DE614391C - Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl. - Google Patents

Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl.

Info

Publication number
DE614391C
DE614391C DEA64613D DEA0064613D DE614391C DE 614391 C DE614391 C DE 614391C DE A64613 D DEA64613 D DE A64613D DE A0064613 D DEA0064613 D DE A0064613D DE 614391 C DE614391 C DE 614391C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
core
die
wood
die according
sheet metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA64613D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ambi Budd Presswerk GmbH
Original Assignee
Ambi Budd Presswerk GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ambi Budd Presswerk GmbH filed Critical Ambi Budd Presswerk GmbH
Priority to DEA64613D priority Critical patent/DE614391C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE614391C publication Critical patent/DE614391C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D37/00Tools as parts of machines covered by this subclass
    • B21D37/10Die sets; Pillar guides

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mounting, Exchange, And Manufacturing Of Dies (AREA)

Description

Zum Herstellen von Blechpreßteilen, ζ. Β. den Wandteilen für Kraftfahrzeugwagenkasten, verwendet man meist aus Stahlblöcken durch Bohren, Fräsen, Schleifen usw. hergestellte Gesenke. Derartige Stahlgesenke sind zwar sehr dauerhaft und können unter Umständen ohne wesentliche Nacharbeit zur Her-. stellung von vielen tausenden Exemplaren des betreffenden Preßteiles Verwendung finden.
»ο Andererseits sind die Stahlgesenke so teuer, daß ihre Anfertigung aus wirtschaftlichen Gründen nur dann möglich ist, wenn von dem betreffenden Gegenstand Tausende von Exemplaren benötigt werden. Wird von einem Preßteil nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl benötigt, so muß man von der Verwendung von Stahlgesenken bzw. von der Herstellung des Gegenstandes durch Pressen überhaupt absehen.
ao Es sind schon viele Versuche unternommen worden, einen Ersatz für die teuren Stahlgesenke zu finden. So hat man beispielsweise Gesenke aus Hartblei gegossen, die sich aber naturgemäß bald deformieren und ohne teure Nacharbeit nur zur Anfertigung einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Preßteilen dienen können.
Man hat ferner versucht, durch ihre Form hierzu geeignete Preßteile durch Ziehen einer Blechtafel über eine einteilige Holzform (Artz-Presse) herzustellen; dieses Verfahren läßt sich aber nicht überall anwenden und bedingt, sobald die Form des Gegenstandes etwas'komplizierter wird, zusätzliche Formung durch Hämmern o. dgl. Außerdem hat sich gezeigt, daß die Holzformen verhältnismäßig wenig dauerhaft sind, auch wenn die am stärksten beanspruchten Stellen durch Stahlbeschläge verstärkt werden.
Schließlich ist auch schon vorgeschlagen worden, unter Verwendung einer Negativform mit Hilfe des Metallspritzverfahrens eine die Arbeitsflächen des Gesenkes bildende Metallhaut herzustellen, die dann nachträglich mit einem plastischen oder gießbaren Material hinterkleidet wird. Die Schwierigkeit bei der Herstellung dieser Art von Gesenken zumPressen von Blechpreßteilen ο. dgl. besteht in der Hinterkleidung der Außenhaut in der Weise, daß einerseits das Gesenk wirklich dauerhaft ist und daß andererseits keine wesentlichen Maßänderungen der Form durch das Hinterkleiden eintreten.
Durch die Erfindung wird ein Gesenk zum Pressen von Blechpreßteilen ο. dgl. geschaffen, dessen Herstellungskosten so gering sind, daß seine Herstellung auch dann noch verlohnt, wenn voraussichtlich nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Preßteilen mit demselben herzustellen sind, welches andererseits doch eine recht erhebliche Lebensdauer besitzt, mit dem einwandfreie Preßteile hergestellt werden können und bei dem in bezug auf die Gestaltung der Preßteile keine wesentlichen Einschränkungen gegenüber Stahlgesenken vorhanden sind.
Die Erfindung besteht darin, daß ein in seiner Gestalt und in seinen Abmessungen
ungefähr dem betreffenden Gesenkteil entsprechender Kern aus nicht plastischem, durch spanabhebende Werkzeuge leicht bearbeitbarem, vorzugsweise Holz bestehendem Werkstoff mit einem die eigentlichen Arbeitsflächen bildenden, vorzugsweise aus Stahl bestehenden Mantel nachträglich umkleidet ist. Der die eigentlichen Arbeitsflächen bildende Mantel ist gemäß der Erfindung durch ίο Aufspritzen auf den Kern hergestellt.
Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, zur Herstellung von Hohlkörpern aus Aluminium durch Pressen einen mit einer aufgespritzten Aluminiumhaut versehenen HoIzkern zu verwenden. Dieser Holzkern soll nach der Fertigstellung eines einzigen Werkstückes herausgebrannt, d. h. endgültig zerstört werden. Die Erkenntnis, daß ein aus Holz bestehender Teil den bei der Herstellung ao eines einzigen Teiles auftretenden Beanspruchungen gewachsen ist, war naheliegend, überraschend dagegen ist die der Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis, daß sich ein zur Herstellung vieler Blechpreßteile dienendes Gesenk im wesentlichen aus Holz herstellen läßt.
Zur Bewirkung einer innigen Verbindung zwischen dem Kern und dem Mantel ist gemäß der Erfindung der Kern mit Stiften o. dgl. bewehrt, die einen Teil der zu ummantelnden Fläche bedecken bzw. über diese Fläche nach außen hervorstehen. Bei der Verwendung von Holz oder einem ähnlichen Werkstoff für den Kern können zur Oberflächenbewehrung in den Kern eingeschlagene Nägel, Stifte o. dgl. dienen.
Zur Verbesserung der Eigenschaften des Holzkernes wird der Holzkern gemäß der Erfindung aus einzelnen Klötzen, Leisten o. dgl. zusammengeleimt. Aus dem gleichen Grunde wird der Faserverlauf so gewählt, daß die beanspruchten bzw. am meisten beanspruchten Flächen durch Hirnholz gebildet werden. Diese Einzelheiten der Erfindung leiten sich von den allgemein bekannten Maßnahmen her, durch die die Holz anhaften^ den, für den vorliegenden Zweck schädlichen Eigenschaften, wie die Schrumpfung und Ausdehnung unter Temperatur- und Feuchtigkeitseinflüssen sowie die Ungleichmäßigkeit in bezug auf die Festigkeitseigenschaften, stark herabgemindert werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Schnitt durch ein "zur Herstellung eines schüsselartigen Blechpreßteiles dienendes vollständiges Gesenk.
Fig. 2 zeigt den zugehörigen Grundriß, teilweise im Schnitt.
Das Gesenk besteht im wesentlichen wie viele der bekannten Stahlgesenke aus dem oberenPreßstempel 5, dem oberenFalten- bzw. Randhalter 6 und dem zweiteiligen Gesenkunterteil 7, 8. Jeder dieser vier Teile besteht aus einem hölzernen Kern und einem metallisehen, vorzugsweise stählernen, die eigentliche Arbeitsfläche bildenden Mantel 5ß bis 8ß. Die Kerne sind aus einzelnen Blöcken oder Leisten rusammengeleimt, und zwar so, daß die am stärksten beanspruchten Flächen durch Hirnholz gebildet werden. Für den Kern finden zweckmäßig möglichst wenig unter Temperatur- und Feuchtigkeitseinflüssen arbeitende Hölzer, wie z. B. harte Buchenhölzer, Verwendung.
Zur Bewirkung einer innigen Verbindung zwischen dem durch Aufspritzen hergestellten Metallmantel und dem Holzkern sind in die Oberfläche die in der Zeichnung nur an einer Stelle angedeuteten Nägel 9 eingeschlagen, 8a mit denen sich das Metall beim Aufspritzen fest verschweißt. Die Nägelschäfte ragen zweckmäßig etwa 1 bis 2 mm aus dem Holz heraus. Je nach der Größe des Gesenkes können die Nägelschäfte 2 bis 3 mm stark sein, und es mag etwa auf 1 bis I1J2 qcm je ein Nagel kommen.
Der Metallbelag des Kernes kann der zu erwartenden Beanspruchung entsprechend beliebig stark gewählt werden. Auf jeden Fall g0 wird man jedoch einen mehrere Millimeter starken Belag aufspritzen. An besonders beanspruchten Stellen kann man natürlich auch den Kern vor der Herstellung des eigentlichen Mantels durch Stahleinlagen verstärken.
Die verschiedenen Gesenkteile werden zweckmäßig vor oder nach ihrer Überdeckung mit dem Metallmantel auf kräftigen, z. B. aus Kesselblech bestehenden Platten 10, 11, 12 befestigt,, die zur Befestigung der Gesenkteile an den Teilen der Presse sowie zur Abstützung der (nicht dargestellten) Randhalterfedern bzw. zur Führung von die Bewegung der Gesenkteile 7, 8 gegeneinander regelnden lt>5 Stangen 13 dienen. Ferner können zum Zusammenhalten der Kerne auch noch sonstige metallische Armierungen, wie z. B. der Ring 14, vorgesehen sein.
Bei geeigneter Wahl der Form des Kernes n0 und geeigneter Aufbringung des Deckmantels brauchen die Arbeitsflächen des Gesenkes nur noch wenig nach ihrer Einbringung in die Presse bzw. eine Vorrichtung zum Ineinanderpassen von Geseaücteileni nachgearbeitet ng zu werden. In vielen Fällen wird ein nachträgliches Tuschieren der Arbeitsflächen genügen.
Für den Kern der Gesenkteile können an Stelle von Holz auch andere, ähnlich wie Holz, leicht bearbeitbare Werkstoffe, wie z. B. Aluminium, Verwendung finden. ' Wenn auch
die Lebensdauer eines gemäß der Erfindung hergestellten Gesenkes nicht ganz so groß sein wird wie ein Stahlgesenk, so können doch mit dem neuen Gesenk mit recht geringen Gesenkkosten kleinere Preßteilserien billig und mit großer Genauigkeit hergestellt werden.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    i. Gesenk zur Herstellung von Blechpreßteilen ο. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß ein in seiner Gestalt und in seinen Abmessungen ungefähr dem betreffenden Gesenkteil entsprechender Kern aus nicht plastischem, durch spanabhebende Werkzeuge leicht bearbeitbarem, vorzugsweise Holz bestehendem .Werkstoff mit einem die eigentlichen Arbeitsflächen bildenden, vorzugsweise aus Stahl bestehenden Mantel nachträglich umkleidet ist.
    ao 2. Gesenk nach Anspruch 1, dadurch
    gekennzeichnet, daß der die eigentlichen Arbeitsflächen bildende Mantel durch Aufspritzen von Metall auf den Kern hergestellt ist.
    3. Gesenk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Kernes mit in den Kern eintretenden, vorzugsweise eingeschlagenen Metallstiften (9)
    o. dgl. bewehrt ist, die einen Teil der zu ummantelnden Fläche bedecken bzw. über die Fläche des Kernes nach außen hervorstehen und mit denen sich der Mantel bei seiner Aufbringung vereinigt.
    4. Gesenk nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Holz bestehende Kern aus einzelnen kleineren Klötzen, Leisten o. dgl. zusammengesetzt ist.
    5. Gesenk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern des aus Holz bestehenden Kernes so verlaufen, daß die beanspruchten bzw. am meisten beanspruchten Flächen durch Hirnholz gebildet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEA64613D 1932-01-05 1932-01-05 Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl. Expired DE614391C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA64613D DE614391C (de) 1932-01-05 1932-01-05 Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA64613D DE614391C (de) 1932-01-05 1932-01-05 Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE614391C true DE614391C (de) 1935-06-07

Family

ID=6943552

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA64613D Expired DE614391C (de) 1932-01-05 1932-01-05 Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl.

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE614391C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE763757C (de) * 1937-03-05 1953-06-08 Bosse Otto Herstellung eines Gesenkes zur spanlosen Blechverformung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE763757C (de) * 1937-03-05 1953-06-08 Bosse Otto Herstellung eines Gesenkes zur spanlosen Blechverformung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1810155A1 (de) Bremsscheibe,insbesondere fuer Kraftwagen und Verfahren zur Herstellung derselben
DE10152365B4 (de) Lenkrad und Verfahren zur Herstellung eines Lenkrads
DE3416589A1 (de) Konstruktionskoerper und verfahren zur herstellung desselben
DE614391C (de) Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl.
DE2549247C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Platten
DE1471256A1 (de) Verfahren zur Herstellung selbsttragender Decken- und Wandplatten,insbesondere schalldaemmender Platten aus Mineralwolle
DE2165058B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Her stellen eines Verbundgußstuckes aus einem Basismetall und einer harten Oberflachen schicht
DE2716893C2 (de) Stanzwerkzeug und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2814012A1 (de) Stanzwerkzeug und verfahren zu seiner herstellung
DE2129828A1 (de) Verfahren zur herstellung von verformten werkstuecken aus vorgefertigten, beschichteten spanplatten
DE939081C (de) Verfahren zur Blechverbindung, insbesondere im Waffenbau
DE2608159A1 (de) Abkantpresse
DE832201C (de) Faserstoffkoerper
DE2343119B2 (de) Stemmeisen
DE2501613A1 (de) Segmentmatrizen
DE3889630T2 (de) Zusammengesetztes Ziehwerkzeug für eine Ziehpresse.
DE1197841B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verformung von Honigwabenmatten
DE1433979C (de) Verfahren zur Herstellung von Gießmodellen aus geschäumtem Polystyrol, insbesondere für Zieh-, Preß- und Stanzwerkzeuge
DE1279623B (de) Matrize aus Kunststoff
DE955029C (de) Bootshaut
DE1671209A1 (de) Verfahren und Pressform zur Herstellung von feuerfesten,eine flache Auflage besitzenden Steinen und nach dem Verfahren hergestellte Steine
DE611901C (de) Verfahren zur Herstellung duennwandiger, im Innern hohler Feiwerkzeuge
DE19515038C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Referenzmodells für Oberflächen
DE659324C (de) Bauart fuer leichte Bootskoerper, insbesondere Schnellboote
DE102024115200A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines hybriden Großbauteils für ein Flugzeug und hybrides Großbauteil