DE609899C - Schlossanordnung, bei welcher ein auf der Tuerinnenseite vorgesehenes Zusatzschloss durch das Schluesselloch des ueblichen Einsteckschlosses hindurch geschlossen wird - Google Patents
Schlossanordnung, bei welcher ein auf der Tuerinnenseite vorgesehenes Zusatzschloss durch das Schluesselloch des ueblichen Einsteckschlosses hindurch geschlossen wirdInfo
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- DE609899C DE609899C DER87720D DER0087720D DE609899C DE 609899 C DE609899 C DE 609899C DE R87720 D DER87720 D DE R87720D DE R0087720 D DER0087720 D DE R0087720D DE 609899 C DE609899 C DE 609899C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B63/00—Locks or fastenings with special structural characteristics
- E05B63/14—Arrangement of several locks or locks with several bolts, e.g. arranged one behind the other
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schloßanordnung für Türen, Schränke oder Behälter, bei
der auf der Türinnenseite vorgesehene Zusatzschlösser, deren Schlüsselloch achsgleich mit
dem Schlüsselloch des üblichen Einsteckschlosses liegt, durch das Einsteckschloß hindurch
geschlossen werden, Sie besteht darin, daß mit einem solchen hinter dem Einsteckschloß
liegenden Zusatzschloß noch ein zusätzlicher Riegel durch einen zweiteiligen Wechsel verbunden ist, dessen an dem zusätzlichen
Riegel angreifender Teil um einen ortsfesten Zapfen schwenkbar und mit einem
Langloch auf diesen verschiebbar ist, wäh-
'5 rend der mit dem Zusatzschloß in Verbindung stehende Teil auf einen Zapfen des
Zusatzschloßriegels verschiebbar und an der einen Kante mit Sperrasten für die um einen
ebenfalls am Riegelschaft befestigten. Zapfen schwenkbare Zuhaltung und auf der gegenüberliegenden
Kante mit Eingriffsrasten für den Schlüssel versehen ist. Es ist nicht meihr
neu, den zur Bewegung eines zweiten Riegels dienenden Wechsel auf einem am ersten
Riegel sitzenden Stift mit einem Langloch derart zu lagern, daß der Wechsel eine Auf-
und Abwärtsbewegung vollführen kann, und daß sich das untere Ende dieses Wechsels
mit dem Riegel hin und her verschiebt. Der Wechsel besitzt hier aber keine Zuhaltungen.
Er wird nach einmaligem Umdrehen des Schlüssels und hierdurch bedingtem Öffnen
des Hauptriegels zwangsläufig innerhalb des Bereiches des Schlüsselbartes geschoben
und kann durch diesen dann bewegt werden. Die ferner bekannten Schlösser, bei denen der
den zweiten Riegel steuernde Übertragungshebel durch eine besondere Zuhaltungsgruppe
festgestellt werden kann, haben den Nachteil, daß diese Zuhaltungen sich stets innerhalb
des Bereiches des Schlüsselbartes befinden. Es kann also durch, übliches Einführen
und Umdrehen des passenden Nachschlüssels auch der zweite Riegel ohne weiteres geöffnet werden. Diese Bauart hat den
weiteren Nachteil, daß für den zweiten Riegel ein besonderer Schlüssel benötigt wird.
Diese Nachteile sollen durch die Erfindung behoben werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Schloßanordnung gemäß der Erfindung
wiedergegeben, bei welchem die Türsicherungen nachträglich an eine vorhandene Tür angebaut sind. Es stellen dar:· Abb. 1
eine Vorderansicht der Türsicherungen im geschlossenen und Abb. 2 im geöffneten Zustand,
Abb. 3 eine Seitenansicht auf die geöffnete Tür.
Die Tür 1, die mit den Angeln 53, 54 am
Türrahmen 2 hängt, besitzt ein übliches Ein-
steckschloß. Zu diesem gehören Riegel 3, Drücker 4, 5, Falle 6, Schlüsselschilder γ, 8,
Stülp 9, der mit den Schrauben 10, 11 an der
Tür befestigt ist. Ohne jedwede besondere Maßnahme an der Tür und ohne jedwede Änderung an dem üblichen Einsteckschloß
sind die Türsicherungen auf der Innenseite der Tür angebracht. An den Platten 12, 13,,
welche durch, die Holzschrauben 14, 15 mit
der Tür verschraubt sind, befinden sich die Führungen 16, 17, 18, 19 für die beiden
Sicherheitsriegel 20, 21. Vor den entsprechenden Aussparungen im Türrahmen 2 sind
die Verstärkungsplatten 22, 23 befestigt. Der
Riegel 20 ist in üblicher Weise durch eine um einen Zapfen 41 schwenkbare Zuhaltung
40 gesichert. Der in den Drehbereich des Schlüssels 55 ragende Bügel der Zuhaltung
liegt neben dem Riegel 20 auf dessen Außenseite. Die untere Kante des Riegels 20 besitzt
Eingriffsrasten 44 für den Bart des Schlüsselbartes 55. Die Stange 24 des zweiteiligen
Wechsels 24, 28 ist mit ihrem unteren Ende durch eine längliche Öffnung 2 5
as auf der anderen Seite des Riegelschaftes an einer Schraube 26, die in dem unteren Ansatz
des Riegels 20 sitzt, geführt'und an ihrem anderen Ende durch das Gelenk 27
mit der Stange 28 verbunden, die um den am Riegel 21 befestigten Stift 29 sich drehen kann
und durch ihre längliche Öffnung 30 an dem an der Platte 13 befestigten Stift 31 geführt
ist. Auf der Innenseite vor dem unteren Ende der Stange 24 ist die ringförmige Zuhaltung
32 an dem am Riegel 20 befestigten Stift 33 angeordnet, welche durch die im Stift 34 aufgehängte Feder 3 5 in dem auf
der Zeichnung dargestellten Beispiel nach rechts gerückt wird, so daß die Nase der
Zuhaltung 32 in die benachbarte Sperrast 36 der Stange 24 eingreift und aus dieser Sperrrast
gehoben wird, wenn der Bart des Schlüssels 55 gegen den rechten Steg der
ringförmigen Zuhaltung 3 2 drückt. In dem
dargestellten Beispiel auf der rechten Seite der Stange 24 befinden sich die Eingriffsrasten 37 für den Schlüsselbart 55. Über der
Platte 12 sitzt die nur in Abb. 3 gezeichnete Abdeckkappe 45, an deren Innenwand die
Zuhaltung 32 geführt ist und die eine Aussparung zur Führung des Schlüsselbartes hat.
Die Zuhaltungen 32, 40 können, wie es bei den bekannten Sicherheitsschlössern zutrifft,
auch in mehrere parallele Schichten unterteilt sein. An der Platte 12 ist ferner die aus
einem Isoliermaterial bestehende Platte 46 mit den beiden Hohlstiften 47 angeordnet, in
welche der Steckkontakt 48 eingreift, dessen Drähte 49 zu einer Alarmvorrichtung führen.
Die Wirkungsweise ist wie folgt: Soll die Tür von außen aufgeschlossen werden, so
kann, da das übliche Einsteckschloß 3 und die Zusatzriegel 20, 21 voneinander vollkommen
unabhängig sind, zuerst das übliche Einsteckschloß und dann die Zusatzriegel oder
umgekehrt geöffnet werden. Der für die beiden 'Zusatzriegel 20, 21 gemeinsame
Schlüssel 5 5 wird bis zu einer am Schaft des
Schlüssels angebrachten Marke so tief in das Schlüsselloch eingeschoben, daß durch das
. Drehen des Schlüssels zuerst die Zuhaltung 32 aus der Sperrast 36 gehoben wird, alsdann
der Schlüsselbart in eine Eingriffsrast 37 greift und hierdurch die Stange 24 nach
unten gezogen wird. Durch nochmaliges Umdrehen des Schlüssels wird die Stange 24 um
ein weiteres Stück heruntergezogen. Infolge des Herunterziehens der Stange 24 dreht sich
die Stange 28 um den Stift 31 und zieht mittels des Stiftes 29 den Riegel 21 nach links
in die Offenlage. Der Schlüssel wird nun bis zu einer zweiten, am Schaft des Schlüssels angebrachten
Marke so weit zurückgezogen, daß durch das Drehen des Schlüssels zuerst die Zuhaltung 40 aus der Sperrast 39 gehoben
wird, alsdann der Schlüsselbart in eine Eingriffsrast 44 greift und hierdurch den Riegel
20 nach links zieht und sinngemäß beim nochmaligen Drehen des Schlüssels, wodurch
nunmehr auch der Riegel 20 in die Offenlage gehrarht wird. Es muß also zuerst der
obere Riegel 21 und dann der untere Riegel 20 zurückgezogen bzw. in die Offenlage gebracht
werden; denn würde umgekehrt zuerst der untere Riegel zurückgezogen, so würde gleichzeitig durch den Stift 26 die
Stange 24 um das Gelenk 27 nach links gedreht werden. Hierdurch käme jedoch die Zuhaltung 32 außerhalb des Bereiches des
Schlüsselbartes 55, so daß mit demselben der obere Riegel überhaupt nicht mehr geöffnet
werden könnte. Es kann also eine Person, die unbefugt die Tür öffnen will und von
der Reihenfolge der Betätigung der beiden Zusatzriegel keine Kenntnis hat, die Tür gegebenenfalls
nicht öffnen.
Soll die Tür von außen geschlossen werden, so muß sinngemäß zuerst der Riegel 20
und dann der Riegel 21 bewegt werden. Sollen die Sicherheitsriegel von innen geschlossen no
werden, so wird durch den Handgriff 50 die Zuhaltung 40 aus der Sperrast 39 gehoben
und durch den Handgriff 51 der Riegel 20 nach rechts geschoben. Sinngemäß wird durch
den unteren grifförmigen Ansatz der Zuhaltung 32 diese aus der Sperrrast 56 gehoben
und durch den Handgriff 52 der Riegel 21 nach rechts geschoben.
Es können sowohl zwischen den beiden Riegeln 20, 21 als auch unterhalb des Riegels
20 noch weitere Sicherheitsriegel derart angeordnet werden, daß mit Ausnahme
des Riegels 20 sämtliche Riegel gleichzeitig durch die gegebenenfalls nach unten verlän-•
gerte 'Stange 24 geöffnet oder geschlossen werden. Außerdem können vor der Stange 24
S eine oder mehrere gleichartige Stangen mit. zugehörigen Sicherheitsriegeln angebaut
werden, so daß zu deren Öffnen und Schließen der Schlüssel entsprechend tiefer einzuführen
ist.
In der Regel werden für das übliche Einsteckschloß· 3 und für die Zusatzriegel 20, 21
zwei getrennte Schlüssel vorgesehen. Es kann aber auch ein für das übliche Einsteckschloß
und die Zusatzriegel gemeinsamer Schlüssel mit entsprechend hintereinander aufgesetzten
Barten genommen werden.
Beim Zurückziehen des Riegels 20 kommt dessen linkes Ende mit den Kontaktsitiften
47 in Verbindung, wodurch ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird bzw. eine Alarmvorrichtung
in Tätigkeit tritt, welche durch Herausziehen des Steckkontaktes 48 ausgeschaltet
werden kann.
Claims (1)
- Patentanspruch:
Schloßanordnung, bei welcher ein auf 2; der Türinnenseite vorgesehenes Zusatzschloß durch das Schlüsselloch des übliclien Einsteckschlosses hindurch geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß mit diesem Zusatzschloß (12) noch ein zusätzlicher Riegel (21) durch einen zweiteiligen Wechsel (24, 28) verbunden ist, dessen an dem zusätzlidhen Riegel (21) angreifender Teil (28) um einen ortsfesten Zapfen (31) schwenkbar und mit einem Langlodh (30) auf diesen verschiebbar ist, während der mit dem Zusatzschloß (12) in Verbindung stehende Teil (24) auf einen Zapfen (26) des Zusatzschloßriegels (20) verschiebbar und an der einen Kante mit Sperrasten (36) für die um einen ebenfalls am Riegelscliaft befestigten Zapfen (33) schwenkbare Zuhaltung (32) und auf der gegenüberliegenden Kante mit Eingriffsrasten (37) für den Schlüssel versehen ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER87720D DE609899C (de) | 1933-04-12 | 1933-04-12 | Schlossanordnung, bei welcher ein auf der Tuerinnenseite vorgesehenes Zusatzschloss durch das Schluesselloch des ueblichen Einsteckschlosses hindurch geschlossen wird |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER87720D DE609899C (de) | 1933-04-12 | 1933-04-12 | Schlossanordnung, bei welcher ein auf der Tuerinnenseite vorgesehenes Zusatzschloss durch das Schluesselloch des ueblichen Einsteckschlosses hindurch geschlossen wird |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609899C true DE609899C (de) | 1935-02-28 |
Family
ID=7417822
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER87720D Expired DE609899C (de) | 1933-04-12 | 1933-04-12 | Schlossanordnung, bei welcher ein auf der Tuerinnenseite vorgesehenes Zusatzschloss durch das Schluesselloch des ueblichen Einsteckschlosses hindurch geschlossen wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609899C (de) |
-
1933
- 1933-04-12 DE DER87720D patent/DE609899C/de not_active Expired
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