-
Abdichtung einer Welle mittels eines metallischen Dichtungsgehäuses
mit eingelegtem elastischem Dichtungsstreifen Im Patent 607 9922 sind bereits
Abdichtungen einer Welle mittels eines in einer Ringnut des metallischen Dichtungsgehäuses
liegenden elastischen Abdichtungsstreifens vorgeschlagen worden. Dem metallischen
Dichtungsgehäuse ist dabei durch Teilungsfugen und Zwischengelenke eine Ausbildung
gegeben worden, die es befähigt, sich an verschiedene Durchmesser der abzudichtenden
Welle anzupassen, ohne daß die Fugen auseinanderklaffen und damit die Möglichkeit
zum Austritt von Schmiermittel aus dem Gehäuse einerseits, zum Eindringen von Fremdkörpern
in das Gehäuse andererseits geben. Vorliegende Erfindung setzt sich zur Aufgabe,
den in der Ringnut des metallischen Dichtungsgehäuses liegenden elastischen Abdichtungsstreifen
ebenfalls so auszubilden, daß trotz Anpassung an verschiedene Achsschenkeldurchmesser
freie Zwischenräume fehlen, die zu einem Durchtritt des Schmiermittels und der Fremdkörper
Veranlassung geben könnten. Außerdem aber ist dafür zu sorgen, daß sich in den bei
den Durchmesserveränderungen des elastischen Abdichtungsstreifens bildenden Zwischenräumen
an den Trennfugen keine Ansammlungen aus eingedrungenem Schmiermittel und. eingedrungenen
Fremdkörpern bilden können, da die in diesem Fall entstehende schmirgelartige Masse
bei den stoßartigen Bewegungen, die die abzudichtende Welle auf die Dichtung ausübt,
in die Berührungsflächen an den Trennfugen eindringt und zur allmählichen Zerstörung
des Abdichtungsstreifens führt. Die diese Aufgabe lösende Ausbildung - des Abdichtungsstreifens
kennzeichnet sich erfindungsgemäß dadurch, daß bei drehsicher mit dem Gehäuse verbundenen
Dichtungsstreifen die stufenförmige Teilungsfuge mit ihren axial gerichteten Abschnitten
vom radial gerichteten Abschnitt nach beiden Stirnseiten des Dichtungsstreifens
abfällt. Während der radial gerichtete Abschnitt den Durchtritt durch die Teilungsfuge
sperrt, entstehen Zwischenräume, deren Begrenzungswandungen nach unten abfallen,
so daß sich selbst für den Fall des Eindringens von Schmiermittel auf der einen
Seite, von' Fremdkörpern auf der anderen Seite die Zwischenräume ständig, vor allem
unter Wirkung der stoßartigen Bewegungen, die auf den Abdichtungsstreifen ausgeübt
werden, entleeren. Dadurch ist die Bildung schmirgelartiger Massen wirksam verhindert,
so daß sich die Abdichtungsstreifen durch eine hohe- Lebensdauer auszeichnen und
innerhalb derselben ihre Wirksamkeit ungeschmälert entfalten.
Der
den Durchtritt für Schmiermittel und Fremdkörper sperrende, radial gerichtete Abschnitt
des elastischen Dichtungsstreifens braucht dabei nicht aus elastischen Werkstoffen
zu bestehen, sondern er kann durch die axial verlaufenden Teilungsfugen in Verbindung
mit einem Metallblech gebildet werden, das etwa in der Mitte der Teilungsfuge parallel
zu den Stirnflächen des Dichtungsstreifens liegt, mit einem Ende des Streifens fest
verbunden ist und in einem Schlitz des anderen Endes des Dichtungsstreifens gleitet.
-
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgedankens,
und zwar gibt Abb. z eine Aufsicht auf die Dichtung, vom Inneren des Achslagergebäuses
aus gesehen, wieder.
-
Abb. 2 gibt einen senkrechten Längsschnitt nach Linie II-II der Abb.
i durch die Abdichtung wieder, wobei im mittleren Teil der elastische Dichtungsstreifen
entfernt gedacht ist, um die Ausnehmungen des metallischen Dichtungsgehäuses zur
Aufnahme des Dichtungsstreifens zu veranschaulichen.
-
Abb. 3 zeigt einen senkrechten Querschnitt durch einen vollkommen
aus elastischen Werkstoffen aufgebauten Dichtungsstreifen,-während Abb.4 einen Dichtungsstreifen
in derselben Schnittdarstellung zeigt, bei dem der Durchgang für Schmiermittel und
Fremdkörper durch ein Metallblech verhindert ist.
-
Das metallische Dichtungsgehäuse besteht aus vier Teilen i, 2, 3 und
4. Zwischen den Teilen i und 3 einerseits, 2 und 4 andererseits befindet sich eine
Teilungsfuge 5, die in einer Ebene senkrecht zur Achse liegt. Weitere Teilungsfugen
7', 7", 7'" zwischen den Teilen i und 3 bzw. 8"', 8" und 8' zwischen den Teilen
:z und 4 liegen in radialen Ebenen. Durch die Teilungsfugen 5 entsteht eine Beweglichkeit
der Dichtung in sich in axialer Richtung, durch die Teilungsfugen 7', 7", 7"', 8"',
8". 8' in radialer Richtung. Je zwei Dichtungsteile i und 2 bzw. 3 und 4 weisen
je eine Hälfte einer konischen, ringförmigen Ausnehmung 9 zur Aufnahme einer in
sich geschlossenen, gespannten Spiralfeder io auf. Die Eigenspannung dieser Spiralfeder
zo wirkt sich in zweifacher Weise aus. Zunächst werden die Teile i und 2 einerseits
gegen die Teile 3 und 4, andererseits in radialer Richtung fest gegeneinander -gezogen,
so daß ein radialer bzw. peripherer Dichtungsschluß dieser Teile um den Notlauf
des Achsschenkels bzw. um den auf diesen aufgesetzten Spritzringansatz eintritt.
Die Teilungsfugen 7", 8", die durch Versetzung der sie bildenden Ausklinkungen i4'
im Teil 3 gegen, i4" im Teil i und 15' im Teil :2 gegen 15" im Teil 4 entstehen,
dienen dabei nicht nur zur Unterbrechung des Fugenweges 7'-7"' und 8"'-8', sondern
gleichzeitig als Führungsmittel der Teile i und 2 einerseits gegen die Teile 3 und
4 andererseits. Distanzbolzen 16, die beispielsweise in die Teile :z und 4 eingenietet
sind, bewirken, daß die Dichtungsteile auch im ausgebauten Zustand der Dichtung
zusammengehalten werden. Um die Dichtung am Notlauf zu verstärken, weisen die Dichtungsteile
i bis ¢ außer der konischen Ausnehmung 9 auf ihrer Innenfläche eine weitere, ringförmige
Ausnehmung 21 auf, in die sich Streifen 22, 23 ,aus nachgiebigen Mitteln, wie Leder,
Filz, Fiber o. @dgl., einlegen.
-
Erfindungsgemäß weisen diese mit dem Gehäuse i, 2, 3, 4 drehsicher
verbundenen Dichtungsstreifen 22, 23 stufenförmige Teilungsfugen auf, die mit ihren
axial gerichteten Abschnitten vom radial gerichteten Ab-
schnitt nach beiden
Stirnflächen des Dichtungsstreifens zu abfallen.
-
Besteht der Dichtungsstreifen nach Abb. 3 vollständig aus elastischen
Stoffen, so besitzt er eine radial gerichtete Längsfuge 24, die sich gemäß der gestrichelten
Linie 25 auch über den gesamten Umfang des Dichtungsstreifens erstrecken kann, so
daß der Dichtungsstreifen in zwei vollkommen getrennte, in axialer Richtung nebeneinanderliegende
Teile zerfallen würde. Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 erstreckt sich die radial
gerichtete Längsfuge 24 jedoch nur über einen verhältnismäßig geringen Teil des
Umfanges. Erfindungsgemäß fallen dabei die axial gerichteten Abschnitte 26 und 27
der stufenförmigen Teilungsfuge von der radial gerichteten Längsfuge 24 aus nach
beiden Stirnflächen des. Dichtungsstreifens zu ab, wobei sie den Dichtungsstreifen
in die Teile 22 und 23 zerlegen. Wie man erkennt, sperren die in der Längsfuge 24
aneinanderliegenden beiden Zungen der Dichtungsstreifenteile 22 und 23 den Durchgang
durch den. Dichtungsstreifen für Schmiermittel einerseits, Fremdkörper andererseits
völlig ab. Außerdem sind die die Zwischenräume 26, 27 begrenzenden Wandungen nach
unten zu geneigt, so daß in diese Zwischenräume eingedrungenes Schmiermittel und
eingedrungene Fremdkörper selbsttätig, insbesondere unter Wirkung der ständig auftretenden
Stoßbewegungen, entfernt werden, ehe sie schmirgelartige Massen bilden können, die
durch Eindringen in die Fugen eine schnelle Zerstörung der Dichtungsstreifen herbeiführen
würde.
-
Beim Ausführungsbeispiel der Abb. 4 wird die Teilungsfuge durch die
axial verlaufenden Teilungsfugen 26, 27 in Verbindung mit einem Kupferblech 28 gebildet,
das in der Mitte der Teilungsfugen 26, 27 parallel zu
den Stirnflächen
des Dichtungsstreifens liegt, mit dem unteren Ende bei 29 mit einem Ende des Streifens
fest verbunden ist und in einem Schlitz 3o des anderen Endes des Dichtungsstreifens
gleitet. Da das Kupferblech in höherem Maße als die die Teilungsfuge 24. bildenden
Zungen der Dichtungsstreifenteile 22 und 23 eine Weiterführung des Schmiermittels
verhindert, wird auch bei abweichender*Gestaltung der axial gerichteten Fugen 26,
27 die gestellte Aufgabe der Vermeidung der Schmirgelmassenbildung erreicht.