DE610875C - Elektrisches Relais - Google Patents
Elektrisches RelaisInfo
- Publication number
- DE610875C DE610875C DEA61740D DEA0061740D DE610875C DE 610875 C DE610875 C DE 610875C DE A61740 D DEA61740 D DE A61740D DE A0061740 D DEA0061740 D DE A0061740D DE 610875 C DE610875 C DE 610875C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- voltage
- relay
- resistance
- circuit
- winding
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/40—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to ratio of voltage and current
Landscapes
- Transformers For Measuring Instruments (AREA)
Description
Bei elektrischen Relais besteht die Schwierigkeit, die Empfindlichkeit im Augenblick
des Ansprechens groß genug zu machen, eine Überbeanspruchung aber bei allen vorkommenden
Betriebsfällen dennoch zu vermeiden. Namentlich bei Relais, die bei Spannungsrückgang ansprechen und bei einem nur
wenige Prozent, der Betriebsspannung betragenden Wert noch genau arbeiten müssen, ist
es von besonderer Bedeutung, zu erreichen, daß die Spannung hinsichtlich ihrer Größe
und Phasenlage genau wiedergegeben wird. Auch bei Energierichtungs- und bei Impedanzrelais
sind diese Verhältnisse zu berücksichtigen, da es bei diesen besonders darauf
ankommt, die Spannung in ihrer Größe und Phasenlage genau zu erfassen.
Um den Blmdstromverbrauch der Spannungsspulen von Relais zu vermindern, hat
ao man bereits Kondensatoren in Reihe zu der Relaiswicklung geschaltet, deren Kapazität so
gewählt ist, daß bei Netzfrequenz Resonanz herrscht. Dadurch wird der induktive Blindleistungsverbrauch der Relaiswicklungen
durch eine kapazitive Leistung der Kondensatoren kompensiert. Die Resonanzabstimmung
muß natürlich bei Netzfrequenz herrschen. Die Ansprechempfindlichkeit der Relais
kann aber durch eine derartige Maßnahme nicht erhöht werden, denn es fließt sowohl in
normalem Betriebe als auch beim Auftreten der Ansprechbedingungen derselbe Strom in
der Spannungswicklung. Wählt man diesen Strom so hoch, daß ein genügend großes Feld
entsteht, dann wird im normalen Betriebe! die Wicklung leicht überlastet und neigt zum
Verbrennen. -Um die Empfindlichkeit der Anordnung zu erhöhen, ohne diese Gefahr in
Kauf nehmen zu müssen, schlägt die Erfindung vor, bei einem Relais, in dessen Stromkreis
eine Kapazität liegt, die Widerstaridsverhältnisse des Stromkreises in Abhängigkeit
von der Größe des durchgehenden Stromes selbsttätig so veränderlich auszubilden,
daß nur in der Nähe des Ansprechwertes des durchgehenden Stromes Resonanzabstimmung
herrscht. Bei Ansprechwert fließt dann der maximale Strom, während bei anderen Betriebsbedingungen
der Strom und damit die Beanspruchung der Relaiswiddungen vielkleiner
sind.
Erreicht wird dies dadurch, daß der Eisenkreis des Relais so ausgebildet wird, daß
unter dem Einfluß der Sättigung der Blindwiderstand der Relaiswicklung nur bei der
Größe des Ansprechwertes mit dem Blindwiderstand der Kapazität übereinstimmt.
Ein Ausführungsbeispiel hierfür ist in Abb. ι dargestellt. Mit 9 ist ein Relais mit
Stromwicidung· 12 und Spannungswicklung
13 bezeichnet. Das Relais ist mit einem Konr
takthebel io ausgerüstet, der die Kontakte ii
beim Ansprechen überbrückt. In Reihe mit den Kontakten ii liegt die Auslösespule 8
eines Schalters 7, der in die Leitung 6 eingebaut ist. Die Stromspule 12 des Relais 9 ist
an den in der Leitung 6 befindlichen Stromwandler 14, die Spannungswicklung 13 über
Leitungen 15 an den Spannungswandler 16 angeschlossen. In Serie zur Spannungswicklung
13 liegt nun nach der Erfindung ein Kondensator 17, der so abgestimmt ist, daß sein
Blindwiderstand mit dem Blindwiderstand der Spule 13 beim Ansprechwert übereinstimmt.
Bei diesem Ansprechwert ist der Eisenkern der Spule 13 ungesättigt, so daß also bei ungesättigtem
Eisenkern der Spule 13 Resonanz im Spannungskreis herrscht und somit der
Scheinwiderstand der Spule 13 ein Minimum wird. Bei höheren Spannungswerten dagegen
wird der Eisenkreis der Spule 13 so weit gesättigt, daß die Induktivität der Spule 13 sich
ändert und damit eine Verstimmung des Resonanzkreises herbeiführt.
Statt die Änderung der S ättigungsVerhältnisse
bei der Induktivität der Spule 13 selbst vorzunehmen, kann diese Änderung auch bei
einer parallel geschalteten Induktivität 19, wie in Abb. 2 gezeigt, erreicht werden.
Die Strom- und Spannungsverhältnisse im Resonanz- und im Dissonanzfall sind in Abb. 3
und 4 dargestellt. Bei Resonanz ist die aufgedrückte Spannung E, der Relaisstrom Jr in
Phase. Der Relaisstrom ist lediglich von dem Ohmschen Widerstand des Kreises abhängig,
da die Blindwiderstände einander aufheben. Entsprechend sind die Blindkomponente!! der
Spannungen am Kondensator· E0 und der Spannungen am Relais ET gleich groß und um
i8o° gegeneinander verschoben. Bei Dissonanz nehmen dagegen die Spannutigsvektoren
die in Abb. 4 gezeigte Lage ein. Der Blindwiderstand des Kreises wird gleich der Differenz
der Blindwiderstände der Kapazität 17 und der Induktivität 13. Die Blindkomponente
b der Spannung E1. ist nicht mehr gleich der Spannung E0, der Strom T1. wird kleiner
im Verhältnis zur Spannung E. Bei dieser Anordnung tritt aber eine Phasenverschiebung
des Stromes / gegenüber der Spannung E bei Änderung des Resonanzzustandes ein. Da
diese Verschiebung aber relativ gering ist, kann sie in den meisten Fällen vernachlässigt
wenden. In Fällen, in denen sie aber dennoch berücksichtigt werden muß, ist eine Schaltung
nach dem Ausführungsbeispiel 5 zu wählen, bei dem die Relaisspule 13 parallel zu einem
Widerstand 18 angeordnet ist. Der Widerstand 18 ist dabei als spannungsabhängiger
Widerstand ausgebildet. Bei geringen. Spannungen ist der Widerstand 18 so hoch, daß er
praktisch nicht in Betracht kommt und allein die Resonanzabstimmung der Spule 13 und
des Kondensators 17 für die Größe des Stromes maßgebend ist. Bei höheren Spannungswerten
nimmt dagegen der Widerstand 18 einen solchen Wert an, daß eine Verstimmung
des Resonanzkreises eintritt und der Strom von der Spannungsspule 13 in den Widerstand
18 übergeht. Die Strom- und Spannungsvektoren nehmen im Resonanzfall dieselbe Lage
wie bei Abb. 3 an, im Dissonanzfall dagegen die in Abb. 6 dargestellte Lage. Mit E ist
dabei die dem Stromkreis aufgedrückte Spannung bezeichnet, mit Ec die Spannung am
Kondensator, mit E1. die Spannung am Relais,
während mit / der Strom in den Leitungen 15 bezeichnet ist, der gegenüber der Spannung
Ec um 900 verschoben ist. Der Strom 7
teilt sich nun in die Komponenten IT und J^, So
wobei Jj^ der Strom in dem Widerstand 18,
J1. der Strom in der Relaiswicklung 13 bedeuten.
/r ist dabei ebenso wie im Resonanzfall mit E gleichgerichtet, so daß keinerlei Phasenverschiebung
mit der Änderung der Spannung eintritt und das Relais in allen Fällen ein Drehmoment besitzt, das von der Größe
des Stromes in der Wicklung 12, der Spannung in der Wicklung 13 und ihrer gegenseitigen
Phasenverschiebung abhängt.
Als Relais 9 kann irgendeines der bekannten elektromagnetischen oder thermischen Relais
Verwendung finden.
Für den Widerstand 18 sind Ausführungen, z. B. Thyridstäbe, bekannt, die aus einem
Material bestehen, dessen Stromaufnahme einer Potenz der Spannung proportional ist.
In Abb. 7 ist ein derartiger Widerstand dargestellt.. Er besteht aus einzelnen Platten 19
aus Karborundum, einer' Silicium-KohlenstofF-Verbindung,
die durch einzelne Leiter22 parallel geschaltet sind. Die Platten 19 sind
durch zusammengeschraubte Platten 20 zu einer Einheit verbunden. Durch beliebige
Wahl der Zahl der Platten 19 kann die Größe des Widerstandes je nach dem Ansprechwert
•des Relais eingestellt werden.
Claims (8)
1. Elektrisches Relais, in dessen Stromkreis eine Kapazität liegt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Widerstandsverhältnisse des Stromkreises in Abhängigkeit von der Größe des durchgehenden Stromes
selbsttätig so veränderlich sind, daß nur in der Nähe des Ansprechwertes des durchgehenden
Stromes Resonanzabstimmung herrscht.
2. Elektrisches Relais nach' Anspruch i,
dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenkreis des Relais so ausgebildet ist, daß
unter dem Einfluß der Sättigung der
Blindwiderstand der Relaiswicklung nur bei der Größe des Ansprechwertes mit
dem Blindwiderstand der Kapazität übereinstimmt.
3. Elektrisches Relais nach Anspruch 1 und 2, das beim Absinken der Spannung
auf einen bestimmten Wert anspricht, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenkreis der Spanungswicklung bei normaler Spannung
gesättigt ist, beim Absinken der Spannung auf den Ansprechwert aber die Sättigung so weit zurückgeht, daß der induktive Widerstand der Spannungsspule
mit dem vorgeschalteten kapazitiven Widerstand übereinstimmt.
4. Elektrisches Relais nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine
zusätzliche Stromwicklung (12) vorgesehen ist, so daß das Relais (9) leistungs-
oder widerstandsabhängig ist.
5. Elektrisches Relais nach Anspruch i,
gekennzeichnet durch eine zu der Spannungswicklung parallel geschaltete Eisendrossel
(19), deren Sättigungsänderung die Änderung des .induktiven Widerstandes
des Stromkreises herbeiführt.
6. Elektrisches Relais· nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe zu der Relaisspule (13) eine Kapazität (17)
liegt, deren Blindwiderstand mit dem durch die vorkommenden Sättigungsverhältnisse
nicht beeinflußten induktiven Widerstand der Relaisspule (13) übereinstimmt
und parallel zu der Relaiisspule (13) ein spannungsabhängiger Widerstand
(18) geschaltet ist, dessen Größe- in der Nähe des Ansprechwertes des Relais sehr
hoch, bei jedem anderen Wert dagegen relativ klein ist.
7. Elektrisches Relais nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Widerstand
(18) ein Widerstand verwendet ist, dessen Stromaufnahme einer Potenz der
Spannung proportional ist.
8. Elektrisches Relais nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Widerstand (18) aus mehreren parallel geschalteten,
durch Isolationszwischenlagen voneinander getrennten, in beliebiger Zahl angeordneten Scheiben (19) aus Karborundum,
einer Silicium-Kohlenstoff-Verbindung,
besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US610875XA | 1930-04-28 | 1930-04-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE610875C true DE610875C (de) | 1935-03-18 |
Family
ID=22033514
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA61740D Expired DE610875C (de) | 1930-04-28 | 1931-04-29 | Elektrisches Relais |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE610875C (de) |
-
1931
- 1931-04-29 DE DEA61740D patent/DE610875C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE610875C (de) | Elektrisches Relais | |
| DE2132292A1 (de) | Kurzschlussbegrenzungs-kopplungsschaltung fuer hochspannungsnetze | |
| DE830358C (de) | Einrichtung zum Schutz von parallelgeschalteten Verstaerkerroehren gegen UEberlastung | |
| DE548197C (de) | Anordnung selbsttaetiger Ausschalter zur Herabsetzung des Stromverbrauches | |
| DE606710C (de) | Einrichtung zur Regelung der Spannung | |
| DE1763284C2 (de) | Einphasen-Asynchronmotor | |
| DE764391C (de) | Hochspannungstransformator | |
| DE759669C (de) | Anordnung zur Nutzbremsung elektrischer Wechselstromfahrzeuge | |
| DE2733930C2 (de) | Tiefpaßfilter | |
| DE692554C (de) | etes in Abhaengigkeit vom Wirkstrom einer Wechselstrommaschine | |
| DE913672C (de) | Einrichtung zur selbsttaetigen Spannungsregelung in Wechselstromkreisen | |
| DE756498C (de) | Anordnung fuer mit Wechselstrom betriebene Gleisstromkreise | |
| DE902403C (de) | Einrichtung zur Erregung von Synchronmaschinen | |
| DE2652940A1 (de) | Roentgendiagnostikgenerator mit direkt geheizter roentgenroehre | |
| AT232609B (de) | Drosselspule zur Begrenzung der Stromstärke zwischen den Regelkontakten während der Regelung von Transformatoren unter Last | |
| DE693364C (de) | Einrichtung zum Abschalten von Wechselstroemen hoeherer Frequenz | |
| DE1298626B (de) | Gleichstromrelais fuer Wechselstrombetrieb | |
| DE724223C (de) | Anordnung zur Spannungsregelung | |
| DE1019410B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Kompensation der Blindleistung eines induktiven Stromverbrauchers, vorzugsweise eines Induktionsofens | |
| DE591763C (de) | Einrichtung zur Erhoehung des Anlaufmoments fuer mit Kondensator und Hilfsphasenwicklung versehene Kleinmotoren | |
| DE590947C (de) | Anordnung zur Pruefung der Betriebsfaehigkeit einer abgeschalteten Leitung | |
| DE1945803C3 (de) | Schaltungsanordnung zur Überwachung des Läuferkreises von Gleichstrommaschinen | |
| AT117261B (de) | Regelanordnung für den Vorschub bei. Holzschleifern. | |
| DE1438592A1 (de) | Anordnung zur unterbrechungslosen,lichtbogen- und spannungseinbruchsfreien Lastumschaltung bei Stufentransformatoren | |
| DE734577C (de) | Distanzzeitrelais zum Schutze elektrischer Anlagen |