DE615560C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen der Elektrodensysteme fuer Drehkondensatoren mit konzentrisch zueinander angeordneten Zylinderflaechen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen der Elektrodensysteme fuer Drehkondensatoren mit konzentrisch zueinander angeordneten ZylinderflaechenInfo
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- H01G5/04—Capacitors in which the capacitance is varied by mechanical means, e.g. by turning a shaft; Processes of their manufacture using variation of effective area of electrode
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen der Elektrodensysteme für Drehkondensatoren mit konzentrisch zueinander angeordneten Zylinderflächen Bekannt sind im wesentlichen zwei Formgruppen von. Elektrodensystemen für regelbare "Kondensatoren, nämlich solche mit planparallelen Platten und solche mit gekrümmten Flächen, insbesondere mit Zylinderflächen.
- Es ist bekannt, gegossene Kondensatorelektroden mit konzentrischen Zylinderflächen herzustellen, wobei die Zylinderplatten durch zur Grundplatte hin sich verengende Schlitze getrennt werden; diese Kondensatorelektroden können nach dem Gießen auf genaue Form geprägt oder eingeschliffen werden, jedoch nur in der Art, daß die beiden ineinandergreifenden Plattensätze gegenseitig abgeschliffen werden, so daß also die Herstellung vollkommen maßhaltiger Elektrodensätze, die untereinander austauschbar sind, nicht möglich ist.
- Ferner ist es bei ebenen Kondensatorelektroden bekannt, die Nuten aus dem Rohling in zwei Arbeitsgängen mittels Stechstahles vorzuarbeiten und darauf mit der Fräsmaschine fertigzumachen.
- Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Herstellen der Elektrodensysteme für Drehkondensatoren mit konzentrisch zueinander angeordneten wirksamen Zylinderflächen, und zwar werden zentrische Rohlinge verwendet, die entsprechend den gewünschten endgültigen. Begrenzungskurven der Zylinderflächenverschiedene Höhe parallel zur Zylinderachse besitzen, und in diese Rohlinge werden mittels eines rotierenden, zentrisch ausgebildeten Fräsers konzentrische Nuten ein- oder nachgearbeitet; ferner kann der so bearbeitete Rohling in zwei oder mehrere Teile zerlegt werden.
- Ferner betrifft die Erfindung die zur Ausübung des Verfahrens dienenden Werkzeuge. Die bisher bekannten Formen bzw. Arbeitsverfahren gestatten nicht, diejenige Genauigkeit und Gleichheit von Stück zu Stück in der Massenfabrikation zu erzielen, um damit einwandfreie Mehrfachkondensatoren hinreichend wirtschaftlich herzustellen.
- Die neuzeitliche Massenherstellung von Rundfunkempfängern, insbesondere solchermitmehreren aufeinander abgestimmten Kreisen, erfordert Mehrfachkondensatoren höchster Genauigkeit und Gleichheit der verbundenen Einheiten bei kleinstem Kostenaufwand. Da die Trennschärfe der Mehrkreisempfänger bekanntlich einerseits eine Funktion der elektrischen Wertübereinstimmung der einzelnen Abstimmittel und andererseits der Anzahl der verwendeten Schwingungskreise ist, so ergibt sich die Tatsache, daß durch gesteigerte Genauigkeit und Gleichheit der aufgewendeten Abstimmittel untereinander an der Zahl der Abstimmittel bei gleicher Trennschärfe gespart werden kann.
- Aus diesen Überlegungen heraus sind die nachfolgend beschriebenen Elektrodensysteme für regelbare Kondensatoren und die zur Herstellung derselben benötigten Werkzeuge und Werkstücke entwickelt worden.
- Abb. = und 2 stellen je einen Rohling für je zwei feste bzw. bewegliche Elektrodensysteme für Kondensatoren dar. Dieselben werden z vechmäßigexweise; nach einem der üblichen erfahren, wie beispielsweise Gießen, Spritzen oder Pressen, hergestellt und gemäß der Erfindung derartig. vorgeformt, daß das Eintauchprofil eines jeden Rohlingteils einer gewollten Kapazitätskurve entspricht, wie die Seitenansichten der Abb. i und z zeigen.
- Da bei Drehkondensatoren der Drehwinkel im Höchstfall z8o° beträgt, können aus einem in der Abb. i und 2 dargestellten 36o°-Rohling mindestens je zwei Elektrodensysteme in einem Arbeitsgang hergestellt werden. Um ein leichtes Trennen der fertigen Elektroden zu gewährleisten und um die Kanten der wirksamen Kondensatorflächen hierbei nicht angreifen zu müssen, sind die Rohlinge mit Schlitzen versehen bzw. durch Stege derart verbunden, daß bei der Trennung jede Veränderung des kapazitiv wirksamen Systems ausgeschlossen wird. Die Zahl der Trennstellen kann nach dem Kapazitätswert bzw. Drehwinkel des Kondensators wahlweise ausgeführt werden. Es ist zweckmäßig, die Form der Rohlinge als geschlossenen 36o'-Ring herzustellen, um ein gleichmäßiges Angreif-cn des später beschriebenen Werkzeuges auf dem ganzen Umfange zu erzielen, wobei es sich empfiehlt, für die Rohlinge Materialien niedrigen Gewichtes und hoher Verspanungsfähigkeit zu benutzen, um die Abnutzung der Werkzeuge möglichst wirtschaftlich und das Fertiggewicht möglichst klein zu halten.
- In Abb. 3 und q. ist je eine bearbeitete feste und bewegliche Elektrode im Schnitt bzw. im getrennten Zustande dargestellt, aus denen die Fertigbearbeitung erkennbar ist.
- Das für die Bearbeitung der Elektrodenrohlinge benötigte Werkzeug muß, um einwandfrei zu arbeiten und wirtschaftlich zu sein, folgenden Bedingungen genügen i. Die Ausarbeitung der Nuten, durch welche die kapazitiv wirksamen Zylinderflächen entstehen, sowie die Bearbeitung der Lager- bzw. Befestigungsflächen der Elektroden hat in einem Arbeitsgang und in einer Aufspannung zu erfolgen.
- 2. Die Form bzw. der Aufbau des Werkzeuges muß so gewählt werden, daß die Maßhaltigkeit durch das Werkzeug selbst bedingt wird.
- Nur ein kombiniertes Werkzeug, dessen zahlreiche Schnittflächen eine unveränderliche Einheit miteinander bilden, kann diesen Forderungen gerecht werden, wobei es zunächst wünschenswert erscheint, das ganze Werkzeug mit seinen sämtlichen Schneidflächen aus einem Stück herzustellen. Dem stehen jedoch fertigungstechnische wie auch wirtschaftliche Gründe gegenüber, die es zweckmäßig erscheinen lassen, das Werkzeug aus mehreren genau und unverrückbar zueinander passenden Teilen herzustellen. Abb. 5 stellt in Grund- und Seitenansicht bzw. Schnitt eine beispielsweise Ausführungsform des kombinierten Werkzeuges dar, worin n der mit Spannzapfen versehene Kern ist, um den die Schneidmesser (Nutenschneider) b, in üblicher Weise gegen Drehung gesichert, angeordnet sind.
- Bei Herstellung des beweglichen Elektrodensystems trägt der Kern in seiner Mitte einen dem Achsdurchmesser entsprechenden Bohrer e, während bei Herstellung der festen Elektrode das zugehörige Werkzeug je ein Schneidmesser. am inneren und äußeren Durchmesser erhält.
- Die Form der Zähne d der Nutenschneider ist von wesentlichem Einfluß für sauberes Verspanen des Materials und Auswerfen der Späne. Zu diesem Zwecke sind entsprechend Abb. 5 in an sich bekannter Weise die Messer oberhalb der Schneidflächeninnerhalb des Bereiches e schwächer gehalten und die Höhe der Zähne derart gewählt, daß die ausgeworfenen Späne über dem zu bearbeitenden Werkstück durch die Zahnlücken austreten können. Da die Schnittgeschwindigkeit der umlaufenden inneren Schneidmesser eine geringere als die der äußeren ist, wird zweckmäßigerweise die Zahl der am Umfang verteilten Schneidflächen mit dem Durchmesser der Nutenschneidmesser wachsen. Dabei muß jedoch das Verhältnis der Zahnaufteilung zueinander derart sein, daß die Zahnfronten ohne gegenseitige 'Behinderung= durch die benachbarten Zähne selbst radial einzeln oder satzweise geschliffen werden können.
- Selbstverständlich können aus Gründen vereinfachter Verspanungsarbeit die in Abb. i und 2 dargestellten profilierten Rohlinge von vornherein mit konzentrischen Nuten versehen sein, die aber so eng zu halten sind, daß allseitig genügend Material zur Bearbeitung auf Fertigmaß mit dem vorbeschriebenen Werkzeug vorhanden ist.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen der Elektrodensysteme für Drehkondensatoren mit konzentrisch zueinander angeordneten wirksamen Zylinderflächen, dadurch gekennzeichnet, daß zylindrische Rohlinge verwendet werden, die entsprechend den gewünschten endgültigen B egrenzungskurven derZylinderflächen verschiedene Höhe parallel zur Zylinderachse besitzen, daß in diese Rohlinge mittels eines rotierenden, zylindrisch ausgebildeten Fräsers konzentrische Nuten ein-oder nachgearbeitet werden, und daß endlich gegebenenfalls der so bearbeitete Rohling in mindestens zwei Teile zweckentsprechend zerlegt wird.
- 2. Rohling zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß er bei seiner Herstellung durch Gießen, Spritzen, Pressen o. dgl. konzentrisch angeordnete Nuten erhält, die enger gehalten sind, als dem Fertigzustand der Elektrode entspricht.
- 3. Rohling nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einzelnen Teilen besteht, die an den Trennstellen durch Stege zusammengehalten sind.
- 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die für den Zusammenbau der Elektroden zu einem Drehkondensator erforderlichen Teile gleichzeitig mit den Nuten in einem Arbeitsgang herausgearbeitet werden.
- 5. Präswerkzeug zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß es in Zylindermantelflächen angeordnete Nutenschneider besitzt, deren radiale Abstände entsprechend den Nutenabständen der festen bzw. beweglichen Kondensatorelektroden gewählt sind, und daß gegebenenfalls in der Achse des Werkzeuges ein Bohrer vorgesehen ist.
- 6. Fräswerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der in Abständen innerhalb der Zylindermantelflächen angeordneten Schneidzähne mit zunehmendem Zylindermanteldurchmesser zunimmt und daß die Schneidzähne in den verschiedenen Zylindermantelflächen so angeordnet sind, daß sich auf gemeinsamen Radien liegende Schneidzähne ergeben, die ein satzförmiges, Schleifen der Schneidzähne ermöglichen. .
- 7. Fräswerkzeug nach Anspruch 5 und 6. dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem Stück herausgearbeitet ist. B. Fräswerkzeug nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einzelnen Schneidwerkzeugen zu einer Einheit zusammengesetzt ist.
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