DE609072C - Bremseinrichtung mit Fliehgewichten fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Bremseinrichtung mit Fliehgewichten fuer KraftfahrzeugeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T8/00—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
- B60T8/32—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
- B60T8/72—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration responsive to a difference between a speed condition, e.g. deceleration, and a fixed reference
- B60T8/74—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration responsive to a difference between a speed condition, e.g. deceleration, and a fixed reference sensing a rate of change of velocity
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer Anordnung
zum Vermeiden des Festbremsens der Räder. Bremseinrichtungen mit Fliehgewichten
für Kraftfahrzeuge, welche bei abnehmender Geschwindigkeit zwischen Reibglied und Rad eine Verminderung der Kraft
herbeiführen, mit welcher die Bremsglieder gegen die Bremstrommel gedrückt werden,
sind bereits in verschiedenen Ausführungen bekannt, ebenso ist es bekannt, das Reibglied
unmittelbar durch Fliehgewichte über ein Verbindungsgestänge und Keilfläche zu steuern.
Die Bremse gemäß der Erfindung unterscheidet sich von den bekannten Bauarten dadurch, daß ein Bolzen des die Bremsbacken
mit den Fliehgewichten verbindenden Gestänges mittels schräger Schlitze in den Bremsbacken
verschiebbar angeordnet ist und daß die Neigung des Schlitzes in der letzten der beiden von
der Bremstrommel in der Umdrehrichtung mitgenommenen Bremsbacken derart vorgesehen
ist, daß der Bolzen entgegen der Fliehgewichtswirkung von der Bremstrommelinnenfläche entfernt
werden kann und daß die Neigung des ' Schlitzes in der anderen Bremsbacke derart
vorgesehen ist, daß bei der radialen Bewegung des Bolzens das am Spreiznocken anliegende
Ende der anderen Bremsbacke von der Bremstrommel entfernt wird. Die besondere Anordnung
ergibt den Vorteil, daß mit abnehmender Drehzahl die Bremsbacken sich derart verschieben, daß nur ein Teil ihrer Reibfläche
mit der Bremstrommel in Berührung bleibt.
Dabei wird die Bremskraft geringer und der Fliehkraftwirkung oder Umdrehzahl des Rades
angepaßt, ohne daß ein vollständiges Stillsetzen der Bremstrommel und ein darauffolgendes
Wiederangreifen der von den Fliehgewichten beeinflußten Reibglieder an der Bremstrommel
und erneutes Wiede'rmitnehrnen stattfindet, wie dies bei den bekannten, bisher gebräuchlichen
Bremseinrichtungen mit Fliehgewichten" der Fall ist. Die Bremswirkung bleibt stetig, und
bei unveränderter Bremsstellung des Bedienungshebels wird ein wiederholtes Festbremsen
vermieden.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung, und zwar ist
Fig. ι ein Querschnitt einer Bremstrommel senkrecht zur Radachse mit gegen die Bremstrommel
angedrückten Bremsbacken,
Fig. 2 ein Schnitt längs der Linie H-II durch Fig. i.
Fig. 3 und 4 entsprechen in den Darstellungen Fig. ι und 2 und zeigen die Lage nach einem
Festbremsen eines der Räder.
Fig. 5 und 6 zeigen im Quer- und Längsschnitt eine abgeänderte Ausführungsform der
Erfindung, und zwar in der Bremsstellung.
Fig. 7 und 8 entsprechen in den Darstellungen 1FIg. 5 und 6 und zeigen die Lage nach einem
Festbremsen eines der Räder.
In den Zeichnungen ist die Bremstrommel mit ι bezeichnet, die Bremsbacken mit 2, 3
und 4. Die Bremsbacken sind mittels Bolzen 5 und 6 gelenkig miteinander verbunden, sie
werden durch die schematisch dargestellten
Federn 7 und 8 von der Bremstrommel abgezogen. Die Bremse ist eine selbstverstärkend
wirkende Bremse, und die Backe 4 drückt gegen die Backe 3. Dieser Druck entsteht dadurch,
daß die Backe 4 das Bestreben hat, sich mit dem Rad in Pfeürichtung entsprechend der
Vorwärtsbewegung des Rades mitzudrehen. Das Andrücken der Backen geschieht durch
Drehen des Spreizdaumens 9, und zwar kann to dies mechanisch, pneumatisch oder hydraulisch
erfolgen.
Mit dem Rade bzw. mit der Bremstrommel 1 dreht sich ein Gehäuse 12, welches Fliehgewichte
13 enthält. Diese Fliehgewichte sind an Führungsstangen 14 beweglich angebracht
und werden durch Federn 15 gegen die Köpfe der Führungsstangen 14 gedrückt. Diese Köpfe
sind mit Gewinde versehen, wodurch es möglich ist, die Vorspannung der Federn zu regeln und
demzufolge die Kraft, mit welcher die Fliehgewichte nach außen gedrückt werden. Die
Fliehgewichte 13 wirken auf Winkelhebel 20 (Fig. 2, 4), welche um einen festen Bolzen 21
des Gehäuses 12 schwenkbar sind. Je ein Arm, dieser Winkelhebel ragt in Öffnungen 22 der
Fliehgewichte. Der andere Arm wirkt auf eine Hülse 23, welche aus der in Fig. 2 dargestellten
Lage nach rechts verschiebbar ist. Diese Hülse ist mit einem Druckkugellager versehen (Fig. 2
und 4).
Ein Teil der Hülse 23 ist als ein Keil 25 ausgebildet. Gegen diesen Keil stützt sich die
Druckrolle 26 einer Stange 27. ■ Die Stange 27 trägt den Bolzen 5, welcher sich in schräg angeordneten
Schlitzen der Backen 3 und 2 befindet, derart, daß, wenn die Bremsbacke 3 von der Bremstrommel 1 in der Drehrichtung für
Vorwärtsfahrt mitgenommen wird, der Bolzen 5 nach innen gedrückt werden kann (vgl. den
Übergang von Fig. 1 nach Fig. 3).
Die Wirkung der Einrichtung ist wie folgt: Wenn durch zu festes Anlegen der Bremsbacken
(durch Drehung des Spreizdaumens 9) die Geschwindigkeit des Rades, also auch der
Bremstrommel 1 gegenüber den Bremsbacken 2, 3 und 4 abnimmt und sich dem Werte Null
nähert, werden die Gewichte zwar immer noch durch die Federn 15 nach außen gedrückt, aber
der Widerstand, der einer Bewegung der Fliehgewichte nach der Mitte hin entgegensteht, ist
kleiner geworden. Demzufolge genügt die Kraft, welche durch den Schlitz entsprechend
einer Verschiebung der Bremsbacken 3 und 4 in der Umfangsrichtung radial auf den Zapfen 5
wirkt, um diesen Zapfen nach innen zu verschieben.
Die Hülse 23 bewegt sich dann nach rechts, und die Gewichte 13 werden durch die Winkelhebel
20 nach innen gezogen. Die Folge davon ist, daß außer der vorstehend erwähnten Verschiebung
der Backen 4 und 3 in der Drehrichtung des Rades auch die Backe 2 entgegen der Drehrichtung des Rades durch den schrägen
Schlitz 29 verstellt wird. Dadurch werden die Backen 4 und 2 bei 11 und 10 auf dem Spreizdaumen
9 in radialer Richtung nach innen verschoben gegen die Wirkung der Federn 7 und 8.
Das am Spreizdaumen 9 anliegende Ende der Bremsbacken 4 und 2 löst sich dann von der
Bremstrommel, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt. Die Bremswirkung ist dann durch die Verkleinerung
der Reibfläche und die stark verkleinerte Einwirkung .der Backe 4 auf " die
Backe 3 vermindert.
Fig. 3 und 4 zeigen den Zustand in der Endlage. Dieser Zustand wird eintreten, wenn die
Räder zum ersten Male festgebremst sind. Durch die verminderte Bremskraft kann sieh das Rad
wieder schneller drehen und die Fliehkraft entsprechend zunehmen. Diese Fliehkraft ist
jedoch aus dem folgenden Grunde nicht mehr imstande, die Backen in ihre ursprüngliche Lage
zurückzudrücken.
Die Backe 3 ist als ein Keil unter den Zapfen 5
geschoben, welcher selbsthemmend wirkt. Außerdem müßte diese Backe 3 entgegen der
Drehrichtung verschoben werden.
Die starke Bremswirkung, deren Aufrechterhalten ein Festbremsen des Rades unbedingt
zur Folge haben würde, kann nicht wieder eintreten. Eine Verstärkung der durch die Fliehgewichte
eingestellten Bremswirkung kann nur durch stärkeres oder durch Loslassen und erneutes
Niedertreten des Bremsbedienungshebels herbeigeführt werden.
Eine geänderte Ausführung zeigen Fig. 5 bis 8, in welchen entsprechende Teile mit den
gleichen Bezugszeichen versehen sind. Die Anordnung unterscheidet sich von der Ausführung
nach Fig. 1 bis 4 dadurch, daß die mit den Flieh gewichten zusammenarbeitenden Schraubenfedern
der Bewegung der Fliehgewichte nach außen entgegenwirken. Außerdem wirken auf das Ende der Stange 27 weitere Federn 31
ein, welche sie mit dem Bolzen 5 radial nach außen zu verschieben suchen, so daß das eine
Ende der Bremsbacken 2 und 3 gegen die Innenwandung der Bremstrommel gedruckt
wird. Die Anordnung wirkt auch in diesem Falle in derselben Weise wie vorstehend für die
Fig. ι bis 4 geschildert, nämlich so, daß, sobald sich die Relativgeschwindigkeit zwischen
Bremsbacken und -trommel dem Werte Null nähert, die Anlagefläche zwischen Bremsbacken
und -trommel verringert wird. Die Fliehgewichte 13 bewegen sich dabei unter
Einfluß der Federn 15 und der Federn 31, die mittels eines bügeiförmigen Gliedes 32 ihre
Kraft auf den Bolzen 5 übertragen. Die Spannung der Federn 31 kann zweckmäßig
mittels einer (nicht dargestellten) Regelschraube genau eingestellt werden.
An Stelle der Federn 31 kann eine beliebige andere Kraftquelle treten; das gleiche gilt auch
für die Federn 15, welche z. B. durch einen hydraulischen oder pneumatischen Kolben ersetzt
werden können.
Die Erfindung ist für Bremsen mit innerhalb oder außerhalb der Bremstrommel angeordneten
Bremsbacken sowie für Bandbremsen und ähnliche Bremsen anwendbar.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Bremseinrichtung mit Fliehgewichten für Kraftfahrzeuge, welche bei abnehmender Geschwindigkeit zwischen Reibglied und Rad eine Verminderung der Kraft herbeiführen, mit welcher die Bremsglieder gegen die Bremstrommel gedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bolzen (5) des die Bremsbacken (2, 3, 4) mit den Flieh,-20· gewichten (13) verbindenden Gestänges (20, 25, 26, 27) mittels schräger Schlitze (29) in den Bremsbacken verschiebbar angeordnet ist und daß die Neigung des Schlitzes in der letzten (3) der beiden von der Bremstrommel (1) in der Umdrehrichtung mitgenommenen Bremsbacken (3 und 4) derart vorgesehen ist, daß der Bolzen (5) entgegen der Fliehgewichtswirkung von der Bremstrommelinnenfläche entfernt werden kann und daß die Neigung des Schlitzes in der anderen Bremsbacke (2) derart vorgesehen ist, daß bei der radialen Bewegung des Bolzens (5) das am Spreiznocken (9) anliegende Ende der anderen Bremsbacke (2) von der Bremstrommel entfernt wird. ·
- 2. Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkung der Fliehgewichte durch die damit zusammenarbeitenden Federn (15, 31) unterstützt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED66409D DE609072C (de) | 1933-08-13 | 1933-08-13 | Bremseinrichtung mit Fliehgewichten fuer Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED66409D DE609072C (de) | 1933-08-13 | 1933-08-13 | Bremseinrichtung mit Fliehgewichten fuer Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609072C true DE609072C (de) | 1935-02-08 |
Family
ID=7059443
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED66409D Expired DE609072C (de) | 1933-08-13 | 1933-08-13 | Bremseinrichtung mit Fliehgewichten fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609072C (de) |
-
1933
- 1933-08-13 DE DED66409D patent/DE609072C/de not_active Expired
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