DE610880C - Elektromagnetischer Schallaufzeichner - Google Patents
Elektromagnetischer SchallaufzeichnerInfo
- Publication number
- DE610880C DE610880C DES101400D DES0101400D DE610880C DE 610880 C DE610880 C DE 610880C DE S101400 D DES101400 D DE S101400D DE S0101400 D DES0101400 D DE S0101400D DE 610880 C DE610880 C DE 610880C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- tongue
- sound recorder
- electromagnetic sound
- cobalt
- iron
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R11/00—Transducers of moving-armature or moving-core type
- H04R11/08—Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Magnetic Heads (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen elektromagnetischen Schallauf zeichner mit einer als Anker
dienenden, fest eingespannten schwingenden Zunge.
Die Zungen derartiger Geräte sind im allgemeinen flach rechteckförmig, etwa in der
Form einer Bandfeder. Die Formel für die Zeit einer Eigenschwingung einer solchen
Zunge lautet ι
Hierin sind
γ = spez. Gewicht des für die Zunge verwendeten
Werkstoffs,
F = b · h = Querschnitt,
E = Elastizitätsmodul,
E = Elastizitätsmodul,
J=L ragheitsmoment =
ao g = Erdbeschleunigung
ao g = Erdbeschleunigung
981 cm/sec2,
I == Zungenlänge,
c = Konstante, die den Wert 1,787 besitzt (vgl. Technische Schwingungslehre von Dr. L. Zipperer, Band I Sammlung as Göschen),
I == Zungenlänge,
c = Konstante, die den Wert 1,787 besitzt (vgl. Technische Schwingungslehre von Dr. L. Zipperer, Band I Sammlung as Göschen),
T = Zeit einer Schwingung.
Die Zeit einer Schwingung ist konstant,, da praktisch alle Größen in der angegebenen
Formel für die in Frage kommenden Materialien konstant sind.
Die Fig. 1 zeigt die Form der freischwingenden Zunge. In der Zeichnung sind die
Abmessungen der Zunge mit /, b und h (Länge, Breite und Höhe) bezeichnet. Aus
b · Ir
P =
Zf-E
wobei / die Auslenkung der Zunge darstellt (Fig. 2). Da lediglich der Einfluß von h
untersucht wenden soll, werden alle anderen Größen der Gleichung als konstant angesehen,
d. h. P = C- h3. Um eine bestimmte Auslenkung zu erzielen, ist bei Änderung der
Dicke der Feder demnach eine Kraft erforderlich, die proportional mit der dritten
Potenz der Dicke geht. Die Kraft P wird hervorgerufen durch magnetische Einflüsse.
Es ist also zu ersehen, daß ζ. Β. bei Verdoppelung der Dicke und somit auch Verdoppelung
der Eigenschwingungszahl die zu einer Auslenkung gleicher Größe erforderliche Kraft auf den achtfachen Wert steigt. Es ist
einleuchtend, daß auf diese Weise die Eigenschwingungszahl nur wenig gesteigert werden
kann, wenn die Kraftliniendichte, die durch
der vorerwähnten Formel ist zu ersehen, daß, abgesehen von sekundären Erscheinungen,
wie Querschwingungen der Zunge, die Zungenbreite b in die Eigenschwingungszeit nicht
eingeht.
Man könnte nun, um die Frequenz der Eigenschwingung der Zunge zu erhöhen, bei
konstantem / die Dicke h der Zunge erhöhen. Wenn man in dieser Weise vorgeht, ergibt
sich' folgendes:
Die Kraft, die erforderlich ist, um die Zunge um einen bestimmten Betrag auszulenken,
ist
die Sättigungsgrenze begrenzt ist, konstant bleiben soll. Der magnetisch wirksame Querschnitt
steigt nämlich nur linear, in gleicher Weise also auch der Kraftfluß und damit die
wirksame Kraft.
Die Naturkonstanten E, γ und die Permeabilität μ liegen bei den bisher verwendeten
Materialien nun so, daß die wünschenswerte Amplitude von 60 μ, die im allgemeinen für
ο den Wachsplattenschneider in Betracht kommt, nicht ereicht wird, wenn man nicht die Nachteile
mit in Kauf nehmen will, die Eigenschwingungszahl tief, etwa in die Gegend von 3000 Hz, zu legen. Die große Amplitude
von 60 μ ist wünschenswert, um das Verhältnis von Nutzamplitude zu Störamplitude möglichst
groß .zu gestalten, um bei Abtastung mit einem akustischen Sprechapparat genügend
große Lautstärke zu erhalten.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß die Zunge aus Kobalteisen hergestellt ist, das in seinen magnetischen (Sättigungsgrenze) und elastischen Eigenschaften durch eine Wärmebehandlung vergütet wurde. Dieser Werkstoff weist dann neben günstigen elastischen Eigenschaften eine besonders hohe Sättigungsgrenze auf. Bei gleichen Abmessungen liegt bei einer Kobalteisenzunge gegenüber einer Eisenzunge 3«· die Eigenschwingungszahl höher, und außerdem ist entsprechend der höheren Sättigungsgrenze eine größere Amplitude erreichbar. Zur Vermeidung nichtlinearer Verzerrungen darf nur der geradlinige Teil der Magneti-3*> sierungskurven benutzt werden, so daß bei Beibehaltung der bisher für die Zunge verwendeten Materialien dieser Erfolg nicht erzielt werden kann. Als besonders geeignet hat sich geglühtes Kobalteisen erwiesen, das ♦° zu 5o°/0 aus möglichst reinem Eisen und zu 5o°/0 aus Kobalt besteht. Die Vergrößerung der Amplitude gegenüber den bisher üblichen Materialien beträgt beinahe 75%, und man kann Amplituden bis zu 60 μ schneiden, ohne daß die Eigenschwingungszahl unter 6000 Hz sinkt. Es ist mit diesem Schreiber möglich, ohne durch die magnetische Übersättigung der Schreiberzunge verursachte nichtlineare Verzerrungen Wachsplatten voll auszusteuern, wobei die Eigenschwingungszahl der Zunge höher liegt als bei den bisher bekannten Schreibern. Die mit Zungen aus Kobalteisen ausgerüsteten Schreibgeräte eignen sich sowohl zur Beschriftunig von Wachsplatten als auch von anderen metallischen oder nichtmetallischen Tonschriftträgern.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß die Zunge aus Kobalteisen hergestellt ist, das in seinen magnetischen (Sättigungsgrenze) und elastischen Eigenschaften durch eine Wärmebehandlung vergütet wurde. Dieser Werkstoff weist dann neben günstigen elastischen Eigenschaften eine besonders hohe Sättigungsgrenze auf. Bei gleichen Abmessungen liegt bei einer Kobalteisenzunge gegenüber einer Eisenzunge 3«· die Eigenschwingungszahl höher, und außerdem ist entsprechend der höheren Sättigungsgrenze eine größere Amplitude erreichbar. Zur Vermeidung nichtlinearer Verzerrungen darf nur der geradlinige Teil der Magneti-3*> sierungskurven benutzt werden, so daß bei Beibehaltung der bisher für die Zunge verwendeten Materialien dieser Erfolg nicht erzielt werden kann. Als besonders geeignet hat sich geglühtes Kobalteisen erwiesen, das ♦° zu 5o°/0 aus möglichst reinem Eisen und zu 5o°/0 aus Kobalt besteht. Die Vergrößerung der Amplitude gegenüber den bisher üblichen Materialien beträgt beinahe 75%, und man kann Amplituden bis zu 60 μ schneiden, ohne daß die Eigenschwingungszahl unter 6000 Hz sinkt. Es ist mit diesem Schreiber möglich, ohne durch die magnetische Übersättigung der Schreiberzunge verursachte nichtlineare Verzerrungen Wachsplatten voll auszusteuern, wobei die Eigenschwingungszahl der Zunge höher liegt als bei den bisher bekannten Schreibern. Die mit Zungen aus Kobalteisen ausgerüsteten Schreibgeräte eignen sich sowohl zur Beschriftunig von Wachsplatten als auch von anderen metallischen oder nichtmetallischen Tonschriftträgern.
Infolge der Ausnutzung der obenerwähnten mechanischen und magnetischen Eigenschaften,
die sich gegenseitig ergänzen, ist es möglich geworden, ein Schallaufzeichnungsgerät
zu schaffen, das wesentlich besser ist als die bisher bekannten, dieser Art. Hinzu
kommt, daß eine Kompensation der infolge des unteren Knickes der Magnetisierungskurve auftretenden Verzerrungen durch die f>s
umgekehrt wie die Magnetisierungskurve verlaufende Abhängigkeit der Durchbiegung von
der Belastung eintritt.
Claims (2)
- Patentansprüche: yoι .Elektromagnetischer Schallauf zeichner mit einer als Anker dienenden, fest eingespannten schwingenden Zunge, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge aus Kobalteisen hergestellt ist, das in seinen magnetischen (Sättigungsgrenze) und elastischen Eigenschaften durch eine Wärmebehandlung vergütet wurde.
- 2. Schallauf zeichner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kobalteisen aus 5θΌ/0 möglichst reinem Eisen und 5o°/„ Kobalt besteht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES101400D DE610880C (de) | 1931-10-11 | 1931-10-11 | Elektromagnetischer Schallaufzeichner |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES101400D DE610880C (de) | 1931-10-11 | 1931-10-11 | Elektromagnetischer Schallaufzeichner |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE610880C true DE610880C (de) | 1935-03-18 |
Family
ID=7523728
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES101400D Expired DE610880C (de) | 1931-10-11 | 1931-10-11 | Elektromagnetischer Schallaufzeichner |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE610880C (de) |
-
1931
- 1931-10-11 DE DES101400D patent/DE610880C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1200890B (de) | Biegungsschwinger aus scheibenfoermigem elektrostriktivem Material | |
| DE1175745B (de) | Elektromagnetischer Wandler | |
| DE706982C (de) | Elektromechanischer Umsetzer mit schwingenden mechanischen Koerpern fuer Filterschaltungen | |
| AT143240B (de) | Magnetisierungskopf für Schallaufzeichnung und Wiedergabe. | |
| CH370160A (de) | Abschirmung an einem Gerät mit hoher Eigen-Gleichstromvormagnetisierung, insbesondere Gleichstromwandler | |
| DE301391C (de) | ||
| DE899770C (de) | Piezoelektrischer Biegeschwinger | |
| AT129683B (de) | Elektrodynamisches Mikrophon. | |
| AT156222B (de) | Sprechkopf für magnetische Tonaufzeichnungsgeräte. | |
| AT113118B (de) | Einrichtung zur Dämpfung mechanischer Schwingungen. | |
| AT121772B (de) | Schwingungsorgan für Lautsprecher. | |
| DE837017C (de) | Magnetostriktives Schwingungsgebilde, vorzugsweise fuer elektroakustische Wandler | |
| DE1961018C (de) | Lautsprecher | |
| DE559010C (de) | Fluessigkeitsdaempfungseinrichtung | |
| DE1044169B (de) | Magnetelektrischer akustischer Wandler | |
| AT121037B (de) | Elektromagnetische Vorrichtung zur Übertragung von Vibrationen. | |
| DE646692C (de) | Spule, insbesondere UEbertrager | |
| DE564713C (de) | Elektromagnetischer Tonabnehmer | |
| DE611249C (de) | Mit sehr kleinem Abstand (unter 50 u) zwischen Membran und Gegenelektrode arbeitendes elektrostatisches Mikrophon | |
| AT157511B (de) | Lichtsteuergerät. | |
| DE912688C (de) | Elastisches, geschlitztes Merkzeichen fuer Karteien | |
| AT211892B (de) | Steckerkontaktfeder | |
| AT294970B (de) | Drehspulmeßwerk | |
| AT100620B (de) | Elektrodynamischer Lautsprecher. | |
| DE975485C (de) | Impulstransformator mit einem durch einen Dauermagneten vormagnetisierten Kern aus hochpermeablem ferromagnetischem Material |