DE61527C - Federndes Schraubengetriebe als Kraftübertragungsmittel für allmählich wirkenden Antrieb - Google Patents
Federndes Schraubengetriebe als Kraftübertragungsmittel für allmählich wirkenden AntriebInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16D3/00—Yielding couplings, i.e. with means permitting movement between the connected parts during the drive
- F16D3/02—Yielding couplings, i.e. with means permitting movement between the connected parts during the drive adapted to specific functions
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Description
KAISERLICHES-;
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Üebertragen von Kraft von
einem sich drehenden Körper auf einen Körper, welcher dadurch in Umdrehung versetzt werden
soll, oder gewöhnlich von einer Treibwelle auf eine zu treibende Welle.
Die Erfindung ist insbesondere bestimmt zur Uebertragung der Kraft von einem Elektromotor
auf die Achse eines Eisenbahnwagens, der durch diesen Motor fortbewegt werden soll;
sie ist jedoch auch geeignet zur Anwendung bei einem Apparat, bei welchem Kraft von
einer Welle auf eine andere zu übertragen ist.
Das Wesentliche der Erfindung ist eine einfache und wirksame Vorrichtung, bei welcher
der Werth der zu übertragenden Kraft der Verbindung zwischen den beiden Theilen zu
der erforderlichen Kraft fortwährend proportional sein soll, welche Vorrichtung die
Kraft befähigen soll, beim Anlassen der Maschine allmählich zu wirken.
Ein anderer Vortheil der Erfindung, besonders für die Fortbewegung von elektrischen
Eisenbahnwagen, besteht darin, die Treibwelle schnell aufser Eingriff mit der Achse zu bringen,
wenn der Wagen sich auf geneigter Bahn befindet.
Fig. ι ist eine Oberansicht eines Theiles eines Strafsenwagenuntergestelles mit einem
elektrischen Motor. Fig. 2 ist ein Querschnitt des die bewegliche Mutter enthaltenden Cylinders
der Fig. 1. Fig. 2 a ist ein Aufrifs einer etwas abgeänderten Einrichtung. Fig. 3 ist ein Grundrifs
des Wagenuntergestelles und Motors zur Veranschaulichung einer anderen Form der
Erfindung, wobei die Mutter der Regel nach von der Treibwelle losgekuppelt ist. Fig. 4
ist ein senkrechter Längsschnitt des Cylinders und Zahnräderwerkes bei dieser Form. Fig. 5
ist ein Querschnitt des Cylinders. Fig. 6 ist ein senkrechter Längsschnitt des Zahnräderwerkes
und der Radnabe mit abgeänderter Einrichtung, bei welcher die vorübergehende
Verbindung zwischen der Mutter und der Treibwelle durch Friction hervorgebracht wird. Fig. 7
ist ein Querschnitt nach der Linie j-j in Fig. 6
und Fig. 8 eine Ansicht, welche die abgeänderte Construction darstellt, bei welcher beide
Wellen mit biegsamen Kraftübertragungsvorrichtungeri
versehen sind.
In den Fig. 1 und 2 sind AA Wagenräder;
B ist die Achse, welche dieselben verbindet, und C eine Welle, die mittelst der Zahnräder
DZ)1 mit der Achse B in Verbindung steht.
E ist die Welle eines Elektromotors F. Auf der Welle E sitzt das Trieb G, welches in ein
Zahnrad H eingreift. Die Nabe, auf welcher das Zahnrad H befestigt ist, ist ein hohler
Cylinder· J, welcher auf die Welle C aufgeschoben ist, welche innerhalb des Cylinders J
mit Schraubengewinde K versehen ist. Die Ganghöhe der Schraube soll in allen Fällen
eine solche sein, dafs die elastische Hemmung den Apparat rasch umsteuern und die Mutter
auf dem Gewinde zurücktreiben kann. Die hierfür nöthige genaue Schraubenganghöhe
hängt von der Stellung ab, in welcher die Vorrichtung angebracht ist, von der Schnelligkeit
der Bewegung, welche die Mutter haben soll, der Kraft der Feder u. s. w. L ist die
Mutter, welche die Zwischenverbindungsvorrichtung bildet; sie ist auf die Welle C auf-
geschraubt und mit Ansätzen α versehen, welche
in innere Nuthen des Cylinders J eindringen.
Wenn sich der Wagen im Ruhezustande befindet
und dem Motor Strom zugeführt wird, so dreht das Trieb G das Rad H und den
Cylinder /. Die Mutter L, welche sich in Eingriff mit dem Cylinder befindet, dreht sich mit
ihm und wird daher in der einen oder anderen Richtung gemäfs der Umdrehungsrichtung der
Welle voran und gegen die Feder M oder M1 geschraubt, bis sie einen Punkt erreicht, wo
die Feder derart zusammengedrückt ist, dafs sie hinten gegen das Schraubengewinde mit solcher
Reibung gehalten wird, dafs ihre Umdrehungsbewegung sich der Welle C mittheilt. Diese
dreht sich dann und setzt den Wagen zuerst langsam und mit im Verhältnifs zur Compression
der Feder wachsender Geschwindigkeit in Bewegung, bis die Mutter einen solchen Punkt erreicht, dafs sie sich nicht mehr mitbewegen
kann, welcher Punkt von der Last öder Gröfse des zu überwindenden Widerstandes
gegen die Fortbewegung abhängig ist.
Die bei dem Betriebe elektrischer Eisenbahnwagen vorhandene Schwierigkeit, dafs die zur
Ingangsetzung des Wagens verlangte Kraft gröfser sein mufs als diejenige, welche nöthig
ist, wenn derselbe sich in Bewegung befindet, ist hier nicht mehr vorhanden.
In der durch Fig. 2 a veranschaulichten Einrichtung ist die cylindrische Nabe nicht vorhanden;
das Zahnrad H ist direct auf die Welle geschraubt und zwischen den Federn M M1
angeordnet, welche zwischen feststehenden Ringen um die Welle herumgewunden sind.
Wenn das Rad H sich zu drehen beginnt, so bewegt es sich auf dem Gewinde gegen die
Feder, bis es einen Punkt erreicht, wo es die Welle zu drehen vermag. Das Trieb G hat
genügende Länge, um diese Bewegung des Rades zu gestatten.
Bei den bisher beschriebenen Formen ist die Mutter immer in Eingriff mit dem Cylinder,
und derselbe stets in Verbindung mit der Achse. Um die Armatur selbstthätig von der Achse
loszukuppeln, so dafs die Achse sich allein dreht, sind der durch Fig. 1 dargestellten Construction
noch gewisse andere Vorrichtungen hinzugefügt.
Die Fig. 3, 4 und 5 stellen eine Vorrichtung dar, bei welcher die Mutter der Regel nach
aufser Eingriff mit dem Cylinder ist und durch elektromagnetische Anziehung mit demselben
in Eingriff gebracht wird. Die Räder A, Achse B, Welle C, Motor F, Welle E, Trieb G
und Zahnrad H sind fast ebenso angeordnet, wie bereits beschrieben, jedoch ist in diesem
Falle die Kraftübertragungsvorrichtung auf der Triebachse B anstatt auf der Welle C angebracht.
Die Achse B ist innerhalb des Cylinders J mit einem Schraubengewinde versehen, der
Cylinder selbst sitzt lose auf der Achse; innerhalb desselben befinden sich die Druckfedern
MM1.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist eine Mutter O
auf die Welle der Achse aufgeschraubt, sie liegt der Regel nach in der Mitte des Cylinders /
und ist mit daumenartigen Flächen versehen, welche in entsprechende Flächen auf den inneren
Seiten der Scheiben PP1 eingreifen. An jeder Seite der Mutter liegt eine dieser Scheiben,
welche mittelst schwacher Federn von derselben entfernt gehalten werden. Die Scheiben
besitzen Ansätze d, die in innere Nuthen d1
des Cylinders eintreten.
Die daumenförmigen Flächen der Scheibe P sind in Fig. 5 mit b bezeichnet und jene der
Mutter O sind ähnlich, um mit ersteren in Eingriff zu kommen. Die Mutter O besitzt
einen geringeren Durchmesser als der Cylinder, so dafs sie mit demselben nicht in Berührung
kommen kann. Die Scheiben PP1 sitzen lose auf der schraubenförmigen Achse. Der Cylinder
bildet die Nabe des Zahnrades D, welches in das Trieb D1 eingreift. Auf der Nabe J ist
auf jeder Seite des Zahnrades D je eine Spule Q und Q1 aus einem spiralförmig gewundenen
Draht angebracht. Diese Spulen können durch einen Träger R von den Lagern des Motors
aus (s. Fig. 3) oder in passender anderer Weise gehalten werden. Die Drahtspulen Q und Q1
sind mit einer geeigneten Vorrichtung zur Erzeugung von elektrischem Strom verbunden.
Diese Stromquelle ist dargestellt durch die Conductoren 1 und 2, mit denen die Spulen Q Q1
mittelst der durch den Commutator hindurchgeführten Drähte 3, 4 und 5 verbunden sind.
Der dargestellte Commutator ist für die Zwecke dieser Erfindung mit Zusatzverbindungen mit
den Spulen Q Q1 versehen, so dafs, wenn der Handgriff nach der einen oder anderen Seite
gezogen wird, um den Motor in der einen oder anderen Richtung in Gang zu bringen,
er gleichzeitig den Stromkreis' entweder nach der Spule Q oder Q1 schliefst.
Wenn, die aus magnetischem Material bestehende Mutter O durch die eine oder andere
der Spulen erregt wird, so wird sie nach der betreffenden Spule hin gezogen und daher je
nachdem mit der Scheibe P oder P1 in Eingriff gebracht.
Der Cylinder J beginnt zu dieser Zeit sich
zu bewegen wegen der gleichzeitigen Anwendung von Strom auf Motor und Spule; sobald
die daumenförmigen Flächen von O und P in Eingriff gelangen, beginnt die Mutter sich mit
dem Cylinder zu drehen, sie wird daher auf der Welle vorangeschraubt, wobei sie die
Scheibe P voranschiebt und die vor ihr liegende Feder zusammenprefst, bis die Feder M
genügend stark zusammengedrückt ist, um die Mutter mit hinreichender Reibung gegen das
Gewinde zu pressen und die Welle zu drehen.
Wenn der Strom unterbrochen wird, geht die Mutter auf der Welle zurück, indem ihr
die Scheibe P folgt, bis diese die Enden der Nuthen dl erreicht; wenn nun die Federn c
die Mutter 0 von der Scheibe P entfernen und die Welle E vollständig aufser Verbindung
mit der Achse bringen, so bleiben die Theile in dieser Stellung, bis der Strom wieder geschlossen
wird.
Bei der durch die Fig. 6 und 7 veranschaulichten Einrichtung ist die Art und Weise, der
Mutter ihre Anfangsbewegung zur Ingangsetzung derselben auf dem Gewinde zu ertheilen, von
der eben beschriebenen verschieden. Anstatt die Mutter selbst in Eingriff mit dem Cylinder
zu bringen, ist dieselbe dazu eingerichtet, sich infolge zeitweiliger Friction mit dem Cylinder
zu drehen. Eine derartige Vorrichtung kann mit der Hand oder auf andere passende Weise
in Thätigkeit versetzt werden. Hier gelangt sie auf elektrischem Wege durch Anziehung des
Feldmagneten des Motors, mit welchem die Vorrichtung verbunden ist, zur Wirkung.
In den Fig. 6 und 7 ist die Vorrichtung in ihrer Anwendung auf einen feststehenden Motor
T dargestellt, welcher Kraft auf die Welle B, die diejenige einer zu treibenden Maschine sein
kann, überträgt.
■ Der Cylinder ist über dem mit Gewinde versehenen
Theil der Welle B angebracht und bildet die Nabe des Zahnrades D, welches in
das Trieb D1 auf der Armaturwelle E eingreift.
In der Nähe jeden Endes der Schraube befindet sich eine Schraubenmutter f bezw. f1;
zwei lose Scheiben g gl sind in der Nähe
dieser Mutter angebracht. In der Mitte zwischen den Scheiben g g1 ist die Druckfeder h
angeordnet. Zwischen ■ den Schraubenmuttern und den losen Scheiben ist, wie früher, ebenfalls
eine schwache Feder c eingeschaltet. Zwischen jeder Mutter und dem Ende des Cylinders
ist auf der Welle ein im Innern abgeschrägter Ring i z1 lose angebracht. Der Ring i1 besitzt
Stifte k, welche durch Nuthen in dem Cylinder
gehen und an dem Ring Z auf der Aufsenseite des Cylinders befestigt sind. Der Ring Z ist
der Regel nach in Berührung mit einem ähnlichen Ring Z1;.beide werden durch Federn m
zusammengehalten. Der Ring Z1 hat auch Stifte, welche durch Nuthen im .Cylinder in
das Innere desselben eindringen. Diese Stifte sind an Streifen h1 befestigt, welche innerhalb
des Cylinders vorstehen und an den im Innern abgeschrägten Ring i am anderen Ende des
Cylinders befestigt sind. Auf dem Motor T befindet sich in der Nähe der Pole desselben
eine magnetische Stange n, von welcher ein Winkelhebel ο ausgeht, der durch ein Gelenk ρ
mit einem gegabelten Arm q verbunden ist. Dieser Arm trägt keilförmige Rollen r, die
zwischen die Ringe Z Z1 eintreten und dieselben aus einander treiben. Die Keilrollen werden
der Regel nach durch eine Feder s zwischen den erwähnten Ringen gehalten, jedoch daraus
weggezogen durch Anziehung des Magneten des Motors T gegen die magnetische Stange n.
Wenn die Theile in Ruhe sind und die Keilrolle r sich zwischen den Ringen / Z1 befindet,
so ist der innere Ring Z1 aufser Berührung mit der Mutterf, die von ihm durch
den Streifen Z?1 weggestofsen wurde. Wenn dem Motor Strom zugeführt wird, fängt der
Cylinder an sich zu drehen, und gleichzeitig wird die Keilrolle mitgezogen, so dafs die
Ringe Z Z1 durch die Federn m zusammengebracht werden, und es kommen dann die
Doppelringe i 21 dementsprechend in Frictionseingriff
mit den schrägen Rändern der Muttern II1, worauf beide Muttern anfangen, sich mit
dem Cylinder zu drehen, und wenn die eine oder die andere derselben je nach der Umdrehungsrichtung
der Welle auf dieser vorangeschraubt wird, so gelangt sie mit der Schraube^
oder g1 in Eingriff, setzt ihren Weg auf der
Welle fort und preist die Feder zusammen, bis sie mit der Welle in Eingriff kommt und
dieselbe dreht, wie früher beschrieben.
Dreht sich die Welle in der Richtung des Pfeiles (Fig. 6), so schraubt sich die Mutter f
nach der Mitte des Cylinders hin und führt die Mutter f1 an das Ende desselben. Wenn
der Motor in der anderen Richtung in Gang gesetzt war, vollzieht sich diese Operation im
umgekehrten Sinne. Wenn der Strom von der Maschine ausgeschaltet ist, wird die Mutter^1
zurückgehen, jedoch nicht mit dem Ring i1 in Berührung kommen, weil die Keilrollen r dazwischen
gebracht sind und diese Ringe so nahe zum Ende des Cylinders führen, dafs die Nabe der Mutter gegen das Cylinderende stöfst,
ehe die Mutter den Ring erreicht.
In Fig. 8 ist die einfache Form der in Fig. 2 a gezeichneten Erfindung veranschaulicht, um die
Anwendung auf beide Wellen zu zeigen. Das Zahnrad H ist . auf die zu treibende Welle
zwischen den Federn MM1 aufgeschraubt; das Trieb G ist auf.die Triebwelle zwischen den
Federn M2 M3 aufgeschraubt. Wenn die zu
treibende Welle in Gang kommt, wird das Trieb G durch seinen Eingriff mit der bewegungslosen,
zu treibenden Welle zuvörderst verhindert, sich zu drehen, und gegen eine der Federn geschraubt, bis es in die Welle mit
einer derartigen Kraft eingreift, um das Rad H in Gang zu bringen, welches dann auf seiner
Welle vorangeschraubt wird, bis es dieselbe ebenfalls dreht. Die Längenbewegung ist auf
diese Weise zwischen den beiden Wellen vertheilt, so dafs die Bewegung auf irgend einer
derselben geringer ist als jene, welche sonst verlangt würde.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Uebertragen von Kraft und Bewegung von einer treibenden auf eine getriebene Welle, und besonders von der Welle eines Elektromotors auf die Achse eines mit Rädern versehenen Fahrzeuges, gekennzeichnet durch eine von der Treibwelle aus bewegte Schraubenmutter, welche beim Ingangsetzen der Treibwelle zunächst auf dem zugehörigen Gewinde der getriebenen Welle gegen wachsenden elastischen Druck so weit verschraubt wird, bis die Reibung zwischen Mutter- und Spindelgewinde zum Mitnehmen des zu treibenden Theiles hinreicht, das Ganze zum Zweck, die Ingangsetzung zu erleichtern.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE61527C true DE61527C (de) |
Family
ID=335585
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT61527D Expired - Lifetime DE61527C (de) | Federndes Schraubengetriebe als Kraftübertragungsmittel für allmählich wirkenden Antrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE61527C (de) |
-
0
- DE DENDAT61527D patent/DE61527C/de not_active Expired - Lifetime
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