-
Vorrichtung zum Entnehmen einzelner Bogen von einem Bogenstapel Gegenstand
der Erfindung ist eine weitere Ausbildung und Verbesserung der Vorrichtung zum Entnehmen
einzelner Bogen von einem Bogenstapel nach dem Patent 603 430.
-
Die hohle Entnahme- und Förderwalze, wie sie in dem genannten Patent
beschrieben ist, vermag mit Hilfe der auf ihrer Umfläche angeordneten Greifermittel
sowohl die Absonderung eines einzelnen Bogens vom Stapel einzuleiten wie auch in
ihrem Zusammenwirken mit einer Gegenwalze oder anderen geeigneten Mitteln das eigentliche
Abziehen des Bogens vom Stapel und seine Förderung zur ersten Verarbeitungsstelle
zu bewirken. Da die hohle Entnahme- und Förderwalze außerdem selbst als Arbeitszylinder,
z. B. als Druckzylinder eines Druckwerkes, benutzt werden kann, gelangen bei dieser
Vorrichtung die Bogen auf dem denkbar kürzesten Wege vom Einlegestapel zur ersten
Verarbeitungsstelle. Dieser kurze Überführungsweg unter Verzicht auf ein Freilegen
der einzelnen Bogen in ihrer ganzen Fläche oder in deren größtem Teil zum Zwecke
des Ausrichtens ist möglich, weil die Wirkungsweise der Vorrichtung die Gewähr bietet,
daß. im allgemeinen Verschiebungen der Bogen im Stapel oder auf ihrem Weg. vom Stapel
zur ersten Verarbeitungsstelle nicht eintreten können, wenn die Bogen sorgfältig
zwischen die genau eingestellten Anschläge des Einlegestapels eingelegt werden.
Nur bei bestimmten Papiersorten, z. B. bei solchen mit rauher Oberfläche, können
solche Verschiebungen auftreten, und zwar insbesondere dadurch, daß die Bogen bei
ihrem Herausziehen unter dem Stapel geringe Verlagerungen der ihnen zunächst liegenden
Bogen in Richtung des Bogenabzuges verursachen, wodurch die bei richtigem Einlegen
in den Stapel erzielte Vorderausrichtung gestört wird. Durch den Gegenstand der
Erfindung wird dieser Übelstand beseitigt und bei allen in Betracht kommenden Papiersorten
die Gewähr geschaffen, daß die Bogen in genau ausgerichteter Lage der ersten Verarbeitungsstelle
zugeführt werden, obgleich sie, wie ob@enerwähnt, für dieses Ausrichten eines ganzen
oder teilweisen Freilegens nicht bedürfen.
-
Um dies zu erreichen, ist erfindungsgemäß die hohle Entnahme- und
Förderwalze neben den gemäß dem Patent 63o 43o auf ihrer Umfläche vorgesehenen,
dem Erfassen und Abbiegen der einzelnen Bogen dienenden Greifereinrichtungen noch
mit schwingenden Ausrichtefingern ausgerüstet. Diese sind zu mehreren in der hohlen
Entnahme- und Förderwalze selbst gelagert und werden absatzweise so bewegt, daß
ihr den eigentlichen Ausrichteanschlag bildendes Ende vorübergehend aus
der
Walzenumfläche_ hervortritt und sich dabei über eine kurze Strecke dieser Umfläche
entgegengesetzt. zur. Walzendrehrichtung bewegt. Die Fingerenden treffen dabei gegen
die bei der Bogenbewegung vornliegende Bogenkante und, da sie sich dann noch um
einen gewissen Betrag weiterbewegen, schieben sie diese Kante entsprechend zurück.
-
Ähnliche in einen Zylinder eingebaute und entgegengesetzt zu dessen
Drehrichtung sich zurückbewegende Ausrichtefinger für die Vorderausrichtung der
Bogen sind an sich bereits bekanntgeworden. Bei diesen bekanntgewordenen Einrichtungen
sind jedoch die gleichzeitig als Greifer ausgebildeten - Ausrichtefinger in einen
Zylinder eingebaut, der ausschließlich der Förderung eines bereits einzeln liegenden
Bogens dient. Im vorliegenden Falle erbringt die Anwendung der an sich bekannten
Ausrichtefinger in ihrem Zusammenwirken mit den übrigen dem Patent 603 43o
entsprechenden Einrichtungen der hohlen Entnahme- und Förderwalze den besonderen
Vorteil, daß ein besonderes Ausrichten des- Bogens nach seiner Vorderkante selbst
bei der äußerst kurzen Bemessung des Bogenweges vom Stapel zur ersten Verarbeitungsstelle
und sogar dann möglich ist, wenn sich der Bogen noch während des Ausrichtevorganges
teilweise unter dem Stapel befindet: Da der Bogen in einer bestimmten Entfernung
von den Ausrichtefingern durch eine mit der hohlen Entnahme- und Förderwalze zusammenarbeitende
Gegenwalze zwangsweise erfaßt ist, erfährt er bei dem Zurückschieben seiner Vorderkante
durch die Ausrichtefinger eine Aufbauschung, die sich zwischen den Fingern und der
zwangsweise erfaßtenBogenstelle erstreckt. Die Ausrichtefinger werden so eingestellt,
daß sie auch die Vorderkante eines nicht nach vorn verlagerten- Bogens noch erreichen
und um ein geringes zurückschieben; infolgedessen wird die Vorderkante aller Bogen
an die gleiche Stelle der Entnahmewalze geschoben, wobei sie je nach dem Ausmaß
der eingetretenen Bogenverlagerung eine geringere oder größere Aufbauschung erfahren.
In ihrer ausgeschwungenen Endstellung verharren die Ausrichtefinger so lange, bis
der Bogen bei seiner auf diese Weise ausgerichteten Vorderkante durch geeignete
Mittel, etwa durch eine zweite mit der Entnahmewalze zusammenarbeitende Gegenwalze,
für seine Weiterförderung erneut erfaßt ist, alsdann schwingen sie hinter die Walzenumfläche
zurück und kommen am nächstfolgenden Bogen in gleicher Weise wiederum zur Wirkung.
Der bei der ausgerichteten Vorderkante erfaßte Bogen kann bei der schon zuvor erfaßten,
weiter zurückliegenden Stelle freigegeben werden, so daß ' ' bei der Weiterdrehung
der Entnahmewalze die Aufbauschung zurückgebildet und der Bogen wieder vollkommen
glatt an die Walzenumfläche angelegt wird.
-
Die Einrichtung ist so getroffen, daß .das Ausrichten des Bogens auf
der Walze beendet ist, bevor er zur ersten Verarbeitungsstelle gelangt, jedoch kann
sich die Wirkung der Ausrichtefinger innerhalb einer genügend großen Teildrehung
.der Walze abspielen, um .das Aufbauschen des Bogens allmählich und dadurch sein
Ausrichten mit der erforderlehen Genauigkeit vor sich gehen zu lassen.
-
Durch die Ausrichtefinger können rechteckige, in Richtung eines Kantenpaares
sich bewegende Bogen nach ihrer Vorderkante oder ebensolche in Richtung einer Diagonale
bewegte Bogen nach ihren die vornliegende. Spitze bildenden beiden Kanten. oder,
z. v. Briefumschlagstanzschnitte, nach ihren. vorderen einspringenden Ecken, in
denen sich ein (Querfalz mit den Seitenfalzen trifft, ausgerichtet werden.
-
Um eine willkürliche, sich selbst überlassene Ausgleichung der Bogenbauschung
nach erfolgtem Vorderausrichten des Bogens und die dadurch entstehende Gefahr der
Bildung von Falten und Zerknitterungen zu vermeiden, sind gemäß einem besonderen
Merkmal der Erfindung zwei Serien von Bogenführungsschienen neben .der hohlen Entnahme-
und Förderwalze vorgesehen. Die Führungsschienen der einen Serie sind fest angeordnet
und bieten .durch entsprechende Gestaltung ihrer der Entnahmewalze zugekehrten Kante
Raum für :die Bauschbildung; die Führungsschienen der anderen Serie dagegen sind
in Richtung von und zu .der Entnahmewalze absatzweise beweglich, derart, daß sie-
in ausgeschwungener Stellung ebenfalls die Bildung des Bogenbausches zulassen, während
sie bei ihrem Einschwingen die ordnungsmäßige Rückbildung des Bausches, :d. h. das
glatte Wiederanlegen des Bogens an die Entnahmewalze; sichern. In ihrer eingeschwungenen
Endlage, bei der ihre der Entnahmewalze zugekehrte Kante konzentrisch zu deren Umfang
und in geringem Abstand von ihr verläuft; bewirken sie eine genaue Führung des Bogens.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
:dargestellt. Es zeigen die Abb. z, 2 und 3 senkrechte, in Richtung des Bogenweges
geführte Schnitte durch - eine Bogenentnahmevorrichtung entsprechend dem Patent
603 43o, die mit der erfindungsgemäßen -zusätzlichen Vorrichtung äüsgerüstet
ist.' Die einzelnen Abbildungen veranschaulichen verschiedene Stellungen des nach
seiner Vorderkante auszurichtenden Bogens.
Die Vereinzelung des
jeweils untersten Bogens des Bogenstapels i bei seiner vorderen Kante wird eingeleitet
durch die kleine Saugwalze 2, die unmittelbar in den Entnahmezylinder 3, der in
den Seitenwangen S der Maschine lagert, eingebaut ist und entgegengesetzt zu diesem
umläuft. Die als bekannt vorauszusetzenden Antriebsmittel sind in der Zeichnung
nicht dargestellt. Der Antrieb der kleinen Saugwalze 2 erfolgt durch ein auf ihr
außerhalb des Zylinders 3 befestigtes Zahnrad, das mit einem fest angeordneten Innenzahnkranz
in Eingriff steht. Das freie Ende des Stapels i ruht auf heb-und senkbaren Stapelauflagezungen
q. und liegt, wenn die Saugwalze 2 unter ihm anlangt, dicht über der Zylinderumfläche.
In diesem Augenblick wird unter der Wirkung bekannter, in der Zeichnung nicht dargestellter
Saugluftsteuereinrichtungen das Ende des jeweils untersten Bogens von der Saugwalze
2 angesaugt und infolge deren Drehung zunächst durch die Zylinderöffnung 5 hindurch
in den Zylinderhohlraum eingeführt. Die mit gestrichelten Linien in Abb.i wiedergegebene
Stellung 2' bzw. 5' der Saugwalze und der Zylinderöffnung veranschaulichen diese
Wirkung der- Saugwalze 2. Wenn das Bogenende auf diese Weise in den Zylinderhohlraum
eingeführt ist, endigt die Saugwirkung der Walze 3, und das Bogenende wird nunmehr
durch die hintere Kante 6 der Zylinderöffnung 5 (in der gestrichelten Stellung Abb.
i oben mit 6' bezeichnet) wieder aus dem Zylinderhohlraum herausgefördert, so daß
es zwischen die Umfläche des Zylinders 3 und der Gegenwalze 7 gelangt, die in dem
Hebelpaar S gelagert ist und durch an diesem angreifende Zugfedern 9 nachgiebig
gegen die Zylinder 3 gepreßt wird. Der Zylinder 3 hat an seinen beiden Enden Laufringe
io für .die Auflage der Gegenwalze 7 und zwischen diesen Laufringen eine Vertiefung
i i, die unterbrochen wird von einem in Höhe der Laufringe bestehenbleibenden Segment
1z. Wenn das Bogenende auf die beschriebene Weise zwischen die- Umfläche des Zylinders
3 und der Gegenwalze 7 gelangt ist, liegt es zunächst in der Zylindervertiefung
ii und wird erst zwangsweise erfaßt, wenn die Vorderkante 12' des Segmentes 12 bei
der Gegenwalze 7 angelangt ist. In diesem Augenblick beginnt das Herausziehen des
untersten Bogens unter dem Bogenstapel i, der auf der Stapelplatte 13 ruht. Diese
trägt entlang ihrer vom Stapel überragten Kante eine frei laufende kleine Rolle
@i4, so daß schädliche Reibungen an der Kante der Stapelplatte 13 beim Herausziehen
des Bogens vermieden «-erden. Die Abb.2 zeigt diejenige Stellung des Zylinders 3
und seiner Gegenwalze 7, bei der das zwangsweise Herausziehen des untersten Bogens
und auch die Wirkung der erfindungsgemäßen Einrichtung zum nachträglichen Ausrichten
des Bogens hinsichtlich seiner Längslage beginnt. Diese Einrichtung ist wie folgt
ausgebildet: Auf der in den beiden Stirnwänden des Zylinders 3 drehbar gelagerten
Welle 15 sind innerhalb des Zylinderhohlraumes die Amschlagfinger 16 paarweise oder
zu mehreren befestigt. Sie ragen in eine die Zylinderwandung durchdringende Öffnung
17 hinein. Auf der Welle 15 außerhalb des Zylinder 3 ist weiterhin der Rollenhebel
iS befestigt, an dem die Zugfeder i9 angreift, so daß seine Rolle 2o im Anschlag
an einer Kurvenscheibe 21 gehalten wird, die lose über die Welle 3' des Zylinders
3 geschoben ist und durch eine an ihr verschraubte Schiene 22 festgehalten wird:
Bei der Drehung des Zylinders 3 wird daher durch entsprechende Gestaltung der Kurvenscheibe
21 die Welle 15 in eine vor-und rückläufige Teildrehung versetzt, durch welche die
auf ihr sitzenden Ausrichtefinger 16 eine Schwingbewegung ausführen, deren Grenzen
durch die mit vollen und gestrichelten Linien gezeichneten Stellungen 16 und 16'
dargestellt sind. In der völlig zurückgeschwungenen Stellung 16' der Finger 16 tritt
deren äußeres Ende hinter die Umfläche des Zylinders 3 zurück, während es beim Ausschwingen
allmählich über die Zylinderumfläche hervortritt und sich in den Weg des über den
Zylinder geförderten Bogens w legt. Das Ausrichten des Bogens nach seiner Vorderkante
durch die Ausrichtefinger geht dabei in folgender Weise vor sich.
-
Wenn .der Bogen die in Abb.2 gezeigte Stellung erreicht hat, d. h.
in demjenigen Augenblick, in dem er zwangsweise zwischen dem Zylinder 3 und der
Gegenwalze 7 erfaßt wird, sind die Ausrichtefinger 16 bereits so weit ausgeschwungen,
daß ihr vorderes, den eigentlichen Ausrichteanschlag bildendes Ende sich in ganz
geringer Entfernung vor der Vorderkante eines regelmäßig liegenden, d. h. nicht
verlagerten Bogens. befindet. In Abb. 2 ist .dies dargestellt. Währenddem dann der
Zylinder 3 bei seinem weiteren Umlauf eine Teildrehung ausführt, die dem durch die
beiden strichpunktierten Linien a und b eingeschlossenen Winkel entspricht,
gehen die Ausrichtefinger allmählich vollends in die ganz ausgeschwungene Grenzlage
über, die in Abb.:2 mit gestrichelten Linien angedeutet ist. Dadurch wird die Bogenvorderkante
um einen entsprechendenBetragzurückgeschoben, und es entwickelt sich zwischen den
Ausrichtefingern und der zwischen dem Zylinder 3 und der Gegenwalze 7 zwangsweise
erfaßten Bogenstelle eine Aufbauschung des Bogens. In
der ganz ausgeschwungenen
Grenzstellung verharren die Ausrichtefinger, bis die an ihnen anliegende und daher
ausgerichtete Bogenvorderkante zwischen der Umfläche des Zylinders 3 und der federnd
dagegen gepreßten, im Hebelpaar 2q. gelagerten Gegenwalze 23 erfaßt ist. Erst dann,
d. h. wenn die Ausrichtefinger durch die Drehung des Zylinders 3 ungefähr die in
Abb. i mit vollen Linien gezeichnete Stellung erreicht haben, beginnt ihre rückläufige,
Arückschwingende Bewegung. Nach erfolgtem Erfassen des Bogens zwischen der Gegenwalze
23 und dem Zylinder 3 kann er an der davorliegenden, zwangsweise erfaßten Stelle
bei .der Gegenwalze 7 freigegeben werden. In dem Beispiel der Abb. i bis 3 geschieht
dies dadurch, daß die Vertiefung i i des Zylinders 3 unter die Walze 7 - gelangt;
dadurch wird der Bogen hier freigegeben, und seineAufbauschung kann sich bei der
Weiterdrehung des Zylinders 3 wieder ausgleichen, er legt sich infolgedessen wieder
glatt an den Zylinder 3 an.
-
Um für die entstehende Bogenaufbauschung den erforderlichen Raum zu-
schaffen und dennoch vor deren Entstehung und nach ihrem Wiederausgleich eine sichere
und einwandfreie Bogenführung auf der Strecke zwischen den Gegenwalzen 7 und 23
zu erzielen, sind zwei Gruppen von Bogenführungsschienen vorgesehen, deren eine
fest angeordnet ist, während die andere gegen den Zylinder 3 und von ihm weg bewegt
werden kann. Die Gruppe der fest angeordneten Führungsschienen 25 ist auf der Traverse
27 verschraubt; diese Schienen erstrecken sich von der kleinen, an der Vorderkante
der Stapelplatte 13 angeordneten Rolle 1q. bis vor den Zylinder 26. Ihre
dem Zylinder 3 zugekehrte Seite ist so gestaltet, daß sie der entstehenden Bogenaufbauschung
Raum gewähren. Die beweglichen Führungsschienen 28 sind auf der in den Seitenwangen
S .drehbaren Welle 29 zusammen mit dem Hebel 3o befestigt. An dem letzteren greift
die abgebrochen gezeichnete Schubstange 31 an, die von einer ebenfalls nicht gezeichneten,
auf der Welle 3' des Zylinders befestigten Kurvenscheibe so betätigt wird, daß ,die
Führungsschienen 28 eine schwingende Bewegung ausführen. Die Grenzstellungen der
Schienen 28 im aus- und eingeschwungenen Zustand sind in den Abb. i bzw. 2 und 3
gezeigt. Die dem Zylinder 3 zugekehrte Seite dieser Führungen ist so ausgebildet,
daß sie im eingeschwungenen Zustand konzentrisch zur Zylinderumfläche verläuft,
und die Führungen erstrecken sich im wesentlichen über diejenige Strecke zwischen
den Gegenwalzen 7 und 23, wo sich in den festen Führungsschienen 25 die Ausnehmung
für die Aufnahme der Bogenaufbauschung befindet. Ihre Bewegung geschieht derart,
daß sie mit der Entstehung der Bogenaufbäuschung zurück- und mit deren Wiederausgleichung
einschwingen. Der Bogen findet daher nach erfolgtem Ausgleich der Bauschung während
seiner übrigen Bewegung über den Zylinder 3 eine genaue Führung.
-
Es ist ersichtlich, daß .durch die Wirkung der Ausrichtefinger 16
.die Vorderkante aller Bogen an die gleiche Stelle des Zylinders 3 zurückgeschoben
werden kann, so daß die Bogen dadurch eine genaue Längsausrichtung nach dieser Vorderkante
erfahren, obgleich sie, wie es bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. z bis 3 der
Fall ist, zum Zeitpunkt ihres Ausrichtevorganges noch mit dem größten Teil ihrer
Fläche unter dem Stapel i liegen. Ein Freilegen der Bogen in ihrer ganzen Flächenausdehnung
oder in deren größtem Teil erübrigt sich daher, so daß der hierfür notwendige erhebliche
Raum gespart werden kann; die Vorrichtung gemäß der Erfindung macht es vielmehr
möglich, die Bogen auf dem kürzesten Weg vom Stapel auf die Arbeitswalzen gelangen
zu lassen und dennoch ihre genaue Ausrichtung zu gewährleisten.
-
In Abb. z ist angenommen, daß der Bogen vom Zylinder 3 und seiner
Gegenwalze 23 an den Zylinder 26 abgegeben wird, der ihn mit Hilfe von Saugöffnungen
32, wie in der Zeichnung angedeutet, oder durch andere geeignete Greifermittel übernimmt.
Dieser Zylinder 26 kann beispielsweise der Druckzylinder und sein Gegenzylinder
33 der Plattenzylinder eines Druckwerkes, sein. Statt dessen können jedoch ebensogut
auch irgendwelche Arbeitszylinder anderer Verarbeitungsmaschinen in Betracht kommen.
-
Besonders muß darauf verwiesen werden, daß auch,der Zylinder 3, dem
in dem gewählten Ausführungsbeispiel nur die Rolle eines Einzugzylinders zufällt,
selbst dennoch als Arbeitszylinder zu gelten hat, weil er je nach der Zahl der in
ihm angeordneten Saugwalzen auf jede Bogenentnahme und -verarbeitung einen bestimmten
Umdrehungsbetrag ausführt. Bei Anordnung einer einzigen Saugwalze 2 im Zylinder
3, wie es in der Zeichnung angenommen ist, muß dieser auf jede Bogenentnahme eine
volle Umdrehung machen. Im übrigen ist es ohne weiteres möglich, -den Zylinder 3
selbst eine Arbeit am Bogen ausführen zu lassen; er kann beispielsweise selbst als
Druckzylinder benutzt werden, wenn seinem Segment i2 eine entsprechende Bemessung
gegeben wird. In diesem Fall kann für den Ausgleich der Bogenbauschung nach erfolgtem
Ausrichten die Freigabe des Bogens durch die Walze 7 dadurch geschehen, , daß die
letztere vorübergehend vom Zylinder 3 abgehoben wird. Der
Bogen
würde daher bei einer derartigen Ausbildung .des Zylinders 3 vom Stapel i unmittelbar
auf den Arbeitszylinder gelangen und dennoch eine Ausrichtung nach seiner Vorderkante
erfahren können, bevor die jeweils in Frage kommende erste Bearbeitung an ihm vorgenommen
wird.