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Treibscheibenantrieb mit Außenantrieb Durch Patent 5,q.270 ist ein
Außenantrieb bekanntgeworden, bei dem die Reibung des Förderseiles auf der Treibscheibe
durch zwei Außenantriebseile vergrößert wird. Durch die Erfindung wird eine Vergrößerung
der von Treibscheibenantrieben zu übertragendenUmfangskraft in einfacher und sicherer
Weise erzielt, indem nur ein Zugorgan, z. B. eine Kette mit daran befestigten Klemmbacken,
das Förderseil einseitig gegen den Rand der Treibscheibe preßt. Dadurch entsteht
bei einfacher Konstruktion eine Vergrößerung der Reibung gegen Gleiten des Förderseiles
auf der Treibscheibe, und zwar einerseits unmittelbar infolge des, seitlichen Druckes
des Förderseiles gegen den Scheibenrand, andererseits mittelbar durch die Reibung
zwischen dein. den Außenantrieb bildenden Zugorgan und dem Treibscheibenrand. Die
gesamte Spannung, welche dem Außenantrieb zur Erzeugung einer bestimmten Reibungserhöhung
im Förderseil zu geben ist, ist bei diesen Anordnungen erheblich niedriger als bei
Verwendung von zwei Außenseilen, da deren Kräfte sich zum Teil gegenseitig aufheben.
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Fig. i bis 7 ,zeigen Beispiele derartiger Ausführungen. Fig. i zeigt
einen Querschnitt durch den Rand der Treibscheibe bei Verwendung eines einfachen
Förderseiles. Fig. a zeigt die gegenseitige Lage der Treibscheibe und der Spannscheibe
für den Außenantrieb. Fig. 3 zeigt die für die Ausführung des Außenantriebes verwendete
Kette mitKlemmbacken. Fig. q. zeigt einen Querschnitt durch den Rand einer Treibscheibe
bei Verwendung von zwei parallelen Förderseilen, die gemeinsam durch eine Kette
des Außenantriebes gegen Gleiten gesichert werden. Fig. 5 zeigt die Anordnung einer
entsprechenden Treibscheibe mit Spannrollen für die Kette. Fig. 6 zeigt eine Achse
mit zwei Exzentern in zwei Seitenansichten (6a und 6b), auf denen zwei Umführungsrollen
in der Anordnung nach Fig.5 gelagert werden können, damit zwei Außenantriebsketten,
die für den gleichzeitigen Antrieb von vier parallel geschalteten Förderseilen dienen,
gleichmäßig angespannt werden. Die Exzenter dienen dabei als Ausgleichshebel und
stellen sich immer so ein, daß die beiden auf ihnen -gelagerten Umführungsscheiben
gleichen Druck erhalten. Fig. 7 zeigt das Schema einer Anwendung für Schrapper,
bei denen derTreibscheibenäntrieb nur in Verbindung mit dem Außenantrieb möglich
ist.
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Das Förderseil a ist einfach um einen Winkel von etwa i80° um die
Treibscheibe b geschlungen. Die Klemmbacken c werden durch äußeren Druck in die
Scheibenrille hineingepreßt. Das ist ohne Schädigung des Seiles bei der im dauernden
Betriebe eintretenden Abnutzung nur möglich, wenn, wie in den
Fig.
i bis 4 angedeutet, der tragende Rand der Treibscheibe und die tragende Fläche der
Backen so stark erweitert werden oder bei glattem Anliegen des Seiles so weit ausgespart
werden, daß das Seil auch nach ausgenutzter Rille die Seilscheibe ohne Schleifen
und Klemmen verlassen kann. Wichtig ist dabei, daß das Förderseil in einem großen
Teil seines Umfanges, in der Regel mehr als i8o°, mit wirksamer Druckfläche umschlossen
werden kann und daß diese Umschließung so ausgeführt werden kann, daß eine Formänderung
des Förderseiles durch das Aufliegenauf der Treibscheibe aus dem runden Querschnitt
in einen ovalen Querschnitt gehindert wird und daß damit auch der Verschleiß infolge
innerer Reibung der Drähte bei dieser Formänderung nicht eintritt. Die Klemmbacken
können evtl. so ausgeführt werden, daß sie einfach umgedreht werden können, wenn
an einer Seite im Betriebe eine Abnutzung eingetreten ist.
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Der äußere Druck kann erzeugt werden durch Anspannen der Kette d durch
Federn e. Die Führung der Kette d kann in verschiedener Weise geschehen: in Fig.
2 ist eine Anordnung dargestellt mit Führung der Außenantriebsfläche durch eine
einfache Scheibe g. In diesem Falle ist es notwendig, daß das Förderseil a nach
Verlassen der Treibscheibe b etwas .nach der Seite abgelenkt wird, damit die Kette
d vom Seil freikommt. In Fig. 5 ist die Kette durch mehrere Umführungsrollen h nach
rückwärts von der Treibscheibe geführt. Bei dieser Anordnung kann das Förderseil
die Treibscheibe in gerader Richtung verlassen. Diese Führung kann sowohl bei Benutzung
eines einfachen Förderseiles verwendet werden - als auch bei zwei Förderseilen,
wie in Fig.4 angegeben, oder auch bei noch mehr, z. B. vier Förderseilen. Dann werden
zwei Ketten verwendet, im übrigen in derselben Weise wie in Fig. 4 dargestellt.
Damit beide Ketten und Rollen auf derselben Achse geführt werden können und auch
gleichmäßig angespannt sind, ist die Achse einer Umführungsrolle mit Exzentern i
ausgestattet, wie in Fig. 6a und, 6b angegeben.
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Die großen Druckflächen an Scheibenrand und Klemmbacken geben .die
Möglichkeit, die Treibscheibe mit dem beschriebenen Außenantrieb nicht nur gegen
gelegentliches Gleiten zu- schützen, sondern auch sie dauernd in solchen Fällen
zu verwenden, wo das Seil an der einen Seite der Treibscheibe vollständig spannungslos
ist. Die Treibscheibe kann. dadurch über den bisherigen Bereich der Treib-"scheibenantriebe
hinaus für Antriebe benutzt werden, -die bisher nur mit Trommeln ausgeführt werden
konnten: In Fig. 7 ist als Beispiel dafür -das Schemaeines Schrappers dargestellt.
Die unregelmäßige Bewegung des Schrappers auf dem Boden und die Veränderung der
Neigung in den ziehenden Seilsträngen macht es unmöglich, die Seile auf beiden Seiten
der Windevorrichtung gleichmäßig in der Spannung zu halten. Vielmehr ist der eine
Seilstrang im allgemeinen spannungslos. Ein derartiger Antrieb kann mit Treibscheiben
nur unter Verwendung des Außenantriebes ausgeführt werden und gestaltet sich dabei
bedeutend einfacher als der bisherige Antrieb mit zwei getrennt angetriebenen Trommeln.
Die bei Veränderung .der Schrapperweglänge notwendige Verlängerung oder Verkürzung
der Seile kann durch eine Speichertrommel k, welche am Schrappen l angebracht wird,
in einfachster Weise bewirkt werden: Es können auch andere Konstruktionen anstatt
der Kette zu dem Außenantrieb verwendet werden; der Außenantrieb kann auch gleichzeitig
für - die: Bewegung der Treibscheibe mitbenutzt werden.