 bis 2io° gehalten. Es werden 29,5 1 Butan mit 31 g Brom dürchgeschickt. Bei der Destillation des im Eiswasser kondensierten Reaktionsproduktes werden 21 g Monobrombutane, 8o°/0 der theoretischen Menge, die zwischen 85 und 1020 übergehen, erhalten. Der Rückstand an höheren Bromverbindun- ;en beträgt nur 2 g.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Verfahren zur Herstellung von Monohalogensubstitutionsprodukten des Propans, Butans und Pentans durch Erhitzen eines Gemisches von Kohlenwasserstoff und Halogen, bei dem das Gemisch der gasförmigen Ausgangsstoffe in Abwesenheit von Licht bei möglichst niedriger Temperatur hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gasgemisch unter Ausschluß von Licht ohne Vorwärmung auf die Reaktionstemperatur erhitzt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Alkylmonochloriden nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Chlorieren von Propan zwischen 360 und 3800, von Butan zwischen 330 und 380° und von Pentan zwischen 250 und 3300 gearbeitet wird.
DEN31222D 1929-01-08 1929-11-29 Verfahren zur Herstellung von Monohalogensubstitutionsprodukten des Propans, Butans und Pentans Expired DE608360C (de)

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NL (1) NL26862C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2436366A (en) * 1943-11-22 1948-02-17 Hooker Electrochemical Co Processes for chlorination of hydrocarbons
WO2025190940A1 (en) * 2024-03-12 2025-09-18 Sulzer Management Ag An efficient process and plant for producing one or more dibromoalkanes

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2436366A (en) * 1943-11-22 1948-02-17 Hooker Electrochemical Co Processes for chlorination of hydrocarbons
WO2025190940A1 (en) * 2024-03-12 2025-09-18 Sulzer Management Ag An efficient process and plant for producing one or more dibromoalkanes

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GB338742A (en) 1930-11-27
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