DE610355C - Flammofen mit feststehendem Gewoelbe und einer hin und her schwingenden Herdsohle zum Brennen von Zement und aehnlichen Stoffen - Google Patents
Flammofen mit feststehendem Gewoelbe und einer hin und her schwingenden Herdsohle zum Brennen von Zement und aehnlichen StoffenInfo
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Classifications
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Description
. ■{
18 ΑΡΗ. 1935
AUSGEGEBEN AH
8. MÄRZ 1935
8. MÄRZ 1935
Drehrohröfen mit vorgeschalteter Vorbehandlungseinrichtung
sind bekannt. Meist besteht die Vorbehandlungsemrichtung nicht aus einer Drehtrommel, so daß zwischen Drehrohrofen
und Vorbehandlungseinrichtung eine Abdichtung notwendig ist. Als Vorbehandlungseinrichtungen
sind z. B. Schwingroste bekannt, auf die das Rohgut aufgegeben wird. Durch die auf dem Schwingrost befindliche Gutschicht
werden die Abgase des Drehrohrofens hindurchgesaugt.
Die Abdichtung eines solchen Drehrohrofens an seinem oberen Ende bereitet aber infolge
der dort herrschenden sehr hohen Temperatur große Schwierigkeiten. Man ist daher
gezwungen, den Drehrohrofen länger als wünschenswert zu machen, um auf diese Weise die
Abdichtung in ein Gebiet etwas niedrigerer Temperaturen zu bringen.
Zwar ist eine Einrichtung bekannt, welche diesen Nachteil nicht besitzt. Hier bestehen
der Unterofen und die Vorbehandlungseinrichtung nämlich aus einem Stück, und beide Teile
machen dieselben Bewegungen. Diese Einrichtung ist jedoch im vorliegenden Falle unzweckmäßig,
da der drehbare, trommelartige Rost der Vorbehandlungseinrichtung für den rauhen
Betrieb einer Zementfabrik sehr ungeeignet ist. Die Erfindung umgeht diese Schwierigkeit
dadurch, daß beide Teile des Ofens in hin und her gehende Bewegung versetzt und ebenfalls
beide Teile gekuppelt sind. Hierdurch fällt gleichfalls die Abdichtung fort, und es entsteht
eine für den praktischen Betrieb gut brauchbare Einrichtung.
Demzufolge betrifft die Erfindung einen Flammofen mit feststehendem Gewölbe und
einer hin und her schwingenden Herdsohle, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Herdsohle
in zwei miteinander fest verbundene Teile unterteilt ist, und zwar einen mit feuerfestem
Futter ausgestatteten im Bereich der Fertigbrennzone und einen zweiten gasdurchlässigen
Teil im Bereich der Vorbehandlungszone, durch welchen die Feuergase abgesaugt oder gepreßt
werden.
Die Ausnutzung der Flammengase bei dem Ofen nach der Erfindung ist mindestens ebensogut
wie bei der oben angeführten Anlage, die aus einem Drehrohrofen mit vorgeschaltetem
Schwingrost besteht. Es kann bequem eine Abgastemperatur von etwa 120 ü erreicht werden.
Der Ofen hat, wie bereits erwähnt, ein einheitlich feststehendes Gewölbe, während die
hin und her gehende oder schwingende Bewegung der Herdsohle den Vorschub des unter
Behandlung stehenden Gutes bewirkt. Solche Herdöfen mit schwingender Sohle sind an sich
ebenfalls bekannt, jedoch nicht zusammen mit einer ebenfalls schwingenden Vorbehandlungseinrichtung.
Der Ofen ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen
Fig. ϊ einen Längsschnitt desselben und
Fig. 2 und 3 Querschnitte durch die Vorbehandlungs- und die Trockenzone.
Fig. 2 und 3 Querschnitte durch die Vorbehandlungs- und die Trockenzone.
Der' Teil ι der Herdsohle, in welchem die
ίο Sinterung stattfindet, wird zweckmäßigerweise einstückig gestampft und besteht z. B. aus dem
üblichen feuerfesten Klinkerbeton. Er kann geneigt oder wellenartig ausgebildet bzw. mit
Stauvorrichtungen versehen sein, um die Vor-Schubgeschwindigkeit des Gutes durch Änderung
des Gefälles zu beeinflussen bzw. das Gut anzustauen. ■
Der in der Vorbehandlungszone befindliche gasdurchlässige Teil 2 der Herdsohle kann aus
Profileisen bestehen, und die Gasableitungsöffnungen 2 laufen parallel zu der Ofenachse.
Der Kühler 3 ist ebenfalls als Schwingrost dargestellt, der auch ähnlich wie die Vorbehandlungseinrichtung
mit dem übrigen Ofen gekuppelt sein kann.
Der Flammofen kann mit beliebigen Brennstoffen betrieben werden, Staubkohle, Brennöle
usw., und die Brennstoffzuführung kann im ganzen oder zu den einzelnen Zonen des Ofens
erfolgen.
Der Verbundofen kann mit einer besonderen Trockeneinrichtung versehen werden, die auch
als Schwingrost auszugestalten wäre, und gegebenenfalls unabhängig und mit anderen
Schwingungen als die Hauptherdsohle betrieben werden.
Auf diesem Rost wird zweckmäßig eine lose Schüttung 3 aus Metallkörpern, Ringen, Ketten
o. dgl., aufgebracht, auf welche das Gut in Schlammform, z. B. Zementschlamm oder Flotationskonzentrate,
aufgegeben werden kann. Der Flammofen nach der Erfindung kann zum Trocknen, Kalzinieren, Rösten, Sintern
aller Arten von Gut Verwendung finden.
Claims (7)
1. Flammofen mit feststehendem Gewölbe und einer hin und her schwingenden
Herdsohle zum Brennen von Zement und ähnlichen Stoffen, wie Kalk, Magnesit, Erzen usw., dadurch gekennzeichnet, daß
die Herdsohle in zwei miteinander fest verbundene Teile unterteilt ist, und zwar
einen mit feuerfestem Futter ausgestatteten im Bereich der Fertigbrennzone und einen
zweiten gasdurchlässigen Teil im Bereich der Vorbehändlungszone, durch welchen die Feuergase abgesaugt oder gepreßt werden.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gasundurchlässige
Sohle ein wellenartiges Profil bzw. Stauvorrichtungen aufweist.
3. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost der Vorbehandlungszone
aus Profileisen besteht und die Gasableitungsöffnungen parallel zu der Ofenachse
verlaufen.
4. Ofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Schwingrost- ausgebildete,
mit Blas- oder Sauglüftung versehene Kühlvorrichtungen vorgesehen sind.
5. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffzufuhr im
ganzen oder zu den einzelnen Zonen des Ofens erfolgt.
6. Ofen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorbehandlungseinrichtung
eine besondere Trockeneinrichtung vorgeschaltet ist, die zum Eindicken schlammförmigen Rohgutes dient, die einen
unabhängigen Antrieb besitzt und mit einem Bett aus Metallkörpern versehen ist.
7. Ofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockeneinrichtung
aus einem gegebenenfalls getrennt antreibbaren Schwingrost besteht, auf dessen Bett
Metallkörper, Ringe, Ketten o. dgl., aufgelegt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR610355X | 1932-05-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE610355C true DE610355C (de) | 1935-03-08 |
Family
ID=8977343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK127873D Expired DE610355C (de) | 1932-05-04 | 1932-11-22 | Flammofen mit feststehendem Gewoelbe und einer hin und her schwingenden Herdsohle zum Brennen von Zement und aehnlichen Stoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE610355C (de) |
-
1932
- 1932-11-22 DE DEK127873D patent/DE610355C/de not_active Expired
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