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Mit einem Reflektor versehene Quecksilberdampflampe zum Erzeugen von
weißem Licht Es ist mehrfach vorgeschlagen worden, das Licht mancher Lichtquellen,
die nicht tageslichtähnlich sind, durch Verwendung von fluoreszierenden Stoffen
zu verbessern. So z. B. ließ man die Strahlung solcher Lichtquellen auf einen fluoreszierenden
Schirm auftreffen, wodurch eine Transformierung der Wellenlänge des Lichtes und
damit eine Änderung der Lichtfarbe stattfindet. Auch wurde versucht, die Lichtquelle
mit einer transparenten Schicht fluoreszierender Substanz zu umgeben. Als fluoreszierende
Substanz wurde z. B. Rhodainin verwendet. Hiermit hat man z. B. Lichtquellen jungeben,
die eine ultraviolette Strahlung besitzen, um diese in be-IcuchtungstecImisch verwertbares
sichtbares Licht umzusetzen, dadurch die ökonomie zu erhöhen und gleichzeitig durch
das aus; dem Rhodamin austretende rote Licht eine Umfärbung der Lichtquelle zu erzielen.
Es ist weiterhin bekannt, das Licht von Quecksillaerniederdruckröhren (Leuchtröhren)
durch Zinkkadmium,sulfidphosphore zu beeinflussen, da man entdeckt hatte, daß das
aus diesien Röhren kommende kurzwellige Ultraviolett das Zinkkadmiumsulfid besonders
gut zum Ansprechen bringt.
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Alle diese Vorschläge haben bisher zu keinem brauchbaren Resultat
geführt. Die Schwierigkeiten, die dabei auftraten, waren zweierlei Art. Erstens
hesaßen die vorgeschlagenen Fluoreszenzstoffe die Eigenschaft, daß sie nur einen
geringen Teil der auf sie auftreffenden Primärstrahlung in Fluoreszenzlicht umwandelten.
Dies gilt insbesondere für die des öfteren in Vorschlag gebrachten organischen Fluoreszenzstofe,
wie z. B. Rhodamin. Durch diesen Umstand wird die gesamte ökonomie der Lichtquelle
herabgesetzt, und außerdem reicht die Menge des Fluoreszenzlichtes nicht aus, um
die gewünschte Umfärbung des Lichtes zu erzielen. Als zweite Schwierigkeit tritt
bei vielen Substanzen die Tatsache auf, daß sie unter Wirkung der Ultraviolettstrahlung
eine sehr schnelle Zersetzung erfahren. In den meisten Fällen ist es - nicht möglich,
diese Zersetzungserscheinungen zu verhindern, selbst dann nicht, wenn man die Substanz
vor chemischen Einflüssen schützt. Dies gilt z. B. insbesondere für die an sich
sehr schön leuchtenden Borsäurephosphore.
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Die Erfindung betrifft eine Lichtquelle zurr Erzeugen von tageslichtähnlichem
Licht, bestehend aus einer Quecksilber enthaltenden Entladungslampe und einem Reflektor,
der mit einem ein Zinkkadmiumsulfid enthaltenden Phosphor belegt ist, und besteht
darin, daß die Entladungslampe als Quecksilberhochdrucklampe ausgebildet ist, und
daß der Phosphor ro bis 34 % Kadmium und als Schwermetall Kupfer enthält. Eine solche
Lichtquelle reicht auch für große Lichtintensitäten aus. Die Haupterregbarkeit eines
derartigen Zinkkadmiumsulfids liegt im langwelligen Ultraviolett, einer Strahlenart,
die von der Quecksilberhochdrucklampe in ganz besonderem @ Maße ausgestrahlt wird.
Diese
Strahlenquelle hat ja bekanntlich Birnen sehr hohen Ökonomiekoeffizienten,
emittiert aber ein Licht, welches infolge seiner Farbe für allgemeine Beleuchtungszwecke
sonst nicht brauchbar ist, da man z. B. Farben nicht unterscheiden kann. Alle bisherigen
Versuche, das Licht dieser Lampe durch fluoreszierende Substanzen zu verbessern,
.scheiterten aus den obenerwähuten Gründen. Besonders unangenehm wirkte sich der
Umstand aus, daß man die ökononüe der Lichtquelle durch Verwendung der fluoreszierenden
Substanzen stark herabsetzte.
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Durch die Erfindung gelingt es, das Quecksilberlampenlicht nahezu
tageslichtähnlich zu machen, so daß man bei der Beleuchtung damit alle Farben deutlich
erkennen und unterscheiden kann. Gleichzeitig wird die an sich schon günstige Ökonomie
der Lampe noch weiter :erhöht, indem man das bisher für die Beleuchtung verlorengehende
langwellige Ultraviolett ausnutzen kann, ohne daß wie bisher Zerstörungen des Phosphors
durch die ultravioletten Strahlen. eintreten. Aus der Verwendung der Quecksilbi@rhochdrucklampe
zusammen mit dem ZinIdmdmiumsuifidergibt sich noch ein weiterer Vorteil. Das Zinkk
a.dmiumsulfid besitzt als Körper von hohem Brechungsindex ein sehr hohes Reflexionsvermögen,
auch für das sichtbare Licht der Quecksilberhochdrucklampe. Dieses sichtbare Licht
wird aber in sehr großen Mengen mit hoher Ökonomie von der Quecksilberbochdrucklampe
geliefert, und es ist lichttechnisch von größter Bedeutung, neben der Transformation
und Ergänzung der Lichtfarbe durch die Fluoreszenz auch das wertvolle sichtbare
Licht zu erhalten. An dem ZinIrkadmiumsulfid :erfährt riun die sichtbare Strahlung
der Quecksilberhochdrucklamp.e eine Reflexion von fast ioo %. Dies gilt insbesondere
für das grüne Licht. Würde man anstatt des gut reflektierenden Zinkkadmiumsulfids
beispielsweise Rhodamin anwenden, so würde das grüne Licht nicht reflektiert werden,
so daß man zwar das rote Licht des fluoreszierenden Rhodamin erhalten, dafür aber
das für die tageslichtartige Beleuchtung ebenfalls notwendige grüne Licht verlieren
würde. Durch die Anordnung nach der Erfindung ist es zum ersten Male gelungen, die
Erhöhung der Lichtausbeute durch Anwendung von fluoreszierenden Schirmen zu verwirklichen.
Die Ökonomie der Quecksilberhochdrucklampe konnte dadurch um über 3o % gesteigert
werden.