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Maschine zum selbsttätigen Abhaspeln von Seidenkokons Die Erfindung
betrifft eine Maschine zum selbsttätigen Abhaspeln von Seidenkokons mit einem Hebel
zum Zuführen eines neuen Kokons aus dem Vorratsbecken in das Spinnbecken.
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Bei bekannten Haspelmaschinen dieser Art ist zum Überführen eines
neuen Kokons aus dem Vorratsbecken in das Spinnbecken noch ein besonderer Auswerfer
erforderlich.
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Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß der Hebel zum unmittelbaren
Erfassen eines neuen Kokons als Greifer ausgebildet ist und so gesteuert wird, daß
er den vor einem Rechen sich abstützenden neuen Kokon am Abstützrechen entlang hochhebt
und über Kopf ins Spinnbecken wirft sowie gleichzeitig den Faden einem umlaufenden
Fadenfänger zuführt. Auf diese Weise wird erreicht, daß, während ein Kokon erfaßt
und hochgehoben wird, der folgende bereits sich in die Stellung für den nächsten
Hub des Hebels bewegen kann. Damit sind die Voraussetzungen für ein Erhöhen der
Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine gegeben.
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Vorteilhaft ist der mittels eines Kurbelgetriebes auf und ab 'bewegte
Kokongreifer an einem Schwinghebel angelenkt, der den Greifer während seiner Abwärtsbewegung
hinter dem Abstützrechen her in die Bereitschaftsstellung unter den am Abstützrechen
anliegenden neuen Kokon bewegt. Bei einer solchen Arbeitsweise kann sich der Hebel
nicht mit den neuen Kokons und Fäden verwickeln. Die Gefahr einer Zerstörung der
Kokons und F'a'den ist also ausgeschlossen.
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Das Zuführen der abgeschlagenen Fäden zu einem umlaufenden Fadenfänger
ist an sich bekannt.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
där, und zwar zeigt: Abb. i eine Seitenansicht eines Teiles der Haspelmaschine,
Abb. z eine Draufsicht auf das Vorratsbecken und das Spinnbecken und Abb. 3 den
Abstützrechen mit dem als Greifer wirkenden Hebel.
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Über dem Spinnbecken i sind ein umlaufender Fadenfänger z und ein
Knotenfänger 3 angeordnet. Der Knotenfänger 3 dient dazu, bei großen Knoten den
(nicht dargestellten) Haspel stillzusetzen, auf den der Faden 39 aufgewickelt wird.
Zwischen dem Spinnbecken i und dem Vorratsbecken 26 (Abb. a) ist ein mt heißem
Wasser gefüllter Kanal q. vorgesehen, an dessen dem Spinnbecken zugekehrten
Ende
geneigt der Abstützrechen 6 eingebaut ist. Aus dem Vorratsbecken 26 werden die Kokons
dem Kanal 4 einzeln zugeführt. Zu diesem Zweck ist das Becken 26 nach dem Kana14
zu verjüngt sowie mit mechanisch hin und her bewegten Platten 27 und 28 versehen.
Diese steuern die Kokons einzeln nacheinander in den Kanal 4 und damit zu dein Abstützrechen
6.
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Die von den Kokons b ablaufenden Fadenenden c sind alle um eine aufrechte,
umlaufende Spindel 5 gewickelt. Die Spindel läuft im Sinne des in Abb. 2 eingezeichneten
Pfeiles um und zieht dadurch die Kokons aus dem Vorratsbecken 26 in den Kanal 4
und so nacheinander an den Abstützrechen 6 heran.
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Der Abstützrechen 6 ist in den Kanal 4 so eingesetzt, daß unter ihm
und an einer Seite neben ihm ein freier Raum für den Durchtritt eines als Greifer
wirkenden Hebels 7, 8 verbleibt. Das eine Ende 8 dieses Hebels 7, das mit dem Rechen
6 zusammenwirkt, ist gabelförmig gestaltet (vgl. Abb. 2) zum Aufnehmen eines Kokons
und zum. Fangen des Fadens. Das andere Ende des Hebels 7 ist an einem einarmigen
Schwinghebel 9 angelenkt. Dieser ist mit einer Stange 16 versehen, deren Rolle 15
mittels einer Feder 17 gegen den Umfang eines Steuernockens 14 gedrückt wird. Der
Nocken 14 ist so gestaltet, daß dem Hebel 9 eine Hinundherbewegung erteilt wird,
wie in Abb. i angedeutet. Diese Hinundherbewegung wird auf den Hebel 7 übertragen.
Außerdem wird aber dem Hebel? noch eine zweite Bewegung, und zwar eine Schwenkbewegung
um den Zapfen d bzw. d, des Schwinghebels 9, erteilt. In eine Öse 22 des Hebels.
7 greift eine Kurbelstange 21 ein, die einer Kurbelscheibe i9 mit Kurbelzapfen 2o
zugehört. Die Kurbelscheibe i9 ist auf der gleichen Welle 13 wie die Nockenscheibe
14 befestigt. Beim Umlauf der Kurbelscheibe 19 wird der Kurbelstange 21 eine Aufundabbewegung
erteilt, die sich auf den Hebel 7 überträgt, so daß dieser aus- der in Abb. i in
ausgezogenen Linien dargestellten Lage aufwärts geschwenkt wird in die strichpunktiert
angedeutete Lage, in der der Faden dem Fadenfänger :2 übergeben wird.
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Von der Welle 13 aus wird auch die Fadenspindel 5 angetrieben. Durch
ein Stirnradpaar i i, 12 wird von der Welle 13 eine Welle io angetrieben, die mit
der Spindel 5 durch einen Riemen 25 verbunden ist. Von der Welle i o aus erhalten
auch die obenerwähnten Platten 27 und z8 im Vorratsbecken 26 ihre Bewegung.
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Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Der Hebel 7 mit dem Greifer
8 bewegt sich zunächst, durch die Kurbelstange 21 angetrieben, aus der in Abb. i
in ausgezogenen Linien angedeuteten Stellung aufwärts an der Vorderseite des Abstützrechens
6. Dabei wird der vorderste Kokon mitgtnommen. Der Hebel schwingt aufwärts bis in
die strichpunktiert angedeutete Stellung, bringt also den Faden zu dem Fadenfänger
2. Es beginnt alsdann die Rückbewegung. Diese wird eingeleitet durch eine von dem
Nocken 14 erteilte Schwenkung des Schwinghebels 9, so daß der die -Hebel 9 und 7
verbindende Schwenkzapfen sich aus der Stellung d in die Stellung d, bewegt. Nun
wird der Hebel 7 durch die Kurbelstange 21 abwärts geschwenkt. Infolge der Schwenkbewegung
des Hebels 9 nach rechts bewegt sich der Greifer 8 bei seinem Abwärtsweg auf einer
anderen Bahn als bei seinem Aufwärtsweg, so daß der Greifer 8 hinter den Abstützrechen
6 kommt. Nach Beendigung der _ Abwärtsbe-,vegung kehrt der Schwinghebel 9 wieder
in die Stellung d zurück und bewegt dadurch den Greifer 8 von der Rücksexte des
Rechens 6 unter diesen hindurch auf die Vorderseite, d. h. in die Anfangsstellung.
Es beginnt dann das Spiel von neuem.