DE611236C - Hoerfrequenzverstaerker - Google Patents

Hoerfrequenzverstaerker

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Publication number
DE611236C
DE611236C DE1930611236D DE611236DD DE611236C DE 611236 C DE611236 C DE 611236C DE 1930611236 D DE1930611236 D DE 1930611236D DE 611236D D DE611236D D DE 611236DD DE 611236 C DE611236 C DE 611236C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sound
amplifier
frequencies
equalizer
resistor
Prior art date
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Expired
Application number
DE1930611236D
Other languages
English (en)
Inventor
Popko Reinder Dijksterhuis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
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Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Application granted granted Critical
Publication of DE611236C publication Critical patent/DE611236C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03GCONTROL OF AMPLIFICATION
    • H03G9/00Combinations of two or more types of control, e.g. gain control and tone control
    • H03G9/02Combinations of two or more types of control, e.g. gain control and tone control in untuned amplifiers
    • H03G9/04Combinations of two or more types of control, e.g. gain control and tone control in untuned amplifiers having discharge tubes
    • H03G9/06Combinations of two or more types of control, e.g. gain control and tone control in untuned amplifiers having discharge tubes for gain control and tone control

Landscapes

  • Tone Control, Compression And Expansion, Limiting Amplitude (AREA)

Description

  • Hörfrequenzverstärker Bei Schallwiedergabevorrichtüngen, bei denen elektrische Ströme in Schallschwingungen umgesetzt werden, hat man bisher immer versucht, eine möglichst naturgetreue Wiedergabe des Schalls zu erzielen.
  • Die Naturgetreuheit wurde stets darin gesucht, daß im wiedergegebenen Schall das Verhältnis der Stärke der verschiedenen Töne in. physikalischer Hinsicht dasselbe wie bei dem ursprünglichen Schall sein sollte. Bei den erwähnten Vorrichtungen kommt es öfter vor, daß man den Schall zu verstärken oder zu schwächen wünscht. Dies geschieht mit Hilfe eines Lautstärkereglers, der die physikalische Stärke aller Töne ungefähr in gleichem Maße vergrößert oder verringert.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntpis, daß man nicht an allererster Stelle eine Naturgetreuheit im obenerwähnten Sinne anstreben muß, sondern daß man vielmehr die Regelung derart ausführen muß, daß sich bei Schwächung oder Verstärkung der Lautstärke der physiologisch wahrgenommene Charakter des wiedergegebenen Schalls gegenüber dem des ursprünglichen Schalls nicht ändert. Es ist bereits für medizinische Zwecke ein Verstärker zur Messung von Herztönen gebaut worden, dessen Entwicklung von dem Umstand ausging, daß man bei der Messung von Herztönen mit objektiven Hilfsmitteln andere Ergebnisse erhielt, als wenn die Messungen mit Hilfe des menschlichen Ohrs vorgenommen wurden. Bei einem solchen Herztonverstärker soll die Frequenzkuuve die gleiche Frequenzabhängigkeit wie die Gehörempfindlichkeit besitzen, und zu diesem Zweck werden die zu verstärkenden Spannungen derart verzerrt, daß die objektiv wahrgenommene Intensität der verschiedenen Töne mit der subjektiv wahrgenommenen Tonstärke übereinstimmt.
  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Schallwiedergabeverstärker, bei dem zwar ebenfalls eine frequenzabhängige Verzerrung der zu verstärkenden Spannungen stattfindet, bei dem aber die Verzerrung nicht derart ist, daß die mit dem Ohr wahrgenommenen Intensitäten des wiedergegebenen Schalls in einem linearen Verhältnis zu den mit dem Ohr wahrgenommenen Intensitäten der zu verstärkenden Töne stehen. Bei dem Verstärker -nach der Erfindung wird die Verstärkung vielmehr derart geregelt, daß der physiologisch wahrgenommene Charakter des wiedergegebenen Schalls derselbe ist wie der des ursprünglichen Schalls.
  • Das menschliche Ohr ist bekanntlich nicht für alle im Hörbarkeitsgebiet liegenden Frequenzen gleich empfindlich. Die Empfindlichkeit des Ohrs ist vielmehr für Frequenzen in der Nähe von i 5oo bis z ooo Hertz am größten, während oberhalb und unterhalb dieses Bereichs die Empfindlichkeit allmählich abnimmt. Es besteht ferner ein, sogenannter Schwellenwert, der von der Frequenz abhängig und für diejenigen Frequenzen am niedrigsten ist, für die das Ohr am empfindlichsten ist. Für die sehr hohen sowie für die sehr niedrigen Frequenzen ist der Schwellenwert sehr hoch. Unter Schwellenwert wird hier die physikalische Intensität verstanden, die erforderlich ist, um gerade einen wahrnehmbaren Schalleindruck zu verursachen.
  • Die Kurve, die den Schwellenwert in Abhängigkeit von der Frequenz darstellt, weist in der Nähe der Frequenz i 5oo bis 2 ooo-Hertz ein Minimum auf und steigt nach oben wie nach unten allmählich an. - - -Bei einem bestimmten Schall, in dem neben den mittleren Tönen auch die hohen und die tiefen Töne vorhanden sind, kann es vorkommen, daß bei gleichmäßiger Schwächung aller Töne die hohen und die tiefen Töne eine unter dem Schwellenwert liegende Intensität erhalten, wodurch sich der Charakter des Schalls ändern würde.
  • Unter dem Charakter des Schalls ist das physiologisch -wahrgenommene Intensitätsverhältnis der verschiedenen Töne zu verstehen.
  • Besteht der Schall z. B. aus zwei einfachen Tönen, deren physikalische Intensitäten durch A und B gegeben seien, so sind die physiologischen Eindrücke der Stärke dieser beiden Töne ganz anders- und können etwa durch die Werte .C und -D dargestellt werden. Das Verhältnis zwischen C und D bestimmt nun, wie oben ausgeführt; den Charakter des wahrgenommenen Schalls. Bei dem Verstärker gemäß der Erfindung wird nun dieses Verhältnis zwischen C und D unabhängig von der absoluten St=ärke, d. h. von der in physikalischem Maß gemessenen Stärke, wenigstens annähernd -konstant gehalten. Die hier für nur zwei -Töne --angestellte Betrachtung gilt natürlich- auch für -einen aus beliebig vielen Tönen zusammengesetzten Schall.
  • Bei dem Verstärker gemäß der Erfindung kann außerdem ein gewöhnlicher Lautstärkeregler vorgesehen sein, mittels dessen die Stärke sämtlicher Töne ungefähr in gleichem Maße geändert wird. Dem besonders bei Radiogeräten, Tonfilmanlagen, Schallplatten- und ähnlichen Verstärkern auftretenden Übelstand, daß sich mit der Stärke des Schalls auch seine Natur, wie oben' erwähnt, ändert, wird durch den Verstärker nach der Erfindung abgeholfen. Viele Benutzer von elektrischen Verstärkern, denen es nicht ausschließlich um eine möglichst große Lautstärke zu tun ist, stellen die Lautstärke ein, bis der Gesamteindruck ein angenehm-er ist. In diesem Fall ist jedoch die Stärke oft nicht genügend, wenn. sich die Hörer in einiger Entfernung von der Wie-"dergabevorrichtung befinden. Eine Steigerung der Stärke ändert bei den normalen Geräten die Qualität. Durch Anwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird dieser Übelstand ganz vermieden, und nachdem man. z. B. zuerst die Lautstärke mit einer gewöhnlichen Lautstärkeregelung vergrößert hat, kann man die ursprüngliche Qualität wieder zurückbekommen.
  • Ein einfaches Mittel zum Konstanthalten des physiologischen Charakters des Schalls besteht darin, daß parallel zu der Primär-oder Sekundärwicklung seines Transformators, der als Kopplungselement zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stufeneines Verstärkers dient, -eine Impedanz geschaltet wird, die aus einer Reihenschaltung .einer Selbstinduktion und einer Kapazität parallel zu einem Widerstand besteht, der als Potentiometer eingerichtet sein kann.
  • Die Vorrichtung arbeitet wie folgt. Wird bei einem bestimmten Schall. die Stärke mittels einer bekannten Lautstärkeregelung geändert, so ändert sich auch der Charakter des wiedergegebenen Schalls. Durch Ver schiebung des Potentiometerkontakts kann der ursprüngliche Eindruck wiederhergestellt werden, ohne die Lautstärke merklich zu beeinflussen. -Die Erfindung ist auf alle elektrischen Verstärker anwendbar, die Schalle zu irgendeinem Zweck wiedergeben.
  • Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung- näher erläutert, in der eine Ausführungsform beispielsweise dargestellt ist.
  • In Fig. i bedeutet i eine Röhre, die als Verstärker in einem gebräuchlichen elektrischen_ Niederfrequenzverstärker dient. Im Anodenkreis der Röhre liegt eine Primärwicklung z eines Transformators, dessen Sekundärwicklung 3 mit dem Gitter und der Glühkathode einer Röhre 5 verbunden ist. Parallel zu der Primärwicklung des Transformators ist eine Impedanz geschaltet, die einerseits aus einem Widerstand 6 und andererseits aus einem Widerstand 7 in Reihe mit einer Kapazität C und einer Selbstinduktion L besteht. Die Impedanz besteht also aus den zwei parallelen Zweigen 6 und 7, C, L, Die Widerstände 6 und 7 können zu einem einzigen Potentiometerwiderstand kombiniert werden, -bei dem in veränderlicher Punkt z. B. mittels eines Gleitkontakts 9 mit dem einen Ende der Primärwicklung 2 verbunden ist. Ist der Widerstand 6 klein im Vergleich zum Widerstand 7, so ist der wiedergegebene Schall verhältnismäßig schwach. Wird der Widerstand 6 allmählich vergrößert, so wird, solange der Widerstand 6 in bezug auf den Ohmschen Widerstand in dem Zweig 7, C, L klein ist, aer Schall derart verstärkt, daß die physikalischen Intensitäten sämtlicher Frequenzen in gleichem Maße zunehmen. Wird jedoch der Widerstand 6 groß, so ist für diejenigen Frequenzen, die in der Nähe der Resonanzfrequenz des Kreises liegen, die mit den Elementen L und C erzeugt werden kann, der Wechselstromwiderstand im Zweige 7, C, L verhältnismäßig gering. Dies hat zur Folge, daß die in der Nähe der Resonanzfrequenz liegenden Frequenzen verhältnismäßig weniger verstärkt werden als die Frequenzen, die höher und niedriger als diese Resonanzfrequenzen sind.
  • Es hat sich herausgestellt, daß auf die oben beschriebene Weise eine Regelung der Lautstärke erzielt wird, bei der für jede Lautstärke der Charakter des Schalls nach Belieben geregelt werden kann.
  • Statt einer einzigen L, C-Verbindung können selbstverständlich -auch mehrere solche Verbindungen parallel geschaltet werden, und in diesem Fall können die Resonanzfrequenzen dieser - L, C-Verbindungen verschieden sein.
  • Die Breite des Minimums in der Frequenzkennlinie . der Vorrichtung wird durch die Dämpfung des L, C-Kreises bedingt. Bei einem inneren Widerstand der Röhre i von i o'- Ohm und einem Gesamtwert der Widerstände 7 und 6 von i i. i o4 Ohm wurden sehr gute Ergebnisse erzielt. Ist der Widerstand des Teiles 7 erheblich geringer und zugleich der Widerstand 6 größer als der innere Widerstand der-Röhre, so zeigt die Frequenzkennlinie seine Durchbiegung, deren Lage durch die Werte von L und C bedingt ist. Die gesamte Verstärkung wird etwas verringert, aber diese Verringerung wird vom Gewinn an Qualität mehr als ausgeglichen. Ist z. B. der Widerstand 6 dem inneren Widerstand ungefähr gleich und ist überdies der Widerstand 7 größer als der innere Widerstand, so beträgt die mittlere Verstärkung sämtlicher Frequenzen noch 5o % des höchst erreichbaren Wertes.
  • Selbstverständlich kann die beschriebene Regelung der Lautstärke auch im Sekundärkreis des Transformators 3 angewendet werden. Man erhält in diesem Fall die in Fig. z dargestellte Schaltung, die aus der Figur sofort verständlich ist und keiner näheren Erläuterung bedarf.
  • Statt Transformatoren können auch andere Kopplungselemente benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hörfrequenzverstärker, bei dem mittels eines Entzerrers die Intensität der einzelnen Frequenzen frequenzabhängig veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Entzerrer derart einstellbar ist, daß bei jeder - mittels des üblichen Lautstärkereglers eingestellten Lautstärke durch entsprechende Einstellung des Entzerrers der physiologisch wahrgenommene Charakter des wiedergegebenen Schalls gleich dem des ursprünglichen Schalls gemacht werden kann. a. Verstärker nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Entzerrer, der aus einem Widerstand und-,einem oder mehreren parallel zu diesem liegenden Schwingungskreisen besteht, von denen jeder eine Selbstinduktion in Reihe mit einer Kapazität enthält, und daß ein veränderlicher Teil des Widerstandes parallel zu einem Kopplungselement des Verstärkers liegt. 3. Verstärker nach Anspruch i oder z, dadurch gekennzeichnet, daß die Resonanzfrequenzen der parallel zu dem Widerstand liegenden und je aus .einer Reihenschaltung von Selbstinduktion und Kapazität gebildeten Schwingungskreise in der Nähe der Frequenzen liegen, für die das menschliche Ohr am empfindlichsten ist.
DE1930611236D 1929-09-25 1930-08-05 Hoerfrequenzverstaerker Expired DE611236C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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Publications (1)

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DE (1) DE611236C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1042025B (de) * 1952-03-12 1958-10-30 Telefunken Gmbh Einrichtung zur Klangfarbenregelung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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