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Verriegelungseinrichtung an Registrierkassen oder Buchungsmaschinen
Es ist bei Registrierkassen und Buchungsmaschinen bekannt, die Ingangsetzung der
Maschine von der Einführung eines Kassiererschlüssels abhängig zu machen. Dieser
stellt gleichzeitig ein Typenrad ein, das das Zeichen des Kassierers, in dessen
Besitz sich der Schlüssel befindet, zum Abdruck bringt. Auf diese Weise wird erreicht,
daß mit der Maschine keine Buchung gemacht werden kann, von der nicht feststeht,
welcher Kassierer die Buchung durchgeführt hat.
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Es hat sich jedoch in der Praxis ereignet, daß bei den bekannten Maschinen,
bei denen die Einführungsöffnung für den Kassiererschlüssel nicht gesichert ist,
nachgemachte Kassiererschlüssel in die Maschine eingeführt und mit diesen Falschbuchungen
vorgenommen worden sind. Um daher die Sicherheit der Maschine gegen Falschbuchungen
zu erhöhen, könnte man die Einführung des Kassiererschlüssels von der Gegenwart
eines Kontrollbeamten abhängig machen, indem die Einführungsöffnung für den Kassiererschlüssel
normalerweise verschlossen ist und erst mit- Hilfe eines besonderen Schlosses geöffnet
werden kann. Diese Maßnahme allein würde aber noch nicht den gewünschten Erfolg
haben, da der Kassiererschlüssel, nachdem die Einführungsöffnung einmal freigegeben
ist, beliebig oft wieder herausgenommen und aufs neue eingeführt werden kann. Dies
wird gemäß der Erfindung dadurch verhindert, daß außer einer ersten Sperrung für
den Maschinenantrieb, die in bekannter Weise durch die Einführung eines Kassiererschlüssels
aufgehoben wird, noch eine zweite Sperrung für die Maschinenfreigabe vorgesehen
ist, die nur durch die Verriegelung des Kassiererschlüssels in der Maschine unwirksam
gemacht werden kann. Dabei wird das Verriegelungsglied für den Kassiererschlüssel,
durch das auch die Einführungsöffnung für den Kassiererschlüssel verschlossen werden
kann, mit Hilfe eines besonderen, mittels eines Zählers überwachten Kontrolleurschlosses
bewegt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Fig. i bedeutet eine Seitenansicht der Verriegelungseinrichtung und ihres Antriebes,
Fig. a eine Draufsicht auf den in der Maschine verriegelten Kassiererschlüssel und
Fig.3 eine Ansicht des Verriegelungsgliedes für den Kassiererschlüssel.
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Der Kassiererschlüssel i i (Fig. z) weist einen oder mehrere Vorsprünge
12 auf., durch die in bekannter Weise, Typenräder des Druckwerkes eingestellt werden.
An der rechten Kante des Kassiererschlüssels ii befinden sich Einkerbungen 13, in
die zugeschärfte Stifte 14 eintreten können. Stimmt die Ausbildung und Anordnung
der Schlüsselkerben 13 mit derjenigen der Stifte 14 und der mit ihnen zusammenarbeitenden
federbelasteten
Zuhaltestifte 25 überein, was natürlich für alle
Kassiererschlüssel, die für die bleiche Maschine bestimmt sind, der Fall sein muß,
so kann eine kurze Welle 15, die in einem Auge 16 der Maschinenrahmenwand gelagert
ist, beliebig gedreht werden. Auf der Welle 15 ist ein Arm 17 befestigt, an dem
das untere Ende einer Stange 18 angelenkt ist. Das obere Ende der Stange 18 ist
mit einer Aussparung ig versehen, in die ein Stift 2o eines auf der Freigabewelle
21 befestigten Bügels 22 greift. In der schlitzähnlichen Aussparung i g befindet
sich ferner ein durch eine Feder z3 belastetes Gleitstück 24. Wird die Freigabewelle
21 zur Auslösung der gedrückten Tasten im Gegenzeigersinne ausgeschwungen, so drückt
der Stift 2o das Gleitstück 24 entgegen der Kraft der Feder 23 in der Aussparung
i 9 abwärts. Infolgedessen wird in diesem Falle die Drehung der Freigabewelle 21
nicht auf die Welle 15 übertragen. Für eine Ingangsetzung der Maschine muß jedoch
die Freigabewelle im Uhrzeigersinne gedreht werden. Dabei nimmt sie mittels des
Stiftes 2o und der Stange 18 den Arm 17 und die Welle 15 mit und dreht sie im Gegenzeigersinne.
Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Stifte 14 durch den eingeführten Kassiererschlüssel
i i in die Stellung nach F i-. 2 gebracht worden sind. Ist kein Kassiererschlüssel
i i eingeführt, so treten die federbelasteten Zuhaltestifte 25, die in radialen
Bohrungen der Welle 15 untergebracht sind, in die Bohrungen für die Stifte 14, die
sich in dem Lagerauge 16 befinden, ein und verhindern dadurch eine Drehung der Welle
15. Die bisher beschriebenen Teile sind bekannt.
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Die Einführungsöffnung für den Kassiererschlüssel i i ist normalerweise
durch einen Schieber 26 (Fig. i und 3) verschlossen, der mit einem Schlitz 27 auf
einem Steg 28 (Fig. i) der Maschinenrahmenwand geführt ist. Um die Einführungsöffnung
für den Kassiererschlüssel freizugeben, muß eine Erweiterung 29 des Schlitzes 27
vor die Einführungsöffnung gebracht werden. Dies geschieht mittels eines Kontrolleurschlosses
30, an dessen Kern ein Arm 31 befestigt ist. Der Arm 31 ist durch eine Lasche 32
mit einem auf einem festen Stift 33 drehbaren Hebel 34 verbunden, dessen linker
Arm sich in die Ebene zweier an dem Schieber 26 befindlicher Stifte 35 und 36# erstreckt.
Wird das KontrolleurschlOß 30 mittels eines besonderen Schlüssels im Uhrzeigersinne
gedreht, so wird der Hebel 34 über die Lasche 32 ebenfalls im Uhrzeigersinne ausgeschwungen.
Dabei legt sich sein linker Arm unter den Stift 35 und hebt den Schieber 26 an,
um die Erweiterung 29 des Schlitzes 27 vor die Einführungsöffnung für den Kassiererschlüssel
zu bringen. Nun kann-der Kassiererschlüssel z i eingeführt werden.
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Bei der Uhrzeigerdrehung des Hebels 34 ist auch ein Fortsatz 37 in
die Bahn des auf der Welle 15 befestigten Armes 17 gebracht worden, der eine Gegenzeigerdrehung
der Welle 15 verhindert und damit eine Ingangsetzung der Maschine unmöglich macht.
Diese kann erst erfolgen, wenn der eingeführte Kassiererschlüssel i i in der Maschine
verriegelt ist. Hierzu muß das Kontrolleurschloß 30 im Gegenzeigersinne in
seine Normallage zurückgebracht werden, wobei auch der Hebel 34 im Gegenzeigersinne
ausgeschwungen wird. Da der linke Arm des Hebels 34 durch eine Feder 38 mit dem
Schieber 26 verbunden ist, bewegt der Hebel 34 den Schieber 26 zunächst kraftschlüssig
abwärts, bis sein linker Arm auf den Stift 36 trifft und nun unmittelbar auf den
Schieber 26 einwirkt. Bei der Abwärtsbewegung des Schiebers 26 treten die senkrechten
Kanten des Schlitzes 27 in Aussparungen 39 des Kassiererschlüssels i i ein, der
jetzt nicht mehr aus der Maschine herausgenommen werden kann: Bei der Gegenzeigerdrehung
des Hebels 34 ist der Fortsatz 37 aus der Bahn des Armes 17 entfernt, so daß nunmehr
die Maschine in Gang gesetzt «-erden kann.
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Der Arm 31 des Kontrolleurschlosses 30 ist durch eine Peder
40 (Fig. i) mit dem Fortschaltarm eines Zählers 41 verbunden, der bei jedem Öffnen
des Kontrolleurschlosses 30 um einen Schritt weitergeschaltet wird. An diesem
Zähler kann' der Kontrolleur feststellen, ob etwa während seiner Abwesenheit das
Kontrolleurschloß aufgeschlossen worden ist. Im übrigen kann der Kontrolleurschlüssel
nur eingeführt und herausgezogen werden, wenn sich das Kontrolleurschloß in der
Lage nach Fig. i befindet.
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Soll bei der Ablösung eines Kassierers durch einen anderen oder bei
Geschäftsschluß der in der Maschine befindliche Kassiererschlüssel wieder herausgenommen
werden, so ist dazu die Anwesenheit des Kontrolleurs erforderlich, der mittels des
Kontrolleurschlosses 3o die Verriegelung des in der Maschine befindlichen Kassiererschlüssels
aufhebt.