DE614391C - Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl. - Google Patents
Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl.Info
- Publication number
- DE614391C DE614391C DEA64613D DEA0064613D DE614391C DE 614391 C DE614391 C DE 614391C DE A64613 D DEA64613 D DE A64613D DE A0064613 D DEA0064613 D DE A0064613D DE 614391 C DE614391 C DE 614391C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- core
- die
- wood
- die according
- sheet metal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 title claims description 17
- 239000002184 metal Substances 0.000 title claims description 17
- 238000003825 pressing Methods 0.000 title description 5
- 239000002023 wood Substances 0.000 claims description 17
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 claims description 13
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 13
- 239000010959 steel Substances 0.000 claims description 13
- 238000005507 spraying Methods 0.000 claims description 5
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 claims description 2
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 3
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 238000005253 cladding Methods 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 2
- 241001138390 Fuscospora truncata Species 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 1
- 238000000227 grinding Methods 0.000 description 1
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D37/00—Tools as parts of machines covered by this subclass
- B21D37/10—Die sets; Pillar guides
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Mounting, Exchange, And Manufacturing Of Dies (AREA)
Description
Zum Herstellen von Blechpreßteilen, ζ. Β. den Wandteilen für Kraftfahrzeugwagenkasten,
verwendet man meist aus Stahlblöcken durch Bohren, Fräsen, Schleifen usw. hergestellte
Gesenke. Derartige Stahlgesenke sind zwar sehr dauerhaft und können unter Umständen
ohne wesentliche Nacharbeit zur Her-. stellung von vielen tausenden Exemplaren des
betreffenden Preßteiles Verwendung finden.
»ο Andererseits sind die Stahlgesenke so teuer,
daß ihre Anfertigung aus wirtschaftlichen Gründen nur dann möglich ist, wenn von dem
betreffenden Gegenstand Tausende von Exemplaren benötigt werden. Wird von einem Preßteil nur eine verhältnismäßig geringe
Anzahl benötigt, so muß man von der Verwendung von Stahlgesenken bzw. von der Herstellung des Gegenstandes durch Pressen
überhaupt absehen.
ao Es sind schon viele Versuche unternommen worden, einen Ersatz für die teuren Stahlgesenke
zu finden. So hat man beispielsweise Gesenke aus Hartblei gegossen, die sich aber
naturgemäß bald deformieren und ohne teure Nacharbeit nur zur Anfertigung einer verhältnismäßig
geringen Anzahl von Preßteilen dienen können.
Man hat ferner versucht, durch ihre Form hierzu geeignete Preßteile durch Ziehen einer
Blechtafel über eine einteilige Holzform (Artz-Presse) herzustellen; dieses Verfahren
läßt sich aber nicht überall anwenden und bedingt, sobald die Form des Gegenstandes
etwas'komplizierter wird, zusätzliche Formung durch Hämmern o. dgl. Außerdem hat sich
gezeigt, daß die Holzformen verhältnismäßig wenig dauerhaft sind, auch wenn die am
stärksten beanspruchten Stellen durch Stahlbeschläge verstärkt werden.
Schließlich ist auch schon vorgeschlagen worden, unter Verwendung einer Negativform mit Hilfe des Metallspritzverfahrens
eine die Arbeitsflächen des Gesenkes bildende Metallhaut herzustellen, die dann nachträglich
mit einem plastischen oder gießbaren Material hinterkleidet wird. Die Schwierigkeit
bei der Herstellung dieser Art von Gesenken zumPressen von Blechpreßteilen ο. dgl.
besteht in der Hinterkleidung der Außenhaut in der Weise, daß einerseits das Gesenk
wirklich dauerhaft ist und daß andererseits keine wesentlichen Maßänderungen der Form
durch das Hinterkleiden eintreten.
Durch die Erfindung wird ein Gesenk zum Pressen von Blechpreßteilen ο. dgl. geschaffen,
dessen Herstellungskosten so gering sind, daß seine Herstellung auch dann noch verlohnt,
wenn voraussichtlich nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Preßteilen mit demselben herzustellen sind, welches andererseits
doch eine recht erhebliche Lebensdauer besitzt, mit dem einwandfreie Preßteile hergestellt
werden können und bei dem in bezug auf die Gestaltung der Preßteile keine wesentlichen
Einschränkungen gegenüber Stahlgesenken vorhanden sind.
Die Erfindung besteht darin, daß ein in seiner Gestalt und in seinen Abmessungen
ungefähr dem betreffenden Gesenkteil entsprechender Kern aus nicht plastischem, durch
spanabhebende Werkzeuge leicht bearbeitbarem, vorzugsweise Holz bestehendem Werkstoff
mit einem die eigentlichen Arbeitsflächen bildenden, vorzugsweise aus Stahl bestehenden Mantel nachträglich umkleidet
ist. Der die eigentlichen Arbeitsflächen bildende Mantel ist gemäß der Erfindung durch
ίο Aufspritzen auf den Kern hergestellt.
Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, zur Herstellung von Hohlkörpern aus Aluminium
durch Pressen einen mit einer aufgespritzten Aluminiumhaut versehenen HoIzkern
zu verwenden. Dieser Holzkern soll nach der Fertigstellung eines einzigen Werkstückes
herausgebrannt, d. h. endgültig zerstört werden. Die Erkenntnis, daß ein aus Holz bestehender Teil den bei der Herstellung
ao eines einzigen Teiles auftretenden Beanspruchungen gewachsen ist, war naheliegend,
überraschend dagegen ist die der Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis, daß sich ein
zur Herstellung vieler Blechpreßteile dienendes Gesenk im wesentlichen aus Holz herstellen
läßt.
Zur Bewirkung einer innigen Verbindung zwischen dem Kern und dem Mantel ist gemäß
der Erfindung der Kern mit Stiften o. dgl. bewehrt, die einen Teil der zu ummantelnden
Fläche bedecken bzw. über diese Fläche nach außen hervorstehen. Bei der Verwendung von Holz oder einem ähnlichen
Werkstoff für den Kern können zur Oberflächenbewehrung
in den Kern eingeschlagene Nägel, Stifte o. dgl. dienen.
Zur Verbesserung der Eigenschaften des Holzkernes wird der Holzkern gemäß der
Erfindung aus einzelnen Klötzen, Leisten o. dgl. zusammengeleimt. Aus dem gleichen
Grunde wird der Faserverlauf so gewählt, daß die beanspruchten bzw. am meisten beanspruchten
Flächen durch Hirnholz gebildet werden. Diese Einzelheiten der Erfindung leiten sich von den allgemein bekannten
Maßnahmen her, durch die die Holz anhaften^ den, für den vorliegenden Zweck schädlichen
Eigenschaften, wie die Schrumpfung und Ausdehnung unter Temperatur- und Feuchtigkeitseinflüssen
sowie die Ungleichmäßigkeit in bezug auf die Festigkeitseigenschaften, stark herabgemindert werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Schnitt durch ein "zur
Herstellung eines schüsselartigen Blechpreßteiles dienendes vollständiges Gesenk.
Fig. 2 zeigt den zugehörigen Grundriß, teilweise im Schnitt.
Das Gesenk besteht im wesentlichen wie viele der bekannten Stahlgesenke aus dem
oberenPreßstempel 5, dem oberenFalten- bzw. Randhalter 6 und dem zweiteiligen Gesenkunterteil
7, 8. Jeder dieser vier Teile besteht aus einem hölzernen Kern und einem metallisehen,
vorzugsweise stählernen, die eigentliche Arbeitsfläche bildenden Mantel 5ß bis 8ß.
Die Kerne sind aus einzelnen Blöcken oder Leisten rusammengeleimt, und zwar so, daß
die am stärksten beanspruchten Flächen durch Hirnholz gebildet werden. Für den Kern
finden zweckmäßig möglichst wenig unter Temperatur- und Feuchtigkeitseinflüssen arbeitende
Hölzer, wie z. B. harte Buchenhölzer, Verwendung.
Zur Bewirkung einer innigen Verbindung zwischen dem durch Aufspritzen hergestellten
Metallmantel und dem Holzkern sind in die Oberfläche die in der Zeichnung nur an einer
Stelle angedeuteten Nägel 9 eingeschlagen, 8a mit denen sich das Metall beim Aufspritzen
fest verschweißt. Die Nägelschäfte ragen zweckmäßig etwa 1 bis 2 mm aus dem Holz
heraus. Je nach der Größe des Gesenkes können die Nägelschäfte 2 bis 3 mm stark sein, und es mag etwa auf 1 bis I1J2 qcm je
ein Nagel kommen.
Der Metallbelag des Kernes kann der zu erwartenden Beanspruchung entsprechend beliebig
stark gewählt werden. Auf jeden Fall g0 wird man jedoch einen mehrere Millimeter
starken Belag aufspritzen. An besonders beanspruchten Stellen kann man natürlich auch
den Kern vor der Herstellung des eigentlichen Mantels durch Stahleinlagen verstärken.
Die verschiedenen Gesenkteile werden zweckmäßig vor oder nach ihrer Überdeckung
mit dem Metallmantel auf kräftigen, z. B. aus Kesselblech bestehenden Platten 10, 11, 12
befestigt,, die zur Befestigung der Gesenkteile an den Teilen der Presse sowie zur Abstützung
der (nicht dargestellten) Randhalterfedern bzw. zur Führung von die Bewegung der Gesenkteile 7, 8 gegeneinander regelnden lt>5
Stangen 13 dienen. Ferner können zum Zusammenhalten der Kerne auch noch sonstige
metallische Armierungen, wie z. B. der Ring 14, vorgesehen sein.
Bei geeigneter Wahl der Form des Kernes n0
und geeigneter Aufbringung des Deckmantels brauchen die Arbeitsflächen des Gesenkes nur
noch wenig nach ihrer Einbringung in die Presse bzw. eine Vorrichtung zum Ineinanderpassen
von Geseaücteileni nachgearbeitet ng
zu werden. In vielen Fällen wird ein nachträgliches Tuschieren der Arbeitsflächen genügen.
Für den Kern der Gesenkteile können an Stelle von Holz auch andere, ähnlich wie
Holz, leicht bearbeitbare Werkstoffe, wie z. B. Aluminium, Verwendung finden. ' Wenn auch
die Lebensdauer eines gemäß der Erfindung hergestellten Gesenkes nicht ganz so groß
sein wird wie ein Stahlgesenk, so können doch mit dem neuen Gesenk mit recht geringen Gesenkkosten
kleinere Preßteilserien billig und mit großer Genauigkeit hergestellt werden.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Gesenk zur Herstellung von Blechpreßteilen ο. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß ein in seiner Gestalt und in seinen Abmessungen ungefähr dem betreffenden Gesenkteil entsprechender Kern aus nicht plastischem, durch spanabhebende Werkzeuge leicht bearbeitbarem, vorzugsweise Holz bestehendem .Werkstoff mit einem die eigentlichen Arbeitsflächen bildenden, vorzugsweise aus Stahl bestehenden Mantel nachträglich umkleidet ist.
ao 2. Gesenk nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, daß der die eigentlichen Arbeitsflächen bildende Mantel durch Aufspritzen von Metall auf den Kern hergestellt ist.3. Gesenk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Kernes mit in den Kern eintretenden, vorzugsweise eingeschlagenen Metallstiften (9)o. dgl. bewehrt ist, die einen Teil der zu ummantelnden Fläche bedecken bzw. über die Fläche des Kernes nach außen hervorstehen und mit denen sich der Mantel bei seiner Aufbringung vereinigt.4. Gesenk nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Holz bestehende Kern aus einzelnen kleineren Klötzen, Leisten o. dgl. zusammengesetzt ist.5. Gesenk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern des aus Holz bestehenden Kernes so verlaufen, daß die beanspruchten bzw. am meisten beanspruchten Flächen durch Hirnholz gebildet werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA64613D DE614391C (de) | 1932-01-05 | 1932-01-05 | Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA64613D DE614391C (de) | 1932-01-05 | 1932-01-05 | Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE614391C true DE614391C (de) | 1935-06-07 |
Family
ID=6943552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA64613D Expired DE614391C (de) | 1932-01-05 | 1932-01-05 | Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE614391C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE763757C (de) * | 1937-03-05 | 1953-06-08 | Bosse Otto | Herstellung eines Gesenkes zur spanlosen Blechverformung |
-
1932
- 1932-01-05 DE DEA64613D patent/DE614391C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE763757C (de) * | 1937-03-05 | 1953-06-08 | Bosse Otto | Herstellung eines Gesenkes zur spanlosen Blechverformung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1810155A1 (de) | Bremsscheibe,insbesondere fuer Kraftwagen und Verfahren zur Herstellung derselben | |
| DE10152365B4 (de) | Lenkrad und Verfahren zur Herstellung eines Lenkrads | |
| DE3416589A1 (de) | Konstruktionskoerper und verfahren zur herstellung desselben | |
| DE614391C (de) | Gesenk zum Pressen von Blechpressteilen o. dgl. | |
| DE2549247C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Platten | |
| DE1471256A1 (de) | Verfahren zur Herstellung selbsttragender Decken- und Wandplatten,insbesondere schalldaemmender Platten aus Mineralwolle | |
| DE2165058B2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Her stellen eines Verbundgußstuckes aus einem Basismetall und einer harten Oberflachen schicht | |
| DE2716893C2 (de) | Stanzwerkzeug und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE2814012A1 (de) | Stanzwerkzeug und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE2129828A1 (de) | Verfahren zur herstellung von verformten werkstuecken aus vorgefertigten, beschichteten spanplatten | |
| DE939081C (de) | Verfahren zur Blechverbindung, insbesondere im Waffenbau | |
| DE2608159A1 (de) | Abkantpresse | |
| DE832201C (de) | Faserstoffkoerper | |
| DE2343119B2 (de) | Stemmeisen | |
| DE2501613A1 (de) | Segmentmatrizen | |
| DE3889630T2 (de) | Zusammengesetztes Ziehwerkzeug für eine Ziehpresse. | |
| DE1197841B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verformung von Honigwabenmatten | |
| DE1433979C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gießmodellen aus geschäumtem Polystyrol, insbesondere für Zieh-, Preß- und Stanzwerkzeuge | |
| DE1279623B (de) | Matrize aus Kunststoff | |
| DE955029C (de) | Bootshaut | |
| DE1671209A1 (de) | Verfahren und Pressform zur Herstellung von feuerfesten,eine flache Auflage besitzenden Steinen und nach dem Verfahren hergestellte Steine | |
| DE611901C (de) | Verfahren zur Herstellung duennwandiger, im Innern hohler Feiwerkzeuge | |
| DE19515038C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Referenzmodells für Oberflächen | |
| DE659324C (de) | Bauart fuer leichte Bootskoerper, insbesondere Schnellboote | |
| DE102024115200A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines hybriden Großbauteils für ein Flugzeug und hybrides Großbauteil |